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Special Effects in Filmen und Serien

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    #76
    Das Problem liegt weniger in der Verwendung von CDI sondern von zu viel KrachBumm- und atemloser Action in immer kürzeren Schnitten und am besten noch Ruckelkameraeinsatz (Lensflares lassen wir mal außen vor ).

    Offensichtlich ist für den Masseneinsatz sowas heutzutage erforderlich, damit die Filme genug Kohle einspielen.
    Oft genug gibt es es anschließend auf DVD/BR einen Director's oder Extended Cut, in dem dann auch ein paar ruhigere Szenen Platz finden.

    CGI ist ja nichts anderes als eine besonders fortschrittliche Tricktechnik, gewissermaßen Stop-Motion aus dem Computer. Insofern ist daran nichts grundlegend auszusetzen. Im Gegenteil, der Herr der Ringe galt unter anderem auch wegen des erforderlichen Tricktechnik-Ausmaßes als unverfilmbar, bis Peter Jackson sich mit den neuesten Computertechniken daran machte. Trotzdem wurde da auch noch sehr viel mit Miniaturen gearbeitet. Miniaturen werden mit der weiter fortschreitenden Technik sicher irgendwann überflüssig sein, weil die Details auch in den CGI-Modellen untergebracht werden können.

    Beim Vergleich z. B. vom Puppen-Yoda mit dem CGI-Yoda gefällt mir der handgemachte immer noch besser, weil er einfach echter aussieht.
    Bei den Dinosauriern in Jurassic Park waren die Viecher einigermaßen überzeugend, weil niemand weiß, wie ein echter Dino aussieht, Bei der Animation von Tieren, die wir kennen wird es schon schwieriger. Natürlich ist Yoda auch nur eine Fantasie-Figur, aber doch so vertraut, dass die CGI-Version als unecht erkannt wird.

    Ich bin wirklich sehr gespannt auf "Snowpiercer", weil es so aussieht, als ob da die Computereffekte wirklich nur zur Unterstützung eingesetzt sind, als Szenenbild sozusagen, während die eigentliche Geschichte von den Figuren im Innern des Zuges gertragen wird. Das macht Hoffnung, auch wenn Harvey "Scissorhands" das nicht verstehen will.
    "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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      #77
      Also ich hoffe nicht, dass Miniaturen und Sets irgendwann völlig der Vergangenheit angehören. Ich mag gerade die organischen Elemente in Herr der Ringe....
      Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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        #78
        Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
        Ich kann Deiner Argumentation nicht ganz folgen, SciFi Fuchs, da ich leider keine zu erkennen vermag.

        SciFi-Fuchs: "Aber ich sehe das halt auch als normale menschliche Schwäche, das man am Anfang etwas neues gern einmal zu oft ausprobiert vor Begeisterung".

        Auf so einer Basis lässt es sich natürlich sehr schwer diskutieren, weil ich so alles begründen kann. Ein Beispiel: Der Schauspieler ist extrem scheisse, aber das ist halt eine normale menschliche Schwäche, wir können ja nicht immer gut drauf sein.
        ...
        Der erste CGI Effekt entstand bereits im Jahre 1971....
        Erst ein mal danke, da weiss ich doch wieder weshalb ich mittlerweile lieber etwas anderes mache als meine Zeit in diesem Forum zu verschwenden, es ist doch immer wieder schön wenn du von einem User mit dem Zaunpfahl gesagt bekommst wer der Meister ist und wer keine Ahnung hat.

        Ich kann übrigens nur zurück geben, ich habe noch keine einzige Argumentation bei dir gesehen. Lustig ist nur dass du eigentlich durch deine Begründung weshalb mein Argument nicht gehen würde gerade eben genau erklärst warum deine Argumentation sinnlos ist Du führst das ganz ad absurdum... Gerade ja weil schlussendlich alles menschliche Fehler sind kann man nicht einfach so ein Hilfsmittel pauschal verurteilen. Oder stellst du dir irgendwie so ein HAL 9000 vor der ganz von alleine ganze Filmesequenzen nachbearbeitet.... also erst wenn die Menschheit wirklich soweit ist mache ICH mir sorgen um die Filmkunst. Solange aber erfreue ich mich noch an den durchaus auch vielen guten Werken grossartiger Regisseure und 3D Artisten.
        Anderseits strotzen deine Argumente auch nicht gerade vor Logik, du willst nicht maschinelles aber ein Filmperfektion die ohne menschliche Schwächen und Fehler auskommt? Na dann viel Spass beim suchen, nur bedenke für einen Regisseur ist jeder Film wieder ein neues Experiment, ob es funktioniert hat sieht er erst an den Besucherzahlen. Ich kann mir nicht vorstellen das ein Filmemacher der einigermassen etwas von sich hält einfach nur einen Film um die Erwartungen und mutmasslichen Wünsche der Zuschauer herum konstruiert.

