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    Zitat von Guy de Lusignan Beitrag anzeigen
    na wo kommen wir den da hin wenn wir die heilige katholische kirche hinterfragen..ne du..dat darf aber nit sein..oh je..kritik im anflug...son mist aber auch..schnell die inqusisiton anschaffen...
    Wenn man das neue Testament so durchliest und Jesus Kritik gegenüber den Pharisäern, dann könnte er heute genausogut das exakt selbe mit Papst und Priestern besprechen und über sie kritisieren.

    Wenn man nicht glauben will, dass Jesus irgendwas göttliches war, dann könnte man ihn immer noch als so eine Art Reformator ähnlich Martin Luthers sehen, der die Fehler der Religion anprangerte und auf einen individuelleren und verantwortungsvolleren Umgang mit dem Glauben pochte.

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      Zitat von newman Beitrag anzeigen
      Wenn man das neue Testament so durchliest und Jesus Kritik gegenüber den Pharisäern, dann könnte er heute genausogut das exakt selbe mit Papst und Priestern besprechen und über sie kritisieren.
      türlich, selbstverherrlichung, anhäufne von reichtum ,entfernung von gott und den menschen.. klar.

      Zitat von newman Beitrag anzeigen
      Wenn man nicht glauben will, dass Jesus irgendwas göttliches war, dann könnte man ihn immer noch als so eine Art Reformator ähnlich Martin Luthers sehen, der die Fehler der Religion anprangerte und auf einen individuelleren und verantwortungsvolleren Umgang mit dem Glauben pochte.
      nun.. ob jesus nun lebte der nicht, muss ja gelebt habe, eine geschichte hat ja immer ein wahren kern,
      nämlich den, das jemand gegen die priesterschaft protestiert hat.
      dieser jemand war nun mal jesus,
      ob er nun jünger hatte..vielleicht, leute die gleich denken finden sich oft recht fix.
      aber damit kritisierte er das herrschende system und untergrub die macht er priester über das volk..weil er ja predigte das gott überall ist und zu jedem spricht.. nur logisch..wenn gottein gott der (damals) juden/hebräer etc. war..dann war er ein gott des volkes..also sprach er auch zum volk und nicht nur zu den priestern...klingt schwer wie luther
      also musste er weg..die römer wollten nicht so recht mitspielen(die waren ja doch recht religonsfrei und meinungfreundlich, solange niemand den kaiser kritisiert, was jesus ja nicht gemacht hat, er sprch von seinem vater, gott und nicht von einem gottgleichen menschen auf erden also hat man das volk manipuliert..
      also haben die ihn ans kreuz gehängt.. wobei..auch das konnte man überleben..scheintod..kommt vor..aber sehr selten..andererseits..wenn jesus ein talent zur meditation hatte..wer weiss.^^

      die moderne kriche macht es ähnlich.. ausschliessen, exkommunizieren, verunglimpfen..ist das selbe.. nur kann man heute nicht mehr so walten wie zur inquisition... zum glück..nochmla könen wir ein vernichten von wissen und kultur, weil es ja heidnisch oder wieder die kirche und deren lehren ist, nicht gebrauchen

      bis heute ist ja nicht geklärt ob jesus nun in israel oder als alter man in indien starb.^^
      >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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        Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
        Zum Glauben brauchen wir alle was, da bin ich sicher.
        Ich frage mich, woher Du diese Sicherheit nimmst.

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          Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
          Ich frage mich, woher Du diese Sicherheit nimmst.
          nun jeder mensch braucht etwas, an das er glauben kann..die einen suchen führung durch etwas übernatürliches..weil sie nicht wollen, das der tot das entgültige ende ist..mal als beispiel..
          die andere glauben an die technik zur lösung aller probleme..weil sie zu faul sind selber mal hand an zu legen etc..

          in der hinsicht und verallgemeinert hätte er recht
          Zuletzt geändert von [OTG]Guy de Lusignan; 23.11.2008, 12:52.
          >ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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            Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
            Ich frage mich, woher Du diese Sicherheit nimmst.
            Der Begriff "Glauben" ist hier etwas weiter und allgeiner gemeint von mir.
            So wie mein Vorposter es bereits schrieb.

