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Joker (Origin Film)

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    #31
    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Aaaaaber nicht den Joker. Die Rolle ist ein "armer Irrer", der sich schließlich vom Opfer zum Täter wandelt, aber IMO nicht der Joker. Nicht nur, dass der Altersunterschied zu Bruce Wayne zu groß wäre, kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass der schizophräne Arthur jemals zu einem ebenbürdigen Gegner für Batman werden könnte. Leute wie ihn hat die BAU von "Criminal Minds" in nicht einmal 45 Minuten geschnappt.
    Wann war denn Joker jemals auf der Leinwand ein ebenbürtiger gegenspieler? Der letzte Joker in der Dark Night Triologie war ein Witz, den unzählige Leute quasi zu jeder Zeit problemlos hätten abknallen können. Wieso der Joker die komplette Mafia verarschen konnte und irgendwann Ressourcen und eine kleine Armee hinter sich hatte, wird niemals erklärt.

    Für den FIlm werde ich defnitiv kein Geld ausgeben, dafür interessiert mich der Joker einfach viel zu wenig, da hat DC meiner Meinung nach mehr zu bieten.

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      #32
      Gestern habe ich auch den Joker Film gesehen - und für gut befunden.

      Was mir sehr gefallen hat ist der unverkennbare Stil der frühen 1980er. Der Film ist ja in dieser Zeit angesiedelt und sieht und fühlt sich genauso an, wie ein Film aus dieser Zeit. Alles in Gotham ist irgendwie dreckig, düster, leicht verkommen und unter der Oberfläche brodelt es. Hier hat man den Stil der Filme aus dieser Zeit, wie bspw. Dirty Harry und Co., sehr gut getroffen. Auch den ersten Burton Batman Film mag man dazu zählen. Die Ausstattung und selbst die Kameraarbeit wirkt wie ein Film der 80er. Man ist sogar so weit gegangen, am Anfang die alten Logos der Studios aus dieser Zeit zu verwenden, bspw. das alter Warner-Logo.

      Joaquim Phoenix gibt hier den Joker bzw. Arthur Fleck, wie sein Charakter im Film heißt. Sein Spiel ist dabei über alle Zweifel erhaben. Er spielt sich wirklich die Seele aus dem Leib und stellt diesen an Körper und Seele geschundenen Charakter, der an der Welt irgendwann einfach zerbricht und darüber durchdreht, sehr überzeugend dar. An Heath Ledgers Schauspiel in The Dark Knight kommt er meiner Meinung aber nicht ganz heran. Hier muss man aber auch sehen, dass Ledger damals den „echten“ Joker gespielt und mit seinem Erzfeind Batman interagieren konnte, während hier am Ende ja offen bleibt, ob wir wirklich die Origin-Geschichte des Jokers gesehen haben, oder nur die Wahnvorstellungen eines in der Psychiatrie einsitzenden Mannes. Das Ende kann auf jeden Fall in mehrere Richtungen gedeutet werden, was aber auch ok ist. Der Joker ist in Bezug auf seiner Herkunft der mysteriöseste DC Schurke, da kann man ruhig mehrdeutig bleiben.

      In den Nebenrollen haben wir noch Robert De Niro als anderen großen Namen im Cast. Er spielt einen erfolgreichen Late Night Talker, von dessen Show Arthurs Mutter ein großer Fan ist. Als der aber den Joker durch Zufall in seiner Sendung lächerlich macht, bekommt er zum Finale des Films hin die Quittung. Auch sonst sind die Nebenrollen gut besetzt und unterstützen den Film. Erwähnen möchte ich noch die Darstellung von Thomas Wayne, der hier nicht als die Lichtgestalt Gothams präsentiert wird, sondern als hohler Phrasendrescher, der Privat ein genauso arroganter Sack ist wie die anderen Reichen und Mächtigen in der Stadt. Das ist mal erfrischend anders und in gewisser Weise auch realistisch.

      Kritisieren möchte ich aber auch noch so zwei kleine Dinge. So hätte es meiner Meinung nach kein Treffen zwischen dem jungen Bruce Wayne und dem (vermeintlichen?) Joker (inklusive Cameo von Alfred) vor Wayne Manor geben müssen. In dieselbe Kerbe schlägt auch, dass man es nicht lassen konnte, uns zum x-ten Mal die Ermordung der Waynes im Finale des Films zu zeigen. Klar, die Idee, dass der Joker durch die von ihm ausgelösten Unruhen Batman indirekt selber erschaffen hat, ist schon interessant, hätte aber nicht sein müssen.

