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    T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:37 Uhr

    "Gul Vandrak ,hier spricht Lieutenanat-Commander T'Arleya von Vulkan."
    erklang nun die feste Stimme der Vulkanierin.
    "Sie sind für viele Cardassianer ein großer Held. Sie haben sich durchaus schon einen Namen gemacht, nicht zuletzt durch das, was wir als das Massaker von Hankyon bezeichnen.
    Ein herber Verlust für die Föderation."
    stellte sie fest.
    "Und nicht wenige Cardassianer sind wie Sie unzufrieden mit einem Abkommen mit der Föderation.
    Sie haben Rückendeckung...sonst wären Sie nicht so weit gekommen.
    Wir stehen also vor einem erneuten Krieg, sollten Sie Erfolg haben.
    Doch ... ich will ehrlich mit Ihnen sein. Unsere Botschafter und Ihr Zentralkkommando verhandeln bereits. Beide Seiten rechnen mit dem Schlimmsten, sogar mit dem Tod tausender Föderationsbürger.
    Das Zentralkommando wird nichts von Ihnen wissen, sollte es so weit kommen. Sie handeln offiziell im Alleingang und ich garantiere Ihnen eines: Sie werden ziemlich verloren dastehen, sollten Sie das Feuer eröffnen.
    Ihr Name wird nicht ehrenvoll in die Geschichte eingehen, Sie werden eher in Schmach enden."
    Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
    Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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      [T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:39 Uhr]

      Zunächst kam wieder keine Antwort.
      Commander Solkar und andere auf der Brücke rechneten bereits damit, dass die Cardassianer den Kanal bald schließen und die Kommunikation blockieren würden, doch so weit kam es nicht.
      Die raue, von militärischem Drill und Disziplin, aber auch unverhohlenen Emotionen geprägte Stimme eines männlichen Cardassianers erklang nun aus den Lautsprechern.
      "Sie haben fünf Minuten, um Ihre Verfolgung abzubrechen, Föderationsraumer.", drohte er, jede Silbe von größt möglicher Verachtung erfüllt.
      "Ihr Schiff ist kein Gegner für die Roknar. Verschwinden Sie, solange Sie noch können. Ich respektiere den Waffenstillstand nicht, und ich respektiere Ihre Grenzen nicht. Ich bin nur hier, um begangenes Unrecht am cardassianischen Volk ungeschehen zu machen.".
      Coming soon...
      Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
      For we are the Concordat of the First Dawn.
      And with our verdict, your destruction is begun.

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        T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:39 Uhr

        "Sie werden vermeindliches Unrecht tilgen, indem sie Unschuldige töten."
        stellte T'Arleya fest.
        "Und wenn Sie sich die Ruhe nehmen, darüber nachzudenken, werden Sie erkennen, daß Sie hier nur als Verlierer vom Feld ziehen werden.
        Sie werden unser Schiff besiegen. Doch niemand wird sie feiern."
        Ihr Blick glitt zum Captain.
        Sie schüttelte nur den Kopf.

        Tief in ihr fühlte es sich an, als wäre etwas zerrissen.
        Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
        Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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          [T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:40 Uhr]

