Kennt wer "Alarm im Weltraum" ? - SciFi-Forum

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Kennt wer "Alarm im Weltraum" ?

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    #16
    Zitat von conanboy Beitrag anzeigen
    Wau! Wusste ich gar nicht, dass die alten Griechen schon ein eigenes Wort hatten für die Entdeckung, die ca. 3000 Jahre später Prof. Dr. Sigmund Freud machte, nämlich das Unterbewusstsein.
    Außerdem bin ich davon überzeugt, das Sorcerer seine altgriechisch-Kenntnisse herträumt, denn im fraglichen Film geht es um das "It", nicht um das "id", was immer das auch sein mag. Man kann diese Begriffe auch googeln, bevor man hier seine Meinung oder Halbwissen verkündet.
    Nichts für ungut!
    Auweia.
    Junge, du wirfst anderen Leuten Halbwissen vor?
    Recherchier mal bevor du rumpöbelst.
    Es heißt tatsächlich "Id", nicht "It", und bezieht sich auf das von Freud beschriebene unbewusste Über-ich (Wikipedia ist dein Freund: Es (Psychoanalyse) - Wikipedia ).
    Allerdings glaube ich dass die Ähnlichkeit zwischen "It" und "Id" durchaus gewollt ist.
    Alles in allen ist "Alarm" ein genialer, wegweisender Film, der mit seinen psychologische/phylosophischen Tiefgang ungewöhnlich für Sci-Fi Filme seiner Epoche ist. Erwähnenswert ist außerdem der Soundtrack welcher der erste war der komplett mit elektronischen Instrumenten erstellt wurde. Außerdem ist interessant das der Film augenscheinlich eine große Inspiration für Star Trek (Nahrungsmittelreplikatoren, Transporter, Kommunikatoren, Föderation der Planeten, Landeteam aus Captain, Ersten Offizier und Schiffsarzt) war. Außerdem wurde der von Dr. Morbius erwähnte "Adamantium Stahl" später im Marvel Comic Universum ein fester Begriff, u.A. bei X-Men, Wolverines Skelett und Krallen bestehen daraus.
    Back to how much I rule...

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      #17
      Wau, da hab ich Clevershitter wieder was dazu gelernt. Ich kenne "Forbidden Planet" nur in der deutschen Synchro, und da reden die dauernd vom "It", und da dachte ich, da hatte der Deutsch-Synchro-Redakteur keine Ahnung von Freud, und hat aufgrund seiner Ahnungslosigkeit "It" unübersetzt gelassen. Aber wie Ihr mir berichtet, geht es um das "Id", nicht um das "It".
      Und in der deutschen Lautbildung ist das Wort "Id" identisch mit dem Wort "It", daher sprechen die in der deutschen Synchro dauernd vom "It", weswegen ich immer dachte, es geht um das "Es" im freudschen Sinn.

      Wolfman-Al
      Es heißt tatsächlich "Id", nicht "It", und bezieht sich auf das von Freud beschriebene unbewusste Über-ich (Wikipedia ist dein Freund: Es (Psychoanalyse) - Wikipedia ).

      Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, zu erklären, wo in diesem Satz die Fehler sind

      Ich kann kaum beschreiben, wie satt ich diesen Kindergarten hier hab. Also: Nach dem freudschen Bewusstseinsmodell gibt es das Es, das Ich, und das Über-Ich. Um den Film "Alarm Im Weltall" zu verstehen, muss man wissen, was Freud mit dem "Es" meinte, sonst kapiert man den Film nicht.

      Würde mir jemand freundlicherweise erklären, wer oder was nun das "Id" ist in dem Film?

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        #18
        ****Spoiler-Space*****
























        Die Maschine der Außerirdischen erschafft genau das, was sich der Bediener wünscht. Leider nicht nur die bewussten Wünsche...

        Sie erschafft schließlich ein Monster, das die Besatzung des Rettungsschiffes angreift. Dr. Morbius nennt es das "Monster aus dem Id", da ihm schon klar ist, das dieses Monster von der Maschine erschaffen wird, um seine nichtbewußten Wünsche zu erfüllen. Die außerirdische Rasse ist ebenfalls durch etwas ausgelöscht worden, das Morbius mit "die Monster aus dem Id" übersetzt...

