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The Expanse Buch-Diskussionen (Achtung: Spoiler über den Stand der Serie hinaus!!)

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    The Expanse Buch-Diskussionen (Achtung: Spoiler über den Stand der Serie hinaus!!)

    Ich wollte schon lange einen Thread eröffnen für die Buch-Leser, die der TV-Serie voraus sind - hier ist er.

    Auch wenn es hier um die Bücher gehen wird (sicher aber auch um Vergleiche zur Serie), denke ich es macht Sinn ihn hier im Serienforum zu platzieren, damit alles zu «The Expanse» zusammen ist.

    Von daher erst mal:

    ACHTUNG SPOILER!

    Hier werden Dinge besprochen, die evt. weit über den aktuellen Stand der TV-Serie hinausgehen!

    Spoiler-Warnung




    Ich würde mal sagen, hier kann alles zu den bisher auf Deutsch erschienenen Büchern ohne Spoiler-Tags behandelt werden.
    Also aktuell bis und mit Buch 7 "Persepolis erhebt sich".
    Für Dinge zu "Tiamat's Wrath" bitte bis nach Erscheinen der deutschen Übersetzung noch Spoiler-Tags verwenden.

    Na dann los!
    Don't Panic

    «The Expanse» => Info-Sammlung | LangBelta | Referenzen | Buchdiskussion

    #2
    Ich fang' dann gleich mal an.

    2 Dinge beschäftigen mich momentan:

    1. Das Alter unserer Helden

    Holden müsste anfangs von Buch 7 ja um die 75 sein. Naomi Ende 60. Alex gar über 85 und Amos wohl auch so um die 80. (oder?)
    Wie seht ihr das? Ist das noch realistisch?
    Müssen wir einfach davon ausgehen, dass 80 das neue 60 (oder gar 50) ist?
    Gem. Serie (wird das in den Büchern überhaupt angesprochen?) liegt die Lebenserwartung auf der Erde ja um die 125. Nun sind unsere Protagonisten ja aber Raumfahrer, die seit 50 oder mehr Jahren auf einem Schiff leben, immer wieder hohen G-Kräften ausgesetzt und mit Juice vollgepumpt werden. Das kann ja nicht gerade gesund sein.

    Mir ist klar, dass der 30-Jahre-Sprung nötig war, um die Entwicklungen auf Laconia glaubhaft zu machen. Aber ich hatte in Buch 7 manchmal schon etwas Mühe, mir die Leute in dem hohen Alter vorzustellen.
    Was meint ihr dazu?


    2. Die Rocinante landet auf Planeten "auf dem Bauch"

    WTF? Wie soll das funktionieren?
    Die Roci hat keine Flügel zum Gleiten, sie muss doch logischerweise mit dem Haupttriebwerk nach unten landen, oder mache ich da einen Überlegungsfehler? Genauso muss sie auch wieder aufrecht starten. Irgendwie macht das für mich überhaupt keinen Sinn.

    Das einzige, was ich mir noch vorstellen könnte, wäre, dass sie sich nach dem Landen irgendwie "hinlegen" (und wieder aufrichten) kann, nur; was wäre der Sinn dabei?
    Das ganze Schiff so designen, dass alles drehbar und aus 2 Varianten von "unten" nutzbar ist, nur für den seltenen Fall eines Landurlaubs?
    Haben sich die Autoren das einfach nicht überlegt oder habe ich einen Denkfehler? Irgendwie passt das auch überhaupt nicht zur sonst recht guten Logik der meisten beschriebenen Dinge.

    Ich war jedenfalls froh zu sehen, dass sie im Trailer zur 4. Staffel aufrecht landet und man dieses Detail in der Serie weggelassen hat.


    Würde mich freuen, ein paar Meinungen dazu zu lesen.


    PS:
    Wer alles hat überhaupt die Bücher schon bis "Persepolis Rising" gelesen? Outet euch mal.
    Und lest ihr sie auf Deutsch oder Englisch?

    Ich habe bisher Buch 1-7 und alle übersetzten Novellen (Schlächter der Anderson Station, Gott des Risikos, Der Mahlstrom) auf Deutsch gelesen.
    Ausserdem "Drive" und "Strange Dogs" auf Englisch. "The Vital Abyss" fehlt bisher noch.