          "Wer gibt Ihnen das Recht zu beurteilen, was vermeintliches Unrecht ist und was nicht? Mein Volk hat im Krieg mit Ihrer dekadenten Föderation geblutet! Ich habe die Kinder auf Cardassia Prime hungern gesehen. Hungern die Kinder auf Vulkan? Auf der Erde? Auf Andor?", spie der Gul T'Arleya förmlich entgegen.
          "Ich will nicht gefeiert werden, aber man wird dem gedenken, was ich heute tue. Für Cardassia. Für die Union. Und selbst wenn man mich vergessen sollte, ist es jeden toten Föderationsbürger wert.".
          Der Kanal wurde geschlossen.
          "Sie blockieren unsere Subraumfunksignale.", kam es von der Kommunikationsstation.
          Captain T'Prekh erwiderte den Blick der Wissenschaftsoffizierin und nickte.
          "Er war nicht für Logik offen, oder überhaupt bereit, zu verhandeln. Er wollte lediglich seinem Hass Ausdruck verleihen. Eine emotionale Reaktion. Sie haben alles versucht, was in Ihrer Macht stand.".
          Es war nicht T'Arleyas Fehler, dass Vandrak sie praktisch kurz nach der Einleitung bereits abgewürgt hatte.
          "Roter Alarm.", befahl Commander Solkar.
          Die Brückenbeleuchtung wurde gedämpft und die Alarmsignale aktiviert.
          "Auf die Kampfstationen! Schilde und Waffen bereithalten. Sobald wir in Reichwei...".
          Er brach ab, als die Roknar unvermittelt vom Sichtschirm verschwand.
          "Bericht!", verlangte T'Prekh zu wissen.
          "Das cardassianische Schiff ist unter Warp gegangen, Captain.", klang es von der taktischen Station herüber.
          Gul Vandrak wollte die Entscheidung also sofort...
          "Warpantrieb deaktivieren, volle taktische Bereitschaft. Feuern nach eigenem Ermessen, sobald wir unter Lichtgeschwindigkeit gefallen sind.".
          Die langezogenen, verzerrten Sterne des Subraumtransfers schnellten wieder zu funkelnden Punkten im kalten Nichts des Alls zusammen, als die Seleya unter Warp ging.
          Beinahe umgehend bebte die Brücke, als das Heck des Sternenflottenschiffes unter Feuer genommen wurde.
          "Erwidere Feuer...", meldete der Taktikoffizier.
          "Minimale Schäden an ihren vorderen Schilden!".
          Wieder zitterte das Deck, diesmal flackerte auch das Licht und einige Anzeigefelder versagten.
          "Hinteres Schildgitter fluktuiert und ist bei 72 Prozent Leistung!".
          Coming soon...
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            T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:43 Uhr

            T'Arleya hatte sich sofort erhoben und wollte die Brücke verlassen.
            Mit schierer mentaler Gewalt hatte sie unterdrückt, was in ihr vorgegangen war, als klar wurde, daß ihr Apell versagt hatte.
            Dafür war augenblicklich keine Zeit.
            Auch wenn sie ahnte, daß sie dieses Versagen eines Tages wieder einholen würde, so sie denn das hier überlebten.
            Sie erreichte gerade den Turbolift, da erschütterte eine Explosion die Brücke und die Wucht der Detornation holte sie von den Beinen.
            Der Rauch lichtete sich sofort wieder durch die Umweltkontrollen, doch gab er den Blick frei auf den Steueroffizier, der mit unnatürlich verdrehtem Genick und heftigen grünlich schillernden Verbrennungen tot am Boden lag.
            Ohne eine Anweisung abzuwarten eilte sie zur Steuerkonsole.
            "Ich übernehme." teilte sie dem Captain mit ruhiger Stimme mit.
            Es machte sich immer noch keine Panik breit, keine Hektik, keine lauten Rufe ertönten.
            Die Vulkanier arbeiteten bedacht und logisch, selbst angesichts ihres Todes.
            Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
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              [T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:44 Uhr]

