[123] Ich bin Hugh - Episodenbewertung - SciFi-Forum

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[123] Ich bin Hugh - Episodenbewertung

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    #76
    Eine sehr solide und unterhaltsame Folge, die ich mit guten vier Sternen bewerte. Die Story rund um Hugh, dem Borg, fand ich recht gut aufgebaut. Ein klein wenig jedoch störte es mich das er so schnell von seiner eigentlichen Mission zu assimilieren abgebracht werden konnte und sich mit den Menschen anfreundete.
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      #77
      Eine insgesamt recht sehenswerte Folge, in der versucht wird, dem Zuschauer die Borg von ihrer privaten Seite zu zeigen. In Wirklichkeit sind die Borg nämlich Menschen wie Du und ich, d.h. sie haben Gefühle (z.B. Angst), sind wissbegierig und können Freundschaft schließen. Mich wundert, dass diese Richtung offenbar nicht auf nennenswerten Widerstand innerhalb der Zuschauerschaft gestoßen ist (zumindest wird dies hier im Thread nicht kontrovers diskutiert). Immerhin verlieren die Borg hier einiges von ihrem Schrecken, was den Zuschauern allerdings erst bei Voyager übel aufgestoßen ist.
      Bemerkenswert fand ich auch den Vorgang, dass die Entscheidung über den Fortbestand der Borg quasi im Schlafzimmer, d.h. auf der Brücke der Enterprise, getroffen wurde. Eine Entscheidung von solcher Tragweite erfordert in meinen Augen Rücksprache mit den Verantwortlichen beim Sternenflottenoberkommando.
      Etwas seltsam fand ich in diesem Zusammenhang auch, dass die Offiziere wie selbstverständlich davon ausgegangen sind, dass die Borg Hugh ins Kollektiv reintegrieren werden.

      Ein interessanter Aspekt der Folge ist sicher auch das ungewohnte Verhalten von Captain Picard und Guinan. Normalerweise sind die beiden sehr kommunikativ und wägen ihr Urteil genau ab, hier treten die beiden zunächst erbarmungslos und kompromisslos auf. Das ist durchaus nachvollziehbar, da beide Figuren großen persönlichen Schaden durch die Borg erlitten haben. Hier wird teilweise die Entwicklung angedeutet, die Picard in Star-Trek-8 gehen wird.
      Mein Profil bei Last-FM:
      http://www.last.fm/user/LARG0/

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        #78
        Super Folge,ein nicht an die Individualität angepasster Borg auf der Enterprise ....

        PS: für 6 Sterne fehlt noch ein kl. bisschen ..hab 5***** gegeben.
        "Krieg ist die Hölle"

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          #79
          Schon interessant, mit wie viel Furcht die Enterprise-Crew reagiert, als sie das abgestürzte Schiff und den überlebenden Borg finden. Picard ist sofort gegen jede Einmischung, Worf will den Borg sofort töten. Da wird sehr viel Ehrfurcht impliziert, die das Geschehem der erste Minuten schon sehr spannend gestalten. Allerdings wird auch gezeigt, dass die Sternenflotte schon einiges über die Borg weiß und man sich fähig sieht, in die Programmierung des Kollektivs einzugreifen.

          Nachdem die erste drei Folgen mit den Borg ein immerwährendes Bedrohungsszenario gezeigt haben, ist dies die erste ruhigere Episode. Eigentlich ist die Sache sogar umgekehrt worden, weil hier die Enterprise-Crew zur Bedrohung für die Borg wird. Der erste 'Gegenschlag' sozusagen, wenn dieses Wort aber auch etwas spektakuläreres impliziert.

          Und da ist auch schon die Schwäche der Episode: Sie ist ziemlich unspektakulär und die Meinungsänderungen von der Reihe nach Geordi, Guinan und dann Picard sind in dieser Episode vorhersehbar. Ich finde es immer gut, wenn die Crew nicht die perfekte kitschige Familie spielt sondern es auch wie hier Konflikte gibt (ganz toll ist die Fechtszene zwischen Picard und Guinan), aber im Endeffekt sind dann doch wieder alle relevanten Personen einer Meinung.

          In dieser Folge erfährt man einiges neues über das Kollektiv. Mit Ausnahme von Locutus hat man zuvor nie einen einzelnen Borg sprechen gehört. Nun weiß man auch, dass diese Drohnen nie personifiziert von sich selbst sprechen und mit dem Kollektiv verbunden dessen Stimme permanent hören.

          Ich gebe der Folge 4 Sterne! Das trifft bei mir auf die meisten Folgen zu, die ich in die Kategorie 'Interessant' einordne. Sowas ist zwar eine gute Basis, aber für mehr, fehlt dieser Episode das gewisse Etwas, das spektakuläre, überraschende und mitreißende.

