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Wird der Kinderwunsch in Zukunft stärker werden?

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  • newman
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Nunja, es gibt schon Bereiche mit Mangel, weswegen immer wieder angedacht wird, Fachkräfte von außen zu holen.
    Das sind aber zum Teil auch sehr spezifische Anforderungen, die Unternehmen dort verlangen.
    Dass man da nicht direkt überall jemanden findet ist doch klar. Insbesondere wenn das Unternehmen eine fertige Fachkraft haben möchte (die bereits mehrjährige Berufserfahrung in genau dieser spezifischen Aufgabe hat), also jemanden den man nicht erst ausbilden und einlernen muss.

    Hinzu kommen konjunkturelle Zyklen. Vor 10 Jahren hat man darüber geklagt seine Arbeitslosen nicht vermitteln zu können. Heute mangelt es an Fachkräften. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, wie viel die Unternehmen absetzen können. Solange von China so eine starke Nachfrage ausgeht, gibt es natürlich auch große Nachfrage nach Fachkräften.

    Außerdem gibt es auch auf dem Arbeitsmarkt Zyklen. Eine Zeit lang ist die Nachfrage nach Lehrern ganz groß, so dass man nicht genug findet. Mit Verzögerung schlägt sich diese Erkenntnis bei Schulabgängern nider, die sich vermehrt zum Lehrer ausbilden lassen. Plötzlich ist dann aber ein Überangebot an Lehrern da, so dass manche Absolventen keine Stelle finden. Diese Erkenntnis schlägt sich ebenfalls nider, so dass unterdurchschnittlich viele Schulabgänger Lehrer werden wollen. Und schwups hat man 10 Jahre später wieder einen Lehrermangel... Mit Evolution haben diese Kurzzeit-Effekte nun wirklich nichts zu tun.

    Im Großen und Ganzen ist es aber dennoch erstaunlich, dass wir die Zahl der Abiturienten und Akademiker stetig erhöhen konnten. 1950 hatten 5% der Schulabgänger eine Studienberechtigung. 2010 hatten 49% der Schulabgänger eine Studenberechtigung. Gabs zwischen 1950 und 2010 eine groß angelegte Gen-Manipulation, welche die Hochintelligenz von 5% auf ca. 50% hob? Oder sind da vielleicht sozial-ökonomische Entwicklungen ausschlaggebend?

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  • endar
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Newman (glaube ich) hatte doch erwähnt, dass das auch schon im 19. Jahrhundert so gewesen sein soll.
    Ja, das ist alter Wein in neuen Schläuchen. Das mit den "Akademikern" ist neu, das ist der neue Schlauch, aber der Wein ist alt.

    Gut, mag sein, dass da jetzt zu sehr meine persönliche Erfahrung mitspielt, da ich - naturgemäß - mehr Rechtschreibung von Gymnasiasten miterlebt hab als von Hauptschülern. Ich meine aber auch schon Ausbilder/Arbeitgeber vernommen zu haben, die auch ebendies beklagt haben.
    Also wenn ich irgendwas zum schlechten Abschneiden bei PISA-Studien höre, dann sehe ich nicht die "Evolution am Werk", sondern naheliegenderweise (nahe liegender Weise?) ein Versagen der Kultusministerien.

    Außerdem hat es vor nicht allzulanger Zeit Rechtschreibreformen gegeben, die eine große Verwirrung ausgelöst haben: 1996-2006.
    Heutige Abiturienten mit 18-20 Jahren fallen also in diese Gruppe, die infolge des 10jährigen Gehampels ggf. mehrere, widersprüchliche Rechtschreibungen gelernt haben. Selbst die Lehrer sind ja heute unsicher. Welche Fassung der Reform hast du denn zugrundegelegt (zugrunde gelegt/ zu Grunde gelegt/ zu grunde gelegt?) bei deinen persönlichen Erfahrungen?

    Das geschriebene Wort wird zudem heute anders gehandhabt wird als vor 30 Jahren. Ich gehe mal davon aus, dass Jugendliche durch Handy und Internet heute in ihrer Freizeit mehr schreiben als früher. Und das geht auch mit einer gewissen Schlampigkeit einher.

    Du siehst also, dass man keineswegs die Evolution bemühen muss, um Befunde wie die PISA-Studien zu erklären.

    Des weiteren nennt man das wohl "Die Jugend von heute..." bzw. "Früher war alles besser".

