Star Trek (2009) - gesehen - SciFi-Forum

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Star Trek (2009) - gesehen

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    Zitat von Viper2008 Beitrag anzeigen
    Natürlich war es an der Zeit einiges aufzupeppen, ganz klar.
    Aber ich für meinen Teil bin nun seit mehr als 30 Jahren Star Trek Fan und fühle mich schlicht und einfach verarscht!

    Wir reden hier ja schließlich nicht davon das Star Trek für eine neue Generation von Fans angepasst wurde. Nein die Initiatoren dieses Machwerkes erschaffen sich ein vollkommen neues Universum in dem offensichtlich nichts von dem in 40 Jahren gewachsenen Canon mehr Gültigkeit hat.
    („Sch…..doch auf die Fans!“)
    "Scheiss doch auf die Fans" wäre gewesen, wenn man das bestehende Universum geändert hätte, keinen einzigen Hinweis auf das alte Universum eingebunden hätte und wat weiss ich nicht noch alles.

    Ein komplett neues Universum gibt die Möglichkeit Sachen zu verändern, eben OHNE 40 Jahre Canon zu zerstören ... eben weil man nicht auf die Fans scheissen wollte.

    Wenn dir der Film nicht gefällt, kannst du den gerne ignorieren und dich weiter nur mit dem bisherigen Canon beschäftigen. Wird zwar in selbigem keine neuen Filme oder Serien geben, aber in Buchform wird der sicher weitergeführt.

    Kommentar


      Eine ganz nette Weltraum-Klamotte mit ganz passablen Schauspielern , zuuh ernsten Bösewichtern und klamaukigen Sprüchen - fast so schlecht wie Star-Trek 5 - allerdings wurde hier doch viel zu sehr von Star-Wars abgekupfert - Kirk in der Prärie - erhält eine Standpauke - muß sich auf einem Eisplaneten abkämpfen - und diese Rumschubsereien auf dieser 'billigen' Enterprise-Attrappe....naaaja !
      Die Action-Szenen waren auf dem Stand der Technik - obwohl man auf die Schicki-Micki-Brücke hätte man verzichten können - und warum sieht der Maschinenraum primitiver aus als bei der Archer-Enterprise....noch so eine Unlogik?
      Und was soll dieser Pike eigentlich.....der führt sich auf wie ein Oberlehrer , der alte Pike von "The Cage" war cooler....
      Aber Hauptsache die Trekkie-Einsteiger kommen voll auf ihre Kosten....das wars abe rauch : NOTE 4 +
      Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
      Also sprach Zarathustra (nietzsche)

      Kommentar


        Der Film hinterlies bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Auf der einen Seite, fand ich die Story an den Haaren herbeigezogen. Andererseits war es filmerisch ok, auch wenn manche Sachen etwas billig wirkten. Die Szenen auf dem Eisplaneten waren die Schwächsten im Film, vor allem Spock wirkte reingebastelt, wohl damit die Story erklärt werden konnte.

        Kommentar


          Filmkritik: Star Trek 11

          Prolog:

          Ich habe mir nie vorstellen können wie die Welt in Frieden Leben soll, geht einfach nicht. Sie ist zu grausam. Ich habe nie die Sternenzeit verstanden mit den vielen Zahlen, wir rechnen ja in Tagen, Monaten und Jahren und Stunden und Minuten. Ich habe nie verstanden wieso es so wenig Sex gibt auf dem Raumschiff Enterprise und in der Sternenflotte. Ich habe mich bei dem Film überraschen lassen und so weit wie möglich alles verhindert was mich an den Film binden oder wegbringen könnte. Ich habe die Premiere nicht gesehen, habe darüber nichts gelesen, und es war gut so, denn so konnte ich einen Film sehen von dem ich wenig wusste, nur Rand Notizen. Ein Film eine Serie, ein Thema mit dem ich seit frühester Kindheit konfrontiert war. Star Trek hat mein Leben verändert, immer wenn ich traurig bin und die Serie sehe erinnere ich mich an die Schönen Dinge des Lebens, dass wir einst ein besseres Leben haben werden dass wir im Ewigen Leben mit Gedankenkraft dass machen können was die Enterprise macht. Ich habe mir anfangs gedacht, he dass sind lauter neue Gesichter ob die gut sind? Und Jungstars mag ich nicht besonders, aber ich muss sagen nach den 118 Filmminuten bis zum Abspann bin ich überzeugt es ist der beste Star Trek Film den es je gegeben hat, er wird das höchste Einspielergebnis aller Star Trek Filme erzielen, er setzt einen guten Anfang vor das Raumschiff Enterprise und wer die Serie Enterprise gesehen hat mit Ihren 96 Folgen, dass war die Story vor dem Kinofilm eben, wird sich noch besser auskennen in dem ganzen Kompendium.

          Ich bin froh dass ich den Film gesehen habe, anfangs und zu Ende habe ich geweint, es ist der Anfang und das Ende von einem Mythos, die Stars sind jung, später sind sie alt, ich bin froh dass SIMON Pegg den Scotty spielt den ich immer sehr mag. Ich bin froh dass jeder Star mitgespielt hat. Es sind gute Stars, es sind gute Leute, es ist ein wirklich guter Film gewesen. Ich dachte mir der Film dauert lange, er hat auf mich gewirkt wie 140 Minuten, er hat nur 118 Minuten gedauert, leider, er ist zu kurz aber er wirkt sehr gut. Er hat eine gute Länge, er hat keine Überlänge, er hat keine unnötigen Dinge, keine unnötigen Minuten, er hat keine blöden Szenen, Unlogische Dinge sind mir fast nicht aufgefallen, vielleicht ein bisschen am Ende, aber das macht nichts. Er hat mir Freude geschaffen, der Film ist so was von schön, er ist spannend, er hat mehr Technik als in der Serie „Raumschiff Enterprise“, es ist eine gute Serie. Ich habe alle Folgen natürlich X Mal gesehen. Ich habe mir Star Trek immer wie Star Wars angesehen wenn ich Lust hatte, wenn ich traurig war, wenn es mir langweilig war, wenn im TV nichts gewesen ist, wenn ich rumgezappt bin, ja da war dann immer Star Trek am Premiere SF Kanal, ich Liebe den Kanal. Krieg der Sterne ist super, aber Star Trek hat den Vorteil dass es irre viele Serienfolgen hat. Das ist super echt super. In der 1. Folge war ein Kapitän Pike zu sehen in der Enterprise Serie. Hier gab es auch einen Kapitän Pike und ich muss sagen dass Bruce Greenwood ein sehr guter CHRISTOPHER Pike ist. Also ja Mal sehen, jetzt schreibe ich Mal was anderes.

          Wie kam es zu Star Trek, und einige Infos zum Beginn:

          Kann man sich das wohl vorstellen was das für ein eigenes Universum ist? Das ganze ist 6 Serien lange eine herrliche Geschichte gewesen. Science und zwar insgesamt 726 Episoden sowie 11 Kinofilme, Romane, Computerspiele, ach was weiß ich, eine Menge halt. Es fing an im Jahr 1966, Die Serie ist von Gene Roddenberry erfunden. Star Trek ist einer der populärsten Namen in der Geschichte der Science-Fiction-Unterhaltung und eines der bekanntesten Franchises in der Geschichte des Fernsehens. Das ganze ist weltweit, das ganze ist berühmt wie man sich gar nie vorstellen konnte. Die Rechte an Star Trek sind zurzeit aufgeteilt, die Filmrechte liegen bei Paramount Pictures, die TV-Rechte bei der CBS Corporation. Glaubt man gar nicht dass der Erfinder ein leidenschaftlicher Fürsprecher egalitärer Politik war, und er benutzte die Serien häufig, um seine Vision einer auf diesen Prinzipien basierenden zukünftigen Gesellschaft zu vermitteln.

          Er hat ja schon um 1960 die Idee gehabt, dass es eine Serie gibt die in einer Supertollen Zukunft spielt. Damals gab es ja den kalten Krieg und die Trotteln der USA hatten ja Angst vor dem Kommunismus und darum hat sich die Idee auch mehr manifestiert. 1969 war ja dann die Mondlandung, Die und die Serie wurde dann natürlich täglich wiederholt in Amerika bevor sie 1972 zu uns nach Deutschland kam. Ihre ungewöhnliche Art, verpackt in vielen verschiedenen Teilen die Kritik an damaligen gesellschaftlichen Zuständen (Rassendiskriminierung, Vietnamkrieg etc.), die Menschen waren damals vom Weltraum begeistert und so nahm der Kult seinen Anfang. zuletzt deswegen plante NBC eine zweite Serie mit dem Arbeitstitel Star Trek: Phase Two. Die Arbeiten wurden jedoch mit dem Auftakt zu Star Wars ausgesetzt. Das hätte ich gerne aber gesehen. Na Ja egal vielleicht machen sie so was noch.

          Dann erst 1979 kam der 1. Kinofilm, irre spät, da war man ja alles schon gewohnt. Super Erfolg, Scheiß Kritiken, etwas langweilig, ein Directors Cut existiert auf DVD. Ach ja, auf DVD kam die ganze Serie raus, leider in Halbstaffeln. Das ganze wurde nicht einfach nur digital remastered sondern es wurden sämtliche visuellen Trick-Effekte komplett überarbeit und so an den heutigen Standard angepasst, dass nicht nur der alte Flair erhalten blieb, sondern dadurch der Eindruck entsteht, sich eine aktuelle Serie anzuschauen. Für Teil 2 von den Kinofilmen war Roddenberry nur Berater.

          1987 hat ja dann die letzte Serie geendet und wären die Fans nicht gewesen, dann wäre Vielleicht kein 11. Teil zu Stande gekommen. Lange hat es gedauert bis sich Paramount Pictures 2006 zu einem elften Film entschloss, wobei Rick Berman endgültig als hauptverantwortlicher Star-Trek-Produzent abgelöst wurde. Paramount Direktor Brad Grey hat dann da ein Wörtchen geredet. Ach ja, wer auf die Kinofilme steht, Anlässlich des 40. Geburtstags von Star Trek am 8. September 2006 ist eine „Star Trek 40th Anniversary Movie Collection“ mit allen „Special Editions“ erschienen. Die Zeichentrickserie aus 2002 ist nur so ein Hingucker ein kurzer, der ist nicht so gut, finde ich Also die Serie, aber dass ist Geschmackssache. Kinofilm 9 + 10 ist nicht so super, aber Teil 11 reißt alles raus, dort wo Teil 5 und 6 schon nicht mehr so super waren.

          So jetzt wird es spannend. Ich mag ja Deutschland nicht unbedingt, Also Land und Leute schon, die Frauen sind super, die Tussis sind geil, aber die TV Anstalten nicht so unbedingt. Wieso? In Deutschland strahlte das ZDF ab dem Jahr 1972 39 Episoden der Originalserie unter dem Namen „Raumschiff Enterprise“ im Vorabendprogramm aus, also knapp die Hälfte der produzierten Folgen. Der Sender stufte die Serie mehr oder weniger als Kinderserie ein und behandelte sie entsprechend. Ja ich war damals noch nicht so richtig aktiv beim Denken, eher so mehr oder weniger einer der so unsichtbar irgendwie dahinvegetiert hat, eher so eine Unsichtbare Quantensingularität, und mein Ereignishorizont war der jenige Teil in den ich Genre immer wieder zurück kehre, momentan hat den meine Freundin, nur ist er leider immer 1 x im Monat mit einem Tampon verschlossen. Leider wurden durch die Synchronisationen einige Dinge entstellt, z.b. aus der Brunft Zeit für Vulkanier wurde ein Weltraumfieber, die Nazi Folge „Patterns of Force“ wurde gar nicht gesendet, bis Sat 1 so mutig war und einige Szenen wurden geschnitten. Na Ja man darf Kindern und Jugendlichen nicht so viel zumuten.

          Bei der Übersetzung der Titel der Folgen unterliefen den deutschen Übersetzern Fehler. Des Weiteren hatte das ZDF die Folgen regelmäßig um einige Minuten gekürzt, um eine Länge von 45 Minuten nicht zu überschreiten; später wurden sie fürs Privatfernsehen weiter gekürzt, besonders fiel den Scheren des Privatfernsehens der Abspann zum Opfer. Und das finde ich wirklich gemein, dauernd achten die TV Anstalten auf die Zeit anstatt auf die Qualität. Ist wie bei Frauen. Dauernd achten die Mädels auf die Zeit, wie sie sich fühlen aber was ist mit meiner Geilheit? Ist die nicht wichtig? Ja anderes Thema.

          Und jetzt kommen wir langsam zu dem Ganzen Zeug was mit dem Kinofilm zu tun hat:

          Teil 11 war unter keinem guten Stern oder keinem sicheren zu finden am Anfang. Der Krieg der Menschen gegen Romulaner sollte das Thema sein, ein guter Anfang. Mir gehen aber die Borg ab. Erik Jendresen schrieb das Drehbuch, Rick Berman, der seit Roddenberrys Tod im Jahr 1991 Hauptverantwortlicher für das Franchise gewesen war, war kaum eingebunden. Aus verschiedenen Gründen wurde das Projekt von Paramount Pictures abgebrochen und die Entwicklung eines neuen Films vorübergehend eingestellt und dass finde ich nicht so nett, aber Vielleicht jetzt nachher betrachtet, Vielleicht war es gut, denn ein Projekt muss reifen, wie der Braten in der Röhre, meiner Schwägerin.

          J.J. Abrams der Regisseur hat ja „Mission Impossible III“ gemacht und Paramount hat bei ihm angeklopft wie es nun mit Teil 11 aussieht. Abrams ist ja kein Trekkie aber er hat Damon Lindelof zur Hand, der ja einigen Losties, meiner absoluten Favoritenserie, bekannt ist, ja den hat er, und 1 Jahr schrieben die an einem Drehbuch, Abrams wollte ja den Beginn der Figuren zeigen ist ein guter Kerl der Abrams. Bei der Ausarbeitung des Drehbuchs verfolgten Kurtzman und Orci auch die Absicht, Star Trek mehr im Stil von Star Wars zu gestalten denn da war einfach das Merchandising und der Bekanntheitsgrad so groß dass man einfach auf den Zug der Ideen aufspringen wollte.

          Und Leonard Nimoy als er davon erfahren hatte, sagte zu dass er einen Gastauftritt von Spock hat, Also hat man versucht William Shatner die Tunte, jetzt ist er eine Tunte, mitspielen zu lassen, aber dass wäre zu kompliziert Also ließ man die Version wieder. Wieso ich Shatner ne Tunte nenne ist zu lange zu erklären aber er hat sich disqualifiziert mit einigen Filmen. Damals war er mein Idol und weil es ihn gab, habe ich erst die Idee gehabt ein Trekkie zu werden und bin es immer noch.

          Dann fing man an die Darsteller zu suchen und zu finden und ich muss sagen, dass Zachary Quinto als Spock Junior ne sehr gute Figur macht, und kurz im Gespräch war auch Matt Damon als Kirk, GOTT bewahre, ist nicht so geworden bin froh darüber. Und wer ein Trekkie ist wird es wissen, die berühmte Majel Barrett, auch früher in der Serie ist sie ja die Stimme im Computer gewesen, das war übrigens die Frau vom Roddenberry, ist in Star Trek zum letzten Mal als Stimme des Bordcomputers der Enterprise zu hören. Der im Juli 2008 an Krebs gestorbene Wissenschaftler Randy Pausch hat im Film einen Cameo-Auftritt.

          Und irgendwann hatte man 150 Millionen US $ zusammen die er schon knapp in den USA eingespielt hat, leider wird der Film nur bei 200 Mille in den USA landen und weltweit bei 400 Mille Einspiel, leider etwas wenig, aber Star Trek ist einfach zu abgenudelt, und zu unbekannt, Star Wars ist da was anderes. Es gibt viele Filme die das jeweilige Franchise neu definieren, den Beginn der Figuren neu setzen wie „Batman Begins“ oder „Casino Royale“, da reiht sich nun eine weitere Berühmtheit ein.

