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    Halman

    Zitat von Halman Beitrag anzeigen
    Nun, der Glaube an eine unsterbliche Seele setzt IMHO die Akzeptanz von Metaphysik oder Spiritualität voraus. Atheisten, die Gott ablehnen, weil sie nur die Naturwissenschaft akzeptieren, dürften kaum imstande sein, an eine übernatürlich Seele zu glauben (und wie sollte man sowas natürlich erklären?).
    Dann sprechen wir eben nicht von dem starken Atheismus, wie du ihn ja hier mit der Naturwissenschaft verbindest, sondern vom schwachen Atheismus, welcher – nach deinen eigenen Worten – oftmals auf philosophischen Überlegungen basiert. Wenn man beim schwachen Atheismus womöglich nur zweifelt, so schließt man ja auch Gott nicht gleich zwangsweise aus.

    Daher nehme ich an, dass Atheisten, welche an eine unsterbliche Seele glauben, die Ausnahme sind. Allerdings hat Enas Yorl in Posting #3868 zurecht angeführt, dass Atheisten, die den Theismus aus philosophischen Gründen ablehnen, durchaus Raum für die Akzeptanz einer unsterblichen Seele haben könnten.
    Was bringt einem auch der Glaube an eine unsterbliche Seele. Natürlich kann sich ein Atheist noch ein bisschen mehr ein Bild von dem Leben nach dem Tod machen, wenn er an eine unsterbliche Seele glaubt, als die Gläubigen. Wer weiß…vielleicht wird die Seele nach dem Tod des Körpers ins All gepustet und man ernährt sich von Sternschnuppen. Ein bisschen weit hergeholt, aber ich glaub, du weißt, wie ich es meine.

    Vielleicht magst Du ja auch ein Zitat von Immanuel Kant reinbringen:
    http://www.wastl.biz/Weltanschauliches/Kant.htm
    Nein, mag ich nicht. Aber danke für den Link. Ich habe jetzt noch die Ansicht von Marx und Nietzsche reingebracht. Ist zwar eigentlich ein interessantes Thema, aber die Ansichten von Feuerbach, Marx und Nietzsche zum Atheismus sind kompliziert dargestellt. Egal wo man sucht: Es steht überall nur in hochgestochener Sprache und ist es deshalb auch dementsprechend schwer verständlich. Ein Jammer, dass die Menschen es heutzutage nicht mehr schaffen, sich einfach und präzise auszudrücken.

    Dieses virtuelle Jenseits wäre aber nicht gegen alle Gefahren gefeit. Selbst Menschen nun virtuell weiterleben könnten, oder das Genom so manipuliert würde, dass biologisch gesehen ewiges Leben möglich wäre, träfe doch weiterhin zu, was der weise König Salomo in Prediger 9:11 erkannte: ... jeden treffen Zufall und Zeit.
    Zufälliges Unglück wird der Mensch nie völlig ausschließen können und so wird er auch den Tod nie völlig besiegen können. Damit kann der Mensch niemals an Stelle eines allherrschenden Gottes treten. (Dies wird insbesondere deutlich, wenn man die religiös begründete Auferstehungshoffung für bereits Verstorbene berücksichtigt.)
    Ich glaube, wir haben beide im Moment eine unterschiedliche Vorstellung. Wenn ich vom virtuellen Jenseits spreche, spreche ich nur von dem Bewusstsein, welches in einen Art Speicher übertragen wird. Ähnlich, wie in einem Videospiel.
    Der Körper ist bereits tot und kann nicht mehr weiter sterben und nur das eigene Bewusstsein lebt noch in dem virtuellen Jenseits weiter. Woran glauben denn die Christen? Sie glauben doch nicht, dass der gesamte Körper mit in dem Himmel kommt, sondern lediglich die unsterbliche Seele und soweit ich es noch in Erinnerung habe, werden erst nach dem jüngsten Gericht die Seelen wieder in unsterbliche Körper zurücktransportiert.
    Darüber kann man natürlich spekulieren. Sowohl als Christ, auch als wenn man kein Christ ist. Die Bibel sagt nicht viel darüber aus, wie es wirklich im Himmel ausschaut. Glückseligkeit, etc. sind keine bildliche Beschreibungen. Und ich möchte jetzt keine Bibelzitate haben (ich beuge schon mal vor).
    Und man könnte den „Storyverlauf“ so programmieren, sodass man in dem „Spiel“ nicht sterben kann. Ich selbst denke nicht, dass so was jemals möglich ist, wie ich es mir gerade vorstelle, aber danach hat auch nie jemand gefragt.
    Mir ist klar, dass du eigentlich etwas Anderes meinst. Ich schätze mal, dass du auf die Unsterblichkeit des menschlichen Körpers abzielst. Das ist natürlich etwas Anderes.
    Aber egal, ob Seele oder Körper: Ich streite überhaupt nicht ab, dass es zu Zwischenfällen kommen kann, wie z.B. ein Stromausfall beim Betreiben der Spielesoftware, aber die Bedeutung von Gott nimmt doch stark an Bedeutung ab. Für ihn bleibt eben dann keine Zeit mehr.


    Nun, Deine PDF-Datei über Feuerbach ist doch gut verständlich und in einer klaren Sprache verfasst.
    Einer der wichtigsten Sätze daraus scheint mir zu sein: Die Menschen sollten nicht mehr ihre Energie darauf verschwenden an ein schönes Leben im Himmel zu glauben, sondern Alles dafür tun, dass es auch auf Erden eintrifft. (Ludwig Feuerbach)
    Die Verständlichkeit der Referate ist normalerweise nebensächlich, weil niemand zuhört, außer der Lehrer und der hat die Möglichkeit noch einmal nachzulesen.
    Zum Glück glaubst du ja nicht an den Himmel, weshalb du deine Energien für wichtigere Dinge verschwenden kannst. Ich kann mich zwar mit dem Argument Feuerbachs nicht anfreunden, weil ich nicht denke, dass die meisten Christen nicht den ganzen Tag auf ein besseres Leben hin fiebern. Das, was er schreibt, betrifft sicher nur die „Hardcore-Christen“, welche wirklich nichts Besseres mehr zu tun haben, als den ganzen Tag zu beten oder die Bibel zu lesen. Wo wir schon dabei sind: Wo ist eigentlich Kirk?
    Und solange man glücklich damit ist, dass man sich nur noch mit dem Glauben beschäftigt, sehe ich keinen Grund dafür, dass man es nicht tut. Es ist doch völlig egal, ob ein Mensch sich dann nicht mehr seinen Problemen annimmt, solange er mit seinem Leben noch zufrieden ist. Wird es jedoch gefährlich, kommt man dennoch an eine gewisse Grenze, aber der prozentuale Anteil dieser "Hardcore-Gläubigen" ist sicherlich gering.
    Für mich ist der Glaube sinnlos und bezweckt absolut Nichts, aber dennoch denke ich nicht, dass es schlecht ist, wenn sich ein gläubiger Mensch nur noch auf seinen Glauben konzentriert. Wenn man andere damit nervt, ist es natürlich wieder was Anderes...und wenn man vergisst, selbst zu denken.