    Nunja, es gibt schon Bereiche mit Mangel, weswegen immer wieder angedacht wird, Fachkräfte von außen zu holen.
    Aus Ländern, in denen Akademiker nicht weniger Kinder haben als der Rest der Menschheit?
    Zuletzt geändert von endar; 31.12.2013, 13:05.

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  • Dannyboy
    antwortet
    Lieber Spocky, was möchtest du uns nun sagen? Man kann momentan keine Selektion in Richtung minderer Intelligenz feststellen, einfach aus dem Grund, weil die ausselektierte Elite nicht exklusive Träger "höherwertiger" Gene ist.

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  • Spocky
    antwortet
    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Doch wohl nur, wenn beide gleich gut an die Umwelt angepasst sind.
    Davon bin ich einfach mal ausgegangen, nachdem sich ja sonst nichts verändert

    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Die Superspezies wohnt sicher bereits in einer Wolkenstadt.
    Dann sind wir alle Troglyten?

    Aber ernsthaft: Auch das ist eine vollkommen willkürliche Annahme: Die Annahme, dass Akademiker bis in ferne Zukunft weiterhin weniger Kinder haben würden, als der karnickelnde Rest der Menschheit, nur weil das in den letzten 20 Jahren so gewesen sein soll bzw. Statistiken das so beschreiben.
    Newman (glaube ich) hatte doch erwähnt, dass das auch schon im 19. Jahrhundert so gewesen sein soll.

    Zitat von newman Beitrag anzeigen
    Die Studie will ich mal sehen.
    Ich würde mal behaupten wir hatten in Deutschland selten eine so hohe Alphabetisierungsrate. Das war in der Vergangenheit nicht so.
    Gut, mag sein, dass da jetzt zu sehr meine persönliche Erfahrung mitspielt, da ich - naturgemäß - mehr Rechtschreibung von Gymnasiasten miterlebt hab als von Hauptschülern. Ich meine aber auch schon Ausbilder/Arbeitgeber vernommen zu haben, die auch ebendies beklagt haben.


    Und heute werden mehr ausgebildet.
    Heute sind viele Positionen von Akademikern besetzt, die früher einfache Lehrberufe gewesen sind.
    Und das erstaunliche ist: Wir können sie mit Akademikern besetzen. Obwohl nur ein kleiner Teil der Bevölkerung aus einer reiner Akademikerfamilie stammt leiden wir nicht an Akademikermangel.
    Nunja, es gibt schon Bereiche mit Mangel, weswegen immer wieder angedacht wird, Fachkräfte von außen zu holen.

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  • newman
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Schau dir nur mal an, wie viele Menschen heute eine schlechte Rechtschreibung haben und bei wie vielen das vor 2, 3 oder 4 Dekaden der Fall war.
    Die Studie will ich mal sehen.
    Ich würde mal behaupten wir hatten in Deutschland selten eine so hohe Alphabetisierungsrate. Das war in der Vergangenheit nicht so.

    Deshalb wurden auch keine (weniger) ausgebildet.
    Und heute werden mehr ausgebildet.
    Heute sind viele Positionen von Akademikern besetzt, die früher einfache Lehrberufe gewesen sind.
    Und das erstaunliche ist: Wir können sie mit Akademikern besetzen. Obwohl nur ein kleiner Teil der Bevölkerung aus einer reiner Akademikerfamilie stammt leiden wir nicht an Akademikermangel.

    Zur Fortpflanzungsrate kenne ich jetzt vor allem solche, die nicht direkt eine Korellation zur Intelligenz feststellen. Ich kenne vielmehr solche, die einen Zusammenhang zwischen sozialer Schicht und Fortpflanzungsrate belegen. Stichwort: Demografisch-ökonomisches Paradoxon.

    Das sieht man ja am eindrücklichsten an Aufsteigerfamilien:
    Die aus ärmeren Schichten stammenden Eltern hatten noch 4-8 Kinder. Die dann sozial aufgestiegenen Kinder bekommen selbst nur noch 2-3 und heute sind wir noch weit darunter.
    Die genetischen Voraussetzungen haben sich von einer auf die andere Generation aber überhaupt nicht verändert. Das einzige, das sich imselben Ausmaß verändert hat, ist der Wohlstand.

