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Ehen sollen nach 7 Jahren auslaufen...

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    #46
    Zitat von newman Beitrag anzeigen
    Die einzige Möglichkeit eine Liebe konstant aufrecht zu erhalten besteht über Moral, d.h. den inneren Willen beider eine Ehe auch in ihren Tiefpunkten nicht auslaufen zu lassen und stattdessen an ihr zu arbeiten.
    Mit Moral hat das gar nichts zu tun. Zueinander zu halten, auch in Tiefpunkten der Beziehung, ist doch keine moralische Handlung. Eher eine romantische.

    Und ich glaube nicht, dass dies durch "Zwangsehen" bis zum Lebensende gefördert wird. Von nix kommt nix. Wenn man sich nicht mehr liebt und nicht mehr für die Beziehung kämpfen will, ist es völlig unerheblich, ob die Ehe in ein paar Jahren so oder so ausläuft oder ob man sich dann scheiden lässt. Mit dem Unterschied, dass letzteres mehr Arbeit macht.

    Eine Erneuerung hat aber nur einen Wert, wenn diese auch wirklich von innen heraus kommt. Wenn sie von außen bestimmt ist und alle paar Jahre ausläuft, dann wird im Gegenteil das Ja Wort zu einer trivialen Farce ohne Bedeutung.
    Das trifft ebenso auf den dauerhaften Erhalt der Ehe aufgrund Gesetz oder Zwänge durch obskure Moralkodexe zu.
    Eher ist der Gegenteil von dem der Fall, was du sagst: wenn die Ehe ausläuft und das Versprechen erneuern muss, dann wird man das wohl eher nur dann tun, wenn man wirklich noch mit dem Partner zusammenbleiben will. Bei einer normalen Ehe, würde man die Farce leben... zusammen aufgrund gesellschaftlicher Normen und nicht aus Liebe/Vertrauen/etc. Eine Zeitehe würde sowas viel eher verhindern.
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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      #47
      Bleib mal auf dem Boden. Die Ehe ist kein exklusives Sakrament der christlichen Kirche. War sie nie und wird sie - Gott sei Dank!
      Doch, das war sie lange Zeit. Wenigstens hier im Abendland. Die Auftrennung in kirchliche und standesamtliche Ehe ist relativ jungen Datums. Noch heute kommt es gelegentlich vor, dass ich von einem konservativen Christen das Statement höre, der Staat hätte sich mit der Ehe eine Sache angeeignet, die eigentlich der Religion zustehen würde Was natürlich einigermaßen idiotisch ist, da die Ehe als Institution aus persönlichen und gesellschaftlichen Interessen erwächst. Geheiratet wird überall auf der Welt, aber längst nicht überall ist die Ehe eine religiöse Angelegenheit.

      Mit Moral hat das gar nichts zu tun. Zueinander zu halten, auch in Tiefpunkten der Beziehung, ist doch keine moralische Handlung. Eher eine romantische.
      Zustimmung. Die Entscheidung, zusammen zu bleiben, sollte nicht das Ergebnis gesellschaftlicher oder religiöser Zwänge sein, sondern aus der Hoffnung resultieren, dass die Krise nicht von Dauer sein wird, und dass es sich wirklich lohnt, zusammen zu bleiben. Und das ist keine moralische Entscheidung, sondern gesundes Eigeninteresse.

      @Kirk:
      Ich habe es so auch nicht behauptet, dass die Ehe exklusiv für die christliche Kirche gilt, aber ich bezog mich darauf dass es moralisch fragwürdig ist, einen Bund des Lebens auf eine begrenzte Zeit einzuschränken.
      Da die Ehe eine freiwillige Angelegenheit zwischen zwei Menschen ist, wüsste ich nicht, wie so etwas "unmoralisch" sein könnte. Nach dem Motto: volenti non fit iniuria.

      Die Frage ist nicht, ob so eine zeitlich begrenzte Ehe unmoralisch ist, sondern eher, ob es die Geste der Eheschließung nicht ziemlich witzlos macht. Gegen so eine Zeit-Ehe spricht m.E. am ehesten, dass sie unästhetisch ist. Aber von Moral sollte da keine Rede sein.

      Atheisten mögen dies anders sehen, und darüber möchte ich mich auch nicht streiten, aber für mich ist die Ehe eine heilige und spirituelle Institution, die, abgesehen von der staatlichen Bedeutung, über das Leben und den Tod hinausgeht, denn was auf Erden verbunden wurde, soll auch im Himmel nicht getrennt werden.
      In dieser Hinsicht werden dir nicht nur Atheisten, sondern auch die meisten Christen widersprechen, da die Ehe nach christlicher Vorstellung durch den Tod geschieden wird. Was macht denn ein Christ, der nach dem Tod seiner Frau erneut heiratet, wenn er in den Himmel kommt? Ist dann Polygamie angesagt?

