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    Zitat von Space Girl Beitrag anzeigen
    Um Begierden regulieren zu können muss man aber auch Nein sagen können.
    Selbstverständlich.
    Eine Mindestmaß an Impulskontrolle ermöglicht überhaupt nur ein gemeinschaftliches Zusammenleben.

    Und das kann man umso besser, desto mehr man es trainiert.Und vor allem mit den richtigen Techniken trainiert.
    Darum hat z.B auch das Christentum viele der Techniken mit übernommen oder eigene Meditationstechniken entwickelt. Und in anderen Bereichen wie der Esoterik ist es ja auch ganz beliebt.

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      Eine Mindestmaß an Impulskontrolle ermöglicht überhaupt nur ein gemeinschaftliches Zusammenleben.
      Bei der meditativen Praxis geht es aber nicht um das Mindestmaß; sondern um das Maximalmaß.Nicht soviel wie nötig, sondern so viel wie möglich.Ich denke diese Denkweise würde der Menschheit nicht schaden.Wieviel böse Worte werden im Ärger gesagt? Wieviel Menschen tun in ihrer Wut Dinge,die sie später bereuen? Wieviele Menschen empfinden Stress wegen jeder kleinen Enttäuschung? Wieviel Menschen begehren glühend Sachen, die sie überhaupt nicht brauchen und verschulden sich deshalb?Die Liste könnte jetzt endlos fortgefüht werden.Desto mehr Selbstkontrolle Menschen ausüben können, desto besser.
      Und noch was für Trekkis: Ich glaube das die vulkanische Philosophie sehr von der dieser buddhistischen Denkweise beeeinflusst ist.Mitgefühl, innerer Frieden( größtmöglich) unabhängig von den äußeren Umständen.Erinnert das nicht irgendwie an die Spitzohren?
      Darum hat z.B auch das Christentum viele der Techniken mit übernommen oder eigene Meditationstechniken entwickelt. Und in anderen Bereichen wie der Esoterik ist es ja auch ganz beliebt.
      Ich finde es sehr begrüssenswert wenn Nichtbuddhisten dennoch ihre (nachweislich) heilsamen Meditationsübungen praktizieren.Die Bennediktinermönche haben zb scheinbar eine Affinität zum Zen.
      Willigis Jäger ? Wikipedia
      Man muss kein Buddhist sein um daraus Gewinn zu ziehen, was man aber muss: Man braucht die richtige Lebenseinstellung.Wer die Gier nach Sex, Geld, Erfolg oder Konsumgüter zur oberste Priorität in seinem Leben macht, dem wird Meditation nicht viel bringen.Genausowenig wie man mit einem Schiff in der Wüste fahren kann, kann man diese Übungen dazu benutzen das Gegenteil von dem zu erreichen, wozu sie gedacht waren.Deshalb sehe ich auch die Meditation in esoterischen Kreisen oft mit Bedenken.Dort werden die ursprünglichen Übungen oft pervertiert und ihrem ursprünglichen Ziel entgegengesetzt verwendet.Anstatt Mitgefühl und inneren Frieden zu erzeugen soll zb. Zazen dann dabei helfen noch schneller Karriere zu machen. Zazen oder Vipassana im Schnellkurs für erfolgshungrige,pseudoreligöse Manager und Möchtegernmanager, die sonst nur Geld und Statussymbole im Kopf haben? Das muss scheitern.Und das tut es auch.Wenn ich boshaft wäre, würde ich sagen: zum Glück.Wozu solche und ähnliche Praktiken führen sieht man im Extremfalls bei Scientology.

      Tragisch wird es allerdings wenn Esoscharlatane verzweifelten Menschen das Geld aus der Tasche ziehen, indem sie zb. behaupten man könnte Krebs wegmeditieren. Da gibt es wirklich schlimme Dinge.Aber Menschen die Mitgefühl und inneren Frieden (etwas unabhängiger von den äußeren Umständen) zu ihren Prioritäten machen, werden von diesen Meditationen profitieren.Egal ob Christ,Atheist oder Buddhist.Und je früher sie damit anfangen, und je länger und intensiver sie üben, desto mehr werden sie davon profitieren.Das ist nicht anders wie beim körperlichen Fitnesstraining auch.
      Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit -
      und wissen nichts mit einem verregneten Sonntagnachmittag anzufangen.

