Welches ist die schlechteste Star Trek Serie? - SciFi-Forum

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Welches ist die schlechteste Star Trek Serie?

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    Eben. Das finde ich ja auch. Es ist ja ohnehin interessant, dass der Vermerk "das kannst du doch gar nicht beurteilen nach so wenigen Folgen" immer nur dann kommt, wenn man sagt, die Serie sei schlecht.
    Sagt man hingegen nach fünf Folgen, die Serie finde ich aber gaaanz toll, dann kommt keiner daher und sagt: "Das kannst du erst beurteilen, wenn du alle 120 Folgen gesehen hast."
    Republicans hate ducklings!

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      Zitat von endar Beitrag anzeigen
      Eben. Das finde ich ja auch.
      Ja, lieber endar, ob eine Serie jemandem subjektiv zusagt, das kann man nach 5 Folgen wissen. Ob sie objektiv gut ist allerdings nicht. Das ist der Unterschied.

      Zitat von endar Beitrag anzeigen
      Es ist ja ohnehin interessant, dass der Vermerk "das kannst du doch gar nicht beurteilen nach so wenigen Folgen" immer nur dann kommt, wenn man sagt, die Serie sei schlecht.
      Das ist die Natur der Sache. In diesem Forum tummeln sich Menschen, weil ihnen ST gefällt. Das Forum selbst existiert nur, weil ST gefällt. Also haben wir es in erster Linie mit Menschen zu tun, die einen gemeinsamen Nenner haben: Sie finden ST an sich gut.

      Wenn nun einer sagt: "VOY hab ich bis jetzt nur bis zur ersten Hälfte der ersten Staffel gesehen, aber ich find's total klasse!", dann ist das kein Grund, auf Subjektivität oder zu wenig Objektivität zu verweisen, schließlich sind wir alle hier, weil wir uns darüber einig sind, dass ST Qualität hat.

      Deswegen macht es keinen Unterschied, ob wir von TOS oder ENT sprechen. Niemals wäre es mir in den Sinn gekommen ENT nicht zu schauen. Es ist ST. Und damit verdient es die Chance, vollständig gesehen zu werden.

      Zitat von endar Beitrag anzeigen
      Sagt man hingegen nach fünf Folgen, die Serie finde ich aber gaaanz toll, dann kommt keiner daher und sagt: "Das kannst du erst beurteilen, wenn du alle 120 Folgen gesehen hast."
      So ist es ja auch. Nach 5 Folgen kann einer wissen, ob er gern weiterschauen möchte, oder nicht. Aber er kann nicht sagen, ob der große Rest, den er noch nicht gesehen hat, gut ist.


      Individuelle Präferenzen und objektive Kriterien hier auf eine Ebene zu stellen, wenn Qualität das Schlagwort ist, kann also nicht zum Erfolg führen. Ich hoffe, das siehst du ein.
      Os homini sublime dedit caelumque tueri
      Iussit et erectos ad sidera tollere voltus

      - Ovid -

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        Also zunächst wusste ich das wohl, was du mir da erläutert hast. Was ich eigentlich zwischen den Zeilen ausdrücken wollte und zwischen den Zeilen angedeutet habe, war, dass das als Totschlagargument benutzt wird, um sich nicht mit der Kritik auseinanderzusetzen.

        Wenn man sich die richtigen Fragen beim Zugucken stellt, sieht man schon bei zwei Episoden eine ganze Menge. Wenn wir einen grundsätzlichen Mangel wie die Anbiederei am Massengeschmack nehmen z.B., so hat dieser Mangel die Eigenschaft, wie der Name schon sagt, überall aufzutreten und ETP hatte einige solcher grundsätzlichen Mängel. Dass T'Pol sich z.B. nur deshalb einseift, damit mehr männliche Teenager einschalten, ist nicht nur ein subjektiver Eindruck, sondern auch anderen Personen einsichtig und damit objektiv nachvollziehbar. Gleiches gilt für andere, ähnliche Elemente, so dass man sehr wohl Aussagen über den Rest treffen kann, auch wenn dir das nicht gefällt. Sicher gibt es hier die Einschränkung, dass die Serie etwas anders war, nachdem der Produzent wechselte, aber davon mal abgesehen, ist dieses "man muss aber alles/mehr gesehen haben" Unsinn und nur eine Kritivermeidung. In anderen Bereichen nennt man sowas "Stichproben" und da kritisiert das auch keiner -schwarze und weiße Schwäne hin oder her.
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          Einseifen, Schneemänner auf Asteroiden, Konkurrenzkampf mit dem Mainstream....

