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Firefly [106] "Mrs. Reynolds" / "Our Mrs. Reynolds"

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    #31
    Tja, wie zum Ausgleich finde ich diese Folge dann eher schwächer als der Schreiberdurchschnitt hier.

    Ja, Mrs. Reynolds ist durchaus ein Charakter, der Spuren hinterlässt. Als Frau, die Wirbel in eine ansonsten feste Crew bringt, erinnert sie mich auch ein wenig an Ellen Tigh und da muss man dann natürlich sagen, dass Mrs. Reynolds eben leider doch verliert. Und da vergleiche ich auch einfach mal die beiden ersten Auftritte (dass Ellen dann noch mehr Folgen hat, um sich zu profilieren, darf man ja nicht miteinbringen). Und lustigerweise fand ich auch "Ellen" als Folge wesentlich witziger als "Mrs. Reynolds".

    Das heißt jetzt alles nicht, dass die Folge schlecht war. Ja, es gab ein paar lustige Szenen - Vera und vor allem die oftmals erwähnte "ganz spezielle Ebene" (ob Book hier schon was geahnt hatte bei seinen tollen Fähigkeiten?) - und alles war so ein wenig mit einem Grinsen unterlegt, aber ein Problem der Folge ist, dass die ganze Zeit über doch recht wenig passiert, damit sie dann am Ende extrem schnell durch die Handlung galoppiert. Wie Mal seine "Frau" dann nach der Flucht gefunden hat, bleibt mir ebenfalls ein Rätsel.

    Es ist halt eine Folge, bei der man schon unterhalten wird, weil man irgendwie ein Dauerschmunzeln hat, aber die irgendwo auch nicht so toll ist, wie man vermuten könnte. Dazu hätten sich Innara und Mrs. Reynolds nochj küssen müssen, dann hätte es 5 Sterne gegeben (), so sind es

    3 Sterne

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      #32
      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Tja, wie zum Ausgleich finde ich diese Folge dann eher schwächer als der Schreiberdurchschnitt hier.
      Ich finde sie auch etwas schwächer als beim ersten Mal, wo ich mit sechs Sternen abgestimmt habe. Der Humor ist immer noch überzeugend, aber der Rest der Geschichte hebt die Folge nicht mehr über den Durchschnitt hinaus. Das Firefly-Universum erscheint wieder einmal etwas bedrohlicher, besonders im Weltraum, wo jeder über jeden herfällt. Darüber kann auch der Humor nicht hinwegtäuschen. Auf Dauer wäre Firefly so vorhersagbar geworden wie nBSG.

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        #33
        Zitat von irony Beitrag anzeigen
        Auf Dauer wäre Firefly so vorhersagbar geworden wie nBSG.
        Das ist nun die Frage, die wir leider nie beantwortet bekommen werden. Tatsächlich erinnert mich nämlich der ganze Aufbau der Serie, die Art der ersten Folgen (relativ einfache Handlungen, relativ viele Charaktermomente, immer wieder kleine und nach und nach größere folgenübergreifende Geschichten) viel mehr an B5 als an nBSG, wo man gleich in die vollen ging und gleich im Pilotfilm schon das ganze Geschütz erzählerischer Kunst innerhalb der Prämisse ausgeschöpft hat. B5 hat diese Vorhersehbarkeit geschickt kaschiert, indem es einen fließenden Wandel von Einzelfolgen hin zu "Storybogen" vollzogen hat. Das hätte bei Firefly auch sehr einfach geschehen können und alles deutet darauf hin.

        Leider kenne ich weder Buffy noch irgendeine andere Serie (bewusst) von Joss Whedon. Ich weiß nicht, wie der dortige Serienaufbau war.

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          #34
          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Leider kenne ich weder Buffy noch irgendeine andere Serie (bewusst) von Joss Whedon. Ich weiß nicht, wie der dortige Serienaufbau war.
          Gegen Ende wurde es bei Buffy und Angel leider auch immer vorhersehbarer. Sobald es bei einem Seriencharakter gut lief, z.B. beziehungsmäßig, konnte man sicher sein, dass ein paar Folgen später wieder alles kaputt war. Wenn bei Firefly z.B. Kaylee und der Doktor oder Mal und Inara zusammen gekommen wären, hätte es keine drei Folgen gedauert, bis irgendetwas ganz Furchtbares geschehen wäre.

