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[Crispin-System] Piratenbasis Blue Harvest

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  • [Crispin-System] Piratenbasis Blue Harvest

    [Hintergründe]


    Das Crispin-Asteroidenfeld

    Das Crispin-System befindet sich am Rand des Wild Space in relativer Nähe zum mandalorianischen Raum beziehungsweise dessen, was von den Mandalorianern vor dem Krieg gegen die Republik beansprucht worden ist.
    Das bemerkenswerteste an diesem System, welches für die Begriffe der Spezies aus den inneren Bereichen der Galaxis wohl nicht ganz zu Unrecht als Ende des des bekannten oder auch nur halbwegs bekannten Raums angesehen wird, dürfte das gewaltige Crispin-Asteroidenfeld darstellen.

    Dieses Feld besteht aus unzähligen in Methan gehüllten Felsbrocken und stellaren Trümmern unterschiedlichster Größe und Form. Es wurde seit Jahrhunderten von Schmugglern und Piraten als Rückzugspunkt und Versteck genutzt, um von dort aus ihre Aktionen im Outer-Rim-Territorium zu organisieren.

    [Blue Harvest Asteroidenbasis]


    Die Piratenstation Blue Harvest

    Schon Jahrzehnte vor den Mandalorianischen Kriegen wurde aus diesen Gründen die Asteroidenbasis Blue Harvest im Feld errichtet. Die Station war lange Zeit ein florierendes Piratennest.
    Bis zum Beginn der ersten mandalorianischen Feldübungen.
    Nach dem Ende des Großen Sith-Krieges konsolidierten sich die Mandalorianer neu, Gerüchten zufolge angetrieben von einer unbekannten Macht, um die Galaxis erneut herauszufordern. Bevor sie aber bereit für einen Krieg waren, mussten sie eine neue Generation Krieger ausbilden.
    Zu diesem Zweck gingen mandalorianische Schiffe gegen allerlei Piraten, Plünderer, Söldner und Banditen im gesamten Outer-Rim und im angrenzenden Wild Space vor.

    [Der Zwischenfall]

    Diese mandalorianischen Neo-Crusader versuchten sich auch an den Piraten im Crispin-System.
    Etwas ebenso mysteriöses wie auffälliges ereignete sich jedoch alsbald.
    Eine mandalorianische Basilisk-Staffel, zu der auch der zukünftige Mandalore Canderous Ordo gehörte, befand sich gerade auf der üblichen Piratenhatz, als sie auf ein als Asteroid getarntes Schiff unbekannter Bauart stießen.
    Das Schiff verschwand kurz nach dem Kontakt in den Hyperraum, nicht ohne vorher fremdartige Hitzegeschosse zu verschießen, welche selbst die Panzerungen der mandalorianischen Basilisken wie Wachs schmelzen ließen.


    Das fremde Schiff

    Spätere Befragungen der Piraten sollten ergeben, dass man schon öfter mysteriöse Schiffe gesichtet und Signale aufgefangen hatte, die aus der angeblichen Leere in den Unbekannten Regionen kamen. Die Mandalorianer gingen den Hinweisen nicht weiter nach, ihr Ziel war die Republik, nichts anderes.
    Die Piratenpräsenz im Crispin-System wurde letztendlich ausgelöscht, die Blue Harvest Raumbasis wurde verlassen und blieb es auch lange Zeit.

    [Die Rückkehr der Mandalorianer]


    Mandalorianische Söldner auf einem Raubzug

    Nachdem die Mandalorianischen Kriege durch den Jedi Revan bei Malachor V beendet worden waren, war von den Mandalorianern als Volk fast nichts mehr übrig. Die Überlebenden begannen selbst als Plünderer und Söldner zu arbeiten, da sie nichts gelernt hatten, außer zu kämpfen.
    Eine Gruppe mandalorianischer Gauner unter der Führung von Borius Blalock reaktivierte die alte Piratenbasis. Blalock hatte vor dem Krieg an der Seite von Ordo hier Piraten gejagt, deshalb wusste er von der Station.
    Um die seltsame Begegnung machte er sich keine Gedanken mehr.
    Stattdessen baute er ein beachtliches Verbrechersyndikat auf, welches Raubzüge von Hypori bis Telos koordinierte und dabei unzählige mandalorianische Söldner beschäftigte. Hauptziele von Blalock waren dabei vom Krieg verheerte Planeten, deren Bevölkerung sich schwer wehren konnte.
    Seine Leute raubten dabei alles, Credits, Wertgegenstände, Versorgungsgüter und sogar Kinder, welche als Sklaven benutzt wurden.