          Das sind alles Dinge, die die eine Frage nicht beantworten: Ist eine Serie gut, oder ist sie schlecht?

          Die von dir aufgeführten Argumente tragen dazu bei, das Urteil in diese oder jene Richtung zu verschieben, aber sie bergen nicht die letztgültige Antwort in sich!

          Erstarre vor Schreck, aber ich mochte Enterprise. Ja, ich mochte sogar den Folter-Archer. Das heißt: Ich mochte nicht seine Folter, aber ich mochte die Facetten, die der Charakter dadurch gewann.

          Das Einseifen war mir egal. Der Schneemann kann ja nun wirklich kein Kritikpunkt sein. Das hätte jede Serie getan, wenn sie sich die entsprechende Szene hätte leisten wollen.

          Man kann
          Zitat von dir: Elemente
          schlecht finden. Man kann auch zu Recht festhalten, dass solche Elemente schlecht und unnötig sein können.

          Aber man kann nicht eine Serie pauschal nach Teilaspekten beurteilen. Das ist keine Flucht vor kritischer Auseinandersetzung. Das ist der Versuch von Objektivität.

          Nehmen wir wieder Charmed. Ist die Serie intelligent? Nein. Hat sie gute Spezialeffekte? Nein. Sind die Stories abwechslungreich und innovativ? Nein.

          Und das sage ich nur, weil ich nur Teile davon kenne. Wer weiß, vielleicht hat Charmed es ja zu 8 Staffeln gebracht, weil es doch halbwegs was drauf hat? Nur, ich weiß das nicht?!

          Genauso wenig kann man ENT vorwerfen, es sei der Gipfel an Fernseh-Populismus und grottenschlecht. Das stimmt einfach nicht. Die Serie hatte Qualitäten. Und zwar genug.

          Aber um zu so einem Urteil kommen zu können bedarf es einer vollständigen Überprüfung.
          Und wenn nun einer wie ich sagt: "Gut, du hast einen schlechten Eindruck von der Serie. Der muss aber nicht zwingend letztgültig sein; immerhin hast du nur einen Bruchteil gesehen!", dann ist das keine Diskussionsverweigerung oder Angst vor diametral entgegengesetzer Kritik.

          Es ist eine Feststellung, die sich auf den Objektivitätsgrad der getätigten Einschätzung bezieht.
          Wenn einer keine Grundlage hat, um ein objektives Urteil fällen zu können, muss er damit rechnen, dass sein Urteil möglicherweise von Fakten, die ihm nicht bekannt waren, widerlegt wird.

          "Alle Trekker sind Idioten."
          "Alle Schwarzen sind Drogendealer!"
          "endar heißt eigentlich Nikolaus Schweinsgruber."

          Solche Aussagen beruhen auf zu wenig Kenntis der fraglichen Materie. Das festzuhalten und darauf hinzuweisen ist keine Flucht vor Kritik und Diskussion.
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          - Ovid -

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            Zitat von Roman Beitrag anzeigen
            Einseifen, Schneemänner auf Asteroiden, Konkurrenzkampf mit dem Mainstream....

            Das sind alles Dinge, die die eine Frage nicht beantworten: Ist eine Serie gut, oder ist sie schlecht?
            Ja selbstverständlich ist das eine Antwort auf die Frage. (Ausserdem war es kein Konkurrenzkampf mit dem Mainstream, sondern eine Anbiederung).

            Die von dir aufgeführten Argumente tragen dazu bei, das Urteil in diese oder jene Richtung zu verschieben, aber sie bergen nicht die letztgültige Antwort in sich!
            Warum bitte nicht? Natürlich hätte ich über sowas hinweggesehen, wenn es neben diesen "Gimmicks" auf der anderen Seite auch Qualität gegeben hätte, aber da war eben nix. Das hatte man ja alles schonmal vorher gesehen. Es fehlte der Ausgleich zu den Gimmicks (wobei auch hier zwei bis fünf Folgen ausreichen, um das festzustellen).

            Das Einseifen war mir egal. Der Schneemann kann ja nun wirklich kein Kritikpunkt sein. Das hätte jede Serie getan, wenn sie sich die entsprechende Szene hätte leisten wollen.
            Ja, und warum haben andere Serien auf so kindischen Kram verzichtet?

