2001 - Odyssee im Weltraum - SciFi-Forum

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2001 - Odyssee im Weltraum

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    Ich würde PräterShinzon nur in einem Punkt widersprechen: Dass der Film keine Kunst sei. Meiner Auffassung zufolge ist jedes kinematographische Machwerk (mit Ausnahme von Überwachungskameravideos ohne Konzept) Kunst per definition. Ob das jetzt gute oder schlechte Kunst ist, kommt natürlich im Einzelfall immer auf den Film an. Aber "Kunst" ist doch nicht gleichzusetzen mit "gut". Es gibt gute wie schlechte, hochwertige wie billige, intelligente wie tumbe Kunst.
    Ansonsten kann ich deine Einschätzung des Filmes durchaus verstehen, PrätorShinzon. Ich finde bei 2001 vor allem Bild und Ton unterhaltsam. Der Rest ist wirklich zu langatmig. Und das Ende mit dem Weltraumsäugling bringt meines Erachtens nach nichts. Wir erfahren praktisch gar nichts über Daves Charakter und Persönlichkeit. Er wird biologisch verändert; möglicherweise ist das eine neue Entwicklungsstufe. Aber das alles sagt uns persönlich nichts aus, weil wir ihn nicht wirklich kennen. Er ist quasi nur eine kleine Nebenrolle im Film. Dave und Frank könnten genauso gut ausgetauscht werden und wir würden den Unterschied nicht bemerken. Es wird überhaupt keine Beziehung zu irgendeiner Figur aufgebaut. Das ist meiner Meinung nach der Schwachpunkt des Filmes.
    Ganz klar, 2001 hat diesen Stellenwert nur, weil er einzigartig ist. Wenn es noch einen Film gäbe, der genau dieselben Mankos hätte, würde der Film dafür kritisiert werden. Bei 2001 wird nur eine Ausnahme gemacht, weil er so einzigartig war damals.

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      Zitat von MetalManni Beitrag anzeigen
      Ich finde bei 2001 vor allem Bild und Ton unterhaltsam. Der Rest ist wirklich zu langatmig.
      Man kann natürlich auch mal danach fragen, warum der Film an welchen Stellen so langatmig wirkt und ob eventuell eine bestimmte Absicht dahinter stecken könnte?

      Was könnte man mit endlos scheinenden Szenen sagen wollen, in denen ein sich langsam bewegendes Raumschiff lautlos durch die gähnende Leere des Alls gleitet? Wie könnte diese "Langatmigkeit" zum Inhalt der Geschichte passen und welche Wirkung sollte dieses Zusammenspiel hervorrufen?

      Wirkt der Film nur deshalb so lang, weil Kubrick 'ne alte Schnarchnase war oder hat er sich vielleicht etwas bei der ganzen Sache gedacht?

      Zitat von MetalManni Beitrag anzeigen
      Und das Ende mit dem Weltraumsäugling bringt meines Erachtens nach nichts. Wir erfahren praktisch gar nichts über Daves Charakter und Persönlichkeit.
      Aber worüber erfahren wir statt dessen etwas?

      Welche Gedanken und Gefühle ruft der Film so wie er ist hervor und wäre es das Selbe, wenn man statt der als lang empfundenen Szenen mehr Charaktermomente hätte? Was würde sich ändern? Welche Auswirkung hätte diese Änderung auf die Aussage der Geschichte?

      Geht es in dem Film überhaupt darum, dass man sich mit den Haupfiguren konkret identifizieren soll oder möchte er vielmehr auf eine bestimmte Problematik hinweisen, für die zu genaue Figurenbeschreibungen ansonsten den Blick verstellen würden?

      Vergleicht man beispielsweise einen Roman oder eine Erzählung mit einer Kurzgeschichte, wird man auch dort feststellen, dass Kurzgeschichten in der Regel darauf verzichten, ihre Hauptfiguren ausführlich vorzustellen. Zudem beginnen sie oft mitten im Geschehen und enden ebenso offen, wie sie angefangen haben. Welchen Grund hat das und könnte es der selbe Grund sein, warum auch "2001" auf ausführliche Charakterisierungen verzichtet?

      Ernest Hemmingway hat einmal gesagt, dass eine Kurzgeschichte mit einem Eisberg vergleichbar wäre, da sich 7/8 seiner Gesamtmasse unter Wasser befinden, ebenso wie der größte Teil des Inhalts einer Kurzgeschichte sich unter deren Oberfläche befände, also vom Leser durch eigenes Erarbeiten erkundet werden müsse.

      Ist vielleicht auch "2001" ein Film, auf den diese Theorie anwendbar wäre?
      Gibt es unter der oberflächlichen Inhaltangabe der Geschichte in Kubricks Film vielleicht noch eine tiefere Deutungsebene, die über das Gezeigte hinaus geht, sofern man versucht, es mit Inhalt zu füllen?

      Welche Fragen müsste man an den Film stellen, um ihn auf einer solchen, symbolischen Ebene zu verstehenn und dahinter zu kommen, warum so viele Leute den Streifen als großartiges Kunstwerk feiern?

      Wofür steht der Monolith?

