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ST 6 : Das unentdeckte Land

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    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    Das ist als Beweis etwas dünn. Das Zitat habe ich zur Kenntnis genommen, aber das in Verbindung mit den Uhren wrikt auf mich ziemlich an den Haaren herbeigzogen.
    Als Beweis mehr, als Kirk bräuchte.

    Ich sage nicht, dass die Uhren wegen diesem Satz da sind. Ich spreche vom Konzept des Films, alles zu tun, um einen Zeitdruck zu suggerieren, den es eigentlich gar nicht gibt.

    Darum gibt es
    * Willkürliche Sätze, dass die Zeit knapp ist
    * Crewmitglieder, die durch Gänge hetzen (ohne wirklichen Zeitdruck)
    * und eben eine unübersehbare Borduhr, deren Sekundenanzeige tickt und tickt.

    All das zum Zweck, beim Zuschauer hoffentlich ein spannendes Setting zu erzeugen. Er soll denken, dass die Zeit knapp ist...

    Wenn die Uhren irgendwie Zeitdruck vermitteln sollten, dann wären sie prominenter von der Kamera, d.h. z.B. in einer Großaufnahme der Uhr, stärker betont worden.
    Ich sage nicht, dass es funzt (bei mir funzt der Film bekanntlich ja eh nicht). Ich rede von der möglichen Absicht. Man baut nicht einfach so diese Uhren ein, das dürfte dir klar sein. Ist ein Aufwand - der Regisseur muss sich gedacht haben, dass es den Aufwand lohnt (allein die Anschlüsse!!).

    Das mit der Großaufnahme ist schlicht nicht nötig (gilt für dich nur das, was PLAKATIVST in Szene gesetzt wird?). Die Uhr ist - darin sind wir uns wohl einig - unübersehbar. Feuerlöscher - die sind auch da, aber die übersieht man schon mal. Aber die Uhren? Fast unmöglich.

    Ich geben dir ein Beispiel: Musste die Augenklappe von Chang in Großaufnahme gezeigt werden, damit du sie mitkriegst?
    Muss der Bart von Gorkon in Großaufnahme gezeigt werden, damit du dir denkst: Hey, der ist nicht zufällig so, sondern soll eine bestimmte "Stimmung" transportieren?

    Brauchst du wirklich alles in GROSSAUFNAHME, bevor du bereit bist, etwas als bewusst gestaltet wahrzunehmen? Gerade wenn es - wie ich schreibe - um SUGGESTION geht?

    Beim Treffen mit der Kronos I schon. Man sieht die Begrüßung und da wird irgendwas mit 19 Uhr angezeigt. Kirk schlägt vor sich um 22:00 Uhr an Bord der Enterprise zu treffen. In der Dinnerszene sehen wir keine Uhrzeit. Später beim Anschlag zeigt die Borduhr irgendeine Zeit nach Mitternacht an. (Die Uhrzeiten stimmen nicht genau, aber so ungefähr habe ich es in Erinnerung).
    Und welchen Unterschied macht es für die Szenen? Was lernt der Zuschauer?

    Du beschwerst dich, das andere sich auf völlig falsche Sachen beim Filmschauen fokussieren ("Überanalyse") und dann hast du beim Filmschauen nichts besseres zu tun, als die Uhrzeit zu kontrollieren? Who cares - DAS ist wirklich uninteressant, IMHO.

    Da für ist mir deine Argumention nicht schlüssig genug, da du hier auf irgendeinen Sinnzusammen spekulierst, der eigentlich gar nicht da ist.
    Ich schlag einfach vor: Achte beim nächsten Mal, wenn du den Film siehst, auf alles, womit Zeitdruck suggeriert wird (Liste s. oben). Du wirst überrascht sein, wie sehr sich die Macher bemühten, so zu tun, als rinne die Zeit davon ... (Dass es nicht funzt, wie gesagt, steht auf einem anderen Blatt... Vielleicht ist der Film ja auch nicht so meisterhaft manipulativ, wie du dachtest?)

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      Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
      Doch, ich glaube, diesen psychologischen Effekt gibt es. Alleine wenn nur schon irgendwo ganz harmlos eine Uhr hängt, sehen manche Leute dauernd auf die Uhr, fühlen sich unruhig und unter Druck gesetzt, ohne dass es ihnen so recht bewusst wird, selbst wenn sie eigentlich Zeit hätten und gelassen sein könnten.

