"Star Wars: Episode I: Die dunkle Bedrohung" - SciFi-Forum

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"Star Wars: Episode I: Die dunkle Bedrohung"

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  • human8
    antwortet
    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Aber das ist kein fairer Kritikpunkt. Der Charakter ist ja so geschrieben. Anakin war schon als Kind ein A****och. Die Leute, die ihn mögen machen sich wegen seiner Fähigkeiten, der Prophezeiung und ihrer Gefühle nur alle was vor. Anakins Charakter so ekelhaft er dem Zuschauer erscheint ist sehr gut ausgearbeitet und passt zu jemandem der als Erwachsener ne BPS hat. Das beißt sich dann auch nur scheinbar mit dem was Obi Wan in der OT sagt, denn Obi Wan hat nie begriffen, dass sein Freund, sein Bruder der kleine Junge eben immer schon ein mieser Kerl war.
    Also ein Arsch war er jetzt nicht, auch war er nicht ekelhaft. Er war sogar ganz nett und hilfsbereit. Nur nervte er einfach.
    Erst später wird ja Anakin ein Arsch werden.

    Ich mag halt den Darsteller von Anakin nicht. Mit einem anderen Darsteller wäre der Kritikpunkt vielleicht etwas kleiner ausgefallen.

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  • Souvreign
    antwortet
    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Aber das ist kein fairer Kritikpunkt. Der Charakter ist ja so geschrieben. Anakin war schon als Kind ein A****och. Die Leute, die ihn mögen machen sich wegen seiner Fähigkeiten, der Prophezeiung und ihrer Gefühle nur alle was vor. Anakins Charakter so ekelhaft er dem Zuschauer erscheint ist sehr gut ausgearbeitet und passt zu jemandem der als Erwachsener ne BPS hat. Das beißt sich dann auch nur scheinbar mit dem was Obi Wan in der OT sagt, denn Obi Wan hat nie begriffen, dass sein Freund, sein Bruder der kleine Junge eben immer schon ein mieser Kerl war.
    Ja, irgendwie passend, dass sich das mit dem später sehr arrogant gespielten, jugendlichen Anakin deckt. Das würde ich aber mal als zufällige Entwicklung deuten, denn eigentlich sollte uns Anakin doch eher alss netter Junge vorgestellt werden.

    Aber das führt ja wieder zu einer langen Diskussion. Ich bin ja wie andere der Meinung, dass man Anakin eher als nur ein paar Jahre jünger als Obi Wan hätte einführen müssen und nicht als kleines Kind. Erschwerend kommt halt hinzu, dass der Kinderdarsteller eben nicht besonders überzeugend spielt. Und natürlich ist da noch die Sache, dass ich Anno 1997 wie der überwiegende Teil der Star Wars Fans recht negativ überrascht war, dass man die Star Wars Prequels mit so einem Kind in der Hauptrolle starten musste - das dann natürlich auch noch ein Wunderkind sein musste.
    Ich war jedenfalls auch sehr von ihm genervt.

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  • Tibo
    antwortet
    Zitat von human8 Beitrag anzeigen
    Und dann haben wir da noch den kleinen Anakin. Er nervt zwar nicht so extrem wie Jar Jar, ist aber für mich auch so ein Charakter, wo ich Antipathie verspüre.
    Aber das ist kein fairer Kritikpunkt. Der Charakter ist ja so geschrieben. Anakin war schon als Kind ein A****och. Die Leute, die ihn mögen machen sich wegen seiner Fähigkeiten, der Prophezeiung und ihrer Gefühle nur alle was vor. Anakins Charakter so ekelhaft er dem Zuschauer erscheint ist sehr gut ausgearbeitet und passt zu jemandem der als Erwachsener ne BPS hat. Das beißt sich dann auch nur scheinbar mit dem was Obi Wan in der OT sagt, denn Obi Wan hat nie begriffen, dass sein Freund, sein Bruder der kleine Junge eben immer schon ein mieser Kerl war.

