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  • (Inhaltliche) Fragen zur Linkspartei

    Nachdem die Linke ja gerne als die die ultra-super-duper-mega-linksradikale Partei Deutschlands dargestellt wird, habe ich mich heute über deren Homepage mal etwas oberflächlich mit deren Inhalten beschäfigt. My 2 Cents:

    [...]den sofortigen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan.
    Halte ich für Blödsinn. Die ursprünglichen Gründe, dort einzumarschieren mögen zweifelhaft sein, aber wir sind nunmal dort und ich finde es richtig, dass Deutschland dort Aufbauhilfe leistet. Wer aber Aufbauhelfer in ein Land schickt sollte aber auch den Schutz für diese Aufbauhelfer selbst mitbringen und nicht anderen das Kämpfen überlassen und selber die Lorbeeren einheimsen, weil man doll Schulen gebaut hat.

    Insofern auch meine Bedenken hinsichtlich des nächsten Punktes
    Die Bundeswehr darf keine Interventionstruppe werden. Ihr Auftrag muss auf Landesverteidigung und Katastrophenhilfe beschränkt werden.
    Wenn man "Interventionstruppe" nicht gleich mit "Angriffsarmee zur Sicherung der westlichen Vormachtstellung" gleichsetzt, sehe ich nicht, worin genau das Problem sein soll, eine militärische Interventionstruppe zu haben.

    Jedem Schulabgänger, jeder Schulabgängerin einen Ausbildungsplatz. Wer nicht ausbildet, soll zahlen.
    Einfach mal jedes Unternehmen, das nicht selbst ausbildet, zu bestrafen, ist mir zu radikal und erinnert mich ehrlich gesagt sofort an solche "Harte Hand" - Dummschwaller wie Koch. Zumal das Problem glaube ich eher weniger ist, dass zu wenig ausgebildet wird, sonder dass zu wenige Ausgebildete danach auch wirklich übernommen werden.

    Ein Europa, das Verantwortung für den Frieden in der Welt wahrnimmt: keine Aufstellung europäischer Truppen, Einrichtung eines Amtes für Abrüstung und Rüstungs-exportkontrolle.
    Ich persönlich währe sehr wohl für eine europäische Einheitsarmee.

    Die vollständige Entschuldung der ärmsten Länder.
    Wie soll das aussehen? Einfach mal alle Schulden zu erlassen würde wohl ehrzlich wenig bringen.

    den Stopp der Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Bildung, Gesundheit, Betreuung und Kultur, Wasser, Gas und Strom sind elementare Bestandteile sozialer Sicherheit und dürfen nicht von unternehmerischen Zielen bestimmt sein.
    Ich sehe das Problem weniger darin, dass privatisiert wird, sondern dass viel zu wenig Pluralismus herrscht (Siehe Energiemarkt). Da sollte der Gesetzgeber eingreifen und nicht den Verbraucher von der Abhängigkeit der Energieriesen zurück in die Abhängigkeit des Staates treiben.

    die demokratische Kontrolle der Wirtschaft.
    Wie genau soll das aussehen?

    die Überführung wichtiger Naturressourcen in Staatseigentum.
    Auch das ist mir zu Wischiwaschi formuliert.

    Die politische Unterstützung und finanzielle Förderung der Arbeit von Anti-Rechts-Bündnissen auch in Zeiten knapper Kassen.
    Gna. Ich bin der Ansicht, dass wenn die gemäßigten Parteien vernünftige Politik machen (Etwas, was im Moment nicht passiert), würden solche Förderungen nicht nötig sein.

    die sofortige Rücknahme der Riester-Rente. Mehr "Eigenvorsorge" statt solidarische Umlagenfinanzierung trägt zu einer wachsenden Ungleichheit bei.
    Wer in der Lage ist Eigenvorsorge zu betreiben, sollte das auch tun und den Staat somit finanziell entlassen. Dieser wiederrum sollte dafür Sorge tragen, dass möglichst viele Menschen zu dieser Selbstvorsorge in der Lage sind (z.B. durch Mindestlöhne. ) und die unterstützen, die eben nicht in der Lage sind.

    Bundesweit einheitliche Kontrollen von Lebensmitteln. Die Gesundheit der Verbraucher muss wichtiger sein als Profite.
    Auch hier frage ich mich, wie genau diese "einheitliche Kontrolle von Lebensmitteln" denn aussehen soll.



    Wie gesagt, ich habe mich jetzt nicht tagelang durch irgendwelche ellenlangen Texte gewühlt, sondern mir nur mal die groben Programmpunkte auf deren HP angeschaut. Ich habe mich auch nicht näher mit personellen Dingen auseinandergesetzt, also auch keine Reden von Lafontaine und Co. gelesen. Aber alleine an dem gemessen, was da so steht, sehe ich ehrlich gesagt, was genau nun so über-radikal sein soll? Oder bin ich etwas selbst ein Linksradikaler und weiß es nur noch nicht?
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

  • #2
    Nein, das wüsstest du. ^^

    Ich persönlich habe einige gute Kontakte zur Linkspartei, die auch vertrauenswürdig sind.

