Amoklauf in Erfurt - Kommt jetzt Littleton zu uns? - SciFi-Forum

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Amoklauf in Erfurt - Kommt jetzt Littleton zu uns?

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    Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
    Natürlich kann man nicht verhindern, dass irgendjemand durchdreht und andere umbringt, ob nun mit der halbautomatischen Sturmgewehr, einem Messer oder einem Schraubendreher. Aber das Problem in den USA sind doch nicht nur Amokläufe, wobei auch die mit Messern idR zu weniger Todesopfern führen, sondern jährlich ~10.000 Morde mit Schusswaffen. Das sind also jedes Jahr drei 9/11.
    Und oft sind das eben auch gar keine geplanten Morde, wo man sein Gegenüber dann mit dem Messer abstechen würde, sondern irgendwelche Situationen die eskalieren, bis irgendjemand völlig unnötig eine Knarre zieht und anfängt rumzuballern.
    Schau Dir die Morde mal an, das sind sicher nicht...oder nur zu geringen Teilen... Leute, die einfach nur ein Schrotgewehr im Schrank haben, um Haus und Hof zu schützen.
    Das sind größtenteils Menschen mit extrem kriminellen Hintergrund.
    Und ob die ihre Waffen legal führen, bezweifle ich.
    Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
    Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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      Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
      Es geht vor allem mal um Schusswaffen, weshalb ich nicht weiß, weshalb du jetzt wieder mit unterschiedlichen Messertypen kommst und das auch nicht weiter kommentieren werde.
      Schusswaffen sind nicht das Problem. Das Problem ist die Medienwirksamkeit einiger Amokläufe, die eben vorzugsweise mit Schußwaffen durchgeführt werden. Und wenn dann noch ein Präsident mit Tränen in den Augen vor die Weltöffentlichkeit tritt, dann werden die Gehirne plötzlich komplett ausgeschaltet: alle Schusswaffen müssen weg. Aber wo landen die Waffen dann wirklich:
      aus den Augen ja, aus dem Sinn nein. (siehe Prix letzten Beitrag)

      Wenn nicht, dann erkläre du mir doch mal, warum die Regierung immer schärfere Gesetze gegen Messer rausbringt und warum bewaffnete Polizisten gegen ein Messer regelmäßig die Verhältnismäßigkeit komplett außer Acht lassen:
      Mann mit Messer am Times Square Polizisten erschießen bewaffneten Mann 14 mal - YouTube
      Hier brauchten die Beamten sogar einen Dienswagen als "Hilfsmittel":
      Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.

      Hier brauchen die Beamten einen Diensthund:
      Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.

      Das Statement des Sprechers: "die Situation war eskaliert".
      Ja klar, der Mann hat am Boden gelegen und war sichtlich geistig verwirrt.

      Die Angst vor Messern scheint unter Ordnungshütern sehr stark ausgeprägt zu sein. Aber das ist natürlich erst dann wieder medienwirksam, wenn auch das eskaliert.
      Die ganze Debatte um Amokläufe wird nur dashalb immer wieder erhitzt, um hinterher einen Grund zu haben "Zivilisten zu entwaffnen".
      Danach gehen alle als Sieger nach hause: der Präsident ist der Sieger, weil er Tränen in den Augen hatte. Die Politiker sind die Sieger, weil sie die Gesetze verschärft haben. Die Medien sind die Sieger, weil die Einschaltquoten stimmen.
      Die Verlierer sind dann wir, weil sich der Verbrecher nämlich nach wie vor nicht an die Gesetze halten und wir so dumm sind, unsere Waffen auch noch freiwillig abzugeben. Ich hätte jedenfals kein schlechtes Gewissen, wenn ich eine Schusswaffe besitzen würde, und irgendwo irgend ein A**** mit dem selben Modell amok läuft.