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  • human8
    antwortet
    Bis heute war Episode 2 für mich der schlechteste Star Wars Film. Jetzt, nachdem ich nach einer längeren Pause Episode 1 gesehen habe, könnte sich die Rangordnung ändern. Hatte diesen Teil besser in Erinnerung.
    Der Film hat zwei sehr grosse Probleme. Zum einen ist es Jar Jar, welcher mit seiner Art und Tollpatschigkeit gewaltig nervt ! Selten so einen dämlichen Charakter wie ihn gesehen. Es wäre ja noch vielleicht ok, wenn er sich ab und zu wie ein Trottel benommen hätte, aber ständig ? Ne, geht gar nicht.
    Und dann haben wir da noch den kleinen Anakin. Er nervt zwar nicht so extrem wie Jar Jar, ist aber für mich auch so ein Charakter, wo ich Antipathie verspüre.
    Im O-Ton noch nerviger als in der deutschen Synchronisation und Schauspielern konnte der Darsteller auch nicht. Seine Rolle war zudem schlecht geschrieben.
    Den Sieg beim Pottrennen konnte ich mit einem zugedrückten Auge noch akzeptieren, aber als er dann Versehen den Hauptgenerator (oder was das auch immer war) zerstört hat und somit die Schlacht entscheiden hat, das war grosser Bullshit. Wer baut den eigentlich solche Schiffe, wo der Generator im Hanger deck steht ?
    Wahrscheinlich die gleichen Leute, welche auch den Todesstern bauen werden .

    Ich bin kein Freund von CGI Charakteren und der Film hat eindeutig zu viele von denen. Der fliegende Schrotthändler ging ja noch, aber der Nass Boss war dann wieder peinlich. Der Film hat allgemein ein Problem mit der zu oft eingesetzten CGI. Die Weltraumszenen und Schiffe sind sehr gut geworden, die Schlacht auf Naboo hingegen wirkte mir zu plastisch.
    Der Humor ist für Kinder gemacht. Episode 1 ist in meinem Augen auch ein Kinderfilm. Eher peinlich als lustig waren die meisten Jokes. Viele Action Szenen haben dank diesen Humoreinlagen geleiten.

    Das Pottrennen war gut, ist aber auch etwas zu lang geraten.
    Das Highlight war der Kampf gegen Darth Maul. Die Musik zu dem sehr guten choreographierten Kamp ist einfach grandios. Leider musste Qui-Gon in schöner Hollywood Tradition noch vor seinem Tod ein paar letzte Worte sagen.
    Liam und Ewan haben mir beide in ihren Rollen gefallen.

    Was bin ich froh, dass Geoge Lucas nicht an Episode 7 beteiligt ist.

    3*
    (5,5/10)
    Zuletzt geändert von human8; 09.11.2015, 10:13.

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  • AdvocatusDiaboli
    antwortet
    Erstaunlich was sich hier manch einer für Gedanken macht um die Story von Star Wars irgendwie logisch herleiten zu wollen. Star Wars war schon immer esoterisch und religiös angehaucht. Eben ein modernes Märchen. Ein ewiger Kampf zwischen Gut und Böse, wie wir ihn in den monotheistischen Religionen finden. Warum lässt der Gott der Bibel den Satan zu, wenn er doch allmächtig ist? Braucht Gott gar Satan, da das Böse genauso Teil von Gottes Plan ist wie das Gute? Oder ist Satan und die Hölle gar nur eine Metapher für das Böse in der Welt? Ich bin Atheist, aber so ist das eben mit Religionen und Prophezeiungen. Sie sind nur sehr bedingt logisch herleitbar. Bei dem religiös inspirierten Star Wars verhält sich das ähnlich. Schaltet einfach euer Gehirn ab und genießt den Film. Star Wars ist eben nicht komplex oder stellt an sich keinen tieferen Sinn oder philosophischen Anspruch. Einfach mal das Gehirn abschalten und das bunte Treiben genießen.