    Z.Z. bin ich im 2. Anlauf an "Tiamat's Wrath", tue mich aber noch immer etwas schwer daran. Eigentlich ist mein Englisch recht gut (dachte ich jedenfalls), aber beim Bücher lesen stosse ich dann doch immer wieder an Grenzen, insbesondere beim Vokabular. Und andauernd was nachschlagen ist auf Dauer etwas ermüdend.

    Bei der Serie ist das lustigerweise kein Problem. Die kann ich mir seit ich die 3. Staffel von Anfang an nur auf Englisch gesehen habe auf Deutsch gar nicht mehr antun. Hab damals gleich im Anschluss S1 + S2 nochmals auf Englisch geschaut. Seither ist Deutsch für mich da keine Option mehr.
    Don't Panic

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    Kommentar


      #3
      Zitat von One of them Beitrag anzeigen
      Ich fang' dann gleich mal an.

      2 Dinge beschäftigen mich momentan:

      1. Das Alter unserer Helden
      Ja, wie du schon richtig schreibst, ist der Zeitsprung in aller erster Linie Mittel zum Zweck, um Laconia Zeit zum Aufbau zu geben. Die Autoren haben sich in diesem Punkt hinsichtlich der Entwicklung der Roci-Crew wenig Mühe gegeben. Bis auf Clarissas Gesundheitsprobleme und ab und zu die Erwähnung, dass unsere Helden nicht mehr die Jüngsten sind, Alex zwischendurch (mal wieder) verheiratet war und Holden und Naomi in den Ruhestand gehen möchten, kommt mir da viel zu wenig. Es wirkt fast so, als wäre die Zeit zwischen Babylon's Ashes und Persepolis Rising für die Roci Crew mehr oder weniger stillgestanden. Das hätte man besser lösen müssen.

      Bei der Serie braucht man sicherlich auch nicht darauf zu hoffen, dass diese einen derartigen Zeitsprung überzeugender darstellen könnte. Gut, Holden hat dann graue Haare, Naomi ein paar graue Strähnen und ein paar Falten um die Augen, Alex eine Glatze und Bierbauch und Amos, tja, Amos bleibt Amos oder so. Und wahrscheinlich würden es wohl keine 30 Jahre werden sondern höchsten 20 um die Suspension of Disbelief nicht zum Platzen zu bringen.


      Zitat von One of them Beitrag anzeigen
      2. Die Rocinante landet auf Planeten "auf dem Bauch"
      Der Gedanke ist wohl, dass das Hauptriebwerk (also der Epstein Drive) viel zu stark für Starts und Landungen ist und würde bei solchen Manövern die gesamte Umgebung aufgrund der Hitzeentwicklung glasieren. Wenn ich es noch richtig im Kopf habe beginnt die Rocinante ihren Landungsvorgang in der Vertikalen, dreht sich dann während oder nach dem Atmosphäreeintritt aber auf ihren Bauch und statt des Haupttriebwerks wird der Rest der Strecke mittels der Manövrierdüsen zurückgelegt.

      Für die Serie wäre das "auf dem Bauch landen" äußerst unpraktisch, da die Sets nicht so gestaltet sind, dass man sie um 90° drehen könnte. Gut, die Sets sind auch ohnehin wenig weltraumtauglich designet, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Deshalb hat man dem Schiff für planetare Landungen in der 4. Staffel einfach ein Gestell aus zusätzlichen RCS Thrustern gegeben.


      Kommentar


        #4
        Cool, dass du diesen Thread eröffnet hast! Bin gespannt, wer noch die Bücher gelesen hat.


        Zitat von One of them Beitrag anzeigen
        PS:
        Wer alles hat überhaupt die Bücher schon bis "Persepolis Rising" gelesen? Outet euch mal.
        Und lest ihr sie auf Deutsch oder Englisch?
        Ich habe alle Bücher auf englisch gelesen, davon Buch 1 - 7 innerhalb einer Woche. Und zwar alle, nachdem ich die Serie (alle 3 bisherigen Staffeln) gesehen hatte. Ich fühle mich daher nicht wirklich in der Lage, zu den einzelnen Büchern viel zu sagen, weil die für mich natürlich alle irgendwie verschwimmen, und sich zum Teil mit der Serie vermischen.

        Auch die Kurzgeschichten habe ich mir alle einverleibt (teilweise gelesen, manche gehört), aber allesamt erst einige Zeit nach den Büchern.