    Der 2. Satz gefällt mir nicht so ganz, weil das Ende so klingt, als würde der Atheismus nur den Monotheismus negieren. Wie wäre es, wenn Du einfach aussagst?: Der Atheismus verneint diesen Glauben.
    Sicherlich wäre es angebracht, wenn ich es so formulieren würde. Habe ich auch zugleich ausgebessert. Es war nicht meine Absicht nur den Monotheismus mit einzubeziehen, denn ob man nun Anhänger vom Polytheismus oder Monotheismus ist. Man glaubt zwangsweise an einen Gott. Ob es am Ende auch mehrere sind, ist erstmal zweitrangig. Aber du hast Recht: Ich kann nicht darauf hoffen, dass die Anderen meine Denkweise nachvollziehen.


    Mir gefallen persönlich die Begriffe negativer - und positiver Atheismus recht gut, weil die deutlich machen, dass der positive Atheismus eine positive Negation enthält, wohingegen der negative Atheismus lediglich einen Unglauben repräsentiert.
    Man könnte sagen: Schwachen Atheisten fehlt der hinreichende Grund, Gott bejahen zu können, daher glauben sie nicht an ihm. Hier greift das Argument, gemäß dem Existenz und Nichtexistenz eben keine gleichwertigen Annahmen sind
    Ich finde die Ausdrücke des positiven und negativen Atheismus eigentlich nicht so sonderlich ansprechend, aber ich kann es ja noch in eine Klammer setzen und beim Vortrag noch erwähnen bzw. es auf das Handout mit drauf setzen.

    Starke Agnostiker halten es sogar für generell unmöglich, dass Menschen hierüber überhaupt eine Erkenntnis erlangen können, also eine starke Negation der Erkenntnisfähigkeit. Somit behält er sich die Entscheidung nicht vor, sondern sieht sich außerstande, diesbezüglich eine Entscheidung zu fällen und lässt es daher sein.
    Vermutlich war Buddha ein solcher Agnostiker.
    Ich wollte den Agnostizismus gar nicht näher erläutern, weil er nicht mein ursprüngliches Thema darstellt. Die Erläuterung, dass die Agnostiker sich die Entscheidung über den Bestand von Gott vorbehalten, reicht in dem Sinne – denke ich – auch vollkommen aus.

    Beim letzten Satz in diesem Absatz (Auch auf Grund dieser Tatsache ist es oftmals sehr schwer zu entscheiden, was überhaupt noch zum Atheismus gehört und was bereits wieder Theistische Einflüsse besitzt.) würde ich damit rechnen, dass der Lehrer danach fragt, worin denn diese Theistischen Einflüsse bestehen.
    Das mit den philosophischen Einflüssen und der Naturwissenschaften habe ich noch ausgebessert, aber wenn ich schon schreibe, dass es schwer zu unterscheiden ist, was noch Atheismus ist und was bereits Theistische Einflüsse beinhaltet, wäre es sadistisch mich auch noch danach zu fragen. Er ist Pfarrer. Nächstenliebe und so.
    Vielleicht sollte ich diesen Satz etwas umformulieren, damit ihm keine Fragestellung mehr offen bleibt bzw. er überhaupt nicht auf die Idee kommt danach zu fragen. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Theistische Einflüsse in dem Sinne bestehen, wie sehr und wie stark die Zweifel vorhanden sind. In dem Fall kann man aber keine genaue Abgrenzung machen.

    In diesem Absatz könntes Du überigens auch wieder Feuerbach anführen. Vielleicht wäre es gut, wenn Du ihn in passenden Stellen einfließen lässt und später genauer auf ihn eingehst. So führst Du dann gewissermaßen zu ihm hin.
    Sicherlich nicht. Ich habe mich mühsam mit den Ansichten von diesem Menschen auseinandergesetzt und verstehe es immer noch nur halbwegs, weil über all etwas Anderes geschrieben steht. Ich schreibe sicherlich nicht irgendwo noch etwas von Feuerbach hinein, ohne zu wissen, von was seine Ansichten eigentlich genau handeln. Obwohl Feuerbach im Vergleich zu Marx und Nietzsche noch einigermaßen verständlich war. Ich verstehe sowieso nicht, weshalb die drei Ansichten ins Referat einfliesen sollen, wenn doch alle drei ungefähr das gleiche sagen mit einigen kleinen Änderungen, die auch noch schwer herauszufinden sind
    .
    Das nächste Unterthema behandelt die philosophischen Aspekte, weshalb man evtl. zum Verfechter des starken Atheimsus oder gar Antitheismus wird.
    Ich habe von Allem eigentlich ein Beispiel angeführt. Das Elternhaus, in welchem bereits Gott nicht mehr gelehrt wurde, muss man nicht unbedingt diesen komplett verneinen. Es kann auch der Fall sein, dass man zwar Zweifel hegt, aber nicht gleich eine ablehnende Haltung zeigt. Der erste Grund ist eigentlich selbsterklärend. Der letzte ist lediglich noch ein Beispiel.
    Vor allem Songtexte sollte man oftmals nicht so interpretieren, wie sie geschrieben stehen.

    An Deinem Schlusswort erkenne ich: Du bist keine Antitheistin.
    Niemand kann meinen Glauben nachprüfen und solange es provoziert passt es perfekt.

    Danke für das Durchlesen und tolle Verbessern des Referats.
    Zuletzt geändert von Vanth_; 07.01.2012, 02:07.
    Nur wer vergessen wird, ist tot.
    Du wirst leben.

