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Die Dunkle Seite Der Macht

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    #76
    Zitat von Morrison Beitrag anzeigen
    Schön, das du etwas kapiert hast.
    Es war einmal vor deiner Zeit..........

    Passt nicht zu dem, was du Posts früher geschrieben hast
    Es passt. Nur eben nicht bei dir rein.

    Blaues von mir hinzugefügt
    Verunstaltet meinen Text als wär's ein Weihnachtsbaum.
    Was kapierst du an dem Text nicht wenn er einheitlich schwarz ist?

    Du gehst dabei davon aus, daß es der Macht etwas ausmacht, ob die Midichlorianer auf einen großen oder kleinen Körper verteilt sind.
    Bei einer Frage macht man ein '?' am Ende das Satzes.
    Die Antwort ist: Nein.

    Ich kenne nur einen Hinweis, wie die Midis funktionieren und den habe ich bereits mehrmals geschrieben. Die Aussage Quigons.
    DIE Aussage von Qui Gon? Mensch, daß ich grade DIE verpasst hab.

    Du erweiterst die Funktionsweise der Midis, während ich mit der gegebenen Aussage Quigons auskomme. Umso mehr Midis, umso mehr Stimmen, die zu einem sprechen.
    Umgekehrt könnte ich sagen, ich bin eben nicht so beschrenkt, mich auf eine einzige Aussage zu stützen.
    Weißt du, ich schaue mir einen Film immer komplett an. Es könnte ja noch mehr geben als nur "DIE Aussage von Qui Gon".

    Deswegen akzeptiere ich deinen Ansatz nicht.
    Es ist ja noch nicht zu spät, fals du dir den Film doch noch komplett anschauen willst.

    Siehe letzter Satz oben.
    Ich sehe ihn. Ich lese ihn. Ich vergesse ihn.

    Weshalb sagt Darth Sidious zu Anakin kurz nach seinem Seitenwechsel, die Macht sei Stark in ihm und er werde zu einem mächtigen Sith werden, hm?
    Wenn du das nicht weißt.....

    Gibts auch Machtnutzer, in dennen die Macht schwächer ist und wenn ja, weshalb ist das so?
    Gibt es. Wieso: die sind nicht der Auserwählte.

    Dann frage ich mich auch, weshalb Anakin laut Sidious weitaus mächtiger sein soll als Doku, der älter ist und mehr wissen müßte, als er?
    Das ist wieder so ein Ding. Wenn du das nicht weißt....ich meine, ich könnt es dir erklären warum er das mit Anakin macht. Aber vielleicht kommst du ja von selbst drauf.
    Kleiner Tip: es hat etwas mit Kontrolle* zu tun.

    * die selbe Kontrolle der sich Anakin in RotJ befreien, und "zur Hellen Seite der Macht" wechseln wird.


    Ich schrieb von Machtnutzern und Würgen. Dreimal darfst du raten, wie der eine würgt, besonders in einem Thread, der "Die dunkle Seite der Macht" als Titel hat. Wer hat hier keine Ahnung, hm?
    Was soll sein?
    Das kommt auf den Regisseur an meinst du nicht?
    In einer Szene hatte Anakin ja auch mit der "dunklen Macht" ABER mit der bloßen Hand gewürgt: Padme.
    Also wer hat keine Ahnung........
    Oder in Episode IV:
    Vader grallt sich einen Offizier mit einer Hand, habt ihn mit ausgestrecktem Arm hoch (nicht weil er Bodybuilding macht) und sagt: "Wo ist der Botschafter".
    Wäre dieser Offizier nun ein Jedi gewesen, hätte er Vader einfach mit der Macht weggeschleudert. Beide wären wieder aufgestanden, hätten ihre Lichtschwerter gezückt und weiter gekämpft.
    Und weiter...und weiter weiß ich nicht, das ist jetzt DEIN Film.
    Wer hat kein Ahnung.......

    Noch ein weiteres Beispiel gefällig, wo mit der bloßen Hand (und der dunklen Macht) gewürgt wird oder reicht dir das erstmal, um dich auf die Palme zu bringen?

    Das sind nur die geistigen Ergüsse von Jemandem, der unbedingt Recht haben will und mir damit auf die Nüsse geht.
    Der Trick ist einfach:
    Komm von deiner Palme runter. Dann geht dir auch nichts auf die Nüsse.

    Kommentar


      #77
      Eigentlich sollte es mich freuen euch so in Rage zu sehen, ... da ich mich ja an eurem Hass nähren könnte, aber lasst das mal besser sein ok?

      Worum es hier geht und das solltet ihr nie vergessen ist die dunkle Seite der Macht, ... und um auf eure seltsamen Theorien zurück zu kommen.

      Die gute Seite der Macht, ... sie ist die friedliche, stille, leise, seite der Macht. So auch die Klänge und Stimmen (es sind nicht nur stimmen!) in der Macht, ... sie erzählt und hilft den Jedis größeres Wissen zu erlangen und um entscheidungen zu überdenken sowie zu lenken und andere zu helfen,...

      Da ist die dunkle Seite ganz anders, einmal darin verfangen ist es ein tosender Sturm von hasserfüllten, raffgierigen und lauten Gröhlen längst verstorbener Sith, ... und wenn all deine Mühe die Macht zu benutzen dich schier verrückt werden lässt, ... dann wird es wohl das klügste sein so wie ich ein grauer zu werden, auch wenn es sehr gefährlich ist, da man seine macht ganz verlieren könnte...
      "Die Sith werden sich aus der Asche erheben, denn die geballte Kraft der wahren Macht ist allen anderen vorenthalten."

      Kommentar


        #78
        Zu bahnbrechenden Erkenntnissen werden wir hier eh nicht gelangen.
        Soweit ich weiß wurden die Midikolorianer aus dem EU in den Film übernommen.
        Könnte mich da aber auch irren.

        Das Problem bei den Midiklorianern ist, daß sie eigentlich NICHT die Macht selbst sind.
        Vielmehr sind sie eine symbiotische "Lebensform", die im Einklang mit der Macht lebt und dem Jedi den Wille der Macht mitteilen (daß sie auch dem Sith was mitteilen ist zumindest mir nicht bekannt).

        Ein weiterer Aspekt ist die exakte Nachweisbarkeit dieser Lebensform in den Zellen machtbegabter Wesen. Wenn man etwas exakt nachweisen und in eine Formel packen kann (das Messgerät zeigt die "Höhe der Konzentration" an), dann ist das schon sehr wissenschaftlich. Das verleitet einen dazu, Rückschlüsse verschiedenster Art auf die Macht selbst zu ziehen.
        Nun gut dann versuche ich das mal:

        Der "Wille der Macht" zieht deutlich größere Kreise, als daß man diesen immer auf eine Einzelperson beziehen könnte.
        Daher deviniere ich ihn auch als "Schicksal des Universums".

        Wenn in einem gigantischen Schachspiel einem kleinen Bauern erklärt würde, daß ER letztentlich den Gegner (der stellvertretend für das Böse steht) SCHACH MATT setzen wird, dann kann dieser das als einzelne Figur in einem System komplexer Zusammenhänge nicht überblicken.
        Nur der Spieler aller weißen Figuren (Helle Seite) überblickt die einzelenen Züge (Schritte) die zum gewünschten Ergebnis führen.
        Der einzelne Bauer trägt sozusagen "die Verantwortung des Universum" in sich.

        Und jetzt kommt der Hammer. Der einzelne Bauer ist erst ein weißer Bauer, dann ein schwarzer Bauer und dann ein weißer Bauer. Wärend alle in anderen Figuren in Raster denken (auch der Spieler aller schwarzen Figuren), wechselt er (der Auserwählte) zweimal sie Seiten. Er hat somit die Macht, ein einziges mal die Regeln außer Kraft zu setzen.

        Hmmmm.......genaugenommen hat weder der Spieler aller weißen Figuren (helle Seite), noch der Spieler aller schwarzen Figuren (dunkle Seite), den Doppelwechsel des einen Bauern vorhersehen können.

        Die Wissenschaft konnte das auch nicht vorraussehen. Sie sah nur, daß da einer die größte Konzentration an Midiklorian hat, die je bei einem Wesen gemessen wurde.
        Konkret kann das ganz einfach bedeuten, daß der Auserwählte niemals wirklich die Marionette von Personen, sondern vielmehr die Marionette der Macht selbst war.
        Er konnte sich dem Willen der Macht (dem Schicksal des Universums) garnicht entziehen, weil er sie so übermächtig empfangen hat wie kein zweiter.

        Kommentar


          #79
          Und Bumm...da bin ich platt....
          Simpel erklärt und einleuchtend...ABER...
          Ich denke nicht, dass die Macht PLANT oder weiß, welche Seite jemand einschlägt.
          Anakins Macht war riesengroß. Damit konnte die Macht mittels einer Prophezeiung mitteilen, dass jemand kommt, der der Macht das Gleichgewicht bringen wird. Da man, wie Yoda so richtig sagt, solche Prophezeiungen auch missverstehen kann, diese also Auslegungsfähig sind und die Zukunft zudem immer im Wandel ist, ist aber nicht gesagt, dass mit Gleichgewicht bringen unbedingt das Auslöschen des Bösen zu verstehen ist.

          Wenn die Macht also plant oder weiß welche Seite jemand einschlägt, dann ist sie allwissend und allmächtig, womit wir auf ein Macht=Gott- Modell zusteuern, was mir ein wenig widerstrebt.

          Deinem Fazit stimme ich aber vollkommen zu.

          "Nimm mal ein wenig Passiv-Bruder-Aktivpuder."
          Unser kleiner Cast-Beitrag zum Thema Disney/Star Wars: https://www.youtube.com/watch?v=Kh73FMC2GBo

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            #80
            agree %

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              #81
              Zitat von Mood Beitrag anzeigen
              agree %
              Ich habe dich bereits öfter darauf aufmerksam gemacht das Einzeiler und Spam hier nicht erwünscht sind, leider scheinst du das nicht zu verstehen oder du willst es einfach nicht verstehen.

              Betrachte dies hier als Verwarnung!
              Ein Pessimist zu sein hat den Vorteil, dass man entweder immer Recht behält oder angenehme Überraschungen erlebt.

              Kommentar


                #82
                Zitat von Öchsey Beitrag anzeigen
                Da man, wie Yoda so richtig sagt, solche Prophezeiungen auch missverstehen kann, diese also Auslegungsfähig sind und die Zukunft zudem immer im Wandel ist, ist aber nicht gesagt, dass mit Gleichgewicht bringen unbedingt das Auslöschen des Bösen zu verstehen ist.
                Man müßte auch erst einmal devinieren was "das Böse" ist. Ist das Böse immer das, was der Sichtweise der eigenen Erziehung widerspricht oder ist es eher "böse auf etwas sein", weil man sich z.B. zufälligerweise auf der falschen Seite des Schwertes (der Spitze) befindet und deshalb den anderen als "böse" ansieht?
                Kommt es nicht eher auf den Grund an, warum man sich auf der einen oder anderen Seite des Schwertes befindet?
                Oder anders, würde man nun das Schwert einfach rumdrehen, wäre dann die Sachlage anders?
                So scheint die Macht zu sein. Man kann nicht wissen ob sie einem mit der Spitze vorraus begegnet und einen verletzt oder gar tötet oder ob sie einem "freundlich" begegnet und einem den Griff anbietet.

                Oft wird z.B. auf die "dunkle Seite" in Windu geschlossen, weil er Jango Fett geköpft hat und er ihn nicht stattdessen "sauber" - auf Jediart - getötet hätte.
                Meiner Meinung nach IST das Jediart und es ist die sauberste Art. Denn es würdigt zum einen die Perfektion des Meisterschützen, der wahrscheinlich ebenso nur einen einzigen tötlichen Schuß gebraucht hätte (man beachte wie er vorher diese Vieh tötet) und zum anderen hatte der Gegner keinerlei Schmerzen - wie z.B. Anakin.
                Anakin so liegen zu lassen war m.E. sehr böse und unmenschlich. Für mich ist das der schwächste Moment Obi Wans. Das war die schmutzigste Art wie jemand in StarWars "gestorben" ist.
                Allerdings ist das bezeichnend für die "Schwertspitze" der Macht, die nun auf Anakin zeigt. Diese hat ihn verstümmelt, verbrannt und ihm unsägliche Schmerzen bereitet (Yoda: Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.). Obi Wan hingegen erfreut sich bester Gesundheit. Mythologisch betrachtet ist es also die Macht, die hier so grausam ist.
                Bei beiden Schicksalen entschied einmal das Schwert und einmal die Macht.
                Es kam nur darauf an, auf welcher Seite man steht und zu welchem Zeitpunkt.
                Doch weder ist das Schwert "böse" noch ist die Macht "wählerisch".

                Wenn die Macht also plant oder weiß welche Seite jemand einschlägt, dann ist sie allwissend und allmächtig, womit wir auf ein Macht=Gott- Modell zusteuern, was mir ein wenig widerstrebt.
                Nehmen wir z.B. die Physik.
                Sie hat immer recht, aber keiner würde sie als "Gott-Modell" sehen. Sie ist einfach eine absolute Wahrheit die keiner jemals umkrämpeln wird, in keinem Universum.

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                  #83
                  Zitat von Darth-Xanatos Beitrag anzeigen
                  "However, after all of his limbs were severed and he was extremely burned on Mustafar he lost much of his Force potential. As Darth Vader, Anakin was believed to have had roughly 80% of the strength of the Emperor. Had he sustained none of his injuries on Mustafar he would have been twice as powerful."

                  ―George Lucas / Empire of Dreams: The Story of the Star Wars Trilogy

                  Vader hat demnach geringeres Potential als Anakin Skywalker es hat.
                  Ich denke, dass das canonisch ist. Im Zusammenhang gesehen ergibt es auch Sinn. Wenn Vader weiterin doppelt so stark wie Palpatine wäre, so bräuchte er Luke nicht, um den Imperator zu besiegen.

