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  • 60 Jahre ...

    ..und mich interessierts nicht wirklich ! .

    Ich wollte erwähnen das vor ca 60 Jahren der Krieg zuende ging und ich persönlich (wie auch einige in meiner Umwelt ) nicht wirklich viel interrese zeigen da dieses thema in deutschland immer behandelt wird und einen als Schüler dieses Landes einfach nur anödet !
    Ich persönlich fände es gut wenn langsam aber sicher deutschland sich nicht nur über den 2ten Weltkrieg definiert und auch den mutigen vorstoss in den Weltsicherheitsrat kann ich nur begrüssen denn ich glaube das auch einige ehr pazifistische Mächte darin vertreten sein sollten (wir ,Japan ) und hierdurch einen gegenpool zu U.S.A und England bieten .Welche ja bekanntlich einem präventivkrieg nicht wirklich abgeneigt sind !

    Wie seht ihr das hängt ihr theorie an man muss jedes jahr immer wieder die selben reden halten und einen vergangenen Krieg immer wieder visualisieren damit sich alle deutschen ewig mies fühlen und mehr für die 3te Welt spenden ?

    Oder seht ihr das wie ich und wollt ehr die Zukunft sehen wobei man die Vergangenheit nicht in den Hingtergrund drängt (glaubt mir kein thema wird so sehr bis zum erbrechen in deutschen schulen behandetl wird wie das Nazi Regime !) sondern versucht sie zur kenntnis zu nehmen und aus ihr zu lernen !

    Würde mich einfach mal interessieren wie ihr das einschätzt .

    Velra

    Edit: wegen falschem datum !
    Zuletzt geändert von Velra Haneck; 17.03.2005, 21:12.
    Es ist nicht der Klug der viel weiß, viel klüger ist der der weiß wo er nachgucken muß wenn er was wissen will!
    Londo Mollari:Everyone remembered the great rulers, and everyone remembered the insane rulers, but no one ever cared about the competent ones.

  • #2
    Ähm, ist der 60. Jahrestag nicht erst im Mai ( Deutschland ) bzw im August ( Japan ) ? Ich denk da wird es noch genügend zu diesem Thema in den Medien geben, es sei den ein außergewöhnliches Ereignis überlagert die Berichterstattung...

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    • #3
      OK ! Mein fehler bzw. der meines Deutschlehrer der uns heute erklären wollte das von allen Reden zu dem thema die von Richard Weizäcker die beste ist !Und das das 40 Jährige Jubiläum genau 20 Jahre her ist ...
      Ganz klar zu früh gefreut !
      Werd dann mal editiern ....

      Die eigentlichen fragen (die 2 unten ) interessieren mich immer noch !
      Es ist nicht der Klug der viel weiß, viel klüger ist der der weiß wo er nachgucken muß wenn er was wissen will!
      Londo Mollari:Everyone remembered the great rulers, and everyone remembered the insane rulers, but no one ever cared about the competent ones.

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      • #4
        ich nur begrüssen denn ich glaube das auch einige ehr pazifistische Mächte darin vertreten sein sollten (wir ,Japan ) und hierdurch einen gegenpool zu U.S.A und England bieten
        Wenn man das vor eben diesen 60 Jahren gelesen hätte... man hätte nur den Kopf schütteln können. Da sieht man, wie sich die Zeiten ändern...
        Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
        Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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        • #5
          Zitat von Velra Haneck

          Ich persönlich fände es gut wenn langsam aber sicher deutschland sich nicht nur über den 2ten Weltkrieg definiert und auch den mutigen vorstoss in den Weltsicherheitsrat kann ich nur begrüssen denn ich glaube das auch einige ehr pazifistische Mächte darin vertreten sein sollten (wir ,Japan ) und hierdurch einen gegenpool zu U.S.A und England bieten .Welche ja bekanntlich einem präventivkrieg nicht wirklich abgeneigt sind !
          Ich finde das ja auch gut das Deutschland mal seine Position in den Weltsicherheitsrat bestärken will, aber wo bitte sind wir pazifistisch? Welches Land ist pazifistisch???