      So wirklich extrem ist es im Film natürlich auch nicht. Manche Menschen würden die Uhr im Film vielleicht auch gar nicht bemerken. Es hat aber auf jeden Fall etwas mit Psychologie und Wahrnehmung zu tun und ist nicht für alle gleich.
      Okay, das sehe ich ein, dass eine Uhr diesen Effekt haben kann, aber im Zusammenhang mit dem Film erscheint mir in VKs These doch etwas zuviel in die Uhren hereininterpretiert worden zu sein.

      Jedenfalls habe ich ihn so verstanden, dass die Uhren absichtilich "Zeitdruck" suggerieren sollen.

      Das wird aber eigentlich durch keine Filmszene selbst bestätigt, in dessen Kontext die Uhren auftauchen. Das macht die These einfach angreifbar und ich denke jedem sollte klar sein, dass es sich dabei wirklich nur um eine unbelegte Spekulation handelt. Gerade im Vergleich mit anderen Filmen, in denen Uhren eine prominentere Rolle einnehmen wird das sehr deutlich.

      Es ist ein interessanter Punkt, dass Uhren vorher und nachher niemals mehr auf der Brücke der Enterprise zu sehen gewesen sind. Einen tieferen Sinn psychologischen Sinn erkenne ich zumindest beim Einsatz in STVI nicht.
      Zuletzt geändert von Skeletor; 26.05.2010, 11:03.
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        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Es ist ein interessanter Punkt, dass Uhren vorher und nachher niemals mehr auf der Brücke der Enterprise zu sehen gewesen sind. Einen tieferen Sinn psychologischen Sinn erkenne ich zumindest beim Einsatz in STVI nicht.
        Ja, sehe ich ganz ähnlich. Dazu ist wohl auch zu planlos umgesetzt. Man hat zwar unbedingt eine Uhr auf der Brücke haben wollen, es stand sicher irgendeine Idee dahinter, aber wie sehr Nick Meyer auf dieses Detail während der Dreharbeiten geachtet hat, ist schwer zu sagen. Dazu müsste man mal den Audiokommentar hören .

        Vielleicht war es auch irgendwann einfach mal eine bestimmte Idee, die man mit den Uhren hatte, aber dann wurde sie vielleicht wieder vernachlässigt. Allein aus dem Film kriegt man das wohl auch nicht eindeutig raus, was die Uhren wirklich sollten.

        Kommentar


          Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
          Dann sage ich es mal so: Es gibt noch unzählige wesentlich bessere und meisterhaftere Filme als jeder bisher produzierte Star Trek Film.
          Dem will ich nicht widersprechen. Aber ich bin neugierig: Welche Filme sind denn meisterhafter als Star Trek II und - VI?

          ___________________

          Was die Uhren angeht - ich gestehe, sie sind mir kaum aufgefallen, dafür bin ich im Film viel zu sehr auf andere Dinge konzentriert. Sie scheinen mir auch kaum von Bedeutung zu sein. Einfach ein Teil des Sets für den Hintergund, nichts weiter.

          Im Grunde geht es in Star Trek VI um das Ende des kalten Krieges, womit der Film sehr zeitgemäß war. Kanzler Gorkon wäre Michail Sergejewitsch Gorbatschow, auch wenn auf letzteren natürlich kein Attentat verübt wurde.

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            Wobei eine Uhr auf der Brücke natürlich nichts ganz neues ist, in TOS gab es zwischen Steuermann und Navigator-Konsole bereits eine Uhr eingelassen. Hier die Original- und die Remastered-Version:

            Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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Name: thenakedtimehd1191.jpg
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            Lustig ist auch eine Szene in "Spocks Gehirn", als Kirk mal sagt, wie viel Zeit noch bleibt und dabei den Blick hebt. Sollte wohl suggeriert werden, er blicke auf eine Uhr, aber an dieser Stelle (er dürfte oberhalb von Uhuras Station hingesehen haben) sah man noch nie eine Uhr.
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              Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
              Es ist ein interessanter Punkt, dass Uhren vorher und nachher niemals mehr auf der Brücke der Enterprise zu sehen gewesen sind. Einen tieferen Sinn psychologischen Sinn erkenne ich zumindest beim Einsatz in STVI nicht.
              Aber du hast doch gerade transportermailfunction zugestimmt, als der den "tieferen pyschologischen Sinn" erklärte...