    Mit anderen Worten. Vermutlich bekommt der genetisch "minderwertig ausgestattete" Reiche weniger Kinder als ein genetisch gut bestückter Armer.
    Die Generation unserer Vorväter war ja nicht dümmer. So ein genetischer Quantensprung kann in der Intelligenz gar nicht gewesen sein, dass man plötzlich von riesigen Großfamilien auf einen Durchschnitt unter 2 kommt.
    Zuletzt geändert von newman; 30.12.2013, 22:01.

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  • endar
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Zumindest da hast du auf jeden Fall Recht, sogar dann, wenn meine Möglichkeit eintreten würde, denn wenn zwei Spezies dieselbe Nische belegen, dann stirbt eine aus und das ist meistens die mit weniger Nachwuchs
    Die Superspezies wohnt sicher bereits in einer Wolkenstadt.

    Aber ernsthaft: Auch das ist eine vollkommen willkürliche Annahme: Die Annahme, dass Akademiker bis in ferne Zukunft weiterhin weniger Kinder haben würden, als der karnickelnde Rest der Menschheit, nur weil das in den letzten 20 Jahren so gewesen sein soll bzw. Statistiken das so beschreiben.

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  • Tibo
    antwortet
    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Und deshalb wird sich aus den Akademikern sicher keine Sonderspezies des Menschen herausbilden.
    Wenn das tatsächlich drohte, müsste doch auch dieser starke Anteil von Akademikerkindern unter den Akademikern internaional nahezu identisch sein, tatsächlich ist das aber in Deutschland besonders dramatisch.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Zumindest da hast du auf jeden Fall Recht, sogar dann, wenn meine Möglichkeit eintreten würde, denn wenn zwei Spezies dieselbe Nische belegen, dann stirbt eine aus und das ist meistens die mit weniger Nachwuchs
    Doch wohl nur, wenn beide gleich gut an die Umwelt angepasst sind.

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  • Spocky
    antwortet
    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Und deshalb wird sich aus den Akademikern sicher keine Sonderspezies des Menschen herausbilden.
    Zumindest da hast du auf jeden Fall Recht, sogar dann, wenn meine Möglichkeit eintreten würde, denn wenn zwei Spezies dieselbe Nische belegen, dann stirbt eine aus und das ist meistens die mit weniger Nachwuchs

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  • endar
    antwortet
    Natürlich gehört noch mehr dazu, aber ohne die Vorgabe geht es nicht und sobald es eben AUCH auf die genetische Vorgabe ankommt, KANN es für die weitere Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein. Ich sag ja noch nicht einmal, dass es auf jeden Fall so sein wird.
    Du sagst doch, dass die Menschheit verdummen würde, weil Akademiker weniger Kinder haben. Da ändert auch der schwurbelige Konjunktiv nichts daran.

    Aber du bedienst dich hier auch unreflektiert zahlreicher Klischees. Wie z.B. die Rechtschreibung in deiner Antwort auf Newman. Das ist ein Klischee, mehr nicht. Soll man jetzt darauf eingehen? Jetzt gucken wir doch mal in Statistische Jahrbuch 1950 zur Rechtschreibfähigkeit der deutschen Jugend. Und dass der Intelligentere Akademiker wird, ist auch ein Klischee.

    Und deshalb wird sich aus den Akademikern sicher keine Sonderspezies des Menschen herausbilden.

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  • Spocky
    antwortet
    Zitat von newman Beitrag anzeigen
    Zwischen Fisch- und Landlebewesen steckten mehrere evolutionäre Entwicklungen über Jahrmillionen hinweg, so dass sich ganz neue Spezies entwickelt haben, die mit den Fischen nicht einmal mehr Nachwuchs zeugen können.
    Zwischen unseren unmittelbaren Vorfahren und heute liegt keine große evolutionäre Entwicklung. Höchstens vielleicht durch die Zunahme an Fleischkonsum und der allgemeinen Zunahme des Wohlstands hat es einige physische Veränderungen gegeben. Aber im großen und Ganzen ist der heutige Akademiker genetisch noch immer genauso aufgebaut wie sein Bauern-Urgroßvater.

    Die Vorstellung kam schon in GB im 19. Jhd. auf.
    Die reale Entwicklung des 20. Jhds, die einige weitreichende gesellschaftliche Veränderungen mit sich brachte, hat diese ganze Theorie ad absurdum geführt.
    Anstatt dass wir im letzten Jahrhundert mit lauter dummem Arbeiter-Proletariat überschwemmt wurden, weil die sich schon vor 100 und 200 Jahren schneller fortpflanzten als die gebildete Oberschicht, haben wir heute so viele Akademiker wie noch nie.
    Wir haben aber auch mehr Dumme Menschen als je zuvor. Achja, richtig, wir haben auch mehr Menschen als jemals zuvor . Schau dir nur mal an, wie viele Menschen heute eine schlechte Rechtschreibung haben und bei wie vielen das vor 2, 3 oder 4 Dekaden der Fall war.