        Und nett von dir dass du mich im Bereich CGI versuchst zu belehren, kann dich aber beruhigen das kannst du getrost bleiben lassen. Ich habe doch schon die einte oder andere winzig kleine Erfahrung machen dürfen (vorsicht Sarkasmus gefahr!)

        Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
        Nicht bös gemeint, aber ich hab ein wenig das Gefühl, du verstehst etwas grundlegend miss: niemand ist gegen den Einsatz von CGI, es gibt aber Menschen, die es nicht mögen, wenn der zu massive Einsatz das Filmerlebnis stört, weil nämlich zu wenig Story und zu wenig Schauspiel übrig bleibt (nicht weil die Schauspieler schlecht wären, sondern weil die CGI alles überlagert). Dass geschieht gerne, wenn die Filme um die CGI herum geschrieben werden, statt umgekehrt.
        Toll jetzt hast du deiner eigenen Argumentation das Genick gebrochen, Gratulation. Denn jetzt bestätigst du mir doch was ich schon die ganze Zeit sage, nur dass ICH natürlich nicht recht habe, wenn DU es aber schreibst stimmt es natürlich..Klar!

        Noch mal zum mitschreiben, und was du ja selbst geschrieben hast (den DU missverstehst hier anscheinend gerade alles): CGI ist in den richtigen Händen und im richtigen Masse (ja du schreibst das selbst auch) gut. -> Daraus folgt: falsch angewandt wirkt es scheisse Punkt.

        Und jetzt kommt der burner: wer ist hat "das Händchen" , wer entscheidet über riesen Masse oder korrekt angewandt? Na...? Na?
        Richtig! Die Filmemacher!

        Anmerkung: Was meine ich mit Pillepalle? Ganz einfach, es geht mir mittlerweile tierisch auf die Nerven, dass sobald ein SciFi Film irgendwie schlecht ist, es immer gleich heisst: "Effekte hier falsche, dies und das zuviel da, blablablub" aber leider machen sich mittlerweile nur noch die wenigsten die Mühe zu überlegen: "Halt, Film war inhaltlich voll lahm, mmh, dann muss wohl die Story schlecht gewesen sein." Und ich schätze das liegt daran, dass der mittlerweile negative Begriff "CGI" nur ein 3-Buchstabenkürzel ist und sich die wenigsten vorstellen, dass dahinter ebenfalls weitere Filmkünstler stehen. Also ist es wesentlich einfacher die Schuld auf etwas zu schieben, das man nicht versteht, als halt mal an dem Ruhm von Regisseuren oder Drehbuchautoren zu kratzen. Das ist keine Filmkritik mehr sondern einseitige ungerechtfertigte Schwarzmalerei.
        Zuletzt geändert von SciFi-Fuchs; 05.02.2014, 20:22.
        »If you can dream it, you can do it.« - Walt Disney
        »There is no doubt that creativity is the most important human resource of all. Without creativity, there would be no progress, and we would be forever repeating the same patterns.« - Edward de Bono

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          #79
          Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
          Bin ich absolut nicht der Meinung. Was du dann hast ist ein Hollywoodstar, der eine armselige Rolle gut spielt in einem armseligen Film. Aber der Film bleibt immer noch schlecht. Ich bleibe dabei, eine Handlung kann nicht ersetzt werden, ist ja irgendwie auch logisch.
          Sorry wenn ich mich einmische, aber ich denke durchaus, dass einzelne Elemente eines Filmes andere Schwächen ausgleichen können. Und ein guter Schauspieler (nein, das muss kein Star sein, sondern einfach ein guter Schauspieler) Schwächen eines Filmes - sei es nun inszenatorischer oder dramaturgischer Natur - teilweise auffangen kann. Ich meine, ein Film wie bspw. "Tanz der Teufel" lebte sicher nicht von seiner Handlung - solche gab es bereits in den Siebzigern zuhauf - sondern von der Darstellung von Bruce Campbell und der inszenatorischen Finesse von Sam Raimi. Sicher wären gute Schauspieler mit einem guten Drehbuch das Nonplusultra, aber was "eine gute Story" ist, kann man vielleicht nach objektiven Kriterien beurteilen, letztendlich entscheidet aber der subjektive Geschmack.