                  Hier ein Vorschlag, wie dies mit Qui-Gons Aussage vereinbar ist:
                  George Lucas verglich in einer TV-Sendung die Jedis mit den Shaolin-Mönchen und die MACHT mit den Qi. Über diese Lebenskraft habe ich mal diesen Link rausgesucht
                  Qi - Lebenskraft
                  Im menschlichen Körper fließt Qi vor allem im Kreislauf der Meridiane (Leitbahnen) und manfestiert sich im Körper ebenso wie in psychischen Prozessen. Alle physiologischen Funktionen ebenso wie alle psychischen Aktivitäten werden von Qi gesteuert und angeregt. Qi ist ständig in Bewegung. Wird es gebremst oder blockiert, kommt es zu Beschwerden wie Schwellungen und Schmerzen. Eine Minderung des Qi, wie sie im Alter oder bei schwerwiegenden Erkrankungen stattfindet, bedeutet eine generelle Verlangsamung der Lebensprozesse.
                  Wäre es nicht denkbar, dass die Verletzungen, die Anakin auf Mustafar erlitten hat, seine "Meridiane" gestört hat? Vielleicht hat dass auch Einfluss auf die Medichlorianer und die Verbingung zur MACHT.
                  Wäre die MACHT alleine von der Körpermasse abhängig, müsste ein Jedi ja möglichst viel Essen um so dick wie Jabba zu werden.
                  Das bedeutet natürlich, dass Anakin bereits in Episode II an Macht-Potential eingebüsst hat, als Dooku ihn den halben Arm abschnitt (und Luke, als er auf der Wolkenstadt seine Hand verlor).

                  Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                  Man müßte auch erst einmal devinieren was "das Böse" ist. Ist das Böse immer das, was der Sichtweise der eigenen Erziehung widerspricht oder ist es eher "böse auf etwas sein", weil man sich z.B. zufälligerweise auf der falschen Seite des Schwertes (der Spitze) befindet und deshalb den anderen als "böse" ansieht?
                  Kommt es nicht eher auf den Grund an, warum man sich auf der einen oder anderen Seite des Schwertes befindet?
                  Ich denke "Gut und Böse" sind in Star Wars keine Frage des Zufalls, sondern der Entscheidung.
                  Die Sith sind nur an sich selbst interessiert, die Jedi sind am Wohl der anderen interessiert. Die unterschiedlichen Beweggründe entscheiden darüber, ob man die Dunkle Seite oder die Helle Seite nutzt.

                  Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                  Oft wird z.B. auf die "dunkle Seite" in Windu geschlossen, weil er Jango Fett geköpft hat und er ihn nicht stattdessen "sauber" - auf Jediart - getötet hätte.
                  Meiner Meinung nach IST das Jediart und es ist die sauberste Art. Denn es würdigt zum einen die Perfektion des Meisterschützen, der wahrscheinlich ebenso nur einen einzigen tötlichen Schuß gebraucht hätte (man beachte wie er vorher diese Vieh tötet) und zum anderen hatte der Gegner keinerlei Schmerzen - wie z.B. Anakin.
                  Das Köpfen, wie bei Jango Fett, ist eine der typischen Trefferarten.
                  Sai cha, köpfen: Bei dieser Trefferart handelte es sich um das saubere Enthaupten des Gegners. Von den Jedi nur im Notfall genutzt, war ein beängstigendes Geschick von Nöten, um seinen Gegner auf diese Weise zu besiegen. Jango Fett war einer derer, die auf diese Weise starben.
                  Lichtschwertkampf ? Jedipedia

                  Im offiziellen Star Wars-Magazin las ich dazu, dass das Köpfen auch Ausdruck für die Angst vor dem Gegener sein kann (Luke bei der Vader-Erscheinung in der Höhle auf Dagobah).
                  Sai cha kommt in der Regel nur bei starken Gegnern zur Anwendung, wie bei Jango Fett und Count Dooku. Es ist also kein Ausdruck für die Dunkle Seite, sondern deutet eher darauf hin, das Mace Windu den Mandalorianer als gefährlichen Gegner betrachtete.
                  Typischer für die Dunkle Seite dürfte hier "Sai tok" sein. (Von den Jedis in der Regel nur gegen die Droiden eingesetzt.)

                  Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                  Anakin so liegen zu lassen war m.E. sehr böse und unmenschlich. Für mich ist das der schwächste Moment Obi Wans. Das war die schmutzigste Art wie jemand in StarWars "gestorben" ist.
                  Der Jedi-Kodex verbot Obi-Wan den wehrlosen Vader einfach niederzustrecken. Da er wohl keine Chance für eine Rettung sah - insbesondere als er in Anakins vor Hass verfärbten Augen sah - ließ er ihn zurück.
                  Obi-Wan bereitete dies keinerlei Freude - ganz im Gegenteil. Es machte ihn bis zum Ende seines Lebens traurig.

                  Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                  Allerdings ist das bezeichnend für die "Schwertspitze" der Macht, die nun auf Anakin zeigt. Diese hat ihn verstümmelt, verbrannt und ihm unsägliche Schmerzen bereitet (Yoda: Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass, Hass führt zu unsäglichem Leid.).
                  s Weisheit hat sich hier wie eine Prophezeihung erfüllt.

                  Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                  Obi Wan hingegen erfreut sich bester Gesundheit. Mythologisch betrachtet ist es also die Macht, die hier so grausam ist.
                  Bei beiden Schicksalen entschied einmal das Schwert und einmal die Macht.
                  Es kam nur darauf an, auf welcher Seite man steht und zu welchem Zeitpunkt.
                  Doch weder ist das Schwert "böse" noch ist die Macht "wählerisch".
                  In Episode III sahen wir, wie durch die Dunkle Seite der Macht sowohl Palpatine sich in Darth Sidious "verwandelte" (oder besser offenbarte) und Anakin Skywalker zu Darth Vader wurde. Die Grausamkeit ist Teil der Dunklen Seite. Welche Seite bei einem wirkt oder mit welcher man konfrontiert wird hängt von der eigenen bzw. der Entscheidung des anderen ab.

                  Kommentar


                    #84
                    Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                    Ich denke "Gut und Böse" sind in Star Wars keine Frage des Zufalls, sondern der Entscheidung.
                    Die Sith sind nur an sich selbst interessiert, die Jedi sind am Wohl der anderen interessiert. Die unterschiedlichen Beweggründe entscheiden darüber, ob man die Dunkle Seite oder die Helle Seite nutzt.
                    Letzteres empfinde ich nicht direkt als Indiz für gutes oder böses.
                    Anakins Beweggründe, warum er die dunkle Seite wählt, sind nicht böse. Sie sind sogar ehrenhaft, da er ja schließlich seiner Familie helfen will.
                    Seine Entscheidung die dunkle Seite zu wählen, beruht daher auf ehrenhaften Beweggründen.
                    "Gut und Böse" sind die Taten, die er als Jedi und als Sith begeht.

                    Lichtschwertkampf ? Jedipedia

                    Im offiziellen Star Wars-Magazin las ich dazu, dass das Köpfen auch Ausdruck für die Angst vor dem Gegener sein kann (Luke bei der Vader-Erscheinung in der Höhle auf Dagobah).
                    Sai cha kommt in der Regel nur bei starken Gegnern zur Anwendung, wie bei Jango Fett und Count Dooku. Es ist also kein Ausdruck für die Dunkle Seite, sondern deutet eher darauf hin, das Mace Windu den Mandalorianer als gefährlichen Gegner betrachtete.
                    Typischer für die Dunkle Seite dürfte hier "Sai tok" sein. (Von den Jedis in der Regel nur gegen die Droiden eingesetzt.)
                    Ich verstehe bei solchen Bechreibungen nicht, wieso das Köpfen als "saubere Enthaupten des Gegners" beschrieben wird (was es ja auch ist) aber das Zerteilen des Körpers an anderer Stelle als "Entweihung des Gegners" beschrieben wird.
                    Wer denkt sich sowas aus, doch nicht etwa Herr G. Lucas?
                    Streng genommen ist Köpfen auch eine Zerteilung des Körpers, denn es wird der Kopf vom Rumpf getrennt, was beutet daß der Körper über der Schultern zerteilt wird.
                    Zerteilt man aber weiter unten ist es eine Entweihung.
                    Seit wann hat ein Gegner "geweihte" Körperstellen?
                    Eine Enteihung wäre für mich z.B., wenn der Gegner unkenntlich gemacht würde, sprich daß man den Gegner später nicht mehr identivizieren kann. DAS wär eine Entweihung, da man ihm mit dem Tod auch die Persönlichkeit raubt.
                    Aber solange man ihn wieder "zusammensetzen" kann finde ich nicht, daß man ihm etwas geraubt oder ihn "geschändet" hätte oder wie auch immer man das nennen will.

                    Hinzu kommt, daß bei einer tötlichen Auseinandersetzung doch (fast) alle Grenzen überschritten wurden, wo der "Umgang" noch Einfluss hätte haben können.
                    Irgendwann ist auch die Grenze von Höflichkeit und Respekt erreicht.

                    Der Jedi-Kodex verbot Obi-Wan den wehrlosen Vader einfach niederzustrecken. Da er wohl keine Chance für eine Rettung sah - insbesondere als er in Anakins vor Hass verfärbten Augen sah - ließ er ihn zurück.
                    Obi-Wan bereitete dies keinerlei Freude - ganz im Gegenteil. Es machte ihn bis zum Ende seines Lebens traurig.
                    Dann beweist diese Szene wohl mit aller Härte, daß der Jedi Kodex nicht immer anwendbar ist.
                    Soviel Respekt hätte man nämlich auch vor einem Tier, daß man es vom Schmerz erlöst und nicht elend verhungern lässt.
                    Ein Pferd bekäme z.B. den Gnadenschuss.
                    Und am Hass in Anakins Augen hat Obi Wan in diesem Moment die meiste Schuld.
                    So läßt man nicht mal seinen Feind auf dem Schlachtfeld zurück. Und einen "Bruder" schon garnicht.

                    In Episode III sahen wir, wie durch die Dunkle Seite der Macht sowohl Palpatine sich in Darth Sidious "verwandelte" (oder besser offenbarte) und Anakin Skywalker zu Darth Vader wurde. Die Grausamkeit ist Teil der Dunklen Seite. Welche Seite bei einem wirkt oder mit welcher man konfrontiert wird hängt von der eigenen bzw. der Entscheidung des anderen ab.
                    Aber es können auch Ereignisse die man keiner Seite zuordnen kann als negativ empfunden werden.
                    Z.B. daß Millionen aufschreien und dann verstummen. Ein nicht so gefestigter Charakter wie Obi Wan könnte bei so einem emfpundenen Schmerz sehr leicht negative Gedanken haben und sogar Wut empfinden - spätestens dann, wenn klar wird daß Alderaan vom Imperium venichtet wurde.

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                      #85
                      Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                      Letzteres empfinde ich nicht direkt als Indiz für gutes oder böses.
                      Anakins Beweggründe, warum er die dunkle Seite wählt, sind nicht böse. Sie sind sogar ehrenhaft, da er ja schließlich seiner Familie helfen will.
                      Seine Entscheidung die dunkle Seite zu wählen, beruht daher auf ehrenhaften Beweggründen.
                      "Gut und Böse" sind die Taten, die er als Jedi und als Sith begeht.
                      Die Taten spielen sicher eine entscheidene Rolle. Dennoch, ich denke, dass die Beweggründe ebenfalls von Bedeutung sind.
                      Waren Anakins Bewegründe wirklich ehrenhaft? Um Obi-Wan zu zitieren: "Deine Gier nach Macht ..."
                      War das Töten der Jünglinge etwa ehrenhaft?

                      Ging es ihm wirklich um die anderen? Oder ging es ihm nur noch um seine eigenen Wünsche. Er hörte Padmé gar nicht mehr zu. Er wollte sie für sich haben - es ging Anakin nur noch um sich selbst, nicht mehr um die Belange von Padmé oder von irgend jemand anderen.

                      Dass das Töten der Jünglinge unvertretbar böse war, war ihm natürlich klar. Anakin handelte wie ein habgieriger Räuber, der eben alle im Hause tötet, damit er keine Probleme bekommt.
                      Gut zu sein bedeutet, bereit zu sein, persönliche Opfer um den Vorteil der anderen Willen in Kauf zu nehmen.

                      Ich denke, die Gedanken und Gefühle, die hinter den Taten stehen - die Beweggründe -, spielen eine entscheidene Rolle.

                      Jemand könnte zum Beispiel spenden oder sonst irgend etwas Löbliches tun, nur von den anderen als "Guter" wahrgenommen zu werden - eben um sich selbst ins gute Licht zu rücken. Das kennen wir in der realen Welt doch zuhauft.

                      Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                      Streng genommen ist Köpfen auch eine Zerteilung des Körpers, denn es wird der Kopf vom Rumpf getrennt, was beutet daß der Körper über der Schultern zerteilt wird.
                      Zerteilt man aber weiter unten ist es eine Entweihung.
                      Seit wann hat ein Gegner "geweihte" Körperstellen?
                      Nüchtern betrachtet ist deine Argumentation natürlich logisch.

                      Das Köpfen scheint aber doch eine besondere Bedeutung zu haben. Es war z. B. eine typische Hinrichtungsmethode.
                      Auch in "Highlander" war das Köpfen die einzige Möglichkeit einen sog. "Unsterblichen" doch zu töten.
                      Oder in der Vampier-Mythologie spielt das Köpfen von Dracula auch eine Rolle.

                      Wir verbinden eine Person ja mit seinem Gesicht und im Kopf steckt ja auch die Person. Man beraubt also jemanden seines Körpers.
                      Bei den Jedis ist dies eben ein Ausdruck dafür, dass es sich um einen gefährlichen und starken Gegner handelt und man diesem mit dem Enthaupten noch eine gewisse Würde lässt.

                      Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                      Eine Enteihung wäre für mich z.B., wenn der Gegner unkenntlich gemacht würde, sprich daß man den Gegner später nicht mehr identivizieren kann. DAS wär eine Entweihung, da man ihm mit dem Tod auch die Persönlichkeit raubt.
                      Aber solange man ihn wieder "zusammensetzen" kann finde ich nicht, daß man ihm etwas geraubt oder ihn "geschändet" hätte oder wie auch immer man das nennen will.
                      Das wäre in der Tat eine Entweihung oder gar Schändung.

