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    Gale lag in der Einöde halb vom Sand verweht. Er atmete nur flach und seine Wunden hatten bis jetzt nicht aufgehört zu bluten. Kaum noch regte sich das Leben in ihm und er wusste, dass es bald zuende gehen würde....

    Gale schreckte aus einer kurzen Meditation hoch und schüttelte den Kopf. Er hatte sich ungewöhnlich stark konzentrieren müssen, doch kaum einen klaren Gedanken fassen können. Der Padawan griff sich an die Stirn. Egal, was auch kommen mochte, es durfte ihn nicht zu sehr beschäftigen. Er musste endlich einen Weg finden den Kristall an sich zu bringen, dann wäre endlich eine Macht in seinen Händen, die ihn unbesiegbar machen würde.

    Weit entfernt bewegte sich eine Gestalt. Vollkommen lautlos wanderte sie über den heißen Sand und steuerte auf die schwache Aura des Padawan zu....

    Gale erhob sich in einer fließenden Bewegung und ging direkt auf den Kristallwürfel zu. Der zu positive Einfluss des Artefakts ließ ihn langsam Dinge sehen, die er nicht kontrollieren konnte. Das gefiel ihm gar nicht. Er zog sein Lichtschwert und aktivierte es.

    Der leblose Körper des Padawan lag vor dem alten Mann. Langsam kniete er sich danieder und befreite den Jungen aus seinem Sandgrab. Er holte eine Flasche Wasser hervor und wusch ihm die Wunden rein, dann gab er ihm zu trinken. Es stand wirklich schlecht um ihn....

    Gale erreichte mit seinen unzähligen Attacken kein nennenswertes Ergebnis und fuhr die Klinge bald wieder ein. Sein Blick glitt durch den kompletten Raum, doch erneut erblickte er nichts.

    Der alte Mann nickte leicht. Er hatte den Jungen auf den Rücken gedreht und kurzzeitig seine Waffe auf Mängel untersucht. Nun lag sie in seiner ausgestreckten Hand, bereit erneut für das Gute zu kämpfen.

    Seliares Alarn: "Du wirst kämpfen müssen! Nur so kannst du dich und deinen Meister retten! Verzeih mir...."


    Das plötzliche Zusammenbrechen der Barriere ließ Gale herumwirbeln. Er erblickte den Sith, der grimmig lächelte. Er hatte in meditativer Haltung vor dem Hindernis gewartet, doch erhob sich nun und ging, mit gezogener Waffe, auf den Padawan zu....
    Zuletzt geändert von Talerion; 08.10.2004, 13:25.

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      Das Podest mit dem Thron ähnelte nun wahrhaft einem Lift, als es in die Tiefe fuhr. Sie befand sich nun in einer Röhre, deren Durchmesser gleich dem des Podestes war. Über ihr hatten sich die Deckplatten wieder geschlossen. Sehen konnte sie nur, durch die regelmäßig angebrachen Lichteinheiten, die in der Röhre eingelassen wurde. Tamara wusste nicht was sie erwarten würde. Sie überprüfte noch einmal die Energiezellen ihres Blastergewehres und machte sich Kampfbereit. Das ganze Gebäude war voll von den Anhängern der Sith und die junge Wiederständlerin wusste, dass es nicht einfach werden würde alleine, gegen eine Überzahl zu kämpfen. Doch sie war fest dazu entschlossen zu kämpfen und sich notfalls auch zu opfern, für ihre Leute, ihre Stadt, ihren Planeten.
      Das Podest hielt an und Tamara konnte sehen, dass der Bereich der Röhre direkt vor dem Thron in zwei Teile teilte. Sie wusste nun, dass sich dort der Ausgang befand und waren nur noch wenige Sekunden bis sich die Türen öffneten würden.
      Mit einem Satz sprang Tamara hinter hinter den Thron und brachte sich damit in Deckung. Hinter dem prunkvoll, mit Gold überzogenen Thron, auf dem früher Könige saßen, würde sie vor den möglichen ersten Blicken des Feindes in Sicherheit sein.
      Die Tür öffnete sich mit einem Zischen und gab die Sicht auf den Thron frei...