          Zitat von SciFi-Fuchs Beitrag anzeigen
          Eine gute Handlung kann nur zusätzlich noch optisch und schauspielerisch rausgeputzt werden bzw. können evtl die Möglichkeiten erweitert werden, umgekehrt kann aber der Einsatz von CGI einen Film nicht schlechter machen.Das hat einfach gar keinen Einfluss, oder wollt ihr ernsthaft behaupten "DER BEISPIELFILM" wäre ursprünglich ein echter Knaller gewesen, doch dann kam die Post-Production und die bösen CGI Artisten haben alles zerstört?
          Es tut mir leid aber ich verstehe eure Gedankengänge nicht ganz. Mir ist rätselhaft wie man die beiden Fakten "Film enthält CGI" und "Film ist schlecht" in Relation bringen kann. Tut mir leid.
          Ich denke, das kommt darauf an, wie die CGI eingesetzt wurde bzw. - viel wichtiger - ob sie als solche zu erkennen ist (das gilt natürlich für alle Arten der Filmillusion, von Matte Paintings / Überblendungen etc.)
          "Schlechte CGI" kann einen durchaus bis dahin guten Film schlechter machen, z.Bsp.
          ...wenn ich bislang mit den Helden vor der bösen Bestie/Geist/Dämon gezittert habe und wenn sich diese dann zeigt, zu digital wirkt...
          ...oder wenn der Held an einer Klippe hängt und ich genau sehe, dass er nicht abstürzen kann, weil es unter ihm nicht real wirkt...

          Kurz und gut: Immer wenn mich etwas daran erinnert, dass es nicht real ist, kann dies ein bislang gut aufgebaute Illusion zerstören und einen aus dem Film reißen. Schauspieler, Story und die ganze Inszenierung (Musik, Beleuchtung, Schnitt etc.) sind in diesem Moment dahin. Also ja, CGI bzw. Tricks können einen Film schlechter machen.

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            #80
            Ich kann Deine aggressive Art absolut nicht nachvollziehen, denn die meisten anderen hier verstehen mich offenbar recht gut und scheinen meine Argumente (die ja nach Deiner Auffassung nicht existent sind) eher noch zu stützen.

            Du interessierst Dich für 3D Arts und verteidigst etwas auf Teufel komm raus, was in der von Dir auf die Spitze getriebenen Form weder dem Sinn, noch dem Inhalt der hier getätigten Aussagen zusteht. Du verteidigst, beißt, kratzt, ja warum eigentlich? Weil nicht alle anderen Menschen in der CGI den heiligen Gral der Filmwissenschaften sehen, oder warum nun eigentlich? NIEMAND hat gesat, dass CGI böse ist, auch ich sage das nicht und habe das nie gesagt. Mir ist der momentane Umgang damit einfach nur zu viel, wie einigen anderen hier auch.

            Aber genau das kommt bei Dir nicht an, obwohl hier mittlerweile schon vier Leute Dir das zu erklären versuchen. AChristoteles, wolf, dexxler und andere haben ja schon das richtige gesagt. Welchem meiner Argumente (die ja nicht existent sind) breche ich denn da das Genick? Ich bleibe dabei: ich verstehe Dich leider nicht und kann nicht nachvollziehen, was Du sagen möchtest...

            Ich schrieb es schon woanders: auf so einer Basis, wie sie hier von Dir präsentiert wird, diskutiere ich nicht, denn entschuldige, wenn ich noch einmal meine persönliche Meinung zum besten gebe: in meinen Augen funktionert eine vernünftige und erwachsene Diskussion anders.


            SciFi-Fuchs schrieb: "Erst ein mal danke, da weiss ich doch wieder weshalb ich mittlerweile lieber etwas anderes mache als meine Zeit in diesem Forum zu verschwenden, es ist doch immer wieder schön wenn du von einem User mit dem Zaunpfahl gesagt bekommst wer der Meister ist und wer keine Ahnung hat."

