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[Deck 100] Hauptpromenade

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    Als Holly, der sich die gesamte Zeit über auf der Station aufhielt, ein bekanntes Gesicht erblickte, stand er mit seiner Tasse in der Hand auf und verließ den Platz, von dem aus er seit einer Stunde schon die verschiedensten Personen beobachtet hatte.

    "Sie sehen aus, als suchen Sie etwas, Commander" bemerkte er, nachdem er sich neben Wilmor gestellt hatte, ein Schluck aus der Tasse nahm und den Blick in die selbe Richtung warf.
    Punkt.

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      Wilmors Blick zog über den schwarzen Hintergrund mit den vielen tausend glitzernden Punkten, die sich vor seinen Augen offenbarten.
      Es wirkte alles wir zahlreiche Diamanten auf schwarzem Samt auf Wilmor und dieser Anblick beruhigte ihn.
      Schon damals in seiner Zeit als Kadett hatte er sich immer wohler auf einem Raumschiff als auf der Erde gefühlt.
      Leise atmete Wilmor einmal aus und seuftzte im Anschluss noch einmal. Dies war nicht das erste Mal, dass er Hilfe in der Ruhe des Weltalls suchte, doch er wurde bei seiner Suche gestört.

      "Sie sehen aus, als suchen Sie etwas, Commander"

      Wilmor drehte seinen Kopf nach rechts und sah einen Offizier, den er schon zuvor auf der Arthur Compton gesehen hatte und mit dem er zuvor etwas an einander geraten war.

      "Ich erhole mich nur von einer äußerst harten Schicht. Dieser Ort hier strahlt eine enorme Ruhe aus. Kann ich Ihnen nur empfehlen, wenn auch Sie mal gestresst sein sollten.", sagte Wilmor mit einer sehr ruhigen und gelassenen Stimme.
      "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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        Holly konnte den Blick von Wilmor förmlich spüren.
        "Das glaube ich Ihnen. – Sehr schöne Sterne, nicht wahr?!"
        Punkt.

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          Wilmor nickte stumm und schaute wieder aus dem Fenster hinaus.

          "Kaum zu glauben. Eigentlich umgeben sie uns jeden Tag, doch für mich sind sie immernoch etwas ganz Besonderes."
          "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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            "Umso trauriger ist es, wenn wir uns bewusst machen, dass trotz dem wir sie so schön sehen, sie so weit entfernt sind" sagte Holly und nahm einen kurzen Schluck aus seiner Tasse.

            "… manchmal sollten wir auch nicht vergessen, dass wir nur Erinnerungen sehen und all das zum Großteil schon lange nicht mehr am Leben ist" fuhr er fort, ohne den Blick abzuwenden.
            Punkt.

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              Wilmor erschrack innerlich bei den letzten Worten von Holly.
              Sie passten unweigerlich zu Wilmors jetztiger Situation, doch er wollte nicht glauben, dass es so war.
              Lenara musste noch am Leben sein und sie war es auch. Wilmor fühlte dies.

              "Auch Erinnerungen können Leben. Ich persönliche überzeuge mich lieber von der Realität."
              "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                Jetzt sah er den Chefingenieur kurz an.
                "Wie wollen Sie sich davon überzeugen, wenn es unerreichbar ist? Wollen Sie ihr ganzes Leben dazu verwenden, nach dem Beweis zu suchen? Das nenne ich Vergeudung…"
                Punkt.

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                  "Alles ist erreichbar, wenn man im beschränktem Maße denkt und sich auf kleinere Dimensionen bezieht. Dort kann die Suche nach dem Beweis anfangen und sich langsam ausdehnen. Überflüssige Faktoren werden gestrichen und am Ende bleibt das Ziel wie auf einem Präsentierteller liegen...."
                  "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                    "Im Eifer des Gefechts, kann für viele alles zum überflüssigen Faktor werden. Was wäre für Sie alles überflüssig, nur um den Beweis zu erhalten?"
                    Punkt.

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                      "Kommt immer ganz auf die Situation an," sagte Wilmor und schaute weiterhin in den Weltraum hinaus.
                      "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                        "Ihre zum Beispiel" sagte Holly und leerte mit dem nächsten Schluck beinah die Tasse.
                        Punkt.

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                          Wilmor schaute zu Holly und setzte seinen durchdringenden Blick auf.