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        #48
        Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
        Doch, das war sie lange Zeit. Wenigstens hier im Abendland. Die Auftrennung in kirchliche und standesamtliche Ehe ist relativ jungen Datums. Noch heute kommt es gelegentlich vor, dass ich von einem konservativen Christen das Statement höre, der Staat hätte sich mit der Ehe eine Sache angeeignet, die eigentlich der Religion zustehen würde Was natürlich einigermaßen idiotisch ist, da die Ehe als Institution aus persönlichen und gesellschaftlichen Interessen erwächst. Geheiratet wird überall auf der Welt, aber längst nicht überall ist die Ehe eine religiöse Angelegenheit.
        schon die alten Germanen lebten in als heute Ehe zu bezeichnen Familienverhältnissen lange bevor die katholische Kirche überhaupt einen Einfluss im römischen Reich respektive in Europa hatte. Schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus (55-116 n.C.) hat die Tugend und die Reinheit der germanischen Ehe in seinen Schriften beschrieben. Da hat noch nicht mal einer an die katholische Kirche gedacht.

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          #49
          So neu ist die Idee mit der Ehe auf Zeit übrigens nicht. Einer der klügsten deutschen Köpfe hat das schon vor 200 Jahren vorgeschlagen, nämlich kein geringerer, als Johann Wolfgang von Goethe. Der schlug sogar eine Erneuerung des Eheversprechens alle 5 Jahre vor...

          Leider finde ich hierzu nur Zitate aus anderen Foren, aber keinen Link zum Originalzitat

          Und Erwin Pelzig ist derselben Meinung...
          https://ssl.sueddeutsche.de/bayern/artikel/140/133888/
          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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            #50
            Naja, der liebe Goethe hatte so manche verstrahlte Ideen. Zum Beispiel seine Farbenlehre, mit der er kolossal falsch lag, oder der Neptunismus.

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              #51
              OK, das stimmt. Das mit dem Neptunismus hätte er eindeutig besser wissen müssen, wo er doch sogar eine Italienreise unternommen und dabei auch Vulkane gesehen hat...
              Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                #52
                Die Neptunisten hatten ja so eine Spezialerklärung für das Phänomen der Vulkane, laut der Vulkane auf unterirdische Kohlefeuer zurückgehen (oder so ähnlich)

                Aber Goethe war sowieso nicht besonders gut zum Wissenschaftler geeignet, da er alle Aussagen über die Natur von seinen ästhetischen Standpunkten abhängig machte. Dementsprechend hat er z.B. auch nie moderne Instrumente für seine optische Forschung benutzt, weil er damit der Natur Zwang angetan hätte... Und sein Leben lang hat er nie Mathematik gelernt, aber dennoch gemeint, sein naturwissenschaftliches Werk wäre wichtiger als sein dichterisches. Naja.

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                  #53
                  Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                  Da die Ehe eine freiwillige Angelegenheit zwischen zwei Menschen ist, wüsste ich nicht, wie so etwas "unmoralisch" sein könnte. Nach dem Motto: volenti non fit iniuria.

                  Die Frage ist nicht, ob so eine zeitlich begrenzte Ehe unmoralisch ist, sondern eher, ob es die Geste der Eheschließung nicht ziemlich witzlos macht. Gegen so eine Zeit-Ehe spricht m.E. am ehesten, dass sie unästhetisch ist. Aber von Moral sollte da keine Rede sein.
                  Ich habe nirgends behauptet, dass die Ehe moralisch fragwürdig ist, sondern dass eine Begrenzung dieser moralisch fragwürdig ist.
                  Die Ehe zwischen Mann und Frau ist heilig, so wie die beideseitig, dauerhaft glückliche Liebe in sich vollkommen ist.
                  Die Ehe bietet sozialen Zusammenhalt und Stabilität um so es eventuellen Kindern zu ermöglichen, einen möglichst guten Start ins Leben zu haben und mit Werten aufzuwachsen, welche es wert sind, vertreten zu werden.
                  Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                  In dieser Hinsicht werden dir nicht nur Atheisten, sondern auch die meisten Christen widersprechen, da die Ehe nach christlicher Vorstellung durch den Tod geschieden wird. Was macht denn ein Christ, der nach dem Tod seiner Frau erneut heiratet, wenn er in den Himmel kommt? Ist dann Polygamie angesagt?
                  Ich bin Mormone, also bin ich Christ, und meiner Ansicht nach gilt die Ehe in Zeit und Ewigkeit, egal was manche Christen darüber denken würden, denn was auf Erden gebunden wird, soll auch im Himmel vereint sein.
                  Ich kenne die exakte Textstelle und den genauen Wortlaut nicht, aber sinngemäß steht es so in der Bibel und wer daran nicht glaubt, ist kein echter Christ.
                  Das zählt auch für die Ehe.
                  Die Wahrheit entgeht dem, der nicht mit beiden Augen sieht. Wähle den Weg, der recht und wahr ist.
                  Wenn Du erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, dann wurde das Mahl vor langer Zeit bereitet.
                  Skylaterne vor der Haustür (Youtube Video) - ich bin ein Mitglied der Kirche Jesu Christi. Die USS Vergissmeinnicht nimmt wieder ihren Dienst auf und heißt alle interessierten Crewmitglieder willkommen.