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        Zitat von Space Girl Beitrag anzeigen
        Bei der meditativen Praxis geht es aber nicht um das Mindestmaß; sondern um das Maximalmaß.
        Also die Fähigkeit zum Mindestmaß ist angeboren.

        Beim Maximalmaß kommt es drauf an wie du maximal definierst.
        Ich denke nicht, dass vollkommene Kontrolle wünschenswert und möglich ist.

        Angst z.B. hat ja eigentlich schon einen Sinn. Nur zu viel wird ungesund.
        Als Beispiel kann ich da meine Referate nennen. Im Studium muss man immer wieder Ergebnisse vortragen. Ich bin kein so begnadeter Redner, wenn ich spontan sprechen muss. Aus negativen Erfahrungen heraus existiert vor Vorträgen daher meist eine Art Lampenfieber, das mich dazu bringt mich bestmöglich darauf vorzubereiten. Und Dank der Vorbereitung klappt es meistens auch. Zu viel dieser Angst würde mich lähmen. Aber zu wenig wäre ebenfalls schädlich und würde dafür sorgen, dass ich mich nicht gut genug vorbereite und einen miesen Vortrag hinlege.

        Daher denke ich, dass ein Mittelmaß sinnvoll ist.

        Und noch was für Trekkis: Ich glaube das die vulkanische Philosophie sehr von der dieser buddhistischen Denkweise beeeinflusst ist.Mitgefühl, innerer Frieden( größtmöglich) unabhängig von den äußeren Umständen.Erinnert das nicht irgendwie an die Spitzohren?
        Es ist ein wenig in die mystische Natur der Vulkanier eingefloßen.
        Wobei die eigentliche Philosophie rund um Logik mich eher an Stoiker erinnert.

        Ich finde es sehr begrüssenswert wenn Nichtbuddhisten dennoch ihre (nachweislich) heilsamen Meditationsübungen praktizieren.Die Bennediktinermönche haben zb scheinbar eine Affinität zum Zen.
        Im Christentum gibt es m.W. zwei große Arten von Meditation. Eine vom Zen-Buddhismus inspirierte, die versucht sich innerlich zu leeren. (im Gegensatz zum Buddhismus mit der Absicht so Platz für Gott zu finden). Und eine gegenständliche Meditation, die z.B. ein Wort in die Meditation nimmt.


        Es gibt ein paar fundamentalistische Christen in Freikirchen, die Meditation ablehnen, weil sie Meditation nicht nur als Technik sehen sondern als Sinnbild einer fremden Religion. Das ist denke ich falsch. Meditation ist unabhängig vom Glauben.

        Kommentar


          Angst z.B. hat ja eigentlich schon einen Sinn. Nur zu viel wird ungesund. Als Beispiel kann ich da meine Referate nennen. Im Studium muss man immer wieder Ergebnisse vortragen. Ich bin kein so begnadeter Redner, wenn ich spontan sprechen muss. Aus negativen Erfahrungen heraus existiert vor Vorträgen daher meist eine Art Lampenfieber, das mich dazu bringt mich bestmöglich daraufvorzubereiten. Und Dank der Vorbereitung klappt es meistens auch. Zu viel dieser Angst würde mich lähmen. Aber zu wenig wäre ebenfalls schädlich und würde dafür sorgen, dass ich mich nicht gut genug vorbereite und einen miesen Vortrag hinlege.
          Es geht nicht darum, Gefühle zu verdrängen.Es geht darum unheilsame Gefühle aufmerksam wahrzunehmen, ihnen nicht nachzugeben und sie dann zu transformieren.In der von mir verlinkten Doku erklärt ein Mönch wie das gemeint ist.Ich will nicht schon wieder einen ellenlange Text schreiben. Deshalb gebe ich jetzt an, was ich meine: Teil 1. Ab 7.18.Der Teil über die Wut.Nicht einfach der Wut nachgeben, sondern sie erforschen - das führt zu einer sinnvolleren Reaktion.
          Daher denke ich, dass ein Mittelmaß sinnvoll ist.
          Warum? Ist es nicht besser Stress so weit abzubauen wie irgend möglich? Ist es nicht begrüssenswert Hass soweit zu transformieren wie möglich? Mit möglich meine ich, soweit wie jeder kann.Das ist individuell sehr verschieden.
          Wobei die eigentliche Philosophie rund um Logik mich eher an Stoiker erinnert.
          Ja stimmt, die vulkanische Philosophie kommt mir vor wie eine Mischung aus Buddhismus und Stoa. Meditation und strenge westliche Logik vereint.
          Im Christentum gibt es m.W. zwei große Arten von Meditation. Eine vom Zen-Buddhismus inspirierte, die versucht sich innerlich zu leeren. (im Gegensatz zum Buddhismus mit der Absicht so Platz für Gott zu finden). Und eine gegenständliche Meditation, die z.B. ein Wort in die Meditation nimmt.
          Interessant finde ich in dem Zusammenhang das Herz Jesu Gebet der orthodoxen Kirche.
          Es gibt ein paar fundamentalistische Christen in Freikirchen, die Meditation ablehnen, weil sie Meditation nicht nur als Technik sehen sondern als Sinnbild einer fremden Religion.
          Evangelikale sind mMn sowieso oft sehr borniert.Und ich weiß warum ich das sage.Ich bin evangelikal aufgewachsen.
          Das ist denke ich falsch. Meditation ist unabhängig vom Glauben.
          Ja.Aber nicht unabhängig von der Lebenseinstellung.Wie ich im Post drüber schon erläutert habe:Wer die Gier nach materiellen Dingen zur obersten Pirorität macht, der wird nicht davon profitieren.
          Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit -
          und wissen nichts mit einem verregneten Sonntagnachmittag anzufangen.

