Glaubt ihr an Wiedergeburt? - SciFi-Forum

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Glaubt ihr an Wiedergeburt?

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    #16
    @ 3of5: Du hast zumindest in geisser Weise Recht: Die Struktur machts. Unser gehirn und ein Computer basieren ja auch auf demselben Prinzipdass Computer schneller sind, als Menschen. Sie funktionieren aber mit Elektronenstrom, der etwa 1.000.000 x schneller ist, als der Ionenstrom in unserem Gehirn, weshalb sie Rechenoperationen schneller durchführen können, als wir. Dennoch sind wir z.B. in der Bildverarbeitung wesentlich schneller, als jeder Computer. Die Struktur machts.

    Allerdings muss man auch sagen, dass durch Recycling ja wieder biologische/organische Strukturen daraus werden. Insofern wird unsere Substanz ja nicht verloren.
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      #17
      Original geschrieben von Spocky

      Allerdings muss man auch sagen, dass durch Recycling ja wieder biologische/organische Strukturen daraus werden. Insofern wird unsere Substanz ja nicht verloren.
      Das erinnert mich schon wieder an Chemie: Es heißt doch, dass nichts verloren geht; also kann man daraus schließen, dass auch wir oder unsere Substanzen nicht verloren gehen und irgendwo ja weiter existieren müssen...
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        #18
        Original geschrieben von QueenArachnia
        Das erinnert mich schon wieder an Chemie: Es heißt doch, dass nichts verloren geht; also kann man daraus schließen, dass auch wir oder unsere Substanzen nicht verloren gehen und irgendwo ja weiter existieren müssen...
        Tun unsere Substanzen ja auch: indem wir verrotten bzw. verbrannt werden. Die Elemente bleiben erhalten, nicht aber die Struktur, die "uns" definiert.

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          #19
          Original geschrieben von Jack Crow
          Die Elemente bleiben erhalten, nicht aber die Struktur, die "uns" definiert.
          Das ist genau das Problem, für die die glauben, dass es ein Leben nach dem Tode gibt. Es müsste etwas von uns übrig bleiben, was unsere Individualität speichert. Dafür gibt es aber keinerlei Anzeichen und schon gar keine Beweise. Der Körper wird einfach abgebaut und diverse Bodenorganismen freuen sich über Futter
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            #20
            Ja, der Körper, aber was ist mit einer Seele? Unseren Gefühlen? Unser Gehirn ist ja das einzige Organ, dass über seine Existenz Bescheid weiß, ich kann es mir nciht vorstellen, dass dieses bilogische Material zu sowas fähig ist -> Seele.
            Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, bin ja auch Protestant.

            Im vorzeitigen Ruhestand.

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              #21
              Ich glaube schon an ein Leben nach dem Tod. Vorallem da ich es so sehe, dass wir auch rein materiell nach unserem Tod nicht völlig verschwinden. Die Energiemuster unserer Hirne existieren auf die eine oder andere Weise weiter (vielleicht als Schwingungen in Strings oder so) -> Seele

              Aber an eine Wiedergeburt glaube ich nicht - auch wenn das Sinn machen würde, da Kreisläufe in der Natur sehr häufig sind.

              Ich denke eher, dass nach dem Tod die Seele oder Energie unseres Bewusstseins im "Universum" aufgeht und Teil eines größeren Ganzen wird. Vielleicht hat alle sim Universum ja eine gewisse Energie und ist mit einander verbunden. Und in diesem "universellen Bewusstsein" gehen wir dann auf, also unser Geist.
              Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
              Makes perfect sense.

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                #22
                Was ist die Seele? Als Seele wird die Kombination unserer Erfahrungen, Gefühle und Reaktionen bezeichnet. Diese beruhen auf der Art der Verschaltung der Nerven und biochemischen Faktoren. Die "Seele" hat ihre materielle Basis in der Physiologie und Biochemie unseres Gehirns und wird deshalb wie der Rest von uns ebenfalls beim Tod zerstört. Die Teilung eines Menschen in Seele und Körper (oder Körper und Geist) ist falsch, da diese nicht trennbar sind. Sie stellen eine materielle Einheit dar.