      Kommentar


        Zitat von Prix Beitrag anzeigen
        Diese "Erfahrung" machen gerade die Briten!
        Nach dem totalen Verbot der Kurzwaffen eskaliert die Gewalt mit Illegalen! (Schuss-) Waffen. Da der Täter jetzt ja "von Staatswegen" vor angemessener Gegenwehr geschützt ist.
        Da macht ein noch so strenges Verbot keinen Sinn.

        mfg

        Prix
        Was an der Situation in UK so schlimm sein soll, verstehe ich auch nicht. Man muss sich ja nur mal die Morde mit Schusswaffengebrauch pro 100.000 Einwohner angucken:

        CH 0,52 (2010)
        DE 0,06 (2010)
        UK 0,04 (2011)
        USA 2,98 (2009)

        Quelle: List of countries by firearm-related death rate - Wikipedia, the free encyclopedia

        Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
        Schau Dir die Morde mal an, das sind sicher nicht...oder nur zu geringen Teilen... Leute, die einfach nur ein Schrotgewehr im Schrank haben, um Haus und Hof zu schützen.
        Das sind größtenteils Menschen mit extrem kriminellen Hintergrund.
        Und ob die ihre Waffen legal führen, bezweifle ich.
        Das ändert nichts daran, dass es sinnvoll ist den Zugang zu Waffen zu erschweren und man darüber nachdenken sollte bestimmte Waffen ganz aus dem Verkehr zu ziehen. Selbst in den USA waren bis 2004 einige Waffentypen weitgehend verboten und ich sehe nicht, weshalb man das nciht wieder so handhaben sollte: Federal Assault Weapons Ban - Wikipedia, the free encyclopedia

        Zitat von arthur Beitrag anzeigen
        Schusswaffen sind nicht das Problem. Das Problem ist die Medienwirksamkeit einiger Amokläufe, die eben vorzugsweise mit Schußwaffen durchgeführt werden. Und wenn dann noch ein Präsident mit Tränen in den Augen vor die Weltöffentlichkeit tritt, dann werden die Gehirne plötzlich komplett ausgeschaltet: alle Schusswaffen müssen weg. Aber wo landen die Waffen dann wirklich:
        aus den Augen ja, aus dem Sinn nein. (siehe Prix letzten Beitrag)
        Nein, das Problem sind die vielen Morde und Prix liegt schlciht falsch.

        Wenn nicht, dann erkläre du mir doch mal, warum die Regierung immer schärfere Gesetze gegen Messer rausbringt und warum bewaffnete Polizisten gegen ein Messer regelmäßig die Verhältnismäßigkeit komplett außer Acht lassen:
        Mann mit Messer am Times Square Polizisten erschießen bewaffneten Mann 14 mal - YouTube
        Hier brauchten die Beamten sogar einen Dienswagen als "Hilfsmittel":
        Auf YouTube findest du die angesagtesten Videos und Tracks. Außerdem kannst du eigene Inhalte hochladen und mit Freunden oder gleich der ganzen Welt teilen.

        Hier brauchen die Beamten einen Diensthund:
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        Das Statement des Sprechers: "die Situation war eskaliert".
        Ja klar, der Mann hat am Boden gelegen und war sichtlich geistig verwirrt.

        Die Angst vor Messern scheint unter Ordnungshütern sehr stark ausgeprägt zu sein. Aber das ist natürlich erst dann wieder medienwirksam, wenn auch das eskaliert.
        Keiner bestreitet, dass Messer ebenfalls gefährlich sind, daraus lässt sich aber nicht schließen, dass man Schusswaffen erlauben sollte.

        Die ganze Debatte um Amokläufe wird nur dashalb immer wieder erhitzt, um hinterher einen Grund zu haben "Zivilisten zu entwaffnen".
        Danach gehen alle als Sieger nach hause: der Präsident ist der Sieger, weil er Tränen in den Augen hatte. Die Politiker sind die Sieger, weil sie die Gesetze verschärft haben. Die Medien sind die Sieger, weil die Einschaltquoten stimmen.
        Die Verlierer sind dann wir, weil sich der Verbrecher nämlich nach wie vor nicht an die Gesetze halten und wir so dumm sind, unsere Waffen auch noch freiwillig abzugeben. Ich hätte jedenfals kein schlechtes Gewissen, wenn ich eine Schusswaffe besitzen würde, und irgendwo irgend ein A**** mit dem selben Modell amok läuft.
        Mag ja sein, dass man solche Anlässe benutzt, um die Gesetze zu verschärfen, das ändert aber nichts daran, dass es trotzdem sinnvoll ist.
        I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

