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Der Exoplaneten - Thread

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    #31
    Planeten nahe des galaktischen Zentrums

    @ Bynaus: Ich hab grad wieder mal auf deiner HP gestöbert und bin da auf den Newsartikel vom 19.04. gestoßen, in dem es u.a. um einen durch Microlensing entdeckten Planeten in 17.000 Lichtjahren Entfernung in Richtung des galaktischen Zentrums gelesen.

    Ich habe mal irgendwo einen Bericht gesehen, in dem erwähnt wurde, dass Planeten dort wegen der höheren Supernovadichte sehr stark zur Zerstörung bedroht sind, bzw. überhaupt nur schwer entstehen können. Weißt du da näheres drüber (oder auch jemand anderes )
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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      #32
      Nun, "zerstört" werden Planeten schon nicht gerade, denn keine Supernovaexplosion ist so stark, dass sie Planeten über interstellare Distanzen (selbst bei erhöheten Sterndichten wie im galaktischen Kern) zerstören könnten. Aber: Leben ist unter diesen Umständen, bei der Supernovadichte, nur sehr schwer vorstellbar. Also Planeten ja, Leben nein.
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        #33
        Und wie siehts damit aus, dass die Supernovas ein Entstehen dieser Planeten verhindern können, dadurch, dass möglicherweile die Planetoiden verdriftet werden?
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          #34
          Ich kanns dir jetzt zwar nicht mit letzter Sicherheit sagen, aber ich denke, Supernovae sind, über interstellare Distanzen, intensive, aber eben doch kurze Ereignisse - es ist ja nicht so, dass dort alle paar Stunden eine Sonne explodiert, sondern vielleicht alle paar Millionen Jahre - Planeten scheinen sich aber wesentlich schneller zu bilden (Jupiter: wenige 100 bis einige wenige Millionen Jahre nach heutiger Schätzung)
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            #35
            Ist Leben nahe des Zentrums nicht generell unmöglich?

            Zum einen dürfte die Strahlung doch deutlich erhöht sein, zum anderen dürfte dort auch der anteil der schweren Stoffe deutlich weniger sein. IMHO wird doch auch der Baustein allen Lebens, Kohlenstoff, in Sternen "erbrütet" und erst freigesetzt wenn die betreffende Sonne ihre tätigkeit (wie auch immer) einstellt. Die überreste solcher Riesen und Überriesen wird zwar irgendwann wieder als "Baumaterial" für neue Systeme genutzt, aber diese liegen dann jeweils ein stückchen weiter vom Zentrum entfernt.

            Ich Glaube irgendwo mal gelesen zu haben das unsere Galaxis nur einen "Gürtel" hat in dem Leben aufgrund der richtigen mengen an schweren Stoffen möglich ist. Zuweit in richtung Zentrum fehlt einfach die ausreichende menge und zweit am Rand nimmt der anteil an Metallen derart zu, das dort auch kein Leben mehr möglich ist.

            Ist schon blöd wenn man nur "mit einem Auge" einen Bericht überfliegt, aber das war mehr oder weniger die Kernaussage davon.

            Llap
            Kuno
            O' mein Gott!....es ist voller Sterne.
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            Streite nie mit Idioten. Erst ziehen sie dich auf ihr Niveau herab, dann machen sie dich mit ihrer Erfahrung nieder!

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              #36
              Wie bitte? Zum Zentrum der Galaxis hin soll der Anteil an schweren Elementen niedriger sein als am Rand?
              Ich hielte das Gegenteil für logisch...
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                #37
                Der Anteil an schweren Elementen nimmt zum Rand hin ab. Im Zentrum gibt es also die meisten. Das erschließt sich logisch aus der Menge an Supernovae, die dort ja deutlich höher ist. Diese sind allerdings auch der Grund dafür, dass sich dort kein Leben ausbilden kann.

