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Severus Snape - Tragischter aller Helden?

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    #76
    Zitat von snapine Beitrag anzeigen
    beim besten willen kann ich in der gesamten harry potter geschichte keine noblere seele als ihn finden.
    snapine
    Auch Respekt !!!
    ich bin beeindruckend. Mann könnte severus nicht schöner beschreiben.
    dass hat mich echt berührt. Lass die anderen reden snapine

    Kommentar


      #77
      Cool, es gibt noch Antworten auf alte Beiträge die ich nie entdeckt habe? Na dann mal los...

      Zitat von snapine Beitrag anzeigen
      @ sternengucker,
      du bist in deinem urteil reichlich anmaßend.
      Natürlich. Ich habe bewusst so stark wie möglich polarisierend formuliert, gerade weil ich wusste wie wenig eine gewisse Fraktion von hemmungslos Snape verliebten Fans auf Logik und Wahrheit Wert legt und reagiert. Wenn man da nicht mit Übertreibungen argumentiert kommt gar nichts an ausser dem rosarot ausgefilterten "Severus ist sooo herrlich und großartig und lieb"...

      das snape keine person ist, die aus reiner selbstsucht handelt, sondern auch ein großes maß selbstlosigkeit besitzt ist für mich offensichtlich.
      Ich glaube Dir gerne dass du das so sieht, ich glaube sogar gerne dass JKR es so darstellen und schreiben wollte, das ändert aber nichts daran, dass Snape so wenig ein selbstloser Held ist wie Dumbledore ein wohlwollender alternder Meister des Lichts war. An ihren Taten sollt ihr sie messen, nicht an dem was sie über sich selbst sagen!

      ich liebe severus snape.
      Eine sehr objektive Sichtweise in einer Diskussion. Und einmal mehr der Beweis, dass Frauen in einem gewissen Alter leider sehr empfänglich für die charakterlich unterentwickelten Personen männlichen Geschlechtes sind.

      james und sirius sind für mich die eigentlichen arschlöcher. das sind meiner meinung nach miese hinterhältige feiglinge, die gerne auf schwächere losgehen, aber davon redet kein mensch.
      Selektive Wahrnehmung? Davon reden sehr viele Menschen sehr oft in Diskussionen über Harry Potter. Aber normalerweise mit der Einschränkung, dass der BEWEIS hierfür auf zwei Dingen basiert... Snapes Erinnerung in der das Verhalten von Severus selbst mehr als unterirdisch ist und er nicht das Opfer ist sondern nur der Verlierer des Streites den er freudig mit angefangen hat (wie später so oft sein Patenkind Draco) und zum anderen auf dem Wissen um den idiotischen "Scherz" von Sirius Black, der fast zum Tod von Snape geführt hat, indem er ihn zu Remus während der Vollmondnacht zu lotsen versucht hat.
      Wohlgemerkt hat beim zweiten Ereignis JAMES sofort die nötigen Schritte eingeleitet, um das Schlimmste zu verhindern und Snape war nur ein wenig traumatisiert anstatt Werwolffutter. Die Tat eines echten Arschloches, ja wirklich! Okay, man kann immer argumentieren, dass james hier eher Remus und Sirius geholfen hat nicht von der Schule zu fliegen oder gar wegen Mordes in Askaban zu landen, aber trotzdem hat er nicht gezögert zu diesem Zweck Snape zu retten.

      Außerdem muss man in dem Zusammenhang eines beachten... von dem wenigen was wir wissen her ist das zu einer Zeit gewesen als Sirius schwer unter seiner bösartigen Familie gelitten hat und einen Hass auf alles was mit den Dunklen Künsten zu tun hat zu entwickeln begonnen hat. James hat das alles live mitbekommen und nicht gezögert seine Eltern für Sirius um Asyl zu bitten, so dass der Junge ohne Angst um sein Leben Hogwarts beenden konnte.
      Die beiden sind also nicht gut auf Leute zu sprechen die, sagen wir mal einfach so, die ganze Zeit um Azubi-Todesser herumscharwenzeln und mit Freude andere Leute herablassend behandeln, weil sie an Blutreinheit und ähnliche Bigotterie glauben. Also Leute wie Snape, der nichtmal genug Hirn besitzt seine EINZIGE und BESTE Freundin NICHT Schlammblut zu nennen.
      Leute die in ihren Schulbüchern Dinge wie Sectumsempra eintragen, einen potentiell lethalen Fluch.