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  • garakvsneelix
    antwortet
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Mir geht es nicht darum, ob Palpatine ähnliche Fähigkeiten wie Gott hat, sondern um die Art des Storytellings. Im Film (oder auch in der Literatur) alle möglichen Ungereimtheiten damit zu erklären, dass es eben Gottes Wille war, ist einfach nur in der Beziehung billig. Damit kann man jeden Mist erklären und befreit sich als Autor vollkommen von jedweder Sorgfaltspflicht was das Aufstellen eine logisch konsitenten Handlung angeht.
    Ja, natürlich, das haben Konzepte wie das Schicksal oder "Personen" wie Gott so an sich. Ich sage ja nur, dass Palpatine aber als Figur schon so angelegt ist, dass er als gottgleich gewertet werden kann. Wenn du das Vorhandensein gottgleicher Charaktere generell aber nicht so magst, ist das ja ruhig dein Bier. Über Bewertungen diskutiere ich hier ja auch nicht, von daher stimme ich dir zu, wenn du sagst:

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Da werden wir wohl damit leben müssen, dass wir das unterschiedlich bewerten.
    Aber deine ursprüngliche Behauptung, bei der ich eben eingehackt habe, war, es würden nirgendwo irgendwie irgendwas erklärt werden. Dass das eben doch getan wird, hast du jetzt jedes Mal, wenn du gesagt hast, dass dir die vorhandene Erklärung nicht ausreichend war, bestätigt. Damit kann ich leben.
    Zuletzt geändert von garakvsneelix; 16.08.2014, 11:56.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Und schon wieder, nein das würde das Universum nicht interessanter machen. Das ist dein Wunsch du erhoffst dir, dass es so für dich interessanter wird. Das muss noch nichtmal stimmen, denn bei den Midichlorianern war das Mehr an Info für dich ja gerade das was Interesse abzog.
    Soll dieser semantische Klugschiss irgendwas zur Diskussion beitragen? Wir sind hier nicht im Germanistik-Seminar, ein Mindestmaß an sprachlicher Ungenauigkeit ist für alle Beteiligten verkraftbar. Es ist vollkommen klar wie ich das meine.


    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Wer sollte die denn äußern? Yoda? Dann hätte man wieder so einen "Ach, SO ist das gemeint"-Moment. Man darf in fiktionalen Werken nicht so einfach die Helden irgendetwas vermuten lassen. Denn meist nimmt der Zuschauer das dann für bare Münze.
    Man könnte einfach mal zwei Jedimeister (Yoda, Windu) kurz darüber diskutieren lassen wie die Prophezeihung gemeint sein könnte. Um den Filme nicht überlang werden zu lassen, könnte man z.B. das Podrennen um zehn Minuten kürzen, die Bullshit brabbelnden Droiden oder die Buzzdroiden rausschneiden.


    Na ja, ob das nun billig ist oder nicht, ist die eine Sache. Aber Palpatine mit einer Art Gott zu vergleichen ist nun einmal recht naheliegend. Er wird sehr starke Kräfte haben und ist, wenn du es so willst, die personifizierte Bosheit. Ein Plan Palpatines ist dann eben auch storytechnisch durchaus so zu behandeln wie ein Plan Gottes. Das ist nur konsequent zu dem, was Palpatine schon in der originalen Trilogie von der Idee her war. Das nimmt deinem Argument einfach den Wind aus den Segeln, auch wenn es an einem anderen Ende der Kette anpackt. Meine Frage ist ganz einfach: Warum sollte "Palpatines Plan" nicht auf ähnliche Weise inszeniert sein dürfen wie "Gottes Plan"? Jetzt mal ganz unabhängig davon, wie du solche "Gottespläne" findest, ist die Anlehnung an diese Art des Erzählens einfach inhaltlich schlichtweg berechtigt.
    Mir geht es nicht darum, ob Palpatine ähnliche Fähigkeiten wie Gott hat, sondern um die Art des Storytellings. Im Film (oder auch in der Literatur) alle möglichen Ungereimtheiten damit zu erklären, dass es eben Gottes Wille war, ist einfach nur in der Beziehung billig. Damit kann man jeden Mist erklären und befreit sich als Autor vollkommen von jedweder Sorgfaltspflicht was das Aufstellen eine logisch konsitenten Handlung angeht. LOST ist dafür vollkommen zurecht heftig kritisiert worden. In Wissenschaft geben wir uns auch seit langem nicht mehr damit zufrieden, die Frage warum der Apfel vom Baum fällt damit zu erklären, dass es eben Gottes Wille war. Warum soll ich das beim Filmgucken anders handhaben? Ich habe nunmal gewisse Ansprüche an Filme und um einen Film wirklich gut zu finden, muss der mir bessere Erklärungen für das Gezeigte liefern als "Es war Gottes Wille" oder "Es war Palpatines Plan".