      Insgesamt möchte ich hier nicht mal so sehr von einer Comicverfilmung oder von einem Superheldenfilm sprechen, sondern eher von einer Charakterstudie, die rein zufällig auf einer Comicvorlage basiert.

      Am Ende war ich von dem Film sehr angetan, aber ich denke auch nicht, dass ich ihn mir noch einmal ansehen muss. Daher gebe ich 5 von 6 Sternen und sehr gute 8 von 10 Punkten.

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        #33
        Ich habe mich auf einen soliden und guten Film eingestellt, aber Joker hat meine Erwartungen übertroffen. Für mich ist es ein kleines Meisterwerk geworden.
        Joaquin Phoenix's Schauspieltalent ist mir schon länger bekannt, nur spielte er leider nicht immer in Filmen mit, welche mir zusagten.
        Dieses mal hat er (mal wieder) eine grandiose Arbeit abgeliefert, und auch der Film stimmte jetzt. Ich hoffe er kriegt für diese Performance einige wichtige Preise.
        Auch die restlichen Darsteller haben aber alle eine ordentliche Arbeit abgeliefert. Ein grosser Lob geht auch an den Regisseur, wo ich nicht gedacht hätte, was für ein Potential in ihm steckt.
        Mit diesem Film hat er alle seine vorherigen Arbeiten in den Schatten gestellt. Hoffentlich verschwendet er nicht weiter sein Talent mit x-beliebigen Komödien.

        Schön, dass auch Robert De Niro mal wieder in einem guten Film mitspielte. Sein letzter brauchbarer Film liegt ja auch schon etwas zurück.
        Erwähnenswert wäre da noch der Score, welcher wirklich grandios war und perfekt zu den Szenen passte.

        Dass der Film eher ein Drama als ein Superhelden Film geworden ist, hat mich natürlich gefreut. Nach dem Erfolg springen jetzt vielleicht einige auf den Zug auf, und gestalten die Filme etwas glaubwürdiger, und nicht so bunt und kindisch.
        Joaquin als Joker würde ich schon sehr gerne wiedersehen, aber nur wenn die Fortsetzung nicht zu sehr in die Comichelden Schiene abschleifen würde. Der Film würde auch nicht in das DC Universum passen, und von daher kann Joker auch sehr gut für sich alleine stehen.

        Das Ende war etwas seltsam.

        Spoiler
        Mir würde es auch nicht gefallen, wenn der ganze Film nur in Arthurs Kopf abgelaufen wäre.
        Ist aber Interpretationssache und kann jeder für sich selbst entscheiden.

        5.5/6
        (9/10)
        Zuletzt geändert von human8; 24.10.2019, 11:12.

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          #34
          Ich habe den Film nun auch gesehen. Ich war echt überrascht, dass es den schon bei einem bekannten Streaming-Dienst-Betreiber zu sehen gibt.

          Leider muss ich 1/10 Punkten geben! Der Film hatte rein gar nichts mit den Teasern & Trailern zu tun. Richtige Vera*sche!

          Einziges Highlight ist der gute Job, den die Maskenbildner gemacht haben. Joaquin Phoenix ist echt nicht wiederzuerkennen...

          Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: DER JOKER.jpg Ansichten: 0 Größe: 7,3 KB ID: 4538649


          Den Stream gibt's bei diesem großen Versandhandel...

          LOAD "SCIFI-FORUM.DE",8,1

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            #35
            Zitat von SBH Beitrag anzeigen
            Leider muss ich 1/10 Punkten geben! Der Film hatte rein gar nichts mit den Teasern & Trailern zu tun. Richtige Vera*sche!
            Ich habe mir mal den finalen Trailer nach dem Kinobesuch auch angeguckt, und was genau war daran Verarsche ?

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              #36
              Sein Beitrag war ironisch gemeint.

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                #37
                Irgendwie fand ich den Film traurig. Der Joker war eigentlich ein freundlicher Mensch. Nur durch die Reaktionen der Gesellschaft auf ihn und das nicht Zahlen seiner Tabletten durch die Krankenkasse o.ä. kamen die negativen Eigenschaften zum Vorschein. Ich war daher nach dem Film nicht so positiv eingestellt wie nach den anderen DC-Helden-Filmen die ich bisher gesehen habe.