          Wie seht ihr das hängt ihr theorie an man muss jedes jahr immer wieder die selben reden halten und einen vergangenen Krieg immer wieder visualisieren damit sich alle deutschen ewig mies fühlen und mehr für die 3te Welt spenden ?
          Was hat der 2. Weltkrieg und ein Verantwortungsgefühl(welches schon manchmal ein wenig überstrapaziert wird) mit heutigen Spenden an die 3. Welt zu tun?

          Oder seht ihr das wie ich und wollt ehr die Zukunft sehen wobei man die Vergangenheit nicht in den Hingtergrund drängt (glaubt mir kein thema wird so sehr bis zum erbrechen in deutschen schulen behandetl wird wie das Nazi Regime !) sondern versucht sie zur kenntnis zu nehmen und aus ihr zu lernen !
          Klar sollte das ruhig in der Schule weiter vermittelt werden. Klar ist aber auch das Deutschland schon lange eine anderes Deutschland ist. Und immer liberaler wird.

          Leider gibt es auch noch ein paar Rechte, aber die gibt es auch in anderen Ländern. Sie sind zum Glück eine Minderheit.

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          • #6
            Zitat von Velra Haneck
            OK ! Mein fehler bzw. der meines Deutschlehrer der uns heute erklären wollte das von allen Reden zu dem thema die von Richard Weizäcker die beste ist !Und das das 40 Jährige Jubiläum genau 20 Jahre her ist ...
            Ganz klar zu früh gefreut !
            Werd dann mal editiern ....
            Zur Klarstellung: Der Jahrestag des Kriegsendes (in Europa) ist der 8. Mai, der Tag der Kapitulation der Wehrmacht. Zu diesem Datum gibt es in der Tat eine interessante Erinnerungsgeschichte, weil immer strittig war wie damit umzugehen sei: Als Tag der Niederlage oder der Befreiung? Das ist nicht so einfach wie es sich vielleicht anhört, Schulbücher bis in die 70er Jahre sind da voll von eher merkwürdigen Ansichten. Erst Weizäcker hat als Bundespräsident 1985 ganz klar den Befreiungsaspekt in den Vordergrund gestellt (die Rede ist tatsächlich lesenswert). Falls wen das interessiert, ich hab da mal ein Referat über das Thema gehalten, evtl. finde ich das Handout dazu irgendwo noch.
            Was du als Jubiläum meintest ist vielleicht der Jahrestag der Befreiung div. Konzentrationslager, das war früher.

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            • #7
              Also ich muss Velra Haneck nun schon eher recht geben.
              Auch ich bin damit aufgewachsen, dass wir eine schreckliche Vergangenheit haben und im Prinzip fühlen sich fast alle Deutschen dem Ausland gegenüber immer schuldig. So sind wir erzogen worden, so wird es einem eingebläut.

              Auch ich werde die Geschichte nie verleugnen, auch heute noch, trotz der sehr ausführlichen Sonderbehandlung des WWII in der Schule, schaue ich mir zig Dokus darüber an. Auch über den WWI (der eigentlich interessanter ist, wenn man das mal so sagen darf).

              Aber ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass wir nicht mehr so "duckmäuserisch" sein sollten und endlich mal die eigene Identität akzeptieren und mutig und mit Ehre in unsere "weltliche" Pflicht eintreten sollten!

              Durch die deutsch-französische Kontrahaltung gegenüber den USA bzw. dem Irak-Krieg, ist Deutschland meines Erachtens ziemlich aufgeweckt worden! Das hat uns unheimlich gut getan! Auch Europa, aber D mehr!

              Was pazifistisch angeht: Ich denke es ist gemeint, dass z.B. die USA eher Erstschläge legitimieren (natürlich nicht immer), also schon eher aggressiv eingestellt sind, die meisten halt ein Zwischending sind und einige wenige, Deutschland, Japan (und vielleicht jetzt auch Frankreich?!) eher weit mehr in Richtung Diplomatie gehen. Das ist definitiv der friedlichste Weg, da "wir" diesen am längsten versuchen zu nutzen!

              Das Pazifismus an sich eigentlich ein Extrem ist, dass in seiner Reinheit eigentlich nirgendwo so zu finden ist, ist klar. Aber eine Tendenz gibt es sehr wohl!