    ---- RIP - mein Engel ----

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      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
      Inwiefern glaubt denn ein Christ an eine unsterbliche Seele? "Wiederauferstehung der Toten" klingt so, als würde eine Person sterben, in ihre Bestandteile zerfallen und anschließend wieder zusammengeschustert (also praktisch wie ein umgestoßener Turm aus Bauklötzchen). Eine nicht-physikalische Seele, die unabhängig von der physikalischen Welt existieren kann (also etwa so wie bei Platon beschrieben), kann aber nicht sterben und folglich nicht wiederauferstehen. Also was wäre jetzt die christliche Position: Wiederauferstehung, unsterbliche Seele oder Beides (und wenn ja, wie lässt sich das miteinander vereinbaren)?
      Hieran glauben Christen nicht. Sie glauben an die Auferstehung ihres Heilands was einer Wiederbelebung des Körpers und der erneuten Verknüpfung mit dessen unsterblicher Seele gleichkommt!
      Das was du mit Platon schreibst verstehe ich nicht wieso kann die Existenz einer Seele wie du sie beschreibst nicht enden?

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        Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
        Hieran glauben Christen nicht. Sie glauben an die Auferstehung ihres Heilands was einer Wiederbelebung des Körpers und der erneuten Verknüpfung mit dessen unsterblicher Seele gleichkommt!
        Das was du mit Platon schreibst verstehe ich nicht wieso kann die Existenz einer Seele wie du sie beschreibst nicht enden?

        Das Glaubensbekenntnis endet mit
        "Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen"
        und das wohl bei jeder christlichen Konfession.
        Slawa Ukrajini!

        Kommentar


          Sorry das Glaubesnbekenntnis kenne ich nicht, habe es aber gegoogelt und es heißt:carnis resurrectionem das müsste Auferstehung des Fleisches heißen also Christi.

          Kommentar


            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Dann sprechen wir eben nicht von dem starken Atheismus, wie du ihn ja hier mit der Naturwissenschaft verbindest, sondern vom schwachen Atheismus, welcher – nach deinen eigenen Worten – oftmals auf philosophischen Überlegungen basiert.
            Oh, ich meinte es genau umgekehrt:
            • Die Naturwissenschaft sät so starke Zweifel, dass man zum schwachen Atheisten wird.
            • Die Philosophie kann den schwachen Ateisten zum starken Atheisten machen.


            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Wenn man beim schwachen Atheismus womöglich nur zweifelt, so schließt man ja auch Gott nicht gleich zwangsweise aus.
            Wobei der Atheismus wohl die Entscheidung beinhaltet, nein zu sagen. So verneine ich, dass Russels Teekanne zwischen der Erbahn und Marsbahn um die Sonne kreist (wie es auch Russel tut).
            Der Agnostiker negiert, so eine Entscheidung überhaupt fällen zu können.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Was bringt einem auch der Glaube an eine unsterbliche Seele. Natürlich kann sich ein Atheist noch ein bisschen mehr ein Bild von dem Leben nach dem Tod machen, wenn er an eine unsterbliche Seele glaubt, als die Gläubigen. Wer weiß…vielleicht wird die Seele nach dem Tod des Körpers ins All gepustet und man ernährt sich von Sternschnuppen. Ein bisschen weit hergeholt, aber ich glaub, du weißt, wie ich es meine.
            Ja, im Grunde zeigst Du damit, dass der Glaube an die unsterbliche Seele auch ohne Gott auskommen kann. Wenn es also nur darum geht, weiter zu existieren, reicht der Glauben an diese Seele und kommt ohne Gott aus.
            Wenn man bestimmt nicht sterben wird, braucht man auch Gott nicht, um weiter zu leben. (Erinnert dies nicht an die Geschichte vom Sündenfall?)

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Nein, mag ich nicht. Aber danke für den Link. Ich habe jetzt noch die Ansicht von Marx und Nietzsche reingebracht. Ist zwar eigentlich ein interessantes Thema, aber die Ansichten von Feuerbach, Marx und Nietzsche zum Atheismus sind kompliziert dargestellt. Egal wo man sucht: Es steht überall nur in hochgestochener Sprache und ist es deshalb auch dementsprechend schwer verständlich. Ein Jammer, dass die Menschen es heutzutage nicht mehr schaffen, sich einfach und präzise auszudrücken.
            Nun, die von Dir aufgeführten Personen sprechen doch eher dafür, dass sich die gebildeten Menschen im 19. Jahrhundert kompliziert ausdrückten.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Ich glaube, wir haben beide im Moment eine unterschiedliche Vorstellung. Wenn ich vom virtuellen Jenseits spreche, spreche ich nur von dem Bewusstsein, welches in einen Art Speicher übertragen wird. Ähnlich, wie in einem Videospiel.
            Oh, dass habe ich schon verstanden. So wird Halman (nein, nicht ich) in dem SF-Roman 3001 - Die letzte Odyssee in ein holografisches Speichermedium überragen. Allerdings könnte dieser Speicher durch physische Einwirkungen von außen zerstört werden.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Der Körper ist bereits tot und kann nicht mehr weiter sterben und nur das eigene Bewusstsein lebt noch in dem virtuellen Jenseits weiter. Woran glauben denn die Christen? Sie glauben doch nicht, dass der gesamte Körper mit in dem Himmel kommt, sondern lediglich die unsterbliche Seele und soweit ich es noch in Erinnerung habe, werden erst nach dem jüngsten Gericht die Seelen wieder in unsterbliche Körper zurücktransportiert.
            Ja, sowas kommt dabei heraus, wenn man hellenistisch beeinflusste theologische Lehren mit biblischen Lehren kombiniert. Aber dies ist wohl die vorherrschende Lehrmeinung, auch wenn ich sie nicht vertrete.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Die Bibel sagt nicht viel darüber aus, wie es wirklich im Himmel ausschaut. Glückseligkeit, etc. sind keine bildliche Beschreibungen. Und ich möchte jetzt keine Bibelzitate haben (ich beuge schon mal vor).
            Die Bibel offenbart in der Tat nur wenig über den [geistigen] Himmel. Zwar gewährt sie einige bildhafte Einblicke, aber diese wurden in einer hochsymbolischen Sprache verfasst, insbesondere in der Offenbarung. Eine all zu wörtliche Deutung führt mMn zu Problemen, wenn man die anderen biblischen Schriften heranzieht.
            Daher deute ich es so, dass es sich um einen geistigen Bereich handelt, welcher sich nicht wirklich begreifen lässt und deswegen in einer Bildersprache vermittelt wurde.

