Wie sollte es mit "Star Trek" weitergehen? - SciFi-Forum

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Wie sollte es mit "Star Trek" weitergehen?

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    #31
    Ok, sagen wir Gegner. Es gibt (außer Arztserien) keine Serie ohne irgendwelche Gegner. Selbst bei Telenovelas gibt es meist irgendwelche Schurken. Was deren Motive sind und ob man sich mit diesen identifizieren kann (der Zuseher vielleicht sogar mal völlig unparteiisch ist) ist egal. Eine Serie ohne Gegner kann langfristig nicht existieren. Egal ob SF oder nicht. Klar hat man hier mit Raumanomalien und Planeten-Erforschung mehr Möglichkeiten. Jedoch sind diese Episoden dann auch oft die am meist verteufelten und als Planet-of-the-Week-Episoden verschriehen.

    Der Krieg war bei DS9 (bis auf die letzten zwei Staffeln) auch nie das Leitthema. Die Serie war vielmehr politisch und charakterorientiert. Wobei sich die ganze Situation in den letzten beiden Staffeln zu einem verheerenden Krieg entwickelte. Vom trekkigen her sehe ich kein Problem (ausser bei der Feier über den ausgeschossenen Phaser - diese hätte echt nicht sein müssen). Krieg wurde als schlecht dargestellt und am Ende "einigt" man sich dank Odo sogar. Vergleichbar mit dem Xindi-Konflikt in der dritten Staffel ENT und dem Kalten Krieg gegen die Klingonen in TOS. Nicht zu vergleichen mit den ständigen neuen Supergegnern bei Stargate denen die Menschheit (oder besser gesagt die Amis) den Hintern versohlen müssen.

    Ehrlich gesagt hätte ich kein Problem damit, wenn eine neue Serie ähnlich "politisch" wie DS9 oder die letzten Staffeln ENT wird. Ist doch nur realistisch. Klar darf damit die gewisse Utopie (die ST auch ausmacht, das gebe ich zu) nicht komplett flöten gehen. Eine Serie wo jede Folge jedoch ein neues Phänomen oder ein Planet untersucht wird (wissenschaftliche Untersuchungen gehören auch zu Trek, aber eben nicht nur) dürfte ziemlich schnell floppen und wäre wohl auch todlangweilig. So war selbst das "seelige TNG" nie.

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      #32
      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Ok, sagen wir Gegner. Es gibt (außer Arztserien) keine Serie ohne irgendwelche Gegner. Selbst bei Telenovelas gibt es meist irgendwelche Schurken. Was deren Motive sind und ob man sich mit diesen identifizieren kann (der Zuseher vielleicht sogar mal völlig unparteiisch ist) ist egal.
      Ja, ich fordere ja auch keine Einheitsgedanken. Die Pluralität der Mentalitäten soll ja erhalten bleiben und dann sind unterschiedliche Vorstellungen vorprogrammiert. Doch es können auch spannende geschichten erzählt werden, ohne dass diese Unterschiede in bittere Konflikte münden.

      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Der Krieg war bei DS9 (bis auf die letzten zwei Staffeln) auch nie das Leitthema. Die Serie war vielmehr politisch und charakterorientiert. Wobei sich die ganze Situation in den letzten beiden Staffeln zu einem verheerenden Krieg entwickelte. Vom trekkigen her sehe ich kein Problem (ausser bei der Feier über den ausgeschossenen Phaser - diese hätte echt nicht sein müssen). Krieg wurde als schlecht dargestellt und am Ende "einigt" man sich dank Odo sogar. Vergleichbar mit dem Xindi-Konflikt in der dritten Staffel ENT und dem Kalten Krieg gegen die Klingonen in TOS. Nicht zu vergleichen mit den ständigen neuen Supergegnern bei Stargate denen die Menschheit (oder besser gesagt die Amis) den Hintern versohlen müssen.
      Ich kann halt dem Krieg in DS9 nun wirklich nicht viel abgewinnen.
      Es wäre ja auch noch schöner, wenn man den Krieg als etwas positives dargestellt hätte. Aber auch solche Tendenzen wie Militarismus und Pathos auftauchen, untergräbt das die Realität des Krieges.
      So gerne ich ENT mochte - einfach weil ich bei dieser Serie von Anfang an komplett mit dabei sein konnte -, aber die dritte Staffel war eigentlich furchtbar und einfach das Nachspielen des amerikanischen kampfes gegen den Terror: Grundlose Attacke der Bösen, "Einmarsch" der Guten, Argumentation via PowerPoint etc. ...

      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      ine Serie wo jede Folge jedoch ein neues Phänomen oder ein Planet untersucht wird (wissenschaftliche Untersuchungen gehören auch zu Trek, aber eben nicht nur) dürfte ziemlich schnell floppen und wäre wohl auch todlangweilig.
      Warum denken das die Leute denn immer?
      Weil sie nicht die richtigen Gegenbeispiele kenn, ist einzige Antwort, die ich auf diese Frage finde. Mir brachte Lems "Solaris" in Bezug auf Philosophie und die Wunder des Weltraums mehr als alle vierzehn Staffeln DS9 und VOY zusammen und sein Buch "Fiasko" zeigt eindrücklicher die menschliche Dummheit und die Auswirkungen des Kriegs als alle Star Trek-Serien zusammen.