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            #35
            Na ja, dass ein Autor eben seinen Stil hat, ist einfach eine Tatsache. Das hat auch vor JMS nicht Halt gemacht, wo einfach jeder weise Alte einen herzhaften Humor an den Tag legte, was nun einmal JMS' Bild von einem weisen Alten war. Meine Frage ging eher dahin, ob die Serien ansonsten irgendwie mal B5-artig ihren Stil geändert haben, etwa wie die Entwicklung im Verhältnis Standalones und Handlungsstrang war. B5 etwa zeichnet sich ja zumindest von Staffel 1 bis Staffel 4 damit aus, dass die Standalones immer weniger wurden. JMS hat das mal so beschrieben:

            Es ist wie bei Tolkien oder Jonathan Carroll, deren wunderbare Bücher sehr nett und gemütlich anfangen ... und Dich dann allmählich an dunkle, fremde und einzigartige Orte führen.... Ich habe versucht, eine ähnliche Erzählstruktur bei Babylon 5 anzuwenden Es sieht wie das herumhantieren an einer guten Idee auf relativ vertrautem Terrain aus. Mein Job ist es, neben der Story herzugehen und ihr mit einem Brecheisen ein richtig gutes WHAM! zu geben um sie in eine andere Flugbahn zu bringen. "Angriff auf G'Kar" war in gewisser Weise der erste Schubs. "Gefangen im Cybernetz" war gutes, solides WHAM! Die Episode dieser Woche, "Visionen des Schreckens" ist ein weiteres WHAM!, sogar größer als das vorhergehende.

            Es gibt 2 große WHAM Episoden [in Staffel 1, Anm. von mir]: "Verloren in der Zeit", die sich mit dem Schicksal von Babylon 4 befasst und "Chrysalis", das Staffelende, die wirklich mehr einer Atombombe als einem Brecheisen gleicht. So ungefähr ein Viertel der Episoden dieser Staffel sind WHAM Episoden. Diese Zahl wird im Jahr Zwei auf ein Drittel ansteigen. Jahr Drei (wenn Neilsen [Quoten, Anm.d.Ü.] mitspielt) wird zur Hälfte WHAM Folgen haben und zur anderen Hälfte nicht. Jahr Vier wird Dreiviertel WHAM werden. Und Jahr Fünf nur noch WHAM.

            Lasst uns das mal zusammen ausarbeiten: Das Problem, das Du mit der (den) Show(s) zu haben scheinst, ist - leider! - ein Teil der grundsätzlichen dramaturgischen Struktur. Du hast eine Einleitung, zunehmende Aktion, einen Höhepunkt und dann eine Auflösung. Bis auf einige Bereiche des experimentellen Theaters ist das die grundlegende Struktur aller Kinofilme, Theaterstücke und Fernsehserien.

            "Twin Peaks", das Du zitierst, ist kein gutes Beispiel, da, meiner Ansicht nach, *niemals* irgendwas in TP aufgelöst wird. Deswegen wurde diese Serie ein gutes Beispiel für nachhaltige Frustration der Zuschauer was schließlich auch hauptsächlich zu ihrer Absetzung beigetragen hat.

            Die ersten paar Babylon 5 Episoden waren mehr in sich abgeschlossen. Denk daran, daß wir versuchten, neue Zuschauer zu gewinnen ohne sie gleich zu verschrecken oder zu vertreiben. Wir wurden sogar noch etwas vorsichtiger, je mehr wir in die Show eintauchten. In einigen Fällen wie z.B. "Gefangen im Cybernetz" wurden Teile der Story aufgelöst, andere Teile nicht. Generell sind wir der Meinung, daß bei einer B-Story mit offenem Ende die A-Story einen erkennbaren Schluß haben muß.