        Nach Buch 9 (oder vielleicht vorher, als Einstimmung?) werde ich hoffentlich die Zeit finden, sie alle mit mehr Ruhe noch mal zu lesen.


        Was das Alter der Crew angeht, habe ich eigentlich wenig hinterfragt, wie plausibel das ist, dass sie so "problemlos" altern und dabei gesund bleiben. Moderne Medizin macht's möglich (es wurde ja auch die Verstrahlung nach Eros recht einfach geheilt und Folgeschäden unter Kontrolle behalten)! Also ja, 80 ist das neue 50.
        John: Work- now - freak - later. Work - now - freak - later.
        Stark: Yes. That's fair.
        John: Good.
        Stark: How much later?

        Kommentar


          #5
          Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie Buch 4 nun verfilmt werden wird, denn das war für mich das zäheste aller Bücher, vor allem mit diesen Zwischenkapiteln "it reaches out, it reaches out...". Auch war in diesem Band der Wechsel zwischen den Perspektiven nerviger als sonst.

          Ich gehe davon aus, dass gewisse politische Entwicklungen der Bücher 5 + 6 schon vorweg genommen werden, und darauf freue ich mich. Ich hoffe auch, dass der Investigator/Miller in der Serie eine prominentere Rolle bekommt als im Buch, da war ich ein wenig enttäuscht beim Lesen.


          Man kann die Erzählung ja in 3 Trilogien teilen: Habt ihr Vorlieben für eine der drei? (Sofern man die noch unvollständige dritte schon beurteilen kann...)


          Was mich auch interessieren würde, denn da habe ich schon weit auseinandergehende Beurteilungen gelesen/gehört: Findet ihr, die Serie hält sich nah ans Buch oder eher nicht? Eine Aussage, die ich gehört habe, war folgende: "Ich finde die Entwicklung in Staffel 3 total spannend, denn mittlerweile hält man sich ja kaum mehr an die Vorlage."

          Ich finde, dass das überhaupt nicht stimmt. Ja, in Details gehen Buch und Serie auseinander, aber ich habe selten eine Verfilmung gesehen, die sich in den Grundzügen so sehr ans Source Material hält. (Was auch kein Wunder ist, da ja die gleichen Personen involviert sind und man die restlichen Bücher auch verfilmen will.)
          John: Work- now - freak - later. Work - now - freak - later.
          Stark: Yes. That's fair.
          John: Good.
          Stark: How much later?

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            #6
            Zitat von AnaDunari Beitrag anzeigen
            Ich habe alle Bücher auf englisch gelesen, davon Buch 1 - 7 innerhalb einer Woche. Und zwar alle, nachdem ich die Serie (alle 3 bisherigen Staffeln) gesehen hatte. Ich fühle mich daher nicht wirklich in der Lage, zu den einzelnen Büchern viel zu sagen, weil die für mich natürlich alle irgendwie verschwimmen, und sich zum Teil mit der Serie vermischen.
            Na da haben wir ja einen ganz ähnlichen "Expanse-Werdegang" hinter uns.

            Ich bin erst letzten Frühling durch dieses Forum überhaupt auf «The Expanse» gestossen. Hab dann mal ohne grosse Erwartungen mit der 1. Staffel (erst mal auf deutsch) begonnen und war sofort angefixt.
            Zeitlich hat es sich dann zufällig so ergeben, dass gleich im Anschluss an Staffel 2 die 3. Staffel auf Englisch erschien, so dass ich da nahtlos anschliessen konnte. Gleich darauf hab ich dann S1-3 nochmals komplett auf Englisch geschaut.
            Anschliessend habe ich mir dann die Bücher besorgt und ebenfalls in Rekordzeit verschlungen. An Deine 7 Bücher in 1 Woche (wow!) komm ich zwar nicht heran, aber auch ich habe in etwa 2,5 Wochen die ersten 6 Bücher + die übersetzten Kurzgeschichten durchgesuchtet.

            Und ja, das verschwimmt mit der Zeit mit der Serie, geht mir auch so. Insbesondere, da ich seither die 3 Staffeln erneut 2 x geschaut habe.

