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Barack Obama - 1. und 2. Amtszeit

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  • Barack Obama - 1. und 2. Amtszeit

    Da nun ja klar ist, daß Barack Obama ab dem 20.01.2009 44. Präsident der USA sein wird, dachte ich mir mal diesen Thread hier zu eröffnen.
    Würde mich freuen, wenn wir hier kritisch, sachlich und fair über den Beginn und Verlauf von Obamas Amtszeit diskutieren. Dazu gehört natürlich auch die Überganszeit. Ich fang einfachmal an mit einem Zitat aus dem Wahlkampf-Thread.

    Zitat von SF-Junky
    Mittlerweile sind ja die ersten Namen für Obamas Kabinett im Umlauf, sogar Arnold ist im Gespräch für den Umwelt- und Energieminister neben Al Gore. Ich persönlich glaube nicht, dass er das Amt kriegt. Wäre zwar schon eine Sensation, aber Hardliner Arnie passt imo nicht zum als liberal geltenden Obama. Öko hin oder her.
    Also Arnold ist nicht zu unterschätzen.
    Da Obama sicherlich von Anfang an Zeichen setzen will, auch was seine Haltung zum "gemeinsamen Anpacken" betrifft, würde mich das nicht überraschen.
    Schwarzenegger dürfte mit Abstand einer der grünsten Gouverneure sein. Und wirklich, er ist populär.
    "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
    DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
    ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

  • #2
    Habe da zu wenig Einblick in das Ganze, aber so wie ich das mitbekommen habe nimmt Schwarzenegger eine recht "überparteiliche" Position ein (was er bei seinen republikanischen Kollegen irgendwie kritisiert hatte). Auch hat er sich gegenüber Obama, glaube ich, nie so wirklich negativ geäussert. Allerdings hat er in einem Interview gemeint, dass er erst mal Californien umkrempeln möchte wie er es versprochen hatte...
    Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
    Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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    • #3
      Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
      Auch hat er sich gegenüber Obama, glaube ich, nie so wirklich negativ geäussert.
      Lange nicht, aber nur wenige Tage vor der Wahl hat er sich dann auf einer Rally für John McCain ausgesprochen. Dabei hat er Obama mehr oder weniger als Sozialisten beschimpft, der alle möglichen Steuern erhöhen wolle.
      Ich denke damit hat sich Arnie für jeden Posten in einer Obama-Regierung selbst terminiert.
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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      • #4
        Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
        Habe da zu wenig Einblick in das Ganze, aber so wie ich das mitbekommen habe nimmt Schwarzenegger eine recht "überparteiliche" Position ein (was er bei seinen republikanischen Kollegen irgendwie kritisiert hatte). Auch hat er sich gegenüber Obama, glaube ich, nie so wirklich negativ geäussert.

        Spott für Figur Obamas
        Gleichzeitig lästerte der ehemalige Mister Universum über die Figur des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama.

        Er lade Obama ein, den von ihm alljährlich veranstalteten Bodybuilder-Wettbewerb "Arnold Classic" in Columbus zu besuchen, so Schwarzenegger. Obama müsse zuvor allerdings etwas "gegen diese dürren Beine" machen, weswegen er ihm ein bisschen Training verordnen werde: "Und dann lassen wir ihn ein paar Bizepsübungen machen, um seine dünnen Arme zu kräftigen."

        Quelle: Wahlkampf-Endspurt in Ohio

        Damit wollte er Obama für McCain terminieren. Funktioniert hat es nicht. Arnie hätte seine Munition besser wählen sollen.

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        • #5
          Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
          Er lade Obama ein, den von ihm alljährlich veranstalteten Bodybuilder-Wettbewerb "Arnold Classic" in Columbus zu besuchen, so Schwarzenegger. Obama müsse zuvor allerdings etwas "gegen diese dürren Beine" machen, weswegen er ihm ein bisschen Training verordnen werde: "Und dann lassen wir ihn ein paar Bizepsübungen machen, um seine dünnen Arme zu kräftigen."
          Lol, das war ja ein mehr als kläglicher Versuch.
          Damit hat er dann wohl seine Mindestloyalität bewiesen und dass er noch nicht von seiner Frau bekehrt worden ist.