              Dass es letztlich Sinn macht, also das Konzept aufgeht, bezweifle ich auch.


              Zitat von MFB Beitrag anzeigen
              Wobei eine Uhr auf der Brücke natürlich nichts ganz neues ist, in TOS gab es zwischen Steuermann und Navigator-Konsole bereits eine Uhr eingelassen.
              Jup. Man hätte auch so eine Uhr ins Set integrieren können...
              Es ging eben wohl auch darum - warum auch immer - eben KEINE Nahaufnahme schießen zu müssen und die Allgegenwärtigkeit der Zeit zu zeigen.

              (Schönes entspanntes Thema, so Uhren )
              Zuletzt geändert von VerkorksterKirk; 25.05.2010, 17:50. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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                Zitat von VerkorksterKirk Beitrag anzeigen
                Als Beweis mehr, als Kirk bräuchte.

                Ich sage nicht, dass die Uhren wegen diesem Satz da sind. Ich spreche vom Konzept des Films, alles zu tun, um einen Zeitdruck zu suggerieren, den es eigentlich gar nicht gibt.

                Darum gibt es
                * Willkürliche Sätze, dass die Zeit knapp ist
                * Crewmitglieder, die durch Gänge hetzen (ohne wirklichen Zeitdruck)
                * und eben eine unübersehbare Borduhr, deren Sekundenanzeige tickt und tickt.

                All das zum Zweck, beim Zuschauer hoffentlich ein spannendes Setting zu erzeugen. Er soll denken, dass die Zeit knapp ist...
                Ich würde dir ohne umschweife zustimmen. Diese Szenen sollen natürlich einen Zeitdruck suggerieren, nur die haben mit den Uhren leider überhaupt nichts zu tun.



                Das mit der Großaufnahme ist schlicht nicht nötig (gilt für dich nur das, was PLAKATIVST in Szene gesetzt wird?). Die Uhr ist - darin sind wir uns wohl einig - unübersehbar. Feuerlöscher - die sind auch da, aber die übersieht man schon mal. Aber die Uhren? Fast unmöglich.
                Wenn ein Zeitdruck vermittelt werden soll, und damit meine ich Zeitdruck IN der Handlung, dann sollte wird der Regisseur auch dafür sorgen, dass auf der Uhr eine Fokkussierung liegt. Das KANN man z.B. mit einer Großaufnahme machen man kann das aber auch anders lösen. Das war nur ein Beispiel.

                Ich geben dir ein Beispiel: Musste die Augenklappe von Chang in Großaufnahme gezeigt werden, damit du sie mitkriegst?
                Muss der Bart von Gorkon in Großaufnahme gezeigt werden, damit du dir denkst: Hey, der ist nicht zufällig so, sondern soll eine bestimmte "Stimmung" transportieren?
                Nein natürlich nicht, weil der Fokus in den Szenen schon auf dem Gesicht liegt. Bart und Augenklappe werden dann automatisch wahrgenommen. Wenn in STVI eine Uhr auftaucht (was vor allem in den von mir beschriebenen Szenen der Fall ist), dann ist immer irgendetwas im Bild was von der Uhr ablenkt. Sei es Gorkon, die Kronos I, der Schuss auf die Kronos I oder Spock. Der Fokus liegt in diesen Einstellungen immer auf irgendetwas anderes, weswegen die Uhren eigentlich gar nicht wahrgemommen werden.


                Brauchst du wirklich alles in GROSSAUFNAHME, bevor du bereit bist, etwas als bewusst gestaltet wahrzunehmen? Gerade wenn es - wie ich schreibe - um SUGGESTION geht?
                *sigh* Nochmal ganz langsam: Ich bezweifle nicht, dass die Uhren bewußt dorthin gesetzt wurden. Ich bezweifle nur deine Schlussfolgerung die du daraus ziehst.