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                    #54
                    Ich habe nirgends behauptet, dass die Ehe moralisch fragwürdig ist, sondern dass eine Begrenzung dieser moralisch fragwürdig ist.
                    Nicht das beste Textverständnis. Es liegt doch wohl auf der Hand, dass ich mich mit der Frage, wie so etwas unmoralisch sein kann, nicht auf die Ehe, sondern auf die Scheidung bezog.

                    Wenn die Ehe die freiwillige Angelegenheit zweier Menschen ist, dann sehe ich nicht, wie es unmoralisch sein könnte, wenn diese Menschen sich schließlich entscheiden, diese Angelegenheit zwischen ihnen wieder zu beenden. Es mag traurig sein, aber auf keinen Fall unmoralisch, denn wenn der Mensch auf irgendetwas in der Welt ein Recht hat, dann auf sein eigenes Leben und die Führung desselben. Ein Gott, der die Menschen dazu zwingt, selbst eine unglückliche, qualvolle Ehe fortzusetzen, ist für mich ein verächtlicher Schurke.

                    Die Ehe zwischen Mann und Frau ist heilig, so wie die beideseitig, dauerhaft glückliche Liebe in sich vollkommen ist.
                    "Heilig" ist eine Ehe nur insofern, als sie von den Ehepartnern gewollt und bejaht ist. Eine Zwangsheirat ist ein abscheuliches Unding, und ein Zwang, eine unglückliche Ehe fortzusetzen, ist ebenfalls ein Unding.

                    Ich bin Mormone, also bin ich Christ
                    Mormonen sind keine Christen. Es handelt sich um eine Sekte, die sich ihre eigene Heilige Schrift zurechtphantasiert hat und soweit ich weiß von allen christlichen Kirchen nicht als christliche Gruppierung anerkannt wird. Was auch seine Richtigkeit hat.

                    Aber wenn du Mormone bist, hast du ja eh nichts gegen Polygamie einzuwenden

                    Ich kenne die exakte Textstelle und den genauen Wortlaut nicht, aber sinngemäß steht es so in der Bibel und wer daran nicht glaubt, ist kein echter Christ.
                    Jaja, so ein Urteil kommt natürlich gerade einem verketzerten Mormonen zu

                    Im Übrigen kann man der Bibel (genauer gesagt einer Stelle aus den Matthäusevangelium) eher entnehmen, dass die Ehe eine rein weltliche Angelegenheit ist, die im Jenseits endgültig ausgedient hat und nicht fortgesetzt wird.