    Zu deinen anderen beiden Punkten (Prophezeihung und Separatisten) sage ich jetzt nichts mehr. Das hatten wir oben zu Genüge und ich sehe nicht, dass wir da noch zusammenkommen werden. Da werden wir wohl damit leben müssen, dass wir das unterschiedlich bewerten.

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  • garakvsneelix
    antwortet
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Denn es ist nunmal nicht so, dass man verschiedene Interpretationsmöglichkeiten durch die auftretenden Figuren präsentiert bekommt.
    Wer sollte die denn äußern? Yoda? Dann hätte man wieder so einen "Ach, SO ist das gemeint"-Moment. Man darf in fiktionalen Werken nicht so einfach die Helden irgendetwas vermuten lassen. Denn meist nimmt der Zuschauer das dann für bare Münze.

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Man bekommt gar nichts präsentiert, außer die drei Schlagworte: Prophezeihung, Auserwählter, Gleichgewicht der Macht.
    Ja, so einfach ist das. Es gibt eine Prophezeiung, die besagt, dass ein Auserwählter das Gleichgewicht der Macht herstellt. Von 3 Inhaltspunkten sind 2 sehr klar und deutlich, der letzte wird sicherlich auch irgendwann während der sechs Teile erfüllt. Wo das genau passiert, darüber darf man sich dann als Zuschauer ein paar Gedanken machen, die aber in der Regel auch nicht so komplex sind. Und du sprichst von "Verkomplizierung".

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Wir erfahren nur, dass Mitglieder der Republik austreten wollen. Mehr nicht.
    Nun ja, den Rest kann man sich selbst denken. So kompliziert wird der ja wohl nicht sein, denn ansonsten hätte man es ja nicht dem Zuschauer überlassen, ihn sich zu denken. Denk doch mal "einfach" und dann sind die meisten Antworten sehr direkt vor deiner Nase. Wenn die Handelsföderation wegen irgendwelcher Steuern einen Planeten besetzt hielt, wird sie ja nicht die einzige sein, die wegen irgendetwas unzufrieden ist. Merkt man auch noch an, dass Palpatine als Kanzler sicherlich bewusst eine Politik in Gang gesetzt hat, die zu dieser Spaltung führte, ist es eigentlich sehr sonnenklar. Nur dass es halt nicht stakkatoartig von irgendjemandem runtergesprochen wird.

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Das meinte ich damit natürlich nicht, sondern dass das eine extrem billige Art des Storytellings ist, mit der man letztlich jedes Logikloch "erklären" kann, indem man einfach sagt, es sei halt Gottes Plan gewesen.
    Na ja, ob das nun billig ist oder nicht, ist die eine Sache. Aber Palpatine mit einer Art Gott zu vergleichen ist nun einmal recht naheliegend. Er wird sehr starke Kräfte haben und ist, wenn du es so willst, die personifizierte Bosheit. Ein Plan Palpatines ist dann eben auch storytechnisch durchaus so zu behandeln wie ein Plan Gottes. Das ist nur konsequent zu dem, was Palpatine schon in der originalen Trilogie von der Idee her war. Das nimmt deinem Argument einfach den Wind aus den Segeln, auch wenn es an einem anderen Ende der Kette anpackt. Meine Frage ist ganz einfach: Warum sollte "Palpatines Plan" nicht auf ähnliche Weise inszeniert sein dürfen wie "Gottes Plan"? Jetzt mal ganz unabhängig davon, wie du solche "Gottespläne" findest, ist die Anlehnung an diese Art des Erzählens einfach inhaltlich schlichtweg berechtigt.