      Warum sieht man in der ersten Phase des Films einer Affenherde zu? Bei was genau sieht man ihr zu und welche Bedeutung hat das alles für die gesamte Geschichte? Wieso trägt dieser Abschnitt den Titel "Aufbruch der Menschheit" ?

      Warum heißt der Film überhaupt "Odyssee im Weltraum" obwohl es keine offensichtlichen Parallelen zu Homers klassischem Versepos gibt? Oder gibt es die etwa doch und wenn, dann welche?

      Welche Bedeutung hat es eigentlich, dass Hal 9000 durchdreht (und die Erklärung des zweiten Films lassen wir hier besser mal außen vor)?

      Wenn man sich beim Betrachten des Films all diese Fragen stellt und versucht, Antworten darauf zu finden, dann stellt man urplötzlich fest, dass er alles andere als Langweilig ist.

      Probiert es doch einfach mal aus. Vielleicht macht es ja Spaß.

      Kommentar


        Ich sage ja nur dass er keine Kunst sein "muss".
        Zitat:
        Was könnte man mit endlos scheinenden Szenen sagen wollen, in denen ein sich langsam bewegendes Raumschiff lautlos durch die gähnende Leere des Alls gleitet? Wie könnte diese "Langatmigkeit" zum Inhalt der Geschichte passen und welche Wirkung sollte dieses Zusammenspiel hervorrufen?

        Darum geht es mir doch gerade. Selbst der hochverehrte Kubrick hat gesagt dass sich 2001 jeder Interpretation entziehen sollte. Nur weil DU in jede einzelne Szene etwas reininterpretieren musst, muss es noch lange nicht so sein. Mir war aber klar, dass solche Resonanz kommt, das ist im Internet normal wenn man was böses über das ach so geniale 2001 sagt. Wie ich bereits sagte, geht mir nicht der Film selber auf die Nerven. Jeder darf ihn selbstverständlich gutfinden. Nur müssen ihn eben nicht alle gutfinden und (ja ich wiederhole mich) ich könnte mir auch ein x beliebiges Werk nehmen und in jede Szene etwas reininterpretieren. Kann man ja auch machen. Nur dann nicht Leute (indirekt) als dumm darstellen nur weil sie nicht dieselben "brillanten" Schlussfolgerungen gezogen haben.

        "Hallo, Herr Kellner. Wir hätten gerne eine Flasche Wein, aber nicht wieder so ein altes, abgestandenes Zeug wie beim letzten Mal. Heute gönnen wir uns mal etwas und nehmen einen Frischen aus diesem Jahr. Und vergessen Sie ja nicht wieder das bunte Papierschirmchen im Glas."

        Was besseres fällt ihnen nicht ein? Selten ordinäre Anspielung darauf dass ich angeblich nur neue Action Filme mit viel Krach Bumm mag. Tja, da muss ich sie enttäuschen. Ich sehe mir auch gerne TOS an, was von vielen meiner Freunde als altes Geraffel bezeichnet wird. Ich sehe mir auch durchaus Filme an, in denen es relativ ruhig zugeht und verurteile einen Film nicht deshalb nur weil er alt ist. Nur finde ICH diesen Film langweilig, es steht ihnen frei anderer Meinung zu sein und es tut mir leid wenn sie das aus meinem post anders empfunden haben. Außerdem habe ich 2 mal geschrieben, dass ich mir kein vollständiges Urteil erlauben kann, da ich ja die berühmt berüchtigten Andock Szenen nur vom Hören sagen könne. Ich habe daher nie behauptet dass alles was ich sage stimmt.

        "Bitte entfernen sie diese alte staubige lächelnde Dame da von der Wand und hängen sie lieber das iPad mit ner schönen Diashow auf. Danke!"

        Mein Gott wie einfallsreich

        Aber es stimmt,auch dieser Film ist Kunst, egal was ich von ihm halte.

        "Wie kommst du darauf?"

        Weil bislang Kubricks Fans alle seine Filme hochgelobt haben (mit einer Ausnahme, deren Titel mir entfallen ist), VERMUTE ich dass man einem anderen Regisseur einfach nicht zugetraut hätte so "tiefgründig" zu sein wie Kubrick.

        @SBH
        Bitte nimm mir das nicht übel, aber ich konnte das einfach nicht so stehen lassen. Wenigstens hast du ja vernünftig argumentiert und mich nicht mit einem billigen Wortspiel abgespeist

        Kommentar


          Zitat von PrätorShinzon
          @SBH
          Bitte nimm mir das nicht übel, aber ich konnte das einfach nicht so stehen lassen. Wenigstens hast du ja vernünftig argumentiert und mich nicht mit einem billigen Wortspiel abgespeist
          Ich nehme niemanden etwas übel, der seine Meinung vernünftigt darlegt. In einigen Punkten stimme ich dir ja auch zu: Manche Szenen ziiiiiiieeeeheeeen sich wie Kaugummi.

          Es muss auch nicht jeder alles gut finden und das ist auch gut so!

          Geschmäcker sind [zum Glück] verschieden. Sonst gäbe es auch nicht eine solche Vielfalt, wie wir sie in Büchern, Filmen und TV-Serien erleben... oder?