            Sci-Fi Fuchs schrieb: "Und nett von dir dass du mich im Bereich CGI versuchst zu belehren, kann dich aber beruhigen das kannst du getrost bleiben lassen. Ich habe doch schon die einte oder andere winzig kleine Erfahrung machen dürfen (vorsicht Sarkasmus gefahr!)"

            1. So in der Richtung diskutierst Du bitte mit anderen, aber nicht mit mir, einverstanden? Ich bin Dir gegenüber höflich und erwarte genau dieses Mindestmaß an Respekt auch von Dir. Wenn ich Deiner Auffassung nicht folgen kann, ist dies ein rein subjektiver Eindruck. Andererseits hat aber mindestens ein weiterer User ebenfalls Schwierigkeiten, dir verständlich zu machen, was er meint. Das ist schon erstaunlich.

            2. Wo hab ich Dich über CGI "belehrt"? Weil ich einen Teil der Geschichte der CGI zur Untermauerung meiner These angeführt habe??? Bei einer Diskussion ist es meines Wissens üblich, dass Argumente durch Fakten gestützt werden.

            Niemand sagt, dass Du keine Ahnung von 3D Modelling hast, nur geht es darum überhaupt nicht.
            Ich (subjektiv gesehen!!!) kann halt mit allgemein gehaltenen Aussagen, wie der von Dir getätigten nicht viel anfangen und es schwer für mich auf so einer Basis zu diskutieren. Dein Argument mit den "menschlichen Fehlern" ist fü rmich ein reines Totschlagargument, das meiner Ansicht nach auf keiner sachlichen Ebene fußt. Ich habe das anhand eines, meiner Meinung nach, verständlichen Beispiels erklärt.


            Sci-Fi Fuchs schrieb: " Ganz einfach, es geht mir mittlerweile tierisch auf die Nerven, dass sobald ein SciFi Film irgendwie schlecht ist, es immer gleich heisst: "Effekte hier falsche, dies und das zuviel da, blablablub"
            Das ist nach meinem Verständnis zum Beispiel weder ein Argument, noch in irgend einer Form ein sinnvoller Beitrag zum Thema. Außerdem: wo habe ich das in dieser Form geschrieben?
            Ich kann mich irgendwie des Eindrucks nicht erwehren, dass Du noch sehr jung bist, aber auch das ist nur mein subjektiver Eindruck, der sich anhand Deiner Ausdrucksweise manifestiert.

            Und damit ist das Thema für mich bezüglich Deiner "Argumente" beendet.

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            Edit: SciFi Fuchs schrieb: "du willst nicht maschinelles aber ein Filmperfektion die ohne menschliche Schwächen und Fehler auskommt?"
            Mal ganz davon ab, dass ich diesen Satz inhaltlich nicht verstehe, kann ich mich auch nicht erinnern, dass ich je behauptet hätte, ich würde gute Spezialeffekte nicht zu schätzen wissen. Vexile ist beispielsweise ein reiner Anime, der am Rechner entstanden ist, den finde ich klasse. Auch lustige Animationsfilme wie Croods finde ich toll. Ebenso mag ich auch Gravity.
            Zuletzt geändert von GreatSciFi; 06.02.2014, 09:37.
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              #81
              Zitat von GreatSciFi Beitrag anzeigen
              Also ich hoffe nicht, dass Miniaturen und Sets irgendwann völlig der Vergangenheit angehören. Ich mag gerade die organischen Elemente in Herr der Ringe....
              Vorläufig nicht. Eine Kusine meiner Frau ist immer noch international sehr erfolgreich als ganz traditionelle Stop-Motion-Filmemacherin ohne jeden Computereinsatz.
              Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                #82
                Du Glücklicher....was ein Traumjob... BTW: ich liebe Deine Signatur...
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                  #83
                  Immer öfter gewinne ich den Eindruck, dass, wenn die Computergraphik nur toll genug ist, die Story gar nicht so wichtig ist.
                  Gegen gute Effekte habe ich natürlich nichts einzuwenden, wobei die einen Film mit schlechter Story niemals retten können. Eine Aneinanderreihung von Explosionen, Lasersalven usw. allein ist definitiv zu wenig. Leider ist das in einigen Hollywood-Millionenblockbustern der Fall. Da hätte man lieber noch ein paar Dollar ins Drehbuch investieren sollen.
                  "Der Überwachungsstaat der Zukunft findet dich!"
                  www.alexander-merow.de.tl
                  http://www.amazon.de/Beutewelt-B%C3%.../dp/3869018399
                  http://www.amazon.de/Das-aureanische...889779&sr=1-11