              Captain T'Prekh nahm zur Kenntnis, dass T'Arleya das Steuer übernahm. Sie wusste um ihre Pilotenzusatzausbildung an der Sternenflottenakademie und die naheliegende Logik des Eingreifens.
              Die ausgeschaltete Conn-Offizierin T'Suul wurde bereits von einem Ensign untersucht und würde auf die Krankenstation transportiert werden, sollte sie zu retten sein.
              Es sah allerdings nicht danach aus.
              Die Abläufe auf der Brücke waren in Gefechtssituationen eingespielt.
              Das hier war nicht der erste Kampf, den die Seleya führte. Während des offenen Krieges gegen die Cardassianische Union hatte sie an dutzenden Schlachten und Scharmützeln teilgenommen.
              Selten aber waren die Aussichten auf einen Sieg so schlecht gewesen.
              "Die Roknar führt stärkere Photonentorpedos mit sich, als das Zentralkommando uns mitgeteilt hat!", meldete die taktische Station.
              "Ich kann die Schildmatrix über einen remodulierten Subraum-Resonanzimpuls vorübergehend stabilisieren, aber wir vermögen dieser Art von Feuerkraft nicht länger als zwölf Minuten direkt standhalten.".
              Solkar bestätigte die Meldung, indem er das Haupt nachdenklich neigte.
              "Ausführen. Steuer, Ausweichmanöver Surak-Neun einleiten, volle Kraft auf die Impulstriebwerke. Notenergie in die oberen Phaseremitter und Schutzschirme umleiten. Taktik, Beschuss auf die tertiäre Plasmainverter-Schnittstelle an der Steuerbordseite der Roknar konzentrieren, sobald eine Feuerlösung vorliegt.".
              Dieses eigentlich unwichtige System hatte sich als entscheidender Produktionsfehler jener Galor-Baureihe erwiesen, welcher auch Gul Vandraks Angriffskreuzer angehörte.
              Es blieb nur zu hoffen, dass T'Arleya es schaffte, dem Gegenfeuer lange genug auszuweichen, so dass die Seleya ihre volle Waffengewalt entladen und die lokalen Schilde der Roknar durchbrechen konnte, um einen essentiellen Vorteil aus diesem Wissen zu gewinnen.
              Zuletzt geändert von Space Marine; 22.12.2012, 22:46.
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                T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:44 Uhr

                "Aye..."
                bestätigte T'Arleya schlicht und leitete sofort sämtliche ihr verfügbare Energie in die Impulstriebwerke um.
                Die Trägheitsdämpfer wurden aufs Äußerste gefordert, als das Schiff in einer fast unmöglichen Drehung im letzten Augenblick der Waffenerfassung des gegnerischen Schiffes auswich und sich steuerbordseitig leicht hinter die Roknar brachte.
                T'Arleya war zwar Wissenschaftlerin, hatte aber ihre Pilotenausbildung mit Bravour hinter sich gebracht. Nun zahlte sich das aus.
                Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
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                  [T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:48 Uhr]

                  Die Seleya umtanze die Roknar förmlich, wieder und wieder die gleißende Zerstörungskraft ihrer vernichtenden Waffensysteme auf das cardassianische Schiff entladend.
                  Der Föderationsraumer der Excelsior-Klasse mochte dem schweren Angriffskreuzer in Sachen Wendigkeit überlegen sein, doch die Cardassianer verfügten über überlegene Offensiv- und Defensivmittel.
                  Zudem versuchte die Roknar, einen Abstand von mehreren tausend Kilometern zwischen sich und ihrem Kontrahenten zu bewahren, um nicht ausmanövriert zu werden.
                  T'Arleyas Aufgabe war es natürlich, neben den ständigen Ausweichmanövern, dem entgegenzuwirken.
                  Die vulkanische Besatzung arbeitete in perfekter Harmonie zusammen, wie eine einzelne Wesenheit, verbunden durch das Raumschiff, durch die Nervenbahnen der unablässigen Datenströme und die Arterien der EPS-Leitungen, animiert und mit schier endloser Kraft versehen durch den Herzschlag des Warpkerns und gelenkt vom Gehirn der Kommandobrücke aus.
                  Vulkanisch geführte Schiffe kämpften auf eine besondere Art und Weise, die nur geschulten Augen auffallen mochte.
                  Nichts war dem Zufall überlassen, für jede Eventualität war vorausgeplant worden, jede Wahrscheinlichkeit wurde in Echtzeit von den taktischen Computern und den scharfen Geistern der Brückencrew selbst bewertet und in den Verlauf des Gefechts entsprechend eingewoben, während jede Aktion des Feindes alte Möglichkeiten zu Tatsachen werden ließ, andere aus dem Zusammenhang der Schlacht entfernte und die Offiziere gleichsam mit völlig neuen Umständen konfrontierte.
                  Schicht um Schicht eines permanent im Wandel begriffenen Vorgehensmusters wurde abgearbeitet, Manöver für Manöver, und begriff man nicht, wie die Vulkanier dieses Maß der Koordination zustande brachten, konnte man fast daran glauben, gegen einen unnatürlichen Gegner zu kämpfen.
                  Doch alles basierte auf Logik, schlicht und berechnend, kalt und nüchtern.
                  Man mochte dem Eindruck erliegen, emotionsgesteuerte Wesen handelten chaotisch, unvorhersehbar, aber sie waren prinzipiell einfach zu deuten. Ihre Gefühle und Instinkte verrieten sie, und hier setzte die unnachgiebige Klinge der Vernunft an.