          Gelesen habe ich übrigens die Fortsetzung der Fortsetzung: 2061 Danach war ich allerdings auch nicht schlauer!



          Gruss - Sebastian
          LOAD "SCIFI-FORUM.DE",8,1

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            Schön dass man mit dir vernünftig reden kann und du die sache objektiv betrachtest...anders als andere....

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              Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
              Man kann natürlich auch mal danach fragen, warum der Film an welchen Stellen so langatmig wirkt und ob eventuell eine bestimmte Absicht dahinter stecken könnte?
              Was könnte man mit endlos scheinenden Szenen sagen wollen, in denen ein sich langsam bewegendes Raumschiff lautlos durch die gähnende Leere des Alls gleitet? Wie könnte diese "Langatmigkeit" zum Inhalt der Geschichte passen und welche Wirkung sollte dieses Zusammenspiel hervorrufen?
              Ist das eine satirische Auseinandersetzung mit Stanley Kubrick (Fragen stellen, aber auf keinen Fall Antworten mitliefern)?

              Wirkt der Film nur deshalb so lang, weil Kubrick 'ne alte Schnarchnase war oder hat er sich vielleicht etwas bei der ganzen Sache gedacht?
              Ich sag mal beides.

              In der Tat gibt es mehrere Kubrick-Filme, in denen sich unnötig träge Szenen finden. So wie es keinen Grund gibt, weswegen man Alex in "Uhrwerk Orange" 7 Minuten beim Betreten des Gefängnisses zusehen muss, oder weswegen man Dr.Harford in "Eyes Wide Shut" noch unbedingt in einer viel zu langen Szene kryptische Hinweise am Billiardtisch geben muss, so gibt es in "2001"keinen inhaltlichen Grund, weswegen man das Servieren von Bordspeisen zeigen muss. Kubrick mag die Absicht gehabt haben, die Verlorenheit der Menscheit im Weltall dadurch zu unterstreichen, dass er den Kinogänger verloren auf die Leinwand blicken lässt, aber an einigen Stellen wird es einfach zu viel (mir zumindest).

              Aber worüber erfahren wir statt dessen etwas?
              Über die Menscheit? Das wird gerne und oft über den Film behauptet: Der Protagonist sei die Menschheit. Über die könnte man jedoch nur etwas erfahren, wenn man Bestandteile (d.h Personen) dieser Menschheit sehen würde. Aber der ganze Film zeigt uns keinen einzigen Menschen. Die Affen sind keine richtigen Menschen, die charakterlichen Leerstellen wirken ebenfalls nicht sehr menschlich (der Bordcomputer zeigt 100 mal mehr Emotionen als alle menschlichen Wesen des Films zusammen).

              Welche Gedanken und Gefühle ruft der Film so wie er ist hervor und wäre es das Selbe, wenn man statt der als lang empfundenen Szenen mehr Charaktermomente hätte? Was würde sich ändern?
              Charaktere sorgen dafür, dass der Zuschauer an der Handlung anteil nimmt. Wenn niemand da ist, mit dem ich mich identifizieren kann, interessiert mich auch nicht, was mit den Platzhalter-Figuren passiert. Hätte HAL es geschafft Bowman zu töten, hätte mich dies nicht im Geringsten gestört. Wäre das Schiff zerstört worden, hätte es mich ebenfalls nicht gestört. Warum nicht? Weil keinerlei Verbindungen zu den Charakten auf dem Papier entstehen.

              Welche Auswirkung hätte diese Änderung auf die Aussage der Geschichte?
              Die Aussage des Films war noch mal was?

              Geht es in dem Film überhaupt darum, dass man sich mit den Haupfiguren konkret identifizieren soll oder möchte er vielmehr auf eine bestimmte Problematik hinweisen, für die zu genaue Figurenbeschreibungen ansonsten den Blick verstellen würden?
              Welche Problematik soll das sein?

              Vergleicht man beispielsweise einen Roman oder eine Erzählung mit einer Kurzgeschichte, wird man auch dort feststellen, dass Kurzgeschichten in der Regel darauf verzichten, ihre Hauptfiguren ausführlich vorzustellen. Zudem beginnen sie oft mitten im Geschehen und enden ebenso offen, wie sie angefangen haben. Welchen Grund hat das und könnte es der selbe Grund sein, warum auch "2001" auf ausführliche Charakterisierungen verzichtet?
              1. "2001" ist aber keine Kurzgeschichte, sondern ein Roman.
              2. Bei der Verfilmung von Kurzgeschichten werden die Lücken normalerweise durch Eigenkreationen gefüllt. "Total Recall" bspw. teil zwar die Prämisse mit einer Philip K. Dick-Geschichte, aber letztendlich findet sich das Meiste der Verfilmung nicht in der Vorlage.

              Ernest Hemmingway hat einmal gesagt, dass eine Kurzgeschichte mit einem Eisberg vergleichbar wäre, da sich 7/8 seiner Gesamtmasse unter Wasser befinden, ebenso wie der größte Teil des Inhalts einer Kurzgeschichte sich unter deren Oberfläche befände, also vom Leser durch eigenes Erarbeiten erkundet werden müsse.
              Es gibt eine Kurzgeschichte von Arthur C. Clarke ("The Sentinel"), die die Handlung von "2001" teilweise vorwegnimmt. Diese endet aber bereits mit der Entdeckung des Monolithen auf dem Mond und ist daher nicht die Vorlage zu "2001".