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                    #84
                    Also ich bin da zwiegespalten. während ich bei aktueller Sci-fi durchaus ein gewisses maß an Tricktechnik erwarte (egal wie gut oder schlecht die Story ist). so das die Qualität der Tricktechnik zu dem passt was mir da in 3D etc. präsentiert wird....

                    Um so mehr liebe ich in "alten" Produktionen.. bis hin zu Metropolis den Charme der damaliegen verfügbaren Technik und der Film würde mir mit aktueller Technik wiederum nicht gefallen....

                    Ich finde es toll in TOS Mikrophone zu sehen, finde es toll zu sehen wie die Enterprise ja fast kindlich bewegt wird...
                    Aber es würde mir in Star Trek XII sehr missfallen...

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                      #85
                      Zitat von Shayliar Beitrag anzeigen
                      Also ich bin da zwiegespalten. während ich bei aktueller Sci-fi durchaus ein gewisses maß an Tricktechnik erwarte (egal wie gut oder schlecht die Story ist). so das die Qualität der Tricktechnik zu dem passt was mir da in 3D etc. präsentiert wird....

                      Um so mehr liebe ich in "alten" Produktionen.. bis hin zu Metropolis den Charme der damaliegen verfügbaren Technik und der Film würde mir mit aktueller Technik wiederum nicht gefallen....

                      Ich finde es toll in TOS Mikrophone zu sehen, finde es toll zu sehen wie die Enterprise ja fast kindlich bewegt wird...
                      Aber es würde mir in Star Trek XII sehr missfallen...
                      genau so sehe ich es auch
                      Mehr als 3 Jahre Greatscifi, mehr als 370 Berichte online. Danke für Eure Besuche, danke für dieses Forum! http://www.greatscifi.de/.

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                        #86
                        Dann will ich auch mal meinen Senf dazugeben. Mir geht es so ähnlich wie MareTranquil oder kami von der ersten Seite: von einem modernen Scifi-Film erwarte ich einfach, dass da alle technischen Möglichkeiten genutzt werden, um mir eine visuell glaubwürdige Welt vorzuführen. Bei ST:TOS z.B. haben die fehlenden Effekte doch einiges an Atmosphäre zerstört, was durch die Remastered-Version nur teilweise ausgebügelt werden konnte, allerdings vermag TOS noch durch seinen Nostalgiefaktor zu gewinnen. Bei ST:TNG konnte man im Verlauf der sieben Staffeln miterleben, wie die Effekte immer besser wurden (zwischen 1987 und 1994 hat sich an der Technik ja auch einiges getan), und tatsächlich gefiel mir TNG gegen Ende der Serie immer besser.

                        Ein Aspekt, der in diesem Thread bislang offenbar noch wenig Beachtung fand: teilweise ermöglichen Special Effects überhaupt erst, eine bestimmte Handlung umzusetzen. Man denke da an die Zerstörung der 12 Kolonien im BSG-TOS und nBSG: in BSG-TOS schießen die Zylonen mit ihren Jägern im Tiefflug jedes Haus einzeln zu Klump (was, wie jeder, der sich einmal mit dem Bombenkrieg im 2. Weltkrieg befasst hat, weiß, bei einer großen Stadt, geschweige denn bei 12 Planeten, Jahre dauern würde), in nBSG schmeißen die bequemerweise einfach ein paar Atombomben. Da fragt man sich doch, warum die nicht schon 1978 Atombomben geworfen haben. Die Antwort lautet, dass es 1978 effekttechnisch einfach noch nicht möglich gewesen wäre, Atombombenexplosionen visuell überzeugend darzustellen.

                        Auch fällt auf, dass es in
                        - ST:TOS
                        - ST:TNG
                        - der SW-Originaltriologie (*)
                        - BSG-TOS
                        nie komplexe Raumschlachten mit einer großen Anzahl beteiligter Schiffe gab, wohl aber in
                        - STS9
                        - der SW-Prequeltrilogie
                        - nBSG
                        Ein weiteres Beispiel dafür, wie die Verfügbarkeit von Special Effects die Realisierbarkeit von Handlungselementen (hier: große Raumschlachten) beeinflusst.