            In VOY gab es mal eine bildhafte Darstellung des Q-Kontinuums, welche aber nicht buchstäblich zu deuten ist. Es wurde nur für die Menschen verständlich dargestellt.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Und man könnte den „Storyverlauf“ so programmieren, sodass man in dem „Spiel“ nicht sterben kann. Ich selbst denke nicht, dass so was jemals möglich ist, wie ich es mir gerade vorstelle, aber danach hat auch nie jemand gefragt.
            Das wäre ohne weiteres Denkbar. Die virtuelle Welt könnte ja so programmiert sein, dass sie ideale Bedingungen aufweist, die ein Sterbe-Ereignis auschließen.
            Aber was schütz den Speicher der virtuellen Welt vor destruktiven Einflüssen aus der realen Welt? Dieses kann man durch Programme kaum garantieren.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Mir ist klar, dass du eigentlich etwas Anderes meinst. Ich schätze mal, dass du auf die Unsterblichkeit des menschlichen Körpers abzielst. Das ist natürlich etwas Anderes.
            Oh, hier liegt ein Missverständnis vor, vielleicht habe ich mich auch unglücklich ausgedrückt. Ich bezog mich schon auf Dein Beispiel mit dem virtuellen Jenseits.
            Natürlich könnte man sich vorstellen, dass der menschliche Geist losgelöst vom Körper weiterleben könnte, aber Deine Beschreibung greift auf Hardware zurück, die wieder angreifbar ist und somit der salomonischen Regel unterliegt: ... jeden (auch Speichermedien) treffen Zufall und Zeit ....

            Dein anderes Beispiel mit der [geistigen] Seele, welche in den Kosmos aufsteigt, könnte ja eine geisterhafte Struktur beschreiben, die vor physischen Einflüssen gefeit ist und so beschaffen ist, dass sie ewig lebt. Dies macht aber eine Auferstehung überflüssig.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Aber egal, ob Seele oder Körper: Ich streite überhaupt nicht ab, dass es zu Zwischenfällen kommen kann, wie z.B. ein Stromausfall beim Betreiben der Spielesoftware, aber die Bedeutung von Gott nimmt doch stark an Bedeutung ab. Für ihn bleibt eben dann keine Zeit mehr.
            Doch, weil nur ein allherrschener Gott (El Schaddáj) die Macht hat, die virtuelle Welt von der "Nichtigkeit der Vergänglichkeit" ("Zufall und Zeit") frei zu machen und nur El Schaddáj (אל שדי) die Macht besitz, bereits gelöschte, virtuelle Menschen wieder "auferstehen" zu lassen. Eine sollche allherrschende Macht können Menschen niemals erreichen.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Zum Glück glaubst du ja nicht an den Himmel, weshalb du deine Energien für wichtigere Dinge verschwenden kannst. Ich kann mich zwar mit dem Argument Feuerbachs nicht anfreunden, weil ich nicht denke, dass die meisten Christen nicht den ganzen Tag auf ein besseres Leben hin fiebern. Das, was er schreibt, betrifft sicher nur die „Hardcore-Christen“, welche wirklich nichts Besseres mehr zu tun haben, als den ganzen Tag zu beten oder die Bibel zu lesen. Wo wir schon dabei sind: Wo ist eigentlich Kirk?
            Das wüsste ich auch gern.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Und solange man glücklich damit ist, dass man sich nur noch mit dem Glauben beschäftigt, sehe ich keinen Grund dafür, dass man es nicht tut. Es ist doch völlig egal, ob ein Mensch sich dann nicht mehr seinen Problemen annimmt, solange er mit seinem Leben noch zufrieden ist. Wird es jedoch gefährlich, kommt man dennoch an eine gewisse Grenze, aber der prozentuale Anteil dieser "Hardcore-Gläubigen" ist sicherlich gering.
            Für mich ist der Glaube sinnlos und bezweckt absolut Nichts, aber dennoch denke ich nicht, dass es schlecht ist, wenn sich ein gläubiger Mensch nur noch auf seinen Glauben konzentriert. Wenn man andere damit nervt, ist es natürlich wieder was Anderes...und wenn man vergisst, selbst zu denken.
            Selbst zu denken ist viel zu anstrengend, dass sollte man den Denkern überlassen.

            Nun, zu Feuerbachs Zeiten waren die Menschen viel religiöser als heute, vermutlich sogar gläubiger, als in den gegenwärtigen USA. Er hielt es offenbar für Verschwendung, wenn die Menschen so viel Energie in einen Glauben investieren und dabei vernachlässigen, sich um die weltlichen Probleme zu kümmern. Es ging ihm - so habe ich ihn verstanden - darum lieber einen effektiven Beitrag zum Allgemeinwohl beizutragen.

            Allerdings läuft praktiziertes Christentum darauf hinaus, die Welt selbst ein kleines bisschen besser zu machen.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Ich finde die Ausdrücke des positiven und negativen Atheismus eigentlich nicht so sonderlich ansprechend, aber ich kann es ja noch in eine Klammer setzen und beim Vortrag noch erwähnen bzw. es auf das Handout mit drauf setzen.
            Verwende doch einfach die Begriffe, welche Dir mehr zusagen.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Ich wollte den Agnostizismus gar nicht näher erläutern, weil er nicht mein ursprüngliches Thema darstellt. Die Erläuterung, dass die Agnostiker sich die Entscheidung über den Bestand von Gott vorbehalten, reicht in dem Sinne – denke ich – auch vollkommen aus.
            Ja, aber ich halte dies aber für unglücklich formuliert, wenn ich pingelig bin. Streng genommen, behält sich der Agnostiker diese Entscheidung nicht vor, sondern hält es für unmöglich, diese überhaupt fällen zu können.
            Schwache Agnostiker schließen aber nicht aus, dass dies Zukunft möglich sein könnte und diese bilden wohl die Mehrheit. Aber es bleibt die Übzeugung des Agnosikters, dass es [gegenwärtig] dem Menschen unmöglich ist, darüber zu entscheiden.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Das mit den philosophischen Einflüssen und der Naturwissenschaften habe ich noch ausgebessert, aber wenn ich schon schreibe, dass es schwer zu unterscheiden ist, was noch Atheismus ist und was bereits Theistische Einflüsse beinhaltet, wäre es sadistisch mich auch noch danach zu fragen. Er ist Pfarrer. Nächstenliebe und so.
            Der Atheismus bedeutet doch, sich von theistischen Einflüssen zu distanzieren. Dies kennzeichent doch Atheisten.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Vielleicht sollte ich diesen Satz etwas umformulieren, damit ihm keine Fragestellung mehr offen bleibt bzw. er überhaupt nicht auf die Idee kommt danach zu fragen. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Theistische Einflüsse in dem Sinne bestehen, wie sehr und wie stark die Zweifel vorhanden sind. In dem Fall kann man aber keine genaue Abgrenzung machen.
            Ein Zweifler, der unentschieden ist, ist aber m. E. kein Atheist. Ein Atheist ist zumindest ungläubig und hat sich für die Verneinung entschieden.

