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[Paragon Sterngruppe] Die Fernen Gestade

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    [Jenseits der Kakophoniestürme, Habitat - Unbekannte Sternzeit]

    Sie kamen in tiefer Nacht.

    Die romulanischen Posten der Nachtwache bliesen Alarm, als ihnen die ersten Lichter über der Baumlinie aufgefallen waren.
    Dann ging alles ganz schnell.
    Die Entführten bewaffneten sich, ganz gleich welcher Spezies sie angehörten, doch die Fremden waren schnell, bewegten sich durch den dreidimensionalen Raum wie Meeresräuber durchs Wasser.
    Ihre teilweise energetischen Gestalten zogen Schlieren in der Wirklichkeit hinter sich her, die von exotischer Strahlung und einer unbekannten Methode der Gravitationsmanipulation stammten.

    Lange, glühende Greifarme griffen nach gerade erwachten Besatzungsmitgliedern, schlugen ihnen die verzweifelt ergriffenen, improvisierten Waffen aus den Händen, rissen, zerrten und raubten.
    Eines der Wesen glitt auf die primitive Kommunikationsvorrichtung von Commander Huang zu, um sie mit sich zu nehmen.
    Ein anderes senkte sich über Sarahs Schlafstätte...
    Coming soon...
    Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
    For we are the Concordat of the First Dawn.
    And with our verdict, your destruction is begun.

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      Jenseits der Kakophoniestürme, Habitat - Unbekannte Sternzeit

      Ariennye war sicher keine wehrlose Person.
      Doch war ihr recht schnell klar, daß ihre improvisierten Waffen noch weniger ausrichten konnten, als ihre Disruptoren an Bord ihres Warbirds...die sich eben auch als nahezu nutzlos erwiesen hatten.
      Selbst rohe Gewalt war nutzlos, dabei war die Romulanerin in einigen Kampfsportarten hervorragend ausgebildet.
      Frustriert stellte sie irgendwann ihre Gegenwehr ein.
      "Was wollen Sie jetzt noch? Wenn Sie einen Funken Ehre im Leib haben, bringen Sie uns auf unsere Schiffe zurück." fauchte sie wütend.
      Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
      Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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        [Jenseits der Kakophoniestürme, Habitat - Unbekannte Sternzeit]

        Eine gefühlte Ewigkeit hatte Huang an diesem Gerät gearbeitet und sie hatte nicht vor es kampflos aufzugeben.
        Kurz bevor es die Kreatur erreicht warf sich Huang auf das primitive Kommunikationsgerät und stieß es zur Seite, nur um dann zu einer der improvisierten Waffen zu greifen.

        Nicht mehr als ein spitzer Stock.

        Sie stieß nach dem Wesen in dem sicheren Wissen das es sinnlos war. Doch alles was es von dem Gerät ablenkte war ihr recht...
        Chaos Universe

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          [Jenseits der Kakophoniestürme, woanders - Unbekannte Sternzeit]

          Langsam begann Sarah ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen.
          Sie war eindeutig nicht mehr im Lager. Soviel war offensichtlich.
          Nur, wo sie genau war und wie sie dahin gekommen war konnte sie beim besten Willen nicht sagen.
          Der Boden unter ihr war hart, glatt und kalt. Sie zitterte. Das liegen auf dem kalten Boden musste sie ausgekühlt haben.
          Wie lange lag sie dort? Stunden? Vorsichtig bewegte sie ihre Glieder. Sie waren steif und schmerzten. Sie musste eindeutig eine Weile in dieser Position dort gelegen haben.
          Stabile Seitenlage. Hatte sie diese Position selbst unbewusst eingenommen, oder hatte sie jemand so hingelegt? Wer?
          Es war still. Beklemmend still. Kein surren von Energieleitungen, kein flüstern der Ventilation. Nichts. Selbst das Geräusch ihres eigenen Atems klang dumpf und unnatürlich leise.
          Der Boden unter ihr war nicht nur hart und glatt, sondern auch dunkel. Nicht schwarz, sondern einfach undefinierbar dunkel. Sie konnte ihren Unterarm und ihre Hand deutlich sehen. Der Raum, in dem sie lag, war beleuchtet. Der Boden jedoch schien einen Grossteil des Lichts zu schlucken.
          Nicht nur der Boden. Die Wände auch. Oder vielmehr schien es als würde das Licht die Wände gar nicht berühren.
          Vorsichtig setzte sich Sarah auf.
          Der Raum war klein, vielleicht 4 auf 4 Meter. Doch schien er sich in die Unendlichkeit zu strecken.
          Und noch etwas fiel ihr auf: Das Licht schien keine Quelle zu haben. Weder an der Decke noch an den Wänden konnte sie eine Lampe entdecken. Das Licht war einfach da.
          Aus irgend einem Grund empfand Sarah dies als irritierender als alles andere.