                Weiter außen sind dann die Schweren Elemente zu selten, so dass dort keine Planeten gebildet werden können. Keine Planeten, kein Leben.
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                  #38
                  Ganz so einfach ist es aber nicht. Der Anteil an schweren Elementen nimmt zum Zentrum hin zu. Man weiss, dass ein höherer Anteil an schwereren Elementen vermehrt zur Bildung von Hot Jupiters führt (also Gasplaneten, die ihren Stern in weniger als 0.1 AU umkreisen), und es scheint so, als würden solche HJ beim Wandern ins Zentrum der Scheibe alle (oder die meisten) anderen Planeten unterwegs zerstören, zumindest nach Modellrechnungen. Weiter aussen können sich Planetensysteme wie unseres bilden, noch weiter aussen werden sich aufgrund des geringen Anteils an schweren Elementen wohl keine grossen Gasriesen, sondern vermehrt Eisriesen (wie Uranus und Neptun) sowie hydrosilikatische Planeten (wie die grossen Jupitermonde Ganymed und Kallisto), aber keine Felsplaneten im Sinn der Erde bilden. Ganz aussen wirds dann wohl nur noch Kuipergürtel und schliesslich überhaupt keine Planeten mehr geben.
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                    #39
                    Hydrosilikatische Planeten? Wie genau darf ich mir das vorstellen? Sind dann das Planeten, die hauptsächlich aus Wasser enthaltenden Silikaten, wie beispielsweise Glimmer, bestehen, oder eher welche die hauptsächlich aus Wasser und Silikaten bestehen (wie bei uns ja auch Hydro- und Lithosphäre), aber dafür keinen Metallkern besitzen?
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                      #40
                      letzteres. Eben, wie Ganymed und Kallisto: die bestehen zu grossen Teilen (bis ca. 50%) aus Wassereis, und eben dann noch Silikate dazu - das führt dann zu einer Dichte so um die 2 g/cm^3.
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                        #41
                        OK, danke für die Erklärung. Mich wundert nur, dass die dann nicht zu den felsischen Planeten zählen, wo doch unter felsischem Material in der Geologie eher die silikatreichen Gesteine gemeint sind, aber die Astronomen sind schon ein merkwürdiges Völkchen. Alles, was schwerer ist, als Helium, ist bei denen ein Metall
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                          #42
                          Oh, man könnte sie schon zu den felsischen Planeten zählen - die Unterscheidung in silikatische, hydrosilikatische, metallische und erdähnliche Planeten ist bloss (eine von vielen möglichen) Verfeinerung(en). Es gibt so schöne Diagramme, die den Streckeisendiagrammen ähneln, aber statt Qz, F, Pl, A etc. an den Enden steht da halt "Metalle" (hier im Sinne von Eisen und anderen siderophilen), "Wasser" (Eis oder Wasser) und "Silikate" (der ganze Rest abzüglich der volatilen Elemente), vielleicht könnte man zu einem Tetraeder ergänzen, "Volatile", oder so. Daraus bekommt man Felder, denen man die Planeten zuordnen kann. Alle felsischen Planeten liegen dann in der Bodenebene, Gasplaneten darüber, etc.
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                            #43
                            Neue Art von Planeten entdeckt

                            Zwei sehr schnelle und sehr heiße Planeten wurden von Astronomen entdeckt. Die Gasriesen, ja fast schon -giganten repräsentieren laut der Entdecker eine neue Art von Planeten. Beide wurden entdeckt, als sie vor ihren Zentralsternen entlangflogen und somit im Sichtfeld der Teleskope waren und nicht wie bisher vom Zentralgestirn verdeckt und überstrahlt. Die meisten Planeten in der Größe von Jupiter brauchen drei Erdentage oder mehr, um das Zentralgestirn zu umrunden. Doch die gefundenen Planeten sind noch etwas größer als Jupiter und rotieren sehr viel schneller um ihren Zentralstern.
                            "Es scheint eine neue Klasse von Planeten zu sein und es ist nicht klar, wie sie sich so unterschiedlich im Vergleich zu den anderen verformt haben", erklärt Guillermo Torres, ein Astronom von Harvard, Massachusetts, wo einer der beiden Planeten entdeckt wurde. Bisher glaubte man, dass solche Riesen wie zum Beispiel der Jupiter deutlich weiter von dem Zentralgestirn entfernt liegen müssen als zum Beispiel unsere Erde, da die Gasatmosphäre nur in einem gewissen Abstand zum Zentralgestirn, das meistens sehr heiß ist, existieren kann.
                            Die Temperaturen auf den beiden entdeckten Planeten dürfte um einiges höher sein als bei unserem Jupiter, da sie 50 Mal näher an ihrem Zentralgestirn liegen als die Erde an der Sonne. Der zweite Planet ist etwa doppelt so weit entfernt wie der erste Planet.
                            Torres glaubt, dass die Planeten durch ihre Nähe zum Stern einiges von ihrer Masse an den Stern abgegeben haben. "Der nächste seltsame Punkt ist der, dass sie ihre Form durch die Ausstrahlung, die der Stern hat, verändern."
                            Der Planet wurde von einem europäischen Team entdeckt, das hauptsächlich aus Franzosen bestand. Sie verwendeten das Very Large Telescope (VLT) in Chile.
                            (mo - Quelle: SpaceToday)
                            Quelle: DailyTrek #1710

                            Ich dachte, es sei längst klar, dass man hauptsächlich wegen der Entdeckungsmethoden hauptsächlich solche sonnennahen Riesen findet. Für Planeten in der Konstallation unseres Sonnensystems sind die Messgenauigkeiten momentan ja noch gar nicht geeignet.
                            Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                              #44
                              Da muss man dir recht geben. Meiner Meinung nach wäre dieser Artikel vor 5 Jahren aktuell gewesen.
                              Oder versteh ich das spezielle an dieser Neuigkeit nicht?

                              greets d14 aka LIR

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                                #45
                                Natürlich kann mit unseren Methoden nur Gasriesen aufspüren, aber das besondere an diesen zwei Gasriesen sind doch ihre Position und ihre Eigenschaften, die sie nicht mit den übrigen bisher entdeckten Gasriesen teilen. Sie sind besonders nahe an ihrem Zentralgestirn und deshalb besonders heiß und das ihre Form - wohl aufgrund des Sonnenwindes - anders ist.

                                Oder kann ich aufeinmal nicht mehr lesen?!
                                Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                                Makes perfect sense.

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