    Ich weiß schon, du meinst anteilig, aber im 19. Jh. konnte auch nur derjenige Akademiker werden, der bereits aus einem besseren Haus kam und davon gabs damals weniger. Wer von einem Bauernhof kam, musste auf dem Hof arbeiten. Man brauchte viel mehr Bauern als heute und kaum Akademiker. Deshalb wurden auch keine (weniger) ausgebildet.

    Natürlich lagen da viele Generationen dazwischen, aber ich sage erneut, dass wir auch noch keine unterschiedlichen Spezies haben (das hast du sogar zitiert von mir ). Ich sage nur, dass die Möglichkeit besteht, dass sich da entweder was aufspaltet, oder der Menschheit irgendwann viel Wissen verloren geht.

    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Natürlich spielen Gene eine Rolle, aber damit ist doch keine akademische Karriere determiniert. Ebensowenig sind Leute von durchschnittlicher Intelligenz von einer akademischen Karriere ausgeschlossen. Die Gene bzw. Intelligenz sind einer von zahlreichen Faktoren, die im Leben für die Berufswahl sorgen. Aber nur einer.

    Und deswegen ist mir "Sie sind Akademiker, weil sie intelligenter sind." zu simpel gedacht.

    Ich verweise weiter auf Newmans Beitrag.
    Natürlich gehört noch mehr dazu, aber ohne die Vorgabe geht es nicht und sobald es eben AUCH auf die genetische Vorgabe ankommt, KANN es für die weitere Entwicklung von entscheidender Bedeutung sein. Ich sag ja noch nicht einmal, dass es auf jeden Fall so sein wird.

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  • endar
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Wäre Intelligenz zu 0 % von Genen abhängig, dann gabe es dazu auch keine Gene
    Natürlich spielen Gene eine Rolle, aber damit ist doch keine akademische Karriere determiniert. Ebensowenig sind Leute von durchschnittlicher Intelligenz von einer akademischen Karriere ausgeschlossen. Die Gene bzw. Intelligenz sind einer von zahlreichen Faktoren, die im Leben für die Berufswahl sorgen. Aber nur einer.

    Und deswegen ist mir "Sie sind Akademiker, weil sie intelligenter sind." zu simpel gedacht.

    Ich verweise weiter auf Newmans Beitrag.

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  • newman
    antwortet
    Das wäre jetzt so, als würde man sagen, wir waren alle mal Fische und jetzt haben wir lauter Landlebewesen mit Fischgenen.
    Zwischen Fisch- und Landlebewesen steckten mehrere evolutionäre Entwicklungen über Jahrmillionen hinweg, so dass sich ganz neue Spezies entwickelt haben, die mit den Fischen nicht einmal mehr Nachwuchs zeugen können.
    Zwischen unseren unmittelbaren Vorfahren und heute liegt keine große evolutionäre Entwicklung. Höchstens vielleicht durch die Zunahme an Fleischkonsum und der allgemeinen Zunahme des Wohlstands hat es einige physische Veränderungen gegeben. Aber im großen und Ganzen ist der heutige Akademiker genetisch noch immer genauso aufgebaut wie sein Bauern-Urgroßvater.
    Ich habe nur gesagt, dass aktuell die Fortpflanzungsrate bei Akademikern geringer ist als bei Nichtakademikern und dass sich daraus möglicherweise ein Unterschied ergeben wird.
    Die Vorstellung kam schon in GB im 19. Jhd. auf.
    Die reale Entwicklung des 20. Jhds, die einige weitreichende gesellschaftliche Veränderungen mit sich brachte, hat diese ganze Theorie ad absurdum geführt.
    Anstatt dass wir im letzten Jahrhundert mit lauter dummem Arbeiter-Proletariat überschwemmt wurden, weil die sich schon vor 100 und 200 Jahren schneller fortpflanzten als die gebildete Oberschicht, haben wir heute so viele Akademiker wie noch nie.