        - George Lucas

        Kommentar


          Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
          Hier in Deutschland haben aber auch die wenigsten Haushalte Waffen. Und die wenigsten Einbrecher werden vom Hausherren mit einer Schußwaffe begrüßt.
          Und dennoch haben wir nicht den Eindruck, das Waffengesetz müsse entschärft werden.
          Also liegen die Probleme in UK woanders.
          Das ist gut möglich!
          Aber warum "schreien" schon wieder entsprechende Leute nach einer Verschärfung des Deutschen Waffengesetzes?
          Wer ist "wir"? und wer hat den Eindruck das W.G. müsste "nicht entschärft werden"?
          Eine Neufassung des z.T. "uralten Gesetztes" wäre eine Revolution und ein Vertrauensbeweis/Vorschuss in den "mündigen Bürger", der ja auch wieder in aller Welt "die Freiheit" verteidigen "darf" ,aber zu Hause............
          Ich weiß! das bei der Anwendung/Durchführung des bestehenden W.G.-es es keinen rationalen Gründe für die, wie auch immer geartete Verschärfung des W.G. bestehen.

          (W.G. -- Waffengesetz)

          mfg

          Prix
          Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

          Kommentar


            Ich habe kein Problem mit unserem Waffengesetz.
            Ich darf zehn Langwaffen und zwei Kurzwaffen in meinem Schrank haben, mit entsprechender Munition.
            Sinnvoll dabei: geladen darf ich die Waffen nur im Jagdrevier führen, oder eben zu Hause.
            Ich habe also nicht den Eindruck, zu kurz zu kommen
            Aber ernsthaft: ich finde eine Überarbeitung gerade was Sportschützen betrifft, sinnvoll. Die haben teilweise sinnlose Einschränkungen in der Waffenwahl.
            Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
            Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

            Kommentar


              Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
              Was an der Situation in UK so schlimm sein soll, verstehe ich auch nicht. Man muss sich ja nur mal die Morde mit Schusswaffengebrauch pro 100.000 Einwohner angucken:

              CH 0,52 (2010)
              DE 0,06 (2010)
              UK 0,04 (2011)
              USA 2,98 (2009)
              .
              Bitte vergiss nicht - in dieser Statistik (DE) sind auch ALLE "Unfälle/Vorkommnisse mit Dienstwaffen" enthalten.
              Eine Statistik von "nur Privat(Feuer-) Waffen" wurde in/für DE nicht veröffentlicht.

              Um die wirkliche Quote von Verbrechen zu ermitteln, die mit legalen Waffen von privaten Legalwaffenbesitzern begangen werden, benötigt man detailliertere Angaben als die der öffentlichen PKS , welche jedoch der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind.
              Errechnet man auf Grundlage der vorhandenen Verteilung (behördlich vs. privat besessen),
              so kommt man etwa auf eine Quote von 0,006%.

              mfg

              Prix


              .
              EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

              Prix schrieb nach 1 Minute und 30 Sekunden:

              Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
              Ich habe kein Problem mit unserem Waffengesetz.
              Ich darf zehn Langwaffen und zwei Kurzwaffen in meinem Schrank haben, mit entsprechender Munition.
              Sinnvoll dabei: geladen darf ich die Waffen nur im Jagdrevier führen, oder eben zu Hause.
              Ich habe also nicht den Eindruck, zu kurz zu kommen
              Aber ernsthaft: ich finde eine Überarbeitung gerade was Sportschützen betrifft, sinnvoll. Die haben teilweise sinnlose Einschränkungen in der Waffenwahl.
              Grins--- ich habe geerbt.......
              Schon das "sinnige" --- Munition und Waffe getrennt transportieren --- ist doch mal einer Neuregelung wert!


              mfg

              Prix
              Zuletzt geändert von Prix; 17.12.2012, 11:49. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
              Die Eisenfaust am Lanzenschaft, die Zügel in der Linken........

