Die Entstehung des Lebens - SciFi-Forum

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Die Entstehung des Lebens

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    #61
    Es ist auch logisch, dass das Leben Älter sein muss, als 3,5 Ga, denn immerhin handelt es sich bei diesen Fossilien mit den Stromatolithen bereits um quasi organisierte Einzellerpopulationen, die zusammenhängende Gebilde geschaffen haben, die bis heute überdauern konnten. Davor muss es eine Zeit gegeben haben, in der diese Einzeller solitär gelebt haben, aber einzelne Bakterien fossil nachzuweisen ist praktisch ausgeschlossen, da bereits die Körngröße der Sedimente über ihnen liegen und wenn nicht die organischen Hüllen selbt oder zumindest in mineralisierter Form konserviert wurden, dann ist es gänzlich unmöglich, die ersten Lebewesen fossil nachzuweisen.

    Aber wie Bynaus schon schrieb: Ein einziger Fund kann das gesamte Alter der biologischen Entwicklung nach oben setzen.
    Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
    endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
    Klickt für Bananen!
    Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

    Kommentar


      #62
      Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
      Es ist auch logisch, dass das Leben Älter sein muss, als 3,5 Ga, denn immerhin handelt es sich bei diesen Fossilien mit den Stromatolithen bereits um quasi organisierte Einzellerpopulationen, die zusammenhängende Gebilde geschaffen haben, die bis heute überdauern konnten.
      Ich denke nicht, dass Einzeller wirklich je einzeln gelebt haben, aber insgesamt gebe ich dir natürlich recht, da diese Cyanobakterien ja auch schon Mehrzeller gewesen sein können. Heutige Cyanobakterien sind ja oft fädige Mehrzeller, die oft sogar spezialisierte Zellen (Heterozysten) zur Stickstofffixierung unter aeroben Bedingungen besitzen.
      Resistance is fertile
      Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
      The only general I like is called strike

      Kommentar


        #63
        Zumindest haben sie vorher keine zusammenhängenden Strukturen gebildet, die gezielt Sedimente eingefangen haben und zwar tagsüber anders, als nachts, weil da jeweils andere Zellen aktiv sind. Ich weiß jetzt nicht mehr, ob die tagsüber nach oben wachsen und nachts zur Seite oder umgekehrt, aber prinzipiell ist das eben der Unterschied. Zumindest ist das heute in der Shark Bay noch so und die fossilen Strukturen bezeugen identische Verhältnisse.
        Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
        endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
        Klickt für Bananen!
        Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

        Kommentar


          #64
          Lebensbausteine können in Vulkanen entstehen - überraschende Erkenntnisse aus dem Nachlass von Stanley Miller, der 1953 sein berühmtes Ursuppen-Experiment durchführte.
          wissenschaft.de - Ursuppe mit mehr Zutaten
          "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

          Kommentar


            #65
            Zur Theorie "Leben aus dem All" möchte ich mal aus dem Buch von
            "Hans Arthur Marsiske:Heimat Weltall" was zitieren.
            Dabei geht es um ein Experiment das europäische Wissenschaftler beim Vorbeiflug von Giotto am Kometen Halley gemacht haben.Dabei wurde der freigesetzte Staub des Kometen untersucht.

            Seite 110
            "Dabei fanden sie hochkomplexe organische Moleküle,die vollkommen mit den Zersetzugsprodukten von Bakterien übereinstimmen.Es ist nicht einfach,ihre Entstehung auf nicht-biologische Weise zu erklären.Etwa 50 bis 60 Prozent der gesamten Kometenmasse bestand aus Materie,die praktisch nicht von Bakterien unterschieden werden können."

            Wenn dem so ist,dann sind Kometen Lebesspender.

            Kommentar


              #66
              Dem ist aber nicht so.

              Ich habe ehrlich gesagt noch nichts von diesen Ergebnissen gehört.

              Der mit Giotto gesammelte Staub lässt sich in zwei Gruppen von Teilchen verschiedener Zusammensetzung einteilen (Jessberger et al (1988); Kissel et al (1986b,a)):
              Die CHON-Partikel sind vorwiegend aus den leichten Elementen Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Sauerstoff (O) und Stickstoff (N) zusammengesetzt und bestehen aus schwer-flüchtigen organischem Material. Die zweite Gruppe bilden die sogenannten ROCK-Partikel. Sie setzen sich vorwiegend aus gesteinsbildenden Elementen wie Silizium (Si), Magnesium (Mg) und
              Eisen (Fe) zusammen. Diese Teilchen bestehen in erster Linie aus Silikaten, Metallen und Oxiden.