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            Und noch was für Trekkis: Ich glaube das die vulkanische Philosophie sehr von der dieser buddhistischen Denkweise beeeinflusst ist.Mitgefühl, innerer Frieden( größtmöglich) unabhängig von den äußeren Umständen.Erinnert das nicht irgendwie an die Spitzohren?
            Gott sei dank haben wir aber den Captain Kirk der da für Realität sorgt.
            Wie oft haben wir schon beobachtet wie die "Spitzohren" gegen die Wand (Realität) fuhren..
            Wie oft haben wir miterlebt wie ein Kirk sich der Sache an nahm und durch harte Taten (auch das nicht beachten der Obersten Direktive) wieder für eine Realitätsnahe Lösung sorgte...

            Das Wohl der vielen liegt über das Wohl des einen.
            Dabei wird gern vergessen das "Viele" aus Einzelnen besteht und Einzelne fast immer als Einzelne Leiden...oder glücklich sind.
            Dieser Satz annulliert auch den Begriff der Freundschaft oder der Gemeinschaft oder des Zusammenhaltens vor einer Gefahr.
            Es gilt als selbstverständlich das sich jemand opfert um andere zu retten...jedoch wird die Möglichkeit das sich die Geretteten
            für den Geopferten einsetzen nicht für natürlich anerkannt.
            Trotzdem fällt da immer ein "Danke" am Ende...

            Das ist denke ich falsch. Meditation ist unabhängig vom Glauben.
            Dabei muss man beachten was alles unter Meditation fällt!
            ...einige Beispiele?

            Ein Bad nehmen...
            Einen Trinken gehen...
            Eine Zigarette rauchen...
            Diskutieren...
            Psychiater....
            Schlafen...
            Lesen...
            Kaffee wirkt auch Wunder...
            Konzentrieren...
            Hobbys...
            Mit Kinder spielen...
            Mit Delphinen schwimmen...
            Spaziergänge...
            und..und...und..
            Natürlich auch beten und "Ohmmmmmmmmmmmmmmmmmmm"
            Ich kann nur für das was ich sage verantwortlich sein..nicht für das was du verstehst.

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              Zitat von Space Girl Beitrag anzeigen
              Warum? Ist es nicht besser Stress so weit abzubauen wie irgend möglich?
              Also ich fühle mich mit einem gewissen Maß an Stress wohler als ganz ohne.
              Es muss halt nur ein Maß sein, das einen nicht überfordert. So ein wenig kribbeln kann sehr belebend sein.

              Ist es nicht begrüssenswert Hass soweit zu transformieren wie möglich?
              Kommt drauf an was du mit transformieren meinst?

              Ich bin z.B. eine Person, die man nur ganz selten zornig erleben oder aus der Haut fahren sehen wird. Das liegt so irgendwie in meiner Natur.
              D.h. aber nicht, dass mir Wut fremd ist. Aber mir genügt schon Musik, Joggen, Schreiben, um ihr Ausdruck zu verleihen. Manchmal bin ich fast traurig nicht wütender zu sein, denn Wut kann in die richtigen Wege kanalisiert sehr kreative und energiereiche Impulse geben. Meinst du mit transformieren, was ich kanalisieren nenne?