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                      #55
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      Nicht das beste Textverständnis. Es liegt doch wohl auf der Hand, dass ich mich mit der Frage, wie so etwas unmoralisch sein kann, nicht auf die Ehe, sondern auf die Scheidung bezog.
                      Nun, wenn Du Dich vielleicht besser ausgedrückt hättest, wäre der Irrtum eher nicht geschehen.
                      Zumindest ein schlechtes Textverständnis wurde mir bisher noch nicht vorgeworfen, sondern bestenfalls der selbige Fehler, dass ich beim Schreiben mal durcheinander komme, gerade weil meine große Schwäche lange Sätze sind.
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      Wenn die Ehe die freiwillige Angelegenheit zweier Menschen ist, dann sehe ich nicht, wie es unmoralisch sein könnte, wenn diese Menschen sich schließlich entscheiden, diese Angelegenheit zwischen ihnen wieder zu beenden. Es mag traurig sein, aber auf keinen Fall unmoralisch, denn wenn der Mensch auf irgendetwas in der Welt ein Recht hat, dann auf sein eigenes Leben und die Führung desselben. Ein Gott, der die Menschen dazu zwingt, selbst eine unglückliche, qualvolle Ehe fortzusetzen, ist für mich ein verächtlicher Schurke.
                      Natürlich würden sich zwei Menschen freiwillig dazu entscheiden, den Bund der Ehe miteinander einzugehen, aber eine solche Entscheidung sollte nicht von Anfang an leichtfertig getroffen sein.
                      Dazu gibt es ja schließlich die Verlobung und zuvor sicherlich auch die einfache Phase gegenseitig romantischer Zuneigung.
                      Die Ehe sehe ich als Bund, um beispielsweise eventuellen Kindern eine soziale Stabilität bieten zu können.
                      Sie ist gewissermaßen ein Vertrag zwischen beiden Partnern, sich in guten und schlechten Zeiten beizustehen, gegenseitig aufzubauen, zu unterstützen, miteinander sprichwörtlich zu lachen und zu weinen.
                      Sicher ist es sehr schade wenn eine Ehe geschieden wird, aber es ist umso schlimmer, wenn vor dem Gesetz eine Ehe auf begrenzte Zeit nur noch Gültigkeit besitzt.
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      "Heilig" ist eine Ehe nur insofern, als sie von den Ehepartnern gewollt und bejaht ist. Eine Zwangsheirat ist ein abscheuliches Unding, und ein Zwang, eine unglückliche Ehe fortzusetzen, ist ebenfalls ein Unding.
                      Eine Zwangsheirat wollte ich auch gar nicht befürworten, aber es gibt nun einmal Kulturen, in denen solche traditionell vollzogen werden und es steht mir nicht zu, über Traditionen fremder Kulturen zu urteilen, auch wenn ich eine solche letztlich ebenfalls nicht befürworten würde.
                      Was macht denn eine Ehe so unglücklich, dass man letztlich sich gegen das Eheversprechen entscheidet, sich gegenseitig auch in schlechten Zeiten beizustehen?
                      Man kann nicht im Leben nur Glück erleben, denn dadurch würde das Glück an Bedeutung verlieren.
                      Allerdings gibt es sicher Situationen, wo einer der Ehepartner möglicherweise sich so verhält, dass der andere es auf die Dauer nicht ertragen kann.
                      Andere Gründe, wie Herausforderungen von außen, sollten gemeinsam überwunden werden können, aber dazu ist eine Grundvoraussetzung gegenseitiges, uneingeschränktes Vertrauen.
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      Mormonen sind keine Christen. Es handelt sich um eine Sekte, die sich ihre eigene Heilige Schrift zurechtphantasiert hat und soweit ich weiß von allen christlichen Kirchen nicht als christliche Gruppierung anerkannt wird. Was auch seine Richtigkeit hat.
                      Da bist Du offenbar falsch informiert, denn Mormonen sind in der Tat gläubige Christen.
                      Sie folgen ebenfalls den Werten der Bibel, halten die gleichen Gebote, Beten zu Gott und so weiter.
                      Allerdings gibt es ein zusätzliches Buch "Mormon", welches auf der Bibel basiert und praktisch eher eine Fortsetzung der Chronik der Bibel ist, aber in keiner Hinsicht im Widerspruch zu dieser steht.
                      Vielmehr ist es beispielsweise durch das Wort der Weisheit eine Anleitung und ein Gebot, wie man ein gesundes Leben führen und sich zu einem besseren Menschen entwickeln kann.
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      Aber wenn du Mormone bist, hast du ja eh nichts gegen Polygamie einzuwenden
                      Es gab leider in der Geschichte in der Tat eine Abspaltung der Mormonen, welche die Polygamie weiterhin erhalten wollten, als diese endlich als falsch erkannt wurde.
                      Diese Abspaltung geschah, soviel ich weiß, bereits im 19. JHD..
                      Den Mormonen der Gegenwart die Fehler der Vergangenheit ihrer Religion vorzuwerfen ist ebenso falsch, wie der heutigen katholischen Kirche die Kreuzzüge, die Inquisition oder die Einschränkung der Religionsfreiheit vorzuwerfen.
                      Es ist im Gegenteil sogar so der Fall, dass in der Kirche der Mormonen heutzutage nicht nur die Monogamie als einzige Form der Ehe befürwortet wird, und es sogar gern gesehen wird, wenn beide Ehepartner jungfräulich in die Ehe gehen, was aus gesundheitlicher Hinsicht im Zeitalter von AIDS irgendwo auch verständlich ist, wenn man bedenkt, dass diese Sichtweisenoch aus einer Zeit stammt, wo die Medizin und die Aufklärung noch nicht annähernd soweit war, um ansteckende und vererbbare Geschlechtskrankheiten zu verstehen.
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      Jaja, so ein Urteil kommt natürlich gerade einem verketzerten Mormonen zu
                      Heute Abend ist wieder Familienheimabend für alleinstehende Erwachsene in der Kirche, da werde ich mal die Missionare fragen, ob sie wissen, wo diese Textstelle in der Bibel zu finden ist.
                      Wenn Du aber ein gläubiger Christ bist, müsstest Du diese Textstelle ebenfalls kennen, wenn vielleicht auch nicht unbedingt deren Position in den Schriften.
                      Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                      Im Übrigen kann man der Bibel (genauer gesagt einer Stelle aus den Matthäusevangelium) eher entnehmen, dass die Ehe eine rein weltliche Angelegenheit ist, die im Jenseits endgültig ausgedient hat und nicht fortgesetzt wird.
                      Und eben dort sehe ich den Widerspruch, denn die Ehe ist genauso ein weltlicher Bund, wie beispielsweise eine Entscheidung des Papstes.
                      Beide werden auf Erden verkündet und eingegangen und beide sind gleichermaßen auch im Himmel gültig, auch wenn ich es so sehe, dass der Himmel eigentlich nur ein extrem vereinfacht veranschaulichtes Sinnbild für eine andere Existenzebene ist, welches diese andere Existenzebene auch den Menschen schon damals nahe bringen sollte, als die Menschen noch keine Wissenschaft nach heutiger Sichtweise hatten.
                      Man braucht sich ja nur mal vor Augen halten, von wann an das alte Testament existierte.
                      Die Hölle aber gibt es meinem Verständnis nach nicht, denn ich verstehe das eher so, dass man mit den Entscheidungen, die man im irdischen Dasein getroffen hat in Anbetracht eines unverfälschten Gewissens klarkommen muss.
                      Je verwerflicher die Fehler gewesen sind, je schlimmer sind dann die Selbstvorwürfe, aber letztlich gelangen alle wieder in ihre eigentliche Existenzebene zurück, nur ist es die Angelegenheit eines jeden Menschen für sich, wie glücklich man dann mit seinem Gewissen weiter existieren will, denn nach dem irdischen Tod kann man es nicht mehr ändern.
                      Die Wahrheit entgeht dem, der nicht mit beiden Augen sieht. Wähle den Weg, der recht und wahr ist.
                      Wenn Du erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, dann wurde das Mahl vor langer Zeit bereitet.
                      Skylaterne vor der Haustür (Youtube Video) - ich bin ein Mitglied der Kirche Jesu Christi. Die USS Vergissmeinnicht nimmt wieder ihren Dienst auf und heißt alle interessierten Crewmitglieder willkommen.