              Zitiert der Herr Marsiske denn auch Quellen für diese Aussagen?
              Ever danced with the devil in the pale moonlight?
              -- Thug --

              Kommentar


                #67
                Si

                Hoyle,F/N.C.Wickramasinghe:"Some predctions on the nature of Comet Halley".
                In: Astrophysics and space science,Vol.36(1986),S.289-293.

                Was ist denn nun Fakt ?
                Ich weiß,ich bin im ScfiFi Forum,aber das würd mich dochmal interessieren.

                Kommentar


                  #68
                  Ah, die gute alte Panspermie...
                  Viel diskutiert und bis heute weder bestätigt noch entkräftet.

                  Fakt ist jedenfalls die Analyse von Jessberger et al und Kissel et al. Insbesondere die Zahl 50 - 60 % deutet darauf hin, dass hier CHON-Materie gemeint ist.

                  Giottos Staubanalysator war ein Massenspektrometer, der nur in der Lage war, die atomare Zusammensetzung eines jeden einfallenden Staubteilchens zu messen, nicht aber die Molekülstruktur zu unterscheiden. Von daher ist die Aussage, man habe Zersetzungsprodukte von Bakterien gefunden, wissenschaftlich vollkommen unhaltbar.


                  Im übrigen sehe ich nicht, wie der Artikel, den Marsiske als Referenz angibt, sich mit diesem Thema beschäftigt. Es geht in erster Linie um die physikalische Struktur von Kometenkernen.

                  Lies einstweilen mal diesen Wikipedia-Artikel. Der gibt dir einen neutralen Überblick über diese Theorie.
                  Ever danced with the devil in the pale moonlight?
                  -- Thug --

                  Kommentar


                    #69
                    Verstehe ich auch nicht.
                    Auf jeden Fall Danke für die Aufklärung.
                    Vielleicht ist die Enstehung des Lebens ja auch eine Mischung aus Beidem.
                    In das chemische Labor Urozean werden von Aussen nach die fehlenden
                    Zutaten beigsteuert.

                    Kommentar


                      #70
                      Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
                      Lebensbausteine können in Vulkanen entstehen - überraschende Erkenntnisse aus dem Nachlass von Stanley Miller, der 1953 sein berühmtes Ursuppen-Experiment durchführte.
                      wissenschaft.de - Ursuppe mit mehr Zutaten
                      Leider erklärt diese Methode nicht, wie die ersten Zellen entstanden sein können und sie bietet dazu auch leider keine Ansätze, weshalb ich dann noch mehr auf die Black Smoker setze, wie ich dies auch in einem anderen Thread hier zur Russell-Martin-Theorie vertreten habe.
                      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                      endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                      Klickt für Bananen!
                      Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

                      Kommentar


                        #71
                        Forscher finden Fossilien der ältesten mehrzelligen Organismen:
                        wissenschaft.de - Alter: 2,1 Milliarden Jahre

                        Ich schätze, man wird vielleicht auch noch viel ältere Lebensformen entdecken, es ist nur sehr schwer, Überreste davon zu finden und zu identifizieren.
                        "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

                        Kommentar


                          #72
                          Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
                          Ich schätze, man wird vielleicht auch noch viel ältere Lebensformen entdecken, es ist nur sehr schwer, Überreste davon zu finden und zu identifizieren.
                          Wenn das Leben auf der Erde so alt ist, stellt sich die Frage: Sind wir vielleicht in der Milchstraße einfach die ersten, die es so weit gebracht haben ?

                          Das Alter der Erde selbst ist auch noch wichtig. Wenn man mal davon ausgeht, dass es bei vielen gelben Sonnen auch erdähnliche Planeten gibt, ist unser Sonnensystem wesentlich älter als vergleichbare Systeme ? So dass wir einen Entwicklungs-Vorsprung haben ?

                          Oder müsste es in der Milchstraße noch eine Vielzahl älterer Erden geben ?
                          Wenn dem so wäre, müsste es ja schon längst dort auch Leben geben.