              Ist vielleicht auch "2001" ein Film, auf den diese Theorie anwendbar wäre?
              Nein, wie gesagt handelt es sich hier nicht um die Verfilmung einer Kurzgeschichte und wenn doch, hätte man eben die Lücken füllen müssen.

              Gibt es unter der oberflächlichen Inhaltangabe der Geschichte in Kubricks Film vielleicht noch eine tiefere Deutungsebene, die über das Gezeigte hinaus geht, sofern man versucht, es mit Inhalt zu füllen?
              Viele Filme sind auf verschiedene Weise deutbar, aber das ist alleine noch kein Qualitätsmerkmal.

              Welche Fragen müsste man an den Film stellen, um ihn auf einer solchen, symbolischen Ebene zu verstehenn und dahinter zu kommen, warum so viele Leute den Streifen als großartiges Kunstwerk feiern?
              Welche denn?

              Wofür steht der Monolith?
              Am Ende von "2010" gesteht Floyd, das er selbst immer noch keine Ahnung hat, was der Monolith ist. Und wenn er das nicht einmal weiß, wie sollen wir das denn wissen? Wobei er gleich danach tippt, dass es sich um das Zeichen einer außerirdischen Intelligenz handelt, was auch die Antwort ist, die einem der Roman "2001" gibt.

              Warum sieht man in der ersten Phase des Films einer Affenherde zu? Bei was genau sieht man ihr zu und welche Bedeutung hat das alles für die gesamte Geschichte? Wieso trägt dieser Abschnitt den Titel "Aufbruch der Menschheit" ?
              Das wird recht eindeutig beantwortet.

              Warum heißt der Film überhaupt "Odyssee im Weltraum" obwohl es keine offensichtlichen Parallelen zu Homers klassischem Versepos gibt? Oder gibt es die etwa doch und wenn, dann welche?
              Der Monolith macht Geräusche, die an eine Sirene im Stimmbruch erinnert.

              Welche Bedeutung hat es eigentlich, dass Hal 9000 durchdreht
              Das wird in "2010" erklärt.

              (und die Erklärung des zweiten Films lassen wir hier besser mal außen vor)?
              Oh...

              Es gibt auch eine Theorie nach der HAL durch den Monolithen ebenso selbstbewusst wird, wie es die Menschenaffen zu Beginn des Films wurden. Allerdings hat HAL im Gegensatz zu den Menschenaffen nicht wirklich ein Motiv für seinen Amoklauf.


              Zitat von PrätorShinzon
              Ich sehe mir auch durchaus Filme an, in denen es relativ ruhig zugeht und verurteile einen Film nicht deshalb nur weil er alt ist.
              Es ist allerdings schon problematisch einen Film zu verurteilen, den man nur zu 1/6 gesehen hat.
              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                Nochmal: Ich verurteile nicht NUR den Film, sondern hauptsächlich die Art und Weise wie er in den Himmel hochgelobt wird und dass die fans keinerlei kritik vertragen, zumindest bis auf einige Ausnahmen, zum Beispiel dich. Denn dein Post war ja nicht beleidigend im gegensatz zu anderen
                Und ich sage jetzt zum 4. Mal: Ich erhebe keinen Anspruch auf Richtigkeit dieser Aussagen, sondern gebe nur meine Meinung wieder

                Kommentar


                  Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                  Ich sage ja nur dass er keine Kunst sein "muss".
                  Na gut, aber was "muss" das schon?

                  "Muss" man die Mona Lisa als Kunst betrachten? "Muss" man die Werke Shakespeares oder Goethes als Kunst ansehen? "Muss" man das Kunstvolle in der Musik eines Mozart oder Beethoven erkennen?

                  Müssen muss man letzten Endes gar nichts.
                  Ich kann zum Beispiel das besonders Kunstvolle in "Citizen Kane" nicht erkennen und finde den Film furchtbar langatmig und banal. Trotzdem wird er von sehr vielen Cineasten als Meilenstein der Filmkunst gefeiert.

                  Nur würde mir im Traum nicht einfallen, einem Film, von dem ich gerade mal 20 Minuten gesehen und davon nichts verstanden habe, seinen Kunststatus abzusprechen, bloß weil er mich nicht ausreichend angesprochen hat, um mich näher damit zu befassen und dann auch noch den Fans des Films vorzuwerfen, dass sie ihn als hohe Kunst ansehen.

                  Das "muss" nämlich genauso wenig sein und dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man sich plötzlich mit ein wenig Sarkasmus konfrontiert sieht.

                  Niemand spricht dir dein gutes Recht ab, den Film nicht zu mögen. Ob er den gängigen Kunstbegriff ausfüllt oder nicht, musst du allerdings schon den Leuten überlassen, die ihn komplett gesehen und sich auch mit dem Streifen beschäftigt haben. Und wenn die ihn dann zur großen Kunst erheben, wirst du damit klar kommen müssen. So ist das eben.