    Linksradikal sind sie nicht.

    Außerdem denke ich bleibt bei einem Punkt etwas wichtiges weggelasen. Gut, das kan daher kommen, dass du villt. dahingehend weniger Recherchiert hast aber ich wollte das einmal verdeutlichen:

    (Privatisierung der Gesundheitseinrichtungen)

    1. Wichtig ist, dass Gesundheit KEINE Sache der finanzen ist.
    Ärzte werden durch verschiedene Krankenkassen und deren Zahlungen gezwungen, Provatpatienten "besser" zu behandeln.

    2. Für das System der Finanzen werden Vorbilde aus der Wirtschaft genommen,
    Zitat von Dr. med. Ursula Stuewe, Präsidentin der Landesärztekammer Hessen
    doch in Arztpraxen wird nichts produziert!
    *

    Ich habe einen Funktionär der Linken darauf hingewiesen und er versicherte mir, dass er dies weiterleitet.

    (*= Leider kan ich dies nur aus dem Gedächtniss nehmen und übernehme keine Verantwortung auf die Richtigkeit. Es sollte ein Teil der Einleitung sein, den Fr. Dr. Stuewe im Handout der LÄKH schrieb.)

    -

    Außerdem gibt es auch die Forderung nach einem KONKRETEN Mindestlohn.
    Nachdem die Linke dies einbrachte, übernahm die SPD dies allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen.

    Fals einigen die Frage aufkommt wie das alles finanziert wird, hier die Antwort:

    Besserverdiener sollen zur Kasse gebeten werden (glaube das nennt sich Zusatzsteuer) und dafür der Mittel- und Unterstand entlastet werden (inkl. den Vorhaben der Partei wie z.B. Kontrollen der Lebensmittel).

    Hoffe ich konnte weiter helfen,

    für weitere Infos bitte hier: Landesärztekammer Hessen
    bzw. hier: Bundesärztekammer

    Dabei gilt zu beachten das die Bundesärztekammer kein Dachverband darstellt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Rob
    Mit freundlichen Grüßen,
    Rob

    Kommentar


    • #3
      Truppenabzug:
      und den gleichen Fehler machen, den die Amis gemacht haben, als Afghanistan von den Russen befreit war? Klar lassen wir alles so kaputt wie es dort ist. damit bleiben die Taliban für immer fern von der Macht in Afghanistan.

      Interventionstruppe:
      Nehmen wir doch mal das beliebte U-Bahn-Beispiel:
      Die Bundeswehr darf keine Interventionstruppe werden. Ihr Auftrag muss auf Landesverteidigung und Katastrophenhilfe beschränkt werden.
      Nehmen wir an, ein Typ macht eine schwarze Frau an und beschimpft sie.
      "Landesverteidigung" = nur wenn mich der Typ angreift, darf ich einschreiten.
      "Katastrophenhilfe" = wenn die Frau geschlagen wurde und der Typ weg ist, kann ich fragen "Wie kann ich helfen"
      Im etwas größeren Maßstab stellen für mich Interventionstruppen etwas dar, was man im Volksmund "Zivilcourage" nennt. Wegsehen wäre das Schlimmste was man tun kann.

      Jedem Schulabgänger einen Ausbildungsplatz:
      Könnte man drüber diskutieren. Allerdings sehe ich hier Schwierigkeiten. Die Situation wird nur nach hinten verschoben, wenn jeder einen Ausbildungsplatz erhält (auch die, die wg. ihrer Leistung nicht akzeptabel) sind.
      1. werden die nach dieser geschenkten Ausbildung trotzdem arbeitslos sein
      2. Wenn Leute trotz dessen, dass sie in der Schule nichts geleistet haben, belohnt man sie auch noch für ihr Fehlverhalten.

      Europa und der Frieden:
      Das Amt für Rüstungskontrolle ist finde ich nicht schlecht. Die Nichtaufstellung einer europäischen Armee halte ich für falsch. Gerade dies könnte zu einer Verminderung der nationalen Armeen führen.
      Außerdem den Friedenswillen in allen Ehren, aber nicht immer kann der Frieden auch wirklich mit friedlichen Mitteln gewährleistet werden.