                      Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                      Hinzu kommt, daß bei einer tötlichen Auseinandersetzung doch (fast) alle Grenzen überschritten wurden, wo der "Umgang" noch Einfluss hätte haben können.
                      Irgendwann ist auch die Grenze von Höflichkeit und Respekt erreicht
                      In der Deutung der verschiedenen Trefferarten würde ich nicht also viel hineininterpretieren. Hierbei gibt es sicher auch praktische Erwägungen, warum man zum einen und nicht zum anderen Mittel greift.
                      Als Obi-Wan Vader die Gliedmaßen abtrennte, tat er dies sicher nicht in der Absicht, eine bestimmte Symbolik zum Ausdruck zu bringen, sondern binnen eines Sekundenbruchteils einen extrem gefährlichen Angreifer unschädlich zu machen. Ich interpretiere es so, dass Kenobi nicht die Absicht hatte, Vader zu töten - anders als bei .

                      Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                      Dann beweist diese Szene wohl mit aller Härte, daß der Jedi Kodex nicht immer anwendbar ist.
                      Soviel Respekt hätte man nämlich auch vor einem Tier, daß man es vom Schmerz erlöst und nicht elend verhungern lässt.
                      Ein Pferd bekäme z.B. den Gnadenschuss.
                      Und am Hass in Anakins Augen hat Obi Wan in diesem Moment die meiste Schuld.
                      So läßt man nicht mal seinen Feind auf dem Schlachtfeld zurück. Und einen "Bruder" schon garnicht.
                      Er konnte es einfach nicht über sich bringen, ihn einfach abzuschlachten. Hätte er ihn mitnehmen sollen?
                      Vielleicht hat Vaders Antwort: Ich hasse dich!" Obi-Wan davon abgehalten.

                      Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                      Aber es können auch Ereignisse die man keiner Seite zuordnen kann als negativ empfunden werden.
                      Z.B. daß Millionen aufschreien und dann verstummen. Ein nicht so gefestigter Charakter wie Obi Wan könnte bei so einem emfpundenen Schmerz sehr leicht negative Gedanken haben und sogar Wut empfinden - spätestens dann, wenn klar wird daß Alderaan vom Imperium venichtet wurde.
                      Darum wird ein Jedi bei seiner Ausbildung auch darauf geschult, mit solchen Wahrnehmungen umgehen zu können und sich nicht der Wut hinzugeben. Obi-Wan empfand Schmerz, Mitgefühl und vermutlich auch Trauer, aber eben keine Wut.
                      Anakin reagierte beim Tod seiner Mutter ganz anders.
                      Zuletzt geändert von Halman; 27.02.2010, 03:34.

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                        #86
                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Die Taten spielen sicher eine entscheidene Rolle. Dennoch, ich denke, dass die Beweggründe ebenfalls von Bedeutung sind.
                        Waren Anakins Bewegründe wirklich ehrenhaft? Um Obi-Wan zu zitieren: "Deine Gier nach Macht ..."
                        War das Töten der Jünglinge etwa ehrenhaft?
                        Nun, ich rede erst mal nur von der Entscheidung, die Seiten zu wechseln und ein Sith zu werden.
                        Diese Entscheidung beruht doch alleine auf dem einen Beweggrund, die eigene Familie vor dem vermeintlich sicheren Tod bewahren zu wollen.
                        Aus Anakins Sicht bedeutet "ein Sith zu sein" für ihn UND seine Familie nur Gutes.
                        Denn ein Sith, so glaubt er, kann Leben erschaffen.
                        Anakin ist krank in seiner Seele und er vertraut jetzt dem falschen "Arzt".
                        So sehe ich diese Situation.

                        Dabei kann man ihm dragischer Weise nicht einmal vorwerfen, er habe sich selber krank gemacht, denn eigentlich hatte er nie die Chance richtig "gesund" zu werden.
                        Ob Letzteres nun daran gelegen hat, daß er schon zu alt war - als er von seiner Mutter getrennt wurde - oder ob er einfach ein Dickkopf war, nunja, sein Leben war nicht grade einfach.

                        Außerdem messen Yoda und Obi Wan mit zweierlei Maß:
                        Bis zu dem Zeitpunkt wo Anakin sich das erste mal als "Lord Vader" erhebt, ist er erst mal nur so "böse" zu werten, wie es seine Taten als JEDI wiedergeben.
                        Die schlimmste Tat die er bis dato begangen hat, war das Abschlachten derer die seine Mutter auf dem Gewissen hatten. Dabei hat er natürlich maßlos übertrieben und es ist ein Wunder, daß er nicht sofort danach schon zu einem Sith wurde. Im Grunde war das genau so schlimm wie das Abschlachten der Padawane im Jeditempel.
                        Padawane = Kinder = Sandleute = genau so schlimm.
                        Als Anakin noch JEDI war, sah man das wohl als "Ausrutscher" oder als...... Begleitschaden.

                        Nachdem Anakin sich aber als "Lord Vader" erhebt und GENAU das selbe macht wird es als böse angesehen, weil es ja schließlich die eigenen Leute betrifft.
                        Und wieder zeigt sich, daß der Jedikodex wohl nicht für alles und jeden gillt.
                        Anakin wurde doch schon abgeurteilt, bevor er verkrüppelt und verbrannt zum Sterben liegen gelassen wurde. Und zwar eindeutig nicht nur wegen der Tat selbst, sondern weil es Padawane getroffen hat. Das nenne ich mal eine selbstsüchtige Beurteilung von Gut und Böse..
                        Es kommt eben immer auch auf den Standpunkt an.
                        Deshalb darf ein Obi Wan einem Luke auch ein Lügenmärchen auftischen und diesen nichtsahnend gegen seinen eigenen Vater losziehen lassen:
                        Den "Teufel", den er selber erschaffen hat.

                        Die Grausamkeit eines Obi Wan, dürfte nicht minder böse sein als die Grausamkeit eines Anakin, auch wenn es bei ersterem nur gegen eine Person ging.
                        Als Jedi haben beide gleichermaßen versagt.
                        Der eine als Lehrer und der andere als Schüler:
                        Die letzte Tat Obi Wans hat aus Anakin einen Vollblut-Sith gemacht, der danach wohl noch mehr Schaden angerichtet hat als vorher.
                        Hätte Obi Wan Gnade gezeigt, wäre das nicht passiert........

                        Bei den Jedis ist dies eben ein Ausdruck dafür, dass es sich um einen gefährlichen und starken Gegner handelt, der diesem noch eine gewisse Würde lässt.
                        Um so mehr frage ich mich, warum das Zerteilen des Köpers eine Entweihung oder ein Verlust an Würde sein soll, wenn der Gegner danach genau so (schnell) tot ist und noch etwas von seinem Köper behält. Man könnte das Schwert z.B. diagonal von der Schulter an durch den Brustkob ziehen. Der Tod tritt dann genau so schnell ein aber es feht nicht der ganze Köper.
                        Man kann es dann auch nicht mehr mit einer Hinrichtungsmethode vergleichen, da so eine "Verletzung" eigentlich nur im Kampf vorkommt.
                        Als ehrenvollste Methode den Gegner zu töten ist wohl "Shiak - Erstechen" aufgelistet?
                        Allerdings tritt der Tod dann nicht so schnell ein. Der Todeskampf kann noch ein paar Minuten dauern.

                        Darum wird ein Jedi bei seiner Ausbildung auch darauf geschult, mit solchen Wahrnehmungen umgehen zu können und sich nicht der Wut hinzugeben.
                        Anakin hatte wahrscheinlich die selbe gute Ausbildung genossen - und Obi Wan war sogar über 10 Jahre lang sein Meister.
                        Aber bei Anakin wirkte die Ausbildung anscheinend nicht.
                        Es muss also noch andere Faktoren geben, die man auch mit einer Jediausbildung nicht unbedingt in den Griff bekommt.
                        Anakin sieht alle Sandleute als böse an, weil die Macht ihn so hart trifft.

                        Obi Wan sieht niemanden als böser an wie voher, weil ihn die Macht niemals so hart treffen kann, wie sie den jungen Anakin getroffen hat. Er hat eh ganz andere Pläne.
                        Wenn man so will ist Luke später sein "Schwert" mit dem er den Todesstern zerstört.
                        Obi Wan ist also mit dem "Argument", warum er jetzt nicht ausflippen darf, im selben Raum. Er hat die Möglichkeit zu seiner "Geheimwaffe" zu sagen "mach lieber deine Übungen weiter" und denkt somit wider an eine positive Zukunft.

                        Bei den Sandleuten gab es keinerlei Grund jetzt nicht auszuflippen - außer eben die Jediausbildung - und besondere Pläne hatte Anakin auch keine.
                        Was hätte Anakin am Ausflippen hindern können?
                        Wie hätten die Zurufe von Qui Gon "Nein, nein, nein......" daran etwas ändern sollen?
                        Dieser Mensch war am Ende seine psyhischen Möglichkeiten.
                        Ganz egal welche Ausbildung er genossen hat.

                        Anakin reagierte beim Tod seiner Mutter ganz anders.
                        Verständlich - wenn man das anschließende Gemetzel mal ausblendet.

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                          #87
                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Nun, ich rede erst mal nur von der Entscheidung, die Seiten zu wechseln und ein Sith zu werden.
                          Diese Entscheidung beruht doch alleine auf dem einen Beweggrund, die eigene Familie vor dem vermeintlich sicheren Tod bewahren zu wollen.
                          Aus Anakins Sicht bedeutet "ein Sith zu sein" für ihn UND seine Familie nur Gutes.
                          Denn ein Sith, so glaubt er, kann Leben erschaffen.
                          Anakin ist krank in seiner Seele und er vertraut jetzt dem falschen "Arzt".
                          So sehe ich diese Situation.
                          Aus Anakins Sicht ist das sicher so. Aber er war dafür bereit buchstäblich über Leichen zu gehen. Genau hierin sehe ich den Unterschied zwischen Gut und Böse. Der Zweck heilig eben nicht jedes Mittel.
                          Wer bereit ist Jünglinge zu töten, um seine Frau zu retten, ist böse.
                          Sidious hat ihn gewissermaßen erpresst. Er wusste, dass Anakin bereit wäre diese moralische Grenze zu überschreiten, weil er es schon mal auf Tatoinne gemacht hatte.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Dabei kann man ihm dragischer Weise nicht einmal vorwerfen, er habe sich selber krank gemacht, denn eigentlich hatte er nie die Chance richtig "gesund" zu werden.
                          Ob Letzteres nun daran gelegen hat, daß er schon zu alt war - als er von seiner Mutter getrennt wurde - oder ob er einfach ein Dickkopf war, nunja, sein Leben war nicht grade einfach.
                          Anakin hörte lieber auf die schmeichelhaften Einflüsterungen Palpatines, als auf die Zurechtweisung Kenobis.
                          Dennoch glaube ich, dass er eine Chance hatte. Es lag an seiner Entscheidung. Anakin sah wohl keine andere Möglichkeit mehr, als Sidious zu dienen, als er Windu verraten hatte, aber in Wirklichkeit hatte er eine Wahl. Diese hätte aber ein persönliches Opfer erfordert.

                          Luke war auf Dagobah auch nicht bereit seine Freunde für die Sache zu opfern, für die sie kämpften. Er entschied sich nach Cloud City zu fliegen. Später tat dies Luke leid, da er wusste, dass er eine Wahl hatte.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Außerdem messen Yoda und Obi Wan mit zweierlei Maß:
                          Bis zu dem Zeitpunkt wo Anakin sich das erste mal als "Lord Vader" erhebt, ist er erst mal nur so "böse" zu werten, wie es seine Taten als JEDI wiedergeben.
                          Die schlimmste Tat die er bis dato begangen hat, war das Abschlachten derer die seine Mutter auf dem Gewissen hatten. Dabei hat er natürlich maßlos übertrieben und es ist ein Wunder, daß er nicht sofort danach schon zu einem Sith wurde. Im Grunde war das genau so schlimm wie das Abschlachten der Padawane im Jeditempel.
                          Padawane = Kinder = Sandleute = genau so schlimm.
                          Als Anakin noch JEDI war, sah man das wohl als "Ausrutscher" oder als...... Begleitschaden.
                          Objektiv betrachtet hast Du recht. Allerdings gibt es zwischen der Situation auf Tatoinne und der im Jedi-Tempel doch drei Unteschiede:
                          • Diesmal kam zu der gleichwertigen bösen Mordtat in Tateinheit der Verrat am Jedi-Orden
                          • durch die Wiederholung der Mordtat und dem Verrat verfestigte sich diesmal die Dunkle Seite in ihm und er blieb böse
                          • dieser Tat ging der Verrat gegen Mace Windu voraus und die freiwillige Entscheidung, dem Dunklen Lord der Sith zu dienen - also eine bewusste Entscheidung für die dunkle Seite der Macht. Auf Tatoinne erschlug Anakin einfach aus Wut und Hass die Sandleute, bediente sich dabei der Dunklen Seite, aber es war doch so viel Gutes in ihm, dass dies nur vorrübergehend war. In Episode III verfolgte er das Ziel viel bewusster, über aggressive Handlungen Zugang zur Dunklen Seite der Macht zu erlangen, weil er glaubte, dass er nur so Padmé retten konnte.


                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Nachdem Anakin sich aber als "Lord Vader" erhebt und GENAU das selbe macht wird es als böse angesehen, weil es ja schließlich die eigenen Leute betrifft.
                          Und wieder zeigt sich, daß der Jedikodex wohl nicht für alles und jeden gillt.
                          Anakin wurde doch schon abgeurteilt, bevor er verkrüppelt und verbrannt zum Sterben liegen gelassen wurde. Und zwar eindeutig nicht nur wegen der Tat selbst, sondern weil es Padawane getroffen hat. Das nenne ich mal eine selbstsüchtige Beurteilung von Gut und Böse..
                          Es stimmt schon, er macht im Jedi-Tempel genau das Gleiche wie auf Tatoinne. Aber hier kommt der Verrat am Jedi-Orden hinzu.
                          Er wurde zu einem Wiederholungstäter, einen Verräter und jemanden, der dies in der bewussten Absicht tat, die Dunkle Seite zu nutzen.

