Zitat von Spocky
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Dass man da nicht direkt überall jemanden findet ist doch klar. Insbesondere wenn das Unternehmen eine fertige Fachkraft haben möchte (die bereits mehrjährige Berufserfahrung in genau dieser spezifischen Aufgabe hat), also jemanden den man nicht erst ausbilden und einlernen muss.
Hinzu kommen konjunkturelle Zyklen. Vor 10 Jahren hat man darüber geklagt seine Arbeitslosen nicht vermitteln zu können. Heute mangelt es an Fachkräften. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, wie viel die Unternehmen absetzen können. Solange von China so eine starke Nachfrage ausgeht, gibt es natürlich auch große Nachfrage nach Fachkräften.
Außerdem gibt es auch auf dem Arbeitsmarkt Zyklen. Eine Zeit lang ist die Nachfrage nach Lehrern ganz groß, so dass man nicht genug findet. Mit Verzögerung schlägt sich diese Erkenntnis bei Schulabgängern nider, die sich vermehrt zum Lehrer ausbilden lassen. Plötzlich ist dann aber ein Überangebot an Lehrern da, so dass manche Absolventen keine Stelle finden. Diese Erkenntnis schlägt sich ebenfalls nider, so dass unterdurchschnittlich viele Schulabgänger Lehrer werden wollen. Und schwups hat man 10 Jahre später wieder einen Lehrermangel... Mit Evolution haben diese Kurzzeit-Effekte nun wirklich nichts zu tun.
Im Großen und Ganzen ist es aber dennoch erstaunlich, dass wir die Zahl der Abiturienten und Akademiker stetig erhöhen konnten. 1950 hatten 5% der Schulabgänger eine Studienberechtigung. 2010 hatten 49% der Schulabgänger eine Studenberechtigung. Gabs zwischen 1950 und 2010 eine groß angelegte Gen-Manipulation, welche die Hochintelligenz von 5% auf ca. 50% hob? Oder sind da vielleicht sozial-ökonomische Entwicklungen ausschlaggebend?
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