Babylon 5 gegen Deep Space Nine - SciFi-Forum

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Babylon 5 gegen Deep Space Nine

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    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Was hat nur jeder gegen Staffel 1? Hier sind einige der beste Folgen der Serie enthalten. Und Sinclair finde ich als Kommander sehr gut. Hätte gerne mehr von ihm in der Serie gesehen (so als gleichberechtiger Gegenpart zu Sheridan). Die schwächste (Halb)Staffel ist meiner Meinung nach übrigens die erste Hälfte von 5 (kann Lochley nicht ausstehen).
    Genau meine Meinung. Ich behaupte gar, dass B5 nicht diese affektive Wirkung haben würde, die es auf die meisten Zuschauer hat, wenn Staffel 1 vom Storytelling her bereits so gewesen wäre wie Staffel 2 oder gar Staffel 3. Worldbuilding ist hier das Stichwort: Wenn mich Staffel 1 nicht in die Welt und ihre Regeln eingeführt hätte, wäre es nicht so unter die Haut gegangen, zu sehen, wie sich diese Welt verändert.

    Klar, an der Qualität der einzelnen Folge kann man immer etwas rütteln, solange nicht jede Folge eine absolute 6-Sterne-Highlight-Folge ist. Aber das ist auch nicht mein Anspruch an eine Serie, denn dann würde ich an keiner Serie Gefallen finden. Highlights sind Highlights, weil es nicht andauernd ein Highlight gibt.

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      Man muss aber auch sagen das es sehr viele Parallelen bei beiden Serien gibt.

      Ein Commander hat das Kommando, später ist es ein Captain.
      Die Station ist weit weg vom Heimatterritorium.
      Eine Frau ist der 1. Offizier.
      Auf der Station gibt es viele Ausserirdischen.
      Ausserirdische reden bei der Stationsverwaltung mit (B5-Minbari/DS9-Bajoraner).
      Es gibt einen Feind der sich langsam "anschleicht" (B5-Schatten/DS9-Dominion).
      Es gibt einen Krieg mit diesem Feind.
      Beide Stationen bekommen ein kampfstarkes Schiff das im Alleingang viele Kämpfe führt (B5-Weisser Stern/DS9-Defiant).
      Aliens und Menschen die eine Art von religiöse Figur sind (B5-Vorlonen als "Engel" bzw. "Schöpfer", Sinclair als Valen, Sheridan als "der Eine" von den Toten wieder auferstanden/DS9-Propheten als "Götter", Sisko als der "Abgesannte" der von einer "Prophetin" geboren wurde).
      Es gibt bei den "Göttern/Aliens" ein gut und Böse (B5-Vorlonen und Schatten/DS9-Prophenen und Pah-Geister)
      Jeder von "gut" und "böse" hat eine Person die Hilft bzw. versucht zu bekehren/zerstören (B5-Sheridan und Morden/DS9-Sisko und Dukat)
      Sprüche die "religiös" sind und immer wieder vorkommen (B5-"Sie sind schon immer hier gewesen"/DS9-"Sie sind von Bajor, wir sind von Bajor").

      Sogar die "Rebellion" gegen die Regierung/Millitär ist bei beiden Serien vorhanden. Bei B5 war sie nur mehr Ausgebaut und bei DS9 ging es nur über 2 Folgen.

      Klar ist nicht alles 100%ig gleich bzw. war das Eine in einer Serie stärker ausgeprägt als in der Anderen und umgekehrt. Aber es gibt fast schon unbestreitbar viele Ähnlichkeiten in der Grundgeschichte der beiden Serien.
      "noH QapmeH wo' Qaw'lu'chugh yay chavbe'lu' 'ej wo' choqmeH may' DoHlu'chugh lujbe'lu'!"

