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Aquaman (Dezember 2018)

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    #46
    Am Wochenende habe ich auch endlich Aquaman nachgeholt. (Der Film läuft aktuell bei Netflix.)

    Insgesamt ist es ein unterhaltsamer Superheldenfilm. Man merkt, dass auch DC gute Filme mit Superhelden produzieren kann - vor allem natürlich, wenn man die recht erfolgreiche „Marvel-Formel“ der letzten Jahre kopiert. Dies hat schon bei Wonder Woman funktioniert, und es funktioniert auch bei Aquaman, wodurch der Film eher poppig bunt ist und der Titelheld zwar einige Ecken und Kanten hat, aber nie so gezwungen bedeutungsschwanger und düster daherkommt, wie Batman oder der aktuelle „Henry Cavil“ Superman der „Man of Steele“-Reihe.

    Aquaman besticht natürlich vor allem durch sein noch ziemlich unverbrauchtes Unterwasser-Setting, dass über weite Strecken optisch sehr ansprechend daherkommt. Natürlich kann man sich immer fragen, warum noch nie einer Atlantis und die anderen noch aktiven Unterwasser-Königreiche entdeckt hat, denn wirklich heimlich sind die jetzt nicht gerade unterwegs. Aber gut, dass sollte man bei Superheldenfilmen (Wakanda bei Marvel bspw.) eigentlich nie fragen.

    Die Hauptfigur Aquaman, bzw. Arthur, wie er eigentlich heißt, wird durch Jason Mamoa gut verkörpert und durch seine Ecken und Kanten ist er auch nahbar, obwohl er wie viele der DC Superhelden gegenüber normalen Menschen eigentlich unverwundbar ist. Der Rest des Casts ist aber trotz einiger großer Namen nur „nett“ und weitgehend irrelevant. Dazu zählt für mich auch die weibliche Support-und-Love-Interest-Rolle, auch wenn die natürlich schon etwas zur Handlung beiträgt. Es ist aber bezeichnend, dass ich ihren Namen nach zwei Tagen schon wieder vergessen habe und jetzt auch keine Lust habe, ihn zu googeln.

    Die Handlung ist in Ordnung, gewinnt bei Leibe aber keine Preise für Originalität. So ist es eine typische Origin Story, die dann noch mit einer Schnitzeljagd nach einen wichtigen Gegenstand verknüpft wird - wo Arthur mit seiner weiblichen Support-Rolle dann Hinweis X an Ort A entschlüsseln muss, was denen dann Hinweis Y und Ort B nennt, wo man dann Ort C identifiziert - das Ziel der Reise. Dies ist nicht neu, wird aber nett verpackt, denn die dabei verwendete Technologie der Atlanter recht ansprechen gestaltet und es kommt auch keine Langeweile auch.

    Die finale Schlacht kann sich in jedem Fall sehen lassen und Arthurs weg hin zum akzeptierten Herrscher kann man schon nachvollziehen, auch wenn er am Ende vielleicht etwas zu schnell von den vier Unterwasser-Reichen als neue Hochkönig akzeptiert wird.

    Trotzdem komme ich nicht umhin, einige Parallelen zur Origin-Story von Thor bei Marvel zu entdecken. So ist Atlantis wie Asgard ein verborgenes High-Tech Königreich, Arthur wie Thor sind verstoßene Königsschöhne, die sich ihren Platz in ihren Reichen erst verdienen und die gegen einen machthungrigen Usurpator vorgehen müssen, der jeweils der Bruder des Königssohns ist.

    Unterm Strich habe ich mit Aquaman zweieinhalb unterhaltsame Stunden verbracht und eigentlich kann ich auch gar nicht so viel kritisieren. Daher gebe ich dem Film 5 von 6 Sternen und 8 von 10 Punkten.