    Borius Blalock sollte jäh an die Vergangenheit erinnert werden, als vor wenigen Jahren eine Streitkraft unbekannter Herkunft von den Unbekannten Regionen her kommend in das System einfiel und die Station Blue Harvest angriff.
    Seitdem gab es keinen Kontakt mehr mit dem Crispin-System.
    Coming soon...
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  • #2
    [Vor 2 Jahren]

    Borius Blalock zog den Helm vom Kopf und warf ihn unachtsam in eine Ecke.
    Seine dunkelgrün lackierte Neo-Crusader-Servorüstung war mit Kratzern und den Schmauchspuren direkter Blastertreffer übersät.
    Trotzdem verunzierte ein breites Grinsen sein zerfurchtes Gesicht.
    Der dunkelhäutige Mandalorianer hatte rabenschwarzes Haar, an dem sich erst wenige graue Ansätze bildeten.
    Krieg hält jung, war sein Motto.
    Ein Mandalorianer in blauer Rüstung eilte ihm entgegen.
    "Kommandant Blalock! Eine Ehre, Euch wieder auf der Station zu haben! War der Angriff erfolgreich?".
    Der Mann bezog sich auf den Überfall von Blalocks Plünderern auf Dantooine.
    "Teilweise. Es gibt dort kaum mehr etwas zu holen, auch wenn ein paar Kolonisten einen Wiederaufbau versuchen...".
    Blalock spuckte aus.
    "Es war das letzte Mal, dass wir Dantooine besuchen, früher war das ein lohnenderes Ziel. Aber der Kampf war gut! Soviele tote Milizionäre!".
    Er schob seinen Untergebenen beiseite und schritt über den rostigen Durastahlboden tiefer ins Innere der Asteroidenbasis, weg vom Andockbereich, der sich nun mit immer mehr mandalorianischen Plünderern füllte, welche aus den Transportern strömten, die von Dantooine gekommen waren.
    "Heute werden wir ein Festmahl haben, Brüder!", gröhlte der Kommandant.
    "Lasst alles auftischen, was die Vorratskammern dieses Schrotthaufens von Station hergeben!".
    Er ließ sich auf seinen persönlichen Thron sinken, den er bei einem Überfall auf einen Konvoi von Alderaan erbeutet hatte.
    "Und bringt die Sklavenmädchen rein. Mir steht der Sinn nach Tanz.".
    Er bläckte die gelben Zähne und schlug die Beine über Kreuz, als sich immer mehr der frisch eingetroffenen Krieger am großen Gemeinschaftstisch niederließen, ohne auch vorher nur die Rüstungen auszuziehen, welche teilweise noch blutüberströmt waren.
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    • #3
      Die Sklavinnen wurden in den Raum geleitet, die meisten waren leicht zusammengesunken und hatten einen ausdruckslosen Blick. Nur eine von ihnen, ein jüngeres Mädchen mit weißen Haaren, die sie als Echani auswiesen, hatte ihre Haltung und ihren Stolz bewahrt. Nur mit äußerstem Widerwillen ließ sie sich in den Raum bugsieren, wo sie dann alle Anwesenden mit feindseligen Blicken bedachte. Allerdings war diese Haltung nach dem Jahr, das die junge Echani hier schon hatte zubringen müssen, inzwischen mehr eine Fassade geworden. Innerlich hatte sie die Hoffnung auf eine Fluchtmöglichkeit schon fast aufgegeben und der einzige Gedanke, an dem sie sich wie an einem Strohhalm festklammerte, war die Hoffnung auf ihre Schwester.
      Ihre stolze Haltung versuchte Cora nur als Antwort auf die Demütigung zu bewahren, deren Opfer sie hier wurde.
      Die junge Echani hielt sich hinter den anderen Sklavinnen und als diese begannen zu tanzen, hielt sie sich an ihre erlernten Kampfmethoden und versuchte aus dem demütigenden Tanz eine Art Training zu machen - auch wenn sie darauf achten musste, dass es den Mandalorianern nicht auffiel.
      Diese ganze rostige, dunkle Station schlug ihr trotz allen Trainings aufs Gemüt und sie konnte nur hoffen, dass sie dem irgendwann entgehen konnte - und nicht den Rest ihres Lebens so verbringen musste.
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      ...sometimes ich wäre rather sonstwer.