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Sicherlich nicht. Ich habe mich mühsam mit den Ansichten von diesem Menschen auseinandergesetzt und verstehe es immer noch nur halbwegs, weil über all etwas Anderes geschrieben steht. Ich schreibe sicherlich nicht irgendwo noch etwas von Feuerbach hinein, ohne zu wissen, von was seine Ansichten eigentlich genau handeln. Obwohl Feuerbach im Vergleich zu Marx und Nietzsche noch einigermaßen verständlich war. Ich verstehe sowieso nicht, weshalb die drei Ansichten ins Referat einfliesen sollen, wenn doch alle drei ungefähr das gleiche sagen mit einigen kleinen Änderungen, die auch noch schwer herauszufinden sind
            .
            Leider kann ich Dir hier auch nicht weiterhelfen. Ich würde ja einfach nach Zitaten von den Dreien suchen, die man einbauen könnte.
            Hier mal drei Zitate von Nietzsche:
            • "Man soll nicht in Kirchen gehn, wenn man reine Luft atmen will." (Jenseits von Gut und Böse)
            • "Glaube' heißt Nicht-wissen-wollen, was wahr ist." (Der Antichrist)
            • "Was hat Christus verneint? Alles, was heute christlich heißt..." (Werke in drei Bänden)


            Zitat von Karl Marx:
            • Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.


            Und hier noch ein Link zu drei Feuerbach-Zitaten:
            Feuerbach: Zitate

            Zitat von Vanth_ Beitrag anzeigen
            Danke für das Durchlesen und tolle Verbessern des Referats.
            Gerne

            ***

            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
            Hieran glauben Christen nicht. Sie glauben an die Auferstehung ihres Heilands was einer Wiederbelebung des Körpers und der erneuten Verknüpfung mit dessen unsterblicher Seele gleichkommt!
            Das was du mit Platon schreibst verstehe ich nicht wieso kann die Existenz einer Seele wie du sie beschreibst nicht enden?
            Nun, Du verwendest doch selbst den Begriff der unsterblichen Seele, womit klargestellt wird, dass sie nicht stirbt und somit auch nicht endet.

            Kommentar


              gnaz allgemein.......

              Das Problem ist, das Logik (Denken) und Glaube (Fühlen?) ähnlich "unendlich" sind.
              Einen wirklichen Fortschritt macht man (als Denker oder Gläubiger) daher wohl erst dann, wenn man es schafft - und sei es nur für einen Moment - eines von beidem aufzugeben. Nach meiner Erfahrung ist es (entgegen jeder "Logik") genau das worin man gerade ein "unlösbares Problem" hat, was man aufgeben.....oder sagen wir mal, auf ein Minimum reduzieren muß......um genau in dem Bereich weiter zu kommen.
              Sprich, beißt man sich in etwas zu fest, dann hängt man auch irgendwann fest. Also "erst mal los lassen", um es wieder "einfangen zu können".

              Logik ist erst der Anfang aller Weisheit....

              Kommentar


                Zitat von arthur Beitrag anzeigen
                Das Problem ist, das Logik (Denken) und Glaube (Fühlen?) ähnlich "unendlich" sind.
                Einen wirklichen Fortschritt macht man (als Denker oder Gläubiger) daher wohl erst dann, wenn man es schafft - und sei es nur für einen Moment - eines von beidem aufzugeben. Nach meiner Erfahrung ist es (entgegen jeder "Logik") genau das worin man gerade ein "unlösbares Problem" hat, was man aufgeben.....oder sagen wir mal, auf ein Minimum reduzieren muß......um genau in dem Bereich weiter zu kommen.
                Sprich, beißt man sich in etwas zu fest, dann hängt man auch irgendwann fest. Also "erst mal los lassen", um es wieder "einfangen zu können".

                Logik ist erst der Anfang aller Weisheit....
                Die Grafiken, die auf mathematischen Formeln beruhen, zeigen, wie sehr Logik und Mathematik, als "strenge" Disziplinen miteinander verknüpft sind.
                Mathematik ist ein Instrument, um mit dem unendlich Kleinen und Großen umzugehen, auch wenn die Vernunft dies nicht erfassen kann.
                Die Sinneswahrnehmungen (Phainomena) sind quasi unendlich mannigfaltig und durchaus widersprüchlich (Sextus Empiricus: Pyrrhonische Skepsis/Phänomenologie des 19./20. Jahrhundert, z.B. Husserl/Heidegger).
                Um diese Gedankenansätze zu verknüpfen müsste man einen archimedischen Standpunkt einnehmen.
                Slawa Ukrajini!

                Kommentar


                  Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                  Um diese Gedankenansätze zu verknüpfen müsste man einen archimedischen Standpunkt einnehmen.
                  Genau den habe ich ja mit Nachdruck eingenommen ("Störe meine Mandelbrotmenge nicht!" ), um damit zu zeigen:
                  es gibt keine "Menge" die man mit einer Formel bestimmen kann, die groß genug wäre, den Ort zu beschreiben wo du dich gerade befindest.

                  Wenn du durch alle Schichten der Logik bzw. mit der Logik gedrungen bist, wo bist du dann?
                  Am Anfang.

                  Kommentar


                    Ich bin Atheist!