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  • Tibo
    antwortet
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Aus der kurzen Erklärung würde dann vielleicht auch schon hervorgehen, wofür die Sith sich rächen wollen. Im EU gibt (bzw. gab) es meines Wissens nach ja mal ein Sith-Imperium. Warum den Gedanken nicht aufgreifen? "Die Sith sind machtgeile dunkle Jedi, die mal die Galaxis beherrscht haben, ehe sie von den hellen Jedi vernichtet wurden." würde die Gefechtslage auf einache und logische Weise klar machen.
    Man greift den Gedanken auf. In EP III sagt Palpatine ja, dass nun wieder die Sith die Galaxis beherschen.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Das würde einfach das Universum einfach interessanter machen und zeigen, dass der Autor sich wenigtens rudimentäre Gedanken über die Hintergrundgeschichte gemacht hat, anstatt einfach nur tolle Actionszenen zeigen zu wollen.
    Und schon wieder, nein das würde das Universum nicht interessanter machen. Das ist dein Wunsch du erhoffst dir, dass es so für dich interessanter wird. Das muss noch nichtmal stimmen, denn bei den Midichlorianern war das Mehr an Info für dich ja gerade das was Interesse abzog.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    2. Man lässt die Prophezeiung wahr werden, stößt den Zuschauer aber nicht mit dem Holzbrett auf die Nase, sobald es geschieht. Man verzichtet also auf eine so klare Formulierung der Prophezeiung, dass in dem Moment, in dem sie wahr wird, absolut klar ist, dass sie wahr wird und man verzichtet auch auf einen Erklärbärsatz der Charaktere a la "DAS also war damit gemeint". Hier gibt es dann noch einen Interpretationsspielraum.

    SW geht doch da viel eher den zweiten Weg. Dieser hat aber nun einmal auch Methode. Vor allem bietet nur die Entscheidung, den Inhalt der Prophezeiung einigermaßen undeutlich zu lassen, die Möglichkeit, bestimmte Figuren glaubhaft die Prophezeiung falsch deuten zu lassen. Natürlich ist man im Gegenzug dann anfälliger dafür, dass jemand kommt und einem vorwirft, die Prophezeiung bestünde nur aus "Phrasen".
    Ach so war das gemeint. Danke für die zusätzliche Erläuterung. Ich halte das aber in der dargebotenen Form für keine gelungene Art des Storytelling und bleibe daher bei meinem Vorwurf, dass der/die Macher der neuen Trilogie sich nicht hinreichend Gedanken darüber gemacht haben, was sie da zusammenschreiben. Denn es ist nunmal nicht so, dass man verschiedene Interpretationsmöglichkeiten durch die auftretenden Figuren präsentiert bekommt. Man bekommt gar nichts präsentiert, außer die drei Schlagworte: Prophezeihung, Auserwählter, Gleichgewicht der Macht.


    Na ja, stattdessen hast du ein einfaches "Die Sepparatisten haben Bedürfnisse, die sie als Mitglieder der Republik nicht durchsetzen können und deswegen wollen sie aus der Republik austreten."
    Genau genommen ist es nicht einmal das. Wir erfahren nur, dass Mitglieder der Republik austreten wollen. Mehr nicht.


    Ja, denn Palpatine ist ein sehr, sehr mächtiges Wesen. (Man bedenke doch nur schon die Geistestricks einfacher Jedi wie Obi-Wan.)
    Das meinte ich damit natürlich nicht, sondern dass das eine extrem billige Art des Storytellings ist, mit der man letztlich jedes Logikloch "erklären" kann, indem man einfach sagt, es sei halt Gottes Plan gewesen.

    ad Sith: Stimmt, da habe ich mich jetzt etwas verlaufen. Trotzdem denke ich, dass eine kurze Erläuterung in Episode I mal ganz nett gewesen wäre. Eine kurze Szene, in der Anakin Qui-Gon fragt, was ein Sith ist und der es dann schnell erklärt mit ein, zwei Hintergrundinfos. Das würde einfach das Universum einfach interessanter machen und zeigen, dass der Autor sich wenigtens rudimentäre Gedanken über die Hintergrundgeschichte gemacht hat, anstatt einfach nur tolle Actionszenen zeigen zu wollen. Aus der kurzen Erklärung würde dann vielleicht auch schon hervorgehen, wofür die Sith sich rächen wollen. Im EU gibt (bzw. gab) es meines Wissens nach ja mal ein Sith-Imperium. Warum den Gedanken nicht aufgreifen? "Die Sith sind machtgeile dunkle Jedi, die mal die Galaxis beherrscht haben, ehe sie von den hellen Jedi vernichtet wurden." würde die Gefechtslage auf einache und logische Weise klar machen.