            Bin auch gespannt, wer sich hier noch so zu Wort meldet. Wobei es wahrscheinlich auch viele gibt, die erst die ersten 3 Bücher (oder zumindest noch nicht alle) gelesen haben und diesen Thread daher meiden werden. Hmm, bissl blöd halt... Aber hier alles in Spoiler-Tags zu verstecken wär irgendwie auch doof, drum hab ich mich mal für die offene Variante entschieden, auch wenn es dadurch wahrscheinlich weniger potentielle Mitschreiber sein werden. Mal sehen.



            Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
            Alex zwischendurch (mal wieder) verheiratet war
            Das ist übrigens auch ein Punkt den ich eher unglaubwürdig finde.
            Wenn ich es richtig verstanden habe, waren die ja die letzten 30 Jahre mehr oder weniger immer mit der Roci unterwegs, und Alex ist ja eh der mit dem Pilotensitz verwachsene Raumschiff-Junkie, wieso sollte der erneut eine (Fernbeziehungs-)Ehe eingehen? Oder hat er zwischendurch wieder auf dem Mars gelebt, oder war Giselle da Teil der Crew? Da wird glaubs gar nicht näher drauf eingegangen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, oder?

            Bei der Serie braucht man sicherlich auch nicht darauf zu hoffen, dass diese einen derartigen Zeitsprung überzeugender darstellen könnte. Gut, Holden hat dann graue Haare, Naomi ein paar graue Strähnen und ein paar Falten um die Augen, Alex eine Glatze und Bierbauch und Amos, tja, Amos bleibt Amos oder so. Und wahrscheinlich würden es wohl keine 30 Jahre werden sondern höchsten 20 um die Suspension of Disbelief nicht zum Platzen zu bringen.
            Bin eh gespannt, wie die das umsetzen werden, falls die Serie bis dahin gelangt. Gut, heute kann man viel tricksen, aber ich stelle mir das nicht so leicht vor, 3 Staffeln lang sämtliche Darsteller überzeugend stark gealtert darzustellen. Ein paar graue Strähnen reichen da imho nicht aus.
            Ich könnte mir aber vorstellen (auch wenn ich es natürlich nicht hoffe), dass die Serie nach S6 enden wird. Da wäre ja ein guter und recht versöhnlicher Abschluss möglich.

            Erstmal bin ich aber total heiss auf S04... und erst recht auf S05!!
            Oh Mann, warum geht das bloss noch soo lange?

            Der Gedanke ist wohl, dass das Hauptriebwerk (also der Epstein Drive) viel zu stark für Starts und Landungen ist und würde bei solchen Manövern die gesamte Umgebung aufgrund der Hitzeentwicklung glasieren. Wenn ich es noch richtig im Kopf habe beginnt die Rocinante ihren Landungsvorgang in der Vertikalen, dreht sich dann während oder nach dem Atmosphäreeintritt aber auf ihren Bauch und statt des Haupttriebwerks wird der Rest der Strecke mittels der Manövrierdüsen zurückgelegt.
            Ah, ok, das ist natürlich eine Erklärung. So wirklich (technisch) glaubwürdig kommt es mir aber immer noch nicht vor. Ich meine wenn man sich anschaut, was heutige Raketen hinten rausblasen müssen, um erst mal nur abzuheben, kann ich mir schwerlich vorstellen, dass Starten mit Steuerdüsen (letztlich ja nur Dampf) machbar sein sollen. Und falls nicht Dampf müsste die Roci ja riesige Thruster am Bauch haben. Aber gut, ist halt Fiction. Das sind dann halt die Probleme, mit denen man bei ansonsten überdurchschnittlich realistischer SciFi umgehen muss.
            Don't Panic

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              #7
              Zitat von AnaDunari Beitrag anzeigen
              Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie Buch 4 nun verfilmt werden wird, denn das war für mich das zäheste aller Bücher
              Irgendwie lustig, man liesst oft, dass viele Buch 4 entweder als das langweiligste, oder aber als eines der besten betrachten. Mir scheint, bei keinem der Bücher gehen die Meinungen so stark auseinander.
              Mir hat Buch 4 aber sehr gut gefallen, auch wenn es eine Art Zwischenspiel war und den Rest des "Universums" etwas links liegen gelassen hat. Irgendwie ist es halt wie ein Buch für sich, das man auch recht gut ausserhalb der ganzen Reihe lesen könnte.
              Kann mich jetzt nicht mehr an alle Details erinnern, aber die ganzen Sachen um die wiedererwachten Alien-Artefakte fand ich damals etwas verwirrend und gar phantastisch.