      Quin ließ den Kronleuchter los und befand sich nun im freien Fall. Der Boden unter ihm wurde schnell größer und Quin hatte nur wenig Zeit sich zu überlegen, wie er am sichersten landen konnte. Doch dieses Überlegung hatte er bereits zuvor getätigt.
      Er griff im Flug nach der herunterbaumelnden Kette, die vorher ein Träger des Leuchters an der Wand war. Die einzelnen Elemente der Kette rutschten durch seine Hände und es bereitete sich ein starker Schmerz in ihm aus. Nun griff Quin einmal kräftig zu und kam abrupt zum Stillstand.
      Das rote Lichtschwert der Sith flog durch den Kronleuchter durch und war vorerst außer Reichweite von Quin.
      Es waren nun nur noch drei Meter bis zum Boden und Quin ließ die Kette los. Schnell war er am Boden angekommen und rollte sich noch schneller zur Seite ab. Ein Blitzschlag traf die Stelle am Boden, an der Quin eben noch aufgekommen war. Das Lichtschwert des Jedi-Meisters, welches er im Flug noch an seinen Gürtel gesteckt hatte, entfachte nun zum neuen und wehrte den zweiten Blitz ab, der direkt auf Quin zuflog, welcher nun halb aufgerichtet am Boden stand.
      Der Sith zog seine Hand wieder zurück und fing sein eigenes Lichtschwert auf, welches nun angeflogen kam.
      "Ihr seid wirklich stark Jedi. Verratet mir Euren Namen, damit ich weiß, wer Ihr seid."
      Quin richtete sich nun voll auf und ging sofort in Kampfhaltung. Der linken Fuß setzte er einen Schritt nach vorne und machte sich somit flexibler in seinem Körper. Er hatte die Möglichkeit nun zu allen erdänklichen Seiten auszuweichen.
      "Ich bin Kaio Quin. Jedi-Meister des Jedi-Ordens. Beschützter der Hilflosen und Feind allen Bösens."
      Der Sith machte eine anerkennende Geste.
      "Mein Name ist Antar Jomalan. Nur damit ihr wisst, durch wessen Klinge Ihr sterben werdet.", sagte der Sith und sprang nun mit einem Satz auf Quin zu. Der Saal wurde erfüllt mit dem unangenehmen Geräusch zweier aufeinander prallendern Lichtschwerter.
      "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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        "Der Anführer scheint zurück zu sein.", meinte eine männliche Stimme.
        Tamara hatte sich hinter dem Thron gut verschanzt. Niemand würde sie erkennen, aber auch sie konnte niemanden sehen.
        Es herrschte einen kurzen Moment Stille.
        "Niemand da. Wahrscheinlich hat sich da wohl einer einen Scherz erlaubt.", sagte dieselbe Stimme noch einmal.
        "Scheint so.", entgegenete eine andere.
        "Weist du was? Ich wollte schon immer mal auf dem Thron da sitzen. Das Gefühl spüren, dass ich der Herrscher bin und alle anderen meine Untergebenen."
        "Träum weiter. Dazu wird es nie kommen."
        "Jetzt habe ich aber eine Möglichkeit dazu."
        Tamara hörte jetzt Schritte, die sich schnell näherten. Die Person wollte sich also zweifellos auf den Thron setzen. Das würde Tamarah eine gute Ausgangslage bieten. Sie schaute an ihr Blastergewehr und bemerkte, dass dort ein kleines Fach über dem Abzug war. Mit einem geschickten Handgriff öffneten sie es und holte einen kleinen Mini-Blaster heraus. Es war die Standaradausrüstung für die Soldaten der Sith auf diesem Planeten und Tamara hatte schon einige Blastergewehre ausgiebig studiert.
        Der Mini-Blaster war nur brauchbar für einen Schuss, aber sie würde nur einen brauchen.
        Die Schritte hatten sich nun unmittelbar genähert.
        "Mach keinen Scheiß. Wenn man dich so sieht, wirst du getötet werden."
        "Ach komm schon. Ich will eben auch einmal Herrscher sein.", sagte die Stimme. "Bequem ist er wirklich."
        Das war Tamaras Stichwort. Die Person hatte sich nun auf den Thron gesetzt und jetzt war für Tamara die Möglichkeit, ihn auszuschalten.
        "Steh bloß wieder auf. Wir haben hier noch was zu tun. Also komm."
        <<>>
        "Hey, hörst du schlecht?"
        <<>>
        "Wie soll er denn hören, wenn er tot ist?", fragte Tamara und stand ruckartig hinter dem Thron auf. Den Mini-Blaster, mit dem sie eben den Soldaten von der Seite erschossen hatte, ohne einen Ton zu verursachen, hatte sie wieder weggepackt.
        Der andere Soldat konnte gar nicht so schnell reagieren, wie ein Blasterschuss seinen Brustpanzer schwärzte.
        Tamara sprang nun von dem Podest herunter, mitten in den Raum herein. Es war ein mittelgroßer Kontrollraum, vollgestopft mit Bildschirmen und Kontrolltafeln. Niemand anders war in diesem Raum und Tamara freute sich über den Fund.
        Sie stand auf und verschaffte sich einen Überblick über den Raum.
        "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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          Gale hob die aktivierte Klinge schützend vor sich und wich ein paar Schritte zur Seite, um kein Hindernis im Rücken zu haben. Der Sith hatte mittlerweile den Raum betreten und sah sich rasch um. Zufrieden registrierte er, dass der Kristall noch an seinem Platz war, doch konzentrierte sich nun voll und ganz auf den Padawan.

          "Die Macht ist eindeutig mit dir, doch hast du deine Ausbildung noch lange nicht beendet."

          Er war heran und führte einen weit geschwungenen Schlag von oben. Gale parierte ihn und griff, aus der Bewegung heraus, von rechts an. Die Klingen trafen seitlich aufeinander und verharrten kurz gekreuzt. Der Sith lächelte kalt.

          "Sieh es ein, junger Padawan. Gegen einen Vertrauten der Macht kannst du nicht gewinnen."

          Die linke Hand des Sith stieß vor und ein Machtschub schleuderte Gale gegen die Wand. Während er hart aufschlug und sich schmerzlich krümmte, folgte ihm der Sith gemessenen Schrittes. Gale kam grade auf die Knie hoch, als sich die Klinge seines Gegners auf seine Kehle richtete.

          "Dein Meister wird in Hanna City den Tod finden, denn er ist unrettbar der hellen Seite verfallen. Du jedoch stehst noch vor deiner endgültigen Entscheidung und kannst dein Leben retten, wenn du dich mir anschließt!"

          Der Sith senkte die Waffe leicht, wie um sein Angebot zu unterstreichen.

          Gale (zornig ausrufend): "Niemals!"

          Er schlug die Waffe des Sith beiseite und hechtete, aus der Hocke, nach rechts. Noch während sein Gegner zornig aufbrüllte und nur knapp hinter ihm die Luft zerschnitt, rollte Gale sich ab und kam kampfbereit auf die Beine. Der nächste Angriff erfolgte augenblicklich und drängte den jungen Padawan kraftvoll zurück. Nur schwer konnte er sich den mächtigen Hieben entgegensetzen und schon bald war er schweißgebadet und seine Kräfte erlahmten.