                  Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                  Darum geht es mir doch gerade. Selbst der hochverehrte Kubrick hat gesagt dass sich 2001 jeder Interpretation entziehen sollte.
                  Kubrick wollte keinen eindeutig interpretierbaren Film machen und setzt auf die Assoziationen des Unterbewusstseins. Deshalb mag jeder Deutungsversuch anders aussehen. Das heißt aber nicht, dass der Regiesseur einfach mal drauf los gefilmt hätte, ohne sich etwas dabei zu denken. Aber selbst, wenn er das getan hätte, existieren genügend Interpretationen, die in sich sehr schlüssig sind und so lange sie vom Rezipienten als Kunst verstanden werden, weil er den Film mit symbolischer Bedeutung zu füllen vermag, sind diese Auslegungen vollkommen gerechtfertigt.

                  Nur wenn man nach 20 Minuten genervt abschaltet, weil da nur wilde Affen rumspringen, ohne sich zu fragen, warum das so ist und wie es mit dem Rest der Geschichte zusammenhängt und ob sich daraus eine Symbolwirkung ergibt, der muss sich nicht beschweren, wenn man ihn darauf hinweist, dass er den Film eventuell missverstanden hat.

                  Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                  Nur dann nicht Leute (indirekt) als dumm darstellen nur weil sie nicht dieselben "brillanten" Schlussfolgerungen gezogen haben.
                  Dumm ist nicht, wer nichts versteht oder weiß. Dumm ist wer nichts verstehen oder wissen will. Das darfst du interpretieren wie du möchtest.

                  Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                  Weil bislang Kubricks Fans alle seine Filme hochgelobt haben (mit einer Ausnahme, deren Titel mir entfallen ist), VERMUTE ich dass man einem anderen Regisseur einfach nicht zugetraut hätte so "tiefgründig" zu sein wie Kubrick.
                  Es soll tatsächlich Leute geben, die "2001" toll finden, ohne große Kubrick-Fans zu sein. Ridley Scott's "Blade Runner" ist nicht weniger tiefgründig als "2001" und John Boorman's "Zardoz" ist mindestens ebenso symbolhaltig. Da hat doch das Eine mit dem Anderen nichts zu tun.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Ist das eine satirische Auseinandersetzung mit Stanley Kubrick (Fragen stellen, aber auf keinen Fall Antworten mitliefern)?
                  Ich wollte eigentlich nur dazu anregen, überhaupt Fragen an den Film zu stellen und sich auf die Suche nach eigenen Antworten zu machen. Mir macht so etwas Spaß und den wollte ich keinem verderben, der es mal ausprobieren möchte, indem ich gleich alles vorkaue, was ich mir dazu gedacht habe.

                  Was man in diesem Film sieht oder nicht, hängt meiner Ansicht nach stark davon ab, in welcher Weise man an ihn heran geht.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Kubrick mag die Absicht gehabt haben, die Verlorenheit der Menscheit im Weltall dadurch zu unterstreichen, dass er den Kinogänger verloren auf die Leinwand blicken lässt, aber an einigen Stellen wird es einfach zu viel (mir zumindest).
                  Kein Problem. Der Film ist lang. Das steht außer Frage und ich verstehe es durchaus, wenn jemand sagt, dass ihm das bei aller dahinter stehenden Intention zu viel ist, aber dass eine entsprechende Wirkungsabsicht dahinter stecken kann, sprichst du dem Film deshalb nicht gleich ab, oder?


                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Über die Menscheit? Das wird gerne und oft über den Film behauptet: Der Protagonist sei die Menschheit. Über die könnte man jedoch nur etwas erfahren, wenn man Bestandteile (d.h Personen) dieser Menschheit sehen würde. Aber der ganze Film zeigt uns keinen einzigen Menschen. Die Affen sind keine richtigen Menschen, die charakterlichen Leerstellen wirken ebenfalls nicht sehr menschlich (der Bordcomputer zeigt 100 mal mehr Emotionen als alle menschlichen Wesen des Films zusammen).
                  Muss man denn etwas, das uns allen mehr oder weniger bekannt ist, nochmal detailiert darstellen, um eine Symbolwirkung zu erzielen?

                  Gerade wenn ich Symbole schaffen möchten, die für schwer zu konkretisierende Befindlichkeiten stehen sollen, finde ich es hinderlich, wenn allzu sehr spezifiziert wird. Eine Affenherde und ein paar Astronauten können die Menschheit als solche auf zwei verschiedenen Entwicklungsstufen symbolisieren, gerade indem sie vereinfacht und reduziert dargestellt werden. Geht man dabei zu sehr ins Detail, indem man Bowman und Poole allzu ausgefeilte Persönlichkeitsmerkmale andichtet, verschiebt sich der Fokus vom Allgemeinen zum Speziellen und die Symbolwirkung verliert an Kraft.

                  Vielleicht lässt sich das mit einem anderen Beispiel verdeutlichen. Ein Baum kann als Symbol für das menschliche Leben betrachtet werden und um ihn als solches zu nutzen ist es von geringem Interesse, um was für einen Baum es sich genau handelt, wo er steht, wie alt er ist und ob er den Winter gut überstanden hat.