          So mein Senf nun zu allem und zu vielem:

          Der Film hat einen hervorragenden Sound, hat eine teilweise gute Musikuntermalung, er rockt am Anfang gehörig, der Film ist einfach super, ich konnte meine Freundin gar nicht ausgreifen, ja war einfach so ne nette Idee gerade, der Film ist einfach zu präsent. Meine Alte ist nie ein Trekkie gewesen, noch immer keiner aber sie war auch begeistert, und durch meine Gnade hat sie ja 728 Teile Star Trek über sich ergehen lassen müssen, war immer ein Kampf wie ich mich erinnere einen ungehobelten Waldschrat von Frau zu einem normalen Trekkie zu machen. Sicher hat das Drehbuch einige Löcher, und ist etwas unlogisch und Nero alias Eric Bana im Film ist so was wie eine schlechtere Kopie vom 2. Star Trek Film vom Zorn des Khan, und er wirkt auch so. Den fand ich super, vom Aussehen her, aber Romulaner mit Tattoos auf der Stirne, Glatze und was weiß ich, meine Güte ist denen nichts anderes eingefallen? Und dann wieso so viel Technik? Wo ist bitte der Anfang vom Anfang? Die Serie nachher ist ja voller Charme und Einfachheit, und hier im Film ist alles so hypermodern dass man sich denkt, he wenn die so super drauf sind so ne super Technik haben, wie bitte konnten die dann 15 Jahre später zu „Raumschiff Enterprise“ so ne Scheiss Technik haben dass Pille McCoy der herrlich wirklich gute Schiffsarzt der mir sehr gut gefallen hat, Also die Rolle, wie hat der Typ dann einen Salzstreuer als Medizinisches Erkennungsinstrument nehmen können wenn die jetzt schon so ne super Technik hatten? Da hätten die nicht so viel klotzen dürfen finde ich.

          Enttäusch bin ich von Spock Leonard Nimoy, Baujahr 1931, der sieht so alt aus, Vulkanier werden ja laut Serie so um die 200 Jahre alt, der ist so was von alt und ja ich finde das irre traurig, und ja leider bei Nimoy sieht man die falschen Zähne dass sie falsche Zähne sind was ich wundert, denn der Schauspieler hat sicher 100 Millionen US $ gehortet, und hat Zähne die Aussehen wie Roboterzähne wenn er lacht, meine Güte wie Dracula mit Alzheimer. Und ja leider ist er alt und wird bald sterben wer weiß, ich hoffe nicht, er ist die beste Figur der gesamten Serie gewesen, immer und er hat mir immer am besten gefallen und ich weiß noch wie ich oft enttäuscht war wenn es ihm nicht gut ging, ja als Trekkie denkt man etwas unlogischer, nun bin ich etwas älter und die Zeit der Trekkie Abende sind vorbei aber ich erinnere mich noch wie ich fieberhaft versucht habe als Junge mir die Ohren zu kürzen und zu verschandeln und meine Mutter böse war dass ich mir mit einem Fleischmesser die Ohren abschneiden wollte, und dann sauer war weil ich sie nähen lassen musste, und ja war eh nur ein kleines Stück, tat furchtbar weh aber egal, dann bekam ich so Plastikohren und war noch mehr stinksauer, denn ich wollte echte haben. Ja leider damals gab es kein Merchandising, heute ist das etwas anders, was echt super ist.

          Was ich an Quintos Spock mag, er sieht ihm ähnlich, was ich vermisse, der lustige Sarkasmus, die herablassende aber freundliche intelligente Vulkanier Art, ja einfach unerreicht der Nimoy, was sicher deswegen ist weil er früher eben echte Zähne hatte und nicht so falsche aus Plastik. Ja jedenfalls den Humor den Spock hatte, den hat der junge Spock nicht aber wer gut aufpasst, ein Faszinierend ist ihm da schon entwichen gegen Ende, aber wie gesagt, der Humor, ja da muss noch gefeilt werden vielleicht in Teil 12 der Kinoserie. Ich hätte mich echt gewundert was aus dem Projekt von Jonathan Frakes und Martina Sirtis geworden wäre, beide haben ja die Next Generation aufgefüllt.

          Wenn man sich den Film ansieht und dann noch Mal und noch Mal, ja 5 x habe ich ihn gesehen bis Weihnachten 2009 glaube ich, dann weiß man nur eines, die 50 er und 60 er Jahre werden nie wieder das was sie Mal waren, nie wieder wird es so tolle Darsteller geben, egal ob Nimoy, John Wayne oder Ava Gadner, die 60 er Jahre hatten die besten Filme aller Zeiten, die 50 er auch, die 40 er sowieso, aber die 60 er sind unübertroffen, ab 1970 und 1972, wurde alles irgendwie so beschissen wie am Fließband, egal was es ist. Die Hure am Straßenrand, der Film im Kino, die Schlägerei nach Mitternacht alles brutal und überflüssig, die 60 er Jahre waren aber einfach geil und sleazig vor allem im Kino da lebte jede Emotion, da war der Alte OPA noch jung aber heute bist du egal wie alt du bist Alteisen. Ich als religiöser Mensch sehe in dem Film natürlich sofort eine Aufforderung he nimm dein Leben in die Hand und tu was, die Welt wird nicht mehr lange existieren wir sind hier nur Gäste am Planeten, und es zählt nur eines, das Ewige Leben dass JESUS einleitet der für mich gestorben ist.

          Froh bin Ich auch über eines, denn die geilen einfachen primitiven Spezialeffekte, die damals so kultig wirkten, sind nun einer digitalisierten Perfektion gewichen, doch eines blieb, den nach Echolot klingenden Soundeffekte der so schön geklungen hat. Was mich Vielleicht am Film stört, alles ist so bunt, alles ist so grell, überall ist Technik, nichts ist so einfach, wo ist der Charme, da ist alles perfekt und Technik das gefällt mir ehrlich gesagt nicht so darum auch Punkteabzug später aber nur marginal. Ich als Trekkie mag natürlich die alte Serie noch immer Lieber, aber der Film kommt gleich danach, was ich aber blöd fand, das mit der Zeitschleife, ich weiß ja noch von meinem Studium aus Filmen wie „Time Cop“ dass einiges was im Film vorkommt was ich nicht verrate, natürlich nicht funktioniert, und da gehört ne Menge dazu.

          Sehr froh bin ich dass ich endlich sehen kann wie Leonard McCoy der Freund von Kirk wurde und wie sich Spock als Kind verhalten hat, ja einfach super, die besten der Sternenflotte zu sehen wie sie Fehler machten und dann noch dazu die Schöne adrette, eingebildete, Leicht Zickige überhebliche Emanzen Lesbe Zoe Saldana als Uhura, die Ihren Vornamen nicht bekannt geben möchte, was ich gar nicht verstehe, dass war eher unnötig, dafür war Ihre Liebe zu einem Mann was besonders, was ich aber auch nicht verstand, denn in der Serie ist davon nichts über geblieben leider. Und so muss ich auf Teil 12 hoffen.

          Eric Bana habe ich noch gar nicht erwähnt, der wirkt etwas blass was ich traurig finde, obwohl doch das Schurkenzeug am interessantesten ist, ich hätte auch gerne gewusst was das für ein Schiff ist, ja ein Bergbauschiff, aber wie es funktioniert, dass mit dem Zeitfenster hätte ich am liebsten genauer erklärt bekommen da fehlt mir noch einfach so vieles an Infos, Ich bin ja kein Akademiker und meine Holde kann ich auch nicht immer quälen, die liest wegen mir eh schon so viele Bücher um mir dann lange und Breit alles zu erklären. Gut an dem Film fand ich eigentlich dass er nicht unbedingt das wiederkäut was die Original Serie nachher macht sondern was eigenes erfindet, und trotzdem die Serie nachher im Hinterkopf behält, Nur die viele Technik, die hat mich gestört.

          Und ja irgendwo habe ich gelesen dass die Idee mit der Zeitschleife nur dazu war, um Nimoy in den Film zu kriegen, ich glaube nicht, ich glaube dass war generell ne gute Idee nur in den TV Folgen von unzähligen Serie von „Babylon 5“ über „Time Cop“ ist das schon so oft durchgespielt worden Also da hätte ich generell ne andre Idee gehabt, aber die fällt mir momentan nicht ein. Leider ist sie hier im Film etwas nicht so gut geraten, denn man kennt ja schon solche Ideen zur Genüge. Ich glaube Bruce Greenwood habe ich noch gar nicht so richtig erwähnt, Oh ich mag den Typen der spielt den Pike mit solcher Eleganz, meine Güte da hätten sich die anderen Schauspieler echt was abschneiden können, denn trotz meiner Rosaroten Brille ist der Film zwar gut aber die Dramaturgie und die Tiefe fehlt einfach ein klein wenig obwohl der Film furchtbar spannend ist.

          Die beiden Co-Autoren Roberto Orci und Alex Kurtzman die ja schon für „Die Insel“ geschrieben haben, hätten eigentlich wie mir so einfällt für den Film ein besseres Drehbuch hinlegen können, wo man nicht unbedingt einen lauen Eric Bana als Nero, was für ein irdischer Name, zu sehen bekommen hat. Ich reite nicht rum auf ihn aber ich hätte gerne einen andere Bösewicht, nicht denselben wie im Nemesis Teil von Stark Trek. Übrigens die 10 Teile haben in Amerika 760 Millionen US $ eingespielt wenn man alles zusammenzählt, das ist nicht viel wenn man bedenkt dass es 10 Filme sind. Karl Urban habe ich übrigens auch noch nicht erwähnt, der ja schon in so vielen Rollen als Killer und Bösewicht als Ritter und was weiß ich gespielt hat, der hat irgendwie das Aussehen und das coole Wirken von einem richtigen Draufgänger und Rebellen und den Arzt nehme ich ihm nicht so ganz ab, schließlich haben wir ja nicht das späte Mittelalter sondern dass 23. Jahrhundert glaube ich aber das macht nichts, er ist eine echt gute Figur in dem Film, so wie auch Simon Pegg als lustiger Scotty oder der wirklich tolle Anton Yelchin als Pavel Chekov der eine 17 Jährigen Russen spielt wo Ich wirklich oft wegen seinem Akzent und seinem Jugendtum lachen musste. Und endlich sehe ich Hikaru Sulu in dem Film, der eine gute Rolle als Lebensretter und Pilot mit Fehlern spielt und das macht ja die Serie so gut, alle haben Fehler und sind Menschen. Und das merkt man in der Szene als Kirk besoffen ist, als man sich geprügelt hat, ja sie sind noch Menschen dass ist es was Charme ausmacht, denn man ist es gewohnt von den 78 Original Folgen.

          In dem Film kommt ein Kobayashi Maru Test vor, Kirk natürlich mogelt, was in einem Roman von 1994 vorkommt aber da mogelt er anders und zwar viel cooler, nicht so beschissen wie in dem Film dann die Liebesbeziehung in dem Film zwischen Mann und Frau die einfach nicht sein kann und darf, nein das fand ich nicht so gut. Subraumtransport, Beamen bei Warp, nein das sind Sachen die passen einfach nicht in den Film. Die Phaserwaffen sehen zu modern aus und erinnern mich an eine Mischung zwischen Japanischer Vibrator und Keksdose aus Turkmenistan. Die Anzüge der Leute in Star Trek sind zu modern und kommen mir vor wie ein Pullover vom Fließband, nein das war nicht so gut. Der Film ist zu sehr Teil 10 – Nemesis, die Figuren sind etwas blass, ja und die Musik ist super aber nicht immer passend glaube ich, ich habe sie aber nicht mehr in Erinnerung der Rest ist aber super. Nur die Story die hätte anders sein können und das ganze nicht so stromlinienförmig und dass Kirk so gut ist weil sein Vater tot ist, ne das ist auch keine gute Komponente.

          Übrigens Sarek, der Vater von Spock spielt Ben Cross, der sieht so blöd aus, mit seinem langen Gesicht, schreck katastrofürchterlich, nicht so gut, und Winona Ryder als Mutter von Spock erkannte ich nicht und warum Spock so heißt, Also wie der Vater zu ihm Spock sagt, obwohl Spock ja nicht der Vorname ist, den kann ein Mensch nicht aussprechen wie man aus der Serie weiß, kann ich nicht sagen. Wäre aber nett wenn die Eltern zu den Kindern nicht den Vornamen sondern den Nachnamen sagen würden.

          Einige Infos zum Film:

          Und wäre Eric Bana nicht Nero gewesen Russell Crowe wäre die 2. Wahl. Simon Pegg hat 5 Wochen für die Rolle gespielt. Ja nicht lange, war auch nicht lange zu sehen. Und Josh Lucas hätte Christopher Pike spielen sollen. Ach ja, die Idee dass Spock und Kirk sich seit der Akademie kennen lernten war dem Roddenberry auf einem Kongress 1968 gekommen. Es ist übrigens der teuerste Star Trek Streifen, Teil 1 verschlang 46 Mille, Teil 10 – Nemesis 60 Mille. Und anfänglich hätte James Marsden den McCoy spielen sollen. Und J.J. Abrams wollte ursprünglich Adrien Brody für die Rolle des Spock. John Cho als Sulu hat 2 Wochen Fechten gelernt vor dem Film. Ach ja er ist Koreaner, Sulu Japaner.

          Worum geht´s im Film eigentlich?:

          Bei einem Angriff durch den aus der Zukunft zurück gereisten Romulaner Nero auf die U.S.S. Kelvin opfert George Kirk sein Leben, um der Schiffsbesatzung und seiner gebärenden Frau Winona die Flucht vom Raumschiff zu ermöglichen. Durch diesen Angriff und die Zerstörung der Kelvin wird eine alternative Zeitlinie geschaffen, welche sich von dem bekannten Kanon Star Treks unterscheidet.

          George Kirks Sohn James Tiberius Kirk wächst zu einem rebellischen jungen Mann heran. Durch eine von ihm verursachte Schlägerei mit Sternenflottenkadetten trifft er auf Captain Christopher Pike, der ihn motiviert, wie sein Vater der Flotte beizutreten. In der Sternenflottenakademie freundet er sich mit dem knurrigen, aber herzlichen Arzt Dr. Leonard McCoy an. Seine Versuche, die attraktive Linguistin Uhura zu erobern, bleiben erfolglos.

          Auch der Halbvulkanier Spock hat seinen Weg zur Akademie gefunden, nachdem er wegen seiner menschlichen Mutter auf seinem Heimatplaneten viel Verachtung erfahren musste. Er und Kirk geraten aneinander, als Kirk den von Spock programmierten Kobayashi-Maru-Test manipuliert, um ihn als Erster überhaupt bestehen zu können. Während der offiziellen Anhörung Kirks trifft ein Notruf von Vulkan ein, doch Kirk darf sich wegen der Manipulationsvorwürfe nicht am Einsatz beteiligen. Sein Freund „Pille“ McCoy schmuggelt ihn daraufhin als seinen Patienten an Bord des neuen Raumschiffs Enterprise.

          Bei der Ankunft stellt sich heraus, dass es sich um einen Angriff des Zeitreisenden Nero handelt. Mit seinem Schiff will Nero die Zerstörung seiner Heimatwelt Romulus durch eine 129 Jahre in der Zukunft auftauchende Supernova rächen. Der alte Spock versprach in der Zukunft den Romulanern, die Zerstörung durch die Supernova durch ein mit „roter Materie“ künstlich erzeugtes Schwarzes Loch zu verhindern, kam jedoch zu spät beim Romulus an und konnte somit nur weitere Zerstörung durch die Supernova verhindern. Durch dieses Schwarze Loch reisten beide Raumschiffe von Spock und Nero unfreiwillig in die Vergangenheit und erschufen so die alternative Zeitlinie.

