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Arielle: Die Meerjungfrau

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  • pollux83
    antwortet
    Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
    Geht umgekehrt aber genauso. Gerade weil die Arielle-Neuverfilmung ja vor allem wegen der Arielle-Darstellerin angegriffen wird, ist es ja leicht, dem Kritiker Rassismus zu unterstellen, was bei einer Fantasy-Figur ja nicht mal komplett abwegig ist.

    So muss man sich am Ende das Tages auch gar nicht mehr mit inhaltlichen Kritiken am neuen Film auseinandersetzen, welcher halt wieder mal nur ein lauer Aufguss des Originals ist - nach aktuellem Zeitgeschmack zusätzlich verwässert.
    Mal ganz nebenbei. Die ganze Rassismusrhetorik von Arielle wird gerade durch den Erfolg von "Spider-Man: Across the Spider-Verse" ad absurdum geführt.

    Warum sollten all die Rassisten, die die neue Arielle hassen, den ebenfalls schwarzen Miles lieben?
    Wobei, vielleicht haben die Leute, die behaupten, Gwen sei aufgrund der Farben ihres Kostüms trans, doch Recht. Denn das würde bedeuten, Miles ist ein Nazi, weil er die Farben der Hakenkreuzflagge trägt. Plötzlich ergibt alles Sinn.

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  • Souvreign
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Wie damals beim Kuss zwischen Kirk und Uhura, so lange das eigentlich kritischer, der erste Kuss zwischen Mensch und Alien, zwischen zwei Weißen erfolgt, werden die Rassisten eher bei der Hautfarbe geifern.
    Geht umgekehrt aber genauso. Gerade weil die Arielle-Neuverfilmung ja vor allem wegen der Arielle-Darstellerin angegriffen wird, ist es ja leicht, dem Kritiker Rassismus zu unterstellen, was bei einer Fantasy-Figur ja nicht mal komplett abwegig ist.

    So muss man sich am Ende das Tages auch gar nicht mehr mit inhaltlichen Kritiken am neuen Film auseinandersetzen, welcher halt wieder mal nur ein lauer Aufguss des Originals ist - nach aktuellem Zeitgeschmack zusätzlich verwässert.

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  • Spocky
    antwortet
    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen

    Bei einem solchen Film gäbe es wohl auch einen weitaus grösseren Aufschrei als bei der IMO vergleichbaren Geschichtsschönfärbung Hollywoods.



    Natürlich waren nicht alle Amerikaner Pro Sklaverei und nicht alle Deutschen Anti Juden. Ändert nichts daran, dass ein von einer schwarzen Königin regiertes Märchenschloss in der Karibik des 18tn Jhds geschichtsschönfärbender Humbug ist.
    Wie damals beim Kuss zwischen Kirk und Uhura, so lange das eigentlich kritischer, der erste Kuss zwischen Mensch und Alien, zwischen zwei Weißen erfolgt, werden die Rassisten eher bei der Hautfarbe geifern.

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  • Souvreign
    antwortet
    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Dafür ist der Film dank der neuen Rating Regeln auf Imdb auf 7,2 gestiegen und damit nach "Das Dschungelbuch" das bestbewertete Disney Realfilm Remake (der tatsächliche Wert bleibt auf 4,6).
    Die 7,2 sind absoluter Humbug, imdb lügt damit Hollywoog nur in die Tasche. Sämtliche Kritiker, die noch die verherigen Disney-Realverfilmungen gelobt haben, haben Arielle negativ bewertet. Und auch die best bewertetsten Nutzer Kritiken auf imdb sprechen von einem bestenfalls durchwachsenen Film.

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  • HanSolo
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Du schreibst aber auch von einem Aufschrei, wenn Deutsche und Juden sich nur wegen der Meerjungfrauen vertrügen.
    Bei einem solchen Film gäbe es wohl auch einen weitaus grösseren Aufschrei als bei der IMO vergleichbaren Geschichtsschönfärbung Hollywoods.

    Davon abgesehen waren viele US Amerikaner auch gegen die Sklaverei und es gab durchaus Deutsche, die sich für Juden einsetzten. Es ist nicht alles schwarz und weiß.
    Natürlich waren nicht alle Amerikaner Pro Sklaverei und nicht alle Deutschen Anti Juden. Ändert nichts daran, dass ein von einer schwarzen Königin regiertes Märchenschloss in der Karibik des 18tn Jhds geschichtsschönfärbender Humbug ist.