                  Jeder weiß, was ein Baum ist und was für Eigenschaften er im Allgemeinen hat. Er ist in der Erde verwurzelt und strebt mit seinen Ästen nach oben, wie ein Mensch immer nach höherem strebt und sich im Lauf seiner Lebenszeit langsam entfaltet. Er durchlebt Jahr für Jahr verschiedene Zeitabschnitte, die man mit menschlichen Höhen und Tiefen vergleichen kann. Er benötigt Regen und Sonnenschein, wie der Mensch Fürsorge Anderer braucht, um zu wachsen. Er trägt Früchte, wie ein Mensch verschiedene Talente ausbildet.

                  Ein Dichter könnte in diesem Sinne sagen: "Das Leben des Menschen ist wie ein Baum." Er würde aber vermutlich nicht sagen: "Das Leben des Menschen ist wie eine alte, an einem Steilhang gepflanzte Birke mit drei großen Ästen von denen sich insgesamt nochmal ca. 15 kleinere Äste abzweigen, die sich durch diverse Unwetter leicht nach links gebogen hat und ein hartes Jahr hatte, weil im Sommer ein Kind mit einem Messer ein großes Stück ihrer Rinde beschädigt hat, es eine lange Trockenperiode gab, die bis in den Herbst hinein reichte und die Blätter frühzeitig braun werden und abfallen ließ." Das tut alles überhaupt nichts zur Sache und lenkt vom Eigentlichen ab.

                  Genauso verhält es sich mit den Figuren in "2001", wenn man sie als Symbolgestalten betrachten will. Mir ist völlig egal, wie das bisherige Leben von Dave Bowman verlaufen ist, welche Vorlieben und Abneigungen er hat und welche Unterhosen er gerne trägt, ob er religiös ist, eine Familie hat oder zu Hause darauf steht, sich in einem Swinger-Club auspeitschen zu lassen. Wozu soll das wichtig sein, wenn er symbolisch für etwas stehen soll, das wir ohnehin alle kennen?

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Charaktere sorgen dafür, dass der Zuschauer an der Handlung anteil nimmt. Wenn niemand da ist, mit dem ich mich identifizieren kann, interessiert mich auch nicht, was mit den Platzhalter-Figuren passiert. Hätte HAL es geschafft Bowman zu töten, hätte mich dies nicht im Geringsten gestört. Wäre das Schiff zerstört worden, hätte es mich ebenfalls nicht gestört. Warum nicht? Weil keinerlei Verbindungen zu den Charakten auf dem Papier entstehen.
                  Du hast völlig recht, dass das wenig gestört hätte und Poole und Bowman wären durchaus austauschbar gewesen. Aber es geht hier ja auch gar nicht um Identifikation, sondern um Repräsentation. Um mich als Teil dieser Menschheit zu begreifen, die sich aus primitiven Affen zu intelligenten Lebewesen entwickelt hat, die in der Lage sind, mit Raumschiffen ins All vorzustoßen und die sich doch mit all ihren Existenzfragen allein gelassen fühlt, muss ich nicht wissen, wann und mit wem Dave Bowman zum letzten mal Sex gehabt hat.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Die Aussage des Films war noch mal was?
                  Dass der Mensch, trotz all seiner Intelligenz und hoch entwickelten Technik im Grunde keine Ahnung von der Welt hat, in der er lebt und sich dort nach all den Jahren seines Aufstrebens noch ebenso einsam, verloren und verirrt vorkommt, wie einst Odysseus auf der Suche nach Ithaka?

                  Zum Beispiel.

                  Aber der Interpretationsspielraum ist hier ja ziemlich groß.

                  Nur wird man kaum auf interessante Aussagen kommen, wenn man nur auf der Ebene des Konkreten bleibt, statt ein wenig zu abstrahieren. Die Abstraktionsmöglichkeiten sind aber gerade deshalb so groß, weil die Dinge im Film so dargestellt sind, dass sie Symbolwirkung haben können. Wie man diese letztendlich auslegt, bleibt jedem selbst überlassen und man kann sie sogar jedes Mal wieder anders deuten.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Welche Problematik soll das sein?
                  Wieso willst du alles vorgekaut haben?
                  Was hast du von einem Rätsel, dessen Lösung du schon kennst?

                  "2001" ist ein Rätsel mit mehreren Lösungsmöglichkeiten, von denen keine Falsch ist, solange sie im Gesamtkontext einen Sinn ergibt und sozusagen am Text belegt werden kann.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  "2001" ist aber keine Kurzgeschichte, sondern ein Roman.
                  Selbst wenn man so pragmatisch bleiben will, basiert die Idee für den Film durchaus auf einer Kurzgeschichte von Clarke. Du hast "The Sentinel" ja bereits angesprochen. Auf dieser Grundlage ist das Drehbuch entstanden und erst danach hat Clarke besagten Roman geschrieben, der weitaus weniger metaphernreich und philosophisch daher kommt, wie Kubricks Film.