                Die Suggestion lautet nicht "Zeitdruck", sondern die Uhren stellen einen zeitlichen Sinnzusammenhang innerhalb des Ablaufes des Abends her. Es wurde penibelst drauf geachtet, dass die Uhrzeiten stimmen. Die Uhren sind aber nicht essentiell wichtig für das Verständnis der Szene, da wie gesagt kein Fokus darauf liegt, aber sie unterstützen dies, wenn man darauf achtet. Bei Kirks Einladung wird explizit nochmal die Uhrzeit erwähnt und auch bei Kirks Verhandlung wird sich auf die Uhrzeit bezogen. Auch wenn das Zeigen der Uhr am Ende nicht wichtig ist, da auch im Dialog auf die Uhrzeit hingewiesen wird, so trägt die Uhrzeit zur Stimmung der Szenerie bei. Es handelt sich immerhin um den Ablauf eines "Mordes" in einer Detektivgeschichte und darin sind zeitliche Zusammenhänge in der Regel wichtig. Sie spielen in STVI zwar nicht die größte Rolle, aber sie sind ein Detail, welches zur Stimmigkeit der Szene beiträgt und damit zu einer Detektivgeschichte dazugehört. Ich denke daher, dass Meyer die Uhr deshalb an diesen Stellen einsetzt, damit die Uhrzeit die innere Geschlossenheit dieser Szenenfolge unterstreicht.

                Du beschwerst dich, das andere sich auf völlig falsche Sachen beim Filmschauen fokussieren ("Überanalyse") und dann hast du beim Filmschauen nichts besseres zu tun, als die Uhrzeit zu kontrollieren? Who cares - DAS ist wirklich uninteressant, IMHO.
                *sigh* Es wird im Dialog auf die Uhrzeiten verwiesen und ich habe den Film mehr als einmal gesehen. Da ist es nur natürlich, dass man sich dann auch mal die Details, also die Uhrzeit, anschaut. Ich habe die Uhrzeiten im Film aber, bis vor 10 Minuten aber noch nie "kontrolliert". Ich habe sie vorher zu irgendeinem Zeitpunkt aber mal zur Kenntnis genommen.



                Ich schlag einfach vor: Achte beim nächsten Mal, wenn du den Film siehst, auf alles, womit Zeitdruck suggeriert wird (Liste s. oben). Du wirst überrascht sein, wie sehr sich die Macher bemühten, so zu tun, als rinne die Zeit davon ... (Dass es nicht funzt, wie gesagt, steht auf einem anderen Blatt... Vielleicht ist der Film ja auch nicht so meisterhaft manipulativ, wie du dachtest?)
                Danke für den Tipp, aber das ist mir bestens bekannt.

                Dazu fällt mir dann auch nur ein Spruch meines Filmanalyse-Profs ein: "Nicht jede Person die einen Raum durchschreitet, penetriert gleich den Raum."

                Soll heißen: "Nicht jedesmal wenn eine Uhr in einem Film gezeigt wird, soll Zeitdruck vermittelt werden."


                .
                EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                Skeletor schrieb nach 4 Minuten und 29 Sekunden:

                Zitat von VerkorksterKirk Beitrag anzeigen
                Aber du hast doch gerade transportermailfunction zugestimmt, als der den "tieferen pyschologischen Sinn" erklärte...
                Verrückt, oder? Denk einfach mal darüber nach.

                Jup. Man hätte auch so eine Uhr ins Set integrieren können...
                Es ging eben wohl auch darum - warum auch immer - eben KEINE Nahaufnahme schießen zu müssen und die Allgegenwärtigkeit der Zeit zu zeigen.
                Manchmal ist eine Uhr auch im Film nur eine Uhr. Das hast du sehr schön zusammengefasst.

                (Schönes entspanntes Thema, so Uhren )
                und so anregend.
                Zuletzt geändert von Skeletor; 25.05.2010, 20:23.
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                  Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                  Verrückt, oder? Denk einfach mal darüber nach.
                  Ja, verrückt. Und ich komm nicht drauf, was daran nicht verrückt ist. Klär mich auf.

                  Kommentar


                    Zitat von VerkorksterKirk Beitrag anzeigen
                    Ja, verrückt. Und ich komm nicht drauf, was daran nicht verrückt ist. Klär mich auf.
                    Soll heißen: Ich stimmte transportermalfunction zu, dass eine Uhr diesen Effekt haben kann. D.h. aber nicht, dass Meyer deshalb die Uhren auch wegen diesen Effekt eingebaut hat. Es gibt, wie ich ausführte, andere weitaus plausiblere Gründe, die sich vor allem in dem von mir beschriebenen Abschnitten wiederfinden und sich auch belegen lassen. Die Aufmerksamkeit des Zuschauers wird nicht auf die Uhren gelenkt. Es besteht in der Handlung zu dem Zeitpunkt kein "Zeitdruck" der irgendwie durch die Anwesenheit der Uhr unterstützt werden soll.

