Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Eine Welt ohne Menschen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Eine Welt ohne Menschen

    Ich arbeite derzeit an einem literarischen Projekt, für welches ich einen Rat benötige.

    ​Die Geschichte bedingt eine menschenleere Erde. Ausgelöst durch einen - von Menschen erzeugten - Virus, der die Menschheit in kurzer Zeit ausgelöscht hat.

    ​Nun bin ich, was Biologie angeht, eine absolute Null. Die Geschichte ist auch eher philosophischer Natur, aber wissenschaftlich unhaltbaren Blödsinn möchte ich nun auch nicht schreiben. Daher hätte ich einige Fragen:

    ​- Ist es überhaupt möglich, einen Virus zu erschaffen, der nur die Menschheit ausrottet, für den Gros der Tierwelt aber ungefährlich ist?
    ​- Oder würde so ein Virus auch die übrige Tierwelt unseres Planeten befallen?
    ​- Welche Auswirkungen hätte ein plötzliches Verschwinden des Menschen (und ggf. der Tierwelt) auf das Ökosystem unseres Planeten?
    ​- Wie würde die Erde etwa 100 Jahre nach so einem Vorfall (Zeitpunkt der Geschichte) aussehen?

    ​Für jede Hilfe bin ich dankbar.

    #2
    Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen
    Ich arbeite derzeit an einem literarischen Projekt, für welches ich einen Rat benötige.

    ​Die Geschichte bedingt eine menschenleere Erde. Ausgelöst durch einen - von Menschen erzeugten - Virus, der die Menschheit in kurzer Zeit ausgelöscht hat.

    ​Nun bin ich, was Biologie angeht, eine absolute Null. Die Geschichte ist auch eher philosophischer Natur, aber wissenschaftlich unhaltbaren Blödsinn möchte ich nun auch nicht schreiben. Daher hätte ich einige Fragen:

    ​- Ist es überhaupt möglich, einen Virus zu erschaffen, der nur die Menschheit ausrottet, für den Gros der Tierwelt aber ungefährlich ist?
    ​- Oder würde so ein Virus auch die übrige Tierwelt unseres Planeten befallen?
    ​- Welche Auswirkungen hätte ein plötzliches Verschwinden des Menschen (und ggf. der Tierwelt) auf das Ökosystem unseres Planeten?
    ​- Wie würde die Erde etwa 100 Jahre nach so einem Vorfall (Zeitpunkt der Geschichte) aussehen?

    ​Für jede Hilfe bin ich dankbar.
    Virus:
    theoretisch möglich, aber der müsste sehr genau entlang des menschlichen Genoms erzeugt werden, und der wäre immer noch wenigstens für die meisten Primaten-Arten mit gefährlich. Da biologische Kampfstoffe obendrein ein enormes Gefährdungspotential mit sich bringen, wird die effektive Forschung in dem Bereich aber schon im zivilen erheblich eingeschränkt; hier ein Artikel der faz von 2012, als Forscher aus medizinischen Gründen herausfanden, daß in bestimmten Laborsetups Vogelgrippe sehr wohl von Säugetier zu Säugetier übertragen werden kann.

    http://www.faz.net/aktuell/wissen/me...-11653765.html

    Das bringt den nächsten Punkt gleich mit: die sehr eingeschränkte Forschung im Bereich der Anwendung gegen den Menschen läßt gar keine wirklich verläßlichen Aussagen über das Mutationspotential eines solchen Biokampfstoffes zu. Es ist auch für eine solche Viruswaffe für jeden "normalen" Forscher eher zweitrangig, ob Kollateralschaden in der Fauna zu erwarten ist. Literarisch schränkt dich das auf eine Art neues "Kalter Krieg"-Szenario ein, nur diesmal das Wettrüsten mit Bio- statt Atomwaffen, in dem dann die entwickelten Viren sich zu 100% verhalten wie geplant oder ein "Mad Scientist"-Setting, in dem jemand die Erde gezielt von der Krankheit Mensch heilen will.

    Randnotiz: Wing Commander IV, ein Video-Spiel mit hohem Story-Anteil, verwendete ein "Weltraum-Nazi"-Setting mit solchen Viren, die dann sogar nur bestimmte Menschengruppen infizieren sollten.