            Man kann schlecht finden. Man kann auch zu Recht festhalten, dass solche Elemente schlecht und unnötig sein können.

            Aber man kann nicht eine Serie pauschal nach Teilaspekten beurteilen. Das ist keine Flucht vor kritischer Auseinandersetzung. Das ist der Versuch von Objektivität.
            Das stimmt nicht. Wie gesagt, ob es neben dieses Gimmicks noch etwas anderes gibt (den sog. "Inhalt" ), sieht man ebenfalls in den zwei bis fünf Episoden.

            Nehmen wir wieder Charmed. Ist die Serie intelligent? Nein. Hat sie gute Spezialeffekte? Nein. Sind die Stories abwechslungreich und innovativ? Nein.

            Und das sage ich nur, weil ich nur Teile davon kenne. Wer weiß, vielleicht hat Charmed es ja zu 8 Staffeln gebracht, weil es doch halbwegs was drauf hat? Nur, ich weiß das nicht?!
            Auch bei Charmed reicht es auch, sich zwei bis fünf Episoden anzusehen. Ebenso bei "Die Nanny", CSI, Akte X und was weiß ich noch alles. Dann weiß man, wo der Hase langläuft.

            Genauso wenig kann man ENT vorwerfen, es sei der Gipfel an Fernseh-Populismus und grottenschlecht. Das stimmt einfach nicht. Die Serie hatte Qualitäten. Und zwar genug.
            Doch selbstverständlich kann man das. Es war ja reiner Populismus. Und ich habe sie alle gesehen, die Episoden. Ab der vierten Staffel begann die Serie, mir zu gefallen. Erst ab da merkte man, dass sich die Leute, die die Serie machten, sich Gedanken gemacht haben. Vorher nicht.

            Aber um zu so einem Urteil kommen zu können bedarf es einer vollständigen Überprüfung.
            Und wenn nun einer wie ich sagt: "Gut, du hast einen schlechten Eindruck von der Serie. Der muss aber nicht zwingend letztgültig sein; immerhin hast du nur einen Bruchteil gesehen!", dann ist das keine Diskussionsverweigerung oder Angst vor diametral entgegengesetzer Kritik.
            Das lies das doch mal nach im ETP-Forum, wenn es darum ging. Das war die Standardantwort, die gegeben wurde, wenn jemand sagte, ihm gefalle ETP nicht.

            Es ist eine Feststellung, die sich auf den Objektivitätsgrad der getätigten Einschätzung bezieht.
            Wenn einer keine Grundlage hat, um ein objektives Urteil fällen zu können, muss er damit rechnen, dass sein Urteil möglicherweise von Fakten, die ihm nicht bekannt waren, widerlegt wird.
            Wenn man zwei bis fünf Episoden aufmerksam schaut (die vielleicht nicht am Stück sein sollten, das gebe ich zu), hat man bereits eine breite Grundlage. Sicher, die Grundlage kann dann immer breiter werden, bis man die ganze Serie gesehen hat, aber das ist nicht wirklich notwendig.
            Wenn ich wissen will, wie Charmed oder CSI funktioniert, brauche ich nur fünf Folgen zu gucken. Und dasselbe gilt auch für ETP.

            Solche Aussagen beruhen auf zu wenig Kenntis der fraglichen Materie. Das festzuhalten und darauf hinzuweisen ist keine Flucht vor Kritik und Diskussion.
            Eigentlich sollte mein Hinweis nur ein kleiner Hinweis sein. Und nun gehst du so vehement darauf ein. Scheint ja doch was dran zu sein.
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              Du sagst, ENT hätte keinen Inhalt. Darum reichen die paar "kindischen" Sachen aus, um die gesamte Serie zu bewerten.

              Ich sehe das nicht so. Für mich hatte ENT Inhalt. Aber eben einen völlig anders gestalteten als vorangegangenes ST. Deswegen wirst du mich auch nicht davon überzeugen können, dass die "Gimmicks" die Qualität der Serie an sich definieren.


              ENT ist ein Kind der Pop-Kultur. Es ist auch ein Kind der Fernsehkulter des frühen 21. Jahrhunderts. Und als fünfte Inkarnation von ST in Serienform und unter der Prämisse die Begeisterung für ST wach zu halten und zu vermehren musste es zwangsläufig einen Weg beschreiten, der sich von den vorangegangenen Serien abhob.

              Du sagst, dieser Weg sei, dass die Serie "keinen Inhalt" hat. Das stimmt nicht. Charmed hat keinen Inhalt. McGuyver hat keinen Inhalt. Baywatch hat keinen Inhalt.