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      • #4
        Borius schüttete sich gerade corellianisches Ale in den Rachen - wobei der größte Teil auf seiner Rüstung landete - und grinste die Tänzerinnen stupide an.
        Cora hatte er dabei besonders im Blick. Er packte die Kette, an der sie gefesselt war, und zog sie zu sich hin.
        "Na, Kleine? Du bist doch die von Telos?".
        Er fragte sie jedes Mal das selbe, wenn er sie wieder schickanierte.
        Das kam vor allem im betrunkenen Zustand vor.
        Kurz gesagt sehr oft.
        "Die kleine Echani... ihr habt gut gekämpft... für Eremiten auf einem zerbombten Dreckloch von Planeten zumindest...".
        Der mandalorianische Kommandant lachte laut auf und ließ die Flasche Ale fallen. Sie zerschellte klirrend auf dem Durastahlboden.
        "Meine Krieger auf Hypori geben deinen Leuten ganz schön Zunder, weißt du?".
        Auch das zu erwähnen wurde er nicht müde. Die Echani von Telos hatten offenbar eine Art Rachefeldzug gestartet und jagten Blalocks Plünderer durch den Outer-Rim. Auf Hypori steckten sie allerdings fest.
        "Schon bald wird kein Echani mehr übrig sein von der glorreichen Kolonie auf Telos... wir werden...".
        Die ohnehin schon schlechte Beleuchtung begann zu flackern.
        Blalock sah auf.
        "Was soll das jetzt? Wir haben doch neue Reaktoren erbeutet warum...?".
        Plötzlich bebte das Deck.
        Ein schriller Alarm folgte und jede Spur von Trunkenheit wich aus dem Gesicht des mandalorianischen Anführers, als er in die Höhe schoss und dabei Cora umstieß.
        "Wir werden angegriffen! Alle Krieger auf die Kampfstationen!".
        Sofort herrschte ein Chaos im Raum, als Krieger umhereilten und ihre Station suchten.
        "Schickt die Basilisken raus!", bellte Blalock und wandte sich vom Tisch ab, um die Ops aufzusuchen.
        Zuletzt geändert von Space Marine; 18.06.2008, 12:45.
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        • #5
          Cora verzog angewidert das Gesicht, als sie dem Mandalorianer so nah kam - er roch widerlich nach Ale. Sie versuchte, nicht zuzuhören, was er sagte, denn er erwartete sowieso keine Antwort, doch seine Worte über die Echani konnte sie nicht verdrängen. Sie wusste nicht genau, was sie darüber denken sollte, denn einerseits hatte sie kaum Hoffnung, dass ihr jemand zu Hilfe kam, wenn die Echani selbst im Kampf waren, andererseits schürte diese Nachricht ihren Überlebenswillen. Immerhin musste sie wissen, ob es um ihr Volk wirklich so schlecht bestellt war.
          Als die Lampen flackerten und schließlich der Alarm losging, war sie einen Moment wie erstarrt. Sollte...? War doch eine Chance da...?
          Das junge Mädchen gab sich aufgeregt und orientierungslos, doch im Grunde machte sie sich bereit, ihre Chance zu ergreifen, sollte sie sich bieten...
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          • #6
            [Asteroidenfeld]