                          Der entscheidene Faktor kommt in Yodas Aussage zum tragen:
                          ... aufgegangen in Darth Vader er ist.
                          Kenobi wollte ihn retten. Wäre dies möglich gewesen, hätte Anakin Reuhe gezeigt, so hätte Kenobi ihn nicht als Feind betrachtet. Es ging nicht darum, ihn zu richten.
                          Yodas Aussage war kein Gerichtsurteil sondern diente allein der Gefahrenabwehr.

                          In unserem Recht gibt es auch diese Untescheidung zwischen dem Strafrecht und dem Gefahrenabwehrrecht. Das Strafrecht dient nicht dazu, Leute zu schützen, sondern allein dazu, den Täter zu bestrafen - es geht dabei also um den Verbrecher.
                          Bei der Gefahrenabwehr spielt die Schuld keine Rolle, sondern allein die Gefahr für Einzelne und die Allgemeinheit.

                          Da Anakin Skywalker zu Darth Vader wurde, wurde er zu einem Werkzeug für das Böse - eine sehr große Gefahr! Das war der ausschlaggebene Punkt.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Es kommt eben immer auch auf den Standpunkt an.
                          So ähnlich sagte es doch auch Obi-Wan zu Luke. Er würde Dir aufgrund seiner Erfahrung also hierhin durchaus zustimmen.

                          Luke - auch du wirst erkennen, dass viele Wahrheiten, an die wir uns klammern, von unserem persönlichen Standpunkt abhängig sind.
                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Deshalb darf ein Obi Wan einem Luke auch ein Lügenmärchen auftischen und diesen nichtsahnend gegen seinen eigenen Vater losziehen lassen:
                          Obi-Wan wollte es Luke sagen, wenn er soweit ist. Er sollte es erfahren - aber eben erst nach einer gewissen Ausbildungszeit. Obi-Wan hielt es wohl für unweise, Luke von vornherein mit dieser unbequemen Wahrheit zu konfrontieren.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Den "Teufel", den er selber erschaffen hat.
                          Obi-Wan räumte ein:
                          Ich dachte, ich könnte ihn ebensogut unterweisen wie Yoda. Das war ei Irrtum.
                          Aber erschaffen hatte Darth Sidious ihn. Er hatte Anakin Skywalker über 13 Jahre manipuliert und letztlich auch buchstäblich in Darth Vader verwandelt (ihn sogar diesen Namen gegeben.) Die primäre Schuld an allem trägt Palpatine aufgrund seiner bewussten vollkommenen Boshaftigkeit.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Die Grausamkeit eines Obi Wan, dürfte nicht minder böse sein als die Grausamkeit eines Anakin, auch wenn es bei ersterem nur gegen eine Person ging.
                          Als Jedi haben beide gleichermaßen versagt.
                          Der eine als Lehrer und der andere als Schüler:
                          Die letzte Tat Obi Wans hat aus Anakin einen Vollblut-Sith gemacht, der danach wohl noch mehr Schaden angerichtet hat als vorher.
                          Hätte Obi Wan Gnade gezeigt, wäre das nicht passiert........
                          Yoda stellte klar:
                          Vernichten die Sith wir müssen!
                          Darin hatte Obi-Wan versagt, weil er keine Sterbehilfe geleistet hat. Grundsätzlich respektiere ich diese Entscheidung.
                          Soll man einen Menschen wirklich töten, um ihn von seinem Leiden zu erlösen? Ist das moralisch vertretbar? Dieses Dilemma sorgt ja auch unter Medizinern für Kontroversen.
                          Ich vermute mal, das Kenobi ein Gegner von Sterbehilfe ist. Das halte ich für respektabel.
                          Anakin hingegen ist ein Massenmörder, der sogar Kinder ermordet hatte und ein Hochverräter. Das stelle ich nicht auf einer Stufe mit jemanden, der Sterbehilfe ablehnt. (Mitgenommen hat Obi-Wan Anakin wohl nicht, weil er erkannte, dass er ihn nicht mehr retten konnte. Dazu war ja die medizinische Kapsel von Sidious notwendig. Eine solche Ausrüstung hatte Kenobi nicht.)

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Um so mehr frage ich mich, warum das Zerteilen des Köpers eine Entweihung oder ein Verlust an Würde sein soll, wenn der Gegner danach genau so (schnell) tot ist und noch etwas von seinem Köper behält. Man könnte das Schwert z.B. diagonal von der Schulter an durch den Brustkob ziehen. Der Tod tritt dann genau so schnell ein aber es feht nicht der ganze Köper.
                          Du gehst das Ganze sehr rational an, was ich natürlich begrüße. Aber es geht hier wohl um eine symbolische Bedeutung. Das mag mit der uralten Jedi-Tradition zusammenhängen und ihrer Geschichte.
                          So ist es bei den Jedi Sitte, ihre Toten zu verbrennen. Soweit ich weiß, war dies in der alten, jüdischen Kultur verpöhnt, man bestattete die Toten in einer Gruft. Das ist Symbolik und Tradition - je nach Kultur und Geschichte.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Man kann es dann auch nicht mehr mit einer Hinrichtungsmethode vergleichen, da so eine "Verletzung" eigentlich nur im Kampf vorkommt.
                          Als ehrenvollste Methode den Gegner zu töten ist wohl "Shiak - Erstechen" aufgelistet?
                          Allerdings tritt der Tod dann nicht so schnell ein. Der Todeskampf kann noch ein paar Minuten dauern.
                          Die japanische Selbstmordmethode der Samurai ist ja extrem schmerzvoll, gilt aber als ehrenhaft. Das anschließende Köpfen soll den Betreffenen wohl lange Qualen ersparen.
                          Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich bei der Bewertung der Trefferarten und ihrer Bedeutung auch an diese asiatische Vorlage orientierte.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Anakin hatte wahrscheinlich die selbe gute Ausbildung genossen - und Obi Wan war sogar über 10 Jahre lang sein Meister.
                          Mit dem Unterschied, dass Anakin nie richtig zugehört hatte. Dafür hörte er mehr auf die Schmeicheleien von seinem "Freund und Förderer" Palpatine.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Aber bei Anakin wirkte die Ausbildung anscheinend nicht.
                          Es muss also noch andere Faktoren geben, die man auch mit einer Jediausbildung nicht unbedingt in den Griff bekommt.
                          Dieser anderer Faktor war Kanzler Palpatine. Er nutzte Anakins Naivität aus. Obi-Wan war nicht in der Lage mit seiner Ausbildung dagegen zu halten. Palpatine beeindruckte Anakin wohl mehr, mit Ausagen wie (auch nur aus meinem Gedächnis zitiert):
                          Die Dunkle Seite der Macht ist ein Pfad zu manigfaltigen Fähigkeiten, welche manche von uns für unnatürlich halten.
                          Obi-Wan kann rhetorisch nicht mithalten.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Anakin sieht alle Sandleute als böse an, weil die Macht ihn so hart trifft.
                          Das brachte er ja auch gegenüber Padmé deutlich zum Ausdruck.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Obi Wan sieht niemanden als böser an wie voher, weil ihn die Macht niemals so hart treffen kann, wie sie den jungen Anakin getroffen hat. Er hat eh ganz andere Pläne.
                          Wenn man so will ist Luke später sein "Schwert" mit dem er den Todesstern zerstört.
                          Obi Wan ist also mit dem "Argument", warum er jetzt nicht ausflippen darf, im selben Raum. Er hat die Möglichkeit zu seiner "Geheimwaffe" zu sagen "mach lieber deine Übungen weiter" und denkt somit wider an eine positive Zukunft.
                          Obi-Wan ist viel beherrschter als Anakin und hat seine Gefühle im Griff.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Bei den Sandleuten gab es keinerlei Grund jetzt nicht auszuflippen - außer eben die Jediausbildung - und besondere Pläne hatte Anakin auch keine.
                          Was hätte Anakin am Ausflippen hindern können?
                          Sein Glaube an den Jedi-Kodex oder an alles, was ihn seine sanftmütige Mutter eins gelehrt hatte und wofür sie stand.

                          Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                          Wie hätten die Zurufe von Qui Gon "Nein, nein, nein......" daran etwas ändern sollen?
                          Dieser Mensch war am Ende seine psyhischen Möglichkeiten.
                          Ganz egal welche Ausbildung er genossen hat.

                          Verständlich - wenn man das anschließende Gemetzel mal ausblendet.
                          Yoda spürte ja sogar seinen großen Schmerz. Anakin wurde von seinen Gefühlen übermannt, so sehr, dass er nicht mal auf Qui Gon hörte.
                          Zuletzt geändert von Halman; 28.02.2010, 02:06.

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                            #88
                            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                            Aus Anakins Sicht ist das sicher so. Aber er war dafür bereit buchstäblich über Leichen zu gehen. Genau hierin sehe ich den Unterschied zwischen Gut und Böse. Der Zweck heilig eben nicht jedes Mittel.
                            Wer bereit ist Jünglinge zu töten, um seine Frau zu retten, ist böse.
                            Sidious hat ihn gewissermaßen erpresst. Er wusste, dass Anakin bereit wäre diese moralische Grenze zu überschreiten, weil er es schon mal auf Tatoinne gemacht hatte.
                            Jünglinge zu töten war aber nicht die Bedingung, um ein Sith zu werden.
                            Sidious hat sich nicht vor Anakin aufgebaut und gesagt "wenn du mein Schüler sein willst, mußt du Jünglinge töten, deine Frau erwürgen, deine Kinder töten, deinen ehmaligen Mentor töten und alle Jedi/Widersacher jagen und vernichten, wenn ich nur mit dem Finger schnippe".
                            Denn genau das hätte Anakin wohl noch im letzten Moment davon abgehalten Sidiouss Schüler zu werden.
                            Zuerst kriegt er auch nur eine "leichtge Aufgabe", wo er sich hemmungslos austoben darf.
                            Erst danach geht es ans Eingemachte.

                            Anakin sah wohl keine andere Möglichkeit mehr, als Sidious zu dienen, als er Windu verraten hatte, aber in Wirklichkeit hatte er eine Wahl. Diese hätte aber ein persönliches Opfer erfordert.
                            Aber wer opfert schon seine Familie?
                            Aus seiner Sicht hat er ja schon seine Mutter geopfert, weil er sie nicht rechtzeitig befreit hat.
                            Dazu hätte er sicher auch schon vorher die Gelegenheit gehabt.
                            Daraus daß er Obi Wan schon 9mal das Leben gerettet hat schließe ich, daß er auch selbsständig genug gewesen wäre vorzeitig seine Mutter zu retten.
                            Ich kann mir vorstellen, daß es auch jedesmal ein Opfer für ihn darstellte es nicht zu tun.

                            Luke war auf Dagobah auch nicht bereit seine Freunde für die Sache zu opfern, für die sie kämpften. Er entschied sich nach Cloud City zu fliegen. Später tat dies Luke leid, da er wusste, dass er eine Wahl hatte.
                            Lukes Zusammenstoß mit Vader, ist genau das, was von Anfang an geplant war. In RotJ sagt Yoda nämlich wie unerwartet es sei, daß Vader Luke gesagt hat daß er dessen Vater ist. Es war nie beabsichtigt mit offenen Karten zu spielen, was den Spruch "Luke, auch du wirst noch feststellen, daß man alles aus einem gewissen Standpunkt aus betrachtet" in einem fahlen Licht erscheinen läßt.
                            Natürlich ist das absolut richtig, aber dem haftet nunmal an, daß man Luke nie über die Identität Vaders hätte aufklären wollen. Welche Chance ließ man also Luke, daß er FREI entscheiden konnte?
                            Garkeine.
                            Luke denkt, er stellt sich jetzt dem Erzfeind. Der Erzfeind kennt Luke aber besser als dieser sich selbst.
                            Und genau darauf muß man seinen Schützling hinweisen.
                            Einfach sagen "hör mal, es gibt da was was du unbedingt wissen mußt, bevor du jetzt die Zelte abbrichst.".
                            Das ist alles. Luke flüstert nach dem Kampf andauernd "Ben, warum hast du mir das niemals gesagt". Er versteht es also immer noch nicht. Wie soll er das auch verstehen?
                            Immerhin ist das sein Vater und alle Zusammenhänger KANN er garnicht verstehen.
                            Das bedeutet, Yodas und Obi Wans Plan hat tatsächlich funktioniert. Allerdings schlug die Manipulatin (das Training, die Ausbildung und alles was dazu gehört) viel zu früh an, bevor Luke ein ausgebildeter JEDI oder gar ein Meister wurde.

                            Luke war schlicht der selben Art Manipunlation zum Opfer gefallen, die seinerzeit Sidious auf Anakin angewendet hat.
                            Nun aber hat Anakin Sidious durchschaut (seine Kinder sind garnicht tot, sondern zumindest sein Sohn lebt noch) und Luke hat Obi Wan durchschaut (sein Vater wurde garnicht von Vader getötet). Es war abzusehen, daß sich beide erkennen bevor sie sich gegenseitig abschlachten, da zumindest Anakin seinen Sohn gespürt hätte. HAT er ja auch schon, in ANH. Der Plan, Luke zu einem Jedi auszubilden, damit dieser VADER tötet, war also von Anfang an zum scheitern verurteilt. Es konnte nur daraus hinauslaufen, daß sich Luke irgendwann seinem VATER stellt. Außerdem hat man durch verschleiern der Tatsachen nicht ausschließen können, daß Luke doch noch die Seiten wechselt (oder auf andere Art versagt), wenn er auf die harte Tour heruasfindet wer sein Vater ist. Sowohl Obi Wan als auch Yoda hätten mitlerweile (am Beispiel Anakin) begreifen müssen, daß extreme Erfahrungen auch extreme Konsequenzen nach sich ziehen können. Und so ganz der alte ist Luke ja wirklich nicht mehr, nachdem ihm sein VATER die Hand abgeschlagen hat.