    Erde ohne Mensch:
    Da gab es schon einige "Dokumentationen" zu. Durch die Anführungszeichen nicht verwirren lassen, die sind schon von National Geographics usw. - nur kann man einen Vorfall, der nicht stattgefunden hat, eher nicht dokumentieren

    National Geographic:
    Aftermath: Population Zero - Deutscher Titel: Population Zero – Die Welt ohne uns (von 2008)

    History Channel:
    Life After People - Deutscher Titel: Zukunft ohne Menschen (Serie, 2008-2010)

    Sollten beide auch auf youtube verfügbar sein.
    Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

    "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

    Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

    Kommentar


      #3
      Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen

      Virus:
      theoretisch möglich, aber der müsste sehr genau entlang des menschlichen Genoms erzeugt werden, und der wäre immer noch wenigstens für die meisten Primaten-Arten mit gefährlich. Da biologische Kampfstoffe obendrein ein enormes Gefährdungspotential mit sich bringen, wird die effektive Forschung in dem Bereich aber schon im zivilen erheblich eingeschränkt; hier ein Artikel der faz von 2012, als Forscher aus medizinischen Gründen herausfanden, daß in bestimmten Laborsetups Vogelgrippe sehr wohl von Säugetier zu Säugetier übertragen werden kann.

      http://www.faz.net/aktuell/wissen/me...-11653765.html

      Das bringt den nächsten Punkt gleich mit: die sehr eingeschränkte Forschung im Bereich der Anwendung gegen den Menschen läßt gar keine wirklich verläßlichen Aussagen über das Mutationspotential eines solchen Biokampfstoffes zu. Es ist auch für eine solche Viruswaffe für jeden "normalen" Forscher eher zweitrangig, ob Kollateralschaden in der Fauna zu erwarten ist. Literarisch schränkt dich das auf eine Art neues "Kalter Krieg"-Szenario ein, nur diesmal das Wettrüsten mit Bio- statt Atomwaffen, in dem dann die entwickelten Viren sich zu 100% verhalten wie geplant oder ein "Mad Scientist"-Setting, in dem jemand die Erde gezielt von der Krankheit Mensch heilen will.

      Randnotiz: Wing Commander IV, ein Video-Spiel mit hohem Story-Anteil, verwendete ein "Weltraum-Nazi"-Setting mit solchen Viren, die dann sogar nur bestimmte Menschengruppen infizieren sollten.

      Erde ohne Mensch:
      Da gab es schon einige "Dokumentationen" zu. Durch die Anführungszeichen nicht verwirren lassen, die sind schon von National Geographics usw. - nur kann man einen Vorfall, der nicht stattgefunden hat, eher nicht dokumentieren

      National Geographic:
      Aftermath: Population Zero - Deutscher Titel: Population Zero – Die Welt ohne uns (von 2008)

      History Channel:
      Life After People - Deutscher Titel: Zukunft ohne Menschen (Serie, 2008-2010)

      Sollten beide auch auf youtube verfügbar sein.
      Erstmal danke für deine Antwort.

      Ich denke, die Dokumentationen werden eine große Hilfe sein. Ich habe gar nicht den Anspruch, ein hundertprozentig akkurates Szenario zu erschaffen. Nur sollte es eben nicht völlig an den Haaren herbeigezogen sein.
      ​​
      Die Geschichte befasst sich auch weniger mit dem Vorfall, sondern eher mit einer überschaubaren Gruppe Marskolonisten, die verständlicherweise den Kontakt zur Erde verloren haben, aber Jahrzehnte später eine Erkundungsmission zum Mutterplaneten schickt. In welchem Zustand sie unseren Planeten vorfinden, ist mir (momentan) noch ziemlich wurscht. Das werde ich entscheiden, wenn ich mir die "Dokumentationen" zur Gemüte geführt habe.

      Kommentar


        #4
        Ein guter Kandidat für eine Krankheit wäre die Pest. Die hohe Sterberate in Verbindung mit der relativ langen Inkubationszeit von fast 3 Wochen war einer der wichtigsten Gründe, warum diese Krankheit im 14. Jahrhundert so verheerend zuschlagen konnte. Weil es so lange dauerte, bis sich Symptome zeigten, konnten wichtige Zusammenhänge im Infektionskreislauf nicht erkannt werden. Ebenso gelang keine effektive Absonderung infizierter, aber noch nicht erkrankter Personen, welche die Krankheit auf ihrer Flucht aus den Pestgebieten weitertrugen.