          Der Kampf hatte keine zwei Minuten mehr gedauert, als Gale schließlich gegen den Sarg stieß und überrascht aufschrie. Der Sith legte alle Kraft in den nächsten Schlag und prellte dem Padawan die Waffe aus der Hand. Klappernd landete sie meterweit entfernt auf dem kalten Boden. Sofort holte der Sith zum Stoß aus und verfehlte seinen Gegner nur, da dieser sich fallen ließ. Das Lichtschwert glitt funkensprühend in den Steinsarg, während Gale verzweifelt nach einem Ausweg suchte. Er war vollkommen erschöpft, Todesangst stieg in ihm auf, doch eine Chance blieb ihm noch sich kurzfristig seines Gegners zu entledigen.
          Der Sith hatte seine Waffe in diesem Moment wieder frei und holte aus. Gale schloss die Augen und riss beide Arme in die Höhe. Noch während die Lichtschwertklinge herabsauste lief ein Zittern durch den Sarg und die Steinplatte ruckte nach vorne. Kurz bevor die Klinge Gale erreichte, wurde der Sith von der Platte erfasst und zurückgeschleudert....

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            Quin drückte das rote Lichtschwert weg und holte zu einem Schlag nach rechts aus. Der Sith parrierte diesen Schlag jedoch ohne große Mühe und setzte zu einem Konter auf die linke Schulter von Quin an. Mit einer geschickten Bewegung nach unten konnte Quin der Aktion von dem Sith aber ebenfalls ausweichen.
            Es war nun deutlich zu erkennen, dass die beiden Gesanndten der zwei großen Gesinnungen ebenwürdig waren und nicht die Kraft oder die Ausdauer würde einen Vorteil bringen, sondern die richtige Taktik.
            Quin wollte gerade einen weiteren Schlag nach links ausführen, als der Sith ihn mit einem gezielten Tritt in den Magen zurückschleuderte. Der Sith selber wartete keine Sekunde, sondern sprang sofort hinterher. Sekundenbruchteile, nachdem der Jedi-Meister den Boden berührte, parrierte er auch gleich den starken Schlag des Siths.
            Nun konterte Quin mit einem Tritt an das Schienbein seines Gegners und brachte ihn so zu Fall.
            Quin drehte sich zur abgewandten Seite und sprang vom Boden auf. Er drehte sich um und parrierte sofort einen Schlag des Siths, der auf seinen Rücken ausgerichtet war. Er war flinker und gewandter als Quin dachte.

            Tamara hatte sich nun mittlerweile einen Überblick über den Kontrollraum verschafft und wusste nun, wozu die meisten Kontrolle gut waren. Sie fand mehrere Überwachungsmonitore mit Blick auf die größeren plätze innerhalb der Stadt. Außerdem fand sie eine Station, worüber die Kommunikation der einzelnen Soldaten geregelt wurde.
            Tamara ging zu einer etwas größeren Konsole, an der sie herausgefunden hatte, dass dies die Kommunikationsstation war. Sie dachte noch an Quins Worte und an sein Ziel, die Republik über die Situation zu unterrichten.
            Sie verfasste eine Nachricht und schickte sie nach Coruscant. In ein paar Stunden würde sie den Planeten erreichen.
            Tamara stand wieder auf und ging zu der Kontrollkonsole, womit sämtliche Türmechanismen innerhalb des Palastes kontrolliert wurden. Sie suchte sich die Sektoren raus, wo die Soldaten untergebracht wurden und riegelte sie ab. Anschließend öffnete sie die Tore und trat nun einen Schritt von der Konsole zurück. Sie zielte mit dem Blastergewehr darauf und drückte ab. Dies tat sie mit allen anderen Bereichen in diesem Raum auch.
            "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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              Die Steinplatte hatte den Sith, wie Gale hoffte, nicht unter sich begraben, sondern war, durch einen weiteren Machtschub, knapp hinter ihm aufgeschlagen und zersprungen. Der Padawan hatte kaum Zeit sich zu erheben und kurz zu sammeln, als sein Gegner wieder heranstürmte. Nur mit einem Rückwärtssalto überwand Gale die heranzischende Klinge, doch landete unsicher auf dem Rand des Sarg. Er strauchelte und kippte nach hinten, versuchte sich an der Wand abzustützen, doch stürzte unaufhaltsam. Hatte er zuerst eine Leiche im steinernen Sarg vermutet, so erkannte er nun den gut fünf Meter tiefen Schacht, der sich unter der Öffnung verbarg. Der Aufprall rief ihm einmal mehr die inneren Verletzungen seines Armes ins Gedächtnis und nach Luft ringend rollte Gale auf den Rücken.
              Der Sarg hatte also den Zugang zu einem weiteren Teil des Grabes verdeckt! Wie hatte er das nur übersehen können? Die Jedi wurden eins mit der Macht, wenn sie verstarben, das machte einen Sarg vollkommen überflüssig. Andererseits bestand die Möglichkeit der reinen Symbolik, aber es war keine Zeit mehr darüber nachzudenken. Der Sith hatte soeben realisiert wohin der Padawan verschwunden war und machte sich daran ihm zu folgen. Gale erhob sich auf die Knie und sah sich um. Ein grade mal ein Meter hoher Gang führte zu einem kleinen Raum herüber, der nach oben hin offen zu sein schien. Halb kriechend bewegte er sich dort entlang und fand sich schließlich in einem runden Raum wieder, dessen einzigste Öffnung sich direkt unter dem Kristallwürfel befand. An den Wänden waren erneut Reliefs angebracht und gegenüberliegend war ein Hebel an der Wand zu erkennen.
              Ein Laut ließ Gale weiter in den Raum hinein weichen, denn sein Verfolger hatte soeben den Schacht überwunden und den kleinen Raum fast erreicht. Als er sich nun im kleinen Raum erhob, lächelte er siegessicher und wechselte die Waffe in die linke Hand.