                    D.h. aber auch nicht, dass der von transportermalfunction genannte Effekt bei STVI-Zuschauern nicht eintreten kann. Aber das ist mit Sicherheit nicht der Grund warum Meyer die Uhren eingebaut hat, sondern er setzt es als unterstützendes visuelles Mittel, um den zeitlichen Sprünge zwischen den Szenen vor, während und nach dem Dinner zu verdeutlichen. Immerhin sehen wir nur einen sehr sehr kleinen Ausschnitt dieser Zeit und die Uhren geben zusätzliche Information. Mehr ist da leider nicht dran, sorry.

                    In diesem Sinne: Les dir die vorherigen Sachen nochmal durch und behalte diesen Spruch im Hinterkopf.
                    Soll heißen: "Nicht jedesmal wenn eine Uhr in einem Film gezeigt wird, soll Zeitdruck vermittelt werden."
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                      Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                      Aber das ist mit Sicherheit nicht der Grund warum Meyer die Uhren eingebaut hat, sondern er setzt es als unterstützendes visuelles Mittel, um den zeitlichen Sprünge zwischen den Szenen vor, während und nach dem Dinner zu verdeutlichen. Immerhin sehen wir nur einen sehr sehr kleinen Ausschnitt dieser Zeit und die Uhren geben zusätzliche Information. Mehr ist da leider nicht dran, sorry.
                      Du bist dir deiner Sache ziemlich sicher. Meyer ließ Uhren einbauen, damit Zeitsprünge innerhalb einer bestimmten Szenenfolge verdeutlicht werden. Dass du alles andere katergorisch ausschließt, ist eigenartig.

                      Gegen deine These, die auch möglich ist, sprechen zwei Leute:
                      1. Ich. Weil die genauen Zeiten in den von dir beschriebenen Szenen schlicht schnurz sind für den Zuschauer. Auch nimmt er die Uhrzeit sowieso nicht wahr, nur die Uhr. Behaupte ich mal frech.
                      2. Du. Weil du meinst, dass Uhren nur dann gelten, wenn sie besonders in Szene gesetzt werden (durch Nahaufnahmen od. was dir da vorschwebt - eine große, rot leuchtende Uhr direkt übern Hauptschirm und zwei (mehr?) gegenüber zählt offenbar nicht) - und auch in der von dir genannten Szenenfolge gibt es diese Art der Einbindung m. W. nicht. Bitte korrigiere mich - dann stimme ich deiner These freilicht zu.

                      Warum die Uhren genau da sind, kann ich jedenfalls nicht mit derselben Sicherheit wie du sagen - nur ergibt diese Regieentscheidung für mich Sinn, wenn ich sie dem deutlichen Regiekonzept zuordne, wonach "Zeitknappheit" etc. suggeriert werden soll.

                      Dass es diese Absicht des Regisseurs gibt, bestätigt mir: Du.
                      Dass ständig präsente Uhren die psychologische Wirkung haben können, dass "die Zeit davonläuft", bestätigt mir u. a.: Du.

                      Dass Uhren auch mal nur Uhren sind (etc. pp.) ist mir nat. sonnenklar.

                      Du müsstest mir aber in dieser Aussage zustimmen: Dass in einem (dem einzigen?) Star-Trek-Film, in dem immer wieder bewusst Zeitdruck suggeriert wird, deutlich wahrnehmbare Uhren auf der Brücke angebracht sind, ist zumindest ein passender Zufall.

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                        Zitat von VerkorksterKirk Beitrag anzeigen
                        Du bist dir deiner Sache ziemlich sicher. Meyer ließ Uhren einbauen, damit Zeitsprünge innerhalb einer bestimmten Szenenfolge verdeutlicht werden.
                        Ja, weil es im Gegensatz zu deiner These irgendwie Sinn macht, oder nicht?

                        Dass du alles andere katergorisch ausschließt, ist eigenartig.
                        Ich schließe das nicht kategorisch aus. Ich halte deine Uhrthese in diesem Fall nur für sehr sehr unwahrscheinlich so dass sie im Prinzip schon vernachlässigbar ist. Das ist alles.