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        Eigentlich wurde diese DS9-B5-Vergleich-Sache schon zu oft durchgezogen, aber irgendwie juckt es mich, die Willkürlichkeit so mancher Parallele einfach noch einmal darzustellen.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Ein Commander hat das Kommando, später ist es ein Captain.
        Bei dem einen bleibt aber der Kommandierende gleich und wird befördert, bei dem anderen gibt es tatsächlich einen personellen Austausch. Ob Sinclair befördert worden wäre, weiß ich aber natürlich nicht.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Die Station ist weit weg vom Heimatterritorium.
        Abgesehen davon, dass Deep Space Nine, wenn man mal ein paar ST-Karten zur Hand nimmt, gar nicht so weit entfernt von der Erde sein dürfte, gibt es dennoch auch in der Darstellung der "Ferne" erhebliche Unterschiede: Deep Space Nine befindet sich in der Wildnis, in der eigentlich nichts los ist - bis halt das Wurmloch gefunden wird und an Bedeutung gewinnt. Babylon 5 befindet sich zwar auch außerhalb, aber mehr oder minder in einem Territorium, das nicht so sehr am "Rande", sondern von allen größeren Mächten aus gut erreichbar ist. Zumindest wird es immer so dargestellt.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Eine Frau ist der 1. Offizier.
        Bei dem einen ist es eine Bajoranerin, also eine Einheimische, bei dem anderen ein Mensch. Bei dem einen gehört der 1. Offizier nicht demselben "Militär" an wie der Kommandierende, bei dem anderen schon. Also jetzt irgendwelche Vergleiche auf Geschlechterbasis zu ziehen, ist schon... merkwürdig. Dann kann ich auch die meisten SF-Serien unter einen Hut stecken, weil der Captain ein Mann ist.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Auf der Station gibt es viele Ausserirdischen.
        Das haben die meisten SF-Serien so an sich, ja... Da finde ich es schon etwas beachtenswerter, wenn KEINE Außerirdischen dabei sind.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Ausserirdische reden bei der Stationsverwaltung mit (B5-Minbari/DS9-Bajoraner).
        Bei dem einen ist es nur ein hintergründiger Einfluss, der bei genau einer Personalentscheidung eine Rolle spielte (zur Erinnerung: diese Entscheidung wurde eh wieder rückgängig machen), bei dem anderen sind die Bajoraner selbst die Verwaltung und die Föderation "hilft" eigentlich nur.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Es gibt einen Feind der sich langsam "anschleicht" (B5-Schatten/DS9-Dominion).
        Das ist irgendwie auch die gelungenste Art, einen neuen Feind einzuführen. Das haben beide Serienmacher gut erkannt. Da jetzt einen Strick draus zu drehen, dass andere Serienmacher das nicht immer so erkannt haben (ich sage nur: SG1 und die platt eingeführten Ori)... na ja.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Es gibt einen Krieg mit diesem Feind.
        Den gab es in TNG mit den Borg auch. In irgendeiner Art und Weise ist "Krieg" und "Kampf" immer Bestandteil einer Space Opera. Das ist genrebedingt.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Beide Stationen bekommen ein kampfstarkes Schiff das im Alleingang viele Kämpfe führt (B5-Weisser Stern/DS9-Defiant).
        Da stand man mit fortführender Handlung vor demselben Problem, das eigentlich jede Serie mit einem stationären Standort hat, deren Handlung nach und nach über diesen Standort hinauswächst: Man muss sich irgendwie fortbewegen.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Aliens und Menschen die eine Art von religiöse Figur sind (B5-Vorlonen als "Engel" bzw. "Schöpfer", Sinclair als Valen, Sheridan als "der Eine" von den Toten wieder auferstanden/DS9-Propheten als "Götter", Sisko als der "Abgesannte" der von einer "Prophetin" geboren wurde).
        Okay, das ist schon irgendwie eine Ähnlichkeit, die auch unter den Regeln des Genres nicht so hätte sein müssen.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Es gibt bei den "Göttern/Aliens" ein gut und Böse (B5-Vorlonen und Schatten/DS9-Prophenen und Pah-Geister)
        Oh nein, wie konnten sie nur? Gut und Böse im Kampf ist ein Motiv, das so selten genutzt wird, dass es echt schon auffällig ist, wenn zwei Serien es benutzen

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Jeder von "gut" und "böse" hat eine Person die Hilft bzw. versucht zu bekehren/zerstören (B5-Sheridan und Morden/DS9-Sisko und Dukat)
        Na ja, man muss den Seiten schon ein Gesicht geben.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Sprüche die "religiös" sind und immer wieder vorkommen (B5-"Sie sind schon immer hier gewesen"/DS9-"Sie sind von Bajor, wir sind von Bajor").
        Ich kann bei beiden Sprüchen nicht verstehen, wo der Zusammenhang sein soll.

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Sogar die "Rebellion" gegen die Regierung/Millitär ist bei beiden Serien vorhanden. Bei B5 war sie nur mehr Ausgebaut und bei DS9 ging es nur über 2 Folgen.
        Welche zwei Folgen meinst du?

