Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Gesamtbewertung der Sequel-Trilogie und Fazit

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Gesamtbewertung der Sequel-Trilogie und Fazit

    Wie schon angekündigt möchte ich nach dem Release von Episode IX - Der Aufstieg Skywalkers hier mal eine Diskussion über eure Bewertungen der gesamten Sequel Trilogie starten.

    Ich fange daher auch mit meinem Fazit an:

    -----

    Wenn ich die Disney-Sequel Trilogie mit einem Wort beschreiben sollte, dann ist dies folgendes: Planlosigkeit.


    Nachdem wir nun die drei Filme (Episode VII - Das Erwachen der Macht, Episode VIII - Die letzten Jedi und Episode IX - Der Aufstieg Skywalkers) kennen, ist wohl offensichtlich, dass Disney bzw. das zu Disney gehördene Lucasfilm im Vorfeld keinen Plan gemacht hat, welche Geschichte man in den drei Filmen des Sequel Trilogie