              Kommentar


                Zitat von Leandertaler Beitrag anzeigen
                Das ändert nichts daran, dass es sinnvoll ist den Zugang zu Waffen zu erschweren und man darüber nachdenken sollte bestimmte Waffen ganz aus dem Verkehr zu ziehen. Selbst in den USA waren bis 2004 einige Waffentypen weitgehend verboten und ich sehe nicht, weshalb man das nciht wieder so handhaben sollte: Federal Assault Weapons Ban - Wikipedia, the free encyclopedia
                Der Zugang wird nicht erschwert. Zumindest nicht für Leute die es ernst meinen. Es war schon immer so, daß man bestimmte Waffen nur auf dem Schwarzmarkt bekommt. Nach einem Verbot kommen eben ein paar hinzu.

                Nein, das Problem sind die vielen Morde und Prix liegt schlciht falsch.
                Die meisten Morde passieren allerdings mit Schnitt- und Stich-Waffen. Und die Ursache für das Morden sind nicht die Waffen.

                Keiner bestreitet, dass Messer ebenfalls gefährlich sind, daraus lässt sich aber nicht schließen, dass man Schusswaffen erlauben sollte.
                Es wurde aber bestritten, daß sie mindestens ebenso gefährlich sind wie Schusswaffen. Und es redet auch keiner davon, daß man Schusswaffen plötzlich erlauben soll. Man muß aber nicht unbedingt noch mehr Einschränkungen haben, nur weil einige wenige meinen sie müssen amok laufen.
                Das ist doch Augenwischerei. Damit wird das Problem nicht aus der Welt geschafft und es wird auch nicht gemindert. Es wird allenfals auf die nächst zugängliche Methode verlagert, mit der man ebenso viele Opfer produzieren kann. Z.B. selbst gebastelte Bomben.

                Die Überschrift heißt hier ja unter anderem auch "Kommt jetzt Littleton zu uns?".
                Das ist keine unbegründete Angst. Aber meiner Meinung nach nicht deswegen, weil dort Schusswaffen im Einsatz waren, sondern weil hinter dem Amoklauf ein viel teuflischerer Plan steckte:
                Amoklauf an der Columbine High School ? Wikipedia
                - Dieser sah die Detonation von zwei 10kg schweren Propangasbomben vor, die sie zuvor in der Cafeteria der Schule versteckt hatten, wodurch ihnen nach der Explosion die flüchtenden Mitschüler vor ihre Gewehre getrieben werden sollten.
                - Weitere Sprengsätze sollten in der näheren Umgebung der Schule detonieren, um eintreffende Polizisten zunächst vom Zentrum des Geschehens abzulenken.
                -Demzufolge sollten an der Columbine High mindestens 250 Menschen sterben, das Morden außerhalb der Schule fortgesetzt und schließlich eine Passagiermaschine entführt werden, die über New York City zum Absturz gebracht werden sollte.

                Und das war vor dem 11. September, obwohl die "Vorbereitung" schon einige Parallelen zum Terror aufweist.
                Man brauch keine "Profikiller" als Vorbild zu haben, um sich selber das Grauen auszumalen, es zu planen und in die Tat umzusetzen.

                Das Problem wären also die selbst gebauten Bomben gewesen, die nur wegen einem technischen Defekt nicht detoniert waren. Wären sie detoniert, hätten sie 250 Menschen in den Tod gerissen. Was glaubst du wie der nächte Amoklauf aussieht, wenn es keine Schusswaffen mehr gebe?
                Ich denke dann heißt die Überschrift irgendwann:
                "Amoklauf in XXXX - Kommt jetzt Oklahoma City zu uns?"
                Und was kommt dann? Alle Fahrzeuge bekommen einen Elektromotor?
                Der "Terror" wird durch ein Verbot nur verlagert und nicht gebannt.