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  • garakvsneelix
    antwortet
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Nochmal auf deutsch.
    Folgende Unterteilung ist im Grunde sehr grob und es gibt sicherlich zig Zwischenstufen, aber ganz allgemein würde ich mindestens zwei verschiedene Möglichkeiten unterscheiden, wie man mit Prophezeiungen in fiktionale Werke einbauen kann. (Ich gehe dabei aber erstmal davon aus, dass die Prophezeiung auch wahr wird. Den Fall, eine Prophezeiung einzubauen, sie aber nicht wahr werden zu lassen, gibt es auch, aber er ist IMO eh selten vertreten.)

    1. Man lässt die Prophezeiung auf eine ganz eindeutige Art und Weise wahr werden. Das geschieht beispielsweise dann, wenn die Prophezeiung ohnehin schon sehr eindeutig formuliert wird, beispielsweise "Sie werden nach Z'ha'dum gehen" oder "Sie werden Imperator werden". Hier gibt es dann keinen weiteren Interpretationsspielraum mehr, denn alles wurde klar und deutlich erklärt.

    2. Man lässt die Prophezeiung wahr werden, stößt den Zuschauer aber nicht mit dem Holzbrett auf die Nase, sobald es geschieht. Man verzichtet also auf eine so klare Formulierung der Prophezeiung, dass in dem Moment, in dem sie wahr wird, absolut klar ist, dass sie wahr wird und man verzichtet auch auf einen Erklärbärsatz der Charaktere a la "DAS also war damit gemeint". Hier gibt es dann noch einen Interpretationsspielraum.

    SW geht doch da viel eher den zweiten Weg. Dieser hat aber nun einmal auch Methode. Vor allem bietet nur die Entscheidung, den Inhalt der Prophezeiung einigermaßen undeutlich zu lassen, die Möglichkeit, bestimmte Figuren glaubhaft die Prophezeiung falsch deuten zu lassen. Natürlich ist man im Gegenzug dann anfälliger dafür, dass jemand kommt und einem vorwirft, die Prophezeiung bestünde nur aus "Phrasen".

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    "Die Separatisten wollen austreten, weil sie die Republik für korrumpiert und unfähig halten"
    Na ja, stattdessen hast du ein einfaches "Die Sepparatisten haben Bedürfnisse, die sie als Mitglieder der Republik nicht durchsetzen können und deswegen wollen sie aus der Republik austreten."

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Aber auch hier gilt wieder: Wenn man Begriffe wie "Sith" und "Rache" einführt, müssen diese erklärt werden.
    Ich habe schon als 6-Jähriger begriffen, dass "Sith" nur ein Platzhalterwort für "böser Jedi" ist.

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Ich hätte gerne auf Sith und ihre Rache verzichten können. Dann wäre Palpatine halt einfach ein Jedi gewesen, welcher der dunklen Seite verfallen ist und sich nach oben intrigiert.
    Ergo: Er ist ein Sith. (Nur dass er wohl der dunklen Seite verfallen ist, BEVOR er ein Jedi wurde.)

    Das ist doch immer der Zweck von Benennungen: Man spart sich Wörter zur Umschreibung.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    "Palpatine beeinflusst sie" hat als Argument in etwa denselben qualitativen Wert wie "Es war Gottes Wille".
    Ja, denn Palpatine ist ein sehr, sehr mächtiges Wesen. (Man bedenke doch nur schon die Geistestricks einfacher Jedi wie Obi-Wan.)
    Zuletzt geändert von garakvsneelix; 13.08.2014, 17:21.