        Für Dein Szenario gibt es übrigens eine sehr traurige historische Entsprechung. Viele Historiker nehmen heute an, dass es im 16. Jahrhundert in beiden Teilen Amerikas einen Zusammenbruch der einheimischen Bevölkerung um 90% oder mehr gegeben hat. Die Ursache waren europäische Krankheiten wie Masern, Pocken, Grippe, Tuberkulose und auch Schnupfen, die sich in Wellen ausbreiteten und auch noch in Regionen die Leute dahinrafften, in denen man noch nie einen Europäer gesehen hatte. Viele spanische Expeditionen berichteten aus Nordamerika, dass sie durch weite und menschenleere Gebiete gezogen seien.

        In Südamerika hatte Pizarro nach der Eroberung des Inkareiches von Peru aus eine Expedition nach Osten geschickt, in die Niederungen des Amazonasgebietes. In den Aufzeichnungen dieser einen Expedition ist von großen Städten mit sehr vielen Menschen die Rede. Aber andere Trupps, die nur wenige Jahrzehnte später genau dieselben (!) Regionen wieder befahren haben, fanden dort nichts als Dschungel vor. Von den Menschen keine Spur mehr.

        Nun könnte man natürlich den Bericht von Pizarros General als Übertreibung hinstellen. So etwas gab es in der Frühzeit sicher auch. Allerdings hat die Archäologie im Amazonasgebiet inzwischen die Reste großer, gut ausgebauter Städte sowie Spuren von Straßen und großen landwirtschaftlichen Nutzflächen freigelegt. Ganz anders als heute war die Amazonasebene einst dicht und mit großen Städten besiedelt und das über einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren. Wie man damals dem kargen Boden überhaupt die notwendigen Erträge abringen konnte, ist immer noch Gegenstand intensiver Forschung.
        Zuletzt geändert von Liopleurodon; 22.12.2016, 12:02.
        "En trollmand! Den har en trollmand!"

        Kommentar


          #5
          Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen
          Ich arbeite derzeit an einem literarischen Projekt, für welches ich einen Rat benötige.

          ​Die Geschichte bedingt eine menschenleere Erde. Ausgelöst durch einen - von Menschen erzeugten - Virus, der die Menschheit in kurzer Zeit ausgelöscht hat.

          ​Nun bin ich, was Biologie angeht, eine absolute Null. Die Geschichte ist auch eher philosophischer Natur, aber wissenschaftlich unhaltbaren Blödsinn möchte ich nun auch nicht schreiben. Daher hätte ich einige Fragen:

          ​- Ist es überhaupt möglich, einen Virus zu erschaffen, der nur die Menschheit ausrottet, für den Gros der Tierwelt aber ungefährlich ist?
          ​- Oder würde so ein Virus auch die übrige Tierwelt unseres Planeten befallen?
          ​- Welche Auswirkungen hätte ein plötzliches Verschwinden des Menschen (und ggf. der Tierwelt) auf das Ökosystem unseres Planeten?
          ​- Wie würde die Erde etwa 100 Jahre nach so einem Vorfall (Zeitpunkt der Geschichte) aussehen?

          ​Für jede Hilfe bin ich dankbar.
          Viren sind hochspeziallisierte "Lebewesen". Kleine Populationen können durch Viren sogar ausgerottet werden. DIe gesamte Menschheit wirst du mit einem normalen Virus aber nicht ausrotten können. Es gibt immer Individuen die eine natürliche Immunität oder genügend Abwehrkörper besitzen.

          Damit bleibt nur ein konstruiertes Virus wie von den Schatten, dass auf der Erde eingesetzt wurde oder das Virus von den Aschen aus ST oder das Virus von diesen Aliens die den Nazis bei Enterprise geholfen haben. Solche speziellen im Labor entwickelten Viren gibt es im SciFi also zu hauf.

          Die kannst du dann auch nur auf Menschen speziallisieren, was bei einem von Menschen gemachten Virus aber eher dumm wäre. Das würde nur in ein "Verrückter Superschurke will Menschheit auslöschen"-Szenario passen.
          Damit bleibt ein normales mutiertes Virus, das höchstwahrscheinlich auch Affen infizieren kann. Vielleicht auch Schweine oder so. Eben alles was mit Menschen genetisch halbwegs Verwandt ist. Der Rest der Natur bliebe dann praktisch unangetastet.