            Ich zB glaube einfach daran, daß die Evolution ein Prozess ist, der hauptsächlich der Erhaltung und Verbreitung von Leben dient.

            Ich versuche selbst Dinge so weit wie möglich als wertfrei zu betrachten, die sich mit Fragen jenseits des uns Begreifbaren befinden.

            Ich denke halt, daß der Mensch an irgend etwas glauben muß, in irgendeiner Form. Ansonsten würde er sich selbst verlieren in den aufkommenden Fragen.
            "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
            DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
            ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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              Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
              Der Begriff "Glauben" ist hier etwas weiter und allgeiner gemeint von mir.

              [...]

              Ich denke halt, daß der Mensch an irgend etwas glauben muß, in irgendeiner Form. Ansonsten würde er sich selbst verlieren in den aufkommenden Fragen.
              Ich habe dies schon mehrfach in ähnlichen Diskussionen erwähnt aber ich möchte es nochmal wiederholen: Über welche Bedeutung des Wortes "glauben" reden wir hier? Über "glauben" im Sinne von "aufgrund von Indizien (vorläufig) annehmen" oder über "trotz Nichtexistenz auch nur eines einzigen Indizes als (ewige) Wahrheit ansehen"?

              Im ersteren Sinne bin ich selbstverständlich auch der Meinung, daß alle Menschen etwas glauben. Ganz einfach, weil wir sonst nichtmal unseren Alltag bewältigen könnten. Aber im zweiten Sinne? Und dann auch noch notwendigerweise?

              Ich habe jedenfalls noch keine Beleg für die These gesehen, daß wirklich jeder Mensch mehr oder weniger felsenfest an etwas glauben muß. Ich werde nur immer wieder mit dieser Behauptung konfrontiert, besonders von religiöser Seite. Und ich werde den Verdacht nicht los, daß gläubige Menschen da einfach nur ihre eigenen Bedürfnisse auf alle anderen projezieren.

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                Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                IIm ersteren Sinne bin ich selbstverständlich auch der Meinung, daß alle Menschen etwas glauben. Ganz einfach, weil wir sonst nichtmal unseren Alltag bewältigen könnten.
                Da liegst du schon ganz richtig mit, wie ich das meinte.

                Darum sagte ich ja eingehend auch "weiter gefasst".

                Das allerletzte was ich möchte, ist andere zu missionieren. Eher inspirieren vielleicht, und dann auch nur Personen, mit denen ich überhaupt Themen bespreche, welche diese Fragen aufwerfen. Und natürlich lasse auch ich mich gerne inspirieren.
                "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
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                  Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                  Ich frage mich, woher Du diese Sicherheit nimmst.
                  Die logische Konsequenz eines absolut, durch und durch nihilistischen Weltbilds wäre Antriebslosigkeit bis womöglich hin zum Selbstmord.
                  Auf irgendeine Weise verschließt sich die menschliche Psyche diesem Gedanken aber und klammert sich an irgendetwas, für das es ihr Wert ist zu leben. Und dieser Wert wird alleine durch Glauben geprägt, da er real nicht existiert.

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                    Zitat von newman Beitrag anzeigen
                    Die logische Konsequenz eines absolut, durch und durch nihilistischen Weltbilds wäre Antriebslosigkeit bis womöglich hin zum Selbstmord.
                    Das ist lediglich der Umkehrschluß aus der unbewiesenen Behauptung, jeder Mensch brauche einen Glauben. Schon allein der Hedonismus bietet einen zwar in den meisten Fällen nicht sonderlich sympathischen, aber praktikablen Ausweg.

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                      Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                      Das ist lediglich der Umkehrschluß aus der unbewiesenen Behauptung, jeder Mensch brauche einen Glauben. Schon allein der Hedonismus bietet einen zwar in den meisten Fällen nicht sonderlich sympathischen, aber praktikablen Ausweg.
                      Glaube muss nicht Religion bedeuten und heißt auch nicht felsenfester, permanenter Glauben. Primär ist es imho an einen Wert im eigenen Tun zu glauben, ob dieses nun religiöse Riten sind oder sonst ein Tun.