                        1. Ich. Weil die genauen Zeiten in den von dir beschriebenen Szenen schlicht schnurz sind für den Zuschauer. Auch nimmt er die Uhrzeit sowieso nicht wahr, nur die Uhr. Behaupte ich mal frech.
                        Du weißt ja: unterstützendes Mittel um eine stimmige Szenerie zu schaffen. Die Uhrzeit wird im Dialog mehrmals im Film explizit genannt. D.h. der Zuschauer ist sich sowieso der Uhrzeit bewußt. Es stimmt natürlich, dass man die Uhren auch hätte weglassen können. Sie sind aber da und werden fast ausschließlich im Zusammenhang mit dem Dinner und dem ersten Attentat eingesetzt, oder nicht?

                        In denen von dir genannten Szenen hätte man die Uhren auch nochmal, dann als Unterstützung deines Zeitdruck-Aspektes einsetzen können. Passiert aber nicht. Um wirklich Zeitdruck in einem Film zu erzeugen, muss dem Zuschauer einfach bekannt sein, dass die Zeit auch irgendwie begrenzt ist. Beispiel: Wir haben bis 12 Uhr Zeit das Problem zu lösen. Wenn dann, wo auch immer, in den nachfolgenden Szenen immer wieder eine Uhr eigeblendet wird, dann erzeugt die Uhr natürlich auch beim Zuschauer einen Zeitdruck-Effekt.

                        Kirks Eindladung und die Dinnerszene stehen bis zum Attentat ist kein Zeitdruck vorhanden. Aber vielelicht sollte es ja auch verdeutlichen, dass die Schiffsköche innerhalb von einer halben Stunde ein Galaessen aus dem Hut zaubern müssen. Wer weiß, die standen sicherlich unter Zeitdruck. Folglich ist es auch sehr schwer hier zu argumentieren, dass ein Zeitdruck erzeugt werden sollte, oder irre ich da?

                        2. Du. Weil du meinst, dass Uhren nur dann gelten, wenn sie besonders in Szene gesetzt werden (durch Nahaufnahmen od. was dir da vorschwebt - eine große, rot leuchtende Uhr direkt übern Hauptschirm und zwei (mehr?) gegenüber zählt offenbar nicht) - und auch in der von dir genannten Szenenfolge gibt es diese Art der Einbindung m. W. nicht. Bitte korrigiere mich - dann stimme ich deiner These freilicht zu.
                        Es muss in der Szene ein Zeitdruck vorherschen, damit das Zeigen einer Uhr dieses Zeitdruck-Empfinden beim Zuschauer unterstützt.

                        Warum die Uhren genau da sind, kann ich jedenfalls nicht mit derselben Sicherheit wie du sagen - nur ergibt diese Regieentscheidung für mich Sinn, wenn ich sie dem deutlichen Regiekonzept zuordne, wonach "Zeitknappheit" etc. suggeriert werden soll.
                        Sagen wir es mal so: Meine Theorie ist wesentlich wahrscheinlicher, da ich sie stichhaltiger untermauern kann. Bei dir ist es nur ein Bauchgefühl und das ist mir einfach nicht stichhaltig genug um mich wirklich zu überzeugen.

                        Dass es diese Absicht des Regisseurs gibt, bestätigt mir: Du.
                        Dass ständig präsente Uhren die psychologische Wirkung haben können, dass "die Zeit davonläuft", bestätigt mir u. a.: Du.
                        Nein, ich bestätige dir nur die zweite These nicht die erste. Ohne einen Bezugspunkt in der Handlung kann eine Uhr pauschal erstmal keinen Zeitdruck suggerieren.

                        Dass Uhren auch mal nur Uhren sind (etc. pp.) ist mir nat. sonnenklar.