          Sarah stand langsam auf. Sie fühlte keinen Schwindel, also war sie vermutlich nicht unter Drogen gesetzt worden.
          Die Luft in dem Raum war weder frisch noch abgestanden. Tatsächlich schien ihre Umgebung keinen Eigengeruch zu haben. Alles was sie riechen konnte war sich selbst. Nach einer guten Woche ohne Seife oder Schalldusche wenig verwunderlich.
          Der Raum war kühl, aber abgesehen vom Boden - nicht kalt. Das war von Vorteil, denn sie trug nur was sie zum schlafen im tropischen Klima ihres Freiluftgefängnisses anbehalten hatte: Ihre Unterwäsche. Das bedeutete aber auch, dass sie weder Waffe noch Werkzeug zur Verfügung hatte.
          Sarah schritt ihr neues Gefängnis ab. Es dauerte eine Weile bis sie das offensichtliche bemerkte: Der Raum hatte keine Tür. Wände, Boden und Decke, glatt und texturlos. Keine Fugen oder Spalten. Nichts. Der Raum schien aus einem Guss.
          Auf Utopia Planitia geboren und aufgewachsen war sich Sarah geschlossene Räume und künstliche Umweltbedingungen buchstäblich von Kindesbeinen an gewohnt. Klaustrophobie kannte sie mehr vom Hörensagen als aus persönlicher Erfahrung. Doch nun musste sie die Selbstdisziplin ihres Sternenflottentrainings ausschöpfen um einen drohenden Anfall niederzukämpfen.
          „Hallo?“ rief sie der Decke entgegen als sie sich wieder unter Kontrolle hatte. „Wer sind Sie? Was wollen Sie von mir?“
          Keine Antwort.
          „Haalllooo!?“ Nur der Schatten eines Echos, dumpf reflektiert von diesen dunklen Wänden antwortete.
          „Ich bin Lieutenant Sarah Hale, Sternenflotte der Föderation der vereinten Planeten. Meine Gefangennahme stellt einen feindseligen Akt dar. Ich verlange dass Sie mich unverzüglich freilassen.“
          „Hey! Antwortet, verdammt!“

          Die Wände blieben stumm.
          Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

          - Florance Ambrose

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            [Jenseits der Kakophoniestürme. Woanders. - Unbekannte Sternzeit]