              "Hier endet es für dich!"

              Gale: "Das wird sich noch zeigen!"

              Damit griff er nach dem Hebel und legte ihn um....
              Zuletzt geändert von Talerion; 11.10.2004, 19:25.

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                Quin drückte den Sith vor sich weg und setzte gleich darauf zu einem Schlag an, der auch sofort pariert wurde. Doch erließ nicht locker und schlug erneut auf die gegenüberliegende Seite. Auch dieser Schlag wurde pariert und es folgten mehrere Schläge hintereinander. Der Jedi-Meister war nun doll in die Offensive gegangen und hatte damit den Sith deutlich überrascht. Er kam gar nicht mehr dazu einen Angriff zu starten, denn Quins Lichtschwert näherte sich sekündlichen seinem Körper. Schweißperlen bildeten sich schnell auf seiner Stirn und er geriet nun in tiefe Überlegung, was er nun tun sollte. Der Jedi-Meister fühlte diese Zweifel in den Gedankenströmen seine Gegners und schöpfte daraus immer mehr Kraft und Mut. Seine Attacken nahmen kein Ende und der Sith wurde immer mehr an die Wand gedrängt. Sie waren nun nur noch wenige Meter von dem drohenden Untergang des Sith entfernt, als dieser nun wieder die Initiative ergriff. Nachdem Quin einen Schlag auf die rechte Seite des Siths ausführte, warf dieser den Jedi-Meister mit einem überraschenden Machtschub nach hinten. Quin konnte seinen Flug nicht kontrollieren und landete unsanft auf dem Rücken. Seine Beine riss es noch einmal in die Luft und er machte eine Rolle rückwärts. Seine Lichtschwert hielt er jedoch die ganze Zeit fest in seiner Hand und als er wieder zum Stillstand kam, nahm er die grüne Klinge schützend vor sich.
                Der Sith hatte sich nicht weiter bewegt und atmete zehn Meter von Quin entfernt schnell und hastig durch.
                „Ich habe Euch wohl wahrhaft unterschätzt Meister Quin. Dieses Mal werdet ihr wohl der Sieger dieses Duells werden. Doch beim nächsten Mal wird es sich ändern, dass prophezeie ich Euch.“, sagte der Sith mit schwer atmender Stimme. Er schaute nach oben und setzte zu einem Machtsprung an. Er landete auf einer Fassade in die Wand und drückte auf eine Stelle an der Wand, die anscheinend ein verdeckter Schalter war. Ein Stück der Wand schob sich beiseite und der Sith trat in die neuentstandene Öffnung. Schnell war er verschwunden und die Öffnung schloss sich wieder.
                Der Jedi-Meister verzichtete darauf ihn zu verfolgen.

                Als Tamara die Konsolen zerschossen hatte, ertönte eine Alarmsirene, die durch das ganze Gebäude hallte. Nun wusste jeder das etwas nicht mehr stimmte, doch es war keiner der Sirenen, die einen Sicherheitsalarm oder ähnliche ankündigte, sondern mehr eine, die einen kritischen Notfall ankündigte und den Rückzug befohl.
                Quin hat es also geschafft, dachte sich Tamara. Sie blickte auf einen der noch funktionierenden Überwachungsmonitore und sah, wie mehrere Zivilisten das nun offene Tor zum Gebäude stürmte. Die Wachen kamen gar nicht dazu Wiederstand zu leisten. Sie wurden regelrecht überrannt.
                Endlich. Auf diesen Moment habe ich schon lange gewartet.
                Tamara drehte sich zurück zu dem Thronlift und fuhr wieder eine Ebene höher.
                "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                  Ein heller Ton erfüllte den Raum, wie von schwingendem Kristall erzeugt. Licht flutete von oben herein und in einer gleißenden Kugel schwebte etwas herab, dessen Konturen nur schwer auszumachen waren. Gale und der Sith hoben schützend eine Hand vor die Augen und verharrten in ihrem Zwist, bis das Licht endlich schwächer wurde.
                  In der Mitte des Raumes erhob sich nun ein gut dreißig Zentimeter großer Kristall, der in ständig wechselndem Licht glomm. Um den zentralen Kristall waren mehrere andere angeordnet, die schräg nach außen wiesen und mit kryptischen Symbolen versehen waren. Der Caibur-Kristall war nun zum greifen nah!
                  Die Blicke der Kontrahenten trafen sich gleichzeitig und im selben Moment reagierten sie. Es war wie in der Barriere, denn alles schien plötzlich sehr viel langsamer abzulaufen. Beide taten sie einen einzelnen Schritt und stießen sich dann ab. Mit ausgestreckter Hand glitten sie auf den Kristall zu und achteten des Anderen nicht mehr. Der Sith hatte sein Lichtschwert in der Hand gedreht und hielt es weit vom Körper weg. Gale warf sich im Sprung herum, um sicher auf dem Boden landen zu können.
                  Doch als sie endlich den Kristall erreichten explodierte das Licht in seinem Inneren. Der helle Ton des Kristalls ertönte, lauter als zuvor und brachte den gesamten Raum zum beben. Gale spürte eine Sekunde lang die Macht des Kristalls! Eine Sekunde bevor er von einer starken Machtwelle erfasst und davon geschleudert wurde....