                  Doch auch Logik konnte keine Photonentorpedos stoppen.
                  Trotz aller Maßnahmen wurde die Seleya von einer weiteren Salve der destruktiven Geschosse getroffen, die durch die Punktverteidigung schlüpften und ihr Ziel mit entsetzlicher Präzision fanden.
                  Flirrende Explosionen erblühten wie kurzlebige, polychromatisch aufblitzende Mikrosonnen an der Schildperipherie der Excelsior-Klasse und ihr tödlicher Tanz wurde unterbrochen, als die Steuerbord-Warpgondel auf einer Länge von gut 40 Metern aufgerissen wurde und in unmöglichen Farben schimmerndes Plasma aus den multiplen Hüllenbrüchen in die ewige Nacht des Alls entwich...
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                    T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:52 Uhr

                    Ein furchtbares Geräusch, einem gellenden Kreischen gleich, erfüllte die Brücke, die entsetzlich erbebte und augenblicklich von einer Vielzahl kleiner Explosionen eingeräuchtert wurde.
                    Leitungen hinter ihren Abdeckungen rissen und glommen vor sich hin, immer wieder zerbarsten Konsolenbildschirme unter den Fingern ihrer Bediener und eine schwere Deckenstütze krachte zur Seite der Brücke hinab.
                    Einige der Offiziere wurden zu Boden geschleudert und auch T'Arleya bekam einen Splitter geborstenen Konsolenbildschirms an den Kopf, welches ihr eine schmerzhafte blutende Wunde zufügte.
                    Heiss rann ihr das grüne Blut ins Auge und die Schläfe hinab und nahm ihr die Sicht.
                    Doch sie klammerte sich an ihrer Steuerkonsole fest und versuchte den Schaden an der Warpgondel irgendwie auszugleichen.
                    Das Schiff fiel enorm zurück, was ein weiteres Problem verursachte.
                    Der Energieaufwand, der die Manövrierfähigkeit wieder stabilisieren sollte, war enorm.
                    "Ich kann kaum noch ausweichen, Captain."
                    hörte sich T'Arleya berichten.
                    Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
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                      [T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:56 Uhr]

                      "Das Feuer weiter auf die Plasmainverter-Schnittstelle konzentrieren.", verschaffte Captain T'Prekh sich über den Lärm von berstenden EPS-Leitungen und das Wehklagen des bis zur Belastungsgrenze gequälten Duraniumskeletts der Brücke mit fester, und doch unaufgeregter Stimme Gehör.
                      Schadenskontrollteams in Schutzanzügen machten sich mit Feuerlöschern daran, kleinere Brände im Kommandozentrum der Seleya einzudämmen, aber der beißende Rauch wurde trotz aller Notfallmechanismen der Umweltkontrollsysteme immer dichter, hing wie ein tödliches Miasma über den Köpfen der Offiziere und reizte Augen und Atemwege.
                      "Die Steuerbord-Gondel ist völlig ausgefallen.", ging der verrauschte Bericht vom Maschinenraum via Interkom ein.
                      "Die Hälfte unserer Primärsysteme verfügt über keine Hauptenergie mehr.".
                      Der Erste Offizier überprüfte mit neutraler Miene etwas auf dem Armlehnendisplay seines Sitzes, ehe er das Wort ergriff.
                      "Evakuierung der hinteren Steuerbordsektionen einleiten. Sicherheitsschotts schließen und Notkraftfelder hochfahren, sobald die entsprechenden Abschnitte geleert worden sind.", instruierte Commander Solkar.
                      "Dann den kompletten Bereich von der Energieversorgung abschneiden und alle nicht lebensnotwendigen Maschinen an Bord abschalten. Sicherungsprotokollüberbrückung für Umleitung der Warpkernkraft auf Prioritätssysteme durchführen.".
                      Den Warpkern so schnell einer solchen Belastung zu unterziehen würde ihn aller Wahrscheinlichkeit nach untauglich machen und die Dilithiumkammer völlig ausbrennen, aber die Seleya war auf die drastische Umverteilung der Hauptenergie angewiesen.
                      "Schildstärke bei 23 Prozent insgesamt. Die Hüllenintegrität versagt auf den Decks Vier, Sechs und Sieben.", erstattete der Taktikoffizier einmal mehr verheerende Meldung.
                      "Steuer, Ausweichmanöver T'Pau-Zwölf. Wenden Sie der Roknar unseren Rumpf zu. Taktik, Reserveleistung in die Waffen einspeisen und Phaseremitter weiterfeuern. Alle vorderen Photonentorpedowerfer mit Streusprengköpfen laden und ideale Feuerlösung berechnen.".