                        (*) In Ep. 6 gab es zwar die große Schlacht um Endor, bei der musste aber schon spürbar getrickst werden, indem entweder immer nur ein kleiner Ausschnitt der Schlacht gezeigt wurde (z.B. Calrissian im Fliegenden Falken gegen einige wenige TIE-Fighter, oder einige wenige TIE-Fighter im Anflug auf das Lazerettschiff) oder die Schlacht als Ganzes aus großer Entfernung, wo außer ein paar Blitzen nichts zu sehen war (Luke beim Imperator am Aussichtsfenster des Todessterns). Das kann auch schon als handlungseinschränkend eingestuft werden.

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                          #87
                          Bei ST:TOS z.B. haben die fehlenden Effekte doch einiges an Atmosphäre zerstört, was durch die Remastered-Version nur teilweise ausgebügelt werden konnte,
                          Hängt das wirklich nur von den Effekten ab? Im Durchschnitt nehmen die Effekte pro Folge TOS gerade mal eine Filmminute ein. Welche Auswirkungen hat denn das auf die Atmosphäre? Und was nützen Mordseffekte, wenn der Rest der Folge erkennbar zwischen Pappkulissen stattfindet?

                          Im übrigen war B5 die erste Serie, bei der man größere Raumschlachten sah.

                          Ein Aspekt, der in diesem Thread bislang offenbar noch wenig Beachtung fand: teilweise ermöglichen Special Effects überhaupt erst, eine bestimmte Handlung umzusetzen.
                          Sie zu zeigen. Das ist nicht dasselbe. Wie man mit wenig Platz und Budget große Schlachten inszeniert, hat dagegen schon William Shakespeare vorgemacht. Manchmal kann weniger auch mehr sein.
                          Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                            #88
                            Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                            Hängt das wirklich nur von den Effekten ab? Im Durchschnitt nehmen die Effekte pro Folge TOS gerade mal eine Filmminute ein. Welche Auswirkungen hat denn das auf die Atmosphäre? Und was nützen Mordseffekte, wenn der Rest der Folge erkennbar zwischen Pappkulissen stattfindet?
                            ich würde es eigentlich zu den Effekten zählen, dass man nicht auf die Verwendung von Pappkulissen angewiesen ist (sondern z.B. im Studio ohne Kulissen, aber dafür mit Bluescreens dreht und das, was man sonst durch Pappkulissen darstellen würde, per digitaler Nachbearbeitung hinzufügt). Vielleicht haben wir ja unterschiedliche Vorstellungen davon, was als Effekt zu zählen ist.

                            Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                            Sie zu zeigen. Das ist nicht dasselbe. Wie man mit wenig Platz und Budget große Schlachten inszeniert, hat dagegen schon William Shakespeare vorgemacht. Manchmal kann weniger auch mehr sein.
                            Wesentliche Elemente einer Handlung, von der der Zuschauer glauben soll, dass sie abläuft, nicht zu zeigen, wäre allerdings wenig überzeugend. Nimm das Beispiel aus BSG-TOS mit der Zerstörung der Kolonien: stell dir vor, die hätten Atombomben geworfen, deren Detonationen aber nicht gezeigt, oder allenfalls nur als Aufblitzen aus Orbit-Perspektive, und dann als nächste Szene Apollo und Adama bei Adamas zerstörtem Haus landen lassen - das hätte wohl kaum ein Zuschauer akzeptiert. Wenn die Zylonen schon die 12 Kolonien zerstören, dann will man auch sehen wie sie das machen.

                            Ich muss gestehen, dass ich noch kein Theaterstück von Shakespeare, in dem eine Schlacht inszeniert wurde, gesehen habe. Ich würde aber vermuten, dass das Ähnlichkeit mit der Inszenierung der Schlacht bei Endor in SW Ep. 6 hat: nur einen kleinen Ausschnitt der Schlacht zeigen, das geht aber nur, wenn die Handlung der übrigen Schlacht nicht zu viel Einfluss auf die Handlung in diesem kleinen Ausschnitt hat, und schränkt somit die möglichen Handlungen ein.