      Eine fantasievolle neue Star Trek-Serie sollte mMn etwas auf sich warten lassen. Ein Stab von fähigen und engagierten Leuten sollten sich hinsetzen und eine Handvoll Geschichten schreiben, die dem Weltraum gerecht werden und damit zeigen, zu welchen Ideen die Menschheit nicht erst in der Zukunft, sondern schon heute in der Lage ist.

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        #33
        Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
        Ja, ich fordere ja auch keine Einheitsgedanken. Die Pluralität der Mentalitäten soll ja erhalten bleiben und dann sind unterschiedliche Vorstellungen vorprogrammiert. Doch es können auch spannende geschichten erzählt werden, ohne dass diese Unterschiede in bittere Konflikte münden.
        Welcher Art der Konflikt ist ist egal. Aber es MUSS in Konflikt enden. Ob dieser Konflikt in Intriegen, offenen Streit, Mord oder was auch immer endet ist egal. Siehe z.B. BSG:TNS der Konflikt in Staffel 2 zwischen Präsidentin Roselin und Adama/Tigh. Unterschiedliche Vorstellungen führen in wichtigen Belangen fast immer zu irgend einem Konflikt.

        Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
        Ich kann halt dem Krieg in DS9 nun wirklich nicht viel abgewinnen.
        Es wäre ja auch noch schöner, wenn man den Krieg als etwas positives dargestellt hätte. Aber auch solche Tendenzen wie Militarismus und Pathos auftauchen, untergräbt das die Realität des Krieges.
        Folgen wie "Die Schlacht um Ajon Prime" oder "Die Belagerung von AR558" zeigten ziemlich gut die Schrecken des Krieges. Auch gab es bei DS9 kein HdR-artiges Gut/Böse-Schema wie u.a. Folgen wie "Im fahlen Mondlicht" oder "Unter den Waffen schweigen die Gesetze" zeigten. Von dem her ging die Darstellung des Krieges (mit Ausnahme der zuvor genannten Phaser-Feier) IMO in Ordnung.

        Auch gefällt hier und da etwas Epik. Solche Filme / Bücher wie "Der Herr der Ringe" oder "Krieg der Sterne" sind einfach toller epischer Stoff. Klar sind sie auf eine gewisse Weise kriegsverherrlichend. Aber ab und zu braucht man eben "echte Helden". Vielleicht ist es nicht gerade politisch korrekt sprechen aber einen "Urinstinkt der Menschheit" an. Und so lange es nicht in solch faschistisch hirnlosen Gewaltparolen wie in "300" ausartet ist es IMO auch völlig in Ordnung.

        Oder bekamst du keine Gänsehaut als sich die Defiant in "Zu den Waffen" dem Rest der Flotte anschloss?

        Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
        So gerne ich ENT mochte - einfach weil ich bei dieser Serie von Anfang an komplett mit dabei sein konnte -, aber die dritte Staffel war eigentlich furchtbar und einfach das Nachspielen des amerikanischen kampfes gegen den Terror: Grundlose Attacke der Bösen, "Einmarsch" der Guten, Argumentation via PowerPoint etc. ....
        Anfangs dachte ich auch so über die dritte Staffel. Ab "Azati Prime" kratzt man jedoch noch die trekkige Kurve. Archer macht sich Vorwürfe über sein unmoralisches Verhalten und wächst daraus (Staffel 4). Man kommt dahinter, dass alles nur auf Missverständnisse beruhte und schüttelt sich am Ende mit den Xindi die Hände.

        Ich denke Gene Roddenberry hätte die dritte Staffel ENT ziemlich gut gefallen. Das Aussöhnen mit früheren Feinden und das Wachsen der Menschheit war immer schon eines der Kernthemen bei ST. Und bei der dritten Season wird diesem gleich ne komplette Staffel gewidmet.

        Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
        Warum denken das die Leute denn immer?
        Weil sie nicht die richtigen Gegenbeispiele kenn, ist einzige Antwort, die ich auf diese Frage finde. Mir brachte Lems "Solaris" in Bezug auf Philosophie und die Wunder des Weltraums mehr als alle vierzehn Staffeln DS9 und VOY zusammen und sein Buch "Fiasko" zeigt eindrücklicher die menschliche Dummheit und die Auswirkungen des Kriegs als alle Star Trek-Serien zusammen.
        Mir gefallen Produktionen wie "Solaris" oder "2001" auch ("Fiasko" kenne ich nicht). Jedoch glaube ich, dass so eine Serie auf Dauer floppen würde und vermutlich mit der Zeit auch etwas langatmig wird. Es ist einfach etwas anderes wenn man 2 Stunden einzig die "Wunder des Weltraums" auf einen wirken lässt oder bei ner TV-Serie mehrere 100 Stunden.

        LOST lebt ja auch nicht nur von den "Wundern der Insel" sondern zu einem nicht geringen Prozentteil von seinen starken Charakteren und dem KONFLIKT mit den Anderen.

        Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
        Eine fantasievolle neue Star Trek-Serie sollte mMn etwas auf sich warten lassen. Ein Stab von fähigen und engagierten Leuten sollten sich hinsetzen und eine Handvoll Geschichten schreiben, die dem Weltraum gerecht werden und damit zeigen, zu welchen Ideen die Menschheit nicht erst in der Zukunft, sondern schon heute in der Lage ist.
        Dem kann ich nichts hinzufügen. 100%ig meine Meinung.

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          #34
          Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
          Fatal! Ich nähere mich jetzt einfach mal einer Meinung an, die ich selbst nicht vertrete: Sci-Fi braucht einen Krieg, um realsitisch zu sein. Aber sind wir ehrlich: Beim Krieg geht es ums Töten und wenn man dabei den Bezug zur Realitt nicht verlieren will, dann muss man zeigen, wie Leute langsam sterben, wie andere sehen, die Qualen erleiden; Szenerien voller abgetrennter Körperteile und all die anderen Wiederlichkeiten. Pathos verherrlicht und sorgt damit für eine Entfernung von der Realität.
          Vielelicht habe ich das etwas zu allgemein formuliert. Auch ich bin nicht dafür Krieg generell als etwas positive darzustellen, aber entsprechende Reden von Sisko gehören für mich einfach dazu, schließlich ist er als Captain auch irgendwo für die PR verantwortlich und hat den Leuten das zu sagen, was sie hören müssen, um weiterzumachen. Durchhalteparolen gehören deswegen genauso dazu, wie das regelmäßige durchgehen der Verlustlisten. Ich habe auch kein Problem damit, wenn sich Sisko zusätzlich negativ über den Krieg äußert oder das Vorgehen der Föderation weniger ruhmreich darstellt, aber dann als Privatperson im kleinen Kreis, alles andere wird seiner Funktion imo nicht gerecht. Die Darstellung der Schlachten ist in der Regel ja weit weniger positiv (mit Verletzten, Leidenden und Toten), was dem Thema ja auch angemessen ist. Ich kann mich z.B. eigentlich an keine Folge mit Bodenkampf erinnern, wo es nicht so gewesen wäre. Deswegen kann ich auch mit dem Phaser-Ritual ganz gut leben. Die Frage des Admirals, was da gerade gelaufen sei, beantwortet er mit "Just a little ritual we fell into -- it helps the crew unwind." und solange genau das funktioniert, ist es für mich ok. Schlielich handelt es sich dabei um eine Werbeveranstaltung und keine wissenschaftliche Abhandlung über den krieg.

          Der Unterschied ist, dass sich die Protagonisten erst bei DS9 im Krieg befanden und zwar so, dass man es mindestens jede zweite Folge spürte.
          Ist doch witzlos, die Grundlagen so konstruiert zu sehen, dass eine geeinte Menscheit nun halt andere Feinde hat.
          Hier konstruierst du aber mindestens genauso. Du tust nämlich so, als gäbe es die Kriege gegen andere Rassen nicht. Zählt man den Krieg gegen die Romulaner dazu (der dann zur Gründung der Föderation führte) ist der Dominionkrieg der dritte mehrjährige Krieg der Föderation, dazu kommt dann noch der Kalte Krieg mit den Klingonen und die Xindi-Geschichte. Es war doch eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man mehr davon sieht, jedenfalls deutet in den von Roddenberry noch selbst produzierten Serien imo absolut nichts daraufhin, dass der Krieg gegen andere Rassen abgeschafft ist. Und die Feinde von außen, die einfach so angreifen, die gab's bei TOS schon ist also auch keine Erfindung von Berman für ENT.

          Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
          Warum denken das die Leute denn immer?
          Weil sie nicht die richtigen Gegenbeispiele kenn, ist einzige Antwort, die ich auf diese Frage finde. Mir brachte Lems "Solaris" in Bezug auf Philosophie und die Wunder des Weltraums mehr als alle vierzehn Staffeln DS9 und VOY zusammen und sein Buch "Fiasko" zeigt eindrücklicher die menschliche Dummheit und die Auswirkungen des Kriegs als alle Star Trek-Serien zusammen.