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  • Kobor
    antwortet
    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Japp den trägt er da. Aber er ist immer noch Anakin. Nur einmal nennt man bis dahin Vader, er reagiert weiter auf den Namen Anakin er kündigt an nicht ohne Padme leben zu können.
    Für seinen Sith Meister ist er Vader und seine alten Bezugspersonen nennen ihn noch beim alten Namen. Das ändert aber nichts daran, dass er nach seinem Verrat gegenüber den Jedi ein Sith ist (auch ohne Feuerwehr-Helm). Er ordnet sich seinem Sith Meister unter und benutzt seinen Zorn um die Macht der dunklen Seite auszuschöpfen. Er würgt seine Frau und bekämpft seinen ehemaligen Jedi Meister.

    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Er ist erst nur Vader als er den Helm hat auch wenn er vorher schon diesen Namen trägt.
    Quatsch. Nicht das Kostüm macht ihm zum Sith, sondern der Umgang mit der Macht. Das sieht man auch in VI.



    PS: Mir fällt gerade auf, dass wir offtopic sind und für weitere Diskussionen in die Richtung vielleicht besser in den Ep III Thread wechseln.
    Zuletzt geändert von Kobor; 13.08.2014, 16:22.

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
    Das tun sie, weil Palpatine sie dahingehend beeinflusst. Die Jedi retten mit den Klonen Obi Wan. Das ist ein kriegerischer Akt. Was muss da noch erklärt werden?
    Die Jedi retten ihn, weil sie ihn lieb haben und die Separatisten reagieren mit Krieg auf einen kriegerischen Akt. Das ist ne Standardsvorgehensweise.
    Nein, mein Herr, so einfach ist es nicht. Denn es wird auch schon lange vor der Befreiungsaktion auf Geonosis, nämlich gleich zu beginn des Films, über einen möglichen Krieg gesprochen. Palpatine fragt Mace Windu, ob er wirklich glaube, dass es zum Krieg kommt. Offenbar rechnet zumindest ein Teil der Akteure fest mit einem gewaltsamen Konflikt und dies wird explizit mit der Frage der Separation einzelner Sternensysteme von der Republik in Verbindung gebracht. Dann muss auch mal dazu gesagt werden, warum das so ist. Warum können die nicht friedlich austreten? Warum muss über die Frage Krieg geführt werden? Warum kann man die Forderungen der Separatisten nicht erfüllen?

    Was du nennst mag vielleicht der Auslöser des Krieges sein, aber nicht die Ursache.

    "Palpatine beeinflusst sie" hat als Argument in etwa denselben qualitativen Wert wie "Es war Gottes Wille".

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  • Tibo
    antwortet
    Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
    Das ist nicht richtig.

    Als Anakin die Kinder im Jedi-Tempel tötet, trägt er bereits den Namen Darth Vader.

    Außerdem ist Vader an der Vernichtung des Planeten Alderaan mitschuldig.
    Japp den trägt er da. Aber er ist immer noch Anakin. Nur einmal nennt man bis dahin Vader, er reagiert weiter auf den Namen Anakin er kündigt an nicht ohne Padme leben zu können. Er ist erst nur Vader als er den Helm hat auch wenn er vorher schon diesen Namen trägt.
    Das ist wie wenn ich Traubensaft in nem Weinfass gären lasse, steht gleich Wein drauf ist aber nicht sofort Wein nur weil es den Namen trägt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    WARUM ZUM FICK DIE ÜBER DIESE FRAGEN EINEN KRIEG ANFANGEN, DER ONSCREEN AUSFÜHRLICH GEZEIGT WIRD!!!
    Das tun sie, weil Palpatine sie dahingehend beeinflusst. Die Jedi retten mit den Klonen Obi Wan. Das ist ein kriegerischer Akt. Was muss da noch erklärt werden?
    Die Jedi retten ihn, weil sie ihn lieb haben und die Separatisten reagieren mit Krieg auf einen kriegerischen Akt. Das ist ne Standardsvorgehensweise.

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  • Kobor
    antwortet
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Ich bezog mich auf das Niedermetzeln des Sandleute-Stammes in Episode II.
    Es spielt keine Rolle, ob du dich auf II oder III bezogst, weil es nichts daran ändert, dass deine Behauptung falsch ist.

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