              Nochmal zum Hauptthema: Ich habe keine große Lust mehr, mich geduckt haltend schuldig fühlen zu müssen. Es ist genug Zeit vergangen, ich bin nicht persönlich verantwortlich, aber ich lerne daraus! Und ich bin sehr froh, dass D das bzgl. der Außenpolitik wohl getan hat!
              Schon wirklich krass der Unterschied von damals zu heute von D und JP!
              Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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              • #8
                Zitat von Jack Crow
                Zur Klarstellung: Der Jahrestag des Kriegsendes (in Europa) ist der 8. Mai, der Tag der Kapitulation der Wehrmacht. Zu diesem Datum gibt es in der Tat eine interessante Erinnerungsgeschichte, weil immer strittig war wie damit umzugehen sei: Als Tag der Niederlage oder der Befreiung? Das ist nicht so einfach wie es sich vielleicht anhört, Schulbücher bis in die 70er Jahre sind da voll von eher merkwürdigen Ansichten.
                ..kommt darauf an, welche Schulbücher man damals hatte. Bei "uns" war es immer der Tag der Befreiung und zwar durch die Rote Armee.
                ...und vielleicht ein...zwei Amerikanern...

                Gruß, succo
                Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                • #9
                  Zitat von Velra Haneck
                  ..und mich interessierts nicht wirklich ! .

                  Ich wollte erwähnen das vor ca 60 Jahren der Krieg zuende ging und ich persönlich (wie auch einige in meiner Umwelt ) nicht wirklich viel interrese zeigen da dieses thema in deutschland immer behandelt wird und einen als Schüler dieses Landes einfach nur anödet !
                  Ich persönlich fände es gut wenn langsam aber sicher deutschland sich nicht nur über den 2ten Weltkrieg definiert und auch den mutigen vorstoss in den Weltsicherheitsrat kann ich nur begrüssen denn ich glaube das auch einige ehr pazifistische Mächte darin vertreten sein sollten (wir ,Japan ) und hierdurch einen gegenpool zu U.S.A und England bieten .Welche ja bekanntlich einem präventivkrieg nicht wirklich abgeneigt sind !

                  Wie seht ihr das hängt ihr theorie an man muss jedes jahr immer wieder die selben reden halten und einen vergangenen Krieg immer wieder visualisieren damit sich alle deutschen ewig mies fühlen und mehr für die 3te Welt spenden ?

                  Oder seht ihr das wie ich und wollt ehr die Zukunft sehen wobei man die Vergangenheit nicht in den Hingtergrund drängt (glaubt mir kein thema wird so sehr bis zum erbrechen in deutschen schulen behandetl wird wie das Nazi Regime !) sondern versucht sie zur kenntnis zu nehmen und aus ihr zu lernen !

                  Würde mich einfach mal interessieren wie ihr das einschätzt .

                  Velra

                  Edit: wegen falschem datum !
                  Psst. Vorsicht!!! Man darf doch in Deutschland sich nicht kritisch über dieses Thema äußern! Das solltest Du doch wissen.
                  Nun mal den Sarkasmus beiseite. Ich stimme dir in vielen Punkten zu, auch wenn ich finde, dass das mit den Schulen nur zum Teil zutrifft.

                  In gewissermaßen werden die heutigen Generationen dazu gezwungen sich richtig "inflationär" daran zu erinnern, was dazu führt, das z.B. solche Jahrestage nichts mehr besonderes sind. Es vergeht nicht ein Monat wo sich nicht ein Politiker dafür entschuldigt was passiert ist. Ganz klar das auf diese Weise eine "heilung" mit den Nachbarn und im Land selbst nicht möglich ist.

                  Das die Erinnerung wachgehalten werden muss, steht außer Frage. Vielleicht ließe sich das aber effizienter machen, wenn sich die heutigen Generationen sich aktiv damit auseinandersetzen ohne erstmal sich einen schwarzen Punkt auf die Nase malen zu müssen.