          Pike sieht sich angesichts des übermächtigen gegnerischen Schiffs gezwungen, Neros Aufforderung zu folgen und sich auf dessen Schiff, die Narada, zu begeben. Spock übernimmt das Kommando der Enterprise, und Kirk wird von Pike zum Ersten Offizier befördert. Vor seinem Flug auf das feindliche Schiff ordnet Pike den Versuch an, den feindlichen Planetenbohrer zu sabotieren. Dies gelingt durch den Einsatz von Kirk und Sulu. Trotzdem kommt es zur Katastrophe und der Planet Vulkan wird durch ein mit der roten Materie von Spocks Schiff künstlich erzeugtes Schwarzes Loch zerstört. Nur wenige tausend Vulkanier, darunter der Ältestenrat und Spocks Vater Sarek, können gerettet werden; Spocks menschliche Mutter Amanda Grayson hingegen nicht.

          Nach einer emotionalen Auseinandersetzung um die weitere Strategie setzt Spock Kirk auf einem Nachbarplaneten Vulkans, der Eiswelt Delta Vega, aus, wo dieser auf den alten Spock trifft, der die Zerstörung seiner Heimat am Himmel machtlos beobachten musste. Spock berichtet Kirk von seiner zukünftigen Zeitlinie und der anzustrebenden Freundschaft zwischen ihm und Kirk. Beide begeben sich zu einem Außenposten der Föderation auf diesem Planeten, wo sie auf Montgomery Scott treffen, der hier unfreiwillig Dienst tut. Durch die Nutzung einer von Scotts künftigen Transportertheorien, die ihm vom „alten Spock“ mitgeteilt wird, können Scott und Kirk an Bord der Enterprise gebeamt werden, obwohl diese mit Warpgeschwindigkeit fliegt.

          Nachtrag:

          Ach ja ab 1967 gab es Fanzines, so Fan Zeitungen und ab 1972 gab es Conventions, und wer noch wissen möchte wie berühmt dass alles ist, Ungefähr 400.000 Briefe wurden von Fans an die NASA geschickt, mit der Bitte ein Space Shuttle „Enterprise“ zu nennen. Dies wurde 1976 nach der Fertigstellung des ersten Space Shuttles tatsächlich realisiert. Toll oder?

          Zeithandlungen:

          Die 1. bis zur 4. Staffel der Serie Enterprise, spielt 2151 – 2155
          Star Trek der 11. Film hier ist so um 2250 angesiedelt.
          Die Originalserie spielt so 2265 – 2269
          Star Trek der 1. Teil spielt im Jahr 2273 wenn ich mich erinnere
          Teil 2 um 2285, Teil 3 um 2285, Teil 4 um 2286, Teil 5 um 2287, Teil 6 um 2293
          Dann gab es die Serie – Tue nett Generation die spielte von 2263 – 2270
          Dass Treffen der Generationen war 2371 – 2372,
          Der Erste Kontakt war dann so um 2373 – 2374
          Der Aufstand war um 2375,
          Voyager um 2374 – 2378 angesiedelt
          Und Nemesis um 2379 angesiedelt.

          Zum Transwarp noch kurz:

          So wie die Erzeugung eines Warp-Feldes um das Schiff notwendig ist, um aus Sicht eines Außenstehenden Betrachters schneller als Licht zu fliegen (was in unserem Universum theoretisch unmöglich sein sollte), ist demnach ein Transwarp-Feld notwendig, um die Warp-Grenze zu durchbrechen. Die Borg hatten so genannte Transwarp-Knoten entwickelt, d. h. stationäre Gebilde, die Transwarp-Reisen ermöglichen sollen. Mindestens fünf dieser Transwarp-Knoten existieren in unserer Galaxie (der sechste wurde in der Episode Endspiel durch die Voyager zerstört).

          Was kann ich abschließend sagen? Ich bin früher Trekkie gewesen, ich Liebe Star Trek ich kann nicht anders, auch wenn einiges nicht passte, ich vergebe 95 von 100 Punkten.


          was mir noch fehlt
          Fehler zu Original Serie und auch so Logik Fehler

          Kommentar


            Zitat von Leif Beitrag anzeigen
            was mir noch fehlt
            Fehler zu Original Serie und auch so Logik Fehler
            Was meinst Du damit? Sonst ein schöner Bericht nur gibts für den Film schon einen Threadwirst sicher bald verschoben
            In diesem Forum dreht sich alles um den 11. Star Trek Kinofilm "Star Trek" von JJ Abrams inklusive Fortsetzungen.
            Vorstellungspost: http://www.scifi-forum.de/intern/com...agt-hallo.html

            Kommentar


              die fehler die der film zur serie gegenüber machte
              und fehler im film
              und fehler die unlogisch sind

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                Das Positive:
                Die Crew ist wirklich gut zusammengecastet worden, die Chemie zwischen den Charakteren stimmt und zum Schmunzeln gibt es auch genügend Gelegenheit; der Humor ist dabei zwar teilweise flach, aber das war ja früher nicht unbedingt anders.
                Auch für die Trekkies unter uns gibt es vor allem am Anfang einige Anspielungen auf alte Episoden und Filme, da kommt gute Laune auf und man fühlt sich wieder ins jugendliche Wohnzimmer zurückversetzt...so hatte ich mir das vorgestellt! Die Optik ist auch absolut erste Sahne, technisch kann man bei dem Film wirklich nicht meckern.

                Das Negative:
                Die Story ist extrem dünn. Der Film versucht dies zwar durch sein rasantes Tempo zu kaschieren, aber zumindest bei mir mißlingt dieses Unterfangen. Wichtge Aspekte der Story sollte man dann auch lieber nicht ernsthaft hinterfragen, einfach nur berieseln lassen und nicht zuviel Nachdenken ist das Motto des Films. Den moralischen Anspruch, den Star Trek früher an sich selbst hatte ist unter Abrams auch völlig verlorengegangen. Das ist wirklich schade, war das doch eines der wesentlichen Merkmale welches Star Trek von anderen Serien unterschied.
                Eric Bana als Bösewicht ist dann auch noch absolut farblos (er ist ja auch kaum zu sehen) und wird als einer der langweiligsten Bösewichte in die ST-Annalen eingehen.
                Spätestens nach der Charaktereinführung, wenn die "Story" so richtig ins Rollen kommt verflacht der Film zusehends.

                Fazit:
                Optisch ansprechender Film...der sonst nicht viel mehr zu bieten hat...erinnert sehr stark an Transformers und den vierten Indiana Jones...modernes Popcornkino für die (jungen!?) Massen ohne große Ideen, dafür viele tolle Spezialeffekte...im Vergleich zu diesem Typus Film sind Armageddon und Independence Day wirklich tiefsinnige Schwergewichte.

                Hab ihm mal nen befiedigend verpasst...
                "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
                "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

                Member der NO-Connection!!

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                  Zitat von Leif Beitrag anzeigen
                  die fehler die der film zur serie gegenüber machte
                  und fehler im film
                  und fehler die unlogisch sind
                  Mal davon abgesehen, das der Post in den von saikli gelinkten Thread gehört.

                  1. Fehler gegenüber der Serie. Gibts keine ... weil der Film in einer parallelen/alternativen Zeitlinie spielt und somit unabhängig ist vom bisherigen Canon.
                  2. Fehler im Film? Ala "da fliegt ein Flugzeug über die antike Szenerie"?
                  3. Gibts auch einen Thread hier .. "Logiklöcher des Films".

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                    Aha... die schauspielerischen Fähigkeiten von Leuten haben was mit der Beschaffenheit ihrer Zähne zu tun.. das ist ja mal ein ganz neuer Zusammenhang... äh.... es soll auch vorkommen, daß Leute mit 78 nicht mehr aussehen wie mit 35... naja... interessanter Beitrag...

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                      Zitat von pithana Beitrag anzeigen
                      Aha... die schauspielerischen Fähigkeiten von Leuten haben was mit der Beschaffenheit ihrer Zähne zu tun.. das ist ja mal ein ganz neuer Zusammenhang... äh.... es soll auch vorkommen, daß Leute mit 78 nicht mehr aussehen wie mit 35... naja... interessanter Beitrag...
                      Interessanter Beitrag? Bis zu einem gewissen Punkt schon. Wobei mir sich die Frage aufdrängt, ob der Autor a: zuviel Langeweile hatte (selten so einen langen Beitrag gelesen ) oder b: vielleicht leicht beschwipst war. Nicht böse sein, meine nur, das sich einiges in dem Artikel wiederholt (z.B. Kritik an Eric Bana...) und das an einigen Stellen ein paar Satzzeichen gutgetan hätten. Hätte mich aber interessiert, warum Shatner "tuntig" ist ? Da teile ich mal die Meinung mit dem Verfasser. Sage da aber auch nichts weiter zu, da ich nicht gelyncht werden möchte

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                        Review:
                        (mit Spoilern)

                        Gleich zu Beginn hört man ja das musikalische Haupttheme des Films welches immer wieder aufgegriffen wird und ich muß sagen ich mag das Theme sehr gerne und auch insgesamt verdient sich der Soundtrack auf jeden Fall ein großes Lob.
                        Ich mag es einfach wenn sich ein wiederkennbares Grundmotiv durch den Film zieht und ihn dadurch natürlich auch prägt.
                        Allerdings ist die Musik nicht ganz so bestimmend, wie man glauben könnte wenn man sie einfach nur hört, während des Filmes verschwindet die Musik durchaus immer mal wieder und man nimmt sie nicht so bewußt wahr, wie ich eigentlich vermutet hatte.
                        Besonders erwähnen möchte ich noch die Western-Musik während Kirk und McCoy über die Raumstation fliegen, - das hat echt gut gepaßt.
                        Im Ergebnis ist der Soundtrack auf jeden Fall klasse.

                        Die ersten Minuten des Filmes haben sich doch ziemlich fremd angefühlt. Trotz des Raumschiffes mit der Untertasse und der selbstverständlichen Erwähnung der Sternenflotte, habe ich mich irgendwie nicht so richtig „zu Hause gefühlt“.

                        In den ersten paar Minuten des Films nimmt man natürlich auch noch jedes Detail des Designs ganz genau wahr, daher meine Eindrücke:
                        Die Kelvin gefällt mir, - ein wirklich schönes Schiff obwohl sie nur eine Warpgondel hat. Speziell die mächtige Untertasse und die darauf verteilten Phaserkanonen haben mich beeindruckt.
                        Die Brücke der Kelvin hinterläßt auch einen insgesamt guten Eindruck. Hier gefällt mir vor allem der dreigeteilte „Bildschrim“, der eigentlich ein Fenster ist (nichts gegen einzuwenden, wenn man die Brücke an einer so exponierten Stelle unterbringt, schadet ein Fenster auch nichts mehr.) und natürlich der Stuhl des Captains, - seit "TOS" gab es auf einen Föderationsschiff wohl nicht mehr einen solchen Thron, zu schade, dass er es nicht auf die Enterprise geschafft hat.
                        Die Uniformen erinnern mich an die Zukunfts-Uniformen (glaub ca. 2390) der Serien "TNG" – "Voy" und gefallen mir nicht wirklich.
                        Die Maschinensektion durch die der Captain auf seinen Weg zum Shuttle kommt ist zuerst natürlich auch völlig ungewohnt, aber ich muß sagen, dass es mir durchaus gefallen hat.
                        Vieles am Design erinnert btw. imo an "Das fünfte Element".
                        Das einzige was mir wirklich gar nicht gefallen hat waren diese Plastikvorhänge durch die der Captain mehr als einmal durch mußte bis er im Shuttle saß, wofür sollen die gut sein? Das sah billig und peinlich aus.

                        Der Effekt wie die Narada auftauchte sah hingegen wieder klasse aus (erinnert mich btw. ziemlich an das Auftauchen der Aliens in "Wing Commander V").
                        Die Narada selbst hat mir auch gefallen, obwohl sie insgesamt von der Form her etwas undefiniert war. Aufgrund der „Stacheln“ errinnerte sie auch etwas an ein Schattenschiff aus "Babylon 5".
                        Ihre doch recht beeindruckende Wirkung entfaltet die Narada imo durch die Soundkulisse und die Art wie sie generell aufgenommen wird, - das war sehr gut gemacht.
                        Was mich an der Narada gestört hat, war ihr später in Film eingesetzter Schubantrieb, obwohl sie ja aus dem Originaluniversum kam und sich ein nicht sichtbares Antriebssystem bei der Art des Schiffes angeboten hätte.

                        Der erste Auftritt von Nero fällt für mich nicht sehr überzeugend aus. Es sah zwar ganz nett aus wie Eric Bana da nachdenklich auf seinen Stuhl saß und kein Wort gesagt hat, aber zu seinen ansonsten dumm - aggressiven Verhalten vermag diese Pose gar nicht so recht zu passen.
                        Erwähnenswert ist vielleicht noch die Frage nach der Sternenzeit; ich hatte den Eindruck als wenn der Captain mit dem Begriff überhaupt nichts anfangen konnte und dann hat er sich ja irgendwie auf die Jahreszahl bezogen.
                        Das ist auf jeden Fall lobenswert; ich fand das mit den Sternenzeiten ohnehin nur immer unnötig verwirrend und es scheint da ja auch nie ein wirklich verläßliches System zur Umrechnung gegeben zu haben.

                        Ich bin nach dem Film sehr vorsichtig damit Infos aus dem Comic "Countdown" einfach so auf den Film zu übertragen, - bin mir nach dem ersten Mal Sehen absolut nicht sicher, ob sich da nicht so manches widersprochen hat.
                        Auf jeden Fall muß die Narada imo nicht zwingend über Borgtechnologie verfügen. Als ein Schiff des späten 24. Jahrhunderts dürfte sie im 23. Jahrhundert so oder so in vielen Dingen überlegen sein und z.B. die Tarntechnik aus dem Comic hat im Film ja keine Verwendung gefunden. Das Schiff sieht für mich auch nicht so zwingend borgmäßig aus, dass es nicht auch ein rein romulanisches Schiff sein könnte. Als einzige Bewaffnung gab es ja diese Raketen, - imo ist es durchaus denkbar, dass man die irgendwie für den Bergbau verwenden kann und die Borg hatten ja auch nie Raketen.

                        Nachdem der Captain die Kelvin verlassen hat, hat also George Kirk das Kommando und während das Schiff evakuiert wird, bleibt er also auf der Brücke und rammt schließlich mit dem Schiff die Narada.

                        Die Effekte zu dieser Aktion sahen eigentlich richtig klasse aus, aber es war schade dass man aufgrund des Schnitts und der häufig sehr nah am Geschehen hängenden Kamera nicht allzuviel davon gesehen hat.
                        Die Bilder, die hierzu bereits im Trailer zu sehen waren, waren eigentlich schon das beeindruckendste, da kam nicht mehr soviel dazu und aufgrund der Inszenierung hat das eigentlich auch alles etwas schwächer gewirkt als im Trailer, - schade, hier wäre viel mehr möglich gewesen.
                        Speziell die Phasergeschütze hätte man besser in Szene setzen können. Der beste Moment war, wo das eine Besatzungsmitglied der Kelvin durch einen Hüllenbruch nach draußen gezogen wurde und auf einmal der Ton wegging.
                        Dankbar bin ich dafür, dass man sich bei den Bewegungsabläufen der Schiffe ungefähr an das gehalten hat, was man aus den "TOS"- Filmen gewohnt ist. Und so bewegen sich die Schiffe im neuen Film in etwa so, wie ich mir das von über 300 Meter langen Schiffe im "Star Trek" – Universum erwarte. Da hätte viel Schlimmes passieren können, aber zum Glück hat man sich zurückgehalten; da habe ich in den letzten "Star Trek" – Produktionen des Originaluniversums schon schlimmeres gesehen.

                        Wie die schwangere Mrs. Kirk evakuiert wird und dabei mit ihrem Mann in Verbindung stand fand ich extrem gelungen. Ich weiß noch nicht woran es genau lag, aber für mich ist das nicht nur der emotionale Höhepunkt des Films, sondern das rührendste und bewegendste was ich seit langer Zeit bei "Star Trek" gesehen habe.
                        Vielleicht lag es daran, dass es hier letztlich um die Rettung von James Tiberius Kirk ging und damit irgenwie auch um alle alten und zukünftigen Abenteuer der Besatzung der Enterprise (ohne verdammtes A,B,C oder D ), dass mich die Szene so extrem berührt hat.
                        Ich finde, dass man es George nicht übel nehmen kann, dass er die letzten Minuten seines Lebens mit seiner Frau über sein Kind geredet hat, - sehr viel anderes hat er ohnehin nicht nicht zu tun gehabt.