    Im Übrigen hat der Film in der 2ten Woche dank des extrem guten Starts von "Across the Spider Verse" ziemlich stark abgebaut. Für schwarze Zahlen dürfte er Auge mal Pi 500 Mio (das Doppelte der Produktionskosten) benötigen. Wird spannend, ob er das noch schafft.

    Dafür ist der Film dank der neuen Rating Regeln auf Imdb auf 7,2 gestiegen und damit nach "Das Dschungelbuch" das bestbewertete Disney Realfilm Remake (der tatsächliche Wert bleibt auf 4,6).
    Zuletzt geändert von HanSolo; 06.06.2023, 18:58.

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  • Souvreign
    antwortet
    Also ich würde bei Arielle jetzt auch keine Fundamentalkritik an Disney aufmachen wollen. Dennoch finde ich es mittlerweile nur noch ermüdend, dass die vormals den realweltlichen Gegebenheiten entsprechend mono-Ethnisch dargestellten Gegenden mittlerweile immer einem bunten Sammelsurium an sämtlichen Ethnien weichen müssen. Siehe bspw. auch die Schöne und das Biest Neuverfilmung, wo ein französisches Dort in der angehenden Renaissance nun auch Schwarze, Latinos und Asiaten enthält.

    Oder eben jetzt das Fantasy - eventuell in der Karibik liegende - Königreich aus Arielle. Ich habe den Film nicht gesehen und weiß daher nicht, ob das wirklich in der Karibik verortet wird. Falls ja, nun, dann wäre es zumindest eine schöne Utopie. Aber wie auch schon bei Bridgerton ist mir das auch eine Prise zu viel Schönfärberei. So toll es wäre, wenn Hautfarbe und Herkunft keine Rolle spielen, so ist es eben nicht die Realität.

    Und gerade bei historischen Stoffen halte ich es nachgerade für unverantwortlich, die reale Historie nach dem aktuellen Zeitgeist entsprechend zu verdrehen.

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  • Spocky
    antwortet
    Du schreibst aber auch von einem Aufschrei, wenn Deutsche und Juden sich nur wegen der Meerjungfrauen vertrügen.

    Nun, zumindest treffen keine US Amerikaner auf Sklaven.

    Davon abgesehen waren viele US Amerikaner auch gegen die Sklaverei und es gab durchaus Deutsche, die sich für Juden einsetzten. Es ist nicht alles schwarz und weiß.

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  • HanSolo
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Der Film spielt nicht in den USA
    Hat niemand behauptet. Der Film spielt in der Karibik, welches damals ein Zentrum des Sklavenhandels war.

    Ich habe übrigens auch im Original von Arielle Auseinandersetzung mit dem Absolutismus und der Ständegesellschaft im Europa dieser Zeit erwartet und vermisst.
    Der Film hat sich doch Karibik, 18. Jhd und Schwarze selbst zum Thema gemacht. Wer A sagt, muss auch B sagen.

    Ich mache dem Film daraus keinen grossen Vorwurf (ist nur ein Kritikpunkt von vielen), aber ich kann verstehen, dass sich POC dadurch auf den Schlips getreten fühlen.
    Zuletzt geändert von HanSolo; 04.06.2023, 09:25.

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  • Spocky
    antwortet
    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen

    Das ist ein Vergleich von Äpfel mit Birnen. Es ist etwas völlig anderes, ob ich eine Erfindung "vorlege" oder ob ein US-amerikanischer Film so tut, als hätte es ein dunkles Kapitel der US-amerkanischen Geschichte nicht gegeben.

    Ich schätze mal der Aufschrei, wäre (zu Recht) groß, wenn Deutschland einen Film drehen würde, wo Juden und "Arier" im Deutschland der 40er Jahre in Peace and Happiness gemeinsam leben, nur weil darin Meerjungfrauen auftauchen.
    Der Film spielt nicht in den USA

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  • Darkwing
    antwortet
    Ein passenderer Vergleich wäre eine an das Mittel-/Westeuropa der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angelehnte Fantasiewelt, in der das Verhältnis zwischen Juden und Ariern für die Geschichte keine Rolle spielt. Und da hätte ich in der Tat z.B. kein Problem mit, obwohl ich bei solchen Problematiken eigentlich fast immer auf der Seite der „Gutmenschen“ bin…

    edit: Außerdem ist die Sklaverei in der Karibik im 18. Jahrhundert nur sehr bedingt ein Problem der US-Geschichte, da müsste Großbritannien ein größeres Problem mit haben.
    Ich habe übrigens auch im Original von Arielle Auseinandersetzung mit dem Absolutismus und der Ständegesellschaft im Europa dieser Zeit erwartet und vermisst.
    Zuletzt geändert von Darkwing; 03.06.2023, 14:47.