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          #19
          Zitat von McWire aka Charan Beitrag anzeigen
          "Alarm im Weltall" dürfte der erste erstklassige Scifi-Film nach dem 2. Weltkrieg und in Farbe sein.
          Der Titel geht IMHO an "Kampf der Welten". Doch "Alarm im Weltall" ist zweifellos ein toller SF-Film und einer der besten der 50er Jahre.
          http://www-sf-films-db.blogspot.ch/

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            #20
            "Forbidden Planet" ist einer der größten und vor allem wegweisendsten SF - Filme aller Zeiten. Der Einfluss, den dieser Film auf das ein gutes Jahrzehnt später entstandene "Star Trek" ist kaum von der Hand zu weisen.

            Zudem gehört er wohl auch zu den teuersten SF - Produktionen seiner Zeit, weißt, wie schon gesagt wurde, den allerersten komplett elektronisch entstandenen Soundtrack auf und stellt lange vor "Odysse im Weltraum" einen der ersten ernst zu nehmenden Beiträge zum Genre dar, der sich eher an der SF - Literatur orientiert, als an den zur damaligen Zeit gängigen Invasionsfilmen. Außerdem stand der große William Shakespeare mit seinem "Sturm" Pate für diesen gigantischen Film. Was will man mehr?

            Der Roboter "Robby" wurde dazu noch eine Ikone der damaligen Pop - Kultur und kam noch in weiteren MGM - Produktionen zum Einsatz.

            Es gibt den Film auf einer wunderbaren Doppel - DVD, die einem z.Zt. sogar geradezu hinterhergeschmissen wird, auf der sich noch ettliche Specials befinden, die keine Wünsche mehr offen lassen.

            Was allerdings sehr witzig an dieser DVD ist, ist das in den Untertiteln hier weder von den Monstern aus dem "Id" und noch nicht einmal von denen aus dem "It" die Rede ist, sondern man tatsächlich jedes Mal, wenn dieser Gegenstand zur Sprache kommt, lesen darf, dass es um die "Monster aus dem EIS" geht . Ich weiß nicht was da schief gelaufen ist, aber ich bin sicher, dass Alkohol im Spiel war!

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              #21
              Verfasser

              Hallo!
              Wer interesse an dem Film hat, ich habe Ihn bei Amazon bestellt.
              Gruß
              Morgantus.

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                #22
                Naja, wie immer in der Kunst, ist auch dieses künstlerische Werk "mehrdeutungsfähig". Ich erzähl jetzt mal, "id" oder "it" oder "Eis" hin oder her, wie ich den Streifen verstanden hab.

                ----spoilerli-spoilerchen------















                Die Super-Techno-Rasse namens Krell bauen mit großem Aufwand eine Maschine, die bewirken soll, dass ihre Gedanken Realität werden. Das bedeutet nichts anderes als "Allmacht". Blöderweise bedeutet die Allmacht des Individuums nichts anderes als die Abwesenheit von Vernunft, Ethik und Moral.
                Das Monster, dass die Crew vernichten will, ist nichts anderes als die manifestierte Allmachtsfantasie des Professors, der sich zwar äußerlich bemüht, freundlich zu sein, aber in seinem tiefsten Inneren nicht will, dass diese Crew dort noch weiter rumschnüffelt, und ihm womöglich noch seine Tochter wegnimmt. Und dieses "tiefste Innere" des Professors wird durch das Krell-Kraftwerk zur Realität.

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                  #23
                  Was heißt denn da "Interpretation"? Ich dachte das wäre klar? Das wird doch sogar erklärt.

                  Die Krell hatten durch ihre enorme Technologie die phantastische Möglichkeit, Träume wahr werden zu lassen, ohne dabei zu bedenken, dass es im Unterbewusstsein eines Jeden auch dunkle Seiten gibt, die man nicht steuern kann und die durch diese Maschine ebenfalls freigesetzt wurden. So ist es auch bei Morbius.