          Eine fantasievolle neue Star Trek-Serie sollte mMn etwas auf sich warten lassen. Ein Stab von fähigen und engagierten Leuten sollten sich hinsetzen und eine Handvoll Geschichten schreiben, die dem Weltraum gerecht werden und damit zeigen, zu welchen Ideen die Menschheit nicht erst in der Zukunft, sondern schon heute in der Lage ist.
          Weil es ihrer Erfahrung entspricht? Wie laufen denn die meißten Weltraumanomalie-Folgen in ST ab? Erst wird geforscht, das Schiff oder ein Teil der Crew gerät in Gefahr, dann gibt es ganz viel Technobabble und alles wird gut. Und bei der Planetenerforschung ist es im Prinzip das gleiche, denn wenn der Zuschauer nicht mit seiner liebgewonnene Crew mitfiebern bzw. Angst um sie haben darf, dann schaltet er relativ bald ab.
          When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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            #35
            Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
            Welcher Art der Konflikt ist ist egal. Aber es MUSS in Konflikt enden. Ob dieser Konflikt in Intriegen, offenen Streit, Mord oder was auch immer endet ist egal. Siehe z.B. BSG:TNS der Konflikt in Staffel 2 zwischen Präsidentin Roselin und Adama/Tigh. Unterschiedliche Vorstellungen führen in wichtigen Belangen fast immer zu irgend einem Konflikt.
            Wobei die Konflikte eben nicht das Ende sein müssen und gerade Star Trek sollte bemüht sein, Lösungen aufzuzeigen, in denen beide nicht als Verlierer aus der Sache herauskommen, denn das ist eine wichtige Botschaft für jeden Rezipiente, denn schließlich dürfen wir nicht vergessen, wie nicht nur die komplexe Weltpolitik, sondern auch das alltägliche Leben von Differenzen und Konflikten durchzogen ist, in denen nicht nur der Einzelne, sondern auch der Gesellschaft insgesamt am besten gedient ist, wenn die Leute erkennen, wie weit man gegenseitigem Respekt und der Suche nach Ausgleich kommen kann.


            Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
            Folgen wie "Die Schlacht um Ajon Prime" oder "Die Belagerung von AR558" zeigten ziemlich gut die Schrecken des Krieges. Auch gab es bei DS9 kein HdR-artiges Gut/Böse-Schema wie u.a. Folgen wie "Im fahlen Mondlicht" oder "Unter den Waffen schweigen die Gesetze" zeigten. Von dem her ging die Darstellung des Krieges (mit Ausnahme der zuvor genannten Phaser-Feier) IMO in Ordnung.
            Gut, eine so simple Gut/Böse-Zeichnung wie bei HdR herrscht in DS9 Gott sei Dank nicht.


            Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
            Auch gefällt hier und da etwas Epik. Solche Filme / Bücher wie "Der Herr der Ringe" oder "Krieg der Sterne" sind einfach toller epischer Stoff. Klar sind sie auf eine gewisse Weise kriegsverherrlichend. Aber ab und zu braucht man eben "echte Helden". Vielleicht ist es nicht gerade politisch korrekt sprechen aber einen "Urinstinkt der Menschheit" an. Und so lange es nicht in solch faschistisch hirnlosen Gewaltparolen wie in "300" ausartet ist es IMO auch völlig in Ordnung.
            Ich finde es sehr schön zu lesen, wie Du differenzierst und die unterschiedlichen Serien nach unterschiedlichen Kriterien beobachtest
            Viele epische Stoffe haben tatsächlich einen ganz anderen Umgang mit den hier angerissenen Themenfeldern und mit Verfilmungen wie die vom HdR werden sie auch in die Gegenwart transferiert.
            Unleugbar als Teil der Kultur eines Landes, das nicht nur politisch/militärisch, sondern auch medial tonangebend ist, muss man die Konzeption eines Heldenpathos sehen, der manchmal aber eben in einem gewissen Sinne nicht mehr zeitgemäß ist, denn die Regeln seit der Antike, von mir aus auch dem Mittelalter schon geändert und einige Errungenschaften der Menschheit dürfen trotz all dem Leid, dass in der Mitte des 20. Jahrhunderts unvorstellbar wurde, auch mal gewürdigt werden.


            Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
            Oder bekamst du keine Gänsehaut als sich die Defiant in "Zu den Waffen" dem Rest der Flotte anschloss?
            Ehrlich gesagt nein


            Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
            Anfangs dachte ich auch so über die dritte Staffel. Ab "Azati Prime" kratzt man jedoch noch die trekkige Kurve. Archer macht sich Vorwürfe über sein unmoralisches Verhalten und wächst daraus (Staffel 4). Man kommt dahinter, dass alles nur auf Missverständnisse beruhte und schüttelt sich am Ende mit den Xindi die Hände.
            Die Lösungen wirken etwas konstriuert, was daran liegt, dass die Autoren nicht geübt genug im Entwickeln richtig plausibler Aussöhnungen sind
            Nach "Azati Prime" kamen tatsächlich noch ganz erstaunliche Aspkete hervor, ich persönlich denke da vor allem an "The Forgotten", eine ziemlich einfühlsame Folge.


            Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
            Mir gefallen Produktionen wie "Solaris" oder "2001" auch ("Fiasko" kenne ich nicht). Jedoch glaube ich, dass so eine Serie auf Dauer floppen würde und vermutlich mit der Zeit auch etwas langatmig wird. Es ist einfach etwas anderes wenn man 2 Stunden einzig die "Wunder des Weltraums" auf einen wirken lässt oder bei ner TV-Serie mehrere 100 Stunden.
            Nun, auf die Dauer gesehen, fehlt so einem Konzept womöglich der Rückhalt, weil die Erwartungshaltung der Zuschauer einfach eine vollkommen andere ist. Gerade weil ich befürchten muss, gute Drehbücher wären Mangelware, wünschte ich mir - in dem Punkt besteht bei uns ja vollkommene Einigkeit - nur eine kurze, aber mit Bedacht erarbeitete Serie diesen Konzepts, in denen die einzelnen Folgen Spannung in hohem Niveau aufweisen müssen, ohne den Abschuss einer einzigen Waffe.
            Auf der anderen Seite sollte man die Zuschauer auch nicht unterschätzen. Der ein oder andere ungewöhnliche Gedanke und das ein oder andere einfach nur schöne Bild, könnte durchaus Anklang finden.




            Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
            Vielelicht habe ich das etwas zu allgemein formuliert. Auch ich bin nicht dafür Krieg generell als etwas positive darzustellen, aber entsprechende Reden von Sisko gehören für mich einfach dazu, schließlich ist er als Captain auch irgendwo für die PR verantwortlich und hat den Leuten das zu sagen, was sie hören müssen, um weiterzumachen. Durchhalteparolen gehören deswegen genauso dazu, wie das regelmäßige durchgehen der Verlustlisten. Ich habe auch kein Problem damit, wenn sich Sisko zusätzlich negativ über den Krieg äußert oder das Vorgehen der Föderation weniger ruhmreich darstellt, aber dann als Privatperson im kleinen Kreis, alles andere wird seiner Funktion imo nicht gerecht. Die Darstellung der Schlachten ist in der Regel ja weit weniger positiv (mit Verletzten, Leidenden und Toten), was dem Thema ja auch angemessen ist.
            Das läuft hier immer wieder auf meine Kritik an DS9 und auf die Verteidigung von DS9 als Reaktion heraus. Aber das ist ja auch ganz reizvoll
            Die Sache ist wie erwähnt die, dass Krieg als eines der zentralen Muster menschlicher Laster durchaus einer näheren Betrachtung wert ist.
            Nur, überprüfe ich die Ergebnisse und Ereignisse bei DS9, so komme ich auf kene großen Unterschiede zu einem gegenwärtigen Verhalten, sodass mir der Fortschrittsgedanke zu kurz kommt.
            Auch heutzutage würde bei den meisten Militärs ein sehr ähnliches Verständnis herrschen, in Bezug auf Umgang mit dem Feind, Herorisierung der eigenen Kräfte etc.
            So, wie die Autoren DS9 entwickelt haben, war keine andere Möglichkeit gegeben. Sie bestimmten den Rahmen für den Realismus, in dem der Nährboden für Pathos u.ä. als elementarer Bestandteil zum Gelingen der einzelnen Aktionen, nein, zum Überleben der Menschheit feststand. Aber weil der Grat so schmal war, wäre es ebenso realsitisch dargestellt gewesen, wenn eben die ganze DS9-Crew irgendwann in den Wirren des Krieges umkommt.
            Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Da der Autorenkreis ohnehin die Situation "beeinflusst", ist alles konstruiert, ein übler Krieg, wie ein sich schön klärender Konflikt. Die Botschaft von DS9 scheint mir ein wenig janusköpfig, bzw. halbherzig, wenn sie Kriegsverklärende Maßnahmen propagandistisch in Szene setzt um gleichzeitig dadurch das hehre Ziel, Krieg als etwas schlechtes darzustellen, zu erreichen.


            Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
            Es war doch eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis man mehr davon sieht, jedenfalls deutet in den von Roddenberry noch selbst produzierten Serien imo absolut nichts daraufhin, dass der Krieg gegen andere Rassen abgeschafft ist. Und die Feinde von außen, die einfach so angreifen, die gab's bei TOS schon ist also auch keine Erfindung von Berman für ENT.
            Ja, das scheint seit Pearl Harbor etwas ureigen-amerikanisches geworden zu sein
            Ich sehe die Sache weiterhin so: Roddenberry wollte Konflikte, Differenzen nicht negieren, aber in TOS beweisen, dass die Unterschiede mit der richtigen Einstellung nicht in Krieg führen müssen, sondern zum friedlichen Ausgleich.
            Das ging so weit, dass man aus den nervigen Schurken in TOS, Verbündete in TNG machte. (Für ein zwei Folgen waren die Klingonen ja sogar canon in der Föderation, ehe man zurückruderte, aus Angst vor der eigenen Courage).


            Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
            Weil es ihrer Erfahrung entspricht? Wie laufen denn die meißten Weltraumanomalie-Folgen in ST ab? Erst wird geforscht, das Schiff oder ein Teil der Crew gerät in Gefahr, dann gibt es ganz viel Technobabble und alles wird gut. Und bei der Planetenerforschung ist es im Prinzip das gleiche, denn wenn der Zuschauer nicht mit seiner liebgewonnene Crew mitfiebern bzw. Angst um sie haben darf, dann schaltet er relativ bald ab.
            Vielleicht einer beschränkten Erfahrung heraus?
            Fast jedes Thema kann langweilig erzählt werden und da machen Actiongenres keine Ausnahme.
            Um ehrlich zu sein: bald konnten mich Mirandas und Excelsiors, die auf immer gleiche Weise an der Untertasse zerfetzten auch nicht mehr so fesseln.
            Im Übrigen kommen viele Weltraumanomaliefolgen mit äußerst reduzierter Technikbeschreibung raus. Man denke an "Die Zukunft schweigt" / "Time Squared" etwa, die letztendlich nichts anderes bewirbt, als einen Paradigmenwechsel. "Illusion oder Wirklichkeit" / "Where Silence has lease" findet die Auflösung auch nicht in der Anwendung einer komplizierten Technik. In "Der Reisende" / "Where no one has gone before" wird ein neues physikalisches Konzept (das nebenbei auch nicht sooo revolutionär wirkt) angedeutet, die Umsetzung der Folge selbst ist jedoch ganz verständlich.
            Jede dieser Folgen birgt für die Identifikationsfiguren eine enorme Gefahr und das besonders reizvolle an den Geschichten ist die Eigenheit dieser Gefahren, sich nicht durch gezielte Schüsss in Wohlgefallen aufzulösen.
            Dieses riesige Potential an Idee und an Fantasie erlaubt Geschichten dieser Prägung, Niveaus zu erreichen, die bei Kriegen von Rassen und Völkern mit den beschränkten Zielsetzungen (Landgewinn, Rache, "Macht") außer Reichweite liegen.
            Wie gesagt: Wenn die Autoren nicht gut sind, sind auch Kriegsstories, so leicht sie eigentlich auch zu schreiben sind, nicht gut.
            Zuletzt geändert von Maximilian; 18.01.2008, 12:58.

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              #36
              Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
              Wobei die Konflikte eben nicht das Ende sein müssen und gerade Star Trek sollte bemüht sein, Lösungen aufzuzeigen, in denen beide nicht als Verlierer aus der Sache herauskommen, denn das ist eine wichtige Botschaft für jeden Rezipiente, denn schließlich dürfen wir nicht vergessen, wie nicht nur die komplexe Weltpolitik, sondern auch das alltägliche Leben von Differenzen und Konflikten durchzogen ist, in denen nicht nur der Einzelne, sondern auch der Gesellschaft insgesamt am besten gedient ist, wenn die Leute erkennen, wie weit man gegenseitigem Respekt und der Suche nach Ausgleich kommen kann.
              Dieser Ausgleich passierte doch bisher in (fast) jedem ST-Konflikt:

              - Mit den Klingonen ist man seit ST6 best Friend
              - Mit den Romulanern seit dem Dominion-Krieg bzw. spätestens seit ST10
              - Odo zeigt der Gründerin, dass wir Solits nicht so schlecht sind und schon ist alles paletti
              - Die Cardassianer haben am Ende doch noch die Seiten gewechselt und befreiten ihre Heimat
              - Die Ferengi werden dank Nagus Rom immer mehr zur Wohlfahrts-Gesellschaft der Galaxis
              - Mit Spezies 8472 war man nach kürzeren Differenzen gemeinsam auf Landurlaub
              - Den Hirogen musste nur die Holotechnologie übergeben werden und schon schüttelt man sich die Hände
              - Die Xindi wollten nur ihre eigene Heimat beschützen, sobald sie erkennen, dass die Menschen keine schlechten Kreaturen sind hat man sich lieb

              Sprich ausser mit den Borg (welchen Janeway in mit "Endgame" ner Massenvernichtungswaffe den Marsch bläst) hat man jeden größeren Konflikt am Ende friedlich gelöst.

              Deshalb finde ich es auch schade, dass die Marquis-Thematik bei VOY so halbherzig erledigt wurde. Hier hätte man jede Menge Stoff für menschliche Konflikte (vielleicht sogar eine Meuterei) gehabt, welche man am Ende friedlich hätte lösen können. Das Zusammenfinden zu einer Famlie hätte IMO eines DER Hauptthemen der ersten zwei Staffeln sein sollen und nicht in ein zwei Folgen erledigt.

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                #37
                Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                - Odo zeigt der Gründerin, dass wir Solits nicht so schlecht sind und schon ist alles paletti
                Echt? Ich hatte den Eindruck, der Frieden mit den Gründern sei nur aufoktroyiert.

                Kommentar


                  #38
                  Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                  Deshalb finde ich es auch schade, dass die Marquis-Thematik bei VOY so halbherzig erledigt wurde. Hier hätte man jede Menge Stoff für menschliche Konflikte (vielleicht sogar eine Meuterei) gehabt, welche man am Ende friedlich hätte lösen können. Das Zusammenfinden zu einer Famlie hätte IMO eines DER Hauptthemen der ersten zwei Staffeln sein sollen und nicht in ein zwei Folgen erledigt.
                  Das hätte man gut durch alle sieben Staffeln ziehen können und stattdessen ein paar Borg-Folgen weniger bringen sollen. Ich fand es auch Schade, dass hier Potenzial verschenkt wurde. Das Konzept klingt zwar in einigen Folgen an, wo Chakotay seine Differenzen mit Janeway hat, aber da sind die Rollen seltsamerweise (oder sogar bewusst ironischerweise) verdreht, da ja gerade Chakotay, der Ex-Rebell, derjenige mit einem schlechten Gewissen ist.

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                    #39
                    Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
                    Echt? Ich hatte den Eindruck, der Frieden mit den Gründern sei nur aufoktroyiert.
                    Nein. Die Föderation hatte den Krieg zu diesem Zeitpunkt zwar schon gewonnen jedoch hätte deren Sieg bitterer als eine Niederlage geschmeckt. Die Gründerin befahl jedoch den Jem'Hadar nach ihrer Verschmelzung mit Odo sich zu ergeben.