          Anmerkung:
          Ursprünglich ergab der deutsche Titel der Folge 'Ich bin Hugh' keinen Sinn. Innerhalb der Episode wurde der Borg ursprünglich 'Du' und nicht 'Hugh' genannt. Für die späteren TV-Ausstrahlungen und die DVD-Veröffentlichung wurden sämtliche Sätze in denen der Borg falsch benannt wurde von den Originalssprechern neu synchronisiert. Ist sehr gut gemacht worden, man merkt kaum, dass wohl ein paar Jährchen zwischen den beiden Synchros lagen.
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            #80
            Ganz klar eine der bisher besten Folgen der 5.Staffel und vielleicht sogar der ganzen Serie, die Folge beginnt schon ziemlich dramatisch, da das Außenteam auf einen Borg trifft, Worf, Riker und Picard wollen denn Borg schon gleich bei der ersten Begegnung vernichten, Worf gleich bei der Fundstelle und Picard später auf der Enterprise, jedoch ist es Beverly zu verdanken das der Borg erstmal verartzet wird, Hier wird man wiedermal als Zuschauer daraufhin gewissen das die Föd durchaus die Borg schon erforscht hat und man auf einem technischem Stand ist, dem Kolektiv einen Virus unterzujubeln, Jedoch ist an der Folge, die Fokusierung auf Hugh das absolute Highlight, man ändert buchstäblich seine Meinung über die Borg. Am Ende gibt es sogar eine Art Erfolg zu vermelden, Hugh wird zwar wieder ins Kollektiv intigiert,jedoch mit der Hoffung das mehr Borg ihre Individualität entdecken. Ich gebe der Folge deshalb auch die Höchstpunktzahl von ****** Sterne.

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              #81
              Eine sehr gute Folge, hat mir richtig gut gefalllen. Vor allem da die Beleuchtung des Borg-Individuums vorher verständlerweise durch das Borg-Kollektiv eher nebensächlich war. Daher war es sehr interessant mitzuerleben, wie sich Hugh langsam vom Borg-Kollektiv losgesagt hat und begonnen hat eine eigene Identität zu entwickeln.
              Herrlich war dann auch besonders die Szene zwischen Picard und Hugh, als sich Picard als Lucutus ausgibt und Hugh mit schneidender Stimmer Befehle gibt, aber letztenendes doch erkennt das seine ursprüngliche Absicht moralisch verwerflich war.

              Ich gebe 5*.

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                #82
                Die Episode vermittelt in besonderer Weise den Geist von Star Trek. Ein gefangener Borg entwickelt Individualität und Gefühle. Er akzeptiert einen Namen und fühlt sich einsam, weil er vom Kollektiv getrennt ist. Hugh kann eine Wahl treffen; er wünscht eine Lösung, die seine neuen Freunde (?) nicht gefährdet. Kurz: Er wird zum Menschen.

                Picard macht hier den größten Wandel durch. Er, der einst selbst zeitweilig dem Borg-Kollektiv angehörte, tritt hier zunächst als Hardliner auf. In einem dramatischen Gespräch mit Hugh erkennt Picard, dass die Menschen nicht besser sind als die Borg, würde man an dem ursprünglichen Plan festhalten, Hugh mit einem Virus zu verseuchen, um so die Borg anzugreifen.

                Trotz der ernsten Stimmung wirkt es witzig, wenn Hugh oder 3 of 5 ständig darauf hinweist, dass Geordie und die anderen bald assimiliert werden. Natürlich ist Widerstand zwecklos.

                Ich gebe dieser überzeugenden Folge 6 Sterne.

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                  #83
                  Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
                  In einem dramatischen Gespräch mit Hugh erkennt Picard, dass die Menschen nicht besser sind als die Borg, würde man an dem ursprünglichen Plan festhalten, Hugh mit einem Virus zu verseuchen, um so die Borg anzugreifen.
                  Was in diesen hochmoralischen TNG-Folgen so gut wie nie gezeigt wird, sind die Konsequenzen. Milliarden Wesen, die man nicht retten kann, werden weiterhin durch das Borg-Hive versklavt, und zahllose weitere Wesen werden assimiliert oder getötet, und diese hat Picard dann letztlich auch auf dem Gewissen. Es wäre ein sehr schöne Folge geworden, wenn man noch gesehen hätte, wie die Erde von den Borg assimiliert wird und vielleicht noch ein paar Hundert Sternenflottenschiffe zerstört durchs All treiben.

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                    #84
                    In dieser Episode geht es nicht um harte Realität, sondern um die Vermittlung von Werten in einer fiktiven Welt.

                    Freuen wir uns, dass wenigstens noch in einer Fernsehserie Moral steckt, wenn sie in unserer Welt schon fehlt.

                    Und wer weiß: Vielleicht hätte der Virus auch gar nicht geholfen, vielleicht hat Picards Entscheidung nach Hughs Wandlung sogar größeren Einfluss auf die Borg?

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                      #85
                      Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
                      In dieser Episode geht es nicht um harte Realität, sondern um die Vermittlung von Werten in einer fiktiven Welt.

                      Freuen wir uns, dass wenigstens noch in einer Fernsehserie Moral steckt, wenn sie in unserer Welt schon fehlt.
                      Wie kommst du darauf, dass Moral in unserer Welt fehlt?