          Was ohne Menschen passiert kann man in "Welt ohne Menschen" oder bei Tschernobyl sehen. Hier die Kurzfassung:
          Alles verrostet. Langsam gehen die Fenster kaputt und die Wohnungen verschimmeln. Es kommt zu Bränden. Supfgegenden wie Berlin saufen ab. Die Niederlande wird zur Meergewinnung geflutet.

          Wenn du die Menschen sofort verschwinden lassen würdest, dann würdest du überall Ölpesten haben, weil die Tanker alle auf Grund laufen. Dazu noch ähnliche Katastrophen.

          Bei langsamen Verschwinden hättest du immer noch die globale Erwärmung. Das dauert bis die CO2 Menge wieder aus der Atmosphäre ist.

          Kommentar


            #6
            Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
            Viren sind hochspeziallisierte "Lebewesen". Kleine Populationen können durch Viren sogar ausgerottet werden. DIe gesamte Menschheit wirst du mit einem normalen Virus aber nicht ausrotten können. Es gibt immer Individuen die eine natürliche Immunität oder genügend Abwehrkörper besitzen.

            Damit bleibt nur ein konstruiertes Virus wie von den Schatten, dass auf der Erde eingesetzt wurde oder das Virus von den Aschen aus ST oder das Virus von diesen Aliens die den Nazis bei Enterprise geholfen haben. Solche speziellen im Labor entwickelten Viren gibt es im SciFi also zu hauf.

            Die kannst du dann auch nur auf Menschen speziallisieren, was bei einem von Menschen gemachten Virus aber eher dumm wäre. Das würde nur in ein "Verrückter Superschurke will Menschheit auslöschen"-Szenario passen.
            Damit bleibt ein normales mutiertes Virus, das höchstwahrscheinlich auch Affen infizieren kann. Vielleicht auch Schweine oder so. Eben alles was mit Menschen genetisch halbwegs Verwandt ist. Der Rest der Natur bliebe dann praktisch unangetastet.

            Was ohne Menschen passiert kann man in "Welt ohne Menschen" oder bei Tschernobyl sehen. Hier die Kurzfassung:
            Alles verrostet. Langsam gehen die Fenster kaputt und die Wohnungen verschimmeln. Es kommt zu Bränden. Supfgegenden wie Berlin saufen ab. Die Niederlande wird zur Meergewinnung geflutet.

            Wenn du die Menschen sofort verschwinden lassen würdest, dann würdest du überall Ölpesten haben, weil die Tanker alle auf Grund laufen. Dazu noch ähnliche Katastrophen.

            Bei langsamen Verschwinden hättest du immer noch die globale Erwärmung. Das dauert bis die CO2 Menge wieder aus der Atmosphäre ist.
            ​Das Szenario, das ich mir vorschwebe, läuft schon etwas in die Richtung "Verrückter Superschurke will Menschheit auslöschen". In meinem Fall ist es eben so gedacht, dass die bisherige Zerstörungsorgie unseres Planeten eben eine Gruppe s.g. Elite-Menschen dazu bringt, einen 'Neustart' der menschlichen Gesellschaft vorzunehmen - mit 'ausgewählten' Menschen. Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass es nicht so ganz funktioniert hat, wie geplant .
            ​Die Geschichte dreht sich auch weniger um das Ereignis, sondern auf die Auswirkung, die es auf eine kleine Gruppe Marskolonisten, die nun auf sich alleine gestellt ist, hat.

            ​Wie bereits erwähnt: Es darf gerne alles ein bisschen konstruiert sein. Nur eben kein absoluter Blödsinn. Wenn es also theoretisch möglich wäre, dass so ein Virus konstruiert werden könnte, reicht mir das völlig.

            Kommentar


              #7
              Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen

              ​Das Szenario, das ich mir vorschwebe, läuft schon etwas in die Richtung "Verrückter Superschurke will Menschheit auslöschen". In meinem Fall ist es eben so gedacht, dass die bisherige Zerstörungsorgie unseres Planeten eben eine Gruppe s.g. Elite-Menschen dazu bringt, einen 'Neustart' der menschlichen Gesellschaft vorzunehmen - mit 'ausgewählten' Menschen. Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass es nicht so ganz funktioniert hat, wie geplant .
              ​Die Geschichte dreht sich auch weniger um das Ereignis, sondern auf die Auswirkung, die es auf eine kleine Gruppe Marskolonisten, die nun auf sich alleine gestellt ist, hat.