                  Da es aber schon fast ein Verbrechen ist sich damit kritisch auseinanderzusetzen, denke ich wird es nochmal 60 Jahre brauchen, bis Deutschland wirklich bereit dazu ist die Geschichte aufzuarbeiten.
                  Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                  Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
                  Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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                  • #10
                    60 Jahre sind so gesehen keine lange Zeit. Aber sie ist lang genug, um sich klar als eigene Generation definieren zu dürfen, die nichts mit den Vorgängen damals zu tun hatte.

                    Ich selbst sehe mich in keinerlei Weise verantwortlich dem Geschehen in Nazi-Deutschland gegenüber. Aber ich fühle mich verantwortlich gegenüber dem Erinnern.
                    Allzu schnell wird der Schwamm des Vergessens über die Geschichte gewischt. Das gilt nicht nur für uns Deutsche, sondern auch für die Amerikaner, die willentlich eine Massenvernichtungswaffe erstmalig gegenüber der Zivilbevölkerung Japans eingesetzt haben oder auch für die Japaner, die ungeheure Verbrechen in ihren Kolonien begangen haben. Man könnte die Liste endlos weiter führen.

                    Als Deutscher drücke ich mich nicht vor Diskussionen betreffend unserer Geschichte und ich versuche dann ganz klar zu verstehen, in was für einer Position wir uns heute befinden.
                    Fakt ist nun einmal, dass von unserem Land aus ein systematischer Massenmord an nicht nur den Juden begangen wurde, sondern auch an anderen Minderheiten.
                    Es gibt heute viele Erklärungsversuche, die beleuchten sollen, wie ein ganzes Volk sich derartig mitnehmen ließ auf diesem unmenschlichen Pfad des moralischen Vergessens und ich habe mich mehr als einmal gefragt, wie ich wohl in dieser Zeit reagiert hätte. Wäre ich einer der zahllosen Mitläufer gewesen? Ich kann diese Frage nicht beantworten und das alleine macht mir bewusst, wie wichtig es ist, dieses Thema niemals auszublenden.
                    Schuldig fühle ich mich nicht, aber ich fühle mich verantwortlich dafür, niemals zu vergessen und die nachfolgenden Generationen in unserem Land dahingehend zu informieren.
                    "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                    DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                    ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                    • #11
                      Zitat von Valen
                      Nochmal zum Hauptthema: Ich habe keine große Lust mehr, mich geduckt haltend schuldig fühlen zu müssen. Es ist genug Zeit vergangen, ich bin nicht persönlich verantwortlich, aber ich lerne daraus! Und ich bin sehr froh, dass D das bzgl. der Außenpolitik wohl getan hat!
                      Schon wirklich krass der Unterschied von damals zu heute von D und JP!
                      Sehe ich genauso. Man kann sich ja auch nur für etwas schuldig fühlen was man getan hat. Und das man hier aufgewachsen ist kann man sich ja nicht aussuchen. Davon abgesehen bin ich froh hier zu wohnen.

                      Drüber reden und nicht vergessen ok, schuldig fühlen nein!

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                      • #12
                        Ich weiß gar nicht woher diese Mähr von der Schuld immer kommt. Auch ich wurde in der Schule mit Informationen über den 2. Weltkrieg überhäuft, die Medien sind voll davon und in Briefen, Erzählungen und Familienfotos ist diese Vergangenheit ganz nah für mich. Ich laufe inzw. täglich an den sogenannten "Stolpersteinen" vorbei, die vor den Türen von ermordeten Naziopfern in den Gehsteig eingelassen sind...

                        ...aber schuldig habe ich mich nie gefühlt. Ich finde das eigenartig. Fühlt man sich denn nicht nur dann schuldig, wenn man was verbrochen hat? Wieso fühlen sich so viele Deutsche schuldig, wenn viel über das NS-Regime berichtet wird - vielleicht weil sie alle latente Ausländerfeinde sind? Weil sie eben die Frage, ob sie damals auch mitgemacht hätten, beantworten können... und zwar nicht mit "Nein"!?

                        Wer sich schuldig fühlt hat irgendwo eine verzerrte Wahrnehmung der Geschichte oder ist halt nicht ganz "unschuldig" (meine damit in einem aktuellen Bezug und nicht, dass man Wehrmachtsoldat war - wobei davon ja noch viele leben).