                      Mir fällt zu TNG immer wieder der Spruch von Sisko ein: "it’s easy to be a saint in paradise". Warum nicht mal Picard Schuld am Tod von Milliarden Wesen sein lassen und dann über Moral diskutieren?

                      Das Borg-Problem wird in TNG nie gelöst. Irgendwann kommt noch First Contact, und dann sieht man den wahren Picard, da bleibt von den Werten aus dieser Folge nicht mehr viel übrig.

                      Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
                      Und wer weiß: Vielleicht hätte der Virus auch gar nicht geholfen, vielleicht hat Picards Entscheidung nach Hughs Wandlung sogar größeren Einfluss auf die Borg?
                      Es passiert immer das, was die Autoren wollen: SPOILER
                      Man lässt Hugh in der Hoffnung gehen, dass das neue Lebensgefühl vor der Reassimilation, also der Löschung der Erinnerungen von Hugh, zumindest zum Teil in das Kollektiv eingeht. Später findet man heraus, dass sein Sinn für Individualität ins Kollektiv seines Borgschiffes übergegangen ist und die restlichen Borg-Drohnen infiziert hat; allerdings mit schrecklichen Folgen. Da die Borg nicht mehr wie gewohnt funktionieren können, bricht unter ihnen das Chaos aus. Lore findet 2370 den im All treibenden Borg-Kubus und übernimmt die Führung dieser Drohnen. (Memory Alpha)

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                        #86
                        Zitat von irony Beitrag anzeigen
                        Es wäre ein sehr schöne Folge geworden, wenn man noch gesehen hätte, wie die Erde von den Borg assimiliert wird und vielleicht noch ein paar Hundert Sternenflottenschiffe zerstört durchs All treiben.
                        Dafür gab es ja einen Film.

                        In der Serie hingegen wurde Picard von Admiral Nechayev noch hart für sein Vorgehen in "Hugh" kritisiert und bekam bei der Gelegenheit die zeitgenössische Sternenflottenrichtlinie "Ob Gründer, Valakianer, Borg, wenns hart auf hart kommt Völkermord!" mit auf den Weg.
                        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                          #87
                          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                          Dafür gab es ja einen Film.
                          Der eigentlich lehrt, dass praktisch nichts Konsequenzen hat. Wie viele Tote hat Picard auf dem Gewissen? Aber man kann ja immer noch mal die Uhr zurückdrehen. Man braucht nur eine durch die Zeit patroullierende Sternenflotte. Man muss ja nur das Warpfeld anpassen. Hätte Picard den ganzen Film nur geträumt, wäre ich zufriedener mit dem Film.
                          Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                          In der Serie hingegen wurde Picard von Admiral Nechayev noch hart für sein Vorgehen in "Hugh" kritisiert
                          Es wäre mal interessant gewesen, wenn Nechayev richtig und Picard falsch gelegen hätte. Die Erde wird assimiliert, und das wars dann für den Alphaquadranten. Dann könnte Picard allenfalls noch zu Q betteln oder mit seinem Schiff sternenflottenheroisch unter gehen.

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                            #88
                            Zitat von irony Beitrag anzeigen
                            Der eigentlich lehrt, dass praktisch nichts Konsequenzen hat. Wie viele Tote hat Picard auf dem Gewissen? Aber man kann ja immer noch mal die Uhr zurückdrehen. Man braucht nur eine durch die Zeit patroullierende Sternenflotte. Man muss ja nur das Warpfeld anpassen. Hätte Picard den ganzen Film nur geträumt, wäre ich zufriedener mit dem Film.

                            Es wäre mal interessant gewesen, wenn Nechayev richtig und Picard falsch gelegen hätte. Die Erde wird assimiliert, und das wars dann für den Alphaquadranten. Dann könnte Picard allenfalls noch zu Q betteln oder mit seinem Schiff sternenflottenheroisch unter gehen.
                            In der Folge sieht man sehr schön wie egoistisch Picard ist. Er stellt sein Gewissen über die Sicherheit der Föderation. Wie sich ein Captain zu entscheiden hat kann er aber immer noch lernen: Einfach mal "im fahlen Mondlicht" gucken

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                              #89
                              Picard hat die Föderation vor den Borg gerettet- zweimal!!

                              Um ihm vorzuwerfen, er sei für ach so viele Borgtote verantwortlich, braucht es schon eine sehr kreative Anklageschrift.
                              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                                #90
                                Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                                Um ihm vorzuwerfen, er sei für ach so viele Borgtote verantwortlich, braucht es schon eine sehr kreative Anklageschrift.
                                Sisko war ja eine Weile nicht sonderlich gut auf Picard zu sprechen. Wie ist es überhaupt zur Borgbedrohung gekommen? Hat Picard nicht Q provoziert, so dass der Picard mit der Nase auf die Borg gestoßen hat? Auch bei der ersten Begegnung hatte Picard die Chance, die Borgbedrohung abzuwenden, er hatte quasi den ersten Schuss frei und hätte den Kubus zerstören können. Eigentlich hat Picard fast immer sein Möglichstes getan, die Bedrohung durch die Borg aufrecht zu erhalten.

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