      Entschuldung:
      Ebenfalls zweischneidig! Eine Entschuldung um der Entschuldung willen, bringt nur weitere Schulden die danach aufgenommen werden können.
      Eine Entschuldung muss schrittweise mit einem Aufbau der Länder stattfinden.
      In diesem Zuge könnte ich mir gut eine Einfrierung der Zinslast vorstellen. Diese dürfen die Schulden nicht weiter erhöhen. Aber wie Schuldner auf RTL2 müssen diese Länder auch auf normale Weise ihre Schulden abbauen.

      den Stopp der Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Bildung, Gesundheit, Betreuung und Kultur, Wasser, Gas und Strom sind elementare Bestandteile sozialer Sicherheit und dürfen nicht von unternehmerischen Zielen bestimmt sein.
      In gewissem Maße stimme ich hier überein. Eine Rundum-Sorglos Versorgung halte ich aber für falsch.
      Bildung kann immer nur in Verbindung mit Geldgebern dem Alltag nahe kommen und die Leute auf das Leben vorbereiten.
      Gesundheit muss in einer soliden Grundversorgung vorhanden sein. Wenn jemand extra zahlt um im KKH ein Einzelzimmer zu erhalten oder die neueste Technik, dann soll er das bekommen. Die neueste Technik ist nunmal teurer wie etablierte.
      Bei der Betreuung sehe ich den größten Handlungsbedarf. Egal ob Kinder oder Pflegebetreuung, beide sind massiv benachteiligt. Hier wäre ich sogar für einen Mindestlohn.
      Kultur - Kulturpflege liegt in der Hauptverantwortung beim Staat. Aber was spricht gegen zusätzliche Geldgeber?
      Wasser, Gas u. Strom - Was die Preise betrifft, ist eine +-0 Rechnung wahrscheinlich nutzlos. Die Konzerne würden sagen, wir haben halt +x Kosten.
      Hier würde ich sogar Zwangstarife für Sozialhilfeempfänger gut finden. (in normalen Maßen, keine Stromflatrate).

      Demokratische Kontrolle
      Für mich ein Wiederspruch in sich. Demokratie vs. Kontrolle wäre für mich treffender. Diesen Punkt sehe ich ähnlich kritisch wie eine Verstaatlichung.

      Staatseigentum:
      100% dagegen. Staatseigentum jedweder Art bedeutet IMO den Tod der Freiheit.

      Die politische Unterstützung und finanzielle Förderung der Arbeit von Anti-Rechts-Bündnissen auch in Zeiten knapper Kassen.
      Wieso immer nur Rechts? Gut die Linke kann sich nicht selbst bekämpfen. Aber für mich wäre "politische Bildung" wichtiger, so dass sich keine radikalen Gruppen jedweder Art bilden können.

      die sofortige Rücknahme der Riester-Rente. Mehr "Eigenvorsorge" statt solidarische Umlagenfinanzierung trägt zu einer wachsenden Ungleichheit bei.
      Wie gesagt bin ich gegen eine Vollversorgung.
      Das würde dazu beitragen, dass die Leistungsbereitschaft für die Gesellschaft abnimmt. Wenn die Leute nicht für Ihre Rente arbeiten müssten, würden sie wahrscheinlich gar nicht mehr arbeiten.
      Eine Grundversorgung wird kommen, aber für das "mehr" im Geldbeutel muss man selbst sorgen.

      Bundesweit einheitliche Kontrollen von Lebensmitteln. Die Gesundheit der Verbraucher muss wichtiger sein als Profite.
      Klingt gut, ist aber IMO nur ein Lückenfüller um das Lager der besorgten Mütter zu bedienen. Das man für eine flächendeckende Kontrolle einen haufen Leute einstellen muss (man schafft Arbeitsplätze) wird gar nicht erst erwähnt. Daher für mich ein klar FAKE.
      Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
      Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
      Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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      • #4
        Naja, ich persönlich würde mich ja eher Links einordnen, aber die Linkspartei... puh, das sind halt größtenteils Ewiggestrige. Keinerlei Inspiration und kein Wille aus der Vergangenheit zu lernen.
        Zu den Punkten:

        [...]den sofortigen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan.
        Das ist offensichtlicher Blödsinn. Ich bin sogar dafür die Truppenanzahl so weit zu vergrößern, wie es für die Bundeswehr möglich ist, ohne im Kosovo & Co. dafür zu bezahlen. Dabei muss zu gleichen Teilen in Wiederaufbau und Demokratisierung einerseits, und Vernichtung der Taliban andererseits investiert werden.

        Die Bundeswehr darf keine Interventionstruppe werden. Ihr Auftrag muss auf Landesverteidigung und Katastrophenhilfe beschränkt werden.
        Sehe ich auch sehr kritisch. Wenn Interventionstruppen eingesetzt werden um die in der UN-Charta festgeschriebenen Menschenrechte durchzusetzen und nicht um wirtschaftliche bzw. geopolitische Interessen durchzusetzen, dann ist solch ein Einsatz nicht nur in Ordnung, sondern ein ethisches Muss.