              Ich gehe davon aus, dass gewisse politische Entwicklungen der Bücher 5 + 6 schon vorweg genommen werden, und darauf freue ich mich.
              Ja, davon gehe ich auch aus. Muss ja auch fast sein, sonst wären einige bisherige Darsteller für S4 ja raus. Und es gibt ja imho einen Darsteller für Marco Inaros, der schon in S4 vorkommen wird.
              Ich denke auch, dass die Novelle "Gods of Risk" wahrscheinlich in S4 einfliessen wird.
              Möglicherweise auch die Rückblenden von "The Churn"? Wer weiss...

              Man kann die Erzählung ja in 3 Trilogien teilen: Habt ihr Vorlieben für eine der drei? (Sofern man die noch unvollständige dritte schon beurteilen kann...)
              Hmm, schwer zu sagen...
              Anfangs steigern sich die Dinge ja bereits von Buch zu Buch und man denkt sich, wtf, was kommt jetzt noch, und dann am Ende von Buch 3 denkt man plötzlich, huch, war ja alles erst der Prolog.
              Dann kommt ein relativ versöhnliches Buch 4, nur um dann in No. 5 mal so richtig krass draufzuhauen.

              Zur 3. Trilogie kann ich noch zuwenig sagen, da ich bei TW noch nicht weit fortgeschritten bin. Tendenziell würde ich sagen hat Trilogie 2 etwas die Nase vorn, was aber auch damit zusammenhängt, dass man bis da eben schon weiter mit den Personen verbunden ist als zu Beginn der Reihe.

              Was mich auch interessieren würde, denn da habe ich schon weit auseinandergehende Beurteilungen gelesen/gehört: Findet ihr, die Serie hält sich nah ans Buch oder eher nicht? Eine Aussage, die ich gehört habe, war folgende: "Ich finde die Entwicklung in Staffel 3 total spannend, denn mittlerweile hält man sich ja kaum mehr an die Vorlage."

              Ich finde, dass das überhaupt nicht stimmt. Ja, in Details gehen Buch und Serie auseinander, aber ich habe selten eine Verfilmung gesehen, die sich in den Grundzügen so sehr ans Source Material hält. (Was auch kein Wunder ist, da ja die gleichen Personen involviert sind und man die restlichen Bücher auch verfilmen will.)
              Sehe das genauso wie Du.
              Klar, bei S3 bzw. Buch 3 hat man sich bisher wohl die grössten Freiheiten erlaubt (wurde ja auch etwas arg zusammengepresst), insbesondere durch das Weglassen/Verschmelzen von Michio Pa, Bull, Sam & Drummer, aber ich finde das total gut umgesetzt, und Drummer ist ja wohl einfach nur der Hammer, ke?!
              Ich habe es übrigens bisher eher umgekehrt gelesen, nämlich dass viele S3 (bzw. den 2. Teil der Buch 3 umfasst) gerade deswegen nicht so toll finden.
              Ich kann aber jedenfalls sagen, dass ich insgesamt total zufrieden damit bin, wie die ersten 3 Bücher als Ganzes in den 3 Staffeln umgesetzt wurden. Wenn man die Staffeln jeweils gleich bei Erscheinen, also mit jeweils 1 Jahr Pause, gesehen hat, mögen die jeweiligen Enden aber etwas unbefriedigend sein.

              Mir scheint es auch, zumindest aus Diskussionen und Kommentaren, dass es einen wesentlichen Unterschied macht, ob man die Bücher schon vor oder erst nach der Serie gelesen hat.
              Was auch irgendwie nachvollziehbar ist, wenn man Bücher liesst, macht das Kopfkino da eigene Bilder dazu, die dann oft gar nicht mit denen auf dem Bildschirm übereinstimmen. Für mach war «The Expanse» glaubs eh das erste Mal, dass ich etwas erst nach der Verfilmung gelesen habe, und für mich hat das sehr gut gepasst. Ich hatte trotz der Änderungen die Bilder aus der Serie im Kopf und die Bücher waren dann wie eine Erweiterung und mehr in die Details gehende Vertiefung der Story.
              Es wird sich nun zeigen, wie S4 - nun mit Buch-Vorwissen - wirken wird. Aber mittlerweile bin ich so angefressen* von der Serie, dass ich mir da kaum Sorgen mache.