                  Aber darum ging es mir eigentlich gar nicht, sondern vielmehr darum, dass dieser Film voller Symbole und Metaphern steckt und sich erst unter seiner Oberfläche seine eigentliche Größe entfaltet - wie bei dem Eisberg und ganz ähnlich, wie es z.B. bei Kurzgeschichten der Fall ist.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Nein, wie gesagt handelt es sich hier nicht um die Verfilmung einer Kurzgeschichte und wenn doch, hätte man eben die Lücken füllen müssen.
                  Das sind aber gar keine Lücken. Es ist einfach eine andere Art und Weise, eine Geschichte zu erzählen, die eine ebenso andere Art und Weise der Interpretation erfordert. Einen Roman interpretiere ich anders als eine Kurzgeschichte oder ein Gedicht und ein klassisches Theaterstück interpretiere ich anders als ein mittelalterliches allegorische Morality Play oder modernes Ausdruckstheater.

                  Mit dem Kurzgeschichtenvergleich wollte ich nur verdeutlichen, dass man einen Film wie "2001" vielleicht von einer anderen Perspektive aus betrachten müsste, als etwa einen "Star Trek" - Film, der ein wenig leichter zu konsumieren ist, weil die Aussagen darin offensichtlicher sind - was übrigens in keiner Weise wertend gemeint sein soll.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Viele Filme sind auf verschiedene Weise deutbar, aber das ist alleine noch kein Qualitätsmerkmal.
                  Eine in sich schlüssige Vieldeutigkeit ist in meinen Augen durchaus bereits ein gewisses Qualitätsmerkmal, auch wenn es noch lange nichts darüber aussagt, ob mir das Ganze am Ende auch gefällt. Wichtig ist, dass ich etwas von mit selbst darin erkennen kann - also ein Sinnbild, das mich persönlich anspricht. Trotzdem würde ich einem Film, von dem ich mich persönlich nicht angesprochen fühle, nicht seine objektiv verifizierbaren Qualitäten absprechen.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Welche denn?
                  "Ja, ich frag dich, Helge" "Nee, Reinhold. Ich frag dich." "Nee, Helge.."
                  Das gute, alte Helge-Reinhold-Spiel. So ging das drei Wochen lang.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Am Ende von "2010" gesteht Floyd, das er selbst immer noch keine Ahnung hat, was der Monolith ist. Und wenn er das nicht einmal weiß, wie sollen wir das denn wissen? Wobei er gleich danach tippt, dass es sich um das Zeichen einer außerirdischen Intelligenz handelt, was auch die Antwort ist, die einem der Roman "2001" gibt.
                  Clarkes Romane (und auch der zweite Film, der wesentlich näher an Clarke ist, als Kubrick) - die ich übrigens auch sehr gerne mag - und Kubricks Film sind etwas Grundverschiedenes. Gerade hier kann man im direkten Vergleich sehr gut die Unterschiede feststellen. Clarkes Romane sind weitaus weniger symbolhaft und da hast du auch ausführlichere Charakterisierungen drin. Dort ist sehr eindeutig, woher der Monolith kommt und was er bedeutet. Kubrick sieht das Ganze weitaus metaphorischer. Beides verlangt eine unterschiedliche Lesart.

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Es gibt auch eine Theorie nach der HAL durch den Monolithen ebenso selbstbewusst wird, wie es die Menschenaffen zu Beginn des Films wurden. Allerdings hat HAL im Gegensatz zu den Menschenaffen nicht wirklich ein Motiv für seinen Amoklauf.
                  Das ist auch ein interessanter Deutungsansatz.

                  Ich habe HAL immer als Symbol für das hochentwickeltste Werkzeug des Menschen gesehen, das als künstliche Intelligenz sogar die eigene "Schöpferkraft" des Menschen repräsentiert.

                  Aber trotz aller Intelligenz und "Gottgleichheit" sind wir nach wie vor fehlerhaft, unwissend und letzendlich noch gar nicht so weit von unseren äffischen Vorfahren entfernt, wie wir uns dank perfekter Technologie so gerne einbilden.

                  Was bleibt von uns, wenn unsere Technik versagt? Wir sind und bleiben sterblich, allein gelassen und wir verstehen wesentlich weniger von der Welt, die wir uns zu eigen gemacht haben, als wir gerne würden.

                  Der Monolith symbolisiert für mich dabei die Geheimnisse des Universums, die wir nicht ergründen können, weil wir im Grunde noch immer am Anfang unserer Entwicklung stehen. Und wer weiß, ob es da draußen überhaupt Antworten gibt?

                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Es ist allerdings schon problematisch einen Film zu verurteilen, den man nur zu 1/6 gesehen hat.
                  Sag' ich ja.