                        Du müsstest mir aber in dieser Aussage zustimmen: Dass in einem (dem einzigen?) Star-Trek-Film, in dem immer wieder bewusst Zeitdruck suggeriert wird, deutlich wahrnehmbare Uhren auf der Brücke angebracht sind, ist zumindest ein passender Zufall.
                        Ich stimme dir da in Punkte sogar zu. Nur du müsstest mir doch auch zustimmen, dass die Uhren, in den von dir weiter oben genannten Szenen überhaupt keine Rolle spiele. Dort war es durchaus möglich nochmal die Uhren einzublenden. Hat man nicht getan.
                        "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                        Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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                          Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                          Ich schließe das nicht kategorisch aus.
                          Hm:
                          Aber das ist mit Sicherheit nicht der Grund warum Meyer die Uhren eingebaut hat
                          Jetzt schreibst du als Argument, warum meine Wir-tun-so-als-wäre-Zeit-wichtig-These unwahrscheinlich ist:
                          Um wirklich Zeitdruck in einem Film zu erzeugen, muss dem Zuschauer einfach bekannt sein, dass die Zeit auch irgendwie begrenzt ist.
                          Aber darum schreibe ich ständig - und du auch -: "suggerieren"
                          Man muss ja nichts suggerieren (einreden, Eindruck erzeugen), was offenbar sowieso da ist.
                          Der Film versucht die typischen Merkmale und Versatzstücke einer Spannungskulissen zu etablieren. Dass ein bestimmtes Versatzstück die Sache nicht nachweisbar spannender macht, ist kein Argument gegen die These. Dass das Versatzstück nicht weiter stört, ebenfalls nicht - im Gegenteil: Ein Regisseur, der z. B. eine tickende Uhr in die Kulisse baut, kann so nichts verlieren, nur gewinnen.

                          Meine Theorie ist wesentlich wahrscheinlicher, da ich sie stichhaltiger untermauern kann.
                          Wenn du selbst sagst:
                          Es stimmt natürlich, dass man die Uhren auch hätte weglassen können.
                          dann ist nichts stichhaltiger oder wahrscheinlicher. Keiner braucht diese auffälligen Uhren.

                          Nein, ich bestätige dir nur die zweite These nicht die erste.
                          Dann habe ich das falsch verstanden:
                          Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                          Ich würde dir ohne umschweife zustimmen.
                          ...als ich sagte, Zeitdruck (den es so gar nicht gibt) werde behauptet durch
                          * Willkürliche Sätze, dass die Zeit knapp ist
                          * Crewmitglieder, die durch Gänge hetzen (ohne wirklichen Zeitdruck)
                          Nur dass die Uhren in diesem Kontext Zeitdruck vermitteln sollen, dem konntest du nicht zustimmen.

                          Jetzt sagst du:
                          Ohne einen Bezugspunkt in der Handlung kann eine Uhr pauschal erstmal keinen Zeitdruck suggerieren.
                          Du meinst Bezugspunkte wie etwa Leute, die sagen, dass die Zeit knapp, kostbar, problematisch etc. ist? Bezugspunkte, wie Leute, die durch Gänge hetzen?

                          Dass eine Uhr pauschal Zeitdruck entstehen lässt, habe ich nie behauptet (du argumentierst dennoch ständig und vehement dagegen - Warum?).

                          Der Aussage, dass die Uhr zum Versuch passt, Zeitdruck zu suggerieren, wenn auch nur aus Zufall, schließt du dich ja an:
                          Ich stimme dir da in Punkte sogar zu.
                          Genau das ist, worum es mir ging. Es passt zum "Zeitdruck-Gemälde" das der Film zeichnet.

                          Bleibt nur noch die Frage, ob das ein Zufall sein muss, oder mit einer bewussten Entscheidung zu tun haben kann, die genau darauf abzielt. (Ob die Entscheidung Sinn ergibt und gut war, steht auf anderm Blatt.)

                          Nur du müsstest mir doch auch zustimmen, dass die Uhren, in den von dir weiter oben genannten Szenen überhaupt keine Rolle spiele.
                          Ich sags mit dir, ders mit mir (?) sagt:
                          Du weißt ja: unterstützendes Mittel um eine stimmige Szenerie zu schaffen.

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                            Dann frage ich einfach mal nach bevor hier sich weiter über irgendwelche Formulierungen aufgehalten werden:

                            Was ist jetzt deine These? Wo spiegelt sich der Zeitdruck in der Dinner Szene (davor, während und danach) wider? Welche Handlungselemente in dieser Szene unterstützten deine Zeitdruck-These? In welchen Szenen tauchen überhaupt Uhren auf? Wo tauchen sie am häufigsten auf und was ist der Inhalt der Szene?
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                              Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                              Dann frage ich einfach mal nach bevor hier sich weiter über irgendwelche Formulierungen aufgehalten werden:

                              Was ist jetzt deine These? Wo spiegelt sich der Zeitdruck in der Dinner Szene (davor, während und danach) wider? Welche Handlungselemente in dieser Szene unterstützten deine Zeitdruck-These? In welchen Szenen tauchen überhaupt Uhren auf? Wo tauchen sie am häufigsten auf und was ist der Inhalt der Szene?
                              Ja, ich erläutere sie nochmal zusammengefasst, die große Uhr-These.