      Außerdem: wir haben NIEMALS eine Szene gezeigt bekommen oder von einer erzählt bekommen, in der sie unschuldige, hilflose Mitschüler angegriffen oder auch nur schief angesehen hätten. Dass zur Zeit eines Krieges zwischen dunklen und hellen Zauberern die beiden Häuser, die diese Extreme direkt und absolut verkörpern, sich bis auf's Blut befeinden ist doch kein Wunder, wenn im Frieden noch Zustände wie in den Büchern herrschen können und niemand die Notwendigkeit sieht, da etwas dran zu ändern.

      UND wir haben von VIELEN Leuten gehört, dass sich James und Sirius sehr geändert haben seit sie 16 waren. Snape hingegen ist nicht nur Sirius gegenüber sondern zu so gut wie jedem atmenden Wesen das nicht zufällig in Slytherin einsortiert wurde gegenüber ein absoluter Drecksack. Und er ist lernunfähig. Vom ersten Moment an labert er diesen Mist von wegen Harry sei arrogant und verwöhnt aufgewachsen und kann sich von dem Bild das er sich von James gemacht hat nicht lösen. Und er kann nichtmal behaupten, dass das aus Zwang geschehen wäre, für den Fall dass Riddle zurückkommt ein Image aufrecht erhalten zu müssen, damit er weiter spionieren kann. Wenn Malfoy Spenden für St Mungos machen kann, kann Snape die Schüler auch halbwegs anständig behandeln ohne sich die Deatheater Credibility zu verhuntzen. also muss dieses Verhalten sein eigener Wunsch und sein eigenes Vergnügen sein.

      severus hat für mich ein gutes herz, hätte dumbeldore das nicht gesehen, hätte er ihn nicht wieder in den orden aufgenommen, weil er ganz bestimmt keinen selbstsüchtigen menschen vertraut hätte, das wäre gegen sein prinzip, da eine person die aus reiner selbstsucht handelt nicht beständig, sonder eher beliebig ist.
      *hust* Mundungus Fletcher!!!! *hust*

      Und über Dumbledores Großherzigkeit muss man sowieso kein Wort verlieren, die gilt natürlich immer nur Mördern, Vergewaltigern und Brandschatzern. Oder wieso landet die Hälfte seiner treuen und verlässlichen Anhänger zu irgendeinem Zeitpunkt im Knast oder der Hölle von Dursleystan und dem Haus der Blacks, während Abschaum wie Malfoy Senior und Junior tun können was sie wollen und immer weiter neue "Zweite Chancen" bekommen und ein gefährlicher Dilletant wie Fudge ein Jahrzehnt lang die Zaubererwelt in den Ruin treiben kann?

      severus ist aber das komplette gegenteil. so viele details belegen sein wahres gesicht. in den situationen wo es wirklich drauf ankommt, kann er seine wahre besorgnis nicht verstecken. intuitiv wirft er sich selbstlos vor die schutzlosen kinder als sie angegriffen werden.
      Ich habe nachgeschlagen: Diese Szene ist eine Erfindung der Filmleute. Im Buch ist Snape zu der zeit noch bewusstlos und per "mobilicorpus" hinter den anderen hergezogen worden. Stattdessen wirft sich ehhh "das Arschloch" Black heldenmutig auf den Werwolf, was letztlich zu dem bekannten Vorfall mit den Dementoren führt, die ihn in sehr angegriffenem und schwer verletztem Zustand am Wasser finden. Snapes größte Momente sind das Quidditchspiel mit Quirrels verhextem Besen und die Benachrichtigung des Ordens während die Kinder stundenlang durch den Verbotenen Wald irren und seeeehr lange auf den Thestralen nach London fliegen... und trotzdem vor den Erwachsenen dort ankommen.