                        Tja, Nero vernichtet also die Kelvin und verbringt die nächsten 20 – 25 Jahre mit...mit....vielleicht mit dem Ansehen der DVD-Sammlung der Narada?....Besser nicht drüber nachdenken.
                        Ebenso merkwürdig ist es, dass sich bei der Sternenflotte niemand mehr großartig Gedanken über den Vorfall mit dem unbekannten Schiff und dem „Gewitter im Weltraum“ Gedanken zu machen scheint.

                        An dieser Stelle sei auch lobend erwähnt, dass der Film fast vollständig auf Technogebabble verzichtet.
                        Es gibt da z.B. die Rote Materie, was macht die Rote Materie? Antwort: Schwarze Löcher und das ist alles was ich dazu wissen möchte.
                        Ach ja der Optik nach könnte Rote Materie auch noch irgendwas mit Milo Rambaldi zu tun haben, aber das ist nur eine Vermutung...
                        Und dann ist da natürlich noch die zuvor genannte schöne Umschreibung vom „Gewitter im Weltraum“. Ich bin neulich schon beim sehen von "BSG" zusammengezuckt als plötzlich jemand von einer Anomalie gesprochen hat. Dieser Begriff ist durch "Voyager" einfach so negativ besetzt, dass er wohl für Jahrzehnte in Sci Fi – Produktionen keine unbefangene Verwendung mehr finden kann, - ich bin daher froh, dass man hier auf den Begriff Anomalie verzichtet hat (wenn ich es nicht überhört haben sollte).

                        Als nächstes kommt dann die aus dem Trailer bekannte Szene mit Teenager-Kirk und seinem Oldtimer.
                        Es ist ehrlich gesagt eher wirklich eine Szene für einen Trailer und im Film wirkt sie fast etwas überflüssig, obwohl sie natürlich den Kontrast zur darauf folgenden Szene mit dem jungen Spock dient.
                        Die Nokia – Werbung fand ich unnötig und nervig, - so etwas muß in einer "Star Trek" - Produktion echt nicht sein, ganz gleich wie man das zu rechtfertigen sucht. Zum Glück war das aber schon die größte Entgleisung dieser Art im Film.
                        Der Stiefvater am Telefon wird im Original von Greg Grunberg gesprochen, oder? Finde ich lustig, aber als Rothemd hätte er sich imo auch gut gemacht.
                        Btw. solche Schluchten gibt es doch nicht wirklich in Iowa, oder?

                        Die Szene auf Vulkan ist dann jedoch wieder spitze. Diese Schule kam mir ziemlich unmenschlich vor (aber da es eben um Vulkan geht, paßt das durchaus), aber die laufenden Tests haben sehr schön an Spocks erneuter Schulung in "Star Trek IV" erinnert.
                        Das Highlight waren dann aber natürlich die mobbenden Vulkanier-Kinder und natürlich die Art wie das vorgetragen wurde --> Spock: „Ich nehme an du hast für heute neue Beleidigungen vorbereitet?....Das ist der 35. Versuch mich zu einer emotionalen Reaktion zu bewegen.“
                        Ich finde, dass das richtig gut zu den Vulkaniern gepaßt hat.

                        Die Begegnung mit Sarek:
                        Ben Cross ist jemand den ich eigentlich nur durch psychopathisch angelegte Rollen kenne und dementsprechend war ich auch skeptisch was seine Eignung als Spocks Vater angeht.
                        Nun er hat sich eigentlich erstaunlich gut geschlagen auch wenn er freilich kein Mark Lenard ist, insgesamt war ich zufrieden.
                        Sareks Begründung dafür, dass er Amanda geheiratet hat, ist natürlich die naheliegendste und mag auch logisch sein, aber ich muß sagen, dass ich sie echt armselig finde. Ich bin darum froh, dass er später dann noch zugegeben hat, dass er Amanda geliebt hat (da wurde auch von einen Moment auf den anderen sehr deutlich, dass ihr Tod auch für Sarek ein schwerer Verlust sein muß) und jemanden zu heiraten, den man liebt halte ich auch für ziemlich logisch.

                        Einige Jahre später hat Spock dann seine Ausbildung beendet und dürfte trotz seines „Nachteils“ an die vulkanische Wissenschaftsakademie. Der Rat, der da über Spocks Zukunft entscheiden wollte, war auf jeden Fall sehr heftig, das Gespräch war toll und ich fand es klasse, wie Spock den Typen dann gesagt hat, dass er nichts mehr mit ihnen zu tun haben will und lieber zur Sternenflotte geht.

                        Winona Ryder empfand ich als eine sehr gute Besetzung für Spocks Mutter.
                        Ich sehe sie ziemlich gerne von daher hätten es gerne auch ein paar mehr Szenen sein können.

                        Der gute Kirk, mittlerweile auch erwachsen, baggert derweil in einer Bar erstmal Uhura an und das Gespräch hat mir sehr gut gefallen. Besonders gelungen war das arme Alien, welches zwischen den beiden saß, - hat mich btw. wirklich ziemlich an Morn aus "DS9" erinnert.

                        Wie dann die Kadetten Streit mit Kirk anfangen ist für mich eine der besten Szenen des Films.
                        Einfach zu köstlich, wie Kirk diesen riesigen Kerl auf die Wange klopft, - das kann auch echt nur James Kirk in den Sinn kommen.
                        Ich mußte sofort an die Szene in "TOS" denken in der Trelane (der geistige Urahn von Q) Kirk eine furchtbare Strafe androht und Kirk einfach nur erwidert, dass er ihm ein paar hinter die Ohren geben wird weil das ja reicht. Trelanes Gesicht nachdem Kirk ihn eine gescheuert hat, ist wirklich unvergeßlich.
                        Wie gesagt die Auseinandersetzung mit den Kadetten im Film ist überaus amüsant.

                        Der Dialog mit Pike war auch ganz gelungen und erklärt auch recht gut wieso Kirk im Verlauf des Filmes zum ersten Offizier ernannt wird, - er ist von Kirks Art eben ziemlich angetan, auch wenn er ihn zwischenzeitlich mal zurückpfeift.
                        Der „Ich weiß wer sie sind...Wer bin ich?...Der Sohn ihres Vaters“ – Dialog hört sich im Film nicht so schlimm an, wie man denken könnte, wenn man es das erste Mal liest, - lustig ist es dennoch.

                        Ich finde man hätte im Verlauf des Films noch etwas die Beziehung zwischen Kirk und Pike vertiefen können, aber immerhin bringt Pike Kirk dazu zur Sternenflotte zu gehen --> „Ich schaff’s in drei Jahren.“

                        Der Blick von Kirk auf die in Bau befindliche Enterprise war sicher gut gemeint und das Bild war nicht unspektakulär, aber letztlich hätte man auch gut darauf verzichten können. Mir hätte es gereicht, wenn Kirk die Enterprise kurz bevor er an Bord geht um nach Vulkan zu fliegen das erste Mal gesehen hätte.

                        Der erste Auftritt von McCoy ist absolut top.
                        Dass die Dame McCoy zwingen wollte sich zu setzen, wenn er es nicht freiwillig tut, gehört ja zum Standardprogramm bei einer solchen Szene, aber wie McCoy dann Kirk über die Gefahren des Weltraums zutextet war absolut genial.
                        Schön war hier auch, dass aufgegriffen wurde, dass McCoy wegen der Scheidung von seiner Frau zur Sternenflotte geht.

                        Karl Urban kann man für seine Leistung als McCoy nicht genug loben, - für mich definitiv ein absolutes Highlight des Films.
                        McCoy ist mein absoluter Liebling in der neuen alten Crew und ich fand es schade, dass er relativ wenig zu tun hatte. Wenn sich die Produzenten einen Gefallen tun wollen, sollten sie im nächsten Film eine dicke Nebenhandlung für McCoy einbauen.

                        Die Szene auf der Akademie mit Kirk und dem Orion-Mädchen Gaila im Bett war klasse.
                        Ich hoffe, dass man Gaila der Enterprise zugeteilt hat oder sie auf andere Weise den Kampf mit der Narada überlebt hat, so dass wir sie im nächsten Film wiedersehen können.
                        Ich würde es auf jeden Fall schön finden, wenn es wie in "TOS" neben der Hauptbesatzung wieder ein paar wiederkehrende Charaktere in der Enterprise - Crew geben würde und Gaila ist da imo eine hervorragende Kandidatin.
                        Für mich als "Alias"- Fan war es natürlich auch schön hier mal wieder Rachel Nichols zu sehen.

                        Das Zimmer selbst hat btw. ziemlich an die Quartiere auf der Enterprise aus "TOS" erinnert, - sehr gelungen.
                        Natürlich ist ausgerechnet Uhura die Zimmergenossin von Gaila und natürlich kommt sie auch noch nach Hause während Kirk da ist.
                        Kirk unter dem Bett wie er Uhura beobachtet während sie sich auszieht fand ich köstlich und es war dann auch recht lustig, dass sie gemerkt hat, dass er unter dem Bett liegt.

                        Darauf dürfen wir dann Zeuge von Kirks legendären dritten Versuch beim "Kobayashi Maru" – Test werden.
                        Uhura sah zu Beginn der Szene btw. so aus als hätte sie schon geschätzte 100 Mal an dem Test teilgenommen.
                        Kirks Verhalten während der Simulation war genial: Von Beginn an war er total locker, hat sich prächtig amüsiert und dann hat er schließlich auch noch angefangen einen Apfel zu essen (eine wunderschöne Anspielung auf "Star Trek II" wo er ja auch in einer scheinbar ausweglosen Situation genußvoll in einen Apfel beißt und damit Savik ziemlich genervt haben dürfte).
                        Die Lösung wie der Test zu „gewinnen“ ist war mir etwas zu platt; da bevorzuge ich ganz klar die bisher bekannte Variante wonach man sich als legendärer Sternenflotten-Captain ausgibt, was die Klingonen dazu bringt sich zurückzuziehen; - speziell zu dem in diesen Film vorgestellten Kirk hätte das imo perfekt gepaßt.

                        Mit Kirk ist es in diesem Film so, dass Chris Pine zwar kaum optische Ähnlichkeit zu William Shatner hat, aber schauspielerisch das sehr gut kompensieren kann.
                        Die Haltung, die Gestik, die Mimik, da läßt sich eine Menge wiedererkennen und somit gibt es da absolut nichts zu meckern. Ich freue mich jetzt schon auf eine weitere Darbietung von Pine als Kirk.
                        Besonders hat mir btw. gefallen, dass er es hinbekommen hat sehr authentisch im Kommandostuhl zu sitzen (ja, für mich als alten Kirk-Fan ist das eben sehr wichtig).

                        Etwas übertrieben fand ich es, dass ausgerechnet Spock den "Kobayashi Maru" – Test programmiert haben musste. Auch Spock muß nicht mit allem zu tun haben, was in der Föderation geschieht. Ich fand es seinerzeit schon nervig, wie in "Star Trek V" suggeriert wurde, dass er die neue Zelle der Enterprise auf ihre Ausbruchsicherheit geprüft hat, weil er ja der beste Experte dafür gewesen sei.

                        Auf der anderen Seite bringt dies Kirk und Spock erstmals zusammen.
                        Bei der Anhörung zum Vorfall im Simulator wurde optisch geklotzt. Mir hat das gefallen, aber es wäre auf jeden Fall auch eine ganze Nummer kleiner gegangen.
                        In die Reihe der Admiräle hätte man imo auch gut William Shatner setzen können; hier wäre durchaus ein kleiner Gastauftritt drin gewesen (ich bin darauf gekommen, weil einer der Admiräle imo eine gewisse Ähnlichkeit mit George Takeis Sulu hatte).
                        Besonders hat mir bei der Anhörung gefallen, dass Kirk sein Motto, dass es keine ausweglosen Situationen gibt, aufsagen durfte und hier kommt wirklich ein Gefühl dafür auf was er gemeint hat, als er in "Star Trek II" erstmals darüber sprach.

                        Die Anhörung muß unterbrochen werden, da die Kadetten zu einen Sondereinsatz eingezogen werden um Vulkan zu Hilfe zu kommen.
                        Der Gedankenaustausch von Kirk und McCoy über Spock hat btw. auch perfekt gepaßt. --> McCoy: „Ich glaube, ich mag ihn.“

                        Vor den Abflug der Shuttles kann man bereits sehr gut sehen, dass zwischen Spock und Uhura was läuft und ich fand das echt gut gelöst, dass er sie benachteiligt um nicht den Eindruck zu erwecken er würde sie bevorzugen.
                        Wie schnell Spock auf Uhuras Protest hin ihre Zuteilung ändert, wirft die Frage auf ob er in dieser Beziehung viel zu lachen hat, aber andererseits dürfte das in seinem Fall ohnehin nicht so wichtig sein.

                        Uhura hat mir auf jeden Fall gefallen und befindet sich nach den großen Dreien auf Platz 4 meiner Beliebtheitssklala für die neue Crew.
                        Dieses aggressive Überselbstbewußte ist zwar im Grunde schon ein Klischee des modernen Films, aber doch immer wieder nett anzusehen und Zoe Saldana bringt das mit sehr viel Charme rüber.
                        Zoe Saldana zeigt auch in dieser Rolle, dass sie über eine ganz besondere Ausstrahlung verfügt, - deswegen gefiel sie mir schon seinerzeit in "Fluch der Karibik".

                        Die Einberufung der Kadetten hat mich btw. etwas an "Starship Troopers" erinnert, aber das hat gut gepaßt.
                        Ach und nur fürs Protokoll: der fiese Oberschurke Nero hat die Farragut zerstört.
                        Es war auf jeden Fall auch mal eine Neuerung, dass eine ganze Flotte nach Vulkan aufgebrochen ist, aber ich habe ehrlich gesagt den „Die Enterprise ist das einzige Schiff in Reichweite“ – Spruch vermißt, - das ist einfach so typisch für "Star Trek".

                        Der arme Kirk darf leider nicht mit auf Mission da er suspendiert ist, aber McCoy hilft ihm.
                        So ein bißchen offenbart McCoy dabei ja auch eine leicht sadistische Ader, - eine Krankheit mit weniger schwerwiegenden Symptomen hätte es bestimmt auch getan.
                        Die „Micky Maus“ – Hände von Kirk waren bei weitem nicht so schlimm wie befürchtet und wie Kirk dann die ganze Zeit von McCoy mit Spritzen bearbeitet wurde war extrem lustig --> „Laß das!“

                        Zur neuen Enterprise möchte ich Scotty zitieren:
                        „Das müssen Vollidioten gewesen sein, die das neue Schiff zusammengeschraubt haben, das Triebwerk ist gut...., aber (der Hals sitzt gut und gerne 20 Meter zu weit hinten).“
                        Ich kann wirklich nicht nachvollziehen wie man beim Designprozess bei dem sicher einiges ausprobiert wird nicht mitbekommen kann, wieviel besser das Schiff aussehen würde, wenn man den Hals unmittelbar hinter die Deflektorscheibe gesetzt hätte.
                        Da ansonsten die anderen Elemente des Schiffes eigentlich akzeptabel bis gut sind, habe ich wieder das gleiche Gefühl wie beim Schnitt von "Nemesis": Mit so wenig Aufwand wäre soviel mehr möglich gewesen.