        Zitat von FltCaptain Beitrag anzeigen
        Klar ist nicht alles 100%ig gleich bzw. war das Eine in einer Serie stärker ausgeprägt als in der Anderen und umgekehrt. Aber es gibt fast schon unbestreitbar viele Ähnlichkeiten in der Grundgeschichte der beiden Serien.
        Ich denke aber, dass der Kern dieser Ähnlichkeiten aber woanders liegt, nämlich bei folgenden beiden Punkten:
        1. Die Serien sind zu einer ähnlichen Zeit entstanden (man möchte sagen: zur gleichen Zeit)
        2. Die Serien haben ein ähnliches Ausgangsszenario, das ein paar inhaltliche Entwicklungen, die beide Serien durchmachten, schon stark herausfordert

        Interessanter sind aber mittlerweile für mich die Unterschiede, z. B. dass DS9 ein Sequel zu TNG ist, B5 im Grunde nicht. Noch interessanter wird es, wenn beide Serien sich dennoch sehr ähnlich zu TNG verhalten, denn das deutet dann daraufhin, welche Stellung TNG zu diesem Zeitpunkt für den SF-Serienmarkt hatte.

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          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Das ist irgendwie auch die gelungenste Art, einen neuen Feind einzuführen. Das haben beide Serienmacher gut erkannt. Da jetzt einen Strick draus zu drehen, dass andere Serienmacher das nicht immer so erkannt haben (ich sage nur: SG1 und die platt eingeführten Ori)... na ja.
          Das Dominion wurde auch nicht schrittweise eingeführt, es wurde lächerliche zwei Mal in einem Nebensatz erwähnt, ehe es plötzlich als große neue Bedrohung auf dem Schirm war.


          Welche zwei Folgen meinst du?
          Vermutlich den Homefront-Zweiteiler in der Mitte der vierten Staffel. Der behandelt das Thema allerdings extrem dämlich, da war der ganze Clark-Storybogen schon viel besser, wenn auch zum Teil sehr vorschlaghammermäßig.

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            Handlungsbogen:
            B5 schneidet hier besser ab, weil die Story über einfache militärische Konflikte hinausgeht und so interessanter ist. Diese Kumulation (Schattenkrieg, Evolution, Befreiung der Erde, interstellare Allianz) ist ein wesentlicher Pluspunkt für B5.

            DS9 wirkt allerdings überlegter aufgebaut mit dem Erscheinen des Dominion, dem Kalten Krieg und schließlich dem Kriegsausbruch Ende Staffel 5. Dabei wussten die Macher bei Staffel 1 bestimmt noch nicht, wie spätere Staffeln verlaufen würden.

            Bei B5 wirkt der Handlungsbogen unordentlicher, wohl weil JMS ständig improvisieren musste. Ergebnis: Handlungsstränge werden gar nicht beendet oder zu früh abgeschlossen, und Figuren verschwinden unerwartet. Ja: JMS bekam sogar Figuren aufgezwungen!
            DS9 wirkt im Nachhinein durchdachter, obwohl es gar nicht durchdacht war.


            Völker und Charaktere:
            Hier sehe ich DS9 vorn. Die Serie ist reichhaltiger an guten Figuren. Zwar hat B5 hat mit G'Kar / Londo das beste Gespann und dazu Bester und Garibaldi, aber DS9 hat mit Miles, Odo, Garak, Dukat, Weyoun, Sloan mehr starke Figuren. Selbst eine schwächere Figur wie Jadzia hat aufgrund ihrer Trill-Identität zumindest einen faszinierenden Hintergrund.
            Eine Schwäche von B5 sind die vielen eindimensionalen und einmaligen Gastrollen. Mit Keffer und Byron hat B5 auch die schwächsten Figuren beider Serien.


            Handlungsunabhängige Episoden:
            Hier siegt klar DS9. Es gibt reichhaltigere Episoden von der Thematik her (Baseball, Spielkasino ausrauben, James Bond Parodie). Ich halte diese auch für unterhaltsamer. Man kann nicht immer Krieg spielen, Abwechslung ist nötig. Hier bietet DS9 mehr.


            Gesellschaftliche / politische Themen:
            Der Kampf der Dockarbeiter bei B5 ist vergangenen irdischen Verhältnissen abgebildet, dazu klischeehaft. Das sieht nicht nach 23. Jahrhundert aus. Die "UNO" von B5 ist der Uno von heute exakt nachgemacht. New York lässt grüßen. Die Drazi lassen es sich gefallen, einen Bruchteil einer Stimme zu haben.