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          • #6
            Wie ist das jetzt eigentlich mit Collin Powell? Habe gehört der will jetzt "nur" Berater werden?
            Wäre vielleicht auch besser so, immerhin war doch er es der die "Beweise" mit den Massenvernichtungswaffen vorgelegt hat, oder?
            Auch seine Aussprache für Obama für den Wahlkampf fand ich daher erstmal ein wenig kritisch. Könnte zwar zusätzliche Republikanerstimmen gebracht haben, aber auch linke Demokratenstimmen zumindest ein wenig verschreckt haben.

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            • #7
              Ich bin mir nicht sicher, was Obama jetzt mit den politisch und wirtschaftlich imo nicht gerade starken USA anfängt. Ob er zuerst die innenpolitischen Probleme (Krankenversicherung, Löhne etc.) oder die außenpolitischen Probleme (Irak, Atomwaffenhandel mit Indien etc.) anpacken wird, kann meiner Meinung nach niemand genau sagen, außer ihm selbst.

              Sicher ist, dass es nicht leicht wird. Bush hat den USA nicht gerade gut getan und jetzt ist es Obamas Job, die Fehler auszubügeln.

              Vermutlich wird er sich aber zuerst um sein eigenes Land kümmern und vor allem die Bedingungen für die Afro-Amerikaner verbessern. Und das kann ihm wohl auch keiner verübeln.

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              • #8
                Zitat von MrMaus Beitrag anzeigen
                Vermutlich wird er sich aber zuerst um sein eigenes Land kümmern und vor allem die Bedingungen für die Afro-Amerikaner verbessern. Und das kann ihm wohl auch keiner verübeln.
                Glaube nicht, dass Obama denen viel mehr "Beachtung" zukommen lässt, als allen anderen Ethnien auch. Vor der Wahl kam auf Arte (glaube ich zumindest) ein Bericht über die beiden Kandidaten. Während seinem Studium in Harward wurde Obama als erster Schwarzer zum Präsident irgendsoeiner Juristerei-Fachzeitschrift gewählt. Alle möglichen Leute aus seinem Umfeld, darunter natürlich auch verhältnismäßig viele Schwarze, hatten daraufhin die Hoffnung da irgendwelche Stellen zu kriegen, doch nix war's, fast alle gingen an konservative Weiße. Und genauso zeichnet es sich doch im Moment mit den alten Clinton-Leuten wieder ab. Obama ist letztendlich einfach viel zu sehr Profi und sicher auch Machtmensch, als dass er sich da jetzt zu irgendwelchen ideologisch bedingten Spinnerein hinreißen lässt.
                When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                • #9
                  Ich bin wirklich gespannt, was Obama gerissen bekommt.

                  Bislang hat der politisch ja noch gar nichts geleistet.

                  Sein Wahlkampf war eine Pop-Veranstaltung ohne Musik. Und - Hand aufs Herz: "Yes, we can!" erinnert frapierend an "Tschackaaaaa - Du schaffst es!"

                  Den Populisten Obama kennen wir alle - der Staatsmann muss sich uns erst noch zeigen.
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                  • #10
                    Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
                    Also Arnold ist nicht zu unterschätzen.
                    Da Obama sicherlich von Anfang an Zeichen setzen will, auch was seine Haltung zum "gemeinsamen Anpacken" betrifft, würde mich das nicht überraschen.
                    Schwarzenegger dürfte mit Abstand einer der grünsten Gouverneure sein. Und wirklich, er ist populär.
                    Habe heute zum ersten Mal davon gehört und ich bin von der Idee begeistert.