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                    Hatte sich über der Einöde weder Sonne, noch Mond, jemals gezeigt, so zerriss plötzlich ein greller Lichtblitz das Firmament und unzählige Sternschnuppen regneten herab. Eine dieser Sternentränen ging über Gale´s reglosem Körper nieder und hüllte den Padawan in mildes Licht. Ein Ruck durchlief ihn und er sog scharf die Luft ein. Endlich schlug er die Augen auf!
                    Zuerst konnte er sich an nichts erinnern. Er lag auf einer großen Wiese und war allein. Nur langsam konnte er sich erheben und bemerkte erst jetzt, dass er mehrere Verbände trug. Sein rechter Arm begann leicht zu schmerzen und mit diesem Schmerz kam die Erinnerung wieder.
                    Noch während dem Kampf im Hangar war er von seinem Meister getrennt worden....der lange Sturz hatte ihn das Bewusstsein verlieren lassen....erst in dieser Einöde, die nun einem erblühendem Garten glich, war er wieder zu sich gekommen....er war einem Schatten gegenüber getreten....seinem eigenen Schatten....und dann war da Schmerz gewesen....unendlicher Schmerz! Was später passierte hatte er nur vage wahrgenommen, aber es war schreckliches geschehen!
                    Gale sah sich um. Er wusste nicht wie er hierher gekommen war, geschweige denn wie er wieder wegkommen sollte. Sein Meister hatte ihm damals teilweise geholfen, doch jetzt stand er vollkommen allein da.

                    Seliares Alarn: "Du wirst nie vollkommen allein sein, denn dein Meister und die Macht sind mit dir!"

                    Gale fuhr erschrocken herum. Hinter ihm, auf einem Stein, saß die bläulich durchscheinende Gestalt eines älteren Mannes. Er trug das schlichte Gewand der Jedi und lächelte ihn freundlich an.

                    Gale (verwundert): "Wer seid ihr?"

                    Er glaubte den Jedi schon einmal gesehen zu haben.

                    Seliares Alarn: "Deine Augen mögen mich bereits erblickt haben, doch nie dein Geist."

                    Er lächelte geheimnisvoll, als er Gale´s verwirrten Blick sah.

                    Seliares Alarn: "Verzeih, wenn ich ungebeten in deinen Gedanken lese, aber die Umstände lassen mir keine Wahl. Die Dunkelheit, die dich umfangen hält ist imstande ebensoviel Schaden mit dem Caibur-Kristall anzurichten wie die Sith!"

                    Gale´s Blick zeigte noch mehr Verwirrung. Der Jedi seufzte.

                    Seliares Alarn: "Ich sehe ich muss dir einiges erklären."


                    Sie hatten lange geredet und Gale war nach und nach klar geworden was passiert war. Sein dunkles Ich hatte viel Schaden angerichtet, was den Padawan beschämte. Er senkte den Kopf und schwieg.

                    Seliares Alarn: "Verzage nicht, junger Padawan. Die Versuchung der dunklen Seite ereilt jeden und sie wird nie ganz verschwinden. Es kann kein Licht ohne Schatten geben! Doch wenn du dein Leben nach dem Kodex ausrichtest und lernst dich vollkommen der Macht hinzugeben, wirst du bald stark genug sein der Dunkelheit zu trotzen."

                    Gale: "Warum bemüht ihr euch so um mich?"

                    Seliares Alarn: "Weil du der Einzigste bist, der verhindern kann, dass viele Unschuldige ihr Leben verlieren. Erinnere dich deiner Ideale! Der Caibur-Kristall ist nicht nur eine Quelle der Macht, sondern auch ein Schlüssel zu einer mächtigen Waffe, die einst die Sith ersannen. Sowohl die Sith, wie auch deine dunkle Seite, würden diese Waffe ohne Rücksicht auf Verluste einsetzen und nur wenn du deine innere Ruhe findest kannst du den Kristall sicher zurückgewinnen."

                    Es war erdrückend was der Jedi von ihm verlangte, doch Gale sah ein, dass es nur soweit gekommen war durch sein Versagen gegen sein dunkles Ich.

                    Gale: "Werdet ihr mir helfen?"

                    Seliares Alarn: "Das habe ich bereits getan!"

                    Und damit verblasste seine Gestalt....

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                      Quin hörte das vertraute Zischen einer Lifttür und als er sich umdrehte sah er, wie sich der Thron langsam wieder in seine ursprüngliche Position bewegt hatte. Tamara hatte sich auf den Thron gesetzt und hielt ihr Blastergewehr locker in den Händen.
                      "Ich bin froh Euch zu sehen, Tamara.", sagte der Jedi-Meister, als er sein Lichtschwert deaktivierte. Er klemmte die Röhre wieder an seinen Gürtel und ließ den unter seiner Robe verschwinden.
                      "Es freut mich, dass Ihr den Sith besiegen konntet. Der Sieg ist nun unser Quin.", antwortete sie und stand von dem Thron auf. Sie stieg langsam das Podest herunter, während Quin sagte: "Ich konnte keinen militärischen Sieg erlangen. Nur einen Sieg über seine Persönlichkeit. Er floh durch einen Geheimgang."
                      Tamara nickte und zeigte so, dass ihr das ziemlich gleichgültig war.
                      "Ich habe einen Notruf nach Coruscant geschickt und außerdem habe ich den Kontrollraum zerstört. Ich denke, dass sie sich nun zurückziehen werden. Meine Leute stürmen gerade das Gebäude."
                      Quin nickte anerkennend.
                      "Ich bin beeindruckt. Wie ich sehe hilft sich das Volk von Chandrila nun selbst. Die Sith und ihre Anhänger werden den Planeten nun vorraussichtlich verlassen. Ich hoffe nur, dass sie die Stadt vorher nicht zerstören werden."
                      "Wie meint Ihr das?", fragte Tamara entsetzt.
                      "Die Sith haben die Angewohnheit alles zu vernichten, was sie nicht mehr gebrauchen können oder verloren haben. Vermutlich werden sie es mit einem Schiff erledigen.", sagte Quin gelassen und schaute sich dabei im Raum um.
                      "Dann müssen wir das verhindern. Aber wir können kein ganzes Schiff abschießen, dazu haben wir gar nicht die Mittel."
                      "Doch.", antwortete Quin und zeigte auf etwas außerhalb der Fensterfront.
                      "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                        Der Sith hatte sich erhoben, lange bevor Gale es tat. Noch während sich der Padawan unter dem Einfluss der hellen Seite wand, brachte der dunkle Krieger den Kristall in seine Gewalt. Als er nun vor Gale stand flammte die Mordlust in ihm auf. Wie sehr es ihm doch Befriedigung bereitete ein Leben auszulöschen, doch dieses sollte qualvoll und langsam enden.