                            Was ich wohl schon mal gesehen habe, ist die Aufführung des Meistertrunks in Rothenburg an der Tauber. Wer den nicht kennt:

                            Historisches Festspiel "Der Meistertrunk"

                            Die ganze Aufführung spielt im Sitzungssaal der Ratsherren, von der vor den Toren der Stadt tobenden Belagerung bekommt man nur dadurch etwas mit, dass Kanonendonner zu hören ist und ab und an Boten den Saal betreten, um den Ratsherren zu berichten. Im Theater kann man das so machen, aber in einem Film würde das kein Mensch sehen wollen.

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                              #89
                              Wenn die Zylonen schon die 12 Kolonien zerstören, dann will man auch sehen wie sie das machen.
                              Eigenartig, dass man das sehen will, während die Militärs der ganzen Welt bemüht sind, dass keiner sieht, wenn sie es machen.

                              stell dir vor, die hätten Atombomben geworfen, deren Detonationen aber nicht gezeigt, oder allenfalls nur als Aufblitzen aus Orbit-Perspektive, und dann als nächste Szene Apollo und Adama bei Adamas zerstörtem Haus landen lassen -
                              Finde ich gut! Erst die geschönte Seite des Krieges mit scheinbar nichts als netten Lichteffekten, dann unvermittelt das Ganze aus der Perspektive der Opfer - wenn es gut geschnitten ist, kann das eindringlicher wirken, als wenn die Leichenfetzen durch die Gegend fliegen.

                              Frag dich selber: Wäre "The Best of Two Worlds" besser gewesen, wenn du die Schlacht von Wolf 359 gesehen hättest? Oder reichte der Anblick des Ergebnisses?

                              Ich muss gestehen, dass ich noch kein Theaterstück von Shakespeare, in dem eine Schlacht inszeniert wurde, gesehen habe.
                              Bei Shakespeare findet das Schlachtgeschehen hinter den Kulissen statt. Eine oder mehrere eingebettete Kommentatoren sitzen auf der Bühne, schauen in die Ferne und berichten für die Zuschauer live vom Schauplatz. Spart Theaterblut und funktioniert.

                              Die ganze Aufführung spielt im Sitzungssaal der Ratsherren, von der vor den Toren der Stadt tobenden Belagerung bekommt man nur dadurch etwas mit, dass Kanonendonner zu hören ist und ab und an Boten den Saal betreten, um den Ratsherren zu berichten. Im Theater kann man das so machen, aber in einem Film würde das kein Mensch sehen wollen.
                              War es nicht? Manchmal ist weniger auch mehr. Es gab einen japanischen Film - war es "Ran"? -, in dem die Kamera während der ganzen Schlacht auf dem Gesicht des Feldherrn ruhte, der Kontingent um Kontingent seiner Schwertkämpfer gegen einen mit Gewehren ausgerüsteten Feind schickt. Du hast nicht gesehen, wie er nach und nach seine ganze Armee verheizt, du hast es gehört. Und sein Gesichtsausdruck sagte mehr darüber, was gerade im Off geschah, als wenn die Kamera dorthin geschwenkt hätte. Ohne alle Spezialeffekte und doch unglaublich effektiv.
                              Die Sternenflotte bescheinigt hiermit, dass zur Erzeugung dieses Textes kein Rothemd gemeuchelt, gephasert, erstochen, erschlagen, gesteinigt, transporterverunfallt noch in irgendeiner anderen Weise grob ausgebeutet, misshandelt oder an körperlicher oder geistiger Unversehrtheit geschädigt wurde.

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                                Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                                Eigenartig, dass man das sehen will, während die Militärs der ganzen Welt bemüht sind, dass keiner sieht, wenn sie es machen.
                                die in diesem Fall verantwortlichen Militärs, die Zylonen, führten bei BSG nicht Regie, folglich entschieden sie auch nicht darüber, was gezeigt wird. Die Zylonen sind auch nicht die Zuschauer, so dass der Wille der Zylonen nicht über den Willen der Zuschauer bestimmt.

                                Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                                Finde ich gut!
                                das mag schon sein. Aber ob die Mehrzahl der der Zielgruppe angehörenden Zuschauer das ebenfalls gut finden würde, ist eine andere Frage.