              ​Wie bereits erwähnt: Es darf gerne alles ein bisschen konstruiert sein. Nur eben kein absoluter Blödsinn. Wenn es also theoretisch möglich wäre, dass so ein Virus konstruiert werden könnte, reicht mir das völlig.
              Viren zu konstruieren ist noch relativ einfach. 1. Brauchst du eine Hülle, die die Vire vor Umwelteinflüssen schützt. Das kann die Natur z.B. beim Grippevirus bereits sehr gut. Außerdem muss die Hülle die passenden Andockstellen haben, um in die Zelle eindringen zu können. DIeser Vorgang ist sehr speziell. Darum können Viren auch nur so wenige WIrte infizieren. Ein kleiner Unterschied und schon passt der Schlüssel nicht mehr ins Schloss.
              2. Die VirenDNA/RNA muss zum Wirt passen. Die Vire will sich schließlich reproduzieren. Wenn die Zelle nichts mit dem Virenplan anfangen kann, dann wird das Erbmaterial zwar eingebaut, aber es passiert nichts. Das ist wohl auch genau so bereits passiert, da rund 3% unseres Erbgutes von Viren stammen soll.

              Bisher können wir nur bestehende Viren etwas manipulieren, denn eines lässt sich mit DNA sehr einfach bewerkstelligen: Chemie.
              Ein Gen mittels einer Vire in z.B. eine Bakterie oder Pilz einzubauen, damit die dann Zitronensäure produzieren, ist relativ einfach. Das Gleiche gilt für die leuchtenden Mäuse.
              Jemanden einen Katzenschwanz wachsen zu lassen ist hingegen extrem kompliziert und bisher reines SciFi.

              Ein solches Supervirus ist also durchaus möglich zu konstruieren, aber bisher übersteigt das (zum Glück) unsere Fähigkeiten. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass die bereits existierenden Viren bereits gefährlich genug sind.

              Kommentar


                #8
                Zum Thema "Was geschieht in einer Welt wenn die Menschen weg wären" gab es mal eine Serie in der Glotze und auch auf you (20 Teile): tube: https://www.youtube.com/watch?v=w3vEMUC4Eb0
                *Behandle einen Stein wie eine Pflanze, eine Pflanze wie ein Tier und ein Tier wie einen Menschen.*
                *Alles was einmal war, ist immer noch, nur in einer anderen Form.*
                Indianische Weisheiten
                Ich bin nicht kaffeesüchtig, aber wenn ich irgendwann einmal verbrannt werde, werde ich vermutlich nicht zu Asche zerfallen, sondern zu Kaffeesatz! ;)

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von pollux83 Beitrag anzeigen
                  Viren zu konstruieren ist noch relativ einfach. 1. Brauchst du eine Hülle, die die Vire vor Umwelteinflüssen schützt. Das kann die Natur z.B. beim Grippevirus bereits sehr gut. Außerdem muss die Hülle die passenden Andockstellen haben, um in die Zelle eindringen zu können. DIeser Vorgang ist sehr speziell. Darum können Viren auch nur so wenige WIrte infizieren. Ein kleiner Unterschied und schon passt der Schlüssel nicht mehr ins Schloss....
                  @OP: Das ist der Punkt mit dem Mutationspotential. Viren mutieren ggf. damit der Schlüssel wieder ins Schloß passt (oder in ein anderes), und die Wahl des natürlichen Virus als Basis hat einen hohen Einfluss auf das später Mutationspotential des Virus. Besonders der Grippe-Virus mutiert häufig, um die von der letzten Grippe kommenden Abwehrstrategie des menschlichen Immunsystems wieder ins Leere laufen zu lassen. Hierher käme also das Risiko der Mitschädigung anderer Primaten oder sogar generell Säugetiere.

                  Und Noir war so nett, dir den Link zur oben genannten History Channel Serie zu posten. Damit solltest du jetzt eigentlich gut gerüstet sein
                  Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                  "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                  Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

                  Kommentar


                    #10
                    Es müssen ja nicht alle Menschen tot sein. In Baxters "Evolution" wachen ein paar Soldaten aus dem Kälteschlaf auf- Jahrhunderte nachdem die menschliche Zivilisation zusammengebrochen ist. Die Überlebenden sind hinreichend verwildert, dass die Aufgewachten jedwede Pläne für einen zivilisatorischen Neustart schnell begraben.