                Mag ja sein, dass man solche Anlässe benutzt, um die Gesetze zu verschärfen, das ändert aber nichts daran, dass es trotzdem sinnvoll ist.
                Für gesetzestreue Bürger ist es erwiesenermaßen sogar schädlich.
                Wenn bei mir eingebrochen würde, dann würde ich mich jedenfals nicht ausschließlich auf die lahme Polizei verlassen.

                Kommentar


                  Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                  Der Zugang wird nicht erschwert. Zumindest nicht für Leute die es ernst meinen.
                  Diese Leute kann man dann aber auch leichter erkennen. Abgesehen davon hat man dann schon einmal die Leute aussortiert, die es eigentlich nicht so ernst meinen.

                  Es war schon immer so, daß man bestimmte Waffen nur auf dem Schwarzmarkt bekommt. Nach einem Verbot kommen eben ein paar hinzu.
                  Womit der Schaden schon einmal verringert wird.

                  Die meisten Morde passieren allerdings mit Schnitt- und Stich-Waffen.
                  Dazu müsste man jetzt noch vergleichen, wie viele versuchte Morde und Körperverletzungen ohne Todesfolge es jeweils gibt.

                  Und die Ursache für das Morden sind nicht die Waffen.
                  Ne, die machen es nur einfacher.

                  Z.B. selbst gebastelte Bomben.
                  Das ist allerdings auch nicht so einfach. Wie gerade wieder die Möchtegern-Attentäter in Bonn bewiesen haben.


                  Das Problem wären also die selbst gebauten Bomben gewesen, die nur wegen einem technischen Defekt nicht detoniert waren. Wären sie detoniert, hätten sie 250 Menschen in den Tod gerissen. Was glaubst du wie der nächte Amoklauf aussieht, wenn es keine Schusswaffen mehr gebe?
                  Wenn der Amokläufer die Bombenpläne hätte umsetzen können, hätte er es auch getan. Aber das ist eben nicht so einfach.

                  Kommentar


                    Worum gehts hier eigentlich gerade? *grübel* Sollte man nach so einem Vorfall nicht lieber nachschauen, warum genau der Täter sich zu dieser Tat hat hinreissen lassen und warum vorher niemandem etwas aufgefallen ist?

                    Dieser Mensch hatte Probleme gehabt, und zwar genug, um seinen Verstand soweit abzuschalten oder seine moralischen Vorstelleungen soweit umzukrempeln, um so eine Tat zu vollbringen und keiner hat es mitbekommen. Naja, ich würde ja schon fast fragen, WOLLTE es überhaupt jemand mitbekommen? Hat es vorher irgendwen interessiert, was dieser Mensch da macht, wie es ihm geht, ob er trotz seiner Menschenscheu (die ja ansich nun nicht unbedingt schlecht ist oder als Alleingrund für sowas taugt) wohlauf ist?

                    Statt dessen gleitet es wieder in eine Diskussion über Waffengesetze ab :/

                    Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                    Das ist allerdings auch nicht so einfach. Wie gerade wieder die Möchtegern-Attentäter in Bonn bewiesen haben.

                    Wenn der Amokläufer die Bombenpläne hätte umsetzen können, hätte er es auch getan. Aber das ist eben nicht so einfach.
                    Nur weil diese "Möchtegern"-Attentäter das ganze wohl nicht genug getestet haben, heisst es nicht, das es nicht relativ einfach wäre, eine Bombe zu bauen, sogar mit legalen Mitteln, die es für ein paar Euro überall gibt.