              .Evangelikale sind mMn sowieso oft sehr borniert.
              Ich komm mit ihnen nur schwer klar und umgekehrt.

              Viele Fundamentalisten sind für mich sehr unverständlich.
              Sie glauben an die Bibel 1:1 inklusive der Wunder, aber sie wundern sich nie und verbannen alles wundervolle und unbekannte. Sie zwängen die ganze Welt in ein Buch ein und was dort nicht schon niedergeschrieben wurde existiert nicht. Das ist eine ziemlich tote Art und Weise seinen Glauben zu leben. Im Grunde versucht man nichts anderes als die Zeit des 1. Jahrhunderts zu konservieren und nachzuleben. Anstatt zu sehen, dass das eigene Leben einzigartig ist und sich zu fragen wie man selbst ein neues Kapitel hinzufügen kann.

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                Also ich fühle mich mit einem gewissen Maß an Stress wohler als ganz ohne. Es muss halt nur ein Maß sein, das einen nicht überfordert. So ein wenig kribbeln kann sehr belebend sein.
                Klar gibt es auch positiven Stress. Ich meine jede Form von negativen Stress.
                Kommt drauf an was du mit transformieren meinst?
                Hast du dir das Video angesehen? Ich würde nämlich gerne darauf eingehen.
                Ich komm mit ihnen nur schwer klar und umgekehrt. Viele Fundamentalisten sind für mich sehr unverständlich.Sie glauben an die Bibel 1:1 inklusive der Wunder, aber sie wundern sich nie und verbannen alles wundervolle und unbekannte. Sie zwängen die ganze Welt in ein Buch ein und was dort nicht schon niedergeschrieben wurde existiert nicht. Das ist eine ziemlich tote Art und Weise seinen Glauben zu leben. Im Grunde versucht man nichts anderes als die Zeit des 1. Jahrhunderts zu konservieren und nachzuleben.
                Na, dann kannst du dir ja ansatzweise vorstellen, wie toll es ist mit denen aufzuwachsen.
                Man kann nicht mit Menschen diskutieren, die in einem Zirkelschluss gefangen sind. Extrembeispiel: Woher weiß ich das es Gott gibt. Weil es in der Bibel steht.Woher weiß ich das die Bibel wahr ist? Weil sie von Gott ist......
                Allerdings beschränkt sich dieses Denken nicht nur auf religiöse Fundamentalisten.Manche Politiker argumentieren ähnlich.
                Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit -
                und wissen nichts mit einem verregneten Sonntagnachmittag anzufangen.

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                  Zitat von Space Girl Beitrag anzeigen
                  Hast du dir das Video angesehen? Ich würde nämlich gerne darauf eingehen.
                  Vermutlich die falschen Stellen, aber dafür alle Teile ab Teil 1 7:XX

                  Na, dann kannst du dir ja ansatzweise vorstellen, wie toll es ist mit denen aufzuwachsen.
                  Ja.
                  Mir gefallen bestimmte Punkte beim Christentum ebenfalls nicht. Meine Vorstellung vom Christentum wie es sein sollte ist eine ganz andere. Muss mal meine eigene Religion gründen

                  In der Hinsicht ist der Buddhismus tatsächlich besser. Ein Mitbewohner von uns kommt aus Sri Lanka. Und obwohl da 70% Buddhisten sind kommen im Fernsehen überall Weihnachtsgeschichten u.ä., einfach weil die Buddhisten offen sind für Fremdes und es neben sich tolerieren.