                    Das heisst das ich weiss das es keinen Gott, keinen Himmel, keinen Teufel & keine Hölle gibt und das ganze Andere drumherum!

                    Ich glaube das die moderne Wissenschaft mit der Urknalltheorie & der Evolutionstheorie zweifelsfrei bewiesen hat das die christlich/jüdische Schöpfunglehre falsch ist!
                    Und nicht nur Die sondern auch die der anderen Religionen!
                    Meiner Meinung nach hat die Wissenschaft eindeutig bewiesen daß das Universum weder für seine Entstehung noch für sein Bestehen einen Gott braucht bzw. gebraucht hat!

                    Ich sage immer wenn es mal einen Gott auf dieser Erde gegeben hat, dann ist Er entweder Tot oder nach Hause zurück & beides würde beweisen das Er kein Gott war!!!!

                    Ich bin katholisch getauft, hab die Kommunion noch mitgemacht & bin vor ca. 10 Jahren aus der Kirche ausgetreten, was meine Eltern mehr oder weniger geschockt hat (meine Mutter mehr, meinen Vater weniger da Er selber vor ca. 20 Jahren wegen der Steuer aus der Kirche ausgetreten ist) und heute noch jedes Jahr Streit gibt deswegen, da ich mich weigere an sämtlichen religiösen Festlichkeiten teilzunehmen!!!

                    Allerdings muss ich zugeben das mich das Thema Theologie sehr interessiert!
                    Ich weiss auch nicht warum aber ich finde es faszinierend das es so viele Menschen gibt die an etwas Glauben das schlicht weg nicht Existiert!

                    Bitte nicht falsch verstehen, ich bin keiner von diesen Militanten Ungläubigen die Alle die Glauben bekehren müssen, von mir aus kann jeder Glauben was Er will, andererseits mag ich es ja auch nicht wenn man mich unbedingt bekehren will, ich diskutiere aber sehr gerne über dieses Thema aber ohne dieses "Du musst an Gott glauben"!!!

                    Da in diesem Thread auch schon diskutiert wurde ob Atheisten an eine Seele oder an ein Leben nach dem Tod glauben möchte ich dazu sagen das ich für meinen Teil nicht an eine Seele oder an ein Leben nach dem Tod glaube!!!
                    Meiner Meinung nach ist mit dem Tod alles aus & vorbei!!!

                    Ich gebe zu das das ich gerne an ein Leben nach dem Tod oder eine unsterbliche Seele oder die Wiederauferstehung glauben würde, das würde mir die Angst vor dem Tod nehmen aber ich glaube nunmal nicht daran & muss deshalb lernen damit zu leben!

                    Was das Angeht haben diejenigen die daran Glauben wirklich einen Vorteil & ich glaube das ist auch der Sinn darin, die Angst vor dem Tod zu nehmen!

                    Leider hat`s bei mir nicht funktioniert!

                    Kommentar


                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Ich bin Atheist!

                      Das heisst das ich weiss das es keinen Gott, keinen Himmel, keinen Teufel & keine Hölle gibt und das ganze Andere drumherum!
                      Dann scheinst Du ein starker - bzw. positiver Atheist zu sein. Wobei ich es recht kühn finde, auszussagen, dass man weiß, dass es keinen Gott usw. gibt.

                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Ich glaube das die moderne Wissenschaft mit der Urknalltheorie & der Evolutionstheorie zweifelsfrei bewiesen hat das die christlich/jüdische Schöpfunglehre falsch ist!
                      Falls Du damit den Kurzzeitkreationistmus meinst, gebe ich Dir recht. Aber so lese ich die Genesis keinesfalls.
                      Im übrigen akzeptiert die katholische Kirche die von Dir genannten Theorien und vereinbart sie mit ihrer modernen Theologie.

                      BTW, die Begründer dieser Theorien waren Theologen.

                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Und nicht nur Die sondern auch die der anderen Religionen!
                      Meiner Meinung nach hat die Wissenschaft eindeutig bewiesen daß das Universum weder für seine Entstehung noch für sein Bestehen einen Gott braucht bzw. gebraucht hat!
                      Man kann dass Universum anhand von wissenschaftlichen Theorien in der Tat gottfrei beschreiben, aber dies ist kein Beweis.

                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Ich bin katholisch getauft, hab die Kommunion noch mitgemacht & bin vor ca. 10 Jahren aus der Kirche ausgetreten, was meine Eltern mehr oder weniger geschockt hat (meine Mutter mehr, meinen Vater weniger da Er selber vor ca. 20 Jahren wegen der Steuer aus der Kirche ausgetreten ist) und heute noch jedes Jahr Streit gibt deswegen, da ich mich weigere an sämtlichen religiösen Festlichkeiten teilzunehmen!!!
                      Du bist in der Tat konsequent. Darf ich daraus ableiten, dass Du weder Weihnachten noch Ostern feierst?

                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Allerdings muss ich zugeben das mich das Thema Theologie sehr interessiert!
                      Ich weiss auch nicht warum aber ich finde es faszinierend das es so viele Menschen gibt die an etwas Glauben das schlicht weg nicht Existiert!
                      Naja, zumindest existiert es im Kopf.
                      Eines scheint sicher: Religiöse Gedanken sind reale Vorgänge im Bewusstsein mit einer für sie spezifischen neuronalen Basis. Damit ist allerdings noch nichts über die Wahrheit und Rationalität religiöser Überzeugungen gesagt. Bestenfalls scheint damit die biologische Realität des religiösen Bewusstseins als eines Denkens an Gott gezeigt werden zu können, nicht aber ob Gott, als Inhalt dieser Gedanken, unabhängig von diesen Gedanken existiert. Dies wird von Newberg auch ausdrücklich eingeräumt: "Unsere eigene Gehirnforschung kann die Existenz Gottes weder beweisen noch widerlegen, zumindest nicht mit einfachen Aussagen."
                      Hier mal die Zitat-Quelle, die für diese Thematik sowohl für Atheisten, wie auch für religiöse Menschen, von interesse sein dürfte:
                      Gott im Gehirn

                      (Das Zitat entstammt dem 3. Absatz unter dem letzten Unterthema "Naturalistische Religionskritik")

                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Bitte nicht falsch verstehen, ich bin keiner von diesen Militanten Ungläubigen die Alle die Glauben bekehren müssen, von mir aus kann jeder Glauben was Er will, andererseits mag ich es ja auch nicht wenn man mich unbedingt bekehren will, ich diskutiere aber sehr gerne über dieses Thema aber ohne dieses "Du musst an Gott glauben"!!!
                      Ein solcher Zwang ergibt aus meiner Sicht auch überhaupt keinen Sinn. Welches Interesse sollte Gott an einen erzwungenden "Glauben" haben? Glauben, der nicht wirklich geglaubt wird, scheint mir wertlos zu sein.