                        "Dieses Grab soll auch dein eigenes werden!"


                        Gale erwachte erst als der Einfluss des Caibur-Kristalls schwand. Sofort wurde ihm bewusst, dass er allein war und dass der Sith den Kristall an sich genommen haben musste. Zornig erhob sich der Padawan und machte sich augenblicklich zur Verfolgung auf. Egal wie lange er schon danieder gelegen hatte, er würde nicht aufgeben.
                        Mit einem gewaltigen Satz sprang Gale aus dem Gang, unter dem Sarg, heraus und rannte sofort auf den Durchgang zu. In der Bewegung streckte er den rechten Arm aus und griff nach seinem Lichtschwert. Es wirbelte heran, direkt in seine Hand und er befestigte es schnell am Gürtel. Schwach spürte er eine Restaura des Kristalls, die jedoch rasch verflog.
                        Als er die Platten erreichte, die die erste Prüfung gebildet hatten, hechtete er mit großen Schritten darüber. In seiner Eile trat er einmal fehl und hatte Glück den Gang nicht in entgegengesetzter Richtung zu begehen. Denn hinter ihm fauchte plötzlich eine Flammenlanze von der Decke und schwärzte den Stein.
                        In der Halle, die den Eingang des Grabes bildete, kam Gale ins stocken. Die Decke des Raumes war zu großen Teilen eingestürzt und versperrte den Weg zur Treppe. Gale ballte die Hände zu Fäusten. Es bestand kein Zweifel, dass es das Werk des Sith war. Hektisch suchte er ein Schlupfloch und ging an der Verschüttung entlang. In der linken Ecke fand er einen Teil des Wasserbeckens freiliegend und hockte sich davor, um die Tiefe besser ausloten zu können. Sicherlich waren es über fünf Meter, die das Becken tief reichte, doch er wusste nicht ob er sicher hindurchkommen würde. Über dem Wasser lag, wie vorhin, eine gefährliche Ruhe, aber einen anderen Weg würde der Padawan schwerlich finden können. Die Verschüttung war einfach zu groß, um sie mit dem Lichtschwert aus dem Weg räumen zu können.
                        Gale erhob sich wieder, holte tief Luft und spannte seine Muskeln. Dann tauchte er kopfüber in das eiskalte Wasser ein. Der erste Schrecken trieb ihm etwas Atemluft aus den Lungen, doch schnell hatte er sch gefangen und schwamm durch das kleine Labyrinth aus Felsbrocken. Bald schon hatte er einen weiteren freiliegenden Teil des Wasserbeckens erreicht und zog sich heraus. Er fror nun erbärmlich, aber der weitere Weg lag endlich frei!


                        Mit den lang nachhallenden Worten des Jedi im Kopf war Gale schließlich aufgebrochen und hatte die Wiese hinter sich gelassen. Ein unbestimmtes Gefühl ließ ihn seinen Weg finden, obwohl die Einöde sich in jede Richtung unendlich zu erstrecken schien.

                        Nach scheinbar stundenlanger Wanderung erhob sich vor dem Padawan ein mächtiger Krater. Rauch stieg gelegentlich daraus hervor und die Erde war von schmierig weicher Asche bedeckt. Nur mühsam bewältigte Gale den Aufstieg und stand, nach einer guten halben Stunde, schweißgebadet auf dem Kraterrand. Unter ihm fiel der Krater steil in einen See aus Lava ab, in dessen Mitte sich eine schwarze Insel erhob. Ein paar Meter darüber schwebte eine dunkle Gestalt in meditativer Haltung.
                        Als er sich dem See näherte spürte Gale wie ihm die enorme Hitze entgegenschlug. Die Luft war erfüllt vom Geräusch platzender Blasen und ihrer Ausdünstungen. Auf den ersten Blick schien kein Weg zur Insel herüberzuführen, doch langsam bewegten sich mehrere Steine aus der Lava heraus und bildeten rotglühend einen schmalen Übergang. Vorsichtig setzte Gale einen Fuß auf den ersten Stein. Er hielt seinem Gewicht stand. Entschlossen machte er einen weiteren Schritt und überquerte somit den kochenden See.
                        Nach zwei unendlich langen Minuten setzte er endlich auf der Insel auf und atmete tief durch. Er hatte es geschafft und die dunkle Gestalt war nur noch wenige Meter entfernt....