            Wie lange sie da gesessen hatte, konnte Sarah nie sagen.
            Es schien eine Ewigkeit zu sein, die sie mit angezogenen Beinen in einer Ecke des Raums sass.
            Es gab nichts, was den Verlauf der Zeit hätte definieren können. Keine Änderung in der Beleuchtung, kein Wachewechsel im Korridor vor der Zelle – ihre Zelle hatte keine Tür, also existierte womöglich nicht einmal ein Korridor. Kein Essen oder Wasser welches ihr gebracht wurde…
            Sie war hungrig. Und durstig. Sie wusste nicht wie lange man sie bereits hatte hungern lassen.
            Der Hunger war unangenehm, aber der Durst war quälend.
            Und da war ein anderes Problem:
            Ihr Gefängnis hatte nichts. Auch kein Toilette. Nicht einmal einen Abfluss im Boden.
            Zuerst hatte sie den Drang zurückgehalten. Auch um ihrem Körper so viel Zeit wie möglich zu geben, sich Wasser aus ihrem Urin zurück zu holen, als ihre Bitte um Wasser ignoriert wurde.
            Am Ende war ihr nichts anderes übrig geblieben als sich auf dem Boden zu erleichtern.
            Nie in ihrem Leben – nicht einmal während dem Anti-Verhör Training in der Akademie – hatte sie sich so erniedrigt gefühlt.
            Naja, mit Ausnahme von dem Tag in ihrer Jugend als sie nach einem idiotischen Exzess mit Alkohol und Drogen im Krankenhaus aufgewacht war. Ans Bett gefesselt, mit den Gesichtern ihrer Eltern über ihr…
            Nun lag diese scharf riechende Pfütze in der gegenüberliegenden Ecke des Raums. Noch war der Durst nicht stark genug. Noch nicht.
            Und daran, dass sich irgendwann das andere biologische Bedürfnis melden würde, wollte sie gar nicht denken.
            So sass sie da, steife Glieder schmerzten, der Durst brannte in ihrer Kehle, der Geruch von Schweiss und Urin in der kühlen Luft.

            Sie versuchte so wenig wie möglich zu denken. Sie starrte einfach geradeaus. An eine Wand, welche sie kaum sehen konnte. In einem Raum, der sich seiner Enge zum Trotz in alle Ewigkeit zu erstrecken schien.
            Stundenlang.
            Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

            - Florance Ambrose

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              [Jenseits der Kakophoniestürme. Woanders. - Unbekannte Sternzeit]

              Sarah hatte jegliches Zeitgefühl verloren.
              Mehrere Male war sie eingeschlafen und konnte nachher nicht sagen, ob sie nur kurz weg gedöst war, oder ob sie mehrere Stunden geschlafen hatte.
              Sie war hungrig, geplagt von quälendem Durst, unterkühlt und ihre Glieder schmerzten vom langen sitzen auf dem harten Boden.
              Inzwischen fragte sie sich, ob man sie hier einfach sterben liess. Auch wenn das wenig Sinn machte. Warum sich die Mühe machen sie hierher zu transportieren nur um sie dann verhungern zu lassen?

              Ein feines, elektrisches Knistern erklang und die gegenüberliegende Wand begann sich zu verändern. Ein waberndes Leuchten erschien für einen Augenblick. Dann erschien ein Durchgang in der Wand, etwa so gross wie eine normale Haustür.
              Zuerst hatte Sarah ihn gar nicht bemerkt, da die Wand hinter dem Durchgang aus dem selben Material bestand wie die Wände ihrer Zelle. Vielmehr glaubte sie zunächst, ihre Sinne hätten sie getäuscht.
              Erst als der Bereich ausserhalb ihrer Zelle stärker beleuchtet wurde, erkannte sie den Durchgang für das was er war.
              Steifgliedrig stand sie auf. Es kostete sie etwas Zeit und Mühe ihre steifen Gelenke wieder in Gang zu bringen.
              Zögerlich bewegte sich die junge Offizierin auf den Durchgang zu. Dahinter erstreckte sich ein Korridor, dessen Länge sie auf Grund der seltsamen optischen Eigenschaften der Wände nur schwer abschätzen konnte.
              Es war unmöglich zu sagen, welche Technologie hier genau am Werk war. Holotechnologie? Partikelsynthese? Sehr wahrscheinlich eines von beiden.
              Vorsichtig und langsam, wie ein Tier in einem Zoo, welches in ein neues Gehege gelassen wurde, trat sie durch den Durchgang und in den Korridor hinaus. Der Korridor war ungefähr zweieinhalb Meter breit und tatsächlich etwas höher als ihre Zelle.
              Kaum war sie ein paar Schritte weit gekommen, ertönte das elektrische Knistern hinter ihr und als sie sich umdrehte, war der Durchgang verschwunden.
              An seiner Stelle endete der Korridor nun einfach in einer glatten, völlig homogenen Wand.
              „O-kay. Das ist deutlich genug.“ Sagte Sarah mehr zu sich selbst als zu ihren Entführern.
              Zögerlich – fast ängstlich – folgte sie dem Korridor. Die linke Hand stets in Kontakt mit der spiegelglatten Wand.