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                        #56
                        Sie ist gewissermaßen ein Vertrag zwischen beiden Partnern, sich in guten und schlechten Zeiten beizustehen, gegenseitig aufzubauen, zu unterstützen, miteinander sprichwörtlich zu lachen und zu weinen.
                        das sollten die Basisbestandteile einer jeden funktionierenden Beziehung sein, da brauch ich jetzt keine Ehe zu. Das sollte auch so funktionieren, ansonsten hab ich keine Beziehung.

                        Sicher ist es sehr schade wenn eine Ehe geschieden wird, aber es ist umso schlimmer, wenn vor dem Gesetz eine Ehe auf begrenzte Zeit nur noch Gültigkeit besitzt.
                        Warum ist das schlimmer? Schau dich doch einfach mal im Bekanntenkreis deiner Eltern um. Und analysier das doch mal völlig wertneutral. Bei vielen Älteren ist es doch so das die Ehe mittlerweile praktisch völlig im Arsch ist und man halt nur noch zusammen lebt weil man einfach die Scheidung scheut. Die Kerle mutieren zur Couchpotatoe weil ab Mitte 40 die Konkurrenz im Werben um die Frau auch stark nachlässt. Die Frau arrangiert sich mit der Situation weil sie keinen Bock auf nen Neustart mehr hat. Aber beide sind eigentlich total unglücklich. Und grade bei Männern bedeutet ja die Ehe immer noch Sicherstellen in einem Abhängigkeitsverhältnis.

                        Ich würde sogar soweit gehen dass befristete Ehen besser funktionieren weil beide an der Ehe arbeiten müssen und investieren sonst ist Schicht im Schacht. Dann ist die Alte ohne viel Aufwand weg. Aus die Maus.

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                          #57
                          Natürlich würden sich zwei Menschen freiwillig dazu entscheiden, den Bund der Ehe miteinander einzugehen, aber eine solche Entscheidung sollte nicht von Anfang an leichtfertig getroffen sein.
                          Leichtfertig werden auch die wenigsten Menschen heiraten, weil fast alle damit doch die Intention verbinden, ein Leben lang zusammen zu bleiben. Aber menschliche Beziehungen sind etwas unvorhersehbares und anfälliges, und niemand kann ausschließen, dass man in zehn Jahren totunglücklich miteinander sein wird. In diesen Lagen eine Scheidung zu verbieten oder als moralisch verwerflich hinzustellen, d.h. von den Leuten zu erwarten, eine unglückliche Partnerschaft aufrechtzuerhalten "um Gottes Willen", das finde ich geradezu pervers.

                          Eine Zwangsheirat wollte ich auch gar nicht befürworten, aber es gibt nun einmal Kulturen, in denen solche traditionell vollzogen werden und es steht mir nicht zu, über Traditionen fremder Kulturen zu urteilen
                          Totaler Quatsch!

                          Selbstverständlich steht es einem zu, die Traditionen anderer Kulturen barbarisch, mittelalterlich, menschenverachtend und scheußlich zu nennen, wenn sie es nun mal sind. Oder urteilst du auch nicht über Klitorisverstümmelung oder Steinigung von Ehebrecherinnen?

                          Man kann gar nicht ermessen, wie viel Elend in die Welt gekommen ist, weil die Leute einen falschen Respekt vor der "Tradition" haben. Mir persönlich ist es dagegen scheißegal, ob eine Handlungsweise vor zwei Jahren von New Yorker Gangs erfunden oder vor 1400 Jahren von Mohammed gestiftet wurde.

                          Was macht denn eine Ehe so unglücklich, dass man letztlich sich gegen das Eheversprechen entscheidet, sich gegenseitig auch in schlechten Zeiten beizustehen?
                          Das geht dich zwar im Einzelnfall herzlich wenig an, aber dass Ehen entsetzlich unglücklich verlaufen können, sodass sie von den Ehepartner nur noch als einzige Qual empfunden wird, das ist eine unbestreitbare psychologische und soziale Tatsache. So etwas gibt es immer wieder, und hat es auch immer gegeben, weil zwei Menschen nicht von fünf Jahren Turtelei als junge Menschen darauf schließen können, was in 30 Jahren sein wird.