                            Was hat das nun alles damit zu tun, daß Luke seine Freunde nicht im Stich läßt (Meinung):
                            Hätte Obi Wan von Anfang an die Wahrheit gesagt, so hätte er sich nun selbst als "lebendes" Beispiel heranziehen können, daß Vader seinen Mentor (also ihn, Ben Kenobi) auf dem Todesstern gespürt hat, bevor die beiden aufeinander prallten, wegen der engen Bezieheung die sie früher hatten (Obi Wan Ben: du warst wie ein Bruder für mich). Und auch er selbst hatte wohl seinen ehemaligen Schüler gespürt.
                            Die Erfahrung lehrte Obi Wan ebenfalls, daß familiäre Bande einen ähnlichen Effekt hat.
                            Somit hätte er Luke nun sagen können: "wenn du jetzt aufbrichst um dich deinem VATER zu stellen, dann wird er dich aufspüren und vernichten. Oder er wird dich auf die dunkle Seite ziehen, weil er dir in allen Belangen haushoch überlegen ist. Schau mich an. Ich bin der lebende Beweis, daß es genau so geschehen wird" oder so ähnlich.
                            DAS wäre dann ein ARGUMENT gegen Lukes Aufbruch gewesen.
                            Über alles andere was gesagt wurde, kann man geteilter Meinung sein.
                            Da man den freien Willen nicht beeinflussen kann, wäre hier eine Basis für ein GUTES Argument schon wichtig gewesen. Diese Basis fehlte einfach.

                            Allerdings gibt es zwischen der Situation auf Tatoinne und der im Jedi-Tempel doch drei Unteschiede:
                            • Diesmal kam zu der gleichwertigen bösen Mordtat in Tateinheit der Verrat am Jedi-Orden
                            • durch die Wiederholung der Mordtat und dem Verrat verfestigte sich diesmal die Dunkle Seite in ihm und er blieb böse
                            • dieser Tat ging der Verrat gegen Mace Windu voraus und die freiwillige Entscheidung, dem Dunklen Lord der Sith zu dienen - also eine bewusste Entscheidung für die dunkle Seite der Macht. Auf Tatoinne erschlug Anakin einfach aus Wut und Hass die Sandleute, bediente sich dabei der Dunklen Seite, aber es war doch so viel Gutes in ihm, dass dies nur vorrübergehend war. In Episode III verfolgte er das Ziel viel bewusster, über aggressive Handlungen Zugang zur Dunklen Seite der Macht zu erlangen, weil er glaubte, dass er nur so Padmé retten konnte.
                            Ist der 2. Punkt eine Annahme oder eine Tatsache? Ah ja richtig, es ist eine "Anklageschrift". Die Ankläger sind aber nicht unparteiisch (und nebenbei bemerkt auch nicht ganz unschuldig an der Situation) und sie werden auch später die Richter sein. Befangene Richter um genau zu sein.
                            Als Vertreter des Jediorden müssen sie die gefährlichen Feinde des Ordens vernichten, sie unschädlich machen. Deshalb sehen sie nur das Böse, weil sie es sehen wollen, weil sie die Tat(en) persönlich nehmen müssen.
                            Genau das selbe wollen auch die Sith. Aus Sicht der Sith sind "Jünglinge" gefährliche Feinde, die sie vernichten müssen.
                            Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Außer man befindet sich im Krieg.
                            Dem Jediorden wurde ganz offensichtlich der Krieg erklärt.

                            Das einzige was im Krieg angeklagt werden kann, ist der Verrat.
                            Und auf Verrat steht immer der Tod. Es ist also völlig unerheblich was Anakin alles metzelt. Anakin ist schlicht ein Verräter und wie ein solcher zu behandeln.
                            Nur wird Obi Wan zu schwach sein das durch zu ziehen, weil er schlicht befangen ist.
                            Er ist nicht fähig ein klares Urteil zu fällen und den Verräter zu töten.
                            Daher wählt er eine Strafe, die nicht eines Verräters würdig ist und straft somit auch sich selbst, weil er nun selber ein Verräter des Ordens ist. Wer einen Vrräter nicht tötet, sobald er die Gelegenheit dazu sieht, ist selber ein Verräter.
                            Obi Wan hat alles verraten und alles falsch gemacht.

                            Es stimmt schon, er macht im Jedi-Tempel genau das Gleiche wie auf Tatoinne. Aber hier kommt der Verrat am Jedi-Orden hinzu.
                            Er wurde zu einem Wiederholungstäter, einen Verräter und jemanden, der dies in der bewussten Absicht tat, die Dunkle Seite zu nutzen.

                            Der entscheidene Faktor kommt in Yodas Aussage zum tragen:

                            Kenobi wollte ihn retten. Wäre dies möglich gewesen, hätte Anakin Reuhe gezeigt, so hätte Kenobi ihn nicht als Feind betrachtet. Es ging nicht darum, ihn zu richten.
                            Yodas Aussage war kein Gerichtsurteil sondern diente allein der Gefahrenabwehr.

                            In unserem Recht gibt es auch diese Untescheidung zwischen dem Strafrecht und dem Gefahrenabwehrrecht. Das Strafrecht dient nicht dazu, Leute zu schützen, sondern allein dazu, den Täter zu bestrafen - es geht dabei also um den Verbrecher.
                            Bei der Gefahrenabwehr spielt die Schuld keine Rolle, sondern allein die Gefahr für Einzelne und die Allgemeinheit.
                            Zusammenfassend können sie nur feststellen, wer der wahre Feind ist und daß sie es mit einem Verräter zu tun haben.
                            Im Prinzip herrschten niemals klarere Verhältnisse, denn man befindet sich im Krieg.

                            Das einzig proplematische bei Obi Wan ist, daß ER mit seinen Gefühlen nicht klar kommt, sonst würde er Anakin nachher töten. Er hat sich ja lange genug damit auseinander gesetzt, daß Anakin ein Verräter ist und daß er Jünglinge getötet hat. Er hat sich die Aufzeichnung angesehen, war entsetzt, gab seine Sprüche ab und es vergeht genügend Zeit um zu begreifen, daß "sein Bruder ein Verräter ist". Wenn er immer noch nicht objektiv denken kann, dann hat SEIN Gemetzel an Anakin nichts mehr mit den Jünglingen zu tun oder daß Anakin die dunkle Seite gewählt hat, sondern er ist schlicht gekränkt und rächt auf die Art sein gekränktes Ego.

                            Denn auch er geht beim Abstrafen nicht über das hinaus, was seine verletzte Eitelkeit verursacht hat. Für ihn ist die Sache erledigt, sobald er Anakin klar gemacht hat, daß dieser ihn "als Bruder den er (Obi Wan) liebte" verletzt/enttäuscht hat. Dann läßt er ihn sterbend liegen. Aus DIESEM Grund und aus keinem anderen.
                            Aber was ist mit dem Verrat? Was ist mit dem Jediorden? Was ist mit den Jünglingen? Was ist mit den anderen bösen Taten Anakins? Warum läßt Obi Wan diese ungesühnt, zog er doch los um den Verräter zu richten?
                            Obi Wan steht also nicht über Anakin, wie er es selber behauptet.
                            ER springt nicht über seinen Schatten.
                            Aber ich will es ihm nachsehen, er ist ja kein Anakin.

                            Das führt ihn zwar nicht zur dunklen Seite. Aber natürlich läßt es ihn nie wieder los und auch die Scham über seine Schande muß unendlich groß sein.

                            Da Anakin Skywalker zu Darth Vader wurde, wurde er zu einem Werkzeug für das Böse - eine sehr große Gefahr! Das war der ausschlaggebene Punkt.
                            Wenn der Jedikodex ein Gesetz wäre, hätte man dieses "Strafrecht" (also die Bestrafung des Verbrechers) geradezu herausgefordert. Denn die Gefahrenabwehr war lediglich ein "Nein" von einem Jedigeist namens Qui Gon. Hinterher habe ich nicht gesehen, daß man mit Anakin Gespräche geführt hätte oder ihn sonst wie unter Beobachtung bzw. unter Arrest gestellt hätte.
                            Anakin hat für das Abschlachten der Sandleute nicht mal eine Rüge erhalten. Er wurde sogar belohnt und war bald vollwertiges Mitglied im Jedirat. Dann war er auch noch beleidigt, weil man ihm nicht den Rang eines "Meisters" einräumte.
                            Daß Anakin also nicht "in den Rang eines Meister" erhoben wurde, war das EINZIGE was die Gefahr ev. ein bischen eingedämmt hat. Denn nur einem Meister werden anscheinend Missionen anvertraut, wo man die alleinige Verantwortung für Leib und Leben hat.
                            Man kann also im Nachhinein nicht ausschließen, daß auch der Jediorden das Böse in Anakin förderte.
                            Ich sehe da jedenfalls nichts von Gefahrenabwehr.
                            Nachdem Anakin nun zu "Lord Vader" wurde, war Yoda natürlich in Zugzwang.

                            Darin hatte Obi-Wan versagt, weil er keine Sterbehilfe geleistet hat. Grundsätzlich respektiere ich diese Entscheidung.
                            Soll man einen Menschen wirklich töten, um ihn von seinem Leiden zu erlösen? Ist das moralisch vertretbar? Dieses Dilemma sorgt ja auch unter Medizinern für Kontroversen.
                            Ich vermute mal, das Kenobi ein Gegner von Sterbehilfe ist. Das halte ich für respektabel.
                            Anakin hingegen ist ein Massenmörder, der sogar Kinder ermordet hatte und ein Hochverräter. Das stelle ich nicht auf einer Stufe mit jemanden, der Sterbehilfe ablehnt. (Mitgenommen hat Obi-Wan Anakin wohl nicht, weil er erkannte, dass er ihn nicht mehr retten konnte. Dazu war ja die medizinische Kapsel von Sidious notwendig. Eine solche Ausrüstung hatte Kenobi nicht.)
                            Es geht hier nicht um Sterbehilfe.
                            Eben noch wurde Anklage erhoben, wegen Mord, Verrat und etwaigen anderen bösen Taten.
                            Da man sich im Krieg befindet reicht alleine der Verrat für ein Todesurteil.
                            Dessen ist Obi Wan aber nicht fähig also hat er als Jedi des Jediordens versagt.
                            Er hat darin versagt, seinem eigenen Urteil gerecht zu werden.
                            Seine verletzte Eitelkeit rückte in den Vordergrund. Das reicht natürlich nicht aus für ein Todesurteil. Aber vorher konnte das Urteil eben nur auf "Tod" lauten.
                            So ein Todesurteil würde überall gefällt werden, unabhängig von der jeweiligen Rechtsprechung in Friedenszeiten.

                            Du gehst das Ganze sehr rational an, was ich natürlich begrüße. Aber es geht hier wohl um eine symbolische Bedeutung. Das mag mit der uralten Jedi-Tradition zusammenhängen und ihrer Geschichte.
                            So ist es bei den Jedi Sitte, ihre Toten zu verbrennen. Soweit ich weiß, war dies in der alten, jüdischen Kultur verpöhnt, man bestattete die Toten in einer Gruft. Das ist Symbolik und Tradition - je nach Kultur und Geschichte.
                            Naja, ich bin der Meinung, daß man auch die Würde unter dem Aspekt betrachten muß, daß Krieg und nicht Friede herrscht.
                            Im Krieg gelten nicht mal die selben Gesetze wie im Frieden. Warum sollte das mit der Würde anders sein?
                            Ein Beispiel:
                            In Friedenszeiten haben sogar Mörder und Kinderschänder noch Rechte.
                            Im Krieg brauch dich nur jemand im falschen Lager frei rumlaufen zu sehen und schon ist das ein Todesurteil, wenn es nicht zu deinem Auftrag gehörte dich dort aufzuhalten.

                            Und die Ehre gegenüber den Toten wurde in der Regel nur den eigenen Leuten zuteil.
                            Siehe z.B. die Indianer Noramerikas. Die eigenen Toten werden verbrannt und sogar auf Pfahlbauten bestattet, um sie vom Gewürm fern zu halten.
                            Die weißen Feinde hingegen wurden skalpiert und liegen gelassen.

                            Die japanische Selbstmordmethode der Samurai ist ja extrem schmerzvoll, gilt aber als ehrenhaft. Das anschließende Köpfen soll den Betreffenen wohl lange Qualen ersparen.
                            Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich bei der Bewertung der Trefferarten und ihrer Bedeutung auch an diese asiatische Vorlage orientierte.
                            Dabei sollte man aber bedenken, daß sich der "Selbstmörder" die Schmerzen gewollt selbst zufügt.
                            Außerdem war das ein Ritual und nicht die Praxis in einer Schlacht bzw. eines Kampfes.

                            Obi-Wan kann rhetorisch nicht mithalten.
                            Und da Anakin wenig Erfahrung hat, ist er auch offen für andere Meinungen.
                            So "seppt" er also im Geiste die vernommenen Weisheiten durch und sucht sich die aus, die ihm richtig erscheinen.

                            Das brachte er ja auch gegenüber Padmé deutlich zum Ausdruck.
                            Ja. Und daß Obi Wan ihn nicht weiterkommen lassen würde.

                            Obi-Wan ist viel beherrschter als Anakin und hat seine Gefühle im Griff.
                            Ob das der einzige Grund ist.....

                            Sein Glaube an den Jedi-Kodex oder an alles, was ihn seine sanftmütige Mutter eins gelehrt hatte und wofür sie stand.
                            Genau das stellt sich nun alles gegen ihn.
                            Anschienend entschied Anakin sich ganz klar für das "wofür seine Mutter stand" und schon ergibt der Jedikodex (Moralteil) einen ganz anderen Sinn:
                            Gefühle gibt es nicht, (anscheinend aber doch, wenn die eigene Mutter in den Armen stribt)
                            Frieden gibt es.
                            Im Frieden wird niemand vergewaltigt, geschändet, missbraucht, getötet.
                            Es gibt eigentlich garkeinen Ausdruck dafür was "mit dem Friede" gemacht wurde.
                            Der Friede wurde mit Füßen getreten und nun liegt er im Dreck, in einem "Land" wo es keinen Glauben gibt.

                            Unwissenheit gibt es nicht,
                            Wissen gibt es.

                            Es gibt also auch kein Vergessen. Anakin DARF die Tat an seiner Mutter garnicht ignorieren.

                            Leidenschaft gibt es nicht,
                            Gelassenheit gibt es.

                            Hinter den Mauern des Jeditempels mag das so sein. Aber nicht im Niemandsland, wo Leidenschaft der gefährlichste Feind ist. Ein Feind, dem ein Jedi sofort den Kopf abschlagen würde (Sai cha).