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                      #40
                      Na fein...

                      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                      [...] hat man jeden größeren Konflikt am Ende friedlich gelöst.
                      ... dann ist man ja jetzt mit den Kriegen erschöpfend durch und braucht sie für zukünftige Stories nicht mehr

                      Kommentar


                        #41
                        Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
                        Na fein...



                        ... dann ist man ja jetzt mit den Kriegen erschöpfend durch und braucht sie für zukünftige Stories nicht mehr
                        Das würde ich als ebenso vorschnell und unklug bezeichnen, wie eine ST-Serie NUR auf Krieg ohne jegliche moralische Fragestellung auszurichten.

                        Mal was anderes: Hast du dir zufällig mal "Hidden Frontier" angesehen? Mich würde interessieren, was du vom Plot dieser Serie hältst. Ich würde mal vorsichtig behaupten, sie wäre in etwa ein Kompromiss zwischen deiner Sicht von Trek und DS9, aber das mag persönlicher Eindruck sein.

                        Kommentar


                          #42
                          Zitat von MaxEpgmm Beitrag anzeigen
                          So, wie die Autoren DS9 entwickelt haben, war keine andere Möglichkeit gegeben. Sie bestimmten den Rahmen für den Realismus, in dem der Nährboden für Pathos u.ä. als elementarer Bestandteil zum Gelingen der einzelnen Aktionen, nein, zum Überleben der Menschheit feststand. Aber weil der Grat so schmal war, wäre es ebenso realsitisch dargestellt gewesen, wenn eben die ganze DS9-Crew irgendwann in den Wirren des Krieges umkommt.
                          Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Da der Autorenkreis ohnehin die Situation "beeinflusst", ist alles konstruiert, ein übler Krieg, wie ein sich schön klärender Konflikt. Die Botschaft von DS9 scheint mir ein wenig janusköpfig, bzw. halbherzig, wenn sie Kriegsverklärende Maßnahmen propagandistisch in Szene setzt um gleichzeitig dadurch das hehre Ziel, Krieg als etwas schlechtes darzustellen, zu erreichen.
                          Das ist zugegebenermaßen ein Problem, das sich aber nicht umgehen lässt, wenn man einen Krieg als Unterhaltung präsentieren will. In einem Film von 90-120 Minuten kannste die Charaktere alle verheizen, aber in einer Serie müssen sie (oder zumindest die meisten) eben überleben, weil man sie für die nächste Folge wieder braucht. Auch die Dartsellung der Kriegsführung durch die Föderation fand ich recht gut gelöst, das spannende ist ja auch immer die Frage, wie weit ist Sisko jetzt bereit zu gehen. Das er oftmals klingen mag, wie heutige Militärs und sich stellenweise genauso verhällt, ist zu einem gewissen Grad vielleicht tatsächlich die Opferung mancher Ideale, zugunsten der Effizienz (und natürlich um den Zuschauer zu begeistern, keine Frage), aber in meinen Augen immernoch besser als ein sauberer Krieg. Das es eigentlich keinen Ausweg gab, liegt vermutlich einfach daran, dass die Autoren eben den Krieg wollten und sich danach überlegt haben, was passieren muss damit einer kommt. Selbst wenn es den Ausweg gegeben hätte, wäre er nicht ergriffen worden (da gab es zwar dieses angebliche Angebot, aber dem vertraue ich nicht so ganz), weil die Autoren eben kriegen, was sie wollen und selber schreiben. Natürlich verstehe ich es, wenn du jetzt sagst, dann besser garkeiner, aber ich war sehr gut unterhalten und kann das auch mit meinem Verständnis von Star Trek in Einklang bringen.
                          Trotzdem bin ich zumindest dafür in der nächsten Serie keinen Krieg zu haben, da ich den Leuten im Moment nicht zutraue das vernünftig darzustellen.

                          Ja, das scheint seit Pearl Harbor etwas ureigen-amerikanisches geworden zu sein
                          Ich sehe die Sache weiterhin so: Roddenberry wollte Konflikte, Differenzen nicht negieren, aber in TOS beweisen, dass die Unterschiede mit der richtigen Einstellung nicht in Krieg führen müssen, sondern zum friedlichen Ausgleich...
                          Naja, den friedlichen Ausgleich mit den Romulanern habe ich in TOS zwar nicht erkennen könne, da gab es von beiden Seiten eindeutige Verstöße gegen den Waffenstillstandsvertrag, die komischerweise aber nie irgendwelche Konsequenzen hatten. Bei den klingonen hast du aber sicher Recht, wobei das ja auch erst Jahre später mit dem Kinofilm nachgereicht wurde.