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                    #24
                    Mir hat der Film sehr gut gefallen, ich denke, er ist im Wesentlichen der Vorläufer von Star Trek. Man sieht einen Kreuzer von der Erde, wie er auf einem Planeten landet, auf dem zuvor schon eine Expedition von der Erde gelandet war. Also gibt es wohl so etwas wie eine Erforschung des Weltalls wie bei Star Trek, wobei der Kreuzer auf einer Mission ist, die sich von der Enterprise offenbar kaum unterscheidet. Allzu weit entfernt ist "Der Käfig", Roddenberrys erster Pilotfilm von "Alarm im Weltall" jedenfalls nicht, auch äußerlich sieht alles recht ähnlich aus. Die Idee der Krell, die in einer Nacht vor 200.000 Jahren komplett verschwanden und ihre erstaunlichen unterirdischen Maschinen hinterließen, könnte auch in Star Trek Platz finden. Besonders lustig ist dabei aber der Roboter "Robby", für den es in Star Trek keine Entsprechung gibt .

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                      #25
                      Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                      Besonders lustig ist dabei aber der Roboter "Robby", für den es in Star Trek keine Entsprechung gibt .
                      Vieleicht eine Mischung aus Data und Nomad

                      Als ich den Film das erste mal sah hat er mich total umgehauen, ich meine wenn man bedenken wie alt der ist erwartet man einen typischen billigen Trash Film aber so kommt der kein Stück rüber - besonders die Soundkulisse fand ich mal total originell, ich hätte nie gedacht das man in den 50ern schon mit elektronischen Klängen experimentiert hat, ich meine Kraftwerk-Autobahn kam volle 20 Jahre später raus...

                      TP

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                        #26
                        Der Film hat auch ein Grusel Effect.
                        Ich noch ein Kind als ich in als erstes mal Gesehen habe. Und habe mir vorgestellt . Wie die Krell ihre versuche beendet haben, und alle im Paradies gelebt haben. Weil sie alles Wirklichkeit werden lassen konnten, was sie sich vorgestellt haben.

                        ************************************spoiler( 40 Jahre alter Film)***


                        Und dann in der selben Nacht haben sie sich hingelegt zum Schlafen, und Plötzlich hat das Unterbewußtsein die ganzen Monster erschaffen. Und die ganze Zivilastion komplett in einer Nacht vernichtet. Die wussten gar nicht was mit innen passierte, und sie ihr eigener Untergang wahren.
                        Das ist auch Heute noch eine erstklassige Storie.

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                          #27
                          Zitat von Klaus01 Beitrag anzeigen
                          Und dann in der selben Nacht haben sie sich hingelegt zum Schlafen, und Plötzlich hat das Unterbewußtsein die ganzen Monster erschaffen.
                          Was ja auch etwas Interessantes über ähnlich mächtige Wesen wie die Q in Star Trek aussagt. Offenbar haben die Q kein solches Unterbewusstsein oder schlafen nicht . Denn sonst würde bei deren Macht ja auch etliches Schlimme passieren. Klar ist hier, dass technologischer Fortschritt und hohe Intelligenz der Individuen alleine noch nicht ausreichen, um einer Zivilisation ein hohes Entwicklungsstadium zusprechen zu können.

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                            #28
                            Ein Film, der in den 50'er Jahren wirklich seinesgleichen sucht. Er erinnert an eine gute TOS-Epsiode, nur mit besseren Effekten.

                            Das genial-verrückte Wissenschaftler allein auf irgendwelchen Planeten werkeln, bis sie plötzlich von der Besatzung eines Föderationsschiffes gestört werden, kommt in Star Trek etliche Male vor; das Setting wirkte also von Anfang an vertraut. Die Spannung wurde behutsam aufgebaut, dadurch dass Morbius immer nur stückweise seine Geheimnisse offenlegt.

                            Der eigentliche Star des Films ist Robby der Roboter, der sicherlich zu den beliebtesten Robotern der Filmgeschichte gehört. Bereits im folgenden Jahr wurde im Film "Der unsichtbare Junge" eine wirre Zeitreisegeschichte ersonnen, damit man Robby in die Gegenwart bringen konnte (wo er dann schwupps von einem der ersten Welteroberungscomputer der Filmgeschichte umprogrammiert wurde). Im Gedächtnis geblieben ist mir auch sein Gastauftritt bei "Columbo".