                          "Was wissen Sie schon über meine Situation?", fragte er in einem vorwurfsvollen Tonfall.
                          "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                            Holly schnaufte kurz und abrupt, welches lediglich ein unterdrücktes Auflachen war.
                            "Sie haben Recht, Commander. Nichts" sagte er, trank den letzten Schluck der Tasse und ging.
                            Doch bevor er wirklich weg war, blieb er kurz stehen, drehte sich um und sagte: "Lassen Sie es mich wissen, wenn Sie es herausgefunden haben, was dafür unwichtig war und ob es das wert war, ok?!" Er grinste leicht und ging.
                            Punkt.

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                              [24.8.2380, 8:00 Uhr]

                              Wilmor schüttelte den Kopf.
                              Er wusste nicht so ganz, woher Holly Kenntniss, wenn auch nur geringe, über seine Situation gewonnen hatte, aber irgendetwas wusste er.

                              Der Chefingeneiur blieb noch einige Minuten an dem Fenster stehen und ging dann wieder.
                              Zuletzt geändert von Dax; 12.06.2006, 12:08.
                              "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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                                [24.8.2380, 8:15 Uhr]

                                Wilmor schlenderte noch einige Zeit lang über das Promenadendeck, als er eine kleine Bar entdeckte, die er schon öfters bei Wartungsarbeiten gesehen hatte, doch bis jetzt noch nicht die Zeit gefunden hatte sich in die Bar zu setzen und sich einen Drink zu genehmigen.

                                Da Wilmor gerade sowieso nichts zu tun hatte, wollte er dies nun erledigen.
                                Er trat durch den gläßernen Torbogen in die Bar hinein und musterte den gelben, roten und lilanen Farben erleuchtete Raum, wo sich gerade nicht viele Leute aufhielten.

                                Allgemein bekannt war diese Bar deswegen, weil hier desöfteren Frachterkapitäne oder Zivilisten abstiegen, um sich von einer lange Reise zu erholen.

                                Wilmor nahm an einem runden Einzeltisch in der Nähe der Bar platz und schaute suchend nach einer Kellnerin. Wenige Augenblicke später kam auch eine leicht bekleidete Frau zu seinem Tisch, legte verführerisch ihre Hände auf seine Schulte und fragte ihn in einem erotischen Tonfall:
                                "Was darf ich dir bringen?"

                                Wilmor wusste nicht, was in dieser Szene so angebracht war, doch er entschied sich vorerst für einen "Ragdajino".
                                Die Frau lächelte ihn aus ihrem Pfandkuchengesicht mit den kleinen Augen an, fuhr mit ihrer Zunge noch einmal über ihre Lippen und ging dann mit wackelnder Hüfte hinter die Bar, wo sie damit begann, das Getränk heranzumixen.

                                Der Chefingeniur nutzte die freie Zeit sich weiterhin etwas umzuschauen und bemerkte, dass ein kleiner Mann mit einer schwarzen Kapuze immer wieder vorsichtig zu ihm herüberlugte und dann schnell wieder in eine andere Ecke blickte.
                                Wilmor schaute sich dies eine Weile aus dem Augenwinkel an. Leider konnte er keine Gesichtszüge oder ähnliches erkennen.

                                Als die Kellnerin wiederkam, sich bückte um das Glas auf den Tisch zu stellen und dem Chefingenieur so einen tiefen Einblick in ihr Dekolté zu gewähren, fragte Wilmor:
                                "Diese Person dort drüben in der Ecke, wer ist das?"

                                Sie ließ von Wilmor ab, schaute kurz rüber und sagte dann:
                                "Das ist Ribas, einer der vielen reisenden Händler die hier absteigen. Aber was interessiert dich denn dieser Knirps da drüben?"
                                Mit den letzten Worten blickte sie WIlmor wieder tief in die Augen und begann mit ihrer Hand an seiner Brust herunter zu streifen.

                                Wilmor wurde dies in dieser Situation doch etwas zu viel und daher wieß er sie mit einer Handbewegung ab.
                                "Ich brauche keine solche Unterhaltung.", sagte er grob. Die Frau verstand und verschwand auch, ohne ein weiteres Wort zu verlieren.

                                Wilmor nahm sein Glas in die Hand, trank daraus und blickte weiterhin aus dem Augenwinkel zu der Person namens Ribas hinüber.
                                Zuletzt geändert von Dax; 12.06.2006, 12:09.
                                "Es ist immer alles lustig, bis einer ein Auge verliert und dann will es wieder keiner gewesen sein."

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