              ENT hat ihn. Spätestens ab dem Xindi-Handlungsbogen. Was du als die Verfechtung der Bush'schen Außenpolitik betrachtest, war für mich eine der Sternstunden in der Verbreitung des philosophischen Diskurses in Star Trek.

              Oftmals kam die Botschaft in Form des sprichtwörtlichen Zaunpfahlwinks. "Das ist gut, das ist schlecht!" Punkt. Aber die wirklich anregenden Episoden waren immer schon die, bei denen der Zuschauer selbst mit der Antwortfindung konfrontiert wurde. "The Drumhead" wäre so eine Episode.


              Aber zurück zu ENT und dem Inhalt ab der Xindi-Story. (Die vorangegangenen zwei Staffeln waren, in bester TNG-Manier Unterhaltung, mal auf unterstem, mal auf sehr ansehnlichem Niveau.)

              Wir haben eine Bedrohung. Wir haben einen verzweifelten Captain und eine verzweifelte Crew, die diese Bedrohung abwenden muss. Friedlich. Diplomatisch. Niemals war die Rede davon alle Xindi totzuschießen, auch, wenn manche das glauben mögen. (Ich weiß nicht, ob du es tust.)

              Und in einem Rennen um die Zeit greift dieser Captain plötzlich zu Methoden, die er sich rückblickend niemals verzeihen wird und die teilweise so drastisch sind, dass manch einer sich instintik selbst sagte: "Nein, das gibt's ja nicht!!"
              Andere haben sicher gesagt: "Jawoll, so gehört's gemacht!"

              Zweitere Gruppe hat gleich mal verspielt. Folter und Drohung können und dürfen niemals die Lösung sein.

              Aber dann haben wir die erste Gruppe, die sich fragt: "Was soll das denn?? Das geht doch nicht!"

              Und wir haben eine dritte Gruppe, zu der ich mich selbst zählen darf.

              Diese Gruppe sieht eine Folge, wie zB. diejenige (ich glaube, sie hieß "Marauders" im Original), die den Begriff "Airlock-Archer" prägen sollte. Ich (stellvertretend für Gruppe 3) sieht diese Episode, dreht den Fernseher ab, und bleibt erst mal sitzen.

              Und dann kommen die Gedanken. Nagende Gedanken. Hätte ich genauso gehandelt? Hätte ich den Kerl ersticken lassen? Hätte ich ihn sofort wieder rausgeholt, weil ich mein Mitleid nicht hätte unterdrücken können? Hätte ich ihn auch gefoltert, nur ganz anders? War das der einzige Weg, um die benötigten Informationen zu erhalten?

              Und dann rennt man eine Woche lang mit dieser Frage in sich rum. Und die ethische Hälfte in der sagt: Nein, was Archer getan hat, war falsch. Und die rationelle Seite sagt: Mit Ethik wären sie nicht weitergekommen.

              Und es nagt, und nagt, und nagt. Und bis heute bin ich zu keiner befriedigenden Übereinkunft mit mir selbst gekommen. Das ist Fragen aufwerfendes ST in Reinkultur!


              Es ist nicht die Verbreitung von Bush-Republikanischer Denkweise. Diese sieht ja gerade in den unethischen Handlungen die eigentliche Ethik.
              ENT hat das niemals, aber auch wirklich niemals getan!


              Erstens war es immer nur Archer, der auf die Brutalo-Spur einschwenkte. Seine Crew widersprach ihm oft in bezug auf dieses Verhalten.
              Zweitens - ich simplifiziere das jetzt mal ganz arg - tut Archer das nicht gern. Das ist, auch, wenn du es nicht glauben willst, der springende Punkt. Wir haben da diesen Archer, der gegen seine Ethik handelt. Wir hätten auch einen Archer haben können, der genau das als seine Ethik betrachet! Oder auch einen Archer, dessen Ethik solches Verhalten verhindert.

              Wir haben es aber de facto mit einem zerrissenen Charakter zu tun. Er tut Dinge, in dem Bewusstsein, dass sie falsch sind.
              Und der Zuschauer wird mit der Frage allein gelassen: War das der Weg?

              Niemals hat ENT sich hingestellt und gesagt: "So, und dass diese Leute sterben mussten war der einzig mögliche Ausweg und die einzige Option, die wir hatten."
              Wenn du da das Gegenteil behauptest, solltest du dir alles schleunigst nochmal ansehen.