                        Ich finde es völlig angebracht, dass in der Schule dieses Kapitel so ausufernd behandelt wird. Viele Schüler wissen nämlich gar nichts darüber und interessieren sich auch nicht dafür. Und an diesem Desinteresse merkt man eben, das viele nicht aus der Vergangenheit gelernt haben. Nur weil die damaligen Deutschen die ersten waren, die solch einen Völkermord in dieser weise durchgeführt haben, muss es kein singuläres Ereignis bleiben. Und um den vorzubeugen muss die Erinnerung immer präsent bleiben.
                        Dazu gehört aber auch, dass man die gesamten Ereignisse reflektiert... und dass z.B. nicht nur über die grausamen Taten berichtet wird, sondern auch über die positiven Sachen - wie den kleinen, aber feinen Widerstand. Ich habe immer das Gefühl - auch in der Schule hatte ich das - das die Geschwister Scholl, der militärische Widerstand, usw. eher als Verräter angesehen werden. Auch heute noch. Dabei sind das einige der wenigen "Helden" der Neuzeit, auf die das deutsche Volk mit Recht und ohne Angst vor internationalen Schelten stolz sein kann.

                        Ich merke auch inzw. nicht mehr, dass uns unser Erbe innen- oder außenpolitisch behindern würde. Vielmehr bereichert es uns, da wird deswegen von gewissen Methoden und Äußerungen Abstand nehmen und/oder vorsichtiger mitumgehen, als andere Nationen, die eben nicht einschätzen können, was für schlimme Dinge passieren können. Gerade das wir ein Land sind, in dem die Erinnerung und Verantwortung lebendig gehalten wird und dass wir noch die Chance haben mit Zeitzeugen uns auseinanderzusetzen, verschafft uns in meinen Augen einen Vorteil gegenüber anderen Ländern.

                        Und wenn man so gen Sachsen & Co schaut, dann sieht man doch, dass man noch nicht damit aufhören darf, den Leuten einzuhämmern, was damals schief gelaufen ist...

                        ...vor gut 60 Jahren hats schon einer probiert. Die Sache ging daneben, Sascha hats nicht kapiert!


                        Und irgendwie frage ich mich immer was dieses "sich damit auseinandersetzen" sein soll, dass alle Fordern, die meinen man würde ihnen persönliche Schuld für die damaligen Verbrechen zuschieben. Mir fällt kein Land ein, dass seine Vergangenheit so aktiv und intensiv aufarbeitet und die Aufarbeitung so öffentlich lebt und ernst nimmt, wie Deutschland.

                        BTW: gerade Deutschland und Japan sind alles andere als pazifistisch und unsere diplomatischen Samthandschuhe legen wir auch immer mehr ab.
                        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                        Makes perfect sense.

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                        • #13
                          Zitat von Velra Haneck
                          Ich persönlich fände es gut wenn langsam aber sicher deutschland sich nicht nur über den 2ten Weltkrieg definiert und auch den mutigen vorstoss in den Weltsicherheitsrat kann ich nur begrüssen denn ich glaube das auch einige ehr pazifistische Mächte darin vertreten sein sollten (wir ,Japan ) und hierdurch einen gegenpool zu U.S.A und England bieten .Welche ja bekanntlich einem präventivkrieg nicht wirklich abgeneigt sind !
                          Japan beteiligt sich an der Besatzung im Irak und die BRD hat sich über die NATO und die EU selbst die Präventivkriegsdoktrin angeeignet. Der Anspruch auf den ständigen Sitz mit Veto-Recht im Weltsicherheitsrat ist der Anspruch auf einen Grossmachtstatus - von einem Staat, der sich an zwei Angriffskriegen in den letzten Jahren beteiligt hat und einen weiteren logistisch unterstützt hat.