                            Richtig übel fand ich an dem Film nur seinen aus heutiger Sicher unerträglichen Sexismus. Doktor Morbius hat eine bildschöne Tocher namens Altaira und die gesamte Crew scheint nichts anderes zu tun zu haben, als die die Unschuld vom Lande in die Kiste zu bekommen. Der Captain, dem das Anbaggern doch etwas zu weit geht, wirft Altaira dann allen Ernstes vor, dass sie ein solches Verhalten seiner Männer durch ihre freizügige Kleidung provoziere ("Meine Männer sind im Schnitt 25 Jahre alt und seit längerer Zeit auf dem Schiff, die können da nicht anders"). Oder auch der Kommentar, dass Robby der Traum jeder Hausfrau sein müsse.
                            Kirk wirkt da im Vergleich wirklich schon fast als emanzipatorischer Vorreiter.

                            Aber gut, insgesamt handelt es sich trotzdem um einen richtungsweisenden Film, bei dem zahlreiche Elemente später in anderen SciFi-Produktionen wiederverwertet wurden.
                            I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                              #29
                              Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                              Doktor Morbius hat eine bildschöne Tocher namens Altaira und die gesamte Crew scheint nichts anderes zu tun zu haben, als die die Unschuld vom Lande in die Kiste zu bekommen.
                              Soweit ich mich erinnere, hat nur der Erste Offizier Lt. Farman Altaira angebaggert. Gut, die meisten anderen Matrosen hatten keine Gelegenheit dazu . Die Kleidchen, die Altaira anhat, sind aber schon auch etwas knapp. Insbesondere für 1955, und ich bin mir nicht sicher, ob das heute an jeder Schule durchginge.

                              Bemerkenswert ist bei "Forbidden Planet" gegenüber TOS halt auch, dass auf dem Schiff keine Frauen sind, auf der Enterprise 1701 sind gefühlt nicht viel weniger als die Hälfte der Crew Frauen. Davon abgesehen, dass Frauen in vielen frühen SF-Filmen oft auch anzahlmäßig schwach vertreten sind, spielen Frauen in SF-Filmen der 50-er und 60-er Jahre und vermutlich auch 70-er im Grunde immer dieselben Rollen. Entscheidend geändert hat sich das irgendwie erst mit Ripley in Alien (1979) und insbesondere Aliens - Die Rückkehr (1986).
                              Zuletzt geändert von irony; 03.01.2012, 08:21.

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                                #30
                                Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                                Bemerkenswert ist bei "Forbidden Planet" gegenüber TOS halt auch, dass auf dem Schiff keine Frauen sind, auf der Enterprise 1701 sind gefühlt nicht viel weniger als die Hälfte der Crew Frauen.
                                Stimmt und die Besatzung ist zudem auch zu 100 % weiß. Immerhin hat die Crew mit dem (russischen?) Arzt Ostrow schon einen Hauch von Internationalität.

                                Davon abgesehen, dass Frauen in vielen frühen SF-Filmen oft auch anzahlmäßig schwach vertreten sind, spielen Frauen in SF-Filmen der 50-er und 60-er Jahre und vermutlich auch 70-er im Grunde immer dieselben Rollen.
                                Frauen dieser Ära sind leider wirklich in den meisten Fällen dafür da a. durch Schreien zu signalisieren, dass die Lage ernst ist und b. um schön auszusehen. Das perfekte Beispiel dafür ist Mara Corday in "Tarantula" (Sie hat auch noch in anderen SciFi-Horrorfilmen mitgespielt haben, ich weiß nicht inwiefern ihre Rolle da die gleiche ist). Ihr Charakter Stephanie "Steve" Clayton ist zwar auf dem Papier eine fortgeschrittene Biologiestudentin, aber ihr Fachwissen ist an keiner Stelle releavant für die Story. Ihr Professor lobt sie dann noch nachdrücklich dafür, wenn sie auch nur ein Reagenzglas richtig hält, als würden die Macher des Films genüsslich darauf hinweisen, was für Machos sie sind. Aber gut, mit Megan Fox wird 50 Jahre später genau das gleiche gemacht. Nur darf sie deutlich knappere Klamotten tragen als Mara damals. Wobei es sicherlich auch weibliche Hauptcharaktere gibt, die nicht zu bloßen Hinguckern degradiert werden. Die Chefwissenschaftlerin in "Formicula ("Them!") darf wirklich Wissenschaftlerin sein, genau wie (um ein noch früheres Beispiel zu nennen) die Wissenschaftlerin in "Dr.Cyclops".
                                I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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