        Jedem Schulabgänger, jeder Schulabgängerin einen Ausbildungsplatz. Wer nicht ausbildet, soll zahlen.
        Prinzipiell okay, jeder sollte die Möglichkeit auf einen Ausbildungs- oder Studienplatz seiner Wahl haben, solange er dafür geeignet ist. Dies muss dann leider nicht mit einem Arbeitsplatz enden, nichts destotrotz ist das ein Ziel das man anstreben sollte - Bildung nur um der Bildung willen, ist IMO völlig akzeptabel.

        Ein Europa, das Verantwortung für den Frieden in der Welt wahrnimmt: keine Aufstellung europäischer Truppen, Einrichtung eines Amtes für Abrüstung und Rüstungs-exportkontrolle.
        Zwei Dinge, zwei unterschiedliche Antworten: Abrüstung fördern und fordern: sehr gut. Europäische Einheitsarmee ablehnen: dumme Idee. Eine Europäische Armee wäre ein Garant für Frieden in Europa und würde wohl auch zu einer schrittweisen Reduzierung der nationalen Armeen führen und das wäre auch sehr zu begrüßen.

        Die vollständige Entschuldung der ärmsten Länder.
        Kann ich mir auch vorstellen, aber nur schrittweise und nur wenn das Hand in Hand mit nachhaltigen Entwicklungen in den betroffenen Ländern geht. Man muss aktiv und knallhart gegen Korruption vorgehen und endlich Infrastrukturen und Wirtschaftskreisläufe aufbauen, die es diesen Ländern erfolgreich und selbstständig ermöglicht an der Weltwirtschaft teilzunehmen ohne weitere Schulden zu machen.


        den Stopp der Privatisierung der öffentlichen Daseinsvorsorge. Bildung, Gesundheit, Betreuung und Kultur, Wasser, Gas und Strom sind elementare Bestandteile sozialer Sicherheit und dürfen nicht von unternehmerischen Zielen bestimmt sein.
        Nun hier stimme ich mal zu. Am Wesen der Marktwirtschaft werden unsere sozialen Systeme zugrunde gehen. Man braucht sich den Müll nur anschauen. Vor allem die Bildung darf niemals zum Spielball der Wirtschaft werden und wirtschaftlichen Kriterien unterworfen werden. Bildung ist immer unwirtschaftlich, genauso Kultur, da es sich hierbei um ideelle und abstrakte Werte handelt. Sobald angefangen wird, dass Studienrichtungen, usw. einkassiert werden, weil sie keinen wirtschaftlichen Nutzen haben, dann aber gute Nacht Deutschland. Das heißt nicht, dass in Bildung und Kultur nicht kosteneffizient arbeiten sollen, im Gegenteil. Aber man darf nicht verlangen, dass am Ende Profit rauskommt.
        Was Wasser, Gas, Strom und Betreuung und Gesundheit angeht: hier darf gerne betrieblicher Wettbewerb herrschen, allein um Qualität und Quantität zu maximieren, aber es müssen Vorkehrungen getroffen werden, dass alle Leute einen minimalen Lebensstandard halten können, ohne dabei zu verarmen.
        die demokratische Kontrolle der Wirtschaft.
        Das ist wohl der revolutionärste Punkt und bedeutet letztlich Enteignung... find ich eine klasse Idee. Das antidemokratische Wirtschaftssystem innerhalb einer demokratischen Gesellschaft ist das Krebsgeschwür an dem wir zu Grunde gehen werden.
        Ich persönlich bevorzuge dabei Modell die Kooperativen ähnlich sind, bei denen Beschäftigte automatische Eigentümer der Firma sind und Entscheidungen nach demokratischen Prinzipien getroffen werden. Das ist natürlich bei großen, multinationalen Firmen sehr unpraktisch, deshalb könnte man das entweder über ein Rätesystem lösen oder IMO besser, diese großen Konzerne in viele kleine Firmen zerschlagen. Das wäre auch für den Wettbewerb sehr viel besser.

        die Überführung wichtiger Naturressourcen in Staatseigentum.
        Nun, sehr larifari formuliert. Was ich darunter verstehen würde ist, dass der Staat die Natur als schützenwertes Gut anerkennt und sie dann eben auch beschützt und ihre Ausbeutung so reguliert, dass einerseits für die Gescöpfe in der Natur kein unnötiges Leid entsteht und andererseits die Ressourcen auch für kommende Generationen noch zu Verfügung stehen.

        Die politische Unterstützung und finanzielle Förderung der Arbeit von Anti-Rechts-Bündnissen auch in Zeiten knapper Kassen.
        Naja, wenn dann für beide Seite.

        die sofortige Rücknahme der Riester-Rente. Mehr "Eigenvorsorge" statt solidarische Umlagenfinanzierung trägt zu einer wachsenden Ungleichheit bei.
        Davon habe ich eigentlich zu wenig Ahnung. Allerdings bin ich grundsätzlich der Meinung, dass die Altersversorgung auf einem Mischmodell aus gesellschaftlicher Solidarität und Eigenverantwortung basieren sollte. Es muss immer garantiert sein, dass niemand in Altersarmut u.ä. abrutscht.