                    Zu der Diskussion über Waffen und neue Verbote, ich bin ebenfalls der Meinung, das neue Verbote bei uns nichts bringen, wenn man mal in den üblichen Baumarkt nebenan schaut. Kettensägen, Äxte, Sicheln, Sensen, Bunsenbrenner, Lötlampen bzw. Lötkolben, Gas-Schweißgeräte, Nagelpistolen, Akkubohrer jeder Größe mit den unterschiedlichsten Aufsätzen (Lochsägeaufsatz anyone?) und weiss der Geier, was man noch alles nehmen könnte.
                    Mit einem Sixpack Molotov Cocktails, geworfen in solche voll besetzten Zimmer, ließe sich sicher auch etwas noch schrecklicheres anstellen, als mit der Messerattacke, dabei gibts Benzin auch kanisterweise an jeder Tanke und Glasflaschen gibts überall. Un dwie auffällig ist heutzutage jemand mit einem Sixpack Bierflaschen, wenn die Verschlüsse etwas verdeckt sind, damit man den Stoff nicht gleich sieht?
                    Was nutzen dann verschärfte Waffengesetze? Nichts, die Täter werden nur auf andres ausweichen.
                    Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                    Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

                    Kommentar


                      Zitat von Suthriel Beitrag anzeigen
                      Worum gehts hier eigentlich gerade? *grübel* Sollte man nach so einem Vorfall nicht lieber nachschauen, warum genau der Täter sich zu dieser Tat hat hinreissen lassen und warum vorher niemandem etwas aufgefallen ist?
                      Nein, denn das können wir hier sowieso nicht.


                      Nur weil diese "Möchtegern"-Attentäter das ganze wohl nicht genug getestet haben, heisst es nicht, das es nicht relativ einfach wäre, eine Bombe zu bauen, sogar mit legalen Mitteln, die es für ein paar Euro überall gibt.
                      Doch, das heißt es. Man kann zwar wohl Leute zu Bombenattentäter ausbilden, aber Autodidakten machen dann doch oft Fehler.

                      Zu der Diskussion über Waffen und neue Verbote, ich bin ebenfalls der Meinung, das neue Verbote bei uns nichts bringen, wenn man mal in den üblichen Baumarkt nebenan schaut. Kettensägen, Äxte, Sicheln, Sensen, Bunsenbrenner, Lötlampen bzw. Lötkolben, Gas-Schweißgeräte, Nagelpistolen, Akkubohrer jeder Größe mit den unterschiedlichsten Aufsätzen (Lochsägeaufsatz anyone?) und weiss der Geier, was man noch alles nehmen könnte.
                      Mit einem Sixpack Molotov Cocktails, geworfen in solche voll besetzten Zimmer, ließe sich sicher auch etwas noch schrecklicheres anstellen, als mit der Messerattacke, dabei gibts Benzin auch kanisterweise an jeder Tanke und Glasflaschen gibts überall. Un dwie auffällig ist heutzutage jemand mit einem Sixpack Bierflaschen, wenn die Verschlüsse etwas verdeckt sind, damit man den Stoff nicht gleich sieht?
                      Jemanden zu verletzen, ist damit sicher einfach. Aber so massenhaft zu töten ist gar nicht so einfach. Oder warum werden diese Waffen nicht so häufig benutzt?

                      Was nutzen dann verschärfte Waffengesetze? Nichts, die Täter werden nur auf andres ausweichen.
                      Sicher. Aber auch wenn dann nur 26 statt 27 Menschen getötet werden, haben wir immerhin ein Menschenleben gerettet.

                      Kommentar


                        Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                        Diese Leute kann man dann aber auch leichter erkennen. Abgesehen davon hat man dann schon einmal die Leute aussortiert, die es eigentlich nicht so ernst meinen.
                        Die kannst du aber nur erkennen, wenn du sie "wegen Verdachtsmomenten" unter Beobachtung stellst. Ansonsten bleibt eben der Verdachtsmoment.
                        Wenn du aber jeden wegen Verdachtsmomenten (z.B. wenn einer mal aus Zorn sagt "die sch**** Schule fackel ich ab") beschatten läßt, dann fehlt es wieder an anderer Stelle an Personal.
                        Und wenn ich mir überlege, daß die beiden Amokläufer (Littleton) sich ein volles Jahr vorbereitet haben, dann frage ich mich, wieso solche Leute nicht in der Lage sein sollten, sich innerhalb von nur ein paar Wochen "Vorbereitung" eine illegale Schußwaffe zu besorgen?