            Aus den verborgenen Hangartoren der mandalorianischen Basis schossen drei volle Staffeln Basilisk-Kriegsdroiden. Diese schweren Kriegsmaschinen waren mit einer den Piloten unterstützenden Droiden-KI ausgerüstet und während der Mandalorianischen Kriege der Schrecken jedes republikanischen Kommandanten gewesen.
            Die insgesamt 36 Maschinen teilten sich in Schildtrios auf. Eine Formation, bei der jeder der Jäger stets seinen Flügelmann decken konnte, falls dessen Schutzschilde versagten.
            "Alles klar, hier Blue-Leader, bleibt an mir dran und haltet die Augen offen!" - "Verstanden Blue-Leader. Wo sind die verdammt, ich habe nichts auf meinen Sensoren außer...".
            Der Funkspruch endete in einem lauten Krachen des Koms.
            Dann war nur noch Rauschen zu hören.
            "Die Asteroiden! Sie sehen aus wie die verdammten Asteroiden!" - "Was? Ich hab einen Kontakt am Heck! Brauche... AHHH!" - "Ich kriege keinen klaren Schuss, Blue-Leader, sie sind zu schnell! Es sind einfach zuviele!".
            Vom Display des mandalorianischen Staffelführers verschwanden immer mehr Basilisk-Signale. Er hatte keine Ahnung, was da vor sich ging, als seine Droiden-KI plötzlich seltsame Schwerkraftanomalien meldete.
            Der Basilisk zitterte und dann waren die Schilde weg.
            "Was zum?" - "Blue-Leader, die haben sowas wie... künstliche Schwarze Löcher im Mikroformat! Die saugen unsere Schilde damit ab!".
            Der Staffelführer schloss den Kom-Kanal, das führte zu nichts.
            Er konzentrierte sich auf seine Instrumente und suchte ein Ziel.
            Da!
            Vor ihm zischte ein asteroidennformiges Schiff in der Größe eines republikanischen Aurek-Sternjägers vorbei.
            Er hängte sich dran und gab vollen Schub, bis er einen guten Schusswinkel hatte. Die Blaster zischten lautstark, doch kamen niemals bei dem Feindjäger an.
            Stattdessen krümmte sich der Raum um das Asteroidenschiff und verschluckte die Energiegeschosse regelrecht.
            Die Droiden-KI meldete wieder ungewöhnliche Schwerkraftanomalien.
            Wer auch immer das war, er benutzte diese Anomalien nicht nur, um Schilde abzusaugen, sondern auch, um Geschosse abzufangen.
            Diese Erkenntnis sollte dem Blue-Leader nicht mehr viel bringen. Der kurze Schockmoment reichte, um den Jäger zu übersehen, welcher hinter seinem Basilisken auftauchte und eine Salve gleißend oragener Hitzegeschosse entlud.
            Die Durastahlpanzerung wurde wie Wachs geschmolzen, der Hauptreaktor voll getroffen...

            [Blue Harvest - Ops]