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  • Spocky
    antwortet
    Unter der Annahme, dass von den 2.000 Genen, die zur Intelligenz beitragen (und das soll jetzt nur als Rechenbeispiel zur Vereinfachung dienen), mehr als die Hälfte aktiv sein muss, damit man Akademiker werden kann, dann wird die Wahrscheinlichkeit auch höher (> 50 %) sein, dass man seinem Nachwuchs ebenfalls ausreichend aktive Gene vererbt (nagelt mich jetzt auch bitte nicht an dem Begriff "aktiv" fest) und bei anderen weniger. Wenn sich nun hauptsächlich die Vermehren, die weniger gut "bestückt" sind (jaja, ich hör euch schon "intellektueller Schwanzvergleich" denken ), dann sollte doch der Anteil "aktiver" Gene über Generationen ändern.

    Wäre Intelligenz zu 0 % von Genen abhängig, dann gabe es dazu auch keine Gene

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  • endar
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    So hab ich das auch nicht behauptet. Sie sind Akademiker, weil sie intelligenter sind. Nur so rum wird ein Schuh drauß.
    Das musst du auch gar nicht explizit. Denn das andere ist eine logische Schlussfolgerung. Sie müssen ja intelligenter als die anderen sein, sonst wären sie ja nicht intelligenter. Eben damit auch als Handwerker. Und solche Schlussfolgerungen kann man eben ziehen, wenn man eine langjährige Berufsausbildung automatisch mit höherer Intelligenz gleichsetzt. Mir ist das zu einfach.

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  • Spocky
    antwortet
    Zitat von Valdorian Beitrag anzeigen
    Wieso? Nur weil Intelligenzunterschiede genetisch bestimmt werden, muss das nicht heißen, dass die Formel "Intelligente Eltern = Intelligentes Kind" richtig ist. Wenn Intelligenz von einer großen Bandbreite an Genen bestimmt wird, kann deren willkürliche Kreuzung auch eine sehr große Bandbreite an Ergebnissen hervorbringen, unabhängig davon, zu welchem Ergebnis die Genkombination bei den jeweiligen Eltern geführt hat.
    Es sind ja auch keine 100 % Übereinstimmung. Wie gesagt, die Tendenz entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung.

    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Die Adoptivkinder von Akademikern sind aber nicht weniger erfolgreich als leibliche Kinder. Die cognitive Leistungsfähigkeit ist sicher nicht nur eine Frage der Vererbung. Bei mir an der Schule sind sicher ein Drittel der Elternpaare mindestens normal intelligent, bei den Schülern keine 10%.
    Ich kenne jetzt nicht genügend Beispiele, um daraus etwas abzuleiten, aber dennoch ist es in beiden Fällen so, dass die leiblichen Kinder auch jeweils das Abi mit Bravour gemeistert haben, während die Adoptivkinder nicht mal den Hauptschulabschluss haben.



    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Nach meiner persönlichen Erfahrung hängt die Intelligenz von Kindern davon ab, ob und wie sie gefördert werden oder nicht.
    Ich würde aber in dem Fall auch eher davon ausgehen, dass die frühesten Kindheitserinnerungen entscheidend sind. Dazu gabs auch vor ca. einem Jahr mal einen interessanten GEO-Artikel, in dem es darum ging, wie sehr sich das Zusammenspiel von Säuglingen mit den sie umgebenden Erwachsenen auf die weitere Entwicklung auswirkt.

    Natürlich geht es auch nicht ganz ohne Förderung.

    Die ganze "Akademiker sind intelligenter als Handwerker, weil sie Akademiker sind" - Vorstellung kann nicht hinhauen. Das Argument wird durch den ganzen sozialen Aufstieg breiter Bevölkerungsschichten in den letzten Generationen ad absurdum geführt.
    So hab ich das auch nicht behauptet. Sie sind Akademiker, weil sie intelligenter sind. Nur so rum wird ein Schuh drauß.

    Was waren denn deine Großväter? Haben die auch studiert? Und deine Urgroßväter? Und wenn sie nicht studiert haben, woher kommt deine Intelligenz, ein Studium erfolgreich abzuschließen?

    Meine Eltern und Großeltern wären nicht weniger in der Lage gewesen, ein Studium zu bewältigen, als es ihre Kinder/Enkel waren. Aber ihnen standen diese Möglichkeiten aufgrund von Zeit und Umfeld nicht offen.
    Same here. Bei meinem Vater war es so, dass er als ältester Sohn damals den Hof führen musste, nachdem mein Großvater von der Scheune gefallen war und er eine lange Erholungszeit brauchte. Dadurch konnte er nicht aufs Gymnsium und der Käse war gegessen.

    Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
    Ja, das sind die Ergebnisse von Zwillingsstudien. Allerdings stecken da eine ganze Menge Probleme in diesen Studien.
    Zum Beispiel ist diese "genetische Erblichkeit" keine fixe Größe. Es ist so, das je homogener die Umwelt ist, desto höhere Werte für die Erblichkeit der Intelligenz werden gemessen.
    Würden Kinder in optimalen Umwelten aufwachsen, käme man auf 100 % genetische Determinierung. Bei besonders schlechten Umweltbedingungen allerdings auch.
    Es hängt von der Umwelt ab, wie stark wir von den Genen bestimmt werden.

    Man kann sich zwar Rechtecke anschauen und messen, wie groß der Anteil von Länge und Breite an der Fläche ist, aber sinnvoll ist das nicht und vor allem kann man das nicht verallgemeinern.

    Und auch wenn man getrennt aufwachsende Zwillinge vergleicht (was gar nicht so einfach ist), haben diese Zwillinge immer noch die ersten 9 Monate ihres Lebens in einer nahezu gleichen Umwelt verbracht. Und selbst wenn die Zwillinge nach der Geburt getrennt wurden, sind die Lebensverhältnisse in der Regel nicht besonders unterschiedlich.
    Diese Zwillingsstudien sagen also eher etwas über unsere Gesellschaft aus, bzw. die Umwelt der Zwillinge und nicht so sehr viel über die Gene.

    Würde man mit dem Verfahren die Erblichkeit der Anzahl der Beine untersuchen, würde man wohl 99,9 % Umweltwirkung messen (weil unterschiedliche Beinzahlen nahezu immer auf Unfälle und Krankheiten zurück geführt werden). Daraus zu schließen, dass die Gene keine Rolle bei der Ausbildung der Beine spielen.

    Ca. 2000 Gene sind an Entwicklung und Aktivität des Gehirns beteiligt. Kein einziges Gen trägt auch nur 1 % am IQ bei.
    Natürlich ist das keine fixe Größe und wir reden hier auch nur von einem Potenzial, aber bestimmte Menschen können noch so gefördert werden und sie werden nie einen höheren Schulabschluss schaffen

    Zitat von newman Beitrag anzeigen
    Dir ist aber schon bewusst, dass vor für evolutionäre Maßstäbe nicht allzu langer Zeit 90% der Bevölkerung aus Bauern bestand.
    D.h. ein weit überwiegender Teil dieser Akademiker trägt in sich die Gene einstiger Bauern. Nach dieser Logik haben wir also lauter Akademiker mit "Bauern-Genen"
    Dass heute so viele Kinder ganz selbstverständlich das Abitur haben und mit der dadurch erlangten Hochschulreife potentielle Akademiker sind, lässt sich auch nicht biologisch erklären. Innerhalb nur einer Generation wird es kaum zu einem plötzlichen Sprung in der genetischen Ausstattung gekommen sein.

    Zu diesen 70% - 80% gab es mal von Chloe ein paar interessante Beiträge im Sarrazin-Topic, wie diese Werte korrekt zu interpretieren sind.
    Das wäre jetzt so, als würde man sagen, wir waren alle mal Fische und jetzt haben wir lauter Landlebewesen mit Fischgenen. Natürlich differenziert sich da einiges und ich hab auch nicht gesagt, dass wir inzwischen zwei Menschenarten auf dem Planeten haben. Ich habe nur gesagt, dass aktuell die Fortpflanzungsrate bei Akademikern geringer ist als bei Nichtakademikern und dass sich daraus möglicherweise ein Unterschied ergeben wird. Vielleicht reicht es ja vollkommen, dass die ganzen Frühkinderfahrungen dafür sorgen, dass die Nichtakademikerkinder auch weiterhin mehr Nichtakademiker produzieren als Akademikerkinder Akademiker. Auf jeden Fall hat sich der Trend ja auch nicht schon zu Bauerszeiten entwickelt, als mehr Panmixie herrschte. Damals hat ein Bauernjunge eben ein Bauernmädchen geheiratet, weil man sich untereinander eben kannte. Heute heiraten eben Akademiker eben mit höherer Wahrscheinlichkeit Akademikerinnen, weil man im "Pärchenbildungssalter" eben mehr unter sich ist, oder weil Intelligenz eben auch attraktiv ist für einen intelligenten Menschen.

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