                        Zur Inneneinrichtung:

                        Die Brücke wirkt insgesamt nicht so negativ wie auf den zuvor veröffentlichten Fotos, was imo daran liegt, dass man die ganzen negativen Details aufgrund der Inszenierung ignorieren kann.
                        Insgesamt wirkt die Brücke aber leider doch etwas billig, so als wenn alles aus Plastik wäre, - mit der tollen Arbeit der früheren Brücken-Sets ist das hier insgesamt leider nicht zu vergleichen.
                        Ich hoffe auch hier auf eine Überarbeitung hin zum nächsten Film: Da die Brücke auch deutlich zu hell ist, könnte man wahrscheinlich schon eine Menge dadurch erreichen wenn man vieles von dem was jetzt weiß ist (bzw. weiß erscheint) mit schwarzen, roten oder silbernen Akzenten versehen würde. Da sowieso überall kleine Lampen angebracht könnte man sie eventuell auch nutzen und das Hauptlicht reduzieren. Insgesamt sollte die Brücke einfach etwas wohnlicher und einladender sein.
                        Btw.: Haben die Standkonsolen neben/hinter den Captain den Film eigentlich wirklich überstanden? Ich war mir im Vorfeld eigentlich ziemlich sicher, dass derjenige der dort arbeitet den Film nicht überleben wird.
                        Meine Lieblingselemente der Brücke waren der Bildschirm sowie Sulus Beschleunigungshebel (ist halt ganz so wie in den früheren „TOS“-Filmen)

                        Interessant war auf jeden Fall der Gang neben der Brücke. Sollte es von dieser Enterprise wie üblich auch ein Poster geben auf dem man den Innenraum des Schiffes betrachten kann, bin ich gespannt wie der zuständige Zeichner diesen Gang unterbringen will, - ich halte es für überaus zweifelhaft, dass für einen solchen Gang genug Platz.

                        Der neue Maschinenraum ist sicherlich ziemlich gewöhnungsbedürftig, gehört für mich aber durchaus zu den interessantesten Dingen am neuen Schiff. Es hätte nicht unbedingt sein müssen, aber schlecht ist der Ansatz nicht. Allerdings kann man auch hier noch nachbessern.
                        Das es einen solchen Raum an Bord eines Raumschiffes gibt halte ich nicht für verkehrt (ich hätte ja auch gerne mal den Impuslantrieb der Kampfsektion der Enterprise D gezeigt bekommen, - dort dürfte es durchaus ähnlich aussehen), aber was ich dumm finde ist, dass man auf den Weg von der Shuttelrampe zur Untertassensektion mit dem Durcheinander praktisch zwangsweise in Berührung kommt; hier wäre für den nächsten Film ein isolierterer sauberer Gang (von dem man gerne einen Ausblick auf die Maschinen haben kann) wünschenswert.
                        Und auch ansonsten sollte dieser Bereich noch definierter werden: Ich denke da vor allem an einen Kontrollraum für Scotty und auch das Mainstream-Publikum würde es sicherlich überleben, wenn die Energieleitungen, die diagonal in die Warpgondelstreben laufen im Maschinenraum zu sehen wären.
                        Interessant war auf jeden Fall auch der ursprüngliche Arbeitsplatz von Uhura, - diesen Bereich des Schiffes muß ich mir beim erneuten Sehen unbedingt nochmal genau ansehen.

                        Die Krankenstation war recht überzeugend, - auch wenn man sie nur kurz gesehen hat.
                        Der schönste Raum des neuen Schiffs ist aber ganz klar der Transporterraum. Durchaus neue gestaltet, aber dennoch wurde hier sehr viel von früher bewahrt, - vom Transporterraum bin ich daher wirklich begeistert.
                        Besonders schön ist natürlich auch die Geräuschkulisse an Bord des ganzen Schiffes, - da wirkt vieles vertraut.

                        Unterm Strich muß ich sagen, dass auch bei der Innnenausstattung die klassische Movie-Enterprise weiterhin ganz klar der Primus bleibt (gefolgt von der Enterprise E, der Voyager und der NX Enterprise).

                        Die XI Enterprise kann den ein oder anderen Akzent setzen, aber beim Gesamteindruck liegt sie doch deutlich zurück.

                        Aufgrund der Inszenierung kann man sich meistens jedoch nicht näher auf Details konzentrieren. Die Kamera ist wirklich fast immer in Bewegung (auch wenn dies absolut nicht nötig ist) und häufig sehr nah an der unmittelbaren Action und immer wieder ist auch der Schnitt ziemlich schnell.
                        Dennoch ist zu sagen, dass in Gegensatz zu jüngeren Negativbeispielen für solche Spielereien wie "Transformers" (Kamera zu nah an der Action) oder "Ein Quantum Trost" (teilweise völlig verschnitten) dies hier alles grundsätzlich funktioniert, - selbst die gefürchteten Blendeffekte (wo ich mir bei den zuvor veröffentlichten Szenen noch ziemlich veralbert vorkam) sind im Film eigentlich nicht bewußt wahrnehmbar.
                        Ein kleiner Nachteil ist vielleicht noch, dass man durch die Inszenierung auch schnell mal ein Dialog-Detail verpaßt, was schon schade ist.
                        Obwohl der Stil funktioniert denke ich aber auch, dass der Film diese Spielereien nicht nötig gehabt hätte, da kann man im nächsten Film einiges zurückfahren und auch einige ruhige Szenen mehr einbauen.
                        Man kann dazu auch noch zu Bedenken geben, dass der Großteil der 30 erfolgreichsten Filme (von denen die meisten noch keine 10 Jahre alt sind) ziemlich konventionell inszeniert ist, - so schlecht kann das also auch heutzutage nicht sein.

                        Die Effekte des Films waren insgesamt sehr gelungen, aber nicht so außergewöhnlich, dass man ständig mit offenen Mund dasitzen müsste. Das liegt allerdings nicht nur an der Qualität sondern auch an der Inszenierung. Es genügt eben nicht tolle Effekte zu haben, man muß auch wissen wie man Effekte in Szene setzt und in diesen Punkt kann man sich beim "Star Trek" – Reboot auf jeden Fall noch deutlich steigern.
                        In der zweiten Hälfte des Films waren die Effekte dann leider auch nicht immer ganz überzeugend. Als Beispiel möchte ich da die Szene nennen, wo die Enterprise am Saturn aus den Nebel auftaucht: Zu Beginn natürlich eine wunderschöne Szene (von der Inszenierung her eine der schönsten Effekt-Szenen des Films), aber als dann die Enterprise schließlich über den Nebel in der Luft hängt, hat die ganze Szene irgendwie diesen Bonbon-Plastiklook, der sich bei CGI immer mal wieder einschleicht, - sieht leider sehr künstlich aus.
                        Bezeichnend ist sicher auch, dass man die Enterprise vor der Sternenbasis (was als Bild ja so gerne in Zeitschriften abgedruckt wird) im Film nur ähnlich kurz sieht wie im Trailer.
                        Da ist einfach der direkte Vergleich mit einer ähnlichen Szene aus "Star Trek III" da und man sieht eben auch sehr deutlich, dass sich CGI zumindest in ruhigen Szenen noch immer nicht mit grandioser 25 Jahre alter Modell-Arbeit messen kann.

                        Beim Abflug der Enterprise hat natürlich Sulu seinen großen Auftritt. Ich fand es sehr lustig wie ausgerechnet die Enterprise stehen bleibt weil Sulu einen Fehler gemacht hat. Besonders gelungen war dabei natürlich wie Captain Pike und Spock gerätselt haben, was Sulu falsch gemacht haben könnte.
                        Ironischerweise hat Sulu durch seinen Fehler wahrscheinlich das Schiff gerettet.
                        Der neue Warpeffekt hat mir btw. auch sehr gefallen.

                        Chekovs ersten Auftritt fand ich hingegen überhaupt nicht lustig; - der Gag wo der Computer ihn aufgrund seines Akzents nicht versteht zündet einfach nicht.
                        Der Akzent ist natürlich schon übertrieben und nervig, aber eigentlich paßt das: Den jungen Chekov in "TOS" fand ich auch nervig und erst in den Filmen hat mir Chekov wirklich gefallen (hier war imo auch der Akzent sehr gut eingesetzt.).
                        Die viel kritisierte Szene in der Chekov durch die Enterprise rennt, da er Sulu und Kirk aus ihrer mißlichen Lage beamen kann, hat mir anders als offenbar vielen anderen eigentlich ziemlich gut gefallen, - das beste was Chekov in diesen Film gemacht hat.

                        Anton Yelchin hat imo durchaus eine ansprechende Leistung gezeigt; er spielt nunmal den jungen Chekov und deswegen muß er sich auch nicht an den gealterten Chekov aus den Filmen messen lassen.
                        Ich fand es nur schade, dass Chekov keinen seiner „Das wurde von den Russen erfunden“- Sprüchen bringen durfte, - ein echtes Versäumnis.
                        Was ich davon halte, dass Chekov als Wunderkind eingeführt wird, werden spätere Filme zeigen.
                        Nichts gegen qualifiziertes Personal aber bei der neuen Enterprise laufen mir für meinen Geschmack etwas viele Wunderkinder rum.

                        Trotz Sulu und Kirk wird die Enterprise kampfunfähig gemacht und Nero darf seine „Captain kommen sie an Bord meines Schiffes“ –Nummer abziehen, - ganz ehrlich ich fand das ziemlich gezwungen und irgendwie nervig.

                        Als Pike dann wirklich auf der Narada ist kann kein Zweifel mehr daran bestehen, dass die Autoren des Films wirklich Fans von "Star Trek II" sind und die Szene wo Khan Chekov und seinem Captain diese Larven einsetzt gehört durchaus zu den Szenen die ich in den "Star Trek"-Filmen sehr schätze, aber hier eine Variante zu bringen war vielleicht doch etwas überzogen, - selbst Neros Erläuterung hört sich ganz ähnlich an wie die von Khan.

                        Nunja, es erfüllt seinen Zweck: Nero erfährt wie er die Erdverteidigung abschalten kann und Pike ist außer Gefecht, so dass er Weg frei ist für Kirk und Co.
                        Pikes Rolle ist zwar nicht unbedingt groß, aber seine Aufgabe Kirk zu entdecken und zu fördern hat er erfüllt und ansonsten muß man eben sagen, dass es in diesem Film nicht um Pike sondern um Kirk und Spock geht.
                        Bruce Greenwood gab aber auf jeden Fall einen glaubwürdigen Captain ab und es wäre durchaus nett ihn im nächsten Film wiederzusehen.
                        Allerdings weiß ich nicht so recht, wieso Pike am Ende zum Admiral befördert wird (mal abgesehen davon, dass so natürlich der Platz in der Mitte frei wird), genau genommen hat er nicht wirklich viel geleistet außer sich von Nero foltern zu lassen.
                        Pike in der Admiralsuniform von Kirk aus "Star Trek I" war aber auf jeden Fall ein gelungener Anblick (sah etwas ausgeblichen aus, - vielleicht war es ja sogar das Original?). Dass er im Rollstuhl saß, muß ja keine andauernder Zustand sein, aber auf jeden Fall war es eine nette Anspielung auf seinen Zustand zur Zeit von "TOS".

                        Nero konnte leider nicht überzeugen.
                        Ein bißchen klingt der tragische Hintergrund der Figur zwar an, aber es ist glücklicherweise nicht so stark, als dass man es nicht auch ignorieren könnte.
                        Für mich ist Nero einfach ein rachsüchtiger Irrer, das ist zwar etwas flach, erfüllt für den Film aber seinen Zweck.
                        Der Versuch die Figur Nero allzusehr durch einen tragischen Hintergrund anzureichern, wäre bei dem gezeigten Verhalten imo ähnlich sinnvoll gewesen, wie die Erwähnung einer schlimmen Kindheit Tarkins in "Star Wars" (wobei ich den Vergleich dabei belassen möchte; Tarkin ist ansonsten natürlich ein weitaus stärkerer Schurke als Nero).

                        Neros Hintergrundgeschichte in "Countdown" ist ebenfalls mißlungen. Der weltoffene Romulaner der eine einfache Arbeit nachgeht und seine Frau und sein ungeborenes Kind liebt war zwar eine sehr schöne Idee, aber schon im Comic geht das eben nie mit Neros gezeigter „Ich mache jeden platt, den ich begegne.“ – Mentalität zusammen und daher bin ich froh, dass man diesen Hintergrund im Film auf ein Minimum reduziert hat.
                        Ebenso finde ich es gut, dass Nero sich auf Spock und nicht auf Kirk konzentriert hat (es gibt eben nicht nur Kirk, an den sich alle Schurken reiben müssen), - allerdings hängt dadurch später sein „Kirk was a great man“ – Kommentar etwas in der Luft.
                        Unterm Strich erfüllt Nero als Gegner seinen Zweck, aber nicht mehr. Er reiht sich damit im unteren Drittel der "Star Trek" – Filmschurken ein.

                        Auch ein Lob für Eric Bana kann ich leider nicht abgeben.
                        Die Rolle des Nero hätte auch von einen beliebigen Noname-Darsteller gespielt werden können, ohne dass die Qualität des Films darunter gelitten hätte, - während Kirk auf der Narada war, hatte ich sogar zeitweise Schwierigkeiten Nero und seinen Handlanger überhaupt auseinanderzuhalten.
                        Von der Präsenz, die er in "Troja" zeigte und mit der er das sehr gute Ensemble dort überstrahlte und den Film eine gewisse Klasse verlieh, die er ohne ihn nicht gehabt hätte, ist Eric Bana hier leider sehr weit entfernt.
                        Der größte Nutzen von Banas Mitwirken zog "Star Trek" also wohl aus dem Werbeeffekt, den seine Verpflichtung mit sich brachte.

                        Den Orbitalsprung von Kirk und Co aus dem Shuttle heraus und der anschließende Kampf am dem Bohrkopf fand ich wie erwartet klasse, - hat sich für mich sehr "TOS"ig angefühlt.
                        Etwas dumm war nur, dass das „Rothemd“ sich so geweigert hat seinen Schirm zu öffnen, wodurch der Eindruck entstand der Mann sei völlig inkompetent, da man jedoch gesehen hat, dass auch Kirk und Sulu in den Bohrstrahl hätten geraten oder in die Tiefe stürzen können, gehe ich davon aus, dass er einfach nur Pech hatte.
                        Beim Kampf fand ich Sulu mit seinen Teleskop-Kantana besonders gelungen und es war auch nett, dass er Kirk retten durfte.

                        Nimmt man die Startschwierigkeiten und den Einsatz auf Vulkan zusammen fällt Sulus Mitwirken an den Film bis hierher gelungen aus, das Problem ist nur, dass er sich danach praktisch unsichtbar macht.
                        Dass er keinen großen Anteil mehr an der Story hat, ist bei einer Truppe aus sieben Personen im Grunde im Ordnung, aber dass man ihn nicht bewußt wahrnimmt obwohl er sich auf der Brücke befindet, ist schon bedenklich.
                        Ansonsten macht mir noch Sorgen, dass John Cho im Verhältnis zum Rest der Crew und zu den Originalen zu alt ist. Im aktuellen Film wirkt er zwar ausreichend jung aber in Hinblick auf eine hoffentlich einigermaßen lange Filmreihe ist der Altersunterschied schon ein Risiko, - wer weiß wie es in 6 Jahren aussieht.

                        Derweil beschließt Spock seine Eltern und den vulkanischen Rat zu evakuieren.
                        Dass diese in einer Höhle sitzen und einfach darauf warten verschüttet zu werden ist ein Armutszeugnis des Drehbuchs und gibt den vulkanischen Rat der Lächerlichkeit preis.
                        Betrachtet man den spirituellen Hintergrund der Vulkanier hätte es unzählige Erklärungen für einen Aufenthalt in dieser Höhle gegeben, aber eine Erklärung (ein Satz hätte ja genügt) muß eben kommen; „Die sind da in der Höhle und zu blöd von alleine raus zu kommen.“ ist nicht ausreichend.
                        So oder so ist es dann aber unverzeihlich, dass der Rat dort seelenruhig steht während um ihn herum die Höhle zerfällt und Spock dann nur sagen muß, dass sie mitkommen sollen und dann alle plötzlich so „Ach ja die Höhle stürzt ja ein“-mäßig drauf sind (Die ganze Szene ist eine Steilvorlage für eine Parodie).