                        Womit der Schaden schon einmal verringert wird.
                        Davon bin ich nicht übereugt.
                        In der Summe bringt es nichts sich auf eine Waffenart zu stürzen, um den Wahnsinn aus den Köpfen einiger Leute zu vertreiben. Die lassen sich dann halt etwas anderes einfallen. Jeder Depp ist z.B. in der Lage einen sog. "Molotov Cocktail" zu basteln. Da muß man sich schon ziemlich bescheuert anstellen, wenn man das nicht hinbekommt.

                        Dazu müsste man jetzt noch vergleichen, wie viele versuchte Morde und Körperverletzungen ohne Todesfolge es jeweils gibt.
                        Von Ausnahmen abgesehen, passieren z.B. im Haushalt die "versuchten Morde" bestimmt nicht mit Schusswaffen. Als erstes wird doch zum Messerblock gegriffen. Seltsamerweise passieren solche Dinge auch tatsächlich am häufigsten "in der Küche" bzw. nehmen ab da ihren Lauf. Dort sind eben "die gefährlichen Gegenstände".

                        Ne, die machen es nur einfacher.
                        Über Umwege kommt man auch zum Ziel.

                        Das ist allerdings auch nicht so einfach. Wie gerade wieder die Möchtegern-Attentäter in Bonn bewiesen haben.
                        Meinst du diese hier:
                        Deutschlandfest in Bonn : Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten fest | Bundespräsident: Gauck folgt Wulff- Frankfurter Rundschau
                        Die hatten aber eh etwas "größeres" vor als eine Schule oder? Demzufolge ist ihnen bei der Beschaffung gewisser Zutaten bestimmt der ein oder andere Fehler unterlaufen.

                        Wenn der Amokläufer die Bombenpläne hätte umsetzen können, hätte er es auch getan. Aber das ist eben nicht so einfach.
                        Silvester: Wenn es kein Blindgänger gewesen wäre, dann hätte es bumm gemacht....

                        Das eigentlich erschreckende daran ist doch der Plan, den die ausgetüftelt hatten.
                        Über die Umsetzung läßt sich streiten.

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                          Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                          Sicher. Aber auch wenn dann nur 26 statt 27 Menschen getötet werden, haben wir immerhin ein Menschenleben gerettet.
                          Toll. Und dafür Millionen andere, die niemals vor- oder auch nur im Traum daran gedacht hätten, einen Amoklauf zu begehen, massiv in ihren Freiheiten beschränkt. Danach gibts irgendwann keine Messer mehr, um noch einen Menschen zu retten, und dann werden Schraubendreher verboten, um noch einen zu retten, und man muss künftig einen Handwerker kommen lassen, weil man irgendeinen Popelkram repariert haben möchte. Stärkt dann auch noch die Wirtschaft!

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                            Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                            Die kannst du aber nur erkennen, wenn du sie "wegen Verdachtsmomenten" unter Beobachtung stellst. Ansonsten bleibt eben der Verdachtsmoment.
                            Du bildest da eine falsche Dichotomy. Eine relative Verbesserung bleibt eine Verbesserung, auch wenn es keine absolute Garantie gibt.

                            dann frage ich mich, wieso solche Leute nicht in der Lage sein sollten, sich innerhalb von nur ein paar Wochen "Vorbereitung" eine illegale Schußwaffe zu besorgen?
                            Vielleicht, aber vielleicht auch nicht.

                            Davon bin ich nicht übereugt.
                            In der Summe bringt es nichts sich auf eine Waffenart zu stürzen, um den Wahnsinn aus den Köpfen einiger Leute zu vertreiben. Die lassen sich dann halt etwas anderes einfallen. Jeder Depp ist z.B. in der Lage einen sog. "Molotov Cocktail" zu basteln. Da muß man sich schon ziemlich bescheuert anstellen, wenn man das nicht hinbekommt.
                            Ja, so wie hier
                            Amoklauf im bayrischen Ansbach: 18-Jähriger stürmt Gymnasium mit Molotow-Cocktails - News - Bild.de
                            Schlimm, aber eben weniger schlimm als das was wir in USA haben.