              Ich erinnere an "Azati Prime". Mondaußenposten der Xindi. Archer lässt die Torpedos laden. 2 Xindi Lebensformen in der Anlage. Warten. Ringen um eine Entscheidung. Am Schluss lässt Archer feuern. Der Torpedo sucht sein Ziel. Unglaubliche Musik dazu, nebenbei. Einschlag. Alle sind betroffen. Alle haben gerade - mit den beiden Xindi - einen Teil ihrer selbst getötet.

              Ich musste weinen. Ehrlich. Die Message war klar.

              Verrat an den eigenen Prinzipien. Vertretbar zum Wohle der gesamten Menschheit? Das ist die große Frage. Die Gesichter der Darsteller sagen Nein. Archers Entschluss Ja. Und das große Nagen findet erst Recht kein Ende.



              Ich könnte ewig lang so fortfahren.
              Fakt ist: ENT hat Inhalt. Einen sehr dramatischen Inhalt. Er entspricht dem Zeitgeist und lehnt sich ganz offensichtlich an real existierende Konflikte an. Nicht zuletzt dadurch gewinnt dieser Inhalt aber an Greifbarkeit und Gewicht.


              Ich muss nochmals, wirklich außdrücklich und eindringlich betonen, dass ENT nicht der Export einer aggressiven Außenpolitik war und ist.

              Es stellte einen simplen, aber tiefschürfenden Konflikt zwischen Ethos und Ratio dar. Und niemals, wirklich niemals hat ENT die gezeigten Lösungen zur einzig vertretbaren Lösung erklärt.


              Fazit: Inhalt. Bedingungslos.


              PS: DS9 - Im fahlen Mondlicht / In the Pale Moonlight
              Von vielen Fans als eine der besten Episoden der 7. Staffel bewertet. Sisko nimmt den Tod mehrerer Personen in Kauf, um das Blatt zu Gunsten der Föderation zu wenden. Am Ende gesteht er, dass es ihm nicht Leid täte. Inhaltslos? Nie und nimmer. Konfliktpotenzial, ja, immens.

              Und ENT, dass in seiner am meisten kritisierten Staffel den gleichen Konflikt über mehr als 20 Episoden ausdehnt, hat KEINEN INHALT?




              PPS: Es nagt.
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              - Ovid -

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                Zitat von Roman Beitrag anzeigen
                Du sagst, ENT hätte keinen Inhalt. Darum reichen die paar "kindischen" Sachen aus, um die gesamte Serie zu bewerten.

                Ich sehe das nicht so. Für mich hatte ENT Inhalt. Aber eben einen völlig anders gestalteten als vorangegangenes ST. Deswegen wirst du mich auch nicht davon überzeugen können, dass die "Gimmicks" die Qualität der Serie an sich definieren.
                Jetzt geht's ja wieder richtig ab. Nun besaßen die ersten Episoden auch einen Inhalt. Es wurde ja auch gesprochen und so. Nur hatte man das alles schon mehrfach gesehen. Das Problem hatte ja schon Voyager, dass die Drehbücher bereits aufgewärmt waren. Bei ETP war das noch viel schlimmer.
                Ich habe durchaus den Eindruck, dass man sich mehr Gedanken um die Gimmicks gemacht hat und weniger um die eigentliche Handlung.
                Ich habe letztens mal in unserem und anderen Archiv(en) herumgestöbert und fand dann so Überschriften wie "In der Episode sieht Phlox nackt" und solches Zeug.

                ENT ist ein Kind der Pop-Kultur. Es ist auch ein Kind der Fernsehkulter des frühen 21. Jahrhunderts. Und als fünfte Inkarnation von ST in Serienform und unter der Prämisse die Begeisterung für ST wach zu halten und zu vermehren musste es zwangsläufig einen Weg beschreiten, der sich von den vorangegangenen Serien abhob.
                Da habe ich ja auch gar nichts dagegen. Aber auch im 21. Jahrhundert braucht es doch ein Mindestmaß an neuen Drehbüchern.

                Du sagst, dieser Weg sei, dass die Serie "keinen Inhalt" hat. Das stimmt nicht. Charmed hat keinen Inhalt. McGuyver hat keinen Inhalt. Baywatch hat keinen Inhalt.

                ENT hat ihn. Spätestens ab dem Xindi-Handlungsbogen.
                Und was war vorher?