            "Kommandant Blalock! Unsere Basilisken wurden... vernichtet. Alle!".
            Blalock sah entgeistert von der holografischen Abbildung im Zentrum der Kommandozentrale auf. Dort war gerade das letzte blaue Signal verschwunden, welches für einen mandalorianischen Jäger gestanden hatte.
            Wieder zitterte die Station, diesmal heftiger.
            "Wir werden geentert!".
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            • #7
              Während Cora versuchte, unauffällig zu wirken, drängten sich die anderen Sklavinnen zusammen. Die junge Echani verfluchte aufs Neue die Kette, die sie von der Freiheit trennte. Um sie herum liefen Mandalorianer in voller Rüstung und bewaffnet in Richtung der Andockschleusen. Zu gern hätte sie gewusst, was da vorging. Denn was immer es war, es musste nicht zwangsweise ihre Befreiung heißen, sondern könnte gleichsam auch ihr Todesurteil sein. Es achtete inzwischen sowieso keiner mehr auf die Sklavinnen und so versuchte Cora, sich ein wenig einen Überblick zu verschaffen. Als keiner der Mandalorianer mehr bei ihnen war, horchte sie nur noch auf die Kampfgeräusche, die sich eindeutig genähert hatten. Einige Minuten verstrichen, in denen Cora gespannt wartete, bevor sie die zurückweichenden Mandalorianer wieder sah. Und zwischen ihnen hindurch erhaschte sie einen kurzen Blick auf die Angreifer, genauergesagt auf die merkwürdige peitschenartige Waffe. Unwillkürlich griff sie nach der Kette, um sich notfalls damit verteidigen zu können - oder sie durch einen Waffenschlag zerteilen zu lassen.
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              • #8
                Der rot gerüstete Mandalorianer drosch dem Angreifer den Kolben seines Repetierblasters ins Gesicht.
                Dieser fletschte nur die Zähne und schlug mit seiner Peitschenwaffe zu.
                Fast wie ein lebendiges Wesen schlängelte sich die Waffe um die Beine des Mandalorianers und brachte ihn zu Fall.
                Das mysteriöse Wesen, welches ihn attackierte, war nun gut zu sehen.
                Es war humanoid, über zwei Meter groß und in eine glänzende, schwarze Rüstung gehüllt, die fast organisch aussah.
                "Do-ro'ik vong pratte!", rief die Kreatur und baute sich vor dem mandalorianschen Krieger auf.
                Die Peitsche in seinen klauenartigen Händen wand sich wieder, und dann verfestigte sie sich plötzlich zu einer Art Kampfstab.
                "Tchurokk Yun'tchilat!", krächzte das Wesen und hob die Waffe, um sie auf das T-Visier des Mandalorianers niederschnellen zu lassen.
                Der Helm wurde glatt durschlagen.
                Weitere schwarz gerüstete Kreaturen der gleichen Art stürmten nun den Hauptraum und verschonten keinen Mandalorianer.
                Als der Raum gesichert war, schritt der Fremde, welcher von Cora als erster beobachtet worden war, zu den Sklavinnen, legte den entstellten Kopf schief und wollte etwas sagen, als Kampfgeräusche aus Richtung Ops erklagen.
                Borius Mendrell lieferte offenbar sein letztes Gefecht. Der mandalorianische Kommandant hielt mit zwei Vibroschwertern bewaffnet eine ganze Gruppe der Angreifer von sich fern. Er stach immer wieder zu, doch seine Schwerter glitten nutzlos von den biologischen Rüstungen der Kreaturen ab.
                Das Wesen vor Cora - nach seiner besonders beeindruckenden Statur und dem hautartigen Umhang an seiner Rüstung zu schließen soetwas wie ein Anführer - wandte sich von den Sklaven ab und bewegte zu sich zu Blalock.
                Die anderen seiner Art hielten ein, als ihr Anführer sich nährte.
                Balalock wich ein paar Schritte zurück.
                "Was seid ihr?", fauchte er. Die Stimme drang elektronisch verzerrt durch den Helm.
                "Nikk pryozz?".
                Der Fremde verzerrte das abstruse Abbild eines humanoiden Gesichtes zu einer Art freudlosem Lächeln und schnellte vorwärts.
                Die Bewegung war so schnell, dass Blalock nicht mehr reagieren konnte. Seine Rüstung schützte ihn nicht vor der Wucht des Schlages.
                Der behelmte Kopf plumpste dumpf zu Boden, wenige Momente später sackte der Körper hinterher.
                "Nikk pryozz Yuuzhan Vong.", beendete die Kreatur den Satz und mit einem Druck auf den blutverschmierten Kampfstab wurde dieser wieder elastisch und wickelte sich von selbst um seinen Arm.
                Erst jetzt sah er wieder zu den Sklavinnen, die offenbar die einzigen Überlebenden auf der gesamten Station waren.
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                • #9
                  Cora musterte die Wesen leicht verwirrt. So etwas hatte sie noch nie zuvor gesehen. Doch was auch immer das war, die Angreifer schienen ihr und den anderen Sklavinnen nichts antun zu wollen, sonst hätten sie das schon längst getan. Die Frage, die sich Cora stellte, stellte sie vor ein neues Problem: Wie sollte sie herausfinden, warum die Station angegriffen worden war, wenn sie nicht miteinander reden konnten?
                  Zwar ließ die junge Echani die Neuankömmlinge nicht aus den Augen und auch der Mord an dem Mandalorianer, der sie so lange schikaniert hatte, ließ sie kalt, doch sie konnte die Angst und Verwirrung der anderen Sklavinnen schon fast spüren.