                        Die Panoramaaufnahme von zerfallenden Vulkan war spitze und zuvor im Film hat mir die Gestaltung des Planeten auch gefallen, - die gezeigte Stadt erinnerte durchaus an "Enterprise".
                        Ich fand es nur schade, dass man den Himmel nicht rot eingefärbt hat, - da wären schöne atmosphärische Bilder drin gewesen und Vulkan hätte sich so deutlicher von der Erde unterschieden.

                        Spocks Einsatz auf Vulkan erinnert mich teilweise irgendwie an "Galaxy Quest" und als er den Berg zur Höhle hochsteigt hat das auch ein bißchen was von "Herr der Ringe".
                        Der Beameffekt hat mir gut gefallen, aber vielleicht ist er etwas überdesignt, - würde mich nicht wundern wenn man da im nächsten Film wieder einiges etwas zurückfährt.

                        Der Beamvorgang um Spock, seine Eltern und den Rat zu evakuieren war wieder ein Highlight des Films.
                        Als sich der Beamvorgang schier unendlich in die Länge zu ziehen scheint, Amanda in den Abgrund stürzt, Spock dies mitansehen muß und schließlich alle völlig fertig auf der Enterprise ankommen, mußte ich echt schlucken
                        Leider wird die ansonsten geniale Szene von Chekov deutlich runtergezogen, - sein dummes „Ich hab sie verloren“ war der einzige Moment im Film bei dem ich mich wirklich über Chekov geärgert habe.

                        Die Vernichtung von Vulkan kam auf jeden Fall überraschend und es war recht interessant in Szene gesetzt, wie da der Planet einfach so verschwindet.
                        Die Zerstörung Vulkans ist ein ein ziemlich starker Eingriff in das was bisher galt, dem ich erstmal neutral gegenüberstehe, - ist halt die Frage ob und was man daraus später macht.
                        Als reine Demonstration der Unabhängigkeit und der Ungebundenheit der Autoren finde die Zerstörung eines so wichtigen Planeten wie Vulkan allerdings schon etwas dick aufgetragen und ich kann verstehen, dass da einige Fans deswegen verärgert sind.

                        Allerdings kann man die Sache auch sehr nüchtern sehen, denn mal ehrlich: Wer hat Vulkan denn in den letzten 20 Jahren gebraucht? "TNG", "DS9" und "Voyager" jedenfalls nicht.
                        So gesehen ist die reine Existenz von Vulkan eigentlich gar nicht so wichtig und einen einzelnen Vulkanier wird man immer haben, wenn man einen braucht (dafür haben ja die 10.000 Vulkanier überlebt).

                        Spocks Umgang mit den Schicksalsschlag fand ich insgesamt ziemlich gelungen.
                        Dass Spock etwas mit Uhura hat wirkt zunächst ziemlich fremdartig, aber die Umsetzung hat mir insgesamt gefallen.
                        Ehrlich gesagt fand ich es nur schade, dass Spock im Fahrstuhl nur sehr kurz auf Uhuras Zuwendung reagiert hat und dann wieder dastand wie eine Salzsäule.
                        Wenn man das schon macht, dann sollte Spock hier auch einfach mal sagen, dass er mal eine Stunde in den Arm genommen werden möchte.
                        Normalerweise mag ich es ja sehr, wenn Spock andere Crewmitglieder auflaufen läßt indem er einfach nicht reagiert, aber hier hat mir Uhura leid getan und wie sie Spock zweimal versucht hat niederzuküssen sah leider mehr wie Leistungssport aus.
                        Viel besser war hingegen später der lange Kuss im Transporterraum, der wegen Kirks dummen Gesicht am Ende auch noch lustig war.
                        Ebenso war es schön, wie Spock während des Einsatzes versucht Kirk eine Botschaft für Uhura mitzugeben für den Fall, dass er nicht zurückkommt und Kirk nur einfach erklärt, dass alles gut gehen wird und die Annahme der Botschaft verweigert (ist auch eine tolle Charakterszene für Kirk).

                        Mir hat die Spock – Uhura – Geschichte gut gefallen, aber den Versuch sie mit 2 – 3 Szenen aus "TOS" zu rechtfertigen und als völlig natürlich darzustellen finde ich ehrlich gesagt etwas peinlich:
                        Nur weil Uhura Spock früher mal etwas aufgezogen hat, heißt das noch lange nicht, dass sie auch etwas von ihm gewollt hat oder in ihn verliebt gewesen ist.
                        Kirk und McCoy waren ja auch nicht in Spock verliebt (auch wenn einige das gerne hätten).

                        Ansonsten kann man sich nach Kirk, Scotty und Spock natürlich noch fragen, ob sich Uhura in den nächsten 40 Jahren und eventuell nach einen weiteren Reboot wohl auch noch für die verbleibenden drei Herren von der Enterprise wird erwärmen können.

                        Indem Spock Kirk von Bord werfen läßt, leistet er sich einen schweren Fauxpas (auf den man sich später eigentlich auch gut hätte beziehen können um ihn als Captain abzulösen), der eigentlich schwerwiegende Auswirkungen auf seine Karriere haben müsste.
                        Anstatt die Angelegenheit (selbst wenn man ein Besatzungsmitglied vom Schiff werfen dürfte, sollte man das hier zumindest so tun, dass es direkt neben den ja durchaus vorhandenen Außenposten landet und nicht mitten in der Eiswüste bei den wilden Tieren) dann totzuschweigen, wird der Zuschauer durch Kirks Anmerkung auch noch mit der Nase drauf gestoßen, doch auch da war die Sache noch nicht verloren.
                        Wenn man es soweit treibt, bietet sich vielmehr eine Steilvorlage um ein weiteres typisches "Star Trek" - Element einzubringen: Die Verschworenheit der Crew.
                        Es wäre ein leichtes gewesen den Kreis der Leute, die von Spocks Maßnahme wissen, klein zu halten und am Ende hätte man dann gut eindeutig herausstellen können, dass nichts passiert, weil niemand von der Brückencrew Spock verpetzt hat.
                        Wenn ich da so nach den Film drüber nachdenke, tut mir die Sache wegen dem verschwendeten Potential schon fast wieder weh.
                        Schade, dass man hier einfach nur was konstruiert hat um Kirk mit dem alten Spock zusammenzubringen, ohne dass man noch den einen Schritt weiter gedacht hat um die gute Gelegenheit zu sehen und sie zu nutzen.

                        Die Szene mit den Eismonstern ist so wie ich sie noch dem letzten Ausschnitt erwartet hatte: Pure Effekthascherei, ohne Spannung, ohne Witz ohne echte Action; zusammengefaßt ohne Seele.
                        Die Monster sind zwar technisch sauber umgesetzt, aber sie interagieren nicht mit Kirk. Vielmehr erinnert das ganze an Monsterfilme aus den 50 – 70er Jahren wo Monster und Held getrennt voneinander aufgenommen wurden und der Held dann vor dem Monster weggelaufen ist, welches hinter ihm auf einer Leinwand eingespielt wurde.
                        Ich bin zwar der Meinung, dass es dem modernen Kino gut tun würde, wenn es sich auf einiges der Kunst, der Tugenden und der Arbeitsweise aus vergangenen Jahrzehnten besinnen würde, aber das hier gehört jetzt nicht dazu.

                        Und um es nochmal eindeutig klarzustellen: Ich finde es grundsätzlich gut, wenn es in weiteren "Star Trek" – Filmen weitere sehr fremdartige und gefährliche Kreaturen geben würde, aber in diesem Fall müssen die Macher noch etwas Nachhilfe nehmen, wie man Monster sinnvoll in einen Film einsetzt.
                        Obwohl die Quote gelungener Monsterauftritte im CGI-Zeitalter im Verhältnis zu früheren Zeiten lustigerweise eher zurückgegangen ist, gibt es ja durchaus auch gelungene Beispiele, die als Vorbild dienen können.

                        Von dem Eismonster wird Kirk in Spocks Höhle getrieben und dann von diesem gerettet.
                        Anstatt eine erneute Drehbuchschwäche einfach totzuschweigen wird sie lustigerweise wieder kommentiert --> Spock: „Wie haben sie mich gefunden.“
                        Tja, schade, dass Kirk im "Star Trek"- Universum nicht behaupten kann, dass die Macht ihn geführt hätte, so muß man den (riesengroßen) Zufall bemühen.

                        Leonard Nimoy als Spock zu sehen ist mal wieder ein Genuß, der aber leider insbesondere zu Beginn durch die Synchro getrübt wird.
                        Norbert Gescher ist nunmal nicht Herbert Weicker, aber er hat in Nachsynchros imo bessere Leistungen gezeigt als in "Star Trek XI".
                        Speziell in den ersten Minuten habe ich mich mehr als einmal gefragt, ob Herr Gescher wohl was getrunken hat bevor er die Aufnahmen gemacht hat; Spock hört sich für mich hier an als wenn er angetrunken wäre, aber wenigstens wird es später dann besser und wirkt dann recht authentisch.

                        Spocks Begrüßung für Kirk muß man leider als mißlungenen Versuch betrachten ein Zitat unterzubringen; sein „Ich war es immer und werde es immer sein, ihr Freund.“ wirkt an dieser Stelle viel zu dick aufgetragen.
                        Im Übrigen kann man natürlich auch noch hinterfragen, dass Spock Kirk so ohne weiteres erkennt, - immerhin hat er ihn im Originaluniversum erst eine ganze Weile später kennengelernt.
                        Btw. muß es für jemanden wie den jungen Kirk ziemlich verwirrend sein, wenn ständig irgendwelche alten Säcke auftauchen, die seine Freunde sein wollen.

                        Durch eine Geistesverschmelzung wird Kirk und dem Zuschauer die gemeinsame Geschichte von Spock und Nero erläutert. Obwohl ich kein Freund von "Nemesis" bin, freut es mich doch, dass der zerstörte Planet hier ziemlich genauso aussieht wie man Romulus aus "Nemesis" kennt.
                        Ich bin auch kein Freund von Geistesverschmelzungen, da sie imo vor allem in ihrer Inszenierung zur Peinlichkeit neigen, aber in "Star Trek XI" hat man sich ganz gut aus der Affäre gezogen, - sicherlich eine der besseren Geistesverschmelzungs-Szenen.

                        Kirk und Spock machen sich auf den Weg zu einen Außenposten der Sternenflotte. Die hier verwendete Kulisse / der Drehort ist außerordentlich grenzwertig und imo nur dadurch zu rechtfertigen, dass es ein verdammt unwichtiger Außenposten ist. Immerhin können jetzt aber viele "Star Trek" – Fans in den Kellern ihrer Häuser Fanfilme drehen und guten Gewissens behaupten, dass es sich um einen Außenposten der Sternenflotte handeln würde.

                        Im Außenposten trifft man auf das letzte prominente zukünftige Besatzungsmitglied der Enterprise: Montgomery Scott.

                        Als eigenständige Chefingenieurs-Rolle gefällt mir Simon Peggs Interpretation sehr gut, aber als Montgomery Scott wirkt er auf mich erstmal sehr fremd.
                        Scotty wird ja auch im neuen Film viel für seine Sprüche gelobt, aber dummerweise kann ich mich nach den Film an kaum einen dieser Sprüche wirklich erinnern.
                        Gut war auf jeden Fall wie Kirk und Spock von Scotty auf die Narada gebeamt werden und Scotty meint, dass sie in einen Lagerraum und völlig alleine erscheinen würden, wenn das andere Schiff nur mit einen Funken Verstand konstruiert wäre; da wußte man sofort, dass Kirk und Spock auf der Brücke umgeben von Romulanern herauskommen würden. Außerdem kam natürlich noch der Spruch, dass Scotty alles aus den Maschinen holt, was geht. Ach, ja die Anspielung mit Admiral Archers Beagle war auch nett.
                        Trotzdem erscheint mir der alte Scotty ein gutes Stück sympathischer und auch lustiger. Viele der Sprüche des alten Scotty sind imo absolut Kult; hiervon ist der neue Scotty noch ziemlich weit entfernt.
                        Fairerweise ist aber auch zu erwähnen, dass mein Eindruck des alten Scotty maßgeblich von der ruhigen Stimme des Synchronsprechers geprägt sein mag; nimmt man hingegen die imo eher unangenehme Stimme von James Doohan als Grundlage, so sollten sich beide Scottys schon etwas annäheren.

                        Wenig gelungen fand ich Scottys kleinen Kollegen. Gut, in diesem Film hat es insgesamt funktioniert, aber viel Potential für Fortsetzungen sehe ich da nicht mehr. Ich tippe darauf, dass der Kollege im nächsten Film einfach verschwunden sein wird.

                        Mit den Transwarp – Beamen habe ich keine Probleme, schließlich konnte man das ja im Originaluniversum auch (z.B. "Die Macht der Paragraphen"), auch wenn man es dort nicht ausdrücklich so genannt hat.
                        Man muß jetzt nur aufpassen was man mit dieser Technik macht.....ein bißchen Entwicklung und Raumschiffe sind so gut wie überflüssig und man kann "Star Gate" drehen....aber wahrscheinlich wird es soweit nicht kommen und ganz in der Tradition von "Star Trek" wird man vermutlich auch vom Transwarp - Beamen nie wieder etwas hören.

                        Spocks und Kirks Verabschiedung war klasse:
                        Kirk: „Eine Zeitreise zu machen ist ja Mogelei.“
                        Spock: „Das hat mir ein alter Freund beigebracht.“
                        Wie Spock sich später darüber lustig gemacht hat, dass er Kirk ein mögliches Zeitparadoxon aufgequatscht hat, hat mir auch sehr gut gefallen.

                        Kirk und Scotty kehren auf die Enterprise zurück und diese Rückkehr markiert für mich auch den Punkt, an dem der Film spürbar schlechter wird.
                        Die Kür ist gelaufen es folgt die Pflicht.
                        Man merkt so richtig, dass der Großteil des Pulvers verschossen ist, da aber eben noch dieser Superschurke ist, der zwangsweise noch zur Strecke gebracht werden muß.
                        Über reine Pflichterfüllung kommt man im letzten Drittel kaum noch hinaus; der Film fühlt sich eher wie schwere Arbeit, denn wie ein kreatives Kunstwerk an.
                        Als Zuschauer habe ich dies mit einigen Blicken auf die Uhr quittiert, - ich mag es einfach nicht, wenn Filme „gearbeitet“ werden und so kann ich auch nicht sagen, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist, da dem Film eben zum Ende hin spürbar die Luft ausgeht.

                        Wie Kirk und Scotty wieder auf der Enterprise erscheinen und Scotty von der Innenseite des Tanks klopft war ein sehr gelungener Gag, - aber wieso geht es dann mit diesem völlig uninspirierten und unspannenden (da klar ist, dass Scotty nicht wirklich in Gefahr ist) Tauchgang weiter? Es hätte imo völlig gereicht, wenn Kirk eine Klappe am Tank geöffnet hätte und Scotty naß heraus gekommen wäre, - in diesem Sinne wäre weniger mehr gewesen.

                        Auf der Brücke beleidigt Kirk Spock so lange, bis dieser ihn angreift womit der Beweis für Spocks Kommandounfähigkeit erbracht wird.
                        Kirks Beleidigungen erscheinen mir ziemlich plump, aber vielleicht erinnert die Szene ja auch nicht nur zufällig an die "TOS" – Folge "Falsche Paradiese", in der Kirk Spock auch so aggressiv machen mußte, dass er ihn angreift und zu diesem Zwecke behauptet hat, dass Spocks Vater ein Computer und seine Mutter ein Taschenrechner (oder so ähnlich) gewesen sei und er deswegen ja sowieso nicht mit einer Frau zusammen sein dürfte.