                            Tod gibt es nicht, (für jemanden der nicht in der Macht aufgehen kann wohl doch)
                            die Macht gibt es.
                            Und welche Macht soll nun den Frieden wieder herstellen?
                            Anakin würde sich ja quasi selbst verleugnen, wenn er jetzt den Missionar für den Jedikodex mimen würde, wenn dieser für ihn den selben Stellenwert hat wie alles "wofür seine Mutter stand".

                            Für Anakin ist es daher absolut unmöglich, Abstand zu dem Erlebten zu gewinnen - geschweigedenn eine Trennlinie zu ziehen.

                            Yoda spürte ja sogar seinen großen Schmerz. Anakin wurde von seinen Gefühlen übermannt, so sehr, dass er nicht mal auf Qui Gon hörte.
                            Welches Gefühl soll er in dem Moment haben, wenn es auch den Frieden nicht mehr gibt?

                            Kommentar


                              #89
                              Jedi sein ist nicht leicht

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Jünglinge zu töten war aber nicht die Bedingung, um ein Sith zu werden.
                              Sidious hat sich nicht vor Anakin aufgebaut und gesagt "wenn du mein Schüler sein willst, mußt du Jünglinge töten, deine Frau erwürgen, deine Kinder töten, deinen ehmaligen Mentor töten und alle Jedi/Widersacher jagen und vernichten, wenn ich nur mit dem Finger schnippe".
                              Denn genau das hätte Anakin wohl noch im letzten Moment davon abgehalten Sidiouss Schüler zu werden.
                              Zuerst kriegt er auch nur eine "leichtge Aufgabe", wo er sich hemmungslos austoben darf.
                              Erst danach geht es ans Eingemachte.
                              Die erste Aufgabe, die Sidious Darth Vader überträgt betrifft doch den Jedi-Tempel. Das beinhaltete das Töten der Jünglinge. Die spätere Aufgabe, die Anführer der Separatisten zu töten, erscheint mir leichter, als die erste.
                              Eben habe ich mir die Szene, wo Lord Sidious Vader den Befehl dazu erteilt, noch mal angesehen. Hier das wörtliche Zitat aus dem Film:
                              Zögere nicht, Lord Vader, zeige kein Mitgefühl Erst dann wird die Dunkle Seite der Macht in dir stark genug sein, damit du Padme retten kannst
                              Wie interpretierst Du das? Wie hat es Vader Deiner Meinung nach verstanden?

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Aber wer opfert schon seine Familie?
                              Aus seiner Sicht hat er ja schon seine Mutter geopfert, weil er sie nicht rechtzeitig befreit hat.
                              Dazu hätte er sicher auch schon vorher die Gelegenheit gehabt.
                              Daraus daß er Obi Wan schon 9mal das Leben gerettet hat schließe ich, daß er auch selbsständig genug gewesen wäre vorzeitig seine Mutter zu retten.
                              Ich kann mir vorstellen, daß es auch jedesmal ein Opfer für ihn darstellte es nicht zu tun.
                              Befähigt war er sicher dazu, seine Mutter zu befreihen. Nach Yoda und Mace Windu war er in Episode III der kampfstärkste Jedi der Galaxis.
                              Diese Geschichte, dass seine Mutter auf Tatoinne sterben musste, wirkt auf mich sehr konstruiert. Warum hat der Jedi-Orden das zugelassen?
                              An Padmes Stelle hätte ich sie am Anschluss zu Episode I freigekauft - einfach um mich für Anakins mutige Hilfe bei der Schlacht von Naboo zu bedanken. Reich genug ist sie ja. Das Problem mit der Bezahlung war ja nur temporär, weil eben keine harte Währung an Bord war. Als ihre Macht auf Naboo wieder hergestellt war, wäre es ein Leichtest für sie gewesen.

                              Wie war es im Pilotfilm zu Stargate Universe noch: Die Regierung sagte Eli Wallace zu, sich um die Mutter zu kümmern, damit er sich keine Sorgen machen müsse.
                              Lucas stellt einen Jedi-Orden dar, der in diesem Punkt weniger Mitgefühl aufweist, als die US-Regierung in SG-U?

                              Wobei ich mich seit Episode II frage, ob es wirklich Zufall war, dass die Sandleute Shmi gefangennahmen. Laut Qui Gon paziert nichts rein zufällig. Dieser Umstand kam Sidious doch sehr gelegen - ob er dafür verantwortlich ist?

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Lukes Zusammenstoß mit Vader, ist genau das, was von Anfang an geplant war. In RotJ sagt Yoda nämlich wie unerwartet es sei, daß Vader Luke gesagt hat daß er dessen Vater ist. Es war nie beabsichtigt mit offenen Karten zu spielen, was den Spruch "Luke, auch du wirst noch feststellen, daß man alles aus einem gewissen Standpunkt aus betrachtet" in einem fahlen Licht erscheinen läßt.
                              Vader wandte die Strategie an, die Sidious vorher bei ihm angewandt hatte: So wie Vader von Padmes Tot träumte (vermutlich war Sidious für diesen dunklen Traum verantwortlich), ließ Vader Luke eine dunkle Vision zukommen, indem er seine Freunde folterte.
                              So hat Vader den Plan von Yoda und Kenobi durchkreuzt und Luke brach vorzeitig auf.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Außerdem hat man durch verschleiern der Tatsachen nicht ausschließen können, daß Luke doch noch die Seiten wechselt (oder auf andere Art versagt), wenn er auf die harte Tour heruasfindet wer sein Vater ist. Sowohl Obi Wan als auch Yoda hätten mitlerweile (am Beispiel Anakin) begreifen müssen, daß extreme Erfahrungen auch extreme Konsequenzen nach sich ziehen können. Und so ganz der alte ist Luke ja wirklich nicht mehr, nachdem ihm sein VATER die Hand abgeschlagen hat.
                              Da ist was drann. Hier ging es einfach um Risikoabwägung. Obi-Wan hielt es für das Klügste, wenn Yoda ihn komplett ausbildet. Dann wollte er ihn einweihen - nicht vorher.
                              Kenobi und Yoda wollten die Hoffnung nicht durch größeres Risiko schmälern und haben wohl deshalb beschlossen, ihn vorläufig nichts zu sagen.

                              Sowas Ähnliches gibt es in Babylon: Delenn enthält Sheridan vor, dass seine Frau noch am Leben sein könnte. Als Anna Sheridan plötzlich auftaucht, empfindet Sheriden ähnlich wie Luke und wirft dies Delenn vor.
                              Später sagte sie dazu (nur aus meinem Gedächnis zitiert):
                              Ich hätte dich weniger Lieben und mehr vertrauen sollte.
                              Obi-Wan und vor allem Yoda hatten wohl aufgrund ihrer Erfahrung mit Anakin ein gewisses Misstrauen gegenüber Luke. Daher wollten sie alles sorgfältig abwägen und kontrollieren, damit die Hoffnung sich erfüllt.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Was hat das nun alles damit zu tun, daß Luke seine Freunde nicht im Stich läßt (Meinung):
                              Hätte Obi Wan von Anfang an die Wahrheit gesagt, so hätte er sich nun selbst als "lebendes" Beispiel heranziehen können, daß Vader seinen Mentor (also ihn, Ben Kenobi) auf dem Todesstern gespürt hat, bevor die beiden aufeinander prallten, wegen der engen Bezieheung die sie früher hatten (Obi Wan Ben: du warst wie ein Bruder für mich). Und auch er selbst hatte wohl seinen ehemaligen Schüler gespürt.
                              Die Erfahrung lehrte Obi Wan ebenfalls, daß familiäre Bande einen ähnlichen Effekt hat.
                              Somit hätte er Luke nun sagen können: "wenn du jetzt aufbrichst um dich deinem VATER zu stellen, dann wird er dich aufspüren und vernichten. Oder er wird dich auf die dunkle Seite ziehen, weil er dir in allen Belangen haushoch überlegen ist. Schau mich an. Ich bin der lebende Beweis, daß es genau so geschehen wird" oder so ähnlich.
                              DAS wäre dann ein ARGUMENT gegen Lukes Aufbruch gewesen.
                              Über alles andere was gesagt wurde, kann man geteilter Meinung sein.
                              Da man den freien Willen nicht beeinflussen kann, wäre hier eine Basis für ein GUTES Argument schon wichtig gewesen. Diese Basis fehlte einfach.
                              Bis auf die Information, dass Vader sein Vater war, hatte Obi-Wan ihn ja gewarnt. Er und Yoda sagten ihm, dass dies eine Falle war, mit dem Ziel Luke zu einem Werkzeug des Bösen zu machen.
                              Luke ignorierte die Wahrnung.

                              Warum hatte Obi-Wan Luke nicht gesagt, dass Vader sein Vater war?
                              Nun, als Luke dies wusste, wollte er Vader retten, so wie einst Obi-Wan. Mittlerweile war Kenobi überzeugt, dass dies unmöglich war. Also sollte Luke solange er noch nicht ausgebildet war, nicht versuchen, Vader zu retten - weil dies Luke in die Hände des Sth-Ords spielen würde. Er sollte Vader als Feind sehen, weil er aus Kenobis Sicht eine diabolische Maschine war. Kenobi ging wohl davon aus, dass Luke mit dieser Sichtweise sehr an einer vollständigen Ausbildung interessiert sei, damit er bereit wäre, dem mächtigen Vader gegenüber zu stehen. Obi-Wan vertraute Luke in dieser Hinsicht, dass er seine Ausbildung zu Ende bringen würde - Yoda hingegen zweifelte daran.

                              Außerdem, woher sollte Vader wissen, dass der Jedi, den er in der Schlacht von Yavin gespürt hatte, sein Sohn war? Vielleicht ging Obi-Wan davon aus, dass Vader dies Luke gar nicht sagen konnte, weil er seinen Sohn für Tod hielt.
                              Es war der Imperator, der Vader dieses Wissen vermittelte, welches Vader gleich zu nutzen verstand. Also hatte wieder mal Palpatine, als genialer Stratege, Obi-Wans Plan durchkreuzt.

                              Dennoch, auf Cloud City zweifelte Luke an Vaders Offenbarung, dass wirklich sein Vater war. Erst durch Yoda erlangte Gewissheit. Und das muss man zugute halten: Er sagte klar die Wahrheit, als Luke ihn danach fragte.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Außer man befindet sich im Krieg.
                              Dem Jediorden wurde ganz offensichtlich der Krieg erklärt.
                              Der Klon-Krieg widersprach ja eigentlich auch dem Jedi-Kodex. Yoda war darüber sehr unglücklich und Mace Windu stellte fest:
                              Wir sind Hüter des Friedens, keine Soldaten.
                              Der Prakmatismus zwang sie dazu, ihre Stellung als Generäle der Klonarmee zu akzeptieren - das ebnete den Weg für ihren Untergang.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Das einzige was im Krieg angeklagt werden kann, ist der Verrat.
                              Und auf Verrat steht immer der Tod. Es ist also völlig unerheblich was Anakin alles metzelt. Anakin ist schlicht ein Verräter und wie ein solcher zu behandeln.
                              Nur wird Obi Wan zu schwach sein das durch zu ziehen, weil er schlicht befangen ist.
                              Er ist nicht fähig ein klares Urteil zu fällen und den Verräter zu töten.
                              Daher wählt er eine Strafe, die nicht eines Verräters würdig ist und straft somit auch sich selbst, weil er nun selber ein Verräter des Ordens ist. Wer einen Vrräter nicht tötet, sobald er die Gelegenheit dazu sieht, ist selber ein Verräter.
                              Obi Wan hat alles verraten und alles falsch gemacht.
                              Obi-Wan war sich sicher, dass Darth Vader sterben würde. Er ahnte sicher nicht, dass Sidious ihn retten würde. Und wieder ist es dem genialen Sith-Lord gelungen, Obi-Wans Strategie zu durchkreuzen.
                              Obi-Wan war schockiert, als er erfuhr, dass Vader noch lebte. Die Quelle weiß ich aus dem Kopf leider nicht mehr, aber es war in einem Hörspiel - ich glaube es war in "Der Aufstieg des Darth Vader".

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Zusammenfassend können sie nur feststellen, wer der wahre Feind ist und daß sie es mit einem Verräter zu tun haben.
                              Im Prinzip herrschten niemals klarere Verhältnisse, denn man befindet sich im Krieg.
                              Für Yoda war klar:
                              Vernichten die Sith wir müssen!
                              Obi-Wan hatte mit dieser Aufgabe ähnliche Schwierigkeiten, wie später Luke.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Wenn er immer noch nicht objektiv denken kann, dann hat SEIN Gemetzel an Anakin nichts mehr mit den Jünglingen zu tun oder daß Anakin die dunkle Seite gewählt hat, sondern er ist schlicht gekränkt und rächt auf die Art sein gekränktes Ego.
                              Obi-Wan rächt sich nicht - er rettet sein Leben. Darth Vader greift ihn an! Obi-Wan hatte Vader noch davor gewarnt, aber er hatte ja noch nie wirklich auf ihn gehört.
                              Obi-Wan nutzt den Fehler von Vader aus, um einen mächtigeren Gegener, der ihn töten willt, kampfunfähig zu machen. Vor diesem Schlag versuchte Kenobi Vader noch durch Worte von dieser Torheit abzuhalten - Obi-Wan tat dies wirklich sehr ungern. Aber bei einem der besten vier Kämpfer der Galaxis hatte Obi-Wan keinen Spielraum - er musste zuschlagen. Das Vader verbrannte, war sicher nicht sein Plan, Vader ist beinahe in die Lava gerutsch - das ist einfach Kausalität oder Schicksal.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Denn auch er geht beim Abstrafen nicht über das hinaus, was seine verletzte Eitelkeit verursacht hat. Für ihn ist die Sache erledigt, sobald er Anakin klar gemacht hat, daß dieser ihn "als Bruder den er (Obi Wan) liebte" verletzt/enttäuscht hat. Dann läßt er ihn sterbend liegen. Aus DIESEM Grund und aus keinem anderen.
                              Aber was ist mit dem Verrat? Was ist mit dem Jediorden? Was ist mit den Jünglingen? Was ist mit den anderen bösen Taten Anakins? Warum läßt Obi Wan diese ungesühnt, zog er doch los um den Verräter zu richten?
                              Obi-Wan sollte kein Gerichtsurteil vollstrecken - sondern eine Gefahr für die Galaxis abwenden. So interpretiere ich jedenfalls Yodas Anweisung.