                Was du als die Verfechtung der Bush'schen Außenpolitik betrachtest, war für mich eine der Sternstunden in der Verbreitung des philosophischen Diskurses in Star Trek.
                Naja, ich fange das jetzt nicht wieder aufs Neue an.

                Aber zurück zu ENT und dem Inhalt ab der Xindi-Story. (Die vorangegangenen zwei Staffeln waren, in bester TNG-Manier Unterhaltung, mal auf unterstem, mal auf sehr ansehnlichem Niveau.)
                Es waren aber auch teilweise dieselben Drehbücher wie bei TNG und den anderen Serien.

                Das ist Fragen aufwerfendes ST in Reinkultur!
                Wenn man sich die Drehbücher anschaut, war es eben genau das nicht. Aber das habe ich schon mehrfach erläutert. Man findet die Beiträge von mir, wenn man "Ethik, Archer, Luxus" und Benutzer "endar" eingibt.
                Republicans hate ducklings!

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                  Eine Archivsuche fange ich heute nacht sicher nicht mehr an. Ich kenne deinen Standpunkt. Ich will dich auch gar nicht davon überzeugen, dass ENT gang ganz großartig war.

                  Nur, dass es so grottenschlecht und furchtbar populistisch und politisch inkorrekt war, das mag ich so nicht stehen lassen.

                  @ Aufgewärmtes
                  Lass es mich so beschreiben: In der zweiten Staffel war mir öfters langweilig. Warum, brauche ich nicht zu erklären: Die war nicht das Gelbe vom Ei. Aber in Staffel 1 habe ich wirklich um jedes Lichtjahr gefiebert, das das Schiff weiter weg von der Erde brachte.

                  Und ab Staffel 3 ging's dann los.


                  Das ist mein subjektives Empfinden. Da du ja offensichtlich der Ansicht bist, dass Kleinigkeiten (wie mein Mitfiebern um Lichtjahre) ausreichend sind, um eine Serie (und ENT im Speziellen) in adäquater Weise zu beurteilen, bin ich gespannt, wie und ob du das jetzt widerlegen möchtest.
                  Os homini sublime dedit caelumque tueri
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                  - Ovid -

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                    Zitat von Roman Beitrag anzeigen
                    Das ist mein subjektives Empfinden. Da du ja offensichtlich der Ansicht bist, dass Kleinigkeiten (wie mein Mitfiebern um Lichtjahre) ausreichend sind, um eine Serie (und ENT im Speziellen) in adäquater Weise zu beurteilen, bin ich gespannt, wie und ob du das jetzt widerlegen möchtest.
                    Warum sollte ich versuchen, dir dein subjektives Empfinden zu widerlegen? Das wäre ein völlig unsinniges Unterfangen.

                    Mir hat die dritte Staffel auch besser gefallen als die ersten beiden (was allerdings kein Kunststück war). Die vierte habe ich dann gerne gesehen, wie ich oben auch schon geschrieben habe. Da hat man auch gemerkt, dass sich die Macher Gedanken gemacht haben, was am Anfang gefehlt hatte.
                    Republicans hate ducklings!

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                      Star Trek Enterprise mit Kirk und Co, weil, nur gekloppe!

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                        Zitat von Roman Beitrag anzeigen
                        Diese Gruppe sieht eine Folge, wie zB. diejenige (ich glaube, sie hieß "Marauders" im Original), die den Begriff "Airlock-Archer" prägen sollte.
                        Ich schätze mal du meinst "Anomalie" aus Staffel 3. "Marauders" war jene peinliche Klingonen-Folge in Staffel 2.

                        Zitat von Roman Beitrag anzeigen
                        Du sagst, dieser Weg sei, dass die Serie "keinen Inhalt" hat. Das stimmt nicht. Charmed hat keinen Inhalt. McGuyver hat keinen Inhalt. Baywatch hat keinen Inhalt.
                        Nun, auf so ein Niveau wollen wir ST wohl auch nicht stellen. Wobei McGyver als Kind eine meiner absoluten Lieblingssendungen war.

                        Zitat von Roman Beitrag anzeigen
                        PS: DS9 - Im fahlen Mondlicht / In the Pale Moonlight
                        Von vielen Fans als eine der besten Episoden der 7. Staffel bewertet.
                        Das war Staffel 6.

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                          @ Endar + Roman:

                          Ich habe Eure Diskussion die letzten 2 seiten verfolgt. War sehr unterhaltsam.