                          Da bist Du offenbar falsch informiert, denn Mormonen sind in der Tat gläubige Christen.
                          Nein. Sie stehen natürlich in einem Abstammungskontext mit dem Christentum, aber sie werden meines Wissens von keiner der großen Kirchen als "Christen" anerkannt. Ähnlich werden die Zeugen Jehovas nicht als christliche Gemeinschaft angesehen.

                          Heute Abend ist wieder Familienheimabend für alleinstehende Erwachsene in der Kirche, da werde ich mal die Missionare fragen, ob sie wissen, wo diese Textstelle in der Bibel zu finden ist.
                          Wenn Du aber ein gläubiger Christ bist, müsstest Du diese Textstelle ebenfalls kennen, wenn vielleicht auch nicht unbedingt deren Position in den Schriften.
                          Ich bin zwar kein Christ, aber da kann ich natürlich abhelfen:
                          Mahthäus 22,23

                          An demselben Tage traten die Sadduzäer zu ihm, die lehren, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn 24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt (5.Mose 25,5-6): »Wenn einer stirbt und hat keine Kinder, so soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken.« 25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder; 26 desgleichen der zweite und der dritte bis zum siebenten. 27 Zuletzt nach allen starb die Frau. 28 Nun in der Auferstehung: wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. 29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. 30 Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel.
                          Man könnte das "Im Himmel heiraten" hier zwar so verstehen, dass im Himmel nicht neu geheiratet wird, aber das ist offensichtlich nicht gemeint, da die Frage der Sadduzäer sich ja darauf bezieht, was im Himmel mit den Ehebeziehungen sein wird, die auf Erden geschlossen wurde. Und diese Frage weist Jesus offenbar zurück mit der Behauptung, dass die Einrichtung der Ehe im Himmel abgetan sein wird, da die Menschen dort "wie die Engel" leben. Wäre Jesus der Meinung, dass die Ehe im Himmel fortgesetzt wird, dann hätte er die Frage auf keinen Fall so zurückgewiesen, sondern anders beantwortet.

                          Die Hölle aber gibt es meinem Verständnis nach nicht
                          Da hast du die Bibel aber an tausend Stellen gegen dich.