            Bei DS9 sind soziale Themen intelligenter gemacht, indem sich etwa die Ferengi mit dem Problem befassen (Rolle der Frau, Streik, Steuern etc.).
            Außerdem gibt es eine Zeitreise (in die Vergangenheit aus DS9-Sicht), wo eine soziale Krise eskaliert. Dazu die Traum-Episode, in der der Rassismus thematisiert wird.
            Ein großer Pluspunkt für DS9.


            Mystik:
            Klarer Pluspunkt für B5. Vorlonen und Schatten sowie Lorien kommen allemal besser rüber als die Propheten bei DS9. Außerdem gefällt mir der mystische Überbau. In B5 agieren die höher entwickelten Mächte glaubhafter als die Propheten, die wohl nicht wissen, was sie wollen.


            Logik:
            Das ist eine Schwäche von DS9: Wochenlanges Unentdecktsein des Wechselbalgs Bashir, kaum Bewachung der Station DS9, obwohl das Wurmloch sich hier befindet und damit die Bedrohung durch das Dominion, unglaubwürdige Rückeroberung der Station in Staffel 6, überhaupt ist die Handlungsweise des Dominion nicht klar: Was wollen sie überhaupt im Alpha-Quadranten?
            Hätte Sisko mal die Propheten rechtzeitig gebeten, das Wurmloch zu verschließen! Nur: Auf wie viele Staffeln wäre DS9 dann gekommen?

            In B5 handeln die Akteure glaubhafter. Die Schatten werden nicht durch eine Wunderwaffe besiegt, sondern mit den Vorlonen zum Rückzug bewegt. Die Befreiung der Erde von Clark geht ohne Entscheidungsschlacht einher mit wachsendem Widerstand gegen das Regime. Daher ein Punkt für B5.


            Fazit:
            Mal sehe ich B5 vorne, mal DS9. Aber DS9 halte ich, vom Handlungsbogen abgesehen, bei den wichtigeren Punkten für besser. Daher ein knapper Sieg für die ST-Serie.

            Kommentar


              Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
              überhaupt ist die Handlungsweise des Dominion nicht klar: Was wollen sie überhaupt im Alpha-Quadranten?.
              Die Gründer wollen alle Solids kontrollieren (egal ob Gamma- oder Alpha-Quadranten), weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass Solids für Formwandler gefährlich sind. Beide Seiten fürchten sich voreinander. Das wird in "Hirngespinst" (7.14) durch das Verhalten der Solids gegenüber Laas nochmal verdeutlicht.

              Kommentar


                Ich wollte mit der rhetorisch gemeinten Frage ausdrücken, dass die Motivation der Formwandler recht schwach ist und zufällig daherkommt durch die Existenz des Wurmloches und letztlich nur auf Unterdrückung beruht.

                Die Absichten von Vorlonen und Schatten gehen tiefer und greifen in die Evolution des Lebens ein.
                Stichpunkt: "Was wollen Sie?" "Wer sind Sie?"

                Kommentar


                  Du hast ihre Motivation aber unter "Logik" angeführt und ihr Verhalten ist absolut logisch. Sie sind den Großmächten des Alpha-Quadranten technologisch leicht überlegen und sollten diesen Vorteil schnell ausnutzen.
                  Das tragische im Dominionkrieg aus der Sicht der Spezies des Alpha-Quadranten ist ja, dass sie so viele Tote beklagen müssen, während die Formwandler nur ihre gezüchteten Marionetten verlieren. Am Ende des Krieges haben die "Sieger" gerade mal einen Formwandler im Gefängnis.

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                    Das Dominion will Ordnung und Gehorsam und damit genau das Gleiche wie die Vorlonen auch. Es sieht diese Zielsetzung jedoch pragmatisch und baut es nicht in ein (pseudo?) philosophisches Konzept ein.

                    Was die Klarheit des Zieles angeht, sind die Gründer allerdings viel klarer. Frage einen Gründer, was er will und er liefert eine Liste von Forderungen. Fragen einen Vorlonen und du bekommt wenig hilfreiche Sinnsprüche a la "Verstehen ist ein dreischneidiges Schwert!".
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

                    Kommentar


                      Und genau das macht die Vorlonen aus. Oder muss immer alles genau erklärt und mit Holzhammer erzählt werden?

                      Ich sehe inzwischen beide Serien als nicht wirklich miteinander vergleichbar. Im direkten Vergleich - wenn man jetzt bestimmte Dinge außen vor lässt - liegt Babylon 5 vor.