                              Obi-Wan war zutiefst enttäuscht von Anakin.
                              Du solltest der Macht das Gleichgewicht bringen, nicht die Galaxis in Dunkelheit stürzen!
                              (Mal frei aus dem Gedächnis zitiert.)

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Das führt ihn zwar nicht zur dunklen Seite. Aber natürlich läßt es ihn nie wieder los und auch die Scham über seine Schande muß unendlich groß sein.
                              Dazu zitiere ich mal wieder aus dem Filmbuch zu Episode VI
                              Er [Kenobi] verstummte traurig und blickte in Lukes Augen, als wollte er den Jungen um Vergebung bitten. "Mein Stolz hatte verherrende Folgen für die Galaxis.
                              Du analysierst ziemlich gut, arthur.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Anakin hat für das Abschlachten der Sandleute nicht mal eine Rüge erhalten.
                              Hier vermute ich mal, dass nur Yoda und Mace Windu davon wussten. Und da Jedis Geheimniskrämer sind, haben sie es geheim gehalten. Schließlich hatte sie der Klonkrieg überrascht und um mit Windu Worten zu sprechen: "Es ist nicht richtige Zeit dafür."
                              Sie brauchten Anakin, weil er der Auserwählte war, also beließen sie es dabei. Aber Windu traute Anakin nicht - seit diesem Vorfall hatte er auch ein nachvollziebares Motiv.

                              Für mich war die Sache mit den Sandleuten ein genialer aber teuflischer Schachzug von Palpatine.
                              Ich hatte immer das Gefühl, dass die Jedis "Dame" spielten, während Palpatine gegen sie "Schach" spielte.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Er wurde sogar belohnt und war bald vollwertiges Mitglied im Jedirat. Dann war er auch noch beleidigt, weil man ihm nicht den Rang eines "Meisters" einräumte.
                              Anakin war beleidigt, weil Palpatine ihn versicherte, die Jedis würden ihn als Meister anerkennen - ansonsten müsste man sehr an ihre Weisheit zweifeln. (So hatte Palpatine es ihn ja eingeflüstert.)
                              Die Jedis besaßen aus Anakins Sicht tatsächlich die "Frechheit", Palpatines Weisheit zu widersprechen.
                              Sidious setzte sehr geschickt seine psychologischen Fähigkeiten für seine Stategie ein, um alles zu manipuieren.
                              Was nützt Yodas Weisheit, wenn Palpatine Anakins Naivität ausnutzen kann?
                              Eine Kette ist nur so stark, wie das schwächste Glied.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Ich sehe da jedenfalls nichts von Gefahrenabwehr.
                              Nachdem Anakin nun zu "Lord Vader" wurde, war Yoda natürlich in Zugzwang.
                              Mein Begriff der Gefahrenabwehr bezieht sich allein auf Yodas Festellung, nachdem Obi-Wan die Aufzeichung gesehen hatte.
                              Davor war Anakin ja noch Mitglied des Jedi-Ordens, obgleich Windu ihn offen misstraute.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Dabei sollte man aber bedenken, daß sich der "Selbstmörder" die Schmerzen gewollt selbst zufügt.
                              Außerdem war das ein Ritual und nicht die Praxis in einer Schlacht bzw. eines Kampfes.
                              Lucas ließ sich ja von Japan inspieren, als er die Jedis erfand, insbesondere von den Samurai. Daher meine Vermutung.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Und da Anakin wenig Erfahrung hat, ist er auch offen für andere Meinungen.
                              So "seppt" er also im Geiste die vernommenen Weisheiten durch und sucht sich die aus, die ihm richtig erscheinen.
                              Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Obi-Wan hatte in Palptine einen verschlagenen Sith-Meister als "Konkurrenz" bekommen.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Genau das stellt sich nun alles gegen ihn.
                              Anschienend entschied Anakin sich ganz klar für das "wofür seine Mutter stand" und schon ergibt der Jedikodex (Moralteil) einen ganz anderen Sinn:
                              Gefühle gibt es nicht, (anscheinend aber doch, wenn die eigene Mutter in den Armen stribt)
                              Shmi Skywalker stand sicher nicht dafür, neben den Kriegern auch die Frauen und Kinder der Sandleute zu erschlagen und alle zu töten.
                              Aber Anakin hatte seine Gefühle ja noch nie richtig im Griff. Diesen Teil des Kodextes hatte er einfach nicht verinnerlicht.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Frieden gibt es.
                              Im Frieden wird niemand vergewaltigt, geschändet, missbraucht, getötet.
                              Es gibt eigentlich garkeinen Ausdruck dafür was "mit dem Friede" gemacht wurde.
                              Der Friede wurde mit Füßen getreten und nun liegt er im Dreck, in einem "Land" wo es keinen Glauben gibt.
                              Sicher war der Frieden ganz weit weg von Anakin.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Unwissenheit gibt es nicht,
                              Wissen gibt es.

                              Es gibt also auch kein Vergessen. Anakin DARF die Tat an seiner Mutter garnicht ignorieren.
                              Diese Deutung passt zu Anakin, auch wenn sie nicht zum Glauben der Jedi passt.
                              Laut Yoda soll man akzeptieren, dass Personen, die einem nahe stehen, Teil der Macht werden. Aber Yoda war ja auch viel abgeklärter als Anakin.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Leidenschaft gibt es nicht,
                              Gelassenheit gibt es.

                              Hinter den Mauern des Jeditempels mag das so sein. Aber nicht im Niemandsland, wo Leidenschaft der gefährlichste Feind ist. Ein Feind, dem ein Jedi sofort den Kopf abschlagen würde (Sai cha).
                              Stattdessen ließ Anakin sich von seinen Gefühlen übermannen. Er ist zu leidenschaftlich, zumindest für einen Jedi.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Tod gibt es nicht, (für jemanden der nicht in der Macht aufgehen kann wohl doch)
                              die Macht gibt es.
                              So, wie ich den Glauben der Jedi verstanden habe, sind sie davon überzeugt, dass jeder, der stirbt, in die Macht eingeht.

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Und welche Macht soll nun den Frieden wieder herstellen?
                              Anakin würde sich ja quasi selbst verleugnen, wenn er jetzt den Missionar für den Jedikodex mimen würde, wenn dieser für ihn den selben Stellenwert hat wie alles "wofür seine Mutter stand".
                              Der alte Jedi-Kodex funktioniert nur dann perfekt, wenn sich ein Jedi von allen persönlichen Beziehungen löst. Er ist gewissermaßen mit der MACHT "verheiratet".

                              Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                              Für Anakin ist es daher absolut unmöglich, Abstand zu dem Erlebten zu gewinnen - geschweigedenn eine Trennlinie zu ziehen.

                              Welches Gefühl soll er in dem Moment haben, wenn es auch den Frieden nicht mehr gibt?
                              Der Jedi-Kodex wurde entwickelt, damit Jedi nicht in Versuchung geraten. Da Anakin die wesentlichen Elemente dieses Kodex' nicht verinnerlicht hat, gerät er in Wut und diese verführt ihn dazu, die Dunkle Seite der Macht zu nutzen.
                              Zuletzt geändert von Halman; 01.03.2010, 02:26. Grund: Mega-Beitrag

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                                #90
                                Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                                Die erste Aufgabe, die Sidious Darth Vader überträgt betrifft doch den Jedi-Tempel. Das beinhaltete das Töten der Jünglinge. Die spätere Aufgabe, die Anführer der Separatisten zu töten, erscheint mir leichter, als die erste.
                                Eben habe ich mir die Szene, wo Lord Sidious Vader den Befehl dazu erteilt, noch mal angesehen. Hier das wörtliche Zitat aus dem Film:
                                Da habe ich die Reihenfolge ja ganz schön durchbeinander gebracht.
                                Außerdem habe ich dadurch das Prinzip einer "Gehirnwäsche" aus den Augen verloren.
                                Das entschiedene Ziel einer Gehirnwäsche ist nämlich, daß das Opfer glaubt es hätte sich "frei entschieden" aus "eigenem Wille" und zwar nachdem er (Anakin) sich mit dem Täter (Sidiou) identiviziert hat.
                                Wenn eine Gehirnwäsche so weit fortgeschritten ist, kann Sidious auf den Punkt bringen was seine wahren Absichten sind:
                                "dann wird die Dunkle Seite der Macht in dir stark genug sein, damit du Padme retten kannst".
                                Das macht eine Schuldzuweisen gegenüber Anakin m.E. unmöglich, da eine Schuldzuweisung bedeuten würde, daß Anakin immer noch "nein" sagen könnte. Das kann er aber nicht mehr, weil er sich mit Sidious und der dunklen Macht identiviziert.

                                Genau so wenig könnte man einem Alkoholiker vorwerfen, wieder mal einen über den Durst getrunken zu haben.

                                Wie interpretierst Du das? Wie hat es Vader Deiner Meinung nach verstanden?
                                "Anakin" hat es wörtlich verstanden, gleichzeitig genau so "gewollt" und anschließend genau so umgesetzt. Er verhält sich wie jemand, den man einer Gehirnwäsche unterzogen und seines Willens beraubt hat.

                                Wobei ich mich seit Episode II frage, ob es wirklich Zufall war, dass die Sandleute Shmi gefangennahmen. Laut Qui Gon passiert nichts rein zufällig. Dieser Umstand kam Sidious doch sehr gelegen - ob er dafür verantwortlich ist?
                                Ich denke es macht für Anakin keinen Unterschied ob das Zufall oder Berechnung war.
                                Auch ein Sidious kann sicher nicht alles beeinflussen, allerdings versteht er es ausgezeichnet die Situation zum eigenen Vorteil zu nutzen. Besonders bei seinem "Schützling".

                                So wie Vader von Padmes Tot träumte (vermutlich war Sidious für diesen dunklen Traum verantwortlich), ließ Vader Luke eine dunkle Vision zukommen, indem er seine Freunde folterte.
                                Das ist eine Annahme.
                                "Ich schicke dir einen Gedanken" passt nicht recht zu einem "Schurken".
                                Vielmehr denke ich, daß Vader um die "Macht der Gedanken" - welcher ein Jedi durchaus empfängt, wenn die Zukunft im Wandel ist - weiß, und daher ganz bewußt eine Situation herbeiführt (Gefangennahme der Freunde Lukes), die entsprechende "Wellen" in der Macht erzeugt.
                                Diese "Wellen" sind so schwach, daß man sie nur in der Meditation als "Visionen" empfängt.
                                Vader weiß noch nicht daß Obi Wan und Yoda auf Lukes Seite sind bzw. daß Yoda noch lebt.
                                Er weiß auch, daß die Jedi viel meditieren.
                                Er denkt also er hätte es nur mit einem einzigen Gegner zu tun, und somit mit nur einem einzigen "Empfänger".

                                Gegenbeispiel:
                                "Die Zerstörung Alderaans" war ein stechender Schmerz, den Obi Wan bei vollem Bewußtsein spürte.

                                Eine andere "Filmvariante" wäre ev. gewesen, daß er Luke einfach eine Nachricht zukommen läßt. In einem Universum wo "die Macht alles beherrscht" kann Vader aber seinen Empfänger erreichen ohne zu wissen, wo genau dieser sich gerade aufhält.

                                Bis auf die Information, dass Vader sein Vater war, hatte Obi-Wan ihn ja gewarnt. Er und Yoda sagten ihm, dass dies eine Falle war, mit dem Ziel Luke zu einem Werkzeug des Bösen zu machen.
                                Ich sehe hier einen "Anakin", der aufbricht um seine Mutter aus den Fängen der Sandleute zu befreien.
                                Selbe Situatuion, selber Fehler.
                                Die beiden die das genau erkennen müssen sind Yoda und Obi Wan.
                                Zu sagen "das ist eine Falle" ist nicht genug. Auch Anakin wurde gewarnt, doch er maschierte weiter bis alle tot waren.
                                Das gleiche Spiel wiederholt sich und es fällt Yoda immer noch nichts gescheites ein.
                                Das Argument mit der "unfertigen Ausbildung" kann ich auch nicht gelten lassen. Denn Luke ist m.E. nie vollständig ausgebildet worden. Auch in RotJ ist Luke keinesfalls Vader gewachsen.
                                Yoda sagte ganz klar, daß Luke erst dann ein Jedi ist wenn er Vader getötet hat.

                                Hier aber wird nur gesagt "du brichst die Ausbildung vorzeitig ab" und "hüte dich vor der dunklen Seite der Macht". Das ist nicht das selbe wie z.B. "Vader ist dir in allen Belangen überlegen - gegen den hast du nicht die geringste Chance".

                                Naja, ich weiß auch nicht was das optimale Argument gewesen wäre, Luke vom Aufbruch nach Bespin abzuhalten. Vielleicht hätte es auch mehr gebraucht als Argumente..........

                                Außerdem, woher sollte Vader wissen, dass der Jedi, den er in der Schlacht von Yavin gespürt hatte, sein Sohn war? Vielleicht ging Obi-Wan davon aus, dass Vader dies Luke gar nicht sagen konnte, weil er seinen Sohn für Tod hielt.
                                Es war der Imperator, der Vader dieses Wissen vermittelte, welches Vader gleich zu nutzen verstand. Also hatte wieder mal Palpatine, als genialer Stratege, Obi-Wans Plan durchkreuzt.
                                Daß Vader es weiß sagte er Lando, dieser teilte es Han Solo (oder war es Leia?) mit:
                                "Es geht um jemanden der Skywalker heißt".
                                Wenn wir weiterhin annehmen, daß Vader sein Wissen einzig und alleine vom Imperator hat, wird es in RotJ aber ziemlich kompliziert.
                                Da fragt der Imperator nämlich Vader, ob dieser sich ganz sicher sei, daß er seinen Sohn gespürt habe. Wenn es auch der Imperator war der Vader in TEsb die Gefangennahme von Lukes Freunden vorschlug, dann verstehe ich nicht die Übertragung, wo Vader das Schiff extra noch aus dem Asteroidenfeld hat manövrieren lassen - um störungsfrei übertragen zu können.