                            Von Ausnahmen abgesehen, passieren z.B. im Haushalt die "versuchten Morde" bestimmt nicht mit Schusswaffen. Als erstes wird doch zum Messerblock gegriffen. Seltsamerweise passieren solche Dinge auch tatsächlich am häufigsten "in der Küche" bzw. nehmen ab da ihren Lauf. Dort sind eben "die gefährlichen Gegenstände".
                            Meinst du diese hier:
                            Deutschlandfest in Bonn : Polizei nimmt vier mutmaßliche Islamisten fest | Bundespräsident: Gauck folgt Wulff- Frankfurter Rundschau
                            Die hatten aber eh etwas "größeres" vor als eine Schule oder? Demzufolge ist ihnen bei der Beschaffung gewisser Zutaten bestimmt der ein oder andere Fehler unterlaufen.
                            Wie kann man denn da Fehler machen
                            Soll doch angeblich kinderleicht sein.

                            Das eigentlich erschreckende daran ist doch der Plan, den die ausgetüftelt hatten.
                            Über die Umsetzung läßt sich streiten.
                            Ja, aber Pläne lassen sich schwer verhindern. Die Umsetzung aber deutlich erschweren.

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                              Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                              Du bildest da eine falsche Dichotomy. Eine relative Verbesserung bleibt eine Verbesserung, auch wenn es keine absolute Garantie gibt.
                              Du bildest dir ja selber eine Dichotomie. Die "relative Verbesserung" geht auf Dauer gegen Null, weil dann eben was anderes genommen wird, was ev. noch mehr Opfer kostet. Also gibt es da faktisch keine Verbesserung.

                              Vielleicht, aber vielleicht auch nicht.
                              Mehr als ein Vielleicht kannst du eben durch Verbote auch nicht erreichen.

                              Ja, so wie hier
                              Amoklauf im bayrischen Ansbach: 18-Jähriger stürmt Gymnasium mit Molotow-Cocktails - News - Bild.de
                              Schlimm, aber eben weniger schlimm als das was wir in USA haben.
                              Man kann auch so argumentieren:
                              Obwohl eine Schusswaffe immer noch leicht zugänglich gewesen wäre - da sie nicht verboten sind -, hat der Täter zu einer Axt gegriffen.
                              Ein Verbot von Schusswaffen hätte an der Tat also nichts geändert.

                              Wie kann man denn da Fehler machen
                              Soll doch angeblich kinderleicht sein.
                              Hab ich nie behauptet. Irgend jemandem muß ja was aufgefallen sein, wenn sie noch vor der Tat gefasst wurden.
                              Wogegen bei den beiden Schülern in Littleton, über ein ganzes Jahr lang niemandem etwas aufgefallen war.

                              Ja, aber Pläne lassen sich schwer verhindern. Die Umsetzung aber deutlich erschweren.
                              Wie bereits gesagt: Umwege führen auch zum Ziel. Bei Umwegen hat man wieder das Problem, daß die Tat gezwungenermaßen noch besser vorbereitet sein wird.
                              Immerhin geben Amokläufer mit Schußwaffen meistens selber auf. Wenn aber eine Bombe hochgegangen ist, kann man hinterher nicht mehr entscheiden: "ich gebe auf".
                              Der Täter in Erfurt konnte sogar von einem Lehrer angesprochen und in einem Klassenraum eingesperrt werden.
                              Das gelang bestimmt nicht, weil dem Amokläufer die Munition ausgegangen war.

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                                Zitat von Prix Beitrag anzeigen



                                Grins--- ich habe geerbt.......
                                Schon das "sinnige" --- Munition und Waffe getrennt transportieren --- ist doch mal einer Neuregelung wert!


                                mfg

                                Prix
                                Du müßtest also eine gelbe WBK haben?
                                Wozu sollst du überhaupt als Erbe Munition haben? Soweit ich weiß, muß die Waffe sogar funktionsuntüchtig gemacht werden?
                                Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                                Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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