                /Edit:
                @Harmarkhis: wie sollen sich die Energiemuster des Gehirns von diesem ablösen? Diese Muster erhalten ihre Spezifität durch die Verbindungen der Nerven, die individuell sind. (Es gibt deutlich mehr Nervenverknüpfungen als Gene, übrigens auch ein deutlicher Hinweis dafür, dass das Verhalten nicht hauptsächlich genetisch bestimmt sein kann).
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                  #23
                  Ich sehe das so wie max:
                  Das menschliche Leben und das menschliche Wesen inklusive der Seele ist IMO endlich und geht komplett mit dem Ende des Lebens verloren.
                  “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
                  They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
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                    #24
                    Allerdings muss man auch sagen, dass durch Recycling ja wieder biologische/organische Strukturen daraus werden. Insofern wird unsere Substanz ja nicht verloren.
                    Richtig, aber wie Jack schon gesagt hat: Es ist eben die Struktur und nicht die materielle Substanz die uns definiert. Unsere Atome haben lediglich die Bedeutung eines Speichermediums. Wenn man einen einmaligen Song von einer Festplatte löscht, würde ja auch niemand behaupten, dass der Song weiter existiert, bloß weil es die Festplatte noch gibt... der Song ist futsch, weil die besondere Struktur gelöscht wurde. Ebenso ist es mit unserer Existenz.

                    Was Harmarkhis Statement angeht, stimme ich Max Einwand zu. Unsere Energie ist ja nicht (wie uns das esoterisch angehauchte Star Trek-Episoden gerne verkaufen wollen ) irgendein eigenständiges "Ding", sondern etwas, das mit der Materie in Verbindung steht. Wenn wir sterben, bleibt die Energie zwar erhalten, aber wechselt in vollkommen andere Zustände (z.B. Wärmeenergie wenn unsere Körperbestandteile von Kleinstlebewesen zersetzt werden) und trägt auf keinen Fall unser menschliches Wesen mit sich, denn das besteht nicht einfach aus Energie, sondern aus einem komplexen Mechanismus von Nervenzellen.

                    Wie gesagt: Die Struktur und somit unser Wesen, geht verloren.

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                      #25
                      Im Grunde glaube ich weder an Wiedergeburt noch an ein Leben nach dem Tod; meiner Meinung nach sind das Dinge, die die Religionen erfunden haben, um ihre Anhänger durch solche Strafe/Belohnung dazu zu bringen, nach ihren Werten zu leben (und zum Teil natürlich auch Erklärungsversuche für das wofür eben keine Sinneseindrücke vorliegen).
                      Selbstverständlich kann man bei sowas nie sicher sein. Aufgrund der schon erwähnten Energieerhaltung könnte man auch auf Wiedergeburten schließen. Vielleicht hatte Epikur ja auch mit seinen Seelenatomen recht, die sich nachdem Tod in neuen Lebewesen wieder zusamensetzen (das würde auch meine höchst multiple Persönlichkeit erklären).
                      Warum man sich nicht an frühere Leben erinnern kann, ließe sich auch erklären: Das Gedächtnis ist nun mal zum Großteil physisch durch Eiweißverbindungen im Gehirn (und wie einige inzwischen auch annehmen im Herzen (vielleicht auch in anderen Organen)) vertreten; diese gehen beim Tod selbstverständlich verloren, so dass man sich im neuen Leben nicht mehr an das alte erinnern kann.
                      (Meine Mutter behauptet übrigens, dass ich früher im Schlaf in einer fremden Sprache geredet hab, also vielleicht bleibt ja doch was erhalten (obwohl ich so meine Zweifel an der Geschichte habe). Und an die Säuglingszeit - die Zeit direkt nach der Wiedergeburt - können sich ja auch die Wenigsten erinnern)
                      Was nun genau nach meinem Tod passiert, ist eigentlich auch egal, denn in jedem Fall wird es mich, so wie ich mich kenne, nicht mehr geben.

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                        #26
                        Ich glaube daran, dass ich nach meinem Tod in irgendeiner Form weiterexistieren werde, und nicht, das plötzlich "alle lichter ausgehen". Wie das funktionieren soll, kann ich mir nicht erklären, und wenn Leute Dinge nicht wirklich erklären können, fangen sie an, an gewisse Dinge zu "glauben"...so wie ich
                        Ich glaube nicht daran, dass ich meinem Schöpfer gegenübertreten werde...aber es wird nicht aufhören, mich zu geben.

                        Ich habe dafür keinen Beweis und kann darüber nicht diskutieren, denn diskutieren über ein Leben nach dem Tod kann man nur, wenn man schonmal tot war (und sich daran erinnern kann), und somit kann das wohl keiner hier.