                              Am Anfang war die Frage: Warum plötzlich die großen Uhren auf der Brücke?
                              Weil "Warum nicht?" ein bissl unbefriedigend ist, kamen folgende Gedanken:

                              Der Regisseur will den Eindruck erzeugen, dass die Figuren großem Zeitdruck ausgesetzt sind. Das erhöht die dramatische Wirkung, kann schnelle, undurchdachte Handlungen begründen und so insgesamt über Schwächen der Story hinwegtäuschen.

                              Figuren rennen und hasten, wo sie eigentlich nicht müssten. Oft fällen Sätze, wonach die Zeit kostbar oder knapp wäre; man bricht für diese Aussagen simple Dialoge ab oder "begründet" weitere Handlungen. All diese Aktionen sind nicht durch die Story begründet; es sind Behauptungen, die einer näheren "Überprüfung" nicht standhalten.

                              Zu dieser Beobachtung passt, dass mehrere Uhren auf der Brücke den Verlauf der Zeit dem Publikum bewusst machen. Es ist praktisch die einzige Möglichkeit für den Regisseur, die behauptete "Wichtigkeit der Zeit" auch im Filmset zu manifestieren. Er kann so seine Behauptung auf Dialoge, Darstellung und Design stützen; Schnitt, Musik etc. kommt noch hinzu.

                              Alle Elemente stützen und "bestätigen" sich gegenseitig, ohne auf die Story angewiesen zu sein. Im Idealfall stellt der Zuschauer den behaupteten Zeitdruck nicht in Frage. Im Gegenteil: Durch die "mulitmediale" Aufbreitung bleiben kaum Zweifel, dass die Zeit eingeholt werden muss. Die Uhr erzeugt natürlich keinen Zeitdruck per se (auch wenn die Assoziation nat. naheliegend ist); sie kann aber unter Umständen eine Erwartung wecken, den Zuschauer vorbereiten auf die Behauptung, dass die Zeit wichtig ist (wobei eine Uhr die Wichtigkeit der Zeit an sich darstellt; es ist ihr "Daseinsgrund"). Es ist dabei von Vorteil, dass der Regisseur dafür keinen Schnitt auf eine Uhr machen muss: Dem evtl. entstehenden Rechtfertigungsdruck, wenn der Zuschauer dadurch bewusst nach Hinweisen nach einer Deadline etc. sucht, könnte die Story kaum standhalten. Die Behauptung muss in der Filmsprache eine allgemeine und undefinierbare sein, die dennoch akzeptiert wird.

                              Es ist natürlich unmöglich, die konkrete Wirkung der einzelnen Elemente und ihr Zusammenwirken zu belegen. Es geht bei der Theorie aber auch nicht um die tatsächlichen Auswirkungen, sondern um mögliche Intentionen des Regisseurs. Selbst wenn bewiesen werden sollte, dass aufgezählte Elemente kein Gefühl für Zeidruck od. ähnl. beim Publikum entstehen ließen, oder eines davon nutzlos war: Es widerspräche nicht der These, einfach, weil ein Regisseur letztlich auch nur hoffen aber nicht garantieren kann, dass seine Konzepte und Ideen aufgehen.

                              Es ist auch klar, dass sich nicht der ganze Film um dieses jetzt sehr ausführlich dargelegte, mögliche Regiekonzept dreht.
                              Zuletzt geändert von VerkorksterKirk; 27.05.2010, 01:04.

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                                Hat mir gut gefallen, dieser Teil.
                                Rura Penthe war ein wenig zäh, auch das Auftauchen der Excelsior war ein wenig überflüssig. Auch Valeris empfand ich als Charakter eher störend dargestellt - ihre Handlungen und Motive wurden dem Leser des Buches deutlich glaubwürdiger nahegebracht als im Film. Insg. hat mich dieser Teil aber sehr gut unterhalten! Auch eine ST-typsiche message war mal wieder drin verpackt.
                                Lass Dich nie auf eine Diskussion mit Idioten ein - sie ziehen Dich nur auf ihr Niveau herab und schlagen Dich dort mit ihrer grösseren Erfahrung

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