                          Etwas bösartig formuliert: es erinnert mich an das Gejammer in einem anderen Forum, dass Deutschland heute keine Kolonien mehr hat und nicht die dominierende Supermacht ist. Also an Leute, die sich unterdrückt fühlen, wenn sie niemanden unterdrücken dürfen. Das soll jetzt keine persönliche Unterstellung sein, sondern die Aufforderung mal darüber nachzudenken, was der Hintergrund von manchen Forderungen ist und in welchem Kontext (Stichwort Umrüstung der Bundeswehr von Landesverteidigung auf Angriff) diese erfolgen.
                          Zitat von Velra Haneck
                          Wie seht ihr das hängt ihr theorie an man muss jedes jahr immer wieder die selben reden halten und einen vergangenen Krieg immer wieder visualisieren damit sich alle deutschen ewig mies fühlen und mehr für die 3te Welt spenden ?
                          Da sehe ich - und da muss ich mal Skymarshall zustimmen - wirklich keinerlei Zusammenhang. Im übringen fliesst mehr Geld aus den armen Staaten in die BRD, als die BRD an Entwicklungshilfen und Spenden an diese Länder gibt.
                          Resistance is fertile
                          Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                          The only general I like is called strike

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                          • #14
                            Zitat von max
                            Der letzte Post von Max .
                            Wenn ich Japan meine sehe ich ehr die Japanische bevölkerung die insofern pazifistisch ist das sie sich sogar schon dagegen ausgesprochen hat das ihr militär das Land verteidigen soll ...
                            Und weil mir bei ihr bekannt ist das die Bevölkerung strikt gegen den Krieg war ...(es ist ja auch alles eine Frage welche Partei gerade an der Macht ist sonst hätte das bei uns auch anders ausgesehen...)

                            Das mit den Spenden war viellecht ein schlechtes Beispiel aber es vergeht für mich als Schüler heute kaum ein tag an dem einem im Geschichtsuntericht eingebläut wird das darf nicht noch einmal passieren !! Als wäre jeder Schüler im Raum ein potenzieller Massenmöder der sowieso vorhat die Weltherrschaft an sich zu reissen !

                            Ich weiss ja nicht wie du das siehst aber als ich in London erwähnt habe das ich deutscher bin war ich mir sicher das sie Massenmörder gelassener ansehen .Das erklärten sie damit das die einzigen Deutschen die an ihre schule kommen die sind die über den 2ten Weltkrieg reden !Das sieht für mich persönlich danach aus als würde sich deutschland im Ausland nur über den 2ten Weltkrieg definieren .

                            Und was siehst du genau als eine Unrüstung zum Angriff ?Beziehungsweise wie sieht diese aus ?

                            Ich meine falls die Bundeswehr überhaupt eine existenzberechtigung haben soll muss sie doch umgerüstet werden da auch Hilfseinsätze (z.B. bei der Flutkatastrophe ) nicht mit uraltem gerät zu bewrkstelligen sind ...
                            Was mir insbesondere bei der US Armee aufgefallen (klar nicht das moralisch einwandfreiste beispiel aber es ist halt so ...) ist da sie die einzige war die über genug modernes Gerät verfügte um in bestimmten Gebieten effizient helfen zu können .

                            Und was die Kolonien angeht seh ich nicht den zusammenhang den ein Sitz im Weltsicherheitsrat heisst ja nicht das man automatisch aufrüstet und andere Länder überfällt oder ?

                            Mir geht es auch weniger um den politischen aspekt als um die tatsache das an einem Geschichtlichen ereignis sowie es aussieht von nun an für immer ein ganzes Volk definiert wird.
                            Obwohl schuld meiner meinung nach nicht mal einer ganzen Generation zugesprochen werden darf sondern etwas individuelles Persönliches ist das jede Person vor sich selbst ,den gerichten und ihrem gewissen zu verantworten hat !Ich meine konnte irgendein Arbeiter dessen Gewerkschaft abgeschafft wurde ,der zur wehrmacht eingezogen wurde weil er sonst mit bestrafung hätte rechnen müssen und dessen Firma später mal Bomben produziert hat irgendetwas für den Anfang des Zweiten Weltkriegs ??

                            Ich glaube NEIN aber trotzdem werden er, seine Kinder, deren Kinder, und auch deren Kinder ,und was weiss ich wieviele Generationen noch über dieses Ereignis definiert .
                            Zitat von Harmakhis
                            Der gesamte Post von Harmakhis ..
                            Also was die Schuld angeht muss ich sagen das ich in London auch schon schreien wollte das nicht ICH es war der Bomben auf London geworfen hat ...