      letztenendes macht er sich schutzlos und verletztbar als er harry seine gefühle offenbart. er zeigt ihm sein innerstes.
      Er zeigt ihm genau das was er ihn wissen lassen will um Mitleid zu erfahren.
      Hätte er wirklich ein Herz hätte er ihn schon längst an Dingen teilhaben lassen wie Zeiten an denen Lilly fröhlich oder glücklich war und nicht gewartet bis zum Zeitpunkt seines letzten Atemzuges um genau die paar Erinnerungen auszusprucken die nötig sind um dem Jungen endgültig ein schlechtes Gewissen einzujagen. Ganz davon zu schweigen, dass ein ANSTÄNDIGER Mensch Dumbledore für seine Pläne schon im Voraus links und rechts geohrfeigt hätte. Aber dazu war ja auch McGonagall nie in der Lage.

      für mich ist das der größte vertrauens und liebesbeweis, den man jemanden geben kann, sich jemanden so ausliefern wie snape es bei harry getan hat.
      Ja ganz uneigennützig (schlechtes Gewissen erzeugen) und ohne Zwang (im Sterben liegen) und Hintergedanken (grüne Augen als letztes auf der Welt sehen wollen). Meine Güte, der Kerl ist gerade von Riddle umgebracht worden und es gibt nur EINE Chance dass er gerächt werden wird, wenn Harry sich dem Kerl stellt und dabei riskiert zu sterben. Ja es ist SOOO sensibel jemandem die innersten Gedanken zu offenbaren wenn die zum Inhalt haben dass er bitteschön ohne viel Getue gehen und sich umbringen lassen soll. Ausgesprochen feinfühlig in der Tat. Ganz davon abgesehen dass es Snapes Schuld gewesen wäre, wenn die Mission an dem Zeitpunkt gescheitert wäre, weil er das ganze Jahr über weiterhin Dumbledores idiotische Puzzlespiele gespielt hat statt die entscheidenden Informationen frühzeitig/rechtzeitig und ohne dass halb Hogwarts in Schutt und Asche liegt herausgegeben zu haben.

      ganz davon abgesehen gerade und ausgerechnet harry nennt den namen seines kindes nach ihm, eine größere ehre hätte er snape nicht bringen können, das ist ein zeichen, das harry gereift ist.
      Oh ja, lass uns unsere Kinder nach den zwei größten Folterern und Missbrauchern in 1000 Jahren Hogwarts nennen und dann erzählen wir am besten sie wären die besten Schulleiter der Geschichte gewesen, damit die armen Blagen auch noch stolz darauf sind. Das ist kein Zeichen von Reife das ist ein Zeichen von Kicherndem-Schulmädchen-Syndrom bei JKR während sie ihr abysmales Postskriptum geschrieben hat.
      Oder sie ist einfach nur eine jener Frauen die man keine Kinder taufen lassen sollte... Scorpius und Hugo sind ja auch nicht besser dran.
      Statt Albus Severus hätte das arme Kind besser Alastor Sirius geheissen, zwei Menschen die sich ohne die moralischen Defizite und jahrelanges Harry-Foltern als Freizeitvergnügen für das Gute aufgeopfert haben.