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      #47
      Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen

      Die Hauptfigur Aquaman, bzw. Arthur, wie er eigentlich heißt, wird durch Jason Mamoa gut verkörpert und durch seine Ecken und Kanten ist er auch nahbar, obwohl er wie viele der DC Superhelden gegenüber normalen Menschen eigentlich unverwundbar ist. Der Rest des Casts ist aber trotz einiger großer Namen nur „nett“ und weitgehend irrelevant. Dazu zählt für mich auch die weibliche Support-und-Love-Interest-Rolle, auch wenn die natürlich schon etwas zur Handlung beiträgt. Es ist aber bezeichnend, dass ich ihren Namen nach zwei Tagen schon wieder vergessen habe und jetzt auch keine Lust habe, ihn zu googeln.
      .
      Die heißt Mera, gespielt von Amber Heard. Und die ist doch allgegenwärtig zur Zeit, weil sie sich eine Schlammschlacht mit ihrem Ex Johnny Depp liefert und womöglich wegen häuslicher Gewalt in den Knast muss (das Urteil wird im September erwartet).
      Es gibt sogar eine Fan-Initiative, die fordert, Heard für die 2022 geplante Fortsetzung auszuwechseln.
      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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        #48
        Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen

        Die heißt Mera, gespielt von Amber Heard. Und die ist doch allgegenwärtig zur Zeit, weil sie sich eine Schlammschlacht mit ihrem Ex Johnny Depp liefert und womöglich wegen häuslicher Gewalt in den Knast muss (das Urteil wird im September erwartet).
        Es gibt sogar eine Fan-Initiative, die fordert, Heard für die 2022 geplante Fortsetzung auszuwechseln.
        Ok, danke für den Hinweis. Mir war die Schauspielerin bisher nicht bekannt und ihre Rolle in Aquaman war zwar ok, aber eben auch die mittlerweile recht typische weibliche Hauptrolle, die neben dem Helden tough und eigenständig sein kann, am Ende aber doch mit ihm zusammenkommt.

        Für den Hollywoood-Klatsch interessiere ich mich normalerweise nicht - und auch von der von dir hier beschrieben Sache hatte ich bisher nichts gehört.

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          #49
          Ich hab den Film vor zwei Wochen oder so gesehen. Kein Film, der lange im Gedächnis haften bleibt.
          Im grossen und ganzen ein ziemlich dämlicher Film. Farbenfrohes Popcornkino frei von jeglicher Last der Originalität oder - nicht ohne eine gewisse oberflächliche Ironie - Tiefe.
          Ich bzweifle, dass Film auch nur ein einziges Klischee hat, dem er sich nicht bedient.

          Von der noch nie dagewesenen "ich provoziere einen Krieg um eine Seite unter meinem Banner gegen einen gemeinsamen Feind zu vereinen" -Story über den Nebenplott mit dem Erzfeind mit dem seidenpapierdünnen Motiv für ehwige Rache "mein Papi - der nichts weiter war als ein gewissenloser Mörder - starb weil du dich nicht verdreht hast um ihn aus dem Grab zu retten, das er sich selber geschaufelt hat als er versucht hat dich umzubringen und darum werde ich dich bis ans Ende der Welt jagen raaaahhhrrrrrr!"
          Bis hin zu der völlig banalen "Romanze" zwischen dem Held und dem Action-Girl des Tages welche ein solcher Film wohl per Gesetz haben muss und so dünn ist, dass sie unter der Tür duch passt.

          Ich denke der Film hat genau das geliefert was ich von ihm erwartet habe. Aber auch kein Iota mehr.
          Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

          - Florance Ambrose

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            #50
            Und trotzdem einer der besseren DC-Filme. ^^
            "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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              #51
              Ich glaube das war der bisher beste DCEU Film. Selbst das Ende war besser als bei Wonder Woman. Allerdings war die Geschichte zwischenzeitlich auch sehr platt und teilweise unlogisch.

              Was hier gut funktioniert sind die Motivationen der Schurken. Beide sind von Anfang bis Ende motiviert gegen Aquaman anzutreten. Das war bei WW und BvS anders, wo der Endschurke einfach zum Endkampf auftauchte. Daher funktioniert der Film für mich relativ gut und optisch war er eine Wucht.

              Daher, guter Film. Könnte besser sein, aber in Ordnung.

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