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                  #38
                  Ich habe mir gestern den Film im Kino angeschaut. Die Handlung war leider über weite Strecken recht träge und viele Figuren blieben sehr blass. Die lange Laufzeit war auch nicht gerade förderlich für die Handlung. Dafür fand ich das Joaquin Phoenix die Rolle des Arthur Fleck und des Joker hervorragend spielte. Er ist sicherlich ein Mitgrund das der Film nicht ganz so negativ von mir wahrgenommen wurde. Die schauspielerische Leistung von Phoenix ist schon sehr beeindruckend und dann kam noch die passende Musik zu den einzelnen Szenen dazu. Auch sehr gut gefallen hat mir die Optik des Films bzw. der 80er Jahre Look.
                  Alles in allem wurde ich nur mittelmäßig unterhalten, weswegen ich den Film mit sehr schwachen vier von sechs Sterne bewerte.
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                    #39
                    Zitat von Telemann Beitrag anzeigen
                    Ich war daher nach dem Film nicht so positiv eingestellt wie nach den anderen DC-Helden-Filmen die ich bisher gesehen habe.
                    Liegt vielleicht daran, das der Joker kein Held ist, sondern der berühmteste Comic Bösewicht aller Zeiten.

                    Während ich den Film und später den kommerziellen Erfolg verfolgte, sprang mir eine Szene aus Spiderman Far From Home andauernd in den Kopf. Und zwar in der Szene als Mysterio sagte: "Du kannst der klügste Mensch im Raum sein, niemand wird auf dich hören, solange du kein Superheldenkostüm an hast." Oder auf das heutige Kino bezogen: Wenn du keine Comicverfilmung bist, sieht dich kein Mensch. Beim Skript hätte man nur ein paar Namen ändern müssen, die wenigen DC Elemente entfernen und es wäre als ein normales Drama durchgegangen und hätte vielleicht ein Eröffnungswochenende von 20 Millionen US-Dollar gehabt. Nicht die über 90 Millionen US-Dollar wie hier. Die Macher haben einen Arthousefilm in eine Comicverfilmung eingeschmuggelt und es für ein Mainstreampublikum zugänglich gemacht.

                    Joaquin Phoenix bekommt hoffentlich eine Oscarnominierung. Er hat sich förmlich den A***** aufgerissen für diese Rolle. Ich hoffe weiterhin das, der Erfolg von Joker, als erfolgreichster R-Rated Film, die Studios dazu bewegt mehr bei neuen Comicverfilmungen zu wagen als bisher geschehen. Wie Joker zeigt, kann man auch damit erfolgreich sein. Und für Sozialkritik wie in diesem Film bin ich immer zu haben.

                    Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
                    Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
                    [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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                      #40
                      Ich mag den Joker einfach nicht und halte ihn für einen unwürdigen Gegener für den Caped Crusader, weil er ja eigentlich nicht besonderes kann. Das zieht sich auch durch diesen Film, obwohl der Joker ein Rippengerüst ist, steckt er Prügel von erwachsenen Männern problemlos weg, überlebt Unfälle unbeschadet und kann Personen töten, als sei er ihnen einfach körperlich überlegen.
                      Nun gut.

                      Der Film war klasse. Einfach herrlich erfrischend und etwas komplett neues. Die Eigenarten des Jokers, seine Werdegang, sein Problem mit dem Lachen, die Einbettung in die Umstände in Gotham, die Darstellung der Wayne Familie auf mal eine etwas andere Art, all das passt perfekt zusammen und jede Minute des Films ist irgendwie spannend bzw. unterhaltsam. Geniales Highlight der Auftritt auf der Treppe mit der entsprechenden Musik Untermalung. Für mich ein ganz klares Highlight 2019 und das obwohl ich mit hoher Abneigung dem Film entgegen getreten bin.

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                        #41
                        sehr geil gemacht

                        Wenn er wieder mal mit sich selber lachte wusste man als Zuseher nicht-sollte man auch lachen oder weinen?

                        Schaut euch den Film JETZT im Kino an, dass ihr in 20 od. 25 Jahren euren Kinder/Enkelkinder davon erzählen könnt

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                          #42
                          Bin am überlegen ob der Film auch so ein Erfolg geworden wäre wenn es NICHT um den JOKER geht.

                          Wie hätte es Budget ausgesehen? Wäre dann dieser Cast möglich gewesen?

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