                            Weil eben nur dieser Aspekt unserer Geschichte uns definiert !!

                            Und was den Widerstand angeht muss ich sagen das wenn ich mich nicht persönlich ein wenig dafür interessieren würde hättte ich wahrscheinlich verpasst das es einen gab so ausführlich wird der in meiner Schule behandelt...

                            Und zum Thema Sachsen :
                            Also Fakt ist man kann wählen wenn man will CDU,SPD,Grüne,FDP wirklich ändern tut sich nicht wirklich viel und am ende fühlen sich doch alle parteien als sieger ...
                            Und ich möchte doch mal glauben das nicht 10% aller sachsen die ziele der NPD verfolgen sondern das das ihnen das einzige weg erschien etwas zu bewirken und wenn es nur ist das die NPD verboten wird.. Man hat etwas bewirkt und erfolgreich gezeigt das man mit der derzeitigen Führung des Landes nicht zufrieden ist ...
                            Ich glaube da ist mehr erreicht als wenn man hergeht und irgendeine etablierte Partei wählt von denen sich der Wähler sowieso verraten fühlt !
                            Nichtwählen tun sowieso die meisten ! Etablierte Parteien wählen bringt nichts also wählt man extrem (egal ob links rechts oben unten ) hauptsache es fällt auf und zeigt das man nicht zufrieden ist !!

                            Ich persönlich glaube also wirklich das sachsen eine reine protestwahl war ..
                            Zitat von Skymarshall
                            Ich finde das ja auch gut das Deutschland mal seine Position in den Weltsicherheitsrat bestärken will, aber wo bitte sind wir pazifistisch? Welches Land ist pazifistisch???


                            Was hat der 2. Weltkrieg und ein Verantwortungsgefühl(welches schon manchmal ein wenig überstrapaziert wird) mit heutigen Spenden an die 3. Welt zu tun?


                            Klar sollte das ruhig in der Schule weiter vermittelt werden. Klar ist aber auch das Deutschland schon lange eine anderes Deutschland ist. Und immer liberaler wird.

                            Leider gibt es auch noch ein paar Rechte, aber die gibt es auch in anderen Ländern. Sie sind zum Glück eine Minderheit.
                            Wirlich pazifistisch ist wahrscheinlich kein Land (wie es auch schon geschrieben wurde) aber ich glaube deutschland und Japan tendieren schon von der Geschichte her ehr hierzu ...

                            Spenden ...ok seh ich ein mieses Beispiel aber ein besseres viel mir da gerade nicht ein ..

                            Dem unteren Teil deines Posts kann ich mich nur anschliessen !(optimist bin )

                            EDIT : Ich stelle gerade fest das dieser Post tierisch lang ist deswegen kürz ich mal Zitate aus und hoffe es so übersichtlicher zu machen ..
                            Übrigens stimme ich Skymarshall,Ereignishorizont,matrix089 und Valen zu !
                            Zuletzt geändert von Velra Haneck; 18.03.2005, 20:30.
                            Es ist nicht der Klug der viel weiß, viel klüger ist der der weiß wo er nachgucken muß wenn er was wissen will!
                            Londo Mollari:Everyone remembered the great rulers, and everyone remembered the insane rulers, but no one ever cared about the competent ones.

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                            • #15
                              Zitat von Harmakhis

                              Und wenn man so gen Sachsen & Co schaut, dann sieht man doch, dass man noch nicht damit aufhören darf, den Leuten einzuhämmern, was damals schief gelaufen ist...
                              Nur für den Fall, dass "Sachsen & Co" mal wieder für den Osten im Allgemeinen stehen soll.
                              Hier in Thüringen haben die Rechten politisch noch nie einen Stich landen können.

                              ...und um das Ganze mal aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten die Frage: Wie konnten die Rechtsausleger im Osten eigentlich so mächtig werden?
                              Nun, unter anderem z.B. durch viel Geld und Organisation.
                              ...und was haben DVU, Republikaner und NPD gemeinsam? Richtig, keine dieser Parteien stammt aus dem Osten...

                              succo
                              Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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