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                          #27
                          @ Jack Crow: Mich würde mal interessieren, welche Struktur uns denn definiert. Wir werden ja aus Zuckern und Amminosäuren (u.a.) aufgebaut und die bleiben (wenn wir nicht verbrannt werden) schon einigermaßen in der Struktur erhalten, indem sie einfach andere Lebewesen ernähren.
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                          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                            #28
                            @Spocky: Aber die besondere Zusammensetzung dieser Bestandteile ist es doch, die unser Wesen ausmacht und nicht die Proteine, Aminsäuren usw. an sich.
                            Durch die Neubildung von Zellen besteht unser Körper nach einigen Jahren fast vollständig aus anderer Materie, das heißt, die Substanz die dich vor 10 Jahren gebildet hast, ist fast vollständig ausgeschieden, abgestossen oder veratmet. Würdest du sagen, dass du deshalb ein vollkommen anderes Wesen bist? Oder dass es irgendeine Bedeutung hat, dass deine "alte" Materie, die jetzt vieleicht Bestandteil von Mikroorganismen ist, mal einem denkenden Menschen angehört hat?

                            Und ich verweise noch mal auf mein Beispiel mit den Datenträgern. Wenn man eine CD einschmilzt, sind die Daten die darauf waren ja auch verloren. Dass die Atome aus denen die CD und somit Daten "bestanden" weiterexistieren ist dafür nicht von Bedeutung, denn nur die besondere Struktur hat die Daten definiert.

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                              #29
                              Das, was uns wirklich ausmacht, ist unser Gehirn. Es ist Träger unseres Bewusstseins und unserer Persönlichkeit. Seine Struktur hängt zu einem Großteil davon ab, was wir persönlich erleben. Windungen, die öfter gebraucht werden, werden dicker, andere Verkümmern. Kein Gehirn ist wie ein anderes.

                              Was den Rest unseres Körpers angeht, so brauchen wir ihn, um uns entfalten zu können.

                              Ich streite nicht ab, dass auch ein bisschen Sentimentalität dahintersteckt.
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                                #30
                                Original geschrieben von QueenArachnia
                                Naja, ich hatte gesagt, dass ich an Wiedergeburt etc glaube, aber ich halte das mit der Weiterverarbeitung natürlich auch für logischer! Auf jeden Fall werden wir alle irgendwann mal sehen, was nach dem Tod ist und wenn wir uns wieder treffen sollten, können wir ja Erfahrungen austauschen
                                Nö. Wenn wir mit dem Tod tatsächlich aufhören zu existieren, werden wir von der Nicht-Existenz nichts mehr mitkriegen, weil Bewusstsein und Empfindung dann auf das Leben begrenzt wären. Wer an ein Leben nach dem Tod glaubt, wird also nie enttäuscht werden.. wäre vieleicht auch etwas sehr hart.

                                Zefram:
                                Ich habe dafür keinen Beweis und kann darüber nicht diskutieren, denn diskutieren über ein Leben nach dem Tod kann man nur, wenn man schonmal tot war (und sich daran erinnern kann)
                                Ich denke, dass man auch im Leben schon über die Bedeutung des Todes Vermutungen anstellen kann. Wir wissen schließlich schon eine ganze Menge über das Universum und die Enstehung des Lebens. Und nichts von dem, was wir bisher gefunden haben, spricht für ein Weiterexistieren nach dem Tod.

                                ...und somit kann das wohl keiner hier
                                Bist du da ganz sicher?

                                Spocky:
                                Das, was uns wirklich ausmacht, ist unser Gehirn. Es ist Träger unseres Bewusstseins und unserer Persönlichkeit. Seine Struktur hängt zu einem Großteil davon ab, was wir persönlich erleben. Windungen, die öfter gebraucht werden, werden dicker, andere Verkümmern. Kein Gehirn ist wie ein anderes.
                                Richtig. Aber wir sind eben nur was wir sind, durch die besondere Ausrichtung der Materie in unserem Körper und nicht durch die bloße Existenz dieser Materie.

                                Ich streite nicht ab, dass auch ein bisschen Sentimentalität dahintersteckt.
                                Das merkt man. Aber ich finde, wenn man an die eigene Sterblichkeit denkt, gibt es viel tröstlicheres als die Tatsache, dass unsere Kohlenstoffverbindungen nach dem Tod weiterexistieren...

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