                          Kommentar


                            #73
                            Wenn man mal davon ausgeht, dass es bei vielen gelben Sonnen auch erdähnliche Planeten gibt, ist unser Sonnensystem wesentlich älter als vergleichbare Systeme ? So dass wir einen Entwicklungs-Vorsprung haben ?
                            Kaum. Die Erde und das Sonnensystem sind diesbezüglich nicht ungewöhnlich. Eher das Gegenteil: Es gibt einige Arbeiten, die zum Schluss kommen, dass Planeten wie die Erde schon früher entstehen konnten - und wir damit Nachzügler wären.
                            Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
                            Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

                            Kommentar


                              #74
                              Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
                              Kaum. Die Erde und das Sonnensystem sind diesbezüglich nicht ungewöhnlich. Eher das Gegenteil: Es gibt einige Arbeiten, die zum Schluss kommen, dass Planeten wie die Erde schon früher entstehen konnten - und wir damit Nachzügler wären.
                              D.h. also, es müsste in der Milchstraße noch eine Vielzahl älterer Erden geben.
                              Wenn dem so ist, müsste es ja schon lääääängst dort auch Leben geben.

                              Ist dann die Entstehung intelligenten Lebens der Punkt, auf den es ankommt ?
                              Leben an sich ist nichts Besonders, aber intelligentes Leben schon ?

                              Kommentar


                                #75
                                Tja, wenn man das wüsste...

                                Es gibt eine interessante Arbeit, die versucht, aus dem Zeitpunkt, an dem die Menschen relativ zur Lebensdauer der Biosphäre auftauchen, ein statistisches Argument zu machen: je später die Menschheit auftaucht, desto mehr "kritische", für sich genommen unwahrscheinliche Schritte (wobei immer ein Schritt Vorbedingung für den nächsten ist) waren wohl nötig, damit sie entstehen konnte. Gäbe es nur einen einzigen kritischen Schritt, würde man erwarten, dass die Menschheit typischerweise irgendwo in der Mitte der lebensfreundlichen Zeit der Erde auftaucht (auf jeden Fall wäre das viel wahrscheinlicher als ein Auftauchen gleich am Anfang oder kurz vor dem Ende). Sind es zwei Schritte, wobei der zweite auf dem ersten aufbaut, so würde man erwarten, dass die Menschheit ungefähr dann auftaucht, wenn zwei Drittel der lebensfreundlichen Zeit verstrichen sind, etc.

                                Aus dem, was wir heute wissen, wird die Erde für komplexe Lebewesen noch etwa 500 Mio Jahre lebensfreundlich bleiben, vielleicht sogar noch weniger lang, vielleicht etwas länger. Verglichen damit, dass das Leben vor etwa 4 Mrd Jahren auftauchte, würde das also heissen, dass die Entstehung der Menschheit etwa sieben aufeinander aufbauende, für sich genommen unwahrscheinliche Entwicklungsschritte benötigte, die jeweils etwa 563 Mio Jahre (4500/8) auseinander liegen sollten. Das könnten vielleicht folgende Schritte sein (in Mio Jahren):

                                0: Intelligenz
                                -563: Eroberung des Landes? Kambrische Explosion?
                                -1125: ?
                                -1688: Eukaryoten? Mehrzeller? (siehe den von Mondkalb verlinkten Artikel oben)
                                -2250: Anreicherung der Atmosphäre mit Sauerstoff? (Vorbedingung für späteren Landgang und für erfolgreiche Mehrzeller)
                                -2813: ?
                                -3375: ?
                                -4000: Entstehung des Lebens

                                Wenn jeder Schritt für sich genommen unwahrscheinlich ist, dann werden diese Schritte auf anderen Planeten, selbst wenn sie exakte Kopien der Erde wären, wohl nicht ebenso allesamt auftreten. Wenn z.B. jeder Schritt eine Wahrscheinlichkeit von 1% hätte, dann gäbe es für jeden erdähnlichen Planeten, auf dem sich Intelligenz entwickelt, 100 andere, auf denen das nie geschieht. Auf 10000 (100x100) kommt es nie zum Landgang/zur Kambrischen Explosion. Auf 1 Mio (100x100x100) findet der Schritt davor nie statt, etc.

                                Selbstverständlich hat dies auf der Erde alles stattgefunden, sonst wären wir nicht da, um dies zu beobachten: aber das heisst nicht, dass dieselbe "glückliche" Abfolge auch an vielen anderen Orten stattgefunden hat.
                                Zuletzt geändert von Bynaus; 01.07.2010, 12:43. Grund: Zahlen korrigiert.
                                Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
                                Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

                                Kommentar

                                Lädt...
                                X