                  Kommentar


                    Vermutlich die falschen Stellen, aber dafür alle Teile ab Teil 1 7:XX
                    Mir ging es um die Passage über die Wut. Am Ende vom ersten Teil.Das Beispiel Wut, das der Mönch gibt zeigt sehr gut wie man seine Gefühle analysieren und dadurch auch transformieren kann. Zitat:" Ist man beispielsweise wütend sollte man nicht immer nur brüllen oder anderen die Schuld geben, sondern in sich selbst hineinschauen, um herauszufinden woher diese Wut kommt.Wie sie aussieht und warum sie so stark ist.Dadurch lässt die Wut nach, und wenn sich die Wut legt sind wir viel glücklicher." Genauer erläutert er das dann noch an dem Stockbeispiel.Hier ziemlich am Ende:
                    Mönche im Labor (1/6) Neurowissenschaften entdecken die fernöstliche Meditation - YouTube Vor allem die Meditation der Achtsamkeit schärft die Wahrnehmung des Bewusstseins für aufkommende Gefühle, und dadurch ist es (mit einiger Übung) viel früher möglich diese zu erkennen als normal üblich.Und dann kann man sie eben analysieren und umzuwandeln,bevor es zu spät ist und sie einen übernehmen.Und soetwas kann man eben umso besser, desto öfter man es übt.
                    Mir gefallen bestimmte Punkte beim Christentum ebenfalls nicht. Meine Vorstellung vom Christentum wie es sein sollte ist eine ganz andere. Muss mal meine eigene Religion gründen
                    Viele gläubige Christen (lassen wir die Fundis mal weg) sind Menschen die ihr Leben nach denselben Prizipien ausrichten wie Buddhisten auch.Da gibt es in der Ethik viele Überschneidungen.Deshalb kann Küng auch sein Projekt Weltethos starten; womit ich aber eben Probleme habe ist: a) der Glaube an einen persönlichen gütigen Gott und b) die Fixierungen auf die menschliche Sünde.
                    In der Hinsicht ist der Buddhismus tatsächlich besser. Ein Mitbewohner von uns kommt aus Sri Lanka. Und obwohl da 70% Buddhisten sind kommen im Fernsehen überall Weihnachtsgeschichten u.ä., einfach weil die Buddhisten offen sind für Fremdes und es neben sich tolerieren.
                    Ich denke das liegt daran, dass es im Buddhismus keinen einzig wahren Gott gibt, der keine andere Götter neben sich duldet.Vorsichtig formuliert:Ich glaube monotheistische Religionen haben es sehr schwer die Tugend der Toleranz zu vermitteln. Aber gerade im Christentum hat sich da in den letzten hundert Jahren viel verbessert.
                    Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit -
                    und wissen nichts mit einem verregneten Sonntagnachmittag anzufangen.

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                      In der VOY-Folge Das andere Ego bittet Harry Kim Tuvok um Hilfe, um seine Emotionen im Griff zu kriegen.
                      Die vulkanische Technik, mit der die Vulkanier ihre Emotionen unter Kontrolle bekommen, nennt sich t'san s'at und hat zum Ziel, den emotionalen Komplex zu analysieren, welcher die Gefühl auslöst.

                      Es geht also nicht darum, die Emotion einfach zu unterdrücken und zu verleugnen, sondern vielmehr darum, sie zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Wenn der rationale Verstand die Ursache bewusst bewertet, kann man, gemäß vulkanischer Philosophie, die Unlogik der Emotion erkennen und sie somit als logisch irrelevant isolieren.
                      Vulkanier verstehen die Gründe für Emotionen also sehr gut und dies ist auch notwendig, um ihrer Herr zu werden.

                      Zurück zur Realität: Ähnelt dies nicht der buddhistischen Praxis?

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                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        In der VOY-Folge Das andere Ego bittet Harry Kim Tuvok um Hilfe, um seine Emotionen im Griff zu kriegen.
                        Die vulkanische Technik, mit der die Vulkanier ihre Emotionen unter Kontrolle bekommen, nennt sich t'san s'at und hat zum Ziel, den emotionalen Komplex zu analysieren, welcher die Gefühl auslöst.

                        Es geht also nicht darum, die Emotion einfach zu unterdrücken und zu verleugnen, sondern vielmehr darum, sie zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Wenn der rationale Verstand die Ursache bewusst bewertet, kann man, gemäß vulkanischer Philosophie, die Unlogik der Emotion erkennen und sie somit als logisch irrelevant isolieren.
                        Vulkanier verstehen die Gründe für Emotionen also sehr gut und dies ist auch notwendig, um ihrer Herr zu werden.

                        Zurück zur Realität: Ähnelt dies nicht der buddhistischen Praxis?
                        Im antiken Indien gab es etwa zur Zeit der griechischen Vorsokratiker und schon davor auch analytische Weisheitslehren: Die Upanishaden und Veden.
                        Weiter oben gab es die Aussage, dass sich Buddhismus und Stoa ähneln. Dem stimme ich zu. Ich sehe die Stoa auch teilweise als Vorläufer der modernen Phänomenologie und des Existenzialismus.
                        Slawa Ukrajini!