                  Cora verhielt sich soweit ruhig und wollte erstmal abwarten, was diese merkwürdigen Kreaturen tun würden, doch sie blieb angespannt und jederzeit bereit, sich zu verteidigen - auch wenn sie es noch nie mit solchen Waffen zu tun gehabt hatte.
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                  • #10
                    Das Wesen baute sich vor den angeketteten Sklavinnen auf und musterte sie.
                    Dann drehte es sich zu einem kleineren seiner Art um, dessen Gesicht deutlich weniger Verunstaltungen und dessen Rüstung weniger Dornen und Verzierungen aufwies.
                    Sie tauschten ein paar Worte in ihrer gutturalen Sprache, dann schlug derjenige mit dem niedrigeren Rang die Arme vor der Brust über Kreuz und trat zackig weg.
                    Offenbar eine Art Salut.
                    Minuten zogen sich dahin, in denen die Kreaturen die Leichen der Mandalorianer immer wieder abfällig anstarrten. Sie schienen sich richtig vor ihnen zu ekeln, und auch vor der Raumstation an sich.
                    Dann kehrte der Krieger mit einer einem dünnen Exemplar seiner Rasse zurück, welches Ansätze von humanoid-weiblichen Merkmalen besaß.
                    Die Frau, wenn man es so nennen wollte, trug eine Reihe seltsamer, wurmartiger Tiere bei sich, welche sie unter den Kriegern verteilte.
                    Jeder Krieger schritt nun zu einer Sklavin und packte sie unsanft im Gesicht.
                    Einer der Krieger blieb vor Cora stehen und sein stahlharter Griff schloss sich um ihren Kopf. Er drehte ihn unsanft zur Seite und ließ das Wurmwesen in ihre Ohrmuschel kriechen.
                    Dann ließ er sie los und schritt zurück in die Reihe.
                    Als die Prozedur abgeschlossen war, stämmte der Anführer der Fremden die Arme in die Hüften und begann wieder zu sprechen, diesmal aber offenbar auf Basic, denn jeder verstand ihn, auch wenn die Stimme immernoch sehr verzerrt klang.
                    "Ich bin Commander Droo'gan Shai von der Domäne Shai! Die Götter haben uns geschickt, diese Galaxis für die Kinder Yun-Yuuzhans auszuspähen. Ihr seid auserkoren, unser Volk mit Wissen auszustatten, welches es benötigen wird, um die Blasphemie zu beenden und alle Völker auf den Wahren Weg zu führen.".
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                    • #11
                      Die junge Echani war instinktiv einen Schritt zurückgewichen, als die Frau mit den merkwürdigen wurmartigen Tieren erschien. Leichte Verunsicherung flackerte in ihren Augen auf, während der Krieger vor sie trat. Einen scheinbar endlosen Moment lang starrte sie ihn an, bis er unsanft ihren Kopf packte. Hätte sie nicht gewusst, dass sie alleine keine Chance hatte, hätte sie sich spätestens jetzt gewehrt. Doch so ließ sie es geschehen, auch wenn sich in ihr alles dagegen sträubte. Sie spürte etwas an ihrem Ohr und bemerkte mit Schrecken, dass der Wurm dazu gedacht war, in ihren Kopf zu gelangen!
                      Im nächsten Moment verblassten ihre Gedanken und ein Schmerz durchfuhr sie. Es fühlte sich an, als würde ihr Kopf von innen heraus auseinander gedrückt.
                      Nur mit Mühe konnte sie einen gequälten Schrei verhindern, doch an ihrer Hand, die die Kette immernoch umschlossen hielt, traten die Knöchel weiß hervor.
                      Dann, plötzlich, ebbte der Schmerz ab und ließ nur eine dumpfe Benommenheit und Übelkeit übrig. Cora blinzelte und starrte die merkwürdigen Kreaturen an. Ein gewisser Ekel überfiel sie, als sie daran dachte, dass dieser Wurm sich in ihrem Kopf einnistete, doch die Stimme des Anführers riss sie aus ihren Gedanken.
                      Götter?
                      Cora hob unwillkürlich leicht die Augenbrauen. Sie verhielt sich allerdings lieber still, denn weder war sie die Sprecherin ihrer Mitgefangenen, noch wusste sie, was sie sagen sollte. Nicht, dass sie diese merkwürdigen Wesen am Ende noch beleidigte.
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                      • #12
                        Der selbst erklärte Commander musterte die Sklavinnen noch einmal abschätzend und entdeckte nichts außer Angst und vielleicht Verwirrung.
                        Er fuhr ungerührt fort.
                        "Die Wesen, die wir euch eingesetzt haben nennen wir Tizowyrm. Sie sorgen dafür, dass eure an die erbärmlichen Sprachen dieser Galaxis gewöhnten Ohren unsere Worte verstehen. Seid stolz ob dieser Gabe!".
                        Er fletschte die angespitzten Zähne.
                        "Das ist Meister-Gestalterin Hu'ran Joll von der Domäne Joll. Sie wird jetzt eine Auswahl treffen, welche Exemplare von euch es wert sind, das Wissen des auserwählten Volkes der Götter zu mehren und welche sofort den Weg aller Dinge gehen werden.".
                        Droo'gan Shai deutete auf die weibliche Fremde, die nun vortrat.
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                        • #13
                          Meister-Gestalterin Hu'ran Joll von der Domäne Joll trat näher an die Sklaven heran und musterte diese mit einem abfälligen, aber auch interessiertem Gesichtsausdruck.