                    1. Schwarzenegger hat in Californien bewiesen, dass er überparteilich arbeitet. Es gibt sicher ein sehr gutes Bild ab, wenn Reps und Demokraten zusammenarbeiten. Schließlich hilft es nichts, wenn nur die Demokraten Umweltfreundlicher werden.
                    2. Er treibt in Californien den Umweltschutz voran. Es ist ja bekannt, dass Autoentwicklungen immer in Californien "gemessen" werden, da dort offenbar die schärfsten Gesetze der Welt gelten. Vielleicht noch mehr zum Thema Sicherheit, aber wenn man Arnie gewähren lässt auch bei Umwelt.
                    3. Schwarzeneggers enorme Popularität kann für den guten Zweck genutzt werden. Als Vorbild bringt er durch seine Bekanntheit dazu bei, dass dem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.

                    Bin auf jeden Fall gespannt, wen Obama als Finanzminister nächste Woche dabei hat. Auch welche Rolle Powell spielt, der sich kurz vor Schluss so für Obama eingesetzt hat.
                    Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                    Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
                    Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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                    • #11
                      Erste Pressekonferenz von Obama nach der Wahl

                      Obama hat seine erste PK gegeben und klar den Kurs beschrieben, mit dem seine Amtszeit, und die Zeit davor, starten wird.

                      --> Zum Video auf You Tube

                      --> Zum Bericht auf Spiegel Online

                      Eine sehr beeindruckende Pressekonferenz. Obama wirkt sehr ernst, überzeugend für mich. Er zeichnen klar die Situation nach, in der sich die USA befindet. Die horrende Vermehrung an Arbeitslosen letzten Monat bezeichnet Obama als "ein schlimmer Erwachen".

                      Die 3 angekündigten Schritte klingen ermutigend. Auf eine Zusammenarbeit mit Europa ist zu hoffen. (So die Europäer es hinbekommen einig zu sein!)
                      Er ermutigt auch die Menschen. mal fei übersetzt eine Passage aus der PK:

                      Zitat von Obama-frei übersetzt
                      [...]Wir müssen uns Schritt für Schritt aus den Loch befreien, welches wir uns gebuddelt haben. (Kein Vorwurf an Bush!!)
                      Ich bin sicher, dass das amerikanische Volk sich befreien kann, wenn es über Grenzen hinweg einig ist[...]
                      Obama wirkt bestimmt und überzeugend auch in Antworten auf die Fragen der Journalisten.
                      Sehr gut gefielen mir seine Antworten. ZB auf die Frage nach dem Iran. Keine Frage, ich schaue zuversichtlich auf einen beginnenden Dialog zwischen Washington und Teheran.

                      Obama zeigt sich zudem äußerst fürsorglich gegenüber einer Journalistin mit ihrem Arm in einer Binde. Die hat sich im Grant Park verletzt bei der Party.

                      Für mich ein gelungener Einstand, bereits in der Transition Phase.
                      Zuletzt geändert von EREIGNISHORIZONT; 08.11.2008, 03:51.
                      "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                      DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                      ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                      • #12
                        Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
                        Eine sehr beeindruckende Pressekonferenz. Obama wirkt sehr ernst, überzeugend für mich. Er zeichnen klar die Situation nach, in der sich die USA befindet. Die horrende Vermehrung an Arbeitslosen letzten Monat bezeichnet Obama als "ein schlimmer Erwachen".
                        Ja, war eine gute Pressekonferenz. Man merkt, dass Obama seinen Ton verändert hat. Er ist sehr darauf bedacht was er sagt, wobei es gegen Ende besser wird und er etwas an Anspannung verliert - zumindest hat es den Anschein.

                        Ansonsten stimme ich dir zu: Guter Einstieg.

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                        • #13
                          Unter Change.gov kann man sich auch als Nicht-Amerikaner (Arbeitserlaubnis ist aber Voraussetzung) um einen Job in der neuen Regierung bewerben.