        Bundesweit einheitliche Kontrollen von Lebensmitteln. Die Gesundheit der Verbraucher muss wichtiger sein als Profite.
        Es wäre wirklich zu begrüßen wenn es einheitliche und rigorose Standards für die Untersuchung von Lebensmitteln und dann die Kennzeichnung der Produkte geben würde, so dass für den Kunden klar erkennbar ist was in einem Produkt ist, etc.
        Dabei müssen diese Angaben standardisiert sein. Einmal auf die jeweilig normale "Konsummenge" (also ein Keks, ein Schnitzel, etc.) und dann auf eine Standardeinheit (sagen wir 100g) damit man alle Produkte einfach vergleichen kann, ohne immer zwischen den Herstellern umrechen zu müssen.
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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        • #5
          1.
          zu dem Punkt Anti-rechts:
          Ich denke da wird etwas übertrieben. Sie dürfen die Demokratie nicht einschränken, aber diverse Bestandteile verbieten (z.B. Hakenkreuze) bzw. das Einhalten der Gesetze kontrolieren.

          Was Wasser, Gas, Strom und Betreuung und Gesundheit angeht: hier darf gerne betrieblicher Wettbewerb herrschen, allein um Qualität und Quantität zu maximieren, aber es müssen Vorkehrungen getroffen werden, dass alle Leute einen minimalen Lebensstandard halten können, ohne dabei zu verarmen.
          Bis auf den Punkt mit Gesundheit stimme ich dir zu.

          Beispiel:
          Ich habe ein Zahnspange für ca. 1000€.
          Die gesammte Prozedur tat sehr weh und war unangenehm.
          Mein Kumpel, dessen Spange ca 1500-2000€ kostete, hatte praktisch keine schmerzen und eine Rundumversorgung.

          Jetzt frage ich, nicht nur um meiner selbst willen, ist das gerecht ?

          Ich kann bisher nur dazu folgende Wortgleichung aufstellen:

          mehr Geld=bessere Behandlung

          Da ich selbst in einer Praxis arbeitete, kann mir niemand sagen, dass die nicht so ist.

          Bspw. wird ein Privatpatient in einer Radiologie von einem Arzt voruntersucht, ein gesetzlich Versicherter von einem MTA oder einem Azubi/einer Aushilfskraft.

          Allein wenn ich sowas höre könnte ich mit meinem Kopf gegen die Wand rennen, aber das schlimmste ist, die Ärzte können nicht viel dafür !
          Um als Praxis zu überleben, müssen Privatpatienten geworben werden, da sie letzendlich mehr Einnahmen bringen.

          Diese Regelung ist in meinen Augen assozial, da sie gegen eine große Volksgruppe geht, den gesetzlich Versicherten.
          (Fals dies jemmanden interesiert denke ich wäre ein anderes Topic praktischer)

          Gut, weiter im Text...

          Die Bundeswehr darf keine Interventionstruppe werden. Ihr Auftrag muss auf Landesverteidigung und Katastrophenhilfe beschränkt werden.
          Als erstes steht dort nirgenswo nationale Katasrophenhilfe !
          Und Katastrophen sind ein großes Spektrum.

          Afghanistan ist ein Knackpunkt. Einerseits sind unsere U.S. Freunde dort einmaschiert, andererseits brauchen viele dort wirklich hilfe.

          Aber, als Vorraussetzung würde ich stellen, dass die Bürger mit der Bundeswehr zusammen arbeiten. Ich würde niemandem helfen, der mich hinterrücks ersticht (siehe Vietnamkrieg, gräuel der Amerikaner ausgenommen).
          Mit freundlichen Grüßen,
          Rob

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          • #6
            die demokratische Kontrolle der Wirtschaft.
            Das finde ich die lustigste Forderung von allen.
            Erst die Aktionäre und deren Rechte zwingt viele Aktienunternehmen zu diesen gigantischen Renditen, über welche von Links stets geschumpfen wird.
            Kleine Unternehmen, die alleine vom Unternehmer und Gründer geführt werden, bieten dagegen oft wenn es ihnen gut geht auch recht passable Arbeitsbedingungen.
            Nichteigentümer dagegen kann man unmöglich Stimmrechte über fremdes Eigentum geben. Wenn das irgendwann kommt, fordere ich auch ein demokratisches Stimmrecht über Wohnung, Auto und restliches Eigentum meines Nachbarn ausüben zu dürfen.

            Vielleicht sollte man lieber darüber nachdenken vernünftigen Wettbewerb zu schaffen und eine Entflechtung marktbeherrschender Strukturen anzustreben, anstatt Leuten ihr Eigentum wegzunehmen!