                          Vielleicht einer beschränkten Erfahrung heraus?
                          Fast jedes Thema kann langweilig erzählt werden und da machen Actiongenres keine Ausnahme.
                          [...]
                          Wie gesagt: Wenn die Autoren nicht gut sind, sind auch Kriegsstories, so leicht sie eigentlich auch zu schreiben sind, nicht gut.
                          Dem kann ich kaum wiedersprechen, aber verhälltnismäßig oft waren solche Folgen eben relativ schwach. Solange sie gut und spannend erzählt werden, bin ich gerne bereit sowas anzugucken.
                          When I get sad, I stop being sad, and be AWESOME instead. True story.

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                            #43
                            Hi Leute,
                            hab mich hier letztens mal angemeldet weil ich schon lange ab und an mal verfolge was hier so läuft und ich muss sagen gefällt mir schon ganz gut. Also ich für meinen Teil mache mir so ein bischen sorgen um Star Trek. Nachdem der letzte Kinofilm ja wohl eher durchschnittlich bewertet wurde und die letzte serie wohl mehr oder minder gefloppt hat frage ich mich schon ab und zu wie man mal wieder ein bischen Leben in die Bude bekommt. Neue serie mit neuer crew, in einer neuen Zeit, neue spiele auf den Markt bringen mit neuen konzepten und neuen Ideen. Also ihr merkt schon meine Betonung liegt auf NEU. Also ich frage mich ganz im ernst warum die Autoren von dem neuen Film (auf den ich mich troz allem sehr freue) schon wieder mit der Handlung in die Vergangenheit gegangen sind. Das hat schon mit der ENT serie nicht so recht klappen wollen. und man will ja denke ich nicht nur die Stammzuschauer bedienen sondern Star Trek wieder zu einem echten runner machen und die Frage ist ob das mit solchen sachen die in der Vergangenheit spielen für die man vielleicht schon ein gewisses Star Trek vorwissen braucht damit sie einem so richtig vom hocker reißen gelingen kann. Warum geht man nicht in die Zukunft fehlen den Verantwortlichen da die Ideen? Warum zeigt man uns Fans nicht was das wir noch nie gesehen haben? Ein super aussehendes tolles neues schiff, ein außererdischer Captain, Ein Planet der 8472, Ein Doktor im Rollstuhl (sitze selber nicht im rollstuhl aber warum soll es nicht auch in der Zukunft leute geben dessen krankheiten man nicht heilen kann), Neue Völker die auf einem Planeten leben der ganz mit wasser bedeckt ist und die desshalb riesige Unterwasserstädte gebaut haben und darin leben.
                            Ein Kriegsschlacht auf einem Planeten (ohne schiffe),eine story die sich mit aktuellen themen befasst. Wie seht ihr das? Wenn ihr das anders seht dann bitte nicht unfreundlich werden bin sonst ganz nett (glaube ich :-))
                            ich hoffe mein beitrag passt hier rein und freue mich auf eure Antworten
                            Gruß

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                              #44
                              Warum geht man nicht in die Zukunft fehlen den Verantwortlichen da die Ideen?
                              Ich denke das ist für die meisten Produzenten, die zuvor an keiner ST Serie beteiligt gewesen sind, einfach nicht interessant.

                              Wenn sie etwas ganz anderes machen wöllten, dann würden sie das in einem eigenen Scifi Film ohne Star Trek im Titel tun, dann hätten sie keine nervigen Trekkies im Nacken.
                              Wenn sie aber Star Trek machen wollen, dann auch wirklich etwas, das sie für Star Trek halten, mit dem sie Star Trek verbinden .. bei vielen dürfte das TOS sein.

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                                #45
                                Ich hätte ja nie gedacht das mein erstes Thema eine solche tiefgründige und philosophische Diskussion auslösen könnte. Aber ich habe mit sehr großem Interesse und Begeisterung alle Beiträge gelesen.

                                Ich kann mich wirklich sehr gut mit der Meinung von MaxEpgmm identifizieren. Wenn ich ehrlich bin, fand ich das Thema des Dominion-Kriegs in DS9 etwas überdreht. In meinen Augen kann die Lösung von Konflikten mit Waffengewalt nicht richtig sein. Diesen Grundsatz sah ich auch bis dahin bei StarTrek zum großen Teil umgesetzt. Ein Symbol für diesen Leitfaden war für mich die oberste Direktive. Besonders bei TNG konnte man erkennen, dass man trotz verschiedener Lebenseinstellung und Differenzen sich für ein gemeinsames Ziel einsetzen kann. Ist das Ziel erreicht und die gemeinsame Arbeit beendet, geht man wieder getrennt Wege oder findet eventuell einen gemeinsamen Nenner. Grundlage ist natürlich der gegenseitige Respekt und Achtung. Eben das "unentdeckte Land". Ich sehe daher die Romulaner, Klingonen etc. nicht als Bösewichte.

                                Ich denke das Gewalt und Kriegsdarstellungen die Zuschauer nicht vor den Fernsehr oder ins Kino locken. Für so primitiv halte ich die Zuschauer nicht. Jede Geschichte kann ein Erlebnis sein. Die Kunst und der Anspruch ist es, sie spannend zu erzählen. Deshalb ist für mich die Folge "Wem gehört Data?" oder "Déjà Vu" fesselnder als "Im Angesicht des Bösen".
                                "Tee, Earl Grey, heiß"

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