                    Was ökologische Nachwirkungen der Menschheit angeht, gibt es noch das Buch "Die Welt ohne uns" von Alan Weisman.
                    Zuletzt geändert von KennerderEpisoden; 25.12.2016, 20:58.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen
                      Das Szenario, das ich mir vorschwebe, läuft schon etwas in die Richtung "Verrückter Superschurke will Menschheit auslöschen". In meinem Fall ist es eben so gedacht, dass die bisherige Zerstörungsorgie unseres Planeten eben eine Gruppe s.g. Elite-Menschen dazu bringt, einen 'Neustart' der menschlichen Gesellschaft vorzunehmen - mit 'ausgewählten' Menschen. Ich brauche wohl nicht erwähnen, dass es nicht so ganz funktioniert hat, wie geplant .
                      Ernsthaft? Viel abgegriffener geht es nicht mehr, warum nicht gleich eine außerirdische Biowaffe oder Cthulhu? Wenn einem nichts Originelles einfällt, sollte man besser ganz auf eine Erklärung verzichten. Geschichten mit "Superschurke will die Menschheit auslöschen" oder ähnliche 08/15 Motive fasse ich als Leser gar nicht erst an.
                      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                      Dr. Sheldon Lee Cooper

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen

                        Ernsthaft? Viel abgegriffener geht es nicht mehr, warum nicht gleich eine außerirdische Biowaffe oder Cthulhu? Wenn einem nichts Originelles einfällt, sollte man besser ganz auf eine Erklärung verzichten. Geschichten mit "Superschurke will die Menschheit auslöschen" oder ähnliche 08/15 Motive fasse ich als Leser gar nicht erst an.

                        Nun, das ist deine Meinung.
                        Aber wenn es dir nur um einzelne Elemente, Versatzstücke oder - nennen wir es ruhig beim Namen: Klischees - geht, dann wirst du nicht mehr sehr viel lesen können. So ziemlich alles Vorstellbare ist schon irgendwann einmal erzählt worden. Nach meiner Meinung kommt es nur darauf an, was der Autor mit einer Idee macht und wie elegant er mich als Leser durch sein Werk führt. Ob mir das mit meiner Geschichte gelingt, sei mal dahingestellt.

                        So nebenbei: Meine Geschichte dreht sich auch weniger um das Ereignis, sondern um eine Gruppe Marskolonisten, die nun plötzlich von der Erde abgeschnitten sind. Und ja, vermutlich gibt es auch schon drölfzig Romane mit einer ähnlichen Grundlage. Aber ebenso vermutlich ist sich keiner davon ähnlich.

                        PS: Danke an all die Vorposter!

                        Kommentar


                          #13
                          Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen


                          Nun, das ist deine Meinung.
                          Aber wenn es dir nur um einzelne Elemente, Versatzstücke oder - nennen wir es ruhig beim Namen: Klischees - geht, dann wirst du nicht mehr sehr viel lesen können. So ziemlich alles Vorstellbare ist schon irgendwann einmal erzählt worden. Nach meiner Meinung kommt es nur darauf an, was der Autor mit einer Idee macht und wie elegant er mich als Leser durch sein Werk führt. Ob mir das mit meiner Geschichte gelingt, sei mal dahingestellt.

                          So nebenbei: Meine Geschichte dreht sich auch weniger um das Ereignis, sondern um eine Gruppe Marskolonisten, die nun plötzlich von der Erde abgeschnitten sind. Und ja, vermutlich gibt es auch schon drölfzig Romane mit einer ähnlichen Grundlage. Aber ebenso vermutlich ist sich keiner davon ähnlich.

                          PS: Danke an all die Vorposter!
                          Das hängz davon ab, wie stark du abstrahierst. Gehst du bis auf Grundmotive wie "Gut gegen Böse" oder sogar nur "verrückter Wissenschaftler" zurück, kommst du natürlich auf tausende Werke. Willst du aber zwischen Handlungssträngen, Motiven, Archetypen usw. wenigstens 50% Deckungsgleichheit, um eine Geschichte als "schon erzählt" zu betrachten, wird das deutlich dünner. Umgekehrt gibt es ja diese Literatur-Kritiker-Ansätze, die je nach Schule darauf abfahren, ihren Schülern zu erklären, daß es eh nur drei Geschichten bzw. sogar nur eine Geschichte gibt, die immer wieder erzählt wird. Allen kann man es natürlich eh nicht recht machen
                          Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                          "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                          Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen