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                            #58
                            Zitat von Marine-Corporal Beitrag anzeigen
                            das sollten die Basisbestandteile einer jeden funktionierenden Beziehung sein, da brauch ich jetzt keine Ehe zu. Das sollte auch so funktionieren, ansonsten hab ich keine Beziehung.
                            Im Optimalfall ist es wohl so, aber wo gibt es schon eine solche soziale Stabilität außerhalb der Ehe wenn es wirklich mal darauf ankommt?
                            Höchstens unter solchen Paaren, denen die Liebe wirklich über alles geht und solche haben oft ohnehin vor, zu heiraten.
                            Zitat von Marine-Corporal Beitrag anzeigen
                            Warum ist das schlimmer? Schau dich doch einfach mal im Bekanntenkreis deiner Eltern um. Und analysier das doch mal völlig wertneutral. Bei vielen Älteren ist es doch so das die Ehe mittlerweile praktisch völlig im Arsch ist und man halt nur noch zusammen lebt weil man einfach die Scheidung scheut. Die Kerle mutieren zur Couchpotatoe weil ab Mitte 40 die Konkurrenz im Werben um die Frau auch stark nachlässt. Die Frau arrangiert sich mit der Situation weil sie keinen Bock auf nen Neustart mehr hat. Aber beide sind eigentlich total unglücklich. Und grade bei Männern bedeutet ja die Ehe immer noch Sicherstellen in einem Abhängigkeitsverhältnis.
                            Also im Bekanntenkreis meiner Eltern kenne ich nur eine Familie, welche vom Schicksal wirklich geschlagen wurde, denn die Frau starb in Folge eines Autounfalls, als sie zu Fuß eine Straße überquerte, aber diese Familie hatte sich im Laufe der Jahre davon glücklicherweise erholt.
                            Ich kenne keine Familie im eigenen Bekanntenkreis oder dem meiner Eltern, welche in ihrer Ehe irgendwie unglücklich wären.
                            Zitat von Marine-Corporal Beitrag anzeigen
                            Ich würde sogar soweit gehen dass befristete Ehen besser funktionieren weil beide an der Ehe arbeiten müssen und investieren sonst ist Schicht im Schacht. Dann ist die Alte ohne viel Aufwand weg. Aus die Maus.
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Das geht dich zwar im Einzelnfall herzlich wenig an, aber dass Ehen entsetzlich unglücklich verlaufen können, sodass sie von den Ehepartner nur noch als einzige Qual empfunden wird, das ist eine unbestreitbare psychologische und soziale Tatsache. So etwas gibt es immer wieder, und hat es auch immer gegeben, weil zwei Menschen nicht von fünf Jahren Turtelei als junge Menschen darauf schließen können, was in 30 Jahren sein wird.
                            Wenn es wirklich zu tragisch wird in der Ehe, sehe ich kein Problem damit, wenn die Partner nur noch den Weg der Scheidung als einzige Option sehen, aber in meinem Glauben zählt der religiöse Bund der Ehe nicht nur im irdischen Dasein, sonder auch in der Ewigkeit des nachirdischen Daseins.
                            Eine befristete Ehe im irdischen Dasein stünde dem entgegen, und wenn ich eine Frau zu meinen Lebzeiten heirate und wir ein Leben lang alle Erlebnisse glücklich miteinander überstanden haben, dann möchte ich auch die Ewigkeit glücklich mit ihr zusammen erleben können, aber eine befristete Ehe würde dem entgegen stehen.
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Leichtfertig werden auch die wenigsten Menschen heiraten, weil fast alle damit doch die Intention verbinden, ein Leben lang zusammen zu bleiben. Aber menschliche Beziehungen sind etwas unvorhersehbares und anfälliges, und niemand kann ausschließen, dass man in zehn Jahren totunglücklich miteinander sein wird. In diesen Lagen eine Scheidung zu verbieten oder als moralisch verwerflich hinzustellen, d.h. von den Leuten zu erwarten, eine unglückliche Partnerschaft aufrechtzuerhalten "um Gottes Willen", das finde ich geradezu pervers.
                            Wie ich eben schrieb kann ich die Entscheidung zu einer Scheidung durchaus als legitim ansehen, aber wenn man ein Leben lang glücklich zusammen gewesen ist und zumindest im Glauben die Perspektive hat, dass nach dem irdischen Dasein noch die Ewigkeit ist, wie pervers wäre es dann, wenn die Ehe von vornherein befristet ist und in der Ewigkeit keinen Bestand mehr hat, also trotz allem Glück der Liebe im irdischen Dasein die Ewigkeit doch allein verbringen muss?
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Totaler Quatsch!
                            Könnten wir bitte die Wortwahl auf konstruktivem Niveau halten?
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Selbstverständlich steht es einem zu, die Traditionen anderer Kulturen barbarisch, mittelalterlich, menschenverachtend und scheußlich zu nennen, wenn sie es nun mal sind. Oder urteilst du auch nicht über Klitorisverstümmelung oder Steinigung von Ehebrecherinnen?
                            Ich befürworte solche Beispiele ebensowenig wie Du aber dennoch gibt es Traditionen, welche manchmal durchaus ihren Sinn haben könnten, auch wenn die erwähnten Beispiele für mich keine ausreichenden Gründe haben können um gerechtfertigt zu sein.
                            Wenn ich von einem "Verbrecher" lese, welcher augenscheinlich etwas ganz schlimmes angestellt hat, dann bilde ich mir auch meine Meinung darüber, aber wer wäre ich denn, wenn ich deswegen über diesen Typen urteilen würde?
                            Dafür gibt es Richter.
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Man kann gar nicht ermessen, wie viel Elend in die Welt gekommen ist, weil die Leute einen falschen Respekt vor der "Tradition" haben. Mir persönlich ist es dagegen scheißegal, ob eine Handlungsweise vor zwei Jahren von New Yorker Gangs erfunden oder vor 1400 Jahren von Mohammed gestiftet wurde.
                            Dafür hat eben jeder sein e Ansichtsweise und mir sind die Handlungen, die Sichtweise und die Perspektiven der Menschen eben nicht egal.
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Nein. Sie stehen natürlich in einem Abstammungskontext mit dem Christentum, aber sie werden meines Wissens von keiner der großen Kirchen als "Christen" anerkannt. Ähnlich werden die Zeugen Jehovas nicht als christliche Gemeinschaft angesehen.
                            Die Zeugen Jehovas sind in der Hinsicht eine Sekte, dass ihre Anhänger praktisch Gefangene in ihrer eigenen Religion sind.
                            Bei den Mormonen ist es so, dass sie auf den christlichen aufbauende Werte vertreten, und das ausnahmslos, aber sie sind keine Gefangenen ihrer Religion, sondern bleiben aus Glauben ihrer Religion treu.
                            Die Mormonen mögen eine protestantische Religion sein, aber das unterscheidet diese Religion nicht stärker von der katholischen Kirche, wie die evangelische Kirche.
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Ich bin zwar kein Christ, aber da kann ich natürlich abhelfen:
                            Mahthäus 22,23
                            Wenn man bedenkt dass er Matthäus heißt ist es ansonsten möglicherweise in Ordnung.
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Man könnte das "Im Himmel heiraten" hier zwar so verstehen, dass im Himmel nicht neu geheiratet wird, aber das ist offensichtlich nicht gemeint, da die Frage der Sadduzäer sich ja darauf bezieht, was im Himmel mit den Ehebeziehungen sein wird, die auf Erden geschlossen wurde. Und diese Frage weist Jesus offenbar zurück mit der Behauptung, dass die Einrichtung der Ehe im Himmel abgetan sein wird, da die Menschen dort "wie die Engel" leben. Wäre Jesus der Meinung, dass die Ehe im Himmel fortgesetzt wird, dann hätte er die Frage auf keinen Fall so zurückgewiesen, sondern anders beantwortet.
                            Nun das ist Ansichtssache.
                            Ich verstehe die vor- und nachirdische Existenz m Vergleich zum irdischen Dasein in gewisser Hinsicht zwar auch als engelsgleich, aber dies wirklich zu erklären, wäre sehr komplex, so wie ich das meine.
                            Diese Form der Existenz schließt aber keineswegs eine romantische Beziehung aus, die über das hinaus geht, was im irdischen Sinne als Tod angesehen wird.
                            Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
                            Da hast du die Bibel aber an tausend Stellen gegen dich.
                            Das mag sein, aber was wird denn als Hölle immer wieder beschrieben.
                            Seelische Qualen beispielsweise sind ein Ausdruck davon, wie einem das Gewissen plagen kann, wenn man eine bewusst falsche Entscheidung getroffen hat, wodurch möglicherweise andere beeinträchtigt wurden.
                            Das Fegefeuer ist ebenfalls ein Beispiel als eine andere Umschreibung der Nahtoderfahrung des Lebensfilmes und der Selbstbeurteilung der eigenen Entscheidungen mit einem unverfälschten Gewissen.
                            Sicher ist es Auslegungssache, aber wenn man berücksichtigt, das die katholische Kirche im Mittelalter einschüchtern wollte, aber die ursprüngliche Bibel von einem Gott der Liebe Zeugnis gibt, dann ist das schon ein Widerspruch.
                            Es heisst schon in der Bibel, denn fehlt es einem an Weisheit, dann soll er sie von Gott erbitten, denn er gibt allen gern und macht niemand einen Vorwurf.
                            Das klingt wohl kaum nach einem Gott dem Gottesfurcht wichtiger ist als die Liebe.
                            Die Wahrheit entgeht dem, der nicht mit beiden Augen sieht. Wähle den Weg, der recht und wahr ist.
                            Wenn Du erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, dann wurde das Mahl vor langer Zeit bereitet.
                            Skylaterne vor der Haustür (Youtube Video) - ich bin ein Mitglied der Kirche Jesu Christi. Die USS Vergissmeinnicht nimmt wieder ihren Dienst auf und heißt alle interessierten Crewmitglieder willkommen.