              Sarah schätzte die gesamte Länge des Korridors auf etwa 200 Meter als sie nach zwei Biegungen einen etwa sechs auf zehn Meter grossen Raum erreichte.
              Nach wie vor bestanden Boden, Wände und Decke aus dem selben spiegelblanken, undefinierbar dunklen Material.
              In der Mitte des Raum stand ein zum Rest des Raums passender Tisch. Auf dem Tisch stand eine Kanne aus transparenten Material.
              Sarah erkannte die Kanne als das Standard Modell, welches ein Sternenflottenreplikator erzeugte, wenn jemand eine grössere Menge Kaffee – oder ein anderes Getränk – verlangte.
              Die Kanne enthielt etwas mehr als einen Liter eine farblosen Flüssigkeit. Trinkwasser, wie sich herausstellte.
              Es kostete sie ihre ganze Selbstdisziplin das Wasser nicht sofort in sich hinein zu schütten. Stattdessen zwang sie sich in kleinen Schlucken zu trinken.
              So sass sie eine Weile – deutlich komfortabler als zuvor auf dem nackten Boden – auf dem Tisch und nippte an dem wertvollen Wasser.
              Es gab keinen praktischen Grund etwas von dem Wasser zu sparen. Die Kanne würde mühsam zum mitnehmen sein und was im Magen war, war im Magen. Also trank sie schliesslich das ganze Wasser und liess die Kanne zurück bevor sie sich wieder in Bewegung setzte.
              Wie nicht anders zu erwarten, war der Korridor, durch den sie den Raum betreten hatte, inzwischen weg. Die fugenlose Wand, die an seine Stelle getreten war, liess ihr nur einen Weg: Der exakt gleich aussehenden Korridor auf der gegenüberliegenden Seite.

              Für einige Minuten tastete sich Sarah durch den immer gleich aussehenden Korridor vorwärts, bis sie auf einmal wie angewurzelt stehen blieb.
              Der Boden unter ihren Füssen fühlte sich anders an. Rauer. Überrascht blickte sie nach unten. Das undefinierbare Dunkel war einem schmutzigen grau gewichen. Und statt dem ölig-glasigen Glanz war der Boden nun matt und fleckig. Er sah aus wie altes, viel beschrittenes Metall.
              Das inzwischen schon fast vertraute elektrische Knistern ertönte. Dieses Mal um sie herum.
              Und ehe sie sich versah, passten die Wände und Decke zum Boden. Der Korridor hatte nun eindeutig etwas vertrautes, industrielles. Er erinnerte sie klar an Föderationsarchitektur.
              Nein. Der Korridor kam ihr nicht nur vertraut vor, er WAR ihr vertraut. Dies war das exakte Design der Korridore im Infrastrukturbereich von Utopia Planitia!
              Langsam ging sie weiter den Korridor entlang. Wen ihre Erinnerung sie nicht täuschte, war dies der Wartungskorridor unter dem öffentlichen Platz vor ihrer alten Grundschule. Kein Ort an dem sich Schulkinder aufhalten sollten, aber alle Kinder auf Utopia wussten wie man in diese Korridore hinein kam. Und so hatte sie in ihrer Jugend viel Zeit im “Untergrund“ der Kolonie verbracht.

              Es dauerte eine Weile, bis der Groschen fiel.
              Die Datenbanken der Independence waren gewaltig, doch visuelle Details eines Wartungskorridors im zivilen Teil einer Kolonie würde man wohl nicht viele finden.
              Es gab also nur eine Quelle, aus der Sarahs Entführer diese Information haben konnten.
              Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

              - Florance Ambrose

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