                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Da in diesem Thread auch schon diskutiert wurde ob Atheisten an eine Seele oder an ein Leben nach dem Tod glauben möchte ich dazu sagen das ich für meinen Teil nicht an eine Seele oder an ein Leben nach dem Tod glaube!!!
                      Meiner Meinung nach ist mit dem Tod alles aus & vorbei!!!
                      Gerade versuche ich mir vorzustellen, durch welche Textkollonnen Du durch durchgearbeitet hast.

                      Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                      Ich gebe zu das das ich gerne an ein Leben nach dem Tod oder eine unsterbliche Seele oder die Wiederauferstehung glauben würde, das würde mir die Angst vor dem Tod nehmen aber ich glaube nunmal nicht daran & muss deshalb lernen damit zu leben!

                      Was das Angeht haben diejenigen die daran Glauben wirklich einen Vorteil & ich glaube das ist auch der Sinn darin, die Angst vor dem Tod zu nehmen!

                      Leider hat`s bei mir nicht funktioniert!
                      Das nenne ich ehrlich.

                      Kommentar


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Dann scheinst Du ein starker - bzw. positiver Atheist zu sein. Wobei ich es recht kühn finde, auszussagen, dass man weiß, dass es keinen Gott usw. gibt.
                        Wieso?
                        Genauso könnte ich sagen das es kühn ist zu sagen, man wisse das es Gott gibt!


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Falls Du damit den Kurzzeitkreationistmus meinst, gebe ich Dir recht. Aber so lese ich die Genesis keinesfalls.
                        Im übrigen akzeptiert die katholische Kirche die von Dir genannten Theorien und vereinbart sie mit ihrer modernen Theologie.

                        BTW, die Begründer dieser Theorien waren Theologen.
                        Es würde mich aber schon interessieren wie die Kirche die Evolutionstheorie bzw.die Evolutionslehre mit der Schöpfungsgeschichte in der Bibel vereinbart!


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Man kann dass Universum anhand von wissenschaftlichen Theorien in der Tat gottfrei beschreiben, aber dies ist kein Beweis.
                        Ich würde sagen das ist Ansichtssache!


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Du bist in der Tat konsequent. Darf ich daraus ableiten, dass Du weder Weihnachten noch Ostern feierst?
                        Ja das stimmt, deswegen gibt`s ja auch immer wieder Streit!
                        Meine Eltern machen immer den Fehler das Sie es verstehen wollen dabei sage ich es Ihnen immer das ich von Ihnen gar nicht verlange das Sie es verstehen, nur das Sie es akzeptieren!


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Naja, zumindest existiert es im Kopf.


                        Hier mal die Zitat-Quelle, die für diese Thematik sowohl für Atheisten, wie auch für religiöse Menschen, von interesse sein dürfte:
                        Gott im Gehirn

                        (Das Zitat entstammt dem 3. Absatz unter dem letzten Unterthema "Naturalistische Religionskritik")
                        Sorry aber das lese ich mir ein Anderes mal durch, das ist ja ein halber Roman!


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Ein solcher Zwang ergibt aus meiner Sicht auch überhaupt keinen Sinn. Welches Interesse sollte Gott an einen erzwungenden "Glauben" haben? Glauben, der nicht wirklich geglaubt wird, scheint mir wertlos zu sein.
                        Ich sagte auch nicht das es Gottes interesse ist!
                        Nur Menschen verspüren den Drang anderen Ihren Glauben aufzuzwingen!!!
                        Ich hab da meine erfahrungen gemacht!


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Gerade versuche ich mir vorzustellen, durch welche Textkollonnen Du durch durchgearbeitet hast.
                        Naja, soviel war das gar nicht!
                        Nur die ersten 2 & die letzten 2 Seiten!


                        Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                        Das nenne ich ehrlich.
                        Warum sollte ich nicht ehrlich sein?
                        Warum sollte ich mir oder Anderen etwas vormachen in dem ich meine Gefühle oder meinen Glauben verleugne?

                        Wir leben ja Gott sei Dank nicht mehr im Mittelalter!

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                          Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                          Wieso?
                          Genauso könnte ich sagen das es kühn ist zu sagen, man wisse das es Gott gibt!
                          Sicher. Allerdings sehe ich einen feinen Unterschied darin, ob man nun sagt, dass man an Gott glaubt, oder ob man kühn behauptet zu wissen, dass er sei.

                          Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                          Es würde mich aber schon interessieren wie die Kirche die Evolutionstheorie bzw.die Evolutionslehre mit der Schöpfungsgeschichte in der Bibel vereinbart!
                          Indem sie die Schöpfungsgeschichte auf symbolisch-mythologische Weise deuten. An dieser Stelle verlinke ich mal ein Posting von einem sehr sachkundigen User, der dies viel besser erklären kann als ich:
                          http://www.scifi-forum.de/off-topic/...ml#post2201501

                          Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                          Ich würde sagen das ist Ansichtssache!
                          Nun, gemäß Karl R. Popper lassen sich naturwissenschaftliche Theorien niemals beweisen. Daher kann man sie auch nicht verifizieren, aber sehr wohl falsifizieren. Daher spricht man auch davon, dass man Theorien belegt (die Evolutionstheorie wäre hierfür ein klassisches Beispiel), womit sie aber nicht im strengen Sinne bewiesen werden.
                          Falls Du diese Behauptung über Google nachprüfen willst, lautet das Stichwort Falsifikationismus.

                          Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                          Ja das stimmt, deswegen gibt`s ja auch immer wieder Streit!
                          Meine Eltern machen immer den Fehler das Sie es verstehen wollen dabei sage ich es Ihnen immer das ich von Ihnen gar nicht verlange das Sie es verstehen, nur das Sie es akzeptieren!
                          Es dürfte ihnen leichter fallen, wenn sie es verstehen.