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                          Zu sehen war eine der Ionenkanonen, welche die Sith mitgebracht hatten, um die Stadt vor Eindringlingen aus der Luft zu sichern. Durch die anstehende Evakuierung der Truppen der Sith würden diese sicherlich zurückgelassen werden und man könnte sie nutzen, um die Sith mit ihrem Fähren und Schiffen vom Himmel zu holen.
                          Tamara grinste über beide Ohren und nickte dann Quin zu.
                          „Ich kümmere mich darum Meister Quin. Keine Sorge, die Sith werden mir schon nicht entkommen.“
                          Quin nickte ihr zu.
                          „Ich werde nun meinen eigenen Weg gehen. Möge die Macht mit Euch sein.“
                          „Ich melde mich bei Euch, wenn das hier alles vorbei ist. Passt gut auf Euch auf.“, sagte Tamara und rannte in Richtung Ausgang. Quin wartete einen Moment, bis Tamara verschwunden. Sie hatte einen wirklich wunderbaren Körper, doch Quin war ein Jedi und er durfte daher keine Gefühle wie Liebe oder ähnliches empfinden. Er schätzte Tamara wie eine gute Partnerin, mehr aber auch nicht. Der Jedi-Meister wollte nun ebenfalls gehen, doch er benutzte einen anderen Weg.
                          Mit einem Machtsprung sprang er auf die Fassade, die erhöht an der Wand angebracht war und drückte auf die Stelle, auf die der Sith zuvor gedrückt hatte. Das Segment der Wand öffnete sich und gab einen beleuchteten kleinen Gang frei. Quin trat ein und die Wand verschloss sich wieder.

                          Quin folgte dem Gang. Er schien sich fast endlos zu erstrecken und der Jedi-Meister vermutete, dass weitere geheime Türen sich in den Wänden befinden würden. Doch er hatte kein Interesse daran, nach solchen zu suchen. Sein Ziel war es möglichst schnell aus diesem Gebäude hinauszukommen und nach seinem Padawan zu suchen, der immer noch verschollen ward. Quin ging nun etwas schneller und beschleunigte sein Tempo immer mehr. Da der Sith diesen Weg gewählt hatte, um zu fliehen, würde er sicherlich an einem Ort Enden, wo einige Vehikel standen. Quin erhoffte sich dadurch einen Knotenpunkt zu finden, wo auch Zugänge von unterhalb aufeinander trafen. Dort könnte der Jedi-Meister dann weitersuchen.
                          Die Zeit verging relativ schnell und langsam konnte Quin in einigen Metern vor sich eine Treppe erkennen, die hinaufging. Er hielt bei der Treppe an und verharrte einen kurzen Moment. Der Jedi-Meister spürte eine Präsenz, eine Präsenz die ihm sehr bekannt vorkam. Es war Gale. Sein Padawan war direkt in seiner unmittelbaren Nähe. Doch etwas war mit ihm los. Seine Machtaura schien zu schwanken und sich nicht unmittelbar auf einer Seite zu befinden.
                          Quin rannte die Treppe hinauf. Mehrere Stufen knüpften aneinander an und sie endeten vor einem Schott.
                          Zuletzt geändert von Jaro; 12.10.2004, 20:32.
                          "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                            Den langen Weg bis zum Durchbruch hinauf schaffte Gale ohne auf weitere Hindernisse zu treffen. Selbst das Untier hatte ihn nicht mehr aufgehalten, da der Sith es niedergestreckt hatte. Grade verließ der Padawan die Förderplattform und betrat den dunklen Gang. Keiner der Arbeiter oder Aufseher war mehr da und im Schein der Ionenstäbe lagen vereinzelt achtlos liegengelassene Werkzeuge herum. Die Restaura des Kristalls war auch hier nur sehr schwach, doch die richtige Richtung ließ sich schnell finden. Gale hatte sein Lichtschwert wieder gezogen, denn aus der Ferne hörte er Alarmsirenen. Möglich dass sie ihm galten.