                        Dass erstmal alle wegen Spocks Ausraster geschockt sind, verstehe ich, aber wenn Kirk von Spock eine gefühlte Minute gewürgt wird und alle wie die Ölgötzen dastehen, wünscht man sich dann doch mal, dass jemand etwas sagt (was Sarek ja schließlich dann auch endlich mal tut).
                        Im Grunde ist es schon glücklich gelaufen, dass Spock dann seine Kommandounfähigkeit selbst erkennt und freiwillig das Feld räumt, - das hätte sonst böse enden können.

                        Kirks Kommandoübernahme über die Enterprise ist natürlich ein großer Moment, bei dem man viel falsch machen konnte.
                        Anders als der Trailer vermuten ließ, ist die Kommandoübernahme im Film dann sehr beiläufig inszeniert.
                        Unter Umständen hätte das zu wenig sein können, aber der Film löst das mit dem sehr eleganten Kniff, dass Kirk bereits früher im Film wie selbstverständlich im Stuhl saß und man sich schon fragte was er da macht und wo eigentlich Spock ist, worauf dieser dann natürlich auch sofort auftauchte --> Spock: „Raus aus dem Stuhl.“

                        Lustig war auch, wie Spock später dann wieder auf die Brücke kommt um Kirk auf die Narada zu begleiten und sagt, dass er irgendetwas tun könnte, was Kirk aber ohnehin ignorieren würde, worauf Kirk ihn gegen den Oberarm schlägt und meint, dass man sich nun schon viel besser verstehen würde.

                        Das war sicherlich der schönste und persönlichste Moment zwischen Kirk und Spock im ganzen Film.
                        Im allgemeinen finde, ich dass die Chemie zwischen den großen Dreien im nächsten Film noch ausbaufähig ist.
                        Kirk – McCoy haben ziemlich gut funktioniert aber im Zusammenspiel mit Spock ist noch recht wenig Chemie spürbar.
                        Glücklicherweise kann dies aber auch direkt mit der im Film erzählten Geschichte zu tun haben, denn Spock und die beiden anderen kennen sich eben noch nicht richtig und sind sich fremd, also darf man da für den nächsten Film noch bester Hoffnung sein.

                        Spock selbst präsentiert sich recht verändert zu früher, aber keineswegs uninteressant, es hat mir sogar großen Spaß gemacht dem neuen Spock in diesem Film zuzusehen.
                        Vielleicht ist es sowieso besser hier eine ganz eigene Interpretation zu wagen, denn ob die besondere Ausstrahlung, die Nimoy in die Rolle hineinlegen konnte nochmal zu erreichen ist, ist imo sehr fraglich.
                        Was mir dennoch etwas fehlt sind die trockenen Kommentare, sie sind zwar durchaus da aber ihnen fehlt eben das besondere Etwas von Herbert Weicker, - auch das „faszinierend“ klingt daher mal so überhaupt nicht faszinierend.
                        Zu einen Großteil mag das aber die Schuld der Snychro sein, denn Quinto selbst scheint doch ein gutes Stück näher an Spock zu sein, was eigentlich schade ist, da die Synchronstimme ansonsten ziemlich gut zu dem paßt was Spock im Film sagt und tut.
                        Ansonsten sehe ich Spock als möglichen Leidtragenden der Wunderkind-Crew der neuen Enterprise; - wenn jeder Spezialist irgendwas beizutragen hat, bleibt möglicherweise für Spock nichts mehr übrig.
                        Und in der Tat hat er imo zumindest in diesem Film doch nichts Intelligentes zur Lösung der Probleme beigetragen (andere zu bestätigen zählt nicht).

                        Auf der Narada kommt es zu einer großen leider total unspannenden Actionsequenz, es ist halt „Viel Schießerei um nichts.“, - schade, das geht besser.
                        Dass es auf der Narada solche tiefen Abgründe gab hat mich nicht gestört, insgesamt wirkte das Innendesign der Narada in sich sehr stimmig, - hat mir gut gefallen.
                        Es war nur etwas schade, dass man die Abgründe nicht besser ausgekostet hat...ach und ja.....wieso hat Kirk sich nicht sein verdammtes Hemd zerrisssen?

                        Nero will auch die Erde vernichten und setzt erneut seinen Bohrer ein. Der Bohrstrahl in der Bucht von San Francisco sah zwar sehr spektakulär aus aber wie schon zuvor: Es ist nicht spannend; die Bedrohung der Erde wird für den Zuschauer nicht greifbar, nicht fühlbar, nicht erlebbar.
                        Besser hat es da seinerzeit "Star Trek IV" gemacht, wo man mehr als einmal dachte, dass es zu Ende geht und die Menschen dafür bestraft werden, dass sie die Wale ausgerottet haben.

                        Bei "Star Trek XI" ist es dann aufgrund der reinen Pflichtaufgabe den Bösen aufzuhalten, natürlich klar, dass Spock sich in sein kleines Raumschiff setzt, losfliegt und einfach den Bohrkopf zerschießt. Direkt darauf kehrt er um und reißt auch die Narada (mit etwas Hilfe der Enterprise) in den Abgrund, - alles völlig problemlos und leider auch total unspannend....tja, zum Glück ist es nicht immer so einfach den Tag zu retten.
                        Btw. schön, dass der herunterfallende Bohrkopf nicht die Golden Gate Bridge zerstört, - ich hatte fest damit gerechnet, dass er treffen würde.

                        Zurück auf der Enterprise übermittelt Kirk an Nero ein Hilfsangebot und erklärt Spock gegenüber wieso das die logische Vorgehensweise ist und dass er Spock damit eine Freude machen wollte (der darauf aber in diesem Fall keinen Wert legt).
                        Nero lehnt das Angebot ab und besiegelt damit sein Schicksal.
                        Es war aber übertrieben, dass Kirk die Enterprise nochmal aus allen Rohren hat feuern lassen; es hätte völlig ausgereicht, wenn Nero mit der Narada bei entsprechender Musik im Schwarzen Loch untergegangen wäre.

                        Bei einem Treffen zwischen dem jungen und dem alten Spock („Ich bin nicht unser Vater.“) erfährt man, dass der alte Spock im Alternativen Universum bleibt und dort den überlebenden Vulkaniern helfen will, wozu er auch schon eine geeignete Kolonie ausgemacht hat (so kann Spock also an zwei Orten gleichzeitig sein und sowohl seinem Volk helfen, als auch in der Sternenflotte sein).
                        War sehr schön, wie der alte Spock den jungen Spock auffordert mal die Logik zurückzustellen und einfach mal etwas für sich selbst zu tun.
                        Der Abschiedsgag des alten Spock („Da meine übliche Verabschiedung hier seltsam eigennützig erscheinen würde, sage ich einfach viel Glück.“) braucht eine Weile um zu wachsen, hat aber durchaus das Potential zu einen absoluten Top-Spruch, an den man sich lange erinnern wird.

                        Wie der alte Spock dann die Beförderung von Kirk von einem Balkon aus verfolgt, ist imo eine sehr schöne Abschlußszene für diesen Charakter.
                        Es ist wohl nicht ausgeschlossen den alten Spock nochmal wiederzusehen, aber ehrlich gesagt wünsche ich es mir zumindest für "Star Trek XII" jetzt nicht; dieses neue Universum gehört der neuen Crew, die ihre eigenen Abenteuer erleben soll.

                        Kirks schnelle Beförderung zum Captain ist natürlich einer der großen Kritkpunkte des Films, - glaubwürdig ist das natürlich nicht.
                        Allerdings im Unterschied zu früheren Momenten wird der erneute Schwachpunkt nicht auch noch vom Drehbuch extra nochmal kommentiert, so dass das Ding im Film selbst eigentlich sogar ganz gut funktioniert, wenn man es nicht zusehr hinterfragt.
                        Ein Zeitsprung um einige Jahre hätte sich sicherlich angeboten, aber imo ging es darum, dass es Kirk in den von ihm vorhergesagten drei Jahren schafft.

                        Ein Gutes hat die Angelegenheit aber: Bei diesem Werdegang und der damit verbundenen Kritik wird wohl in 20 Jahren kein Autor mehr auf die entsetzlich dumme Idee kommen irgendeine Tante, die man in einer Höhle trifft und danach niemals wieder sieht, zum jüngsten Captain aller Zeiten zu erklären (was haben sie sich in "TNG" bloß dabei gedacht.).
                        Dieser Titel steht einfach Kirk zu und diesmal denke ich, wird er ihn auch behalten.

                        Die Abschlußsequenz beginnend damit, dass alle ihre bekannten Plätze auf der Brücke einnehmen und sich einsatzbereit melden, war sehr schön.
                        Toll vor allem wie Spock sich als Kandidat für den Posten des ersten Offiziers meldet und Referenzen dabeilegen kann, wenn Kirk dies wünschen sollte.
                        Dazu spielt noch einmal das genial letzte Drittel von "Enterprising Young Man", welches so eine wunderbare „Jetzt geht’s los“ – Stimmung erzeugt.

                        Der Aufbruch der Enterprise zu der berühmten von Spock gesprochenen Einleitung ist das standesgemäße Ende des Films.
                        Man weiß, dass die Enterprise nun wieder mit voller Kraft unterwegs ist und viele weitere Abenteuer erleben wird.
                        Auf der anderen Seite würde die Szene aber auch durchaus als Abschluß funktionieren für den Fall, dass es nicht weitergeht, - ein weit besserer Abschluß als der "TNG"-Crew in "Nemesis" vergönnt gewesen war.

                        Fazit:

                        Im Vorfeld konnte ich den Film nicht einschätzen und wußte nicht ob er mich zufriedenstellen würde oder nicht (es gab Dinge die dafür und welche die dagegen sprachen), aber jetzt bin ich froh, dass sich "Star Trek XI" als ziemlich guter Film erwiesen hat.
                        Ich hätte zwar auch gerne den Film gesehen, den der zweite Trailer versprochen hatte, bin aber auch damit zufrieden, dass es nun insgesamt wie erwartet der seichte Abenteuerfilm aus dem ersten Trailer geworden ist, denn das macht der Film auf jeden Fall ganz hervorragend.
                        Lustigerweise dürfte "Star Trek XI" der "TOS"igste "Star Trek" – Film aller Zeiten sein (die Original- "TOS"-Filme unterschieden sich stimmungsmäßig ziemlich von der Serie, - was sie aber nicht weniger genial macht).
                        Auf jeden Fall ist er die größte "TOS"-Zitatsammlung, die mir jemals begegnet ist, - Wahnsinn was die da alles untergebracht haben.

                        Die Effekte sind sehr gut, aber nicht außergewöhnlich gut; - imo hat "Star Trek XI" keine Effekt-Szene hervorgebracht, die das Potential hätte, dass man noch in 20 Jahren über sie spricht.
                        Der Soundtrack ist hervorragend, - in seiner Gesamtheit sicherlich der beste "Star Trek" – Soundtrack seit einiger ganzen Weile.

                        Kritisieren muß ich, dass die Chance auf einen Neuanfang tlw. nicht zufriedenstellend genutzt wurde. So befinden sich eine Menge der großen Fehler (distanzierte Darstellung von höchst emotionalen Momenten, erzählerische Schwächen, nicht genutztes Potential, unnütze Effekte, unnütze Action etc.) der letzten "Star Trek" – Produktionen in (zumeist abgeschwächter Form) auch im neuesten Film wieder.
                        Aufgrund der Qualitäten des Films spielt das hier kaum eine Rolle, aber ich hoffe, dass sich die Produzenten der Problematik bewußt sind und man sich nicht schon im nächsten Film wieder ärgern muß.
                        Für den nächsten Film wünsche ich mir auch, dass man so manche filmische Spielerei (wie die kaum mal ruhigstehende Kamera) wieder etwas zurückfährt, - ich glaube nicht, dass "Star Trek XI" dies in diesem Maße nötig gehabt hat.

                        Ich bin mir noch nicht sicher, wo ich "Star Trek XI" schließlich in meiner persönlichen Rangliste einordnen werde, bin mir aber aufgrund des recht schwachen letzten Drittels doch relativ sicher, dass er nicht in die absolute Spitzengruppe (Star Trek 2 – 4 und 8) vorstoßen kann.
                        Bei "Star Trek" – Filmen ist für mich auch der Wiedersehwert von entscheidender Bedeutung und ich denke hier leidet "Star Trek XI" aus dem vorgenannten Grund.
                        Mit wirklicher Sicherheit wird sich das natürlich erst mit der Zeit zeigen; für den Augenblick ordne ich den Film zusammen mit Star Trek 6 und 7 im Verfolgerfeld ein.

                        So mancher erwartet ja für den nächsten Film eine besonders gute Story, da man sich nicht mehr mit der Zusammenführung der Crew beschäftigen muß, ich bin da etwas skeptischer.
                        Wie so häufig bot die Zusammenführung der Crew wie bei vielen anderen Filmen mit einer Ursprungsgeschichte ein Geländer an dem sich die Autoren entlanghangeln konnten, was sie auch weitestgehend gut getan haben. Die Glanzstücke des Filmes finden in diesem Bereich statt, verläßt man ihn jedoch bleibt leider nur eine 0815 Story übrig (und nein, das hätte nicht zwingend so sein müssen).
                        Was die Autoren nun also im nächsten Film ohne ihr Geländer machen ist imo erstmal völlig offen.

                        Und noch ein weiteres Risiko besteht: Trotz des oftmals verkündeten Neuanfangs hat man nun bereits zum fünften Mal ein Raumschiff und seine Crew welche fremde neue Welten erforscht, da ist die Gefahr natürlich viel größer, dass kalter Kaffee aufgewärmt wird, als wenn man im alten gut ausgebauten Universum mit einen völlig anderen Konzept gestartet wäre (eine Möglichkeit, die man sich natürlich mit „Voyager“, „Enterprise“ und „Nemesis“ zumindest sehr erschwert hat).

                        Dennoch ist das Dilemma welches ich vor dem Film befürchtet hatte eingetreten:
                        Ich hätte absolut nichts dagegen wöchentlich ein neues Abenteuer von Kirk und Co präsentiert zu bekommen, aber alles was bestenfalls kommt ist eine handvoll Filme.
                        Nunja, dann heißt es eben erstmal warten und das Beste hoffen.

                        Bis dahin bewerte ich den Film mit 5 Sternen.

                        ** ***

                        (Für die Umfrage ist es eine 2)
                        Zuletzt geändert von John Sheridan; 01.06.2009, 00:58.

                        Kommentar


                          mal ne ernstgemeinte Frage sind hier einigew wirklich älter oder wird hier nur beständig behauptet seid x Jahren Fan zu sein um seinem eigenen Beitrag leigitmität zu verleihen?

                          ich meine z.B. :
                          Zitat von Viper2008 Beitrag anzeigen
                          Natürlich war es an der Zeit einiges aufzupeppen, ganz klar.
                          Aber ich für meinen Teil bin nun seit mehr als 30 Jahren Star Trek Fan und fühle mich schlicht und einfach verarscht!

                          Wir reden hier ja schließlich nicht davon das Star Trek für eine neue Generation von Fans angepasst wurde. Nein die Initiatoren dieses Machwerkes erschaffen sich ein vollkommen neues Universum in dem offensichtlich nichts von dem in 40 Jahren gewachsenen Canon mehr Gültigkeit hat.
                          („Sch…..doch auf die Fans!“)

                          Außer den Namen , die als Zugpferde missbraucht wurden wurde doch wirklich alles in die Tonne getreten. Mir dreht sich der Magen um bei dem Gedanken was da noch so alles auf uns zukommen wird.
                          Das sit eher der Umgangston eines Miderjährigen, aber bestimmt nicht von einem Erwachsenen +30 der im leben steht und eventuell Familie hat. Theoretisch sollte man im Alter doch etwas ruhiger werden und nicht mehr alles so fanatisch sehen oder deswegen gleich auf die Barrikaden springen. Bin ich der einzige dem das komisch vorkommt? Vor allem wenn man in einem Forum Unterwegs ist als Erwachsener wird man sich bestimmt keinen Usernamen ala Viper2008 geben.
                          www.planet-scifi.eu
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                          Kommentar


                            Das einzige was mir wirklich gar nicht gefallen hat waren diese Plastikvorhänge durch die der Captain mehr als einmal durch mußte bis er im Shuttle saß, wofür sollen die gut sein? Das sah billig und peinlich aus.
                            Endlich erwähnt es mal einer. Ich wurde bei solchen Details auch arg stutzig. Bei den Plastikvorhängen habe ich mich gefragt, ob Robau gerade aus dem Cockpit eines Shuttles oder aus dem Leergutlager eines Supermarktes kommt.