                          BTW, es gibt auch streng gläubige Christen, welche aufgrund ihres Glaubens diese Feste ablehnen.

                          Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                          Sorry aber das lese ich mir ein Anderes mal durch, das ist ja ein halber Roman!
                          Ja, dass ist in der Tat sehr viel Text und dazu noch ein sehr anspruchsvoller. Dafür ist mein Zitat aus dem Text entsprechend kurz.

                          Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                          Ich sagte auch nicht das es Gottes interesse ist!
                          Nur Menschen verspüren den Drang anderen Ihren Glauben aufzuzwingen!!!
                          Ich hab da meine erfahrungen gemacht!
                          Ja, die Geschichte ist leider voll von solchen Erfahrungen. Im Hinblick auf Gott erscheint mir dieses Unterfangen nur sinnlos.
                          Wenn Gott wirklich existiert, dürfte er wohl kaum an einem erzwungenden "Glauben" interessiert sein.

                          Zitat von Mr. Roboto Beitrag anzeigen
                          Warum sollte ich nicht ehrlich sein?
                          Warum sollte ich mir oder Anderen etwas vormachen in dem ich meine Gefühle oder meinen Glauben verleugne?

                          Wir leben ja Gott sei Dank nicht mehr im Mittelalter!
                          In der Tat. Allerdings halte ich Ehrlichkeit keineswegs für selbstverständlich und daher erscheint es mir durchaus angebracht, diese Eigenschaft zu loben.

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                            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                            Sicher. Allerdings sehe ich einen feinen Unterschied darin, ob man nun sagt, dass man an Gott glaubt, oder ob man kühn behauptet zu wissen, dass er sei.
                            Natürlich besteht ein Unterschied zwischen glauben & wissen aber ich kenne eben auch viele die der Meinung sind Sie wüssten das es Gott gibt!


                            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                            Indem sie die Schöpfungsgeschichte auf symbolisch-mythologische Weise deuten. An dieser Stelle verlinke ich mal ein Posting von einem sehr sachkundigen User, der dies viel besser erklären kann als ich:
                            http://www.scifi-forum.de/off-topic/...ml#post2201501
                            Sorry aber auch das werde ich mir erst später einmal durchlesen, versprochen!!!!


                            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                            Nun, gemäß Karl R. Popper lassen sich naturwissenschaftliche Theorien niemals beweisen. Daher kann man sie auch nicht verifizieren, aber sehr wohl falsifizieren. Daher spricht man auch davon, dass man Theorien belegt (die Evolutionstheorie wäre hierfür ein klassisches Beispiel), womit sie aber nicht im strengen Sinne bewiesen werden.
                            Falls Du diese Behauptung über Google nachprüfen willst, lautet das Stichwort Falsifikationismus.
                            Sorry, bin nicht so versiert was Fremdwörter angeht & kann deshalb mit dem Wort "falsifizieren" nicht viel anfangen!
                            Aber ich denke mal das es wie immer zwei Seiten einer Medaille gibt!
                            Genauso wie man die Existenz Gottes nicht endgültig beweisen kann, kann man nicht seine Nicht-Existenz beweisen!
                            Schliesslich beruht alles auf reinen Glauben!!!!
                            Soll heissen, Wer an die eine oder andere Seite glaubt wird immer Argumente für deren berechtigung finden!

                            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                            Es dürfte ihnen leichter fallen, wenn sie es verstehen.

                            BTW, es gibt auch streng gläubige Christen, welche aufgrund ihres Glaubens diese Feste ablehnen.
                            Ich glaube fast das es bei meine Eltern sich mit dem Glauben fast schon wie mit einem Aberglauben verhält, sie machen da mit weil es "Tradition" ist, deswegen gab es diese Jahr wieder Streit weil ich mich geweigert habe Ihr Geschenk anzunehmen!
                            Ich habe Ihnen gesagt das Sie mir gerne das ganze Jahr über was schenken dürfen aber Sie sollen mir bitte nicht etwas schenken nur weil gerade Weihnachten ist!!!

                            Ich glaube das ist auch der Grund warum gewisse streng gläubige Christen diese Feste ablehnen, weil es eben nicht mehr um die Geburt Christi oder um seine Auferstehung geht sondern nur noch um die Geschenke!!!!

                            Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                            In der Tat. Allerdings halte ich Ehrlichkeit keineswegs für selbstverständlich und daher erscheint es mir durchaus angebracht, diese Eigenschaft zu loben.
                            Tut mir leid, das war mein Fehler!
                            Ich gehe immer davon aus das mein Verhalten "normal" ist
                            Leider muss ich immer wieder feststellen das es nicht so ist!
                            Ich danke Dir jedenfalls für dein Lob, hätte ich vorhin schon machen müssen, tut mir Leid!!!

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                              Jeder soll (wenn er glaubt) an das Glauben was er will.
                              Wichtig dabei ist nur das man niemand der an was anderes
                              glaubt oder eben nicht glaubt laufend bekehrt...

                              Religiöse Beschneidungen von Jungs, finde ich z.b falsch...
                              Eine solche Religöse Beschneidung sollte er gemacht
                              werden dürfen wenn das Kind 18 geworden ist und
                              selbst entscheidet...
                              scotty stream me up ;)
                              das leben ist ein scheiss spiel, aber die Grafik ist geil :D
                              aber leider entschieden zu real

                              Kommentar


                                Zitat von Dominion Beitrag anzeigen
                                Jeder soll (wenn er glaubt) an das Glauben was er will.
                                Wichtig dabei ist nur das man niemand der an was anderes
                                glaubt oder eben nicht glaubt laufend bekehrt...

                                Religiöse Beschneidungen von Jungs, finde ich z.b falsch...
                                Eine solche Religöse Beschneidung sollte er gemacht
                                werden dürfen wenn das Kind 18 geworden ist und
                                selbst entscheidet...
                                Sehe ich auch so aber man sollte nicht vergessen das in Afrika immer noch Mädchen "beschnitten" werden, was ich um einiges schlimmer finde denn ein beschnittener Junge kann trotz Allem noch ein normales Sexualleben haben aber ein beschnittenes Mädchen nicht und das ist auch der Grund warum das gemacht wird!!!

                                Da kann man wieder einmal sehen wie grausam Menschen sein können und das nur wegen einem fehlgeleitetem bzw. falsch interpretierten Glauben!

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