      severus snape ist für mich ein mutiger selbstloser held. harrys leben hätte ihm längst egal sein können,
      Das ist ja gerade der Punkt. Er BRAUCHTE Harry. Weil er selbst seinen Fehler, seine größte Dummheit nicht aus der Welt schaffen konnte, den Moment jugendlichen Leichtsinns der "Seine" Lilly umgebracht hat. Snape wollte Rache dafür, aber er selbst konnte nichts tun, sonst hätte er sein Leben weggeworfen. Keine Chance. Weniger als ein Schneeball in der Hölle im Hochsommer. Potter war Dumbledores Werkzeug um Riddle aus der Welt zu schaffen und das war ein Ziel mit dem Snape sich sehr gut identifizieren konnte, weil der Mistkerl ihn reingelegt hatte, verführt und benutzt.
      Wann hat denn Snapes grandioses "Spionieren" jemals etwas gebracht? Nichtmal zu den Sieben Potters hat er eine Warnung bringen können oder VOR dem Angriff auf Hogwarts. Was soll so ein Spion bringen? Wozu wurden ihm 15 Jahre lang die schlimmsten Exzesse im Klassenzimmer vergeben, wenn seine Gegenleistung quasi aus Zeitungslesen bestand?


      Und überhaupt... WÄRE er ein mutiger, selbstloser Held gewesen, dann hätte es weder die Bücher gegeben noch hätten wir in einem davon Severus Snape kennenlernen dürfen, weil ein HELD der in Lilly verliebt war nicht von seinem bösartigen, menschenverachtenden Terroristenanführer erbettelt hätte, sie doch wenn irgendmöglich nicht zu sehr zu beschädigen, damit er sie haben könne, wenn ihr Leben erstmal in Trümmern liegt und alles woran sie geglaubt hat vernichtet wurde um durch die Herrschaft der Rassistenschweine ersetzt worden zu sein, ein HELD hätte Voldemort aufzuhalten versucht selbst WENN er dabei selbst gestorben wäre. (Und dass ein Held gar nicht erst die Prophezeiung an den Schurken Nummer Eins verraten hätte erwähne ich gar nicht erst grossartig) Helden machen nicht auf König David und sorgen dafür dass ihre Traumfrau verwitwet wird und ihr geliebtes Kind verliert, Helden tun alles dafür, dass Kinder und Frauen am Leben bleiben und wenn es sie ihr eigenes Leben kostet!


      lilly konnte er ohnehin nicht mehr haben, für mich ist das geschwafel ohne beweise was du hier vorgibst. geh mal lieber auf das dreckige hinterhältige und feige verhalten von sirius und james ein!
      snapine
      Mit Freuden. Geh du mal auf den Fakt ein, dass sie sich im Gegensatz zu Snape ändern und andere Menschen vernünftig behandeln konnten!

      Snapes Eigensicht, Weltsicht und Sicht von Lilly sind allesamt verdreht und verkorkst. Er spielt geschickt über seine Motivation und Überzeugungen hinweg, um den Konsequenzen seines eigenen misslungenen Lebens zu entkommen, aber das Lüsten nach einer verheirateten Frau und das Schlechtreden aller anderer Aspekte ihres Lebens machen einen nicht zum Helden und schon gar nicht zu einer selbstlosen Person.

      Ich fürchte ja, das 90% der Snapefans nur die Darstellung von Alan Rickman sehen, wenn sie an Snape denken. Der Buchsnape ist um Welten sinistrer, heimtückischer und seelisch verdorbener. Das können ein paar Zeilen in "the Prince's story" nicht wegretuschieren. Und dass ihm dann auch noch erlaubt wird die Ansicht der Leser über zwei andere wichtige Hintergrundfiguren massiv mitzuprägen ist der Höhepunkt des Hohnes!


      Zitat von Zanja
      @ Sternengucker:
      Wieso ist ausgerechnet Severus Snape für dich "selbstsüchtig"? Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wenn sich in diesen 7 Bänden einer ständig für andere aufgeopfert hat, ohne je einen Dank zu bekommen, dann er! Was verlangst du noch von ihm? Dass er dabei lächelt???
      WENN sich in den sieben Büchern jemand für andere aufgeopfert hat, dann waren es ständig in Mitleidenschaft gezogene Nebenfiguren wie Hermione oder neville. snape hat die meiste Zeit nichtmal ein Opfer bringen müssen sondern sein Leben auf für ihn angenehme Weise verbringen können obwohl er sicher nicht durch Däumchendrehen ein Dunkles Mal erhalten hatte. Verglichen mit dem (mehr als verdientem) Leben in Askaban hat er es sehr sehr gut gehabt und so gut wie keine Zugeständnisse machen müssen.