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                    Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                    Ich weiß dass ich mir aus eben diesem Grund kein Urteil erlauben kann.....ich habe den Film nach 20 minuten abgeschaltet. Ich hatte gehört der Film sei Kult und er hörte sich ja auch spannend an..aber nachdem ich 20 min lang Affen beim rumlaufen zusehen musste, wars mir und meinem freund einfach zu viel. An alle 2001 Fans: Lasst anderen doch mal ihre Meinung. Das ist es nämlich was mich an diesem Film (besser, an einigen, nicht allen, seiner Fans) aufregt. Er wird so maßlos hoch erhoben, nur weil ihr ihn als Kunst seht muss er noch keine sein.
                    Dass der Film dir nicht gefällt, mag ja sein. Superspannend finde ich ihn auch nicht. Trotzdem ist der Film ein geniales Meisterwerk (für 1965-1968 allein schon aus rein technischer Sicht) und allerhöchste Kunst. Es ist sicher kein Film für Bauchmenschen, die alles nur gefühlsmäßig beurteilen, ob sie als Kunde der multimedialen Unterhaltungsindustrie mit all ihren großteils niederen Trieben angesprochen werden.

                    Der Film ist auch heute, nach mehr als 40 Jahren noch nahezu einzigartig. Es gibt etliche Parodien, aber nur wenig Filme, die "2001" künstlerisch übertreffen oder ihm - wie Star Trek The Motion Picture - auch nur nahe kommen.

                    Die Interpretation des Filmes ist auch nicht weiter schwer: Es gibt eine von außen angeleierte Evolution des Menschen. Am Anfang sieht man Menschenaffen, die kaum Verstand besitzen. Drei Millionen Jahre später haben die Menschen künstliche Intelligenzen wie HAL9000 geschaffen und die Astronauten sind bar jeder Emotion. Mensch und künstliche Intelligenz sind in dieser Hinsicht kaum noch zu unterscheiden.

                    Die weiße Discovery mit HAL9000 ist ein rohes Gegenstück zum schwarzen Monolithen, der ein Robotraumschiff der Außerirdischen darstellt, welche die Evolution des Menschen am Ende des Film quasi veredeln und den Menschen als Neuschöpfung zu sich emporheben, nachdem dieser nahezu alle seine Emotionen und die Wildheit seiner Vorfahren abgestreift hat.

                    Usw. usw. Ich könnte noch Stunden über diesen Film schreiben, aber meine Beiträge sollen nicht so lang werden wie die von Logan5, und außer Logan5 würde das meiste davon wohl auch nur wenige interessieren.

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                      Mein Gott, es ist voller Sterne...
                      LOAD "SCIFI-FORUM.DE",8,1

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                        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                        Ich könnte noch Stunden über diesen Film schreiben, aber meine Beiträge sollen nicht so lang werden wie die von Logan5, und außer Logan5 würde das meiste davon wohl auch nur wenige interessieren.
                        Ich finde allerdings tatsächlich sehr interessant, was du schreibst. Wieder ein neuer Blickwinkel unter dem man sich den Film ansehen kann.

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                          Ich weiß wirklich nicht wie oft ich noch wiederholen soll, dass ich schrieb mir kein urteil erlauben zu können. selbstverständlich steht es dir frei die mona lisa als müll und nicht als kunst zu betrachten. ich werde mir den film jetzt ansehen, damit ich mir nicht schon wieder klagen anhören und zum mittlerweile 6.Mal beteuern muss, das ich keinen Anspruch auf Richtichkeit erhebe. Und transportermailfunction: technisch habe ich den film in keinerlei weise kritisiert, aber auch du sagst dass er auf jeden fall ein kunstwerk ist, das sehe ich eben anders. auf jeden fall, wie schon gesagt werde ich mir den film jetzt ansehen und dann nochmal was dazu schreiben.

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                            Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                            Und transportermailfunction:
                            Mit mail habe ich nichts zu tun. Kopier doch den Namen einfach mit der Maus und tippe ihn nicht.
                            Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                            technisch habe ich den film in keinerlei weise kritisiert, aber auch du sagst dass er auf jeden fall ein kunstwerk ist, das sehe ich eben anders.
                            Vielleicht hängt es auch an deinem offenbar laienhaften oder umgangssprachlichen Verständnis davon, was ein Kunstwerk ist. Was soll sich denn die Menschheit deiner Meinung nach unter einem "Kunstwerk" vorstellen?

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                              War ja klar dass wieder so was kommt. Kann hier keiner mal versuchen ein klein wenig objektiv zu bleiben? Nur weil ich deinem Kunstverständnis nicht nachkomme bin ich ein Laie? Oder bin ich ein Laie weil ich 2001 nicht mag? Aber egal, darum gehts nicht. Unter Kunst sollte sich jeder etwas anderes vorstellen dürfen. Sicherlich ist jeder Film als solcher auf eine gewisse Art und Weise Kunst, zumindest meiner Meinung nach. Wenn ich aber "Kunst" sage, meine ich damit etwas.....bedeutendes. Denn streng genommen ist selbst ein 0815 Ballerstreifen auf seine Art Kunst. Dennoch würde ich einen solchen niemals als Kunst bezeichnen, da Kunst für mich einer bewussten Positivwertung von etwas ist. Und bis jetzt (mit Affenszene etwa 40minuten) sehe ich keinen Grund meine Annahme zu revidieren, aber mal abwarten.

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                                Zitat von PrätorShinzon Beitrag anzeigen
                                Wenn ich aber "Kunst" sage, meine ich damit etwas.....bedeutendes.
                                Ja, dann bin ich mal gespannt, was deiner Meinung nach bedeutende SF-Filme sind.

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