                      DS9 liegt bei vielen nur weiter vor, weil
                      - Star Trek Universum
                      - höheres Budget und damit bessere Special Effekte
                      - keine gestraffte Handlung, weil sie immer frühzeitig verlängert wurde
                      - keine Improvisation, weil einer der wichtigen Hauptcharaktere vorzeitig gegangen ist

                      Man bedenke:

                      - Babylon 5 hatte die Hälfte des DS9 Budgets zur Verfügung (während Staffel 1-4, bei Staffel 5 wurde das Budget nochmals deutlich reduziert)
                      - Warner hat sich immer geziert, rechtzeitig die Verlängerung bekanntzugeben und JMS musste jederzeit damit rechnen, dass B5 gecancelt wird
                      - B5 wurde offiziell nach Staffel 4 eingestellt und nur dem Deal mit dem brandneuen Sender TNT verdanken wir die 5. Staffel
                      - Claudia Christian hat unerwartet bekanntgegeben, dass sie aussteigt

                      Hätte Babylon 5 von Anfang an dieselben Bedingungen und Chancen gehabt wie DS9 - dann hätte es anders ausgesehen.

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                        Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
                        Fazit:
                        Mal sehe ich B5 vorne, mal DS9. Aber DS9 halte ich, vom Handlungsbogen abgesehen, bei den wichtigeren Punkten für besser. Daher ein knapper Sieg für die ST-Serie.

                        Ich habe mich ja schon in anderen Threads zu diesem Thema geäußert...für mich hat B5 knapp die Nase vorn vor DS9. Wie du sagst, sind die handlungsunabhängigen Epsideon bei DS9 besser (auch wenn die erwähnten Holodeckepisoden oder Ferengi-Comedy-Episoden für meinen Geschmack etwas zuuu albern waren), aber die großen Handlungsbögen sind bei B5 besser gelungen, besonder der Propheten-Handlungsstrang bei DS9 war vermurkst, sodass B5 einen etwas stimmigeren Gesamteindruck macht.

                        Was die Charaktere angeht (der vielleicht wichtigste Aspekt einer Serie), hat B5 für mich auch die Nase vorn. Sikso, Dax, Worf oder O'Brien sind zwar nicht schlecht (Kira und Odo sind sehr gut) aber auch nix besonderes, wohingegen Figuren Ivanova, Garibaldi, Londo und G'Kar Ecken und Kanten haben und einfach lebendiger, glaubwürdiger, realistischer wirken. DS9 hat zwar gute Nebendarsteller, aber die hat B5 (Vir, Lennir, sogar Na'toth) auch. Nur bei den Gastdarstellern ist DS9 besser.


                        Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
                        Die Absichten von Vorlonen und Schatten gehen tiefer und greifen in die Evolution des Lebens ein.
                        Stichpunkt: "Was wollen Sie?" "Wer sind Sie?"

                        Mal eine Frage für die Experten in diesem Forum: Was genau hatten diese Fragen für einen Sinn?
                        Für Morden war seine Frage am Anfang der Serie wichtig, aber ansonsten hatten doch diese Fragen keine tiefere Bedeutung, oder?


                        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                        Was die Klarheit des Zieles angeht, sind die Gründer allerdings viel klarer. Frage einen Gründer, was er will und er liefert eine Liste von Forderungen. Fragen einen Vorlonen und du bekommt wenig hilfreiche Sinnsprüche a la "Verstehen ist ein dreischneidiges Schwert!".

                        Diesen Sinnspruch habe ich sogar verstanden.
                        Vella: "Tarnat said I'd find you here. I see why he mistook you for Sebacean. Same size, weight, coloring - though the brain cavity appears smaller."
                        Crichton: "Yeah, but my choppers are first class and I do an excellent turn my head and cough."

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                          Wer bist du? Was willst du?

                          Diese beiden Fragen respräsentieren zwei Seiten, die im Konflikt miteinander stehen.

                          Wie sie zu interpretieren sind, nun ja, ich glaube auf einige verschiedene Art und Weisen.

                          Ich werde einige Interpretationsmöglichkeiten jetzt aufzeigen.

                          1) Eltern-Kind-Konflikt

                          Eltern wollen dies und jenes von ihren Kindern (Vorlonen) und die Kinder wollen rebellieren gegen die Eltern (Shadows)
                          = Konflikt zwischen beiden Parteien, dargestellt durch Krieg

                          2) Alte Werte - Fortschritt

                          Die Vorlonen repräsentieren die alten Werte. Deshalb auch WER BIST DU. Man soll sich selbst darüber klar werden, wer man ist und welche Stellung man hat.