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            • #7
              Vielleicht mal kurz nachgedacht:

              Demokratische Kontrolle der Wirtschaft muss ja nicht zwangsläufig Enteigung bedeuten. Es kann auch ganz einfach nur bedeuten, dass staatliche Institutionen den Unternehmen stärker auf die Finger schauen und der gesetzliche Rahmen für das Handeln der Unternehmen enger gesteckt wird.

              Zitat von Harmakhis
              Naja, ich persönlich würde mich ja eher Links einordnen, aber die Linkspartei... puh, das sind halt größtenteils Ewiggestrige. Keinerlei Inspiration und kein Wille aus der Vergangenheit zu lernen.
              Ich weiß nicht wie viele Linkspartei-Mitglieder du kennst, aber die Ewiggestrigen sind eher in der Minderheit, wenn ihr Anteil durch die momentande Lage wieder steigt. Auch ist die Vergangenheitsbewältigung in der Linkspartei durchaus ein Thema, nur differenzieren gerade ostdeutsche Mitglieder dabei mehr. Die DDR war für sie nicht pauschal schlecht und die Wiedervereinigung war für viele ein traumatisches Erlebnis.

              Ich bin seit nunmehr knapp 6 Jahren Mitglied der PDS/Linkspartei und habe dabei viele sehr realistische Personen kennengelernt, unter anderem Leute die in der DDR im Untergrund tätig waren. Auch war die PDS die Partei für die Stafan Heym in den Bundestag einzog.
              Möp!

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              • #8
                Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
                Ich weiß nicht wie viele Linkspartei-Mitglieder du kennst, aber die Ewiggestrigen sind eher in der Minderheit, wenn ihr Anteil durch die momentande Lage wieder steigt. Auch ist die Vergangenheitsbewältigung in der Linkspartei durchaus ein Thema, nur differenzieren gerade ostdeutsche Mitglieder dabei mehr. Die DDR war für sie nicht pauschal schlecht und die Wiedervereinigung war für viele ein traumatisches Erlebnis.

                Ich bin seit nunmehr knapp 6 Jahren Mitglied der PDS/Linkspartei und habe dabei viele sehr realistische Personen kennengelernt, unter anderem Leute die in der DDR im Untergrund tätig waren. Auch war die PDS die Partei für die Stafan Heym in den Bundestag einzog.
                Ich bin noch kein Mitglied, aber um endlich mal mit diesen ganzen Stänkereien von wegen "Kommunisten" etc. aufzuräumen:

                Aus einer Quelle erfuhr ich, dass ca 5% ex SEDler sind.
                Und nach dem Zusammenbruch der DDR haben sie sich von ihrer Politik distanziert und sich entschuldigt.
                Aber man sollte die 95% nicht vergessen

                In denen sind u.a. ehemalige Grüne, die den SPD Kurs ihrer PArtei nicht mehr ertragen konnten, oder eben SPDler die den allgemeinen Kurs ihrer Partei nicht mehr ertragen konnten.

                Aber, darüber könnte man diskutieren bis man schwarz wird (gut, hoffe das passiert nicht, denn sonst hätten wir ja nurnoch CDUler...scherz am rande).

                Am Ende kommt es auf das an woran man glaubt, und der "Glaube" sollte durch Wissen, Erfahrung und logisches Denken geprägt sein.
                Mit freundlichen Grüßen,
                Rob

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                • #9
                  Zitat von newman Beitrag anzeigen
                  Das finde ich die lustigste Forderung von allen.
                  Erst die Aktionäre und deren Rechte zwingt viele Aktienunternehmen zu diesen gigantischen Renditen, über welche von Links stets geschumpfen wird.
                  Und was hat das mit einer demokratischen Kontrolle der Wirtschaft zu tun?

                  Aktiengesellschaften sind nicht demokratisch. Dort hat man um so mehr zu sagen, um so mehr Kohle (Aktien) man hat. Das ist nun mal das exakte Gegenteil von einer demokratischen Kontrolle.

                  Kleine Unternehmen bieten in der Regel keine besseren Arbeitsbedingungen, sondern schlechtere Löhne, längere Arbeitszeiten, weniger Sozialleistungen, weniger Urlaub etc.

                  Da sich die sonstigen Fragen an die Partei Die Linke richten, sollen deren Anhänger oder Mitglieder dieser beantworten.

                  Deshalb nur kurz:
                  ewig gestrig: tja, die heutige Die Linke ist in gewisser Hinsicht schon so. Sie bricht nicht mit sozialdemokratischen Strategien und wird deshalb wohl genauso wie die SPD als Bettvorleger der Kapitalisten enden. Zumindest deutet sich dies genau dort, wo sie bereits in Landesregierungen beteiligt sind bzw. waren, an.

                  Zu Afghanistan: der Fehler liegt offensichtlich hier bei denen, die nicht bereit sind aus den Fehler der Stalinisten zu lernen. Die hatten auch gedacht, dass sie das Land mittels Truppen von aussen modernisieren könnten. Jetzt wird der Fehler schon wieder überholt. Dazu werden demokratische Kräfte in Afghanistan auch noch daran gehindert, eine Demokratie aufzubauen, da die Besatzungstruppen auf Warlords als Hilfstruppen setzen, um das Land zu kontrollieren.