            "Visionen des Schreckens" und "Verloren in der Zeit" sind zwei Episoden, bei denen ich auf Anhieb sagen würde, daß sie symbolisch für das sind, nachdem Du fragtest. Die A-Story in "Visionen" ist zu einem Ende gebracht worden....aber in dieser Episode geht es überhaupt nicht um die A-Story. Es geht um etwas Ungewöhnliches in der B-Story, etwas das sehr viel Dinge im weiteren Verlauf dieser Staffel in Bewegung bringt. Und diese Story endete, wurde aber nicht *aufgelöst* wenn Du den Unterschied bemerkst.
            Ich weiß, das ist ziemlich viel Text, aber er beschreibt hier sehr schön und sehr ausführlich, was ich an B5 und speziell auch am Aufbau von B5 so sehr liebe. Das für mich wichtigste habe ich mal fett markiert. Firefly fühlt sich da recht ähnlich an. Ersetze nur B-Story durch "kleinere Szenen wie etwa die Andeutung mit Book".

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              #36
              Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
              Wie Mal seine "Frau" dann nach der Flucht gefunden hat, bleibt mir ebenfalls ein Rätsel.
              Das wird gesagt: "Only a few places that shuttle would make it to from where you left."

              Die Shuttle sind auch im Rest der Serie keine Lang- oder auch nur Mittelstreckenwunder, daher finde ich das plausibel.
              B5-Musikvideo gefällig?
              Oder auch BSG?

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                #37
                Ich halte es zwar für möglich, dass "Firefly" etwas handlogsbogenorientierter geworden wäre als die erste Staffel vermuten lässt (zumal es selbst hier immer wieder etwas Kontinuität gibt), glaube aber kaum, dass es einen ähnlichen Aufbau wie bei B5 gegeben hätte. Joss Whedon hat im Gegensatz von JMS nie von einem Plan gesprochen. Auch sind eben die meisten Foglen Stand-alones ohne große Andeutungen für Späteres.

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                  #38
                  Ja, es geht mir auch nicht um einen Plan (zumal das mit den Andeutungen eh nicht überprüft werden könnte, da es nichts Späteres gibt, aber in Ansätzen, wie etwa Books' Karte da, ist das schon vorhanden), sondern eher darum, dass irony davon ausgeht, dass Firefly ähnlich wie SG1 immer recht gleich und darum nach ein, zwei Staffeln schon sehr vorhersehbar war. B5 hat dem vorgebeugt, indem es nach und nach seinen Stil geändert hat (immer handlungsorientierter). Und das halte ich bei Firefly schon für recht wahrscheinlich. Für so etwas braucht man ja nicht einmal einen genauen Plan, sondern einfach nur genug Weitsicht, um für alle Rätsel, die man aufgibt, eine Erklärung, die man sich schon einfallen lässt, während man das Rätsel aufgibt. (Es wäre etwa schon verdammt mies, wenn Joss Whedon hier nicht wüsste, was denn nun mit River ist.) Da kann man dann auch immer wieder Dinge ändern (bei Books Vergangenheit etwa könnte ich mir vorstellen, dass man sich immer mehrere Türen offen gehalten hat). Ändert ja nichts daran, ob man versucht, da immer mehr Verflechtungen hineinzubringen.

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                    #39
                    In der Folge hat mir der Humor sehr gut gefallen.
                    Lustig war das Ende, als Reynolds in Inaras Raum kam und der Meinung war, dass sie auch die Betrügerin geküsst haben muss und deswegen ohnmächtig geworden ist.
                    Ich mag Reynolds und seine Art.

                    4*

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                      #40
                      Eine unterhaltsame Folge, die aber beim wiederholten Angucken doch merklich an Sehvergnügen verliert.

                      Der Anfang mit Mal und Jayne als zänkisches Ehepaar und die ersten Mr. und Mrs. Reynolds-Szenen waren lustig und Mals Ratschläge pointiert ("Wenn sie versuchen dich zu töten, tötest du sie sofort zurück!).

                      Die Wende von Saffron zur Femme Fatale wirkt aber etwas weit hergeholt. Die Besatzung der Firefly benimmt sich, als wäre sie von einer SciFi-Droge betört worden, doch abgehen vom Lippenstift baut sie alleine auf ihren Scharm, der einem abgebrühten Captain und einem glücklich verheirateten Steuermann eigentlich egal sein kann ( Jayne, der sich auf durchtriebene Huren spezialisiert hat, eigentlich auch).

                      Die Auflösung geht dann recht schnell und wenig bemerkenswert über die Bühne.


                      ****
                      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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