                                Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                                Erst die geschönte Seite des Krieges mit scheinbar nichts als netten Lichteffekten, dann unvermittelt das Ganze aus der Perspektive der Opfer - wenn es gut geschnitten ist, kann das eindringlicher wirken, als wenn die Leichenfetzen durch die Gegend fliegen.
                                BSG ist kein Antikriegsfilm und verfolgt daher nicht in erster Linie die Zielsetzung, eindringlich zu wirken.

                                Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                                Frag dich selber: Wäre "The Best of Two Worlds" besser gewesen, wenn du die Schlacht von Wolf 359 gesehen hättest? Oder reichte der Anblick des Ergebnisses?
                                In "The best of both Worlds" ist die Schlacht von Wolf 359 nur eine Nebenhandlung, die Haupthandlung spielte auf der Enterprise und auf dem Borg-Kubus. Daher ist die Schlacht von Wolf 359 kein Beispiel für eine nicht gezeigte Haupthandlung.

                                Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                                Bei Shakespeare findet das Schlachtgeschehen hinter den Kulissen statt. Eine oder mehrere eingebettete Kommentatoren sitzen auf der Bühne, schauen in die Ferne und berichten für die Zuschauer live vom Schauplatz. Spart Theaterblut und funktioniert.
                                in Spezialfällen mag das so funktionieren. Genauer gesagt: in Spezialfällen, in denen man die Handlung speziell dafür auslegt. Als Gegenbeispiel fällt mir spontan der Film "Der Patriot" mit Mel Gibson ein:

                                Der Patriot (Film) ? Wikipedia

                                In der großen Schlacht kurz vor Ende des Films kommt eine Szene vor, in der Colonel Tavington mit seinem Fernglas den Infanterietrupp erspäht, der von Benjamin Martin kommandiert wird. Rein aus persönlicher Feindschaft entschließt sich Tavington, mit seiner Reitereinheit eigenmächtig Martins Stellung anzugreifen, sehr zum Missfallen seines Befehlshabers General Cornwallis, der vor Wut ausruft "Tavington! Zum Teufel mit ihm, zum Teufel mit diesem Mann!". In einem Shakespeareschen Theaterstück deiner Beschreibung hätte man so etwas nicht unterbringen können. Stell dir vor, man hätte Benjamin Martins Stellung auf der Bühne platziert - Tavingtons eigenmächtigen Reiterangriff hätte man nicht unterbringen können. Oder stell dir als Alternative vor, man hätte General Cornwallis Gefechtsstand auf der Bühne platziert. Dann hätte man vielleicht zeigen können, wie Cornwallis sich über Tavington ärgert, aber man hätte nicht herüberbringen können, was genau Tavington eigentlich am machen war. Und Benjamin Martins anschließende Aktion - einen Rückzug vorzutäuschen, um die Briten in das Feuer von hinter einer Anhöhe versteckten Einheiten zu locken - hätte man so auch nicht vermitteln können.

                                Zitat von Dessler Beitrag anzeigen
                                War es nicht? Manchmal ist weniger auch mehr. Es gab einen japanischen Film - war es "Ran"? -, in dem die Kamera während der ganzen Schlacht auf dem Gesicht des Feldherrn ruhte, der Kontingent um Kontingent seiner Schwertkämpfer gegen einen mit Gewehren ausgerüsteten Feind schickt. Du hast nicht gesehen, wie er nach und nach seine ganze Armee verheizt, du hast es gehört. Und sein Gesichtsausdruck sagte mehr darüber, was gerade im Off geschah, als wenn die Kamera dorthin geschwenkt hätte. Ohne alle Spezialeffekte und doch unglaublich effektiv.
                                wie gesagt, so etwas funktioniert in Spezialfällen, in denen die Handlung darauf maßgeschneidert ist. Stell dir mal vor, der Feldherr hätte nicht einfach nur stur Welle um Welle Schwertkämpfer im Frontalangriff gegen den Feind geschickt, sondern wäre taktischer vorgegangen, z.B. indem er eine Einheit seiner Kämpfer ein Täuschungsmanöver hätte ausführen lassen, um die gegnerischen Kräfte in einen Hinterhalt zu locken, ähnlich wie Benjamin Martin in "Der Patriot", oder, wenn wir schon in Japan sind, wie Captain Algren in "Last Samurai". "Last Samurai" allein über den Gesichtsausdruck Katsumotos zu erzählen, hätte sicherlich nicht funktioniert.

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