                  Zum Wettbewerb: nirgends hat Konkurrenz dazu geführt, dass Infrastruktur, die jedem unabhängig von Einkommen zugängig sein muss besser wurde. Das genau Gegenteil war vielfach der Fall - und ist schon heute bei den Verschlechterungen in den Standards bei den Krankenhäusern zu beobachten. Dazu führt Konkurrenz im Kapitalismus zwangsläufig zu Strukturen, in denen der Markt von wenigen oder einem Grosskonzern beherrscht wird.
                  Resistance is fertile
                  Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                  The only general I like is called strike

                  Kommentar


                  • #10
                    Zitat von max
                    Zum Wettbewerb: nirgends hat Konkurrenz dazu geführt, dass Infrastruktur, die jedem unabhängig von Einkommen zugängig sein muss besser wurde.
                    Ach? Und die GSM-Netze? Wurden die etwa nicht besser, als der Markt eröffnet wurde? Die Breitbandversorgung im Internet?

                    Es gibt sicher auch negative Beispiele, aber gerade die innovativen Märkte zeigen, dass Wettbewerb eine sehr starke Triebfeder für die Verbesserung sein kann.
                    können wir nicht?

                    macht nix! wir tun einfach so als ob!

                    Kommentar


                    • #11
                      Also meine Beobachtung dazu sind, dass es zu einer (Re)Monopolisierung kommt. Und dann wirds ja spannend wo wir preislich dann wieder enden (bzw anfangen) werden.
                      Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                      Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

                      Kommentar


                      • #12
                        Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                        Also meine Beobachtung dazu sind, dass es zu einer (Re)Monopolisierung kommt. Und dann wirds ja spannend wo wir preislich dann wieder enden (bzw anfangen) werden.
                        Mal ne Frage. Verstaatlichung, also der Übergang der Kontrolle von mehrern Teilhabern in eine Hand, die des Staates, ist doch auch eine (Re)Monopolisierung, oder?
                        Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                        Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
                        Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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                        • #13
                          Dazu führt Konkurrenz im Kapitalismus zwangsläufig zu Strukturen, in denen der Markt von wenigen oder einem Grosskonzern beherrscht wird.
                          Großkonzerne sind das exakte Gegenteil von Konkurrenz.
                          Wenn man Wettbewerb fordert heißt dies nicht, dass man ein Mal Wettbewerb schafft und sich dann zurücklehnt und den Rest des Lebens Däumchen dreht, sondern rund um die Uhr dafür sorgen muss, dass er auch bestehen bleibt.
                          Abgesehen von natürlichen Monopolen sind marktbeherrschende Strukturen nichts sprichwörtlich "Gott gegebenes". Hier hat der Staat mal in der Tat eine nützliche Funktion und gerade die füllt er ungenügend aus.

                          nirgends hat Konkurrenz dazu geführt, dass Infrastruktur, die jedem unabhängig von Einkommen zugängig sein muss besser wurde.
                          Man muss halt auch darauf schauen was man dem Wettbewerb öffnet. Gewisse Aufgaben kann der Staat übernehmen, wenn er sich aus anderen heraushält und so finanziell auch dazu in der Lage ist. Infrastruktur ist z.B. ein gutes Stichwort, als öffentliches Gut kaum auf einem Markt funktionstüchtig.

                          Es kann auch ganz einfach nur bedeuten, dass staatliche Institutionen den Unternehmen stärker auf die Finger schauen und der gesetzliche Rahmen für das Handeln der Unternehmen enger gesteckt wird.
                          Was ja im Prinzip der Fall ist, in Deutschland gibt es bereits eine fast unübersichtliches Netz an Gesetzen. Nur leider ist eben gerade der Staat und dessen Verwaltung nicht gerade das effektivste und vertrauenswürdigste Organ.

                          Aktiengesellschaften sind nicht demokratisch.
                          Ja, weil sie Eigentum sind und nichts mit dem Staat zu tun haben. Wo kämen wir hin, wenn über Eigentum abgestimmt würde, oder wie gefiele es dem Arbeiter, würde sein Kollege bei seinem Lohn mitsprechen dürfen. Allerdings bestehen bei AGs im Gegensatz zu Personengesellschaften Strukturen wie der Aufsichtsrat, die zwar oft versagen, aber das heißt ja nicht, dass dies so bleiben muss.
                          Zuletzt geändert von newman; 04.03.2008, 21:22.