      [quote]Warum ist es "selbstsüchtig", dass er ein Leben lang an seiner Liebe zu Lily festgehalten hat? Das ist genauso seine erwachsene Entscheidung wie ihre, sich einem anderen zuzuwenden. Ich nenne so etwas nicht Selbstsucht, sondern Treue, zu Lily UND zu sich selbst. Selten genug...

      Weil für mich seine Argumente, dass es Liebe ist, nicht ehrlich und echt waren, sondern er sie wie ein Ding behandelt hat, das es zu besitzen galt. Das er Potter nicht gönnen konnte.
      Wenn es aber nicht Liebe ist sondern Gier und Wollust, ist das Handeln das darauf basiert, auch nicht selbstlos und edel sondern ebenfalls etwas verdorbenes und unreines. Die Szene die ihn in meinen Augen für immer zum selbstverliebten, uneinsichtigen Arschloch gemacht hat ist das von Snapefans so verehrte Patronus-Zeigen in Dumbledores Büro... Bei den beiden WIRKLICH verliebten Paaren war es IMO ein passender Gefährte zum Patronus des Partners. Doras Wölfin und Lillys Hirschkuh... Snape hingegen hat die Hirschkuh an sich gerissen, für sich in Beschlag genommen. Endlich war ein TEIL von Lilly SEINER.

      Das mag auch ein wenig Interpretation sein, aber es ist MEIN Eindruck den ich vom mehrfachen lesen aller Bücher gewonnen habe.
      »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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        #78
        @Sternengucker

        Etliches was du schreibst, ist nicht wegzudiskutieren. Ein netter Kerl war der Sevi garantiert nicht. Nach seinem Fehler hat er aber doch ein sehr selbstloses Leben gefürht und sich ganz Dumbledores Sache unterstellt. Dass dieses Sache auch nicht so astrein war, naja eine andere war halt nicht da.

        Einiges spekulierst du aber auch munter. Dass Snape getriezt und angegriffen wurde, wann immer er allein war, kommt im Buch so vor. Auch dass seine Angreifer stets in der Überzahl waren. Dass Snape selber ein Fiesling war, der anderen was angetan hat, dagegen nicht. In den Büchern kommt er als Einzelgänger ohne Freunde rüber. Später dann halt die Zweckggemeinschaft mit den künftigen Todessern, aber von Freundschaft kann man da wohl nicht reden. Jedenfalls nicht so, wie Sirius und James eine Freundschaft hatten.

        Den Dow-Patronus hat er Lilly auch nicht "geklaut". Das passiert von selbst, wenn man jemanden liebt oder gar durch Schuld von ihr besessen ist. Das war Sevi aber eher peinlich, denke ich. Drum hat er das Ding zu Lebzeiten auch nie jemanden sehen lassen. Auch Dumbledore erst an einem sehr emotionalen Stadion.

        Und er hat auch ein bisschen mehr für den Potter-Jungen getan. In Buch 3 brach er zu seiner Rettung auf. So wie es für ihn aussah, befand sich das Balg in einer Falle des Mörders und Potterverräters Black und seinem alten Kumpel dem Werwolf Lupin. Bei seiner Flucht aus Hogwarts hat er ihn vor dem bloden Todesser (Rowle?) beschützt. Ich meine zudem zu glauben, dass da noch mehr war. In Buch 5 etwa. Buch 7 sowieso. Wird Zeit, die Dinger mal wieder zu Hand zu nehmen.

        Irgendwie cool, dass man da immer noch drüber diskutieren kann.