                            Das hängz davon ab, wie stark du abstrahierst. Gehst du bis auf Grundmotive wie "Gut gegen Böse" oder sogar nur "verrückter Wissenschaftler" zurück, kommst du natürlich auf tausende Werke. Willst du aber zwischen Handlungssträngen, Motiven, Archetypen usw. wenigstens 50% Deckungsgleichheit, um eine Geschichte als "schon erzählt" zu betrachten, wirds schon dünner...
                            Exakt mein Reden. Ein Grundmotiv findet man in Tausenden Werken. Es kommt nun darauf an, was der Autor damit macht. Die Literaturkritiker haben schon in so weit recht, dass die Plotmöglichkeiten begrenzt sind, doch die Kombinationsmöglichkeiten sind mehr als vielfältig. Und hervorragend mit ihnen spielen kann man auch. Deswegen irritieren mich Leute wie Enas Yorl auch, wenn sie von abgegriffenen Motiven sprechen.

                            Kommentar


                              #15
                              Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen

                              Exakt mein Reden. Ein Grundmotiv findet man in Tausenden Werken. Es kommt nun darauf an, was der Autor damit macht. Die Literaturkritiker haben schon in so weit recht, dass die Plotmöglichkeiten begrenzt sind, doch die Kombinationsmöglichkeiten sind mehr als vielfältig. Und hervorragend mit ihnen spielen kann man auch. Deswegen irritieren mich Leute wie Enas Yorl auch, wenn sie von abgegriffenen Motiven sprechen.

                              Nö, das kann man ihm schon zugestehen. Sowohl bei den Print-Medien als auch bei dem für den Bildschirm geschriebenen Dingen gibt es schon "Häufungen", sehr oft durch "Trends" und dem Folgen der selben hervorgerufen. In der Masse der Comic-Verfilmungen taucht die Nummer mit der ausser Kontrolle geratenen Wissenschaft - um mal nicht ganz bis "verrückt" gehen zu müssen - schon sehr gehäuft auf. In Iron Man ist da einmal Stark selbst (Ultron) und auf den Gegenseiten sein Mentor mit geklauter Wissenschaft (Teil 1), der Sohn eines Kollegen von Starks Vater (Teil 2) und das Wissenschaftler-Duo von der Sylvesterfeier, die Stark nicht so ernst genommen hat (Teil 3). Addier noch Hulk und die 3 Captain America Filme, dazu Marvels Fernsehserie "Agents of SHIELD" und du hast eine wirkliche Häufung von unverantwortlichen Wissenschaftlern, ausser Kontrolle geratenen Experimenten, verrückten Wissenschaftlern und bist immer noch nur in Marvels eigenem Veröffentlichungsblock. Dazu kämen noch die Beispiele aus den Fox- (Stryker) und Sony-Lizenzprodukten (Curt Connors); Lex Luthor war in DCs Machwerk Batman vs Superman ganz klar als Archetyp "verrückter Wissenschaftler" dargestellt. Und das ist nur ein (Sub-)Genre.

                              Darüber hinaus tun sich natürlich besonders verrückte Wissenschaftler selbst schwer, von Geschichten über den von ihnen selbst geprägten Archetypen unterhalten zu werden

                              Wenn man dann noch bedenkt, wie stark das Motiv eben durch die Masse an Vorlagen parodiert wird - es gibt ja inzwischen so Sachen wie das "Mad Scientist" Journal oder Magazine (oder beides?), DIY Ratgeber zum Einrichten des eigenen verrückten Superlabors usw. Trifft aber sicher nicht nur auf das "verrückter Wissenschaftler"-Motiv oder den Archetypen zu - wenn in mehr als einem Drittel der Filme einer relativ erfolgreichen Filmreihe jeweils eine gewaltige Superweltraumwaffenstation durch eine kleine Schwäche immer wieder trotz aller "dramatischer" Hoffnungslosigkeit zerstört werden kann....

                              So ein "zuviel davon" ist sicherlich im Detail immer individuell, aber sollte auch nachvollziehbar sein. Das momentane Konzept des Entertainment-Marktes lebt leider im Moment von der Methodik "Überschwemmung". Da ertrinken dann links und rechts des Mainstreams schon mal ein paar potentielle Konsumenten
                              Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                              "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                              Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X