                            Er hetzte viele Gänge entlang und immer wieder Rampen hinauf, bis er schließlich einen hell erleuchteten Gang erreichte und an dessen Ende ein verschlossenes Schott. Mit einem Machtschub aktivierte Gale das Bedienelement und trat einen Schritt zurück, als das Schott langsam auseinander glitt. Vor ihm öffnete sich ein Hangar, der es sicher mit dem der Jedi-Akademie aufnehmen konnte. Überall liefen Soldaten in schwarzen Rüstungen durcheinander, wurden Frachten auf Schwebegleiter verladen und Befehle in verschiedenen Sprachen gebrüllt. Es waren eindeutig Streitkräfte der Sith, aber sie wirkten fast wie auf der Flucht.
                            Endlich erblickte Gale weswegen er gekommen war. Der Sith, der als einzigster das Grab lebend verlassen hatte, stand zwei Dutzend Schritt entfernt vor einem Shuttle und erteilte einem Offizier Befehle. Bei sich trug er einen dunkelroten Beutel in dem sich der Caibur-Kristall befinden musste. Die Aura war hier wieder sehr intensiv, es gab keinen Zweifel!
                            Ohne irgendeine Deckung zu suchen ging Gale auf den Sith zu. Keiner nahm von ihm Notiz, denn jeder schien mit der Rettung seines eigenen Lebens vollauf beschäftigt zu sein. Als er auf die Hälfte heran war bemerkte ihn der Sith und drehte sich um. Wut verzerrte sein Gesicht, doch statt ihn anzugreifen aktivierte er, mit der Macht, einen Hebel und der gewaltige Fahrstuhl, auf dem die Fähre stand, setzte sich mit ihm in Bewegung. Gale war Sekunden später heran, doch wagte nicht mit einem Sprung auf den Fahrstuhl zu kommen. Der Sith würde ihn zweifellos erwarten und wäre klar im Vorteil. Es musste einen Weg geben anders auf den Fahrstuhl zu gelangen.
                            In diesem Moment startete ein Transporter im hinteren Teil des Hangars. Erst jetzt fiel Gale auf, dass es sich um einen vertikalen Hangar handelte in dem die Schiffe und Jäger senkrecht starten mussten. Er wich den herandonnernden Antriebsemissionen durch einen Sprung aus und rettete sich hinter einen Kistenstapel. Erst als der Transporter sich entfernt hatte trat der Padawan wieder hervor und entdeckte endlich einen Personenaufzug. Er betrat ihn und drückte auf die oberste Taste.
                            Da es ein seitlich offener Aufzug war, konnte Gale dem Geschehen im Hangar noch lange folgen. Der Aufzug schoss leise surrend in die Höhe und war, wie vermutet, schneller als der Lastenfahrstuhl. Dieser allerdings hatte schon beträchtlich an Höhe gewonnen und weiter oben öffnete sich bereits ein Schott. Helles Sonnenlicht flutete herein und Gale musste blinzeln. Er hatte zu lange in den tiefen des Planeten zugebracht, so dass er sich jetzt erst wieder umgewöhnen musste.
                            Der Aufzug überholte in diesem Moment den Fahrstuhl und für eine Sekunde war zu sehen, dass die Rampe des Shuttle sich grade senkte. Der Sith schien jeden Moment starten zu wollen. Im nächsten Augenblick glitt der Aufzug durch einen vollkommen geschlossenen Schacht und kam schließlich, mit einem leisen Ton, zum Stillstand. Gale war sofort heraus und rannte, über das hintere Dach des Regierungsgebäudes, auf die Fahrstuhlplattform zu, die in diesem Moment ebenfalls ankam. Mitten im Lauf wurde er einer kleinen Gruppe gewahr, die am Rande des geöffneten Schotts gewartet hatte und sich nun auf das Shuttle zu bewegte. Es war eine Garde bestehend aus vier Soldaten, die einen Mann in dunkler Robe geleiteten. Von dem Mann selbst ging eine starke Aura der dunklen Seite aus, die Gale Furcht empfinden ließ.
                            Der Padawan rannte so schnell er es vermochte, doch erreichte das Shuttle nicht vor der Gruppe. Der Sith, der den Kristall bei sich hatte, kniete vor dem Sith-Lord nieder und überreichte ihm den Beutel. Der Lord nickte ihm zu und einen Moment lang schien ein Lächeln seine Züge zu umspielen. Dann war die Gruppe im Shuttle verschwunden und der Sith wirbelte, mit aktivierter Klinge, herum. Gale war heran und attackierte blindlings. Der Sith parierte ihn mühelos und drängte ihn mit zwei schnellen Schlägen zurück.

                            "Du kommst zu spät, Junge!"

                            Er entblößte ein dämonisches Lächeln und begann dann laut zu lachen. Gleichzeitig heulten die Aggregate des Shuttles auf und es begann, im Schwebezustand, die Landevorrichtung einzufahren. Langsam schwebte es auf den Rand des Daches zu und verharrte dort kurz. Der Sith fuhr herum und rannte los. Gale folgte ihm sofort, doch als der Sith auf die Shuttlerampe sprang, fuhr diese sich bereits ein. Den Sprung, den Gale ausführen wollte, um dem Sith zu folgen, brach er sofort ab und landete nur auf der Brüstung. Nur wenige Meter entfernt schwebte das Shuttle, doch er musste hilflos mit ansehen wie es drehte und mit aufblitzendem Antrieb davonflog.
                            Gale senkte den Kopf und deaktivierte sein Lichtschwert. Die Sith waren entkommen. Im selben Moment wie ihn diese Erkenntnis endgültig traf, öffnete sich hinter ihm zischend ein Schott....

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                              Quin trat durch das nun offene Schott. Er hatte auf die Türkontrollen gedrückt, die neben dem Schott angebracht waren und hatte das Schott somit geöffnet.
                              Quin traute seinen Augen nicht. Er konnte seinen Padawan sehen, wie er auf der Berüstung am Dach stand und einem Shuttle hinterhersah, dass gerade dabei war abzufliegen. Er stand da mit gesenktem Kopf und war deutlich enttäuscht darüber, dass die Sith abgeflogen waren.
                              Quin näherte sich seinem Padawan-Schüler und je näher er kam, desto deutlicher fühlte er einen Konflikt der in Gale herrschte. Einen starken Konflikt.
                              "Gale.", sagte Quin als er zehn Meter hinter seinem Schüler stehen blieb. Er wusste nicht, wie sein Schüler auf seine Präsenz reagieren würde.
                              Zuletzt geändert von Jaro; 12.10.2004, 21:29.
                              "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                                Gale spürte die Präsenz seines Meisters, noch bevor er das Wort an ihn richtete. Der Padawan ließ den Kopf gesenkt, doch merkte wie seine Enttäuschung langsam in Verachtung gegenüber seines Meisters umschlug. Er griff das Lichtschwert fester und drehte sich um.

                                Gale (mit gepresster Stimme): "Ihr kommt spät um euren Schüler zu retten, Kaio Quin! Viel zu spät!"

                                Er steig langsam von der Brüstung herunter und ging gelassen auf den Jedi-Meister zu. Quin sah erschöpft aus, als hätte auch er einen oder mehrere Kämpfe hinter sich. Doch das konnte Gale nur zum Vorteil gereichen....

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