                      Die verkrüppelte Seleya kam zu einem weiteren Angriff herum, wobei Lanzen aus orangefarbenem und gelbem Licht immer wieder die beiden kämpfenden Raumschiffe miteinander verbanden und große Verheerungen am jeweils anderen hinterließen.
                      Karmesinrote Sterne lösten sich aus den Torpedorampen des Föderationsraumers und schossen mit einem Bruchteil der Lichtgeschwindigkeit auf den Galor-Kreuzer zu.
                      Kurz bevor sie die effektive Reichweite der Punktvertedigungsphaser der Roknar erreichten, spalteten die pulsierenden Geschosse aus Licht und Zerstörung sich in dutzende kleinere Flugkörper auf.
                      Viele zerschellten an den kohärenten Subraumverzerrungen, welche die schützenden Schilde des cardassianischen Kolosses darstellten, andere wurden in sicherer Entfernung von den aufblitzenden Strahlen des Abwehrfeuers gestoppt, aber es fand genug Vernichtungspotential ins Ziel, um glühende Wunden entlang der gesamten Steuerbordseite der Roknar aufplatzen zu lassen, aus denen Plasma, Trümmer und Leichenteile ins All bluteten.

                      "Die Schnittstelle wurde zerstört.", stellte Commander Solkar fest, ohne Erleichterung oder gar Zufriedenheit hinsichtlich dieses bedeutenden Triumphes zum Ausdruck zu bringen.
                      "Erhebliche Schäden am gesamten Energieverteilungsnetzwerk der Roknar.", war von der taktischen Station zu vernehmen.
                      "Die Beeinträchtigung der Kampffähigkeit des Feindes bleibt jedoch hinter unseren Erwartungen zurück. Die Roknar ist noch bei gut 66 Prozent ihrer maximalen Gefechtsleistung.".
                      Eine verhängnisvolle Analyse. Jeder in dem Befehlszentrum wusste, dass die Seleya in diesen letzten Angriff all ihre verbliebenen Reserven gelegt hatte.
                      Das Schiff war am Ende, während die majestätische Galor-Klasse auf dem vor Statik flackernden Hauptschirm bereits ein Wendemanöver vornahm, um zum finalen Schlag auszuholen.
                      Captain T'Prekh schloss die Augen und blendete das kontrollierte Chaos auf der schwer in Mitleidenschaft gezogenen Brücke für wenige Herzschläge lang völlig aus.
                      "Alle Besatzungsmitglieder zu den Rettungskapseln.", befahl sie mit schneidender Gelassenheit.
                      "Wir geben das Schiff auf. Computer, Selbstzerstörungssequenz einleiten, Captain T'Prekh, U.S.S. Seleya, Berechtigung Sirtek-T'Zhil-Eins.".
                      Ein bestätigendes Piepsen schwoll an, endete aber im dissonaten Krächzen beschädigter Elektronik.
                      Der XO tat es seiner kommandierenden Offizierin gleich.
                      "Bestätigung, Solkar, Erster Offizier, U.S.S. Seleya. Berechtigung Thalerek-Katesh-Siebzehn.".