                          Ich persönlich finde, dass man nach 5 Episoden und ein paar "Anfängen" sehr wohl für sich beurteilen kann, ob einem die Serie gefällt oder eben nicht und sie für einen "uninteressant" ist. Man kann allerdings kein Urteil darüber fällen, ob "die Serie" schlecht ist (was ja hier die (Um-) Fragestellung ist)! Man kann dann nur sagen, dieser angesehene Teil war für mich schlechtes ST ... aber eben - und in so fern muss ich Roman zustimmen - kein Urteil über die Serie insgesamt fällen. Auf welcher Grundlage will man das auch machen? Der genannte gesehene "Ausschnitt" aus der 1. Staffel ist einfach absolut nicht repräsentativ für die komplette Serie! Wie wird die 4. Staffel z.B. berücksichtigt? Wenn Lupaza-Ross die ansieht und sagt: "Mann! Klasse Star Trek!" ... wie ist dann die Meinung über die gesamte "Serie"?

                          Nein, ich finde auch, dass man nicht sagen kann, dass eine Serie "schlecht" ist, wenn man sie nicht ganz gesehen hat (womit nicht gemeint ist, dass man nicht mal die eine oder andere Episode verpasst haben "darf" ). Dann sollte man vielleicht "ENT war mir zu uninteressant und hat mich nicht angesprochen, so dass ich's nicht weitergeguckt habe. Daher kann ich mir kein Urteil darüber erlauben (und das kann man nicht!). Von den anderen Serien fand ich XYZ am schlechtesten ..." zum Besten geben.

                          Oder so ähnlich ..............................

                          P.S.: Der Schneemann auf dem Asteroiden hat mir wunderbar gefallen!
                          "So wie Du bist, so wie du bist, so und nicht anders sollst du sein. So wie du bist, so wie du bist, so bist du für mich der Sonnenschein." (Rolf Zuckowski) ... wenn Kinder an sich selbst zweifeln, kann dieser Songtext Eltern die richtige Anleitung bieten, damit umzugehen und Kindern in dieser Situation Selbstvertrauen und Liebe zu geben! "Was Du nicht willst, das man Dir tu', das füg' auch keinem andern zu." (Einfachste kindliche Weisheit, die ich stets zu beherzigen versuche ...)

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                            Zitat von endar Beitrag anzeigen
                            Jetzt geht's ja wieder richtig ab. Nun besaßen die ersten Episoden auch einen Inhalt. Es wurde ja auch gesprochen und so. Nur hatte man das alles schon mehrfach gesehen. Das Problem hatte ja schon Voyager, dass die Drehbücher bereits aufgewärmt waren. Bei ETP war das noch viel schlimmer.
                            .
                            Hmmm endar, das heisst also, bitte keine neue ST-serie mehr, weil da die Drehbuchaufwärmerei ja so schlimm sein muss, dass jene serie schon nach einer Folge abgesetzt wird! Warum eigentlich noch mal eine ST-serie initiieren? Also gibt es nach ETP nix mehr, aus und vorbei mit ST , naja vlt noch n paar Kinofilme mit ???? pppfffff

                            Zitat von Himmelsläufer Beitrag anzeigen
                            @ Endar + Roman:

                            Ich habe Eure Diskussion die letzten 2 seiten verfolgt. War sehr unterhaltsam.


                            P.S.: Der Schneemann auf dem Asteroiden hat mir wunderbar gefallen!
                            Ja diese Diskussion war ja endlos lange, mir wurde irgendwann schwindelig! Und Schneemann auf Asteroiden muss wunderbar sein, wo hat man denn sowas schon gesehn
                            Ich hab da ein ganz mieses Gefühl!!!!
                            Magierin: Ich sleudere den Fffeuerball dem Drachen entgegen
                            There's a Rainbow inside my Mind
                            Trippin' on Sunshine

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                              Zitat von Himmelsläufer Beitrag anzeigen
                              Man kann allerdings kein Urteil darüber fällen, ob "die Serie" schlecht ist (was ja hier die (Um-) Fragestellung ist)!
                              Dazu wiederhole ich mich gerne kurz: Der Begriff "schlecht" hat je nach dem Zusammenhang, in dem er verwendet wird, eine subjektive oder eine objektive Bedeutung. Da die Fragestellung der Umfrage eindeutig subjektiv gemeint ist, reichen fünf Folgen.