                          Ihr Blick blieb an Cora haften. Sie wiegte ihren Kopf kurz hin und her, bevor sie weiter ging und einen Sklaven nach dem anderen auswählte, der ihr Wissen mehren sollte, dann kehrte sie zurück zu Cora.

                          "So eine wie dich haben wir schon.", kam die knappe Antwort, so daß es klar wurde, daß Cora den Weg aller Dinge einschlagen würde mit den anderen nicht erwählten Sklaven.
                          „Auflehnung ist das heiligste aller Rechte und die notwendigste aller Pflichten.“ - Marquis de La Fayette
                          "Wäääh, du riechst wie Sportstunde!"

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                          • #14
                            Nachdem die Gestalterin alle Spezies aussortiert hatte, welche sie offensichtlich schon kannten, machten die Krieger die Auserwählten Sklavinnen los und fesselten sie mit einer Art gallertartiger Klebemasse an Händen und Füßen, um sie wie totes Vieh abzutransportieren.
                            Commander Shai nickte Meister-Gestalterin Joll zu. Ihre Arbeit hier war getan.
                            Er wandte sich an einen Krieger mit besonders wenigen Narben im Gesicht und kaum Verzierungen auf der glänzenden, schwarzen Rüstung.
                            "Erledige die anderen.".
                            Er drehte sich um und verließ mit den restlichen Kriegern den Raum.
                            Jener, der zurückgeblieben war veranlasste seine fremdartige Peitsche dazu, sich von seinem Arm zu schlängeln und die feste Form eines Stabes anzunehmen, mit dem er die Ketten der zum Tode verurteilten Sklavinnen, unter denen auch Cora war, durchtrennte.
                            "Kämpft um eure Leben Ungläubige!".
                            Coming soon...
                            Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
                            For we are the Concordat of the First Dawn.
                            And with our verdict, your destruction is begun.

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                            • #15
                              Cora ahnte, was diese Auswahl bedeutete - und was es bedeutete, nicht ausgewählt zu werden. Ihr Blick verfolgte kurz die Ausgewählten Sklavinnen, bevor sie den Anführer fixierte. Dieses "Erledige die anderen" bestätigte ihre Vermutung, doch als die Kette endlich durchtrennt war, glomm erneut etwas Hoffnung in der jungen Echani auf.
                              Auch wenn sie diese merkwürdige Waffe noch nicht genau einschätzen konnte, hatte sie immerhin eine Chance zu kämpfen und nicht wie Vieh einfach abgeschlachtet zu werden.
                              Mit einem Ruck ließ sie das verbliebene Ende der Kette durch die Luft sausen, um es besser einschätzen zu können, bevor sie auf den Krieger zu zu tänzeln schien. Es war eine unglaubliche Erleichterung für sie, endlich wieder einen richtigen Kampf austragen zu können und die Erlösung von der gab ihr neue Kraft und neuen Mut.
                              Ohne auf den Angriff des Kriegers zu warten, ließ sie die Kette um sich kreisen, um sie schließlich mit voller Wucht gegen seinen Arm zu führen, der die merkwürdige Waffe hielt.
                              It isn’t always easy being me...
                              ...sometimes ich wäre rather sonstwer.

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