                      T'Prekhs Plan war klar, denn eine andere logische Option gab es nicht mehr.
                      Zuletzt geändert von Space Marine; 22.12.2012, 21:12.
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                        T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:57 Uhr

                        T'Arleya führte das Manöver noch durch...doch dann erklang der Befehl zur Selbstzerstörung.
                        Ihr scharfer Verstand analysierte in Sekunden alle Fakten und Geschehnisse.
                        Dieses Schiff war verloren.
                        Viele Besatzungsmitglieder waren gefallen.
                        Ihr Apell an den Gul hatte versagt.
                        Ihre Ausweichmanöver hatten versagt.
                        Sie hatte das Kolinahr nie bewältigt und was nun auf ihre Gefühlswelt einprasselte, die doch sonst so tief verborgen und gezähmt war, war kaum zu überblicken.
                        Damit konnte und wollte sie nicht weiterleben. Sie hatte nur eine Chance, ihre Fehler wieder gut zu machen...wenn man davon überhaupt reden konnte.
                        "Ich halte Kurs auf das Feindschiff."
                        meldete sie sich mit kalter Stimme.
                        "Ich werde es rammen. Ich bleibe...es war meine Schuld."
                        Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                        Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                          [T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 8:59 Uhr]

                          "Schuldzuweisungen sind irrelevant.", teilte Captain T'Prekh der anderen Vulkanierin leidenschaftslos mit.
                          Sie war hinter die Steuerkonsole getreten und stützte sich an der Kopflehne von T'Arleyas Sitz ab, um die Erschütterungen abzufangen, die immer wieder durch das Deck unter ihren Füßen rasten.
                          "Entfernen Sie sich von der Konsole, ich übernehme die direkte Kontrolle. Ich bin der kommandierende Offizier der Seleya und trage die Verantwortung für das Schiff, die Mission und jedes einzelne Besatzungsmitglied. Es ist logisch, dass ich an Bord bleibe. Commander, eskortieren Sie den Lieutenant-Commander zu den Rettungskapseln.", befahl T'Prekh Solkar.
                          Auch der Erste Offizier musste in Erwägung gezogen haben, sein Opfer anzubieten, doch die Entscheidung des Captains stand fest und es wäre eine emotionale Handlung gewesen, weiter zu protestieren.
                          Somit legte er lediglich T'Arleya die Hand auf die rechte Schulter.
                          "Kommen Sie.".

                          Ein verirrter Disruptorimpuls schnitt sich in diesem Augenblick durch die Brückenschilde und zerschmetterte einen guten Teil der vorderen Front des Raumes, der zuvor vom Hauptschirm dominiert worden war.
                          Glühende, scharfkantige Panzerungsteile aus Duranium-Tritanium-Verbundlegierung umrahmten nun einen klaffenden Hüllenbruch, hinter dem direkt das Sternfeld des eisigen Weltalls bedrohlich lauerte.
                          Binnen Sekundenbruchteilen wurde ein schützendes Kraftfeld azurblau schimmernd über die schreckliche Wunde gelegt, und die Lebenserhaltung glich den minimalen Druckabfall wieder aus, aber Solkar war bewusstlos zusammengebrochen.
                          In seiner linken Schulter steckte ein Duraniumsplitter so lang wie der Unterarm eines erwachsenen Vulkaniers. Die Wucht der Explosion hatte das Hüllenteil beschleunigt und einem Schrapnell gleich durch die Brücke rasen lassen, bis es den XO von den Beinen geholt hatte.
                          T'Arleyas Kopf war nur um Zentimeter verfehlt worden, wenn überhaupt.
                          "Er muss zu den Rettungskapseln und dort versorgt werden. Sofort.", drängte T'Prekh die Wissenschaftsoffizierin.
                          Hinter ihnen sprühten Funken aus einem geschmolzenen Wandpaneel und aus den Tiefen des Raumers drang das tiefe Dröhnen kollabierender Decks an ihre empfindlichen Ohren heran, da die Superstruktur der Seleya immer schneller unter der enormen Belastung des schon längst verlorenen Gefechts auseinanderfiel.
                          Coming soon...
                          Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
                          For we are the Concordat of the First Dawn.
                          And with our verdict, your destruction is begun.