                              Würde man eine wissenschaftliche Abhandlung über ETP schreiben, dann müsste man sicherlich andere Maßstäbe anlegen, aber das steht hier nicht zur Debatte. Auch hier würden ein paar Folgen ausreichen, welche man aber vorher bewußt auswählen müsste. Wir befinden uns aber nicht in einem Filmseminar.

                              Der Anspruch, man könne erst dann ein Urteil über eine Serie fällen, wenn man (nahezu) alles gesehen habe, ist für diese Plattform hier völlig überzogen. So einfach ist das.

                              Zitat von AndyFo4rSe7eN Beitrag anzeigen
                              Hmmm endar, das heisst also, bitte keine neue ST-serie mehr, weil da die Drehbuchaufwärmerei ja so schlimm sein muss, dass jene serie schon nach einer Folge abgesetzt wird! Warum eigentlich noch mal eine ST-serie initiieren? Also gibt es nach ETP nix mehr, aus und vorbei mit ST , naja vlt noch n paar Kinofilme mit ???? pppfffff
                              Das heißt das nicht zwingend. Die vierte Staffel hatte sehr wohl Folgen, die besser anzuschauen waren und man hätte mehr aus ETP machen können, wenn man ein vernünftiges, durchdachtes Konzept gehabt hätte. Auf einen fünften Aufguss von TNG kann ich sehr gut verzichten und wenn ich mir Nemesis anschaue, kann ich auch auf's Kino verzichten.
                              Zuletzt geändert von endar; 18.12.2006, 11:21.
                              Republicans hate ducklings!

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                                Zitat von endar
                                Der Anspruch, man könne erst dann ein Urteil über eine Serie fällen, wenn man (nahezu) alles gesehen habe, ist für diese Plattform hier völlig überzogen. So einfach ist das.
                                Das hört sich vielleicht "einfach" an ... es ist aber meiner Meinung nach tatsächlich nicht so. Ich kann mich Deiner ARgumentation da nicht anschließen (aber wo kämen wir da hin, wenn wir alle der gleichen Meinung sein müssten ).

                                Ich denke, dass auch für diese "Plattform" durchaus gilt, dass man über die Qualität einer Serie nach 5 angesehen Episoden kein Gesamturteil fällen kann. Ich denke, das gilt immer und überall. Um jemanden zu zitieren: "So einfach ist das." Hehehe ... Denn ein gerechtes "Urteil" kann man nur in Kenntnis der Sachlage fällen ... und das hat mit subjektiv ode robjektiv eigentlich wenig zu tun, sondern einfach nur damit, ob die Faktenbasis für ein "Urteil" in ausreichendem Maße bekannt ist oder nicht.

                                Dass man deswegen hier trotzdem mit abstimmen kann und durchaus auch gegen eben diese Serie ... das wiederum steht auf einem ganz anderen Blatt! Denn wem will man in einem solch lockeren Rahmen wie hier bei einer Umfrage DAS schon vorschreiben??? Kritik an der Grundlage, auf der die Abstimmung erfolgt ist, muss dann allerdings erlaubt sein ... egal ob man nun auf "objektive Beurteilungen" Wert legt oder ein sporadischer "subjektiver Eindruck" aeinem als ausreichend erscheint.

                                Deshalb freuen wir uns doch alle, wenn die einzelnen User hier auch ihre "Begründungen" abliefern. Mindestens "einen" weiß ich aktuell, der dadurch jetzt z.B. tatsächlich ENT weiter ansieht, um anschließend sagen zu können, ob er mit seinem "Alles Sch....!" (war jetzt kein Zitat! ) richtig lag oder er sich vom Verlauf doch hat überzeugen lassen.

                                Und darauf bin ich schon sehr gespannt!!!

                                Was den Grundtenor der "Endar-Roman-Diskussion" angeht: Ich denke, hier treffen einfach verschiedene Sichtweisen aufeinander und die Diskussion dreht sich im Kreis, so dass weitere Erläuterungen nichts mehr bringen. Oder???
                                "So wie Du bist, so wie du bist, so und nicht anders sollst du sein. So wie du bist, so wie du bist, so bist du für mich der Sonnenschein." (Rolf Zuckowski) ... wenn Kinder an sich selbst zweifeln, kann dieser Songtext Eltern die richtige Anleitung bieten, damit umzugehen und Kindern in dieser Situation Selbstvertrauen und Liebe zu geben! "Was Du nicht willst, das man Dir tu', das füg' auch keinem andern zu." (Einfachste kindliche Weisheit, die ich stets zu beherzigen versuche ...)

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