                          Zu dumm, daß ich bei dieser blöden Lotterie nie Glück hatte.

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                          • #14
                            Zitat von Ltd. Commander Data Beitrag anzeigen
                            Wie ist das jetzt eigentlich mit Collin Powell? Habe gehört der will jetzt "nur" Berater werden?
                            Wäre vielleicht auch besser so, immerhin war doch er es der die "Beweise" mit den Massenvernichtungswaffen vorgelegt hat, oder?
                            Powell hat damals die gefälschten Beweise bei der UNO präsentiert, ist zu dem Zeitpunkt aber der CIA genau so auf den leim gegangen wie viele andere auch. Da kann man ihm keinen Vorwurf draus machen. Außerdem hat er es später bereut diese Rede gehalten zu haben und nicht kritischer nachgefragt zu haben.
                            Einen guten Außenminister würde er aber sicherlich abgeben, er bringt einiges an Erfahrungen und guten Beziehungen mit.


                            Zitat von MrMaus Beitrag anzeigen
                            Ich bin mir nicht sicher, was Obama jetzt mit den politisch und wirtschaftlich imo nicht gerade starken USA anfängt. Ob er zuerst die innenpolitischen Probleme (Krankenversicherung, Löhne etc.) oder die außenpolitischen Probleme (Irak, Atomwaffenhandel mit Indien etc.)
                            Es gibt keinen Atomwaffenhandel mit Indien, wozu auch? Das Land ist bereits eine veritable Atommacht. Es geht um Technologien für Moderne Atomkraftwerke, Indien hat ein gigantisches Defizit bei der Energieversorgung und muss auf dem Gebiet was machen, wenn sie sich nicht das bisschen Wohlstand, das sie sich erarbeitet haben, wieder aufs Spiel setzen wollen. Nicht ohne Grund ist Indien einer der größten Geldgeber beim Kernfusions-Forschungsprojekt ITER. Und selbst wenn die USA Indien Atomwaffen verkaufen würden (Was sie nicht mal mit engsten Verbündeten wie Israel und Großbritannien gemacht haben, wenn überhaupt, haben sie beim Bau geholfen), wäre das nicht weiter verwerflich. Ein bis an die Zähne bewaffnetes Indien als strategisches Gegengewicht gegen China und den arabischen Raum wäre durchaus auch im Interesse Europas.
                            Was den Irak angeht, wird es auf jeden Fall einen Stückweisen Abzug geben, der Irak ist im großen und ganzen allmählich in der Lage sich selbst zu verwalten und Obama hat mehrmals deutlich gemacht, das er den Krieg in Afghanistan schnellstmöglich zu einem erfolgreichen Ende führen möchte. Und dafür werden die zur Zeit relativ nutzlos im Irak rum lungernden Truppen dringend benötigt.
                            Zuletzt geändert von Kopernikus; 09.11.2008, 13:08.

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                            • #15
                              Neben den ganzen Postenbesetzungen wird es auch interessant sein, inwiefern President in Office Bush und President Elect Obama in den nächsten Monaten zusammenarbeiten werden. Bei der weiterhin ihre Unheil treibenden Finanzkrise kann man ja eigenlich nicht davon ausgehen, dass Bush noch irgendwelche großen Entscheidungen ohne Unterstützung von Obama treffen wird.

                              Wenn er denn schließlich eingeschworen ist, sollte Obama auf jeden Fall nicht den Behauptungen einer mitte-rechts Nation Glauben schenken, der man keine großen Reformen zumuten könne. Auch auf die Zusammenarbeit von Haus und Senatsrepublikanern sollte er keine großen Hoffnungen setzen. Er hat ein klares Mandat vom amerikanischen Volk bekommen, er sollte es nutzten- und möglichst gleich zu Beginn seiner Amtszeit, während der politische Gegner noch am Boden liegt.
                              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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