                            Tja, Nero vernichtet also die Kelvin und verbringt die nächsten 20 – 25 Jahre mit...mit....vielleicht mit dem Ansehen der DVD-Sammlung der Narada?....Besser nicht drüber nachdenken.
                            Er befand sich in klingonischer Gefangenschaft. Blöd, dass diese Szene wieder entfernt wurde, auch wenn Abrams Erklärung für den Schritt einleuchtend ist. An der Stelle muss man dann der Geschichte und dem Drehbuch einen Vorwurf machen, weil es sich nicht für den Film und vor allem dessen Ziele eignete.

                            Es gibt da z.B. die Rote Materie, was macht die Rote Materie? Antwort: Schwarze Löcher und das ist alles was ich dazu wissen möchte.
                            Rote Materia geht wahrscheinlich auf Seltsame Materie zurück, die tatsächlich existiert und von der einige Wissenschaftler sogar glauben, dass sie tatsächlich die Eigenschaft haben kann, normale Materie zu binden. Dummerweise dürften nur die wenigsten Zuschauer von dieser Materie wissen, weshalb man sich vielleicht entschieden hat, das Zeug nicht seltsame Materie sondern rote Materie zu nennen. Das Resultat kann dann leider so wirken, dass man die rote Materie für ein plumpes Plot-Device hält.

                            Es ist ehrlich gesagt eher wirklich eine Szene für einen Trailer und im Film wirkt sie fast etwas überflüssig, obwohl sie natürlich den Kontrast zur darauf folgenden Szene mit dem jungen Spock dient.
                            Ich fand die Szene als Charakterisierung von Kirk gelungen. Leider enthält die Szene keine weiteren Information zu den offenbar zerrütteten Familienverhältnissen. Hätte Kirk seinem Onkel am Autotelefon ein "Halts Maul, ich komme ich nicht mehr zu dir zurück!" entgegen geworfen, hätte wohl jeder Zuschauer verstanden, dass die Szene keinen dummen Jungenstreich sondern eher eine Flucht aus den Lebensverhältnissen des jungen Kirk zeigt.

                            Sareks Begründung dafür, dass er Amanda geheiratet hat, ist natürlich die naheliegendste und mag auch logisch sein, aber ich muß sagen, dass ich sie echt armselig finde.
                            Natürlich wirkt die Szene armselig oder vielmehr kalt und unmenschlich und unnatürlich und oft vor allem verstörend. Dies ist doch einer gewollten Reibungspunkte der Vulkanier (jedenfalls sehe ich das so). Wenn du dir mit deiner besten Freundin und einem Vulkanier "Bambi" anschaust, wird deine Freundin flennen, wenn Bambi seine Mutter stirbt. Der Vulkanier wird wohl nur sagen "Das ist der logische Lauf der Dinge!" und deine Freundin wird ihm die Ohren abbeißen wollen. Dass die Vulkanier eben nicht den Motivationen und Emotionen folgen, die Menschen erwarten, ist in meinen Augen eines der wichtigen Merkmale der Vulkanier, und ich hätte es seltsam gefunden, wenn Sarek in dem Moment etwas anderes gesagt hätte.

                            Die Lösung wie der Test zu „gewinnen“ ist war mir etwas zu platt; da bevorzuge ich ganz klar die bisher bekannte Variante wonach man sich als legendärer Sternenflotten-Captain ausgibt, was die Klingonen dazu bringt sich zurückzuziehen; - speziell zu dem in diesen Film vorgestellten Kirk hätte das imo perfekt gepaßt.
                            Ich kann mir vorstellen, dass das als "zu dick aufgetragen" empfunden worden wäre. Vielleicht hat mich sich auch genau deswegen für diese Variante entschieden.

                            Die Haltung, die Gestik, die Mimik, da läßt sich eine Menge wiedererkennen und somit gibt es da absolut nichts zu meckern. Ich freue mich jetzt schon auf eine weitere Darbietung von Pine als Kirk.
                            Einer meiner liebsten Momente ist jener, als Kirk am Ende des Filmes als Captain seine Brücke betritt, inne hält und mit leicht geneigten Kopf die Brücke und die Crew mustert. In dem Moment habe ich William Shatner gesehen. Insgesamt war Pine's Leistung vielleicht ein wenig übermotiviert. Anderseits habe ich auch eher den alten Film-Kirk in Erinnerung und eher nicht den Serien-Kirk. Möglicherweise passt die sehr ausgeprägte Darstellung von Pine wie die Faust aufs Auge für einen jungen und noch ungestümen und vielleicht auch überheblichen Kirk.

                            In die Reihe der Admiräle hätte man imo auch gut William Shatner setzen können; hier wäre durchaus ein kleiner Gastauftritt drin gewesen (ich bin darauf gekommen, weil einer der Admiräle imo eine gewisse Ähnlichkeit mit George Takeis Sulu hatte).
                            Shatner hat einen Cameo abgelehnt. In folge dessen hat man eine andere Lösung gesucht, die ein Hologramm des Shatner-Kirk beinhaltet hätte. Man hätte das sehr gerne gemacht (und es klingt auch toll, wenn man es liest), aber laut Aussagen von Abrams wirkte jede erdenkliche Lösung wie ein krampfhafter Versuch, Shatner irgendwie in den Film zu kriegen. Und der EInschätzung kann ich nur zustimmen. Lieber keinen Shatner als einen Shatner, der wie ein Fremdkörper wirkt, der eigentlich nicht in den Film passt.

                            Ich hoffe auch hier auf eine Überarbeitung hin zum nächsten Film: Da die Brücke auch deutlich zu hell ist, könnte man wahrscheinlich schon eine Menge dadurch erreichen wenn man vieles von dem was jetzt weiß ist (bzw. weiß erscheint) mit schwarzen, roten oder silbernen Akzenten versehen würde. Da sowieso überall kleine Lampen angebracht könnte man sie eventuell auch nutzen und das Hauptlicht reduzieren. Insgesamt sollte die Brücke einfach etwas wohnlicher und einladender sein.
                            Ich hoffe ja, dass es eine Petition geben wird, die u.a. einfordern wird, dass die Brücke etwas schummriger und einladender wird. Kirk könnte in STXII fragen, warum das Licht seit der letzten Modernisierung dunkler geworden ist, und Spock könnte antworten "Studien haben ergeben, dass die Besatzungsmitglieder gedämpftes Licht bevorzugen und in einer solcher Umgebung effizienter und ausdauernder arbeiten können!". Mir wäre es auch recht, wenn die Brücke etwas dunkler und akzentuierter wäre.

                            Der neue Maschinenraum ist sicherlich ziemlich gewöhnungsbedürftig, gehört für mich aber durchaus zu den interessantesten Dingen am neuen Schiff. Es hätte nicht unbedingt sein müssen, aber schlecht ist der Ansatz nicht.
                            Im neuen Maschinenraum sehe ich das gegenteilige Extrem zu den bisherigen Maschinendecks. Die alten Maschinenräume waren stets stets klinisch rein, und wenn mal was kaputt war, hat ein Crewmitglied irgendein seltsames Gerät aus der Tasche gezogen, das lustige Lichter und Geräusche von sich gab und offenbar irgendwelche Strahlen ausgesendet hat, die irgendwas an dem defekten Gerät machten, damit es wieder funktionierte, was oft einfach nur lächerlich wirkte. Der neue Maschinenraum sieht leider aus wie eine Brauerei, in der einige wenige Requisiten aufgestellt wurden, was daran liegt, dass der Maschinenraum tatsächlich eine Brauerei ist, in der einige wenige Requisiten aufgestellt wurden. Ich wünsche mir sehnlichst eine Mischung aus beidem: Einen klar strukturierten Maschinenraum mit einem Warpkern irgendwo im Zentrum (auch wenn in TOS nie ein Warpkern zu sehen war, dafür aber in den Filmen), in dem es auch mal schmutzig ist, in dem es auch mal leckt und dampft und qualmt und in dem man neben dem Wummern des Warpkerns auch Geräusche von mächtigen Maschinen im Hintergrund hört. Dieser Maschinenraum sollte außerdem voller Geräte und Installationen sein, die auch angefasst werden wollen, die man auch härter ran genommen werden müssen und an denen man auch mal mit einem Schraubenschlüssel und nicht immer nur mit irgendwelchen Strahlen-Reparatur-Dingsbums-Dingern herum macht.

                            Obwohl der Stil funktioniert denke ich aber auch, dass der Film diese Spielereien nicht nötig gehabt hätte, da kann man im nächsten Film einiges zurückfahren und auch einige ruhige Szenen mehr einbauen.
                            Dein Wort in Gottes oder wenigstens Abrams' Ohr!

                            Die Effekte des Films waren insgesamt sehr gelungen, aber nicht so außergewöhnlich, dass man ständig mit offenen Mund dasitzen müsste. Das liegt allerdings nicht nur an der Qualität sondern auch an der Inszenierung. Es genügt eben nicht tolle Effekte zu haben, man muß auch wissen wie man Effekte in Szene setzt ...
                            Die Einstellung, in der die Kamera der Kelvin parallel folgt und man die Kelvin sieht, wie sie in das Gewirr der Aufbauten und "Armen" der Narada eintauchte. Das fand ich neben der armen Frau, die in das All hinaus gesaugt wurde, sehr ansprechend.

                            Allerdings weiß ich nicht so recht, wieso Pike am Ende zum Admiral befördert wird (mal abgesehen davon, dass so natürlich der Platz in der Mitte frei wird), genau genommen hat er nicht wirklich viel geleistet außer sich von Nero foltern zu lassen.
                            Nun ja, er saß im Rollstuhl. Offenbar war er nicht mehr dienstfähig als Captain. So habe ich es jedenfalls gesehen. Sicherlich hätte man aber eine entsprechende Information durchaus fallen lassen können.

                            Unterm Strich erfüllt Nero als Gegner seinen Zweck, aber nicht mehr. Er reiht sich damit im unteren Drittel der "Star Trek" – Filmschurken ein.
                            Im Oiginal macht Bana mehr aus dem Charakter, auch wenn der Charakter aufgrund mangelnder Unterstützung aus dem Drehbuch keine Chance hatte, überzeugend zu sein. Aber allein die Stimme, die Bana Nero verleiht, macht ein wenig Boden gut.

                            Tja, schade, dass Kirk im "Star Trek"- Universum nicht behaupten kann, dass die Macht ihn geführt hätte, so muß man den (riesengroßen) Zufall bemühen.
                            Orci spricht an der Stelle von einer "umgekehrten Entropie", die die Zeitlinie veranlasst, sich selbst wiederherzustellen und daher die Dinge so zu ordnen, wie sie sein sollten. Es gibt eine entsprechende Dialogzeile zwischen Spock und Kirk, die leider der Schere zum Opfer wurde. Letztendlich ist dies ein greifbarer Ersatz für das Schicksal.

                            Wie Kirk und Scotty wieder auf der Enterprise erscheinen und Scotty von der Innenseite des Tanks klopft war ein sehr gelungener Gag, - aber wieso geht es dann mit diesem völlig uninspirierten und unspannenden (da klar ist, dass Scotty nicht wirklich in Gefahr ist) Tauchgang weiter?
                            Dem stimme ich zu. Die Szene hätte viel besser funktioniert, hätte Kirk Scotty gleich darauf durch eine Luke aus dem Tank gezogen. So wird der nette Moment zusammen mit Scotty weg gespült.

                            Auf der Narada kommt es zu einer großen leider total unspannenden Actionsequenz, es ist halt „Viel Schießerei um nichts.“, - schade, das geht besser.
                            Na war doch die Szene zwischen Spock und Kirk auf dem Jellyfish, die auf angenehme Weise humorvoll war und zudem einen schönen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung hin zu den Freunden, die gemeinsam immer wieder die Föderation retten, geboten hat.

                            Es war aber übertrieben, dass Kirk die Enterprise nochmal aus allen Rohren hat feuern lassen; es hätte völlig ausgereicht, wenn Nero mit der Narada bei entsprechender Musik im Schwarzen Loch untergegangen wäre.
                            Es stand zu befürchten, dass die Narada das Schwarze Loch überleben und irgendwo anders wieder raus kommen könnte, um vielleicht noch Schlimmeres Unheil anzurichten.

                            als wenn man im alten gut ausgebauten Universum mit einen völlig anderen Konzept gestartet wäre (eine Möglichkeit, die man sich natürlich mit „Voyager“, „Enterprise“ und „Nemesis“ zumindest sehr erschwert hat).
                            Fraglich, ob die Fanbase einen Stilbruch im alten Kanon akzeptiert hätte und ob sich die Zuschauer, die man bisher nicht erreicht hat (und die braucht der Franchise heute dringender denn je), für eine unbekannte Crew auf einem unbekannten Schiff in einem neuen Universum begeistert hätten oder ob sie es nicht gleich als "mehr von demselben, das mich eh nie gepackt hat" bei Seite gelegt hätten. Allerdings ist es auch fraglich, ob dieses lückenhafte und schlecht entwickelte Drehbuch den Aufwand eines Paralleluniversum wert gewesen ist.
                            Zuletzt geändert von Lukewarm; 01.06.2009, 13:39.

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                              Zitat von Leif Beitrag anzeigen

                              Ich habe mir nie vorstellen können wie die Welt in Frieden Leben soll, geht einfach nicht. Sie ist zu grausam. Ich habe nie die Sternenzeit verstanden mit den vielen Zahlen, wir rechnen ja in Tagen, Monaten und Jahren und Stunden und Minuten.
                              hier ist mal ein Link wie heute die Sternzeit berechnet wird.
                              Sternzeit ? Wikipedia

                              Zitat von Leif Beitrag anzeigen
                              Ich habe nie verstanden wieso es so wenig Sex gibt auf dem Raumschiff Enterprise und in der Sternenflotte.
                              OK Star Trek ist jetzt kein Schmuddelfilm und wenn dann sollte man eine Star Trek Serie ab 18 produzieren damit sie sowas noch zeigen können. Wäre ja auch mal interessant

                              Ja ein bissel mehr Liebesszenen hätten sie schon zeigen können.

                              Zitat von Leif Beitrag anzeigen
                              Ach ja ab 1967 gab es Fanzines, so Fan Zeitungen und ab 1972 gab es Conventions, und wer noch wissen möchte wie berühmt dass alles ist, Ungefähr 400.000 Briefe wurden von Fans an die NASA geschickt, mit der Bitte ein Space Shuttle „Enterprise“ zu nennen. Dies wurde 1976 nach der Fertigstellung des ersten Space Shuttles tatsächlich realisiert. Toll oder?
                              Ja das ist toll und schön das der Name Enterprise auch weiter hin fort gefahren wird gab ja auch noch danach ein Flugzeugträger mit den Namen Enterprise
                              "Alle Menschen sind von Geburt an gleich und die Erde ernährt alle. Wenn ein Mensch geboren wird hat er das Anrecht auf ein Stück Land, das Ihm ernähren kann. Wenn aber alles Land schon aufgeteilt ist unter wenigen, die meine das sei Ihr Eigentum, dann muss ein Ausgleich geschaffen werden. Dieser Ausgleich ist ein Grundeinkommen, für diejenigen die kein eigenes Land mehr haben und sich nicht selbst versorgen können"

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                                uff das ist ne lange erklärung, super
                                ja die vorhänge sahen peinlich aus
                                1 warpgondel auf der kelvin ist durchaus realistisch
                                das mit der roten materie fand ich unrealistisch und wenn die ganze kugel dann in die luft geht müßte ja das Universum in gefahr sein
                                ja sonst unlogisches? die falschen Klamotten der Crew, und der übermorderne Sessel

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