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                          Der User Jobe schrieb gerade in diesem Thread: http://www.scifi-forum.de/science-fi...cht-feuer.html im Stargate-Unterforum, wodurch ich auf diesen aufmerksam wurde. Ich finde es sehr interessant, die zenartigen Sinnsprüche der Aufgestiegenen aus Stargate unter philosophischen Gesichtspunkten zu betrachten.
                          Der im Thread diskutierte Spruch: "Wenn du (sofort) erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, wurde das Mahl schon vor langer Zeit zubereitet (/gekocht)."
                          Dieser und andere Sprüche sind mMn ein eindeutger Hinweis auf die (budhistische?) meditative Grundhaltung der Antiker-Philosophie, die zum Aufstieg (Erleuchtung, Nirvana) führt.
                          Eine Deutung des Spruches werde ich in Kürze in obigen Thread posten.

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                            Zitat von Marschall Q Beitrag anzeigen
                            Der im Thread diskutierte Spruch: "Wenn du (sofort) erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, wurde das Mahl schon vor langer Zeit zubereitet (/gekocht)."
                            Dieser und andere Sprüche sind mMn ein eindeutger Hinweis auf die (budhistische?) meditative Grundhaltung der Antiker-Philosophie, die zum Aufstieg (Erleuchtung, Nirvana) führt.
                            Eine Deutung des Spruches werde ich in Kürze in obigen Thread posten.
                            Stargate.Enterprise.Der Wüstenplanet.Wie kommt es das meditative Praktiken in der SF doch recht beliebt sind? Sieht man darin eine neue philosophische Grundhaltung? Oder ist das nur mystisches Brimborium?
                            Es geht also nicht darum, die Emotion einfach zu unterdrücken und zu verleugnen, sondern vielmehr darum, sie zu ihrem Ursprung zurückzuverfolgen. Wenn der rationale Verstand die Ursache bewusst bewertet, kann man, gemäß vulkanischer Philosophie, die Unlogik der Emotion erkennen und sie somit als logisch irrelevant isolieren.Vulkanier verstehen die Gründe für Emotionen also sehr gut und dies ist auch notwendig, um ihrer Herr zu werden.
                            Zurück zur Realität: Ähnelt dies nicht der buddhistischen Praxis?
                            Absolut!Es ist exakt das was der Mönch in dem von mir verlinkten Video(ich hoffe du hast es gesehen. ) beschreibt, als er erklärt wie man mit Wut umgehen sollte.Es geht nicht darum Gefühle einfach zu unterdrücken, sondern darum ihren Ursprung herauszufinden.Diese Erkenntnis hilft dann dabei unheilsame Gefühle zu transformieren.
                            Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit -
                            und wissen nichts mit einem verregneten Sonntagnachmittag anzufangen.

                            Kommentar


                              Zitat von Space Girl Beitrag anzeigen
                              Mir ging es um die Passage über die Wut. Am Ende vom ersten Teil.Das Beispiel Wut, das der Mönch gibt zeigt sehr gut wie man seine Gefühle analysieren und dadurch auch transformieren kann.
                              Ich weiß nicht, ob das jetzt Sinn macht.
                              Aber in meinen Augen ist Wut nicht gleich Wut.
                              Die Wut, die meinen Puls kurz hochschnellen lässt, die ich absichtlich durch Musik initiiere, im Sport auslebe, wenn ich mich z.B. in meinen wütenden Hauptcharakter hineinversetzen möchte, oder die bei einem Ärgernis kurz aufflackert, ist eine andere Form von Wut als eine tiefsitzende, meinem Charakter und Handlungen zugrundeliegende Wut.

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                                Zitat von newman Beitrag anzeigen
                                Ich weiß nicht, ob das jetzt Sinn macht.
                                Aber in meinen Augen ist Wut nicht gleich Wut.
                                Die Wut, die meinen Puls kurz hochschnellen lässt, die ich absichtlich durch Musik initiiere, im Sport auslebe, wenn ich mich z.B. in meinen wütenden Hauptcharakter hineinversetzen möchte, oder die bei einem Ärgernis kurz aufflackert, ist eine andere Form von Wut als eine tiefsitzende, meinem Charakter und Handlungen zugrundeliegende Wut.
                                Ja, natürlich, der Vulkanier in mir sagt, dass gemäß dem t'san s'at der emotionale Komplex recht unterschiedlich sein kann und daher nicht jede Wut den selben Ursprung haben muss. Folglich ist auch nicht jede Wut auf die gleiche Weise zu beherrschen.

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