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                              #59
                              Im Optimalfall ist es wohl so, aber wo gibt es schon eine solche soziale Stabilität außerhalb der Ehe wenn es wirklich mal darauf ankommt?
                              die Ehe garantiert dier diese soziale Stabilität ebensowenig.

                              Die Zeugen Jehovas sind in der Hinsicht eine Sekte, dass ihre Anhänger praktisch Gefangene in ihrer eigenen Religion sind.
                              Ist die Kirche genauso so. Wenn du sie aus einem Blickwinkel ausserhalb der Kirche betrachtest.

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                                #60
                                Zitat von Marine-Corporal Beitrag anzeigen
                                die Ehe garantiert dier diese soziale Stabilität ebensowenig.
                                Das kommt darauf an wie man es sieht, denn einerseits meinte ich den Optimalfall und andererseits meinte ich die soziale Stabilität in der Familie, also den familiären Zusammenhalt und den entsprechenden Rückhalt für eventuelle Kinder.
                                Zitat von Marine-Corporal Beitrag anzeigen
                                Ist die Kirche genauso so. Wenn du sie aus einem Blickwinkel ausserhalb der Kirche betrachtest.
                                Glücklicherweise bin ich kein Mitglied der Zeugen Jehovas, aber deren Missionare standen schon vor meiner Tür und ich habe mich mit ihnen möglichst unvoreingenommen unterhalten.
                                In Bezug auf die "Kirche Jesu Christi - Der heiligen der letzten Tage" (also der Mormonen) haben zumindest alle anderen in der Gemeinde akzeptiert, dass ich noch immer kein Priestertumsträger bin, obwohl es bei männlichen Angehörigen eigentlich normal wäre nach der Taufe.
                                Sie haben, sofern sie es verstanden haben, ebenso akzeptiert, dass ich eher einen eigenen, philosophischen Weg innerhalb ihrer Gemeinde gehe und daher ist es für mich kein Anzeichen für eine Sekte.
                                Im Gegenteil ist es sogar so, dass die anderen mir mit ihren Glaubensansichten meine Erkenntnisse bestärken und ich den anderen oft ähnlich helfen kann.
                                Die Wahrheit entgeht dem, der nicht mit beiden Augen sieht. Wähle den Weg, der recht und wahr ist.
                                Wenn Du erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, dann wurde das Mahl vor langer Zeit bereitet.
                                Skylaterne vor der Haustür (Youtube Video) - ich bin ein Mitglied der Kirche Jesu Christi. Die USS Vergissmeinnicht nimmt wieder ihren Dienst auf und heißt alle interessierten Crewmitglieder willkommen.

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