                      Der Hedonismus ist vielleicht wirklich ein Ausweg aus dem Dilemma, der durch den Wegfall des religiösen Glaubens ja auch stark zuzunehmen scheint. Aber ich bezweifle, dass für den Größteil der Menschen dieser doch eher oberflächliche Versuch langfristigen Sinn mit kurzfristigen Glückshormonen zu ersetzen, sozusagen wie mit Parfüm zu versuchen den Gestank zu überdecken, wirklich tiefgründigen Erfolg bietet. Depressionen werden ja auch zunehmend zu einer Volkskrankheit.
                      Aber der wirklich langfristige und tiefgehende Erfolg zum Lebensglück kann eigentlich nur ein langfristig, tief im eigenen Leben verwurzelter Sinn sein. Und der hat etwas mit Wertzuweisung zu tun. Um das noch einmal zu betonen, das hier hat nichts mit religiösem Glauben zu tun. Religion ist nur eine (1) Möglichkeit einen Wert fürs eigene Leben zu finden. Aber an diesen Wert muss man nunmal glauben, will man ihn für sein Leben finden können.

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                        Zitat von newman Beitrag anzeigen
                        Der Hedonismus ist vielleicht wirklich ein Ausweg aus dem Dilemma, der durch den Wegfall des religiösen Glaubens ja auch stark zuzunehmen scheint. Aber ich bezweifle, dass für den Größteil der Menschen dieser doch eher oberflächliche Versuch langfristigen Sinn mit kurzfristigen Glückshormonen zu ersetzen
                        Das ist eine sehr enge Auslegung des Hedonismus. Dieser muß aber nicht bedeuten, nur kurzfristige Befriedigung anzustreben. So kann etwa auch ein lebenslanges Streben nach Wissen als hedonistische Suche nach (intellektueller) Befriedigung interpretiert werden. Der Unterschied liegt IMHO darin, ob man das was man tut, für sich selbst tut oder ob man meint, einem höheren Sinn entsprechend zu handeln.

                        Letzteres ist in meinen Augen Selbsttäuschung, da in der Natur objektiv kein Sinn enthalten ist.

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                          Ich würde das nicht als Hedonismus verstehen. Hedonismus ist in meinen Augen so eine Art Lustmaximierung und keine Sinnsuche.
                          Wenn man mal Faust herannehmen würde, dann wäre er beim Streben nach dem "was die Welt im innersten zusammenhält" meiner Meinung nach noch kein Hedonist, sondern erst nach Mephistos Verführung. Und das selbst wenn das Streben nach diesem Wissen keinem höheren Sinn, sondern lediglich einem reinen Selbstsinn folgt. Und auch bereits dieser ist eine pure Illusion. Man muss an diese abstrakte langfristige intellektuelle Befriedigung in gewisser Weise ebenfalls glauben, ansonsten wird sie nicht das kurze Glücksgefühl bei einer neuen Erkenntnis übersteigen und lediglich wie bei Süchtigen ein "immer mehr" hervorrufen, mit abnehmendem Glücksgefühl pro Erfolgserlebnis.
                          Sinn ist im Gegensatz zum Glück immer eine Glaubensfrage. Man muss mit sich im Reinen sein und das kann man nur wenn man glaubt etwas Sinnvolles zu tun- für sich, nicht unbedingt für etwas abstrakt höheres.
                          Zuletzt geändert von newman; 24.11.2008, 15:44.

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                            Zitat von newman Beitrag anzeigen
                            Sinn ist im Gegensatz zum Glück immer eine Glaubensfrage. Man muss mit sich im Reinen sein und das kann man nur wenn man glaubt etwas Sinnvolles zu tun- für sich, nicht unbedingt für etwas abstrakt höheres.
                            Man muss dabei aber beachten, dass es doch ganz unterschiedliche Arten gibt an etwas zu "glauben". Die deutsche Sprache ist da doch sehr unpräzise. IMO besteht schon ein großer Unterschied zwischen "faith" (religiös) und "believe" (glauben/vertrauen/vermuten). Und Atheisten glauben natürlich auch an Dinge, Personen, Ideologien... aber eben eher im Sinne von "believe" und nicht im Sinne vom "faith".

                            Insofern ist es eine ganz andere Hausnummer wenn man einerseits an eine übernatürliche Sache glaubt oder auf der anderen Seiten an z.B. einen Wissenszuwachs, die humanistischen Menschenrechte, etc. pp./wasweißich.