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                          • #14
                            Zitat von newman Beitrag anzeigen
                            Großkonzerne sind das exakte Gegenteil von Konkurrenz.
                            Sicher. Aber sie das zwangsläufige Ergebnis von Konkurrenz in einer kapitalistischen Gesellschaft. Die ganzen Massnahmen gegen Monopole (Kartellbehörden) funktionieren natürlich nicht. Das ist bei der Machtstruktur doch auch zu erwarten. Es werden nur dann Monopole zerschlagen, wenn sich eine Reihe von Kapitalisten (aus anderen Wirtschaftsbereichen) gegen den Monopolisten verbünden - aber das passiert kaum.

                            Wenn man Leuten entsprechende Macht gibt, dann nutzen sie sie auch.
                            Zitat von newman Beitrag anzeigen
                            Gewisse Aufgaben kann der Staat übernehmen, wenn er sich aus anderen heraushält und so finanziell auch dazu in der Lage ist. Infrastruktur ist z.B. ein gutes Stichwort, als öffentliches Gut kaum auf einem Markt funktionstüchtig.
                            Es ging um Infrastruktur, z.B. das Gesundheitssystem.
                            Zitat von newman Beitrag anzeigen
                            Ja, weil sie Eigentum sind und nichts mit dem Staat zu tun haben.
                            Was sollte dann dein Kommentar oben ausdrücken?
                            Zitat von newman Beitrag anzeigen
                            Wo kämen wir hin, wenn über Eigentum abgestimmt würde, oder wie gefiele es dem Arbeiter, würde sein Kollege bei seinem Lohn mitsprechen dürfen.
                            Wenn man über die Wirtschaft nicht demokratisch entscheiden kann, wird diese natürlich unter diktatorischer Kontrolle der Oligarchen bleiben - und damit die ganzen Gesellschaft durch diese ganzen Oligarchen kontrolliert werden.

                            Bestimmte Bereichen dürfen einfach nicht in privaten Besitz von einzelnen Menschen. Dazu gehören u.a. offensichtlich Menschen selbst (s. Verbot der Sklaverei, natürlich ein Eingriff in Eigentumsrechte!), der Staat (s. Sturz der Feudalherren) aber dazu muss auch die Kontrolle von Machtmitteln wie die Produktionsmittel gehören.

                            Ich frage mich übrigens, warum es besser sein sollte, wenn Kapitalisten über den Lohn entscheiden - und nicht die Arbeiter selbst. Für die Höhe des Lohns ist auf jeden Fall nicht vorteilhaft, dass Kapitalisten entscheiden können - was eigentlich offensichtlich sein sollte.


                            Zitat von blueflash
                            Ach? Und die GSM-Netze? Wurden die etwa nicht besser, als der Markt eröffnet wurde? Die Breitbandversorgung im Internet?
                            Internet und Mobilfunk wurde deutlich besser, als es entsprechenden technologischen Fortschritt gab. Ob die Privatisierung der Netze hier den Fortschritt ermöglich hat, würde ich bezweifeln. Es geht um eine zwei parallele Entwicklungen: einmal die Einführung neuer Technologien und einmal um Privatisierung weiter Bereiche der Infrastruktur. Es ist klar, dass bei der Sparpolitik zu der Zeit, die staatliche Infrastruktur nicht modernisiert worden würde. Aber diese Sparpolitik und die Privatisierungen sind ja zwei Elemente der gleichen Politik und die Folgen des Kaputtsparens werden dann von den Verantwortlichen unverschämterweise auch noch als Argument für die Privatisierungen benutzt.

                            Telekommunikation ist übrigens ein Bereich, in dem man sehen kann, wie innerhalb kurzer Zeit der Markt von wenigen Grosskonzernen beherrscht wird - inzwischen beherrschen diese Grosskonzerne auch den Markt fast weltweit.
                            Resistance is fertile
                            Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                            The only general I like is called strike

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                            • #15
                              Zitat von max
                              Internet und Mobilfunk wurde deutlich besser, als es entsprechenden technologischen Fortschritt gab. Ob die Privatisierung der Netze hier den Fortschritt ermöglich hat, würde ich bezweifeln. Es geht um eine zwei parallele Entwicklungen: einmal die Einführung neuer Technologien und einmal um Privatisierung weiter Bereiche der Infrastruktur. Es ist klar, dass bei der Sparpolitik zu der Zeit, die staatliche Infrastruktur nicht modernisiert worden würde. Aber diese Sparpolitik und die Privatisierungen sind ja zwei Elemente der gleichen Politik und die Folgen des Kaputtsparens werden dann von den Verantwortlichen unverschämterweise auch noch als Argument für die Privatisierungen benutzt.
                              Ja, ja, weil nicht sein kann, was nicht sein darf...
                              Als ob es möglich wäre, technische Innovation per politischem Dekret zu verordnen. Akzeptier die Realität! Ohne privatwirtschaftlichen Antrieb würden wir immer noch mit 56K surfen und für ein Handygespräch 89ct/min zahlen!
                              können wir nicht?

                              macht nix! wir tun einfach so als ob!

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