                                Bei der Funkübertragung unterrichtet zwar (scheinbar) der Imperator Vader darüber, daß es sich bei Luke offensichtlich um einen Skywalker handelt, doch die Idee den Sohn auf die dunkle Seite zu ziehen - anstatt ihn zu töten - kommt von Vader.
                                Und wärend die Falle nun zuschnappt - es gibt scheinbar kein Entkommen mehr - redet Vader ganz freimütig darüber, wie er mit Lukes Hilfe den Imperator stürzen will.
                                So redet keiner der nur Befehle befolgt.
                                Ich denke Vader hatte auf Baspin freie Hand - solange es nur dazu führen würde, daß der Skywalker am Ende tot ist oder bekehrt wird.

                                Erst durch Yoda erlangte Gewissheit.
                                Darüber kann man geteilter Meinung sein. Auch wir glauben für gewöhnlich nur das "was wir mit eigenen Augen sehen", auch wenn wir schon längst wissen, daß wir die Wahrheit erkannt haben.
                                In seinem Delirium sagt der verletzte Luke andauernd "Ben, warum hast du mir das niemals gesagt".
                                Dann die Szene wo Vader ein letztes mal dem Falken "hinterherruft": "Luke, komm mit mir" und Luke murmelt wieder vor sich hin "Ben, warum hast du mir das niemlas gesagt".
                                Er begreift es also, will es aber nicht wahr haben.
                                Es macht (für mich zumindest) schon einen Unterschied, ob man freiwillig (und vorallem rechtzeitig) mit der Wahrheit rausrückt oder erst dann wenn man keine andere Wahl mehr hat - weil man vor vollendete Tatachen gestellt wird.
                                Genau wie nach Yodas Tod Obi Wan "überführt" wird, so wird m.E. auch Yoda überführt, nie die Wahrheit gesagt zu haben.
                                Das ist ja das eigentliche Drama dabei und nicht nur daß Luke beinahe auf die dunkle Seite gezogen wird.

                                Nebenbei bemerkt, musste Luke auch von selber rausfinden, daß Leia seine Schwester ist.
                                Argument von Obi Wan: "Deine Intuition spricht für dich. All das spricht für dich."
                                Na toll, ist das also eine Art "Charakter-Prüfung" ob jemand geeignet ist "den heiligen Gral" zu suchen? Wohl eher nicht. Trotzdem kommen mir die beiden manchmal so vor als hielten sie sich für "Götter vom Olymp", die ihrem Schützling ein Schwert und ein Schuild mit magischen Kräften geben und sich dann anschauen was der daraus macht (Kampf der Titanen) .
                                Da steckt natürlich ein bischen Ironie drin.....

                                Der Prakmatismus zwang sie dazu, ihre Stellung als Generäle der Klonarmee zu akzeptieren - das ebnete den Weg für ihren Untergang.
                                Tja, wenn man angegriffen wird, muß man sich wehren.
                                Und wer Hüter des "Friedens" ist muß diesen verteidigen.
                                Vielleicht hätten sich die Jedi (vorallem die weisesten unter ihnen - Obi Wan hat immerhin einen Verdacht) im Vorfeld überlegen sollen, ob das was sie verteidigen wirklich der Friede ist.

                                Obi-Wan hatte mit dieser Aufgabe ähnliche Schwierigkeiten, wie später Luke.
                                Das ist richtig.
                                Aber als Luke seine Schwierigkeiten hatte, war das keine Ausrede mehr für Obi Wans Verhalten........mitlerweile sind 22 Jahre vergangen.

                                Das Vader verbrannte, war sicher nicht sein Plan, Vader ist beinahe in die Lava gerutsch - das ist einfach Kausalität oder Schicksal.
                                Mich stört nach wie vor, daß er ihn anschließend so liegen läßt. Laut Obi Wan gibt es so etwas wie Zufall/Schicksal nicht.
                                Auch deshalb hat Obi Wan m.E. die Verantwortung sein "Werk" zu vollenden.

                                Obi-Wan sollte kein Gerichtsurteil vollstrecken - sondern eine Gefahr für die Galaxis abwenden. So interpretiere ich jedenfalls Yodas Anweisung.

                                Obi-Wan war zutiefst enttäuscht von Anakin.
                                Manche "Urteile" bedürfen keines Gerichts, da sie auf "ungeschriebenen Gesetzen" beruhen.
                                Die ganze Zeit hieß es General Kenobi. So wurde er angesprochen und so hat er gehandelt.
                                Und jetzt wo sein eh. Schüler im Sterben liegt, fällt ihm plötzlich sein Jedikodex ein?
                                Jedenfalls finde ich sein Verhalten unverantwortlich.

                                Für mich war die Sache mit den Sandleuten ein genialer aber teuflischer Schachzug von Palpatine.
                                Ich hatte immer das Gefühl, dass die Jedis "Dame" spielten, während Palpatine gegen sie "Schach" spielte.
                                Gibt es denn einen literarischen Beweis, daß die Entführung Shmis Palpatines Plan war? Wenn ja, wie konnte er das so genau timen, daß Shmi in Anakins Armen stirbt? Er müßte z.B. genau gewußt haben, wann Anakin aufbricht um sie zu suchen und er müßte Anakins Sucherfolg auf etwa eine Stunde genau berechnet haben u.s.w..
                                Einen filmischen Beweis gibt es nicht.

                                Was nützt Yodas Weisheit, wenn Palpatine Anakins Naivität ausnutzen kann?
                                Eine Kette ist nur so stark, wie das schwächste Glied.
                                Aber genau davon versuchen doch Yoda und Windu auch Obi Wan zu überzeugen.
                                Yoda zweifelt daran, ob Anakin wirklich der Macht das Gleichgewicht geben kann/wird.
                                Würde er Anakin als ein "starkes (Mit)Glied in der Kette" ansehen, dann würde er sicher nicht so über ihn denken.
                                Der Altmeister hat jahrelang Zeit dahinter zu steigen woher seine (berechtigten) Zweifel kommen. Aber er kommt nicht auf die Idee, jemand könne den Auserwählten ev. manipulieren.
                                Denn - im Umkehrschluß - wer oder was sollte den Auserwählten denn davon abhalten der Macht das Gleichgewicht wieder zu geben, wenn er tatsächlich er Auserwählte ist?
                                Die dunkle Macht ist (scheinbar) nicht anwesend, also können es nur andere Faktoren sein, die ihn davon abhalten bzw. verwirren (Windus Worte: "ich spüre ein erhebliches Maß an Verwirrung" oder so).

                                Mein Begriff der Gefahrenabwehr bezieht sich allein auf Yodas Festellung, nachdem Obi-Wan die Aufzeichung gesehen hatte.
                                Ich sehe da nur Zugzwang:
                                Yoda kann nicht sich selbst schicken, da er sich um Sidious kümmern muß.
                                Also schickt er Obi Wan.
                                Gefahrenabwehr wäre gewesen, wenn beide (vorher auch Windu) noch auf Anakin hätten einwirken können.
                                Zumindest sieht Yoda bereits, daß Ankin nicht mehr zu retten ist:
                                "aufgegangen in Dath Vader er ist".

                                Lucas ließ sich ja von Japan inspieren, als er die Jedis erfand, insbesondere von den Samurai. Daher meine Vermutung.
                                Da der Helm von Darth Vader originalgetreu dem eines Samurai nachempfunden ist, denke ich daß Lukas auch von der dunklen Seite dieser Kultur "angetan" war. In "The Art of Killing" wird grade der Selbstmord als die höchste Ehre dargestellt. Wenn der Kopf abgeschlagen wird, dann ist das nicht etwa "Sterbehilfe" sondern ein Zeichen für den hohen Rang bzw. besondere Verdienste.

                                Der eigentlich interessante Aspekt den ich dabei auf die Szene beziehe, wo Obi Wan den "sterbenden Anakin" einfach liegen läßt ist der, daß dem "Assitent (derjenige der den Kopf abgeschlagen hat) die Todesstrafe drohte (bzw. der selbe "Selbstmordbefehl"), wenn dieser es nicht schaffte dem Selbstmörder mit einem einzigen Hieb den Kopf vom Rumpf zu trennen, sprich seinen Job zu machen.
                                Also bei der sogenannte "Sterbehilfe" zu versagen war ein Todesurteil.
                                Aus dem Grunde habe ich auch kein "Mitleid" mit einem sich vor Scham grämenden Obi Wan, der sich feige aus der Affäre zieht. Grade WEIL die Kultur der Samurai Lukas als Inspiration diente.

                                Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Obi-Wan hatte in Palptine einen verschlagenen Sith-Meister als "Konkurrenz" bekommen.
                                Eigentlich hat er nur "einen Konkurenten gefunden", denn die Identität Palpatines hatte noch nichts damit zu tun, daß Anakin diesem hörig war.
                                Er vertraute wohl zu sehr darauf, daß die Weisheiten die ihm Qui Gon vermittelte auch einfach so auf Anakin anzuwenden seien.
                                So z.B. das Gespräch in Episode III, wo sich Obi Wan von Anakin verabschiedet und ihm versichert wie stolz er auf ihn ist.
                                Nichts anderes hat Qui Gon auch zu Obi Wan gesagt, als dieser sich bei seinem Meister wegen seiner Kritik an Ankin entschuldigte.

                                Shmi Skywalker stand sicher nicht dafür, neben den Kriegern auch die Frauen und Kinder der Sandleute zu erschlagen und alle zu töten.
                                Aber Anakin hatte seine Gefühle ja noch nie richtig im Griff. Diesen Teil des Kodextes hatte er einfach nicht verinnerlicht.
                                Nun er hatte die Gefühle, die wohl jeder haben würde.
                                Ob ihn das als Jedi dazu berechtigt alle zu töten ist eine rein akademische Frage.
                                Ob ihn das als Mensch dazu berechtigt ist eine moralische Frage.
                                Ob ihn das als Sohn seiner getöteten Mutter dazu berechtigt, kann nur er selbst beantworten.
                                Aus Sicht der Sandleute wäre nicht mal ein Unrecht geschehen, da Shmi nur eine Sklavin ist.

                                Hmmm........genau betrachte gibt der Jedikodex letzteren Recht.
                                Tja, wenn man nun schon die Sandleute hasst, ist der Schritt auch die Jedi zu hassen nicht mehr weit, da diese mit ihrem Jedikodex ja dem Unrecht zu seinem Recht verhelfen.

                                Diese Deutung passt zu Anakin, auch wenn sie nicht zum Glauben der Jedi passt.
                                Laut Yoda soll man akzeptieren, dass Personen, die einem nahe stehen, Teil der Macht werden. Aber Yoda war ja auch viel abgeklärter als Anakin.
                                Im Grunde ist der Jedikodex größtenteils wider die Natur empfindsamer Wesen gerichtet, da er diese mit keinem Wort berücksichtigt.
                                Außerdem ist der Jedikodex schlicht falsch, da er ausschließlich aus widerlegbaren Aussagen besteht:
                                "XXXXX gibt es nicht" ist falsch.
                                Ah, die Aussage "Die Macht gibt es" ist wiederum wahr.
                                Ein empfindsames Wesen wird also von vornerein mit der "Tatsache" kompromittiert, daß es immer fehlerhaft bleiben wird weil es Gefühle, Leidenschadgt und Tod kennt.
                                Es wird auch dazu angehalten sich dessen immer bewußt zu sein denn:
                                "Unwissenheit gibt es nicht".

                                Er ist zu leidenschaftlich, zumindest für einen Jedi.
                                Aber nicht für einen "Wissenden", womit er wiederum klar nach dem Kodex "Unwissenheit gibt es nicht" handelt.
                                Eine Zwickmühle, zumindest wenn er sich wörtlich an den Jedikodex hält.

                                So, wie ich den Glauben der Jedi verstanden habe, sind sie davon überzeugt, dass jeder, der stirbt, in die Macht eingeht.
                                Davon ist jeder überzeugt, der an "ein Leben nach dem Tod" glaubt, wobei für die "Macht" jeweils ein anderer Begriff eingesetzt wird.
                                Außerdem denke ich nicht, daß der Verfasser des Jedikodex damit den gewaltsamen Tod meinte, sondern wohl eher das natürliche Ableben.
                                Letzteres verkraften die aller meisten, auch ohne an etwas bestimmtes zu glauben.
                                Wenn es aber ans Eingemachte geht, versagt der Jedikodex, da er wie gesagt aus falschen Aussagen besteht.
                                Wenn man jemanden in den Armen sterben sieht, kann keiner daher kommen und sagen "den Tod gibt es nicht".
                                Das wäre erst mal schlimmste (Selbst)Verleumdung, Anmaßung, Kränkung.......mir fällt garnicht ein wie man das nennt.
                                Ob da nun irgendwelche "Übungen" helfen das ebenso zu sehen.....anscheinend nicht, sonst könnte Anakin ja einfach den Leichnahm seiner Mutter mitnehmen und die Sache auf sich beruhen lassen.
                                Ich möchte aber mal den Jedi sehen der das fertig bringt.............

                                Der alte Jedi-Kodex funktioniert nur dann perfekt, wenn sich ein Jedi von allen persönlichen Beziehungen löst. Er ist gewissermaßen mit der MACHT "verheiratet".
                                Ich denke, genau das ist das Problem. So einen klaren Trennstrich kann kein empfindsames Wesen machen, weil irgendwann der verleugnete Teil seinen Tribut fordert.

                                Der Jedi-Kodex wurde entwickelt, damit Jedi nicht in Versuchung geraten. Da Anakin die wesentlichen Elemente dieses Kodex' nicht verinnerlicht hat, gerät er in Wut und diese verführt ihn dazu, die Dunkle Seite der Macht zu nutzen.
                                Und wenn er sie zu stark verinnerlicht hatte?
                                Kein sterbliches Wesen kann sich gegen die Mächte des Universums richten ohne dafür die Rechnung zu bekommen.
                                Das gilt auch für einen Jediorden der seine Padawane "entmenschlicht".
                                Es gibt eben doch so etwas wie Schicksal, wenn man "stur" einen Weg beschreitet, der alles andere außer acht läßt.
                                Wie heißt es so schön:
                                "Blut ist dicker als Wasser."

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