                            Nichtsdestotrotz will ich dir nicht widersprechen: wenn man in seinem Leben keinen Sinn sieht, dann wird dieses Leben wohl kaum erfüllend sein und man entsprechende Probleme haben. Es macht für mich dabei, aber durchaus einen Unterschied, ob der "Sinn des Lebens" intrinsisch ist oder extrinsisch (wie es ein religiös gestifteter Sinn ist). Letzterer ist IMO nur eine Fassade... Mörtel für das Loch, dass man empfindet, wenn man nicht selbst in der Lage ist seinem Leben Sinn zu geben. Und das ist es ja was Religion schon immer wahr und immer sein wird: ein Ausgleich, eine Krücke, ein Pflaster, etwas durchaus Symptome heilendes, aber eben nichts ansich wertvolles.
                            Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                            Makes perfect sense.

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                              Und Atheisten glauben natürlich auch an Dinge, Personen, Ideologien... aber eben eher im Sinne von "believe" und nicht im Sinne vom "faith".
                              Wobei ich das Deutsche hier in dem Sinne nicht so schlecht finde. Denn das religiöse faith dürfte nur eine Ausprägung sein, die sich innerhalb dieses breiten Felds des allgemeinen Glaubens mit der Zeit herausgebildet hat. Abzugrenzen ist jedoch noch glauben im Sinn von vermuten.

                              Der psychologische Sinn hinter dem Glauben an eine Religion dürfte wahrscheinlich sehr ähnlich dem an eine Ideologie sein, oder ganz einfach eines Glaubens an irgendeinen irdischen Sinn im eigenen Tun. Lediglich die Qualität könnte unterschiedliche Abstufungen besitzen je konkreter es wird.

                              Ich bin jemand, der vor allem den intrinsischen Sinn befriedigt sehen möchte und dann Religion höchstens noch als Sahnehäubchen, aber bloß nicht umgekehrt, da dies dann Gefahren mit sich bringt. Wobei genau genommen beide eine Illusion sind, wenn man eine durch und durch darwinistische Welt vor Augen hat.
                              Und genaugenommen ist jede extrinsischer Sinn auch zeitgleich ein intrinischer, denn nur wenn sich der äußere "Sinn" in einen Inneren wandelt kann man wirklich von Sinn sprechen. Anderenfalls ist es lediglich eine aufoktroyiert Ideologie,kann von der Person aber kaum als sinnstiftend wahrgenommen werden, da diese Wahrnehmung stets eine Innerliche ist.
                              Zuletzt geändert von newman; 24.11.2008, 16:40.

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                                Im großen und ganzen hast du durchaus Recht. Aber ich denke, dass man die Unterscheidung zwischen "believe" und "faith" schon irgendwo treffen kann/muss. Wobei man das wohl nicht pauschal einfach auf das Spannungsfeld Religion vs. weltliche Ideologien anwenden kann, sondern vom jeweiligen Weltbild abhängt.
                                Da gibt es ja durchaus enorme Unterschiede bzgl. des Aufbaus der Weltbilder, der inneren Logik der diese folgen... etc. pp.

                                Wenn ich z.B. als wissenschaftlich denkender Mensch sage "Ich glaube, dass die Gravitation den Mond in der Umlaufbahn hält.", dann ist damit ja eine ganz andere Bedeutung des Wortes "glauben" gemeint, als wenn ich sage "Ich glaube an die Wiederauferstehung Jesu."
                                Wo es allerdings wohl kaum einen Unterschied ist, wenn ich sagen würde "Ich glaube an die humanistischen Menschen- und Bürgerrechte." Diese basieren nämlich auch auf Annahmen, die aus der Luft gegriffen sind - genauso wie Religionen. Es mag sein, dass die Menschen- und Bürgerrechte sich philosophisch einfacher begründen lassen, aber es ändert nichts daran, dass man Dinge für wahrnehmen muss, die sich objektiv - naturwissenschaftlich? - nicht wirklich belegen lassen, wie der Ausgangspunkt, dass "alle Menschen gleich sind".
                                Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                                Makes perfect sense.

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