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                            T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 09:01 Uhr

                            "Kommen Sie einfach mit, Captain.
                            Ihre Erfahrung ist unersetzlich."
                            mahnte T'Arleya und stürzte zum XO, um ihn hochzuziehen. Sie war stark genug, den Vulkanier zu den Rettungskapseln zu tragen.
                            "Ach verdammt noch mal, lassen Sie den Computer machen! Kommen Sie mit, Captain. Ich weiß so schon nicht, wie ich die Schuld ertragen soll."
                            Es war T'Arleya in diesem Moment egal, daß sie ihren Emotionen freien Lauf liess.
                            Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                            Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                              [T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 9:03 Uhr]

                              "Ihr Gefühlsausbruch ist unangemessen und unlogisch.", antwortete Captain T'Prekh, die auf dem Sitz an der Conn-Station Platz genommen hatte.
                              Ihre Intonation war hart und ließ auf eine unerschütterliche Determination schließen.
                              Die langen Finger der vulkanischen Offizierin huschten über das Kontrollfeld, während sie den Kurs der Seleya stabil hielt. Alle verbliebenen Systeme waren von ihr auf diese Konsole umgeleitet worden.
                              Die Waffen hatte sie deaktiviert, ebenso die Lebenserhaltung.
                              Die rauchschwangere Luft auf der Brücke wäre nur noch für wenige Minuten atembar, doch solange hatte das Schiff so oder so nicht mehr. Alle Kraft speiste nunmehr direkt den Impulsantrieb, um den Raumer in einem letzten Akt des Aufbäumens gegen ein unvermeidliches Schicksal in die Roknar zu steuern, und damit den Auftrag des Sternenflottenkommandos doch noch erfolgreich abschließen zu können.
                              In einer Sekunde, in der sie keine direkten Kommandos eingeben musste, drehte sie den Stuhl zu T'Arleya hin und sah die Wissenschaftsoffizierin durchdringend an.
                              "Ich habe Ihnen zum wiederholten Male einen direkten Befehl erteilt. Gehen Sie. Ihre Gefühle dürfen Ihre Vernunft nicht trüben, Lieutenant-Commander. Der Tod der Cardassianer, mein Tod - diese Opfer sind ein geringer Preis für die Sicherheit einer ganzen Kolonie. Kein Computer kann sicherstellen, dass dieser Angriffskreuzer wirklich außer Gefecht gesetzt wird, und eine andere Gelegenheit haben wir nicht. Das Wohl vieler wird stets mehr wiegen als das Wohl weniger; oder eines Einzelnen.".

                              Alles war gesagt und getan worden.
                              Für T'Arleya blieb an Bord dieses Schiffes, auf dem sie über Jahre hinweg treu gedient hatte, nichts mehr.
                              Coming soon...
                              Your reality was declared a blasphemy against the Spheres of Heaven.
                              For we are the Concordat of the First Dawn.
                              And with our verdict, your destruction is begun.

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                                T'Arleyas Traum - U.S.S. Seleya, Hauptbrücke - 17.02.2358, 9:03 Uhr

                                T'Arleya entgegnete nichts mehr.
                                Sie bemerkte nicht, daß ihr Tränen übers Gesicht liefen, so wie ihr Blut.
                                Wortlos packte sie den XO und schleifte ihn zügig zu ihrer Rettungskapsel.
                                Alle anderen waren schon weg.
                                Sie und er waren die letzten.
                                Die Tür schloß sich hinter ihnen und schließlich hörte das fürchterliche Vibrieren des sterbenden Schiffes auf.
                                Sie glitten in der Kapsel durchs All.
                                Fast schon mechanisch versorgte T'Arleya den Bewußtlosen mit stabilisierenden Medikamenten und sank schließlich an seiner Seite zu Boden.
                                Nun hieß es warten.
                                Warten und lernen mit dieser Schuld zu leben.
                                Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                                Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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