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          #79
          Betrachtet man Snape ganz objektiv, dann ist dieser eine ziemlich erbärmliche Figur. Denkt man sich das romantische Gefasel mal weg (Lily war die LIEBE SEINÖS LÖBÖNS, buhuhu) hat man es mit einem unreifen Stalker zu tun, der auch nach Jahrzehnten noch nicht damit zurecht gekommen ist, dass sein Jugendschwarm niemals auf ihn stand. Denn Lily hat ja niemals auch nur den Hauch von einem Anschein gegeben, dass sie Snape auch nur als Kandidaten für eine Beziehung ansieht - alles einseitig von Snape.

          Meine Güte, die Frau hat sogar seinen Todfeind geheiratet und ein Kind mit dem bekommen, und Snape schafft es immer noch nicht, sich wie ein Mann der Sache zu stellen und loszulassen. Extrem bitter.
          Fear is temporary, regrets are forever.

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            #80
            Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
            alles einseitig von Snape.
            Mööööp! Da widerspricht dir selbst Ms Rowling höchstpersönlich:

            "Severus Snape

            ist als Erstklässler völlig zurecht ins Haus Slytherin einsortiert worden, denn dies entsprach seiner Gesinnung als Schüler.

            hat sich - wie manche andere unsichere Personen - den Todessern angeschlossen, um zu einem mächtigen Kreis zu gehören.

            hat nie kapiert, dass sein schwarz-magisches Getue und sein Todesser-Engagement Lily nicht beeindruckt sondern abgestoßen hat. Wäre er als Schüler nicht so sehr in die dunklen Künste vernarrt gewesen, wäre er wahrscheinlich mit Lily zusammengekommen, denn Lily hatte ebenfalls Gefühle für Snape."

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              #81
              Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
              Mööööp! Da widerspricht dir selbst Ms Rowling höchstpersönlich:
              Mit Verlaub, es ist mir sowas von egal, was Frau Rowling in Interviews so von sich geben zu müssen meint. Ein Interview ist nicht canon; schließlich hat sie in der Tat vor Deathly Hallows in Interviews behauptet, Grindelwald sei 1945 gestorben.

              Und selbst wenn ihr Interviewgeblubber stimmt, oder diese Aussage aus dem eher als Canon zu bewertenden Pottermore stammt, das ändert nichts an meinen anderen Aussagen: Lily war glücklich mit James verheiratet und hatte ein Kind, und Snape konnte immer noch nicht wie ein Mann handeln und endlich von dieser Obsession lassen! Das ist keine Romantik, das ist ziemlich arm.
              Fear is temporary, regrets are forever.

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                #82
                Das ist aus keinem Interview, sondern aus dem Sammelsurium der offenen Fragen, in dem auch all die künftigen Heiratskandidaten und Ereignisse stehen (Neville und Hannah Abbott z.B. die später den Tropfenden Kessel übernimmt). Aber so habe ich das auch ohne die Sache immer verstanden. Sev und Lilly waren beste Freunde und ein klein bisschen mehr bis zu dem Tag nach ihren ZAGs im Sommer der 5. Klasse, als er sie Schlammblut hieß. Bis zu dem Tage war Lilly auch noch nicht gut auf James zu sprechen. Ganz im Gegenteil. Das entwickelte sich erst nachher. Wahrscheinlich hat Lilly James etwas zurechtgebogen. Und dass sie später mit ihm glücklich war, steht sowieso außer Frage.

                Ob Snapes Züge "arm" waren, das finde ich zu platt bemessen. Ich habe auch einen Kumpel, der immer noch seiner ersten Liebe nachtrauert, weswegen all seine neuerlichen Versuche, Beziehungen zu führen zum Scheitern verurteilt sind. Der ist klar "arm dran", aber man muss auch andere Sichtweisen zulassen. Andere sehen in solchen Zügen halt Romantik.

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                  #83
                  Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                  Ob Snapes Züge "arm" waren, das finde ich zu platt bemessen. Ich habe auch einen Kumpel, der immer noch seiner ersten Liebe nachtrauert, weswegen all seine neuerlichen Versuche, Beziehungen zu führen zum Scheitern verurteilt sind. Der ist klar "arm dran", aber man muss auch andere Sichtweisen zulassen. Andere sehen in solchen Zügen halt Romantik.
                  Würde dein Kumpel auch wissentlich in Kauf nehmen, dass der Mann und das Kind seiner ersten Liebe ermordet werden, nur um sie allein für sich zu haben?
                  Fear is temporary, regrets are forever.