              * edit:
              Ups, ich habe gerade herausgefunden, dass der Ausdruck "angefressen sein" regional offenbar eine komplett unterschiedliche Bedeutung hat. Wusste ich gar nicht.
              Der Sinn ist hier "ausserordentlich begeistert sein", nur falls sich jemand wundert...
              Don't Panic

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                #8
                Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                Mir scheint es auch, zumindest aus Diskussionen und Kommentaren, dass es einen wesentlichen Unterschied macht, ob man die Bücher schon vor oder erst nach der Serie gelesen hat.
                Ich hab' das Glück, das mir das sehr oft in der "richtigen" Reihenfolge passiert, auch bei Herr der Ringe beispielsweise. Ich bin auch schlecht beim Vorstellen von Menschen, von daher ist mir eh lieber, ich bekomme ein Bild vorgesetzt. Ich suche auch sehr oft gezielt nach den Buchvorlagen (oder auch "Das Buch zum Film"), wann immer ich über eine Serie oder einen Film stolpere (Case Histories, Shetland, Millennium-Trilogie,...).



                Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                An Deine 7 Bücher in 1 Woche (wow!) komm ich zwar nicht heran, aber auch ich habe in etwa 2,5 Wochen die ersten 6 Bücher + die übersetzten Kurzgeschichten durchgesuchtet.
                Ich hatte auch Urlaub.

                Ich war übrigens noch viel später dran, erst Anfang dieses Jahres hab' ich mal vorsichtig reingeschaut. Und bei mir hat's echt eine Weile gedauert, bis ich so richtig warm wurde mit der Serie. Ich fand mich in den ersten paar Episoden überhaupt nicht zurecht, konnte mit den Schauplätzen nichts anfangen und war nur verwirrt. Besonders die Julie Mao / Scopuli / Protomolecule - Teile haben für mich überhaupt keinen Sinn gemacht.

                Erst als die Handlungsstränge in diesem Hotel auf Eros zusammenfanden, war ich plötzlich Feuer und Flamme. Und ich weiß nicht, ob ich ohne Miller durchgehalten hätte.

                Und dann beim 2. Durchgang konnte ich einen beträchtlichen Teil von Staffel 1 erst so richtig genießen.



                Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                Anfangs steigern sich die Dinge ja bereits von Buch zu Buch und man denkt sich, wtf, was kommt jetzt noch, und dann am Ende von Buch 3 denkt man plötzlich, huch, war ja alles erst der Prolog.
                Dann kommt ein relativ versöhnliches Buch 4, nur um dann in No. 5 mal so richtig krass draufzuhauen.

                Zur 3. Trilogie kann ich noch zuwenig sagen, da ich bei TW noch nicht weit fortgeschritten bin. Tendenziell würde ich sagen hat Trilogie 2 etwas die Nase vorn, was aber auch damit zusammenhängt, dass man bis da eben schon weiter mit den Personen verbunden ist als zu Beginn der Reihe.
                Ich glaube, bei mir liegt momentan der "Prolog" an erster Stelle. Mir hat gerade das Verbleiben im eigenen Sonnensystem so gut gefallen, das war anders als bei der gewohnten SciFi, wo eine geläuterte Menschheit quer durch die Galaxie reist und Aliens trifft.

                Daher war ich eher skeptisch als am Ende plötzlich diese "Stargates" aufgehen. Ein Kollege rief in dem Moment aus "Ah, jetzt kommen wir endlich zum Teil mit den Aliens!" und ich dachte: Oh NEIN!

                Naja, ganz so kam es dann eh nicht, glücklicherweise stehen immer noch menschliche Schwierigkeiten im Vordergrund. Die zweite Trilogie ist halt irgendwie zerhackt: Zuerst die Isolation auf Ilus (was ich zäh fand), dann das Aufsplitten der Crew, während alles in die Binsen geht, und dann ein mühsames Ringen, um wieder so etwas wie Ordnung herzustellen.

                Ich bin aber sehr gespannt auf einen 2. Lesedurchgang, vor allem bei Buch 5 und 6, die ich - obwohl ich mich kaum an Details erinnern kann (außer dass bei Naomis Flucht ein ausgezogener Schuh eine lebenswichtige Rolle gespielt hat) - sehr spannend in Erinnerung habe.



                Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                * edit:
                Ups, ich habe gerade herausgefunden, dass der Ausdruck "angefressen sein" regional offenbar eine komplett unterschiedliche Bedeutung hat. Wusste ich gar nicht.
                Der Sinn ist hier "ausserordentlich begeistert sein", nur falls sich jemand wundert...
                Und ich wollte schon nachfragen, ob du nicht vielleicht "angefüttert" gemeint hast...


                Ach so, und Sorgen wegen der weiteren Verfilmung mache ich mir auch nicht. Ich habe keine Zweifel, dass die grobe Richtung stimmen wird, und an Details kann ich mich sowieso nicht erinnern: Vorteil vom Lesemarathon.



                John: Work- now - freak - later. Work - now - freak - later.
                Stark: Yes. That's fair.
                John: Good.
                Stark: How much later?

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                  #9
                  Zitat von AnaDunari Beitrag anzeigen
                  Ich hatte auch Urlaub.
                  Na gut, das hatte ich auch...
                  Aber 1 Woche ist schon beachtlich, sind ja auch nicht gerade kurze Bücher.

                  Und bei mir hat's echt eine Weile gedauert, bis ich so richtig warm wurde mit der Serie. Ich fand mich in den ersten paar Episoden überhaupt nicht zurecht, konnte mit den Schauplätzen nichts anfangen und war nur verwirrt. Besonders die Julie Mao / Scopuli / Protomolecule - Teile haben für mich überhaupt keinen Sinn gemacht.
                  Ja das hört man ja total oft. Viele brechen deswegen ja nach 2-3 Folgen auch schon ab.

                  Mich hat es von Anfang an reingezogen. Liegt vermutlich auch daran, dass so Dinge wie eher "rustikale" Raumschiffe ohne Glanz & Glimmer, vor allem aber ohne magische FTL-Antriebe, Trägheitsdämpfer, Schilde, Laserkanonen etc., sowie futuristische Raumstationen und Städte ganz der Art von Scifi entsprechen, die mich anspricht. Aber auch die Story fand ich von Anfang an spannend, wie sich die Puzzleteile nur langsam und aus verschiedenen Sichten zusammenfinden, aber auch die eher unaufgeregte Herangehensweiso ohne überflüssig viel Action & Krach-Bumm (mal von der Zerstörung der Canterbury abgesehen), und auch das "Film-Noir"-artige Setting. Also eigentlich genau die Dinge, die einige als eher "langweilig" bemängeln.
                  Und ja, Miller hat dabei auch geholfen.

                  Mir hat gerade das Verbleiben im eigenen Sonnensystem so gut gefallen, das war anders als bei der gewohnten SciFi, wo eine geläuterte Menschheit quer durch die Galaxie reist und Aliens trifft.
                  [...]
                  dann das Aufsplitten der Crew, während alles in die Binsen geht, und dann ein mühsames Ringen, um wieder so etwas wie Ordnung herzustellen.
                  Jetzt wo ich das so lese find ich ja plötzlich die 1. Trilogie auch fast wieder besser
                  Naja, ist für mich alles recht nah beieinander und schwer einen Favoriten zu bestimmen.
                  Aber Du hast recht, das ganze Aufsplitten der Leute am Anfang von Buch 5 (hatte ich bereits verdrängt ) fand ich auch eher unglücklich.

                  Und ich wollte schon nachfragen, ob du nicht vielleicht "angefüttert" gemeint hast...
                  Ich dachte mir plötzlich, hmm, ist das überhaupt eine Redewendung die man überall kennt?
                  Google meinte dann: öhm, nicht ganz

                  1. einer Sache überdrüssig sein; genervt / enttäuscht / traurig sein
                  2. etwas mit Inbrunst tun; von etwas völlig begeistert sein
                  umgangssprachlich; 1. Österreich, Süddeutschland; 2. Schweiz
                  (Quelle)

                  Ist ja jetzt eine ziemlich widersprüchliche Bedeutung! Sachen gibt's...
                  Don't Panic

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                    #10
                    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                    Aber 1 Woche ist schon beachtlich, sind ja auch nicht gerade kurze Bücher.
                    Ich hab's sogar gemessen: Bei "The Expanse" habe ich genau 60 Seiten pro Stunde geschafft, also im Schnitt 1 Seite/min.

                    Aber ich war schon immer eine Turboleserin. Dafür les' ich die Sachen dann auch öfter.


                    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                    Aber auch die Story fand ich von Anfang an spannend, wie sich die Puzzleteile nur langsam und aus verschiedenen Sichten zusammenfinden, aber auch die eher unaufgeregte Herangehensweiso ohne überflüssig viel Action & Krach-Bumm (mal von der Zerstörung der Canterbury abgesehen), und auch das "Film-Noir"-artige Setting. Also eigentlich genau die Dinge, die einige als eher "langweilig" bemängeln.
                    Ich fand's auch nicht langweilig und das Setting sehr ansprechend, aber ich hab sehr viel nicht gecheckt und beim 2. Mal ansehen des öfteren gedacht: "Ah, DAS hat der gemeint!" oder "Oh, das war derselbe Charakter?" oder "Ah, das ist ja eine ANDERE Raumstation!". Also echt - kein Plan.


                    Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                    ohne überflüssig viel Action & Krach-Bumm (mal von der Zerstörung der Canterbury abgesehen.
                    Wobei es gerade hier einen eklatanten Unterschied zwischen Buch und Serie gibt, was ich für symptomatisch für Verfilmungen generell halte: Im Buch passiert ja in dieser Sequenz kaum was Aufregendes, außer dass die Canterbury zerstört wird: Holden loggt NICHT heimlich den Notruf, das Shuttle selbst war NICHT gefährdet, es gingen der Sender NICHT kaputt und die Luft NICHT aus. Im Buch gab's eigentlich nur Langeweile bis zum Treffen mit den Martians.

                    In der Verfilmung jagt ein lebensbedrohlicher Moment den nächsten.

                    Auch das Zeitgefühl geht bei der Serie irgendwie flöten, im Buch bekommt man sehr gut mit, wieviel Zeit oft von einer "Actionsequenz" zur nächsten vergeht, in der Serie hat man das Gefühl, das alles findet innerhalb kurzer Zeit statt.
                    John: Work- now - freak - later. Work - now - freak - later.
                    Stark: Yes. That's fair.
                    John: Good.
                    Stark: How much later?

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                      #11
                      Ich bin übrigens gerade in "Tiamat's Wrath" auf Captain Burnham gestossen!

                      (musste das kurz loswerden... )
                      Don't Panic

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                        #12
                        (Fortsetzung vom anderen Thread)

                        Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
                        Duarte zieht sein Ding ja nicht allein durch. Der dürfte im Zeitraum, wo Cibola Burn spielt, mitten in den Vorbereitungen für den Coup bzw. in den Verhandlungen mit Inaros stecken.
                        Ah, hatte die Zeitlinie da nicht mehr so genau im Kopf. Ich dachte, das wäre erst später losgegangen. Aber "The Vital Abyss" soll ja zw. AG und CB spielen, kann also schon sein.
                        Aber Illus war doch imho das erste System, in das bemannte Schiffe vordringen (erst die Ganymed-Flüchtlinge, dann die offizielle Mission von RCE im Auftrag der UN). Wann hat Duarte denn Laconia für sich entdeckt? Weil das Auffinden der Orbitalwerften dort war doch ein Schlüsselmoment für seinen ganzen Plan, oder nicht?
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                          #13
                          Zitat von One of them Beitrag anzeigen
                          (Fortsetzung vom anderen Thread)


                          Ah, hatte die Zeitlinie da nicht mehr so genau im Kopf. Ich dachte, das wäre erst später losgegangen. Aber "The Vital Abyss" soll ja zw. AG und CB spielen, kann also schon sein.
                          Aber Illus war doch imho das erste System, in das bemannte Schiffe vordringen (erst die Ganymed-Flüchtlinge, dann die offizielle Mission von RCE im Auftrag der UN). Wann hat Duarte denn Laconia für sich entdeckt? Weil das Auffinden der Orbitalwerften dort war doch ein Schlüsselmoment für seinen ganzen Plan, oder nicht?
                          Nachdem sich die Tore geöffnet haben, haben sowohl die UN und die MCRN Sonden in die neuen Systeme geschickt. Eine der MCRN Sonden hat die Orbitalwerften ausgespäht und der Bericht ist wohl bei Duarte auf dem Tisch gelandet. Das müsste, damit der Zeitverlauf einigermaßen passt, ziemlich früh nach dem Öffnen der Tore passiert sein, also während oder besser noch vor der Ilus-Krise

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