                          Die Shadows repräsentieren den Fortschritt. Deshalb auch WAS WILLST DU. Man soll sich darüber klar werden, was man erreichen will und welchen Weg man geht, um das zu erreichen, was man will.

                          = Konflikt zwischen beiden Parteien, dargestellt durch Krieg

                          3) religiös - nicht religiös

                          Die Vorlonen erscheinen als Engel/höhere Wesen, welche die anderen Völker leiten wollen, aber mit der Maßgabe, dass die anderen Völker sich bewusst sind, dass sie unter dem höheren Wesen stehen von der Stellung her.

                          Die Shadows erscheinen als Teufel, dunkle böse Wesen, welche die Völker gegeneinander aufwiegeln wollen, mit der Maßgabe, dass man sein "das will ich" nur erreichen kann, wenn man über Leichen geht.

                          = Konflikt zwischen beiden Parteien, dargestellt durch Krieg

                          4) Sandkasten-Gehabe

                          Die eine Seite (Vorlone Anhänger) hat einen Bagger. Die andere Seite (Shadow Folgende) will diesen Bagger. Notfalls mit Gewalt.

                          Die Vorlonen-Partei hat den Bagger - Wer bist du? Derjenige, der den Bagger hat.

                          Die Shadow-Partei will den Bagger - Was willst du? Den Bagger, notfalls mit Gewalt, indem ich der Vorlonen-Partei eines mit der Schippe über die Rübe haue und den Bagger wegnehme.

                          = Konflikt zwischen beiden Parteien, dargestellt durch Krieg

                          5) bestehende Gesetze - Infrage stellen/Missachten von eben jenen Gesetzen

                          Unter den Vorlonen gibt es eine gewisse Ordnung, also Gesetze. Wer ihnen folgt, braucht den Planetenkiller nicht zu fürchten.

                          Unter den Shadows wird auf diese Vorlonen-Gesetze geschissen im wahrsten Sinne des Wortes. Sie folgen nicht den Gesetzen, sondern machen ihr eigenes Ding - durch Gewalt.

                          = Konflikt zwischen beiden Parteien, dargestellt durch Krieg

                          6) Samariter - Raubtier

                          Die Vorlonen-Folgenden sollen sich klar werden, wer sie sind, wozu sie stehen. Zu sich und anderen. Wie Samariter, die für andere da sind und notfalls auch für einen geliebten Menschen den Tod in Kauf nehmen.

                          Die Shadow-Anhänger sollen sich klar werden, was sie wollen. Egal wie. Hauptsache sie bekommen es. Wie ein Raubtier. Geht auch über Leichen und tötet um zu bekommen, was es will.

                          = Konflikt zwischen beiden Parteien, dargestellt durch Krieg


                          Ich persönlich tendiere zu dem Eltern-Kind Konflikt, weil die Vorlonen halt nicht die guten Engel/höheren Wesen/weiter entwickelten Aliens sind, für die sie sich geben. Zwar tritt Kosh (1) als Vater von Sheridan auf, bevor er stirbt und retten auch schon mal Leute vor der Entdeckung (Arzt des toten Präsidenten), aber sie fahren auch schwere Geschütze auf wie die Planetenkiller. Also quasi Prügelstrafe für die ungehorsamen Kinder/Völker. Die Shadows stacheln Völker auf, damit sie dagegen rebellieren und sich von den "Eltern" lösen und ihre eigenen Wünsche (mit Gewalt) durchsetzen.

                          Allerdings spricht dagegen, dass die Vorlonen erst geholfen haben, als sie quasi dazu gezwungen wurden. (Wofür sie auch durch Koshs Tod einen hohen Preis zahlen musssten.)

                          Dafür spricht hingegen die Tatsache, dass die Vorlonen den Baseballschläger (Planetenkiller) ins Spiel gebracht haben, um die ungehorsamen Kinder zu bestrafen.

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                            Ich mag beide Serien jede hat ihre Stärken und Schwächen und so richtig kann ich die auch nicht vergleichen

                            wenn es um Handlungsbogen, Charaktere, Logik, Gesellschaftliche / politische Themen, Gesamtstory geht dann hat für mich Babylon 5 die Nase vorn

                            Zitat von Bella'
                            Insgesamt würde ich jedoch sagen, dass DS9 leichter zu konsumieren ist, denn B5. DS9 ist fast schon Mainstream. Was ich persönlich jetzt aber nicht schlecht finde.
                            Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
                            Das liegt vielleicht daran das bei Babylon 5 die Gesamtstory komplexer und mehr zusammenhängender ist als bei DS9.
                            empfinde es auch so

                            DS9 ist bei mir in der Wertung "eure Lieblings SciFi Serien" vor Babylon 5
                            aus dem einfachen Grund weil DS9 für mich eine Serie ist die eine viel höheren Wiedersehenswert hat wogegen ich Babylon nicht so oft sehen kann bzw die Pausen dazwischen sollten schon 3-4 Jahre sein und ST hingegen reicht mir 1 Jahr
                            also auch dieses, was typisch für mich ist, "nebenher sehen" auch wenn man mit etwas anderem beschäftigt ist

                            warum genau Babylon 5 vorne liegt haben Hismoom und Commander Crichton soweit eigentlich alles geschrieben
                            (hab nur die letzten Seiten des Thredas gelesen)

                            bis auf Kleinigkeiten natürlich
                            zB
                            Völker = DS9 besser
                            Charaktere = Babylon 5 besser
                            Gesellschaftliche / politische Themen = Babylon 5 besser

                            Zitat von hismoom Beitrag anzeigen
                            Handlungsbogen:
                            B5 schneidet hier besser ab, weil die Story über einfache militärische Konflikte hinausgeht und so interessanter ist. Diese Kumulation (Schattenkrieg, Evolution, Befreiung der Erde, interstellare Allianz) ist ein wesentlicher Pluspunkt für B5.

                            DS9 wirkt allerdings überlegter aufgebaut mit dem Erscheinen des Dominion, dem Kalten Krieg und schließlich dem Kriegsausbruch Ende Staffel 5. Dabei wussten die Macher bei Staffel 1 bestimmt noch nicht, wie spätere Staffeln verlaufen würden.

                            Bei B5 wirkt der Handlungsbogen unordentlicher, wohl weil JMS ständig improvisieren musste. Ergebnis: Handlungsstränge werden gar nicht beendet oder zu früh abgeschlossen, und Figuren verschwinden unerwartet. Ja: JMS bekam sogar Figuren aufgezwungen!
                            DS9 wirkt im Nachhinein durchdachter, obwohl es gar nicht durchdacht war.


                            Völker und Charaktere:
                            Hier sehe ich DS9 vorn. Die Serie ist reichhaltiger an guten Figuren. Zwar hat B5 hat mit G'Kar / Londo das beste Gespann und dazu Bester und Garibaldi, aber DS9 hat mit Miles, Odo, Garak, Dukat, Weyoun, Sloan mehr starke Figuren. Selbst eine schwächere Figur wie Jadzia hat aufgrund ihrer Trill-Identität zumindest einen faszinierenden Hintergrund.
                            Eine Schwäche von B5 sind die vielen eindimensionalen und einmaligen Gastrollen. Mit Keffer und Byron hat B5 auch die schwächsten Figuren beider Serien.


                            Handlungsunabhängige Episoden:
                            Hier siegt klar DS9. Es gibt reichhaltigere Episoden von der Thematik her (Baseball, Spielkasino ausrauben, James Bond Parodie). Ich halte diese auch für unterhaltsamer. Man kann nicht immer Krieg spielen, Abwechslung ist nötig. Hier bietet DS9 mehr.


                            Gesellschaftliche / politische Themen:
                            Der Kampf der Dockarbeiter bei B5 ist vergangenen irdischen Verhältnissen abgebildet, dazu klischeehaft. Das sieht nicht nach 23. Jahrhundert aus. Die "UNO" von B5 ist der Uno von heute exakt nachgemacht. New York lässt grüßen. Die Drazi lassen es sich gefallen, einen Bruchteil einer Stimme zu haben.

                            Bei DS9 sind soziale Themen intelligenter gemacht, indem sich etwa die Ferengi mit dem Problem befassen (Rolle der Frau, Streik, Steuern etc.).
                            Außerdem gibt es eine Zeitreise (in die Vergangenheit aus DS9-Sicht), wo eine soziale Krise eskaliert. Dazu die Traum-Episode, in der der Rassismus thematisiert wird.
                            Ein großer Pluspunkt für DS9.


                            Mystik:
                            Klarer Pluspunkt für B5. Vorlonen und Schatten sowie Lorien kommen allemal besser rüber als die Propheten bei DS9. Außerdem gefällt mir der mystische Überbau. In B5 agieren die höher entwickelten Mächte glaubhafter als die Propheten, die wohl nicht wissen, was sie wollen.


                            Logik:
                            Das ist eine Schwäche von DS9: Wochenlanges Unentdecktsein des Wechselbalgs Bashir, kaum Bewachung der Station DS9, obwohl das Wurmloch sich hier befindet und damit die Bedrohung durch das Dominion, unglaubwürdige Rückeroberung der Station in Staffel 6, überhaupt ist die Handlungsweise des Dominion nicht klar: Was wollen sie überhaupt im Alpha-Quadranten?
                            Hätte Sisko mal die Propheten rechtzeitig gebeten, das Wurmloch zu verschließen! Nur: Auf wie viele Staffeln wäre DS9 dann gekommen?

                            In B5 handeln die Akteure glaubhafter. Die Schatten werden nicht durch eine Wunderwaffe besiegt, sondern mit den Vorlonen zum Rückzug bewegt. Die Befreiung der Erde von Clark geht ohne Entscheidungsschlacht einher mit wachsendem Widerstand gegen das Regime. Daher ein Punkt für B5.


                            Fazit:
                            Mal sehe ich B5 vorne, mal DS9. Aber DS9 halte ich, vom Handlungsbogen abgesehen, bei den wichtigeren Punkten für besser. Daher ein knapper Sieg für die ST-Serie.
                            Zitat von Commander Crichton Beitrag anzeigen
                            Ich habe mich ja schon in anderen Threads zu diesem Thema geäußert...für mich hat B5 knapp die Nase vorn vor DS9. Wie du sagst, sind die handlungsunabhängigen Epsideon bei DS9 besser (auch wenn die erwähnten Holodeckepisoden oder Ferengi-Comedy-Episoden für meinen Geschmack etwas zuuu albern waren), aber die großen Handlungsbögen sind bei B5 besser gelungen, besonder der Propheten-Handlungsstrang bei DS9 war vermurkst, sodass B5 einen etwas stimmigeren Gesamteindruck macht.

                            Was die Charaktere angeht (der vielleicht wichtigste Aspekt einer Serie), hat B5 für mich auch die Nase vorn. Sikso, Dax, Worf oder O'Brien sind zwar nicht schlecht (Kira und Odo sind sehr gut) aber auch nix besonderes, wohingegen Figuren Ivanova, Garibaldi, Londo und G'Kar Ecken und Kanten haben und einfach lebendiger, glaubwürdiger, realistischer wirken. DS9 hat zwar gute Nebendarsteller, aber die hat B5 (Vir, Lennir, sogar Na'toth) auch. Nur bei den Gastdarstellern ist DS9 besser.
                            @Bethany Rhade

                            woow cool ! danke !
                            Wir leben in einem Land wo Frauenversteher, Gutmensch , Pazifist und Antifaschismus Schimpfwörter sind - Wow .. wir können echt stolz auf uns sein!

                            >> Nichts ist so gewöhnlich wie der Wunsch, außergewöhnlich zu sein! <<

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                              Wegen der Völker: Star Trek geht halt schon ein paar Jahre und dann noch in verschiedenen Serien, wohingegen B5 nur 5 Jahre ging.

                              Klingonen kannte man schon vor DS9, ebenso Bajoraner (dank Ro Laren), Cardassianer und Ferengi waren ebenfalls schon bekannte Aliens.

                              Star Trek hat aber manchmal das Problem, zu viele Aliens in die Serien zu hauen, wohingegen sich B5 auf ein paar Alienrassen beschränkt hat und andere halt nebenher laufen ließ.

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                                Wobei Babylon 5 und später dann Crusade nicht damit hinterm Berg halten, öfters neue Völker einzuführen. Auch rennt bei Babylon 5 im Hintergrund in Bars ein wenig mehr rum als nur der übliche pak'ma'ra oder besoffene Centauri.
                                Star Trek ist diesbezüglich natürlich unerreicht, einfach weil schon fast jede TNG und Voyagerfolge ein neues "Alien of the week" präsentiert hat (DS9 war hier sparsamer, aber immernoch viel zu freigiebig). Auch ENT hat nicht wirklich mit Aliens of the Week gegeizt, und über JJAs vollkommen unnötige Neukreationen in Statistenrollen oder den Föderationsrat in Star Trek IV brauchen wir nicht reden...

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