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  • HanSolo
    antwortet
    Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
    Dann müsstest du dich mindestens auch über die Stealdrums aufregen, die erst im 20. Jahrhundert entwickelt wurden, weil es das Rohmaterial (Ölfässer) noch nicht gab. Was ist mit Königen auf irgendwelchen Miniinseln? Wo gab es die? Was ist mit Meeresgöttern? Meerjungfrauen? Sprechenden Krabben und Fischen?
    Das ist ein Vergleich von Äpfel mit Birnen. Es ist etwas völlig anderes, ob ich eine Erfindung "vorlege" oder ob ein US-amerikanischer Film so tut, als hätte es ein dunkles Kapitel der US-amerkanischen Geschichte nicht gegeben.

    Ich schätze mal der Aufschrei, wäre (zu Recht) groß, wenn Deutschland einen Film drehen würde, wo Juden und "Arier" im Deutschland der 40er Jahre in Peace and Happiness gemeinsam leben, nur weil darin Meerjungfrauen auftauchen.

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  • Spocky
    antwortet
    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Haben doch komplett recht. Wenn ich in der Karibik des 18tn Jhds statt Sklaverei ein in Peace and Happiness von einer schwarzen Königin regiertes Märchenschloss daratelle, ist das Geschichtsschönfärberei vom Feinsten. Solche Sachen stoßen mir auch bei Serien wie Bridgerton sehr sauer auf. Als Schwarzer würde ich mir da gewaltig verars**t vorkommen. Das Traurige, das heutige woke Hollywood merkt gar nicht, welchen Schmarrn sie damit verzapfen.
    Dann müsstest du dich mindestens auch über die Stealdrums aufregen, die erst im 20. Jahrhundert entwickelt wurden, weil es das Rohmaterial (Ölfässer) noch nicht gab. Was ist mit Königen auf irgendwelchen Miniinseln? Wo gab es die? Was ist mit Meeresgöttern? Meerjungfrauen? Sprechenden Krabben und Fischen?

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  • Darkwing
    antwortet
    Ich habe den Film nicht gesehen, aber erhebt er irgendwie den Anspruch darauf, in „unserer Welt“ zu spielen? Ich meine, es gibt ein Unterwasserkönigreich, Magie, generell Könige in der Karibik (egal welche Hautfarbe), die in europäisch inspirierten Märchenschlössern leben… Das sind alleine schon so viele andere Faktoren als nur die Abwesenheit von Sklaven, die diese Geschichte von unserer Welt unterscheiden, dass es sich für mich eindeutig um eine Fanasiewelt handelt. Und in der muss es dann auch keine Sklaverei geben.
    Aber ich habe den Film auch (noch) nicht gesehen.

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  • HanSolo
    antwortet
    Haben doch komplett recht. Wenn ich in der Karibik des 18tn Jhds statt Sklaverei ein in Peace and Happiness von einer schwarzen Königin regiertes Märchenschloss daratelle, ist das Geschichtsschönfärberei vom Feinsten. Solche Sachen stoßen mir auch bei Serien wie Bridgerton sehr sauer auf. Als Schwarzer würde ich mir da gewaltig verars**t vorkommen. Das Traurige, das heutige woke Hollywood merkt gar nicht, welchen Schmarrn sie damit verzapfen.

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  • pollux83
    antwortet
    Wusste nicht ganz ob ich es hier oder im Wokenessthread posten soll.

    "The Little Mermaid’ Criticized By Prominent Diversity Advocate For Its “Dangerous” Erasure Of Slavery"
    Disney should have referenced Caribbean slavery in the 'The Little Mermaid,' according to top diversity advocate Marcus Ryder.


    "Ryder said The Little Mermaid appears to be set in the 18th century at a time of African chattel slavery, but the fictional Caribbean islanders close to Atlantica live in a world free from human rights atrocities.

    “I do not think we do our children any favours by pretending that slavery didn’t exist,” he wrote in the blog, titled ‘Disney’s The Little Mermaid, Caribbean Slavery, and Telling the Truth to Children.’

    “Setting the fantastical story in this time and place is literally the equivalent of setting a love story between Jew and Gentile in 1940 Germany and ignoring the Jewish holocaust.”"
    ...
    “We do not do this by ‘whitewashing’ out the difficult parts of our history. We do it by embracing our rich history and empowering them with the truth.”

    Einem Film mit einer schwarzen Arielle ‘whitewashing’ zu unterstellen und mehr Darstellung von Sklaverei zu fordern, ich bin ehrlich gesagt sprachlos, aber leider auch nicht überrascht.

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