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                    #84
                    Nö. Aber das hat ja auch der schwarz gekleidete Fiesling nicht getan.

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                      #85
                      Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                      Nö. Aber das hat ja auch der schwarz gekleidete Fiesling nicht getan.
                      Zitat von Deathly Hallows
                      “Everything - everything I heard!” said Snape. “That is why - it is for that reason - he thinks it means Lily Evans!”
                      “The prophecy did not refer to a woman,” said Dumbledore. “It spoke of a boy born at the end of July - ”
                      “You know what I mean! He thinks it means her son, he is going to hunt her down - kill them all - ”
                      “If she means so much to you,” said Dumbledore, “surely Lord Voldemort will spare her? Could you not ask for mercy for the mother, in exchange for the son?”
                      “I have - I have asked him - ”
                      “You disgust me,” said Dumbledore, and Harry had never heard so much contempt in his voice. Snape seemed to shrink a little, “You do not care, then, about the deaths of her husband and child? They can die, as long as you have what you want?”
                      Snape said nothing, but merely looked up at Dumbledore.
                      “Hide them all, then,” he croaked. “Keep her - them - safe. Please.”

                      Doch, er wollte nur den Schutz von Lily; James und Harry hingegen interessierten ihn nicht, wie Dumbledore angewidert feststellt.
                      Fear is temporary, regrets are forever.

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                        #86
                        Ich weiß natürlich, was du meinst. Und deshalb muss man die Charaktere stets vor und nach ihrer Läuterung betrachten. James Potter wurde durch Lilly geläutert. Vorher ein leichtlebiger arroganter Widerling (so Lilly), später ein verantwortungsvoller Kämpfer für den Orden und Vater. Dumbledore vor und nach Arianas Tod. Und Snape vor und nach seiner Erkenntnis, dass seine Information dazu beitragen soll, dass jemand stirbt. In Kauf genommen hat er das nicht. Er wusste nicht, wie Voldi die Prophezeiung deuten würde und dass das eine Todesjagd nach sich ziehen würde. Als er es herausfand, lief er über. Da begann der Läuterungsprozess.

                        Ich frage mich, warum man nicht einfach akzeptieren kann, dass es noch andere Meinungen als die eigene gibt. Die HP-Charaktere laden geradezu dazu ein, mehrere Sichtweisen zuzulassen, also sollte man das doch auch geschehen lassen. Und ich glaube auch nicht, dass irgendwer den Vor-Läuterungs-Snape als toll oder romantisch einstuft, den du da oben zitierst. Wenn dann den danach.

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                          #87
                          Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                          Ich weiß natürlich, was du meinst. Und deshalb muss man die Charaktere stets vor und nach ihrer Läuterung betrachten. James Potter wurde durch Lilly geläutert. Vorher ein leichtlebiger arroganter Widerling (so Lilly), später ein verantwortungsvoller Kämpfer für den Orden und Vater. Dumbledore vor und nach Arianas Tod. Und Snape vor und nach seiner Erkenntnis, dass seine Information dazu beitragen soll, dass jemand stirbt. In Kauf genommen hat er das nicht. Er wusste nicht, wie Voldi die Prophezeiung deuten würde und dass das eine Todesjagd nach sich ziehen würde. Als er es herausfand, lief er über. Da begann der Läuterungsprozess.
                          Das Problem für mich ist die Überromantisierung von Snape. Du nennst es Läuterung - sicherlich, Snape hat letztenendes nur noch für Dumbledore gearbeitet, das streite ich gar nicht ab. Nichtsdestotrotz ist er alles andere als ein netter Kerl - ich denke mal, kein Kind würde einen Lehrer wie ihn haben wollen, abgesehen von den Malfoys der Realität vielleicht.

                          Dieser Thread heißt "tragischter aller Helden". Nur ist Snape für mich weder ein Held (siehe oben) noch besonders tragisch (seine Lily-Obsession ist allerhöchstens tragisch für ihn selbst).

                          Ich frage mich, warum man nicht einfach akzeptieren kann, dass es noch andere Meinungen als die eigene gibt. Die HP-Charaktere laden geradezu dazu ein, mehrere Sichtweisen zuzulassen, also sollte man das doch auch geschehen lassen. Und ich glaube auch nicht, dass irgendwer den Vor-Läuterungs-Snape als toll oder romantisch einstuft, den du da oben zitierst. Wenn dann den danach.
                          Aber darum geht es mir doch - ich führe ja gerade meine Argumente an, warum der "danach-Snape" für mich in keinster Weise dem Titel dieses Threads entspricht. Snape ist für mich im Übrigen nicht besonders vielschichtig (allerdings sind das die meisten HP-Charaktere nicht wirklich).
                          Fear is temporary, regrets are forever.

                          Kommentar


                            #88
                            Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                            Das Problem für mich ist die Überromantisierung von Snape. Du nennst es Läuterung - sicherlich, Snape hat letztenendes nur noch für Dumbledore gearbeitet, das streite ich gar nicht ab. Nichtsdestotrotz ist er alles andere als ein netter Kerl - ich denke mal, kein Kind würde einen Lehrer wie ihn haben wollen, abgesehen von den Malfoys der Realität vielleicht.
                            Dito.

                            Dieser Thread heißt "tragischter aller Helden". Nur ist Snape für mich weder ein Held (siehe oben) noch besonders tragisch (seine Lily-Obsession ist allerhöchstens tragisch für ihn selbst).
                            Naja, der Thread entstammt der Zeit vor dem letzten Band. Stützt sich also auf Spekulationen. In einigem habe ich aber sehr richtig gelegen, ich toller Hecht!

                            Aber darum geht es mir doch - ich führe ja gerade meine Argumente an, warum der "danach-Snape" für mich in keinster Weise dem Titel dieses Threads entspricht. Snape ist für mich im Übrigen nicht besonders vielschichtig (allerdings sind das die meisten HP-Charaktere nicht wirklich).
                            Das ist dann wohl definitionssache. Er war selbstlos, weil er kein eigenes Leben und keine Freiheit mehr hatte, sondern stand unter Dumblys Joch und Fitiche. Und er hat sein Leben und Schlimmeres riskiert, damit der Junge seiner Bestimmung nachkommt.

                            Kommentar


                              #89
                              Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                              Das ist dann wohl definitionssache. Er war selbstlos, weil er kein eigenes Leben und keine Freiheit mehr hatte, sondern stand unter Dumblys Joch und Fitiche. Und er hat sein Leben und Schlimmeres riskiert, damit der Junge seiner Bestimmung nachkommt.
                              ...um ihn zur Schlachtbank zu führen.
                              Aber Harrys Passivität und blinder Glauben an den alles andere als moralisch integeren Dumbledore ist dann wieder ein anderes Thema...
                              Fear is temporary, regrets are forever.

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                                #90
                                Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
                                ...um ihn zur Schlachtbank zu führen.
                                Was er aber erst auf der Zielgeraden herausfand und ihn entsetzt hatte.

                                Dumbledore wäre da in der Tat der interessantere Streitpunkt. Seine Läuterung hat ihn zwar von seinen Machtfantasien abgebracht, aber er wurde zu einem abgebrühten Marionettenspieler. Zwar gütig und fraglos zu Liebe und Zuneigung fähig, in seinem Wissen aber, was zu tun sei, nahm er auf niemanden Rücksicht, wenn es die Sache verlangte. Und was auch Sternengucker schon anmerkte: Leuten wie den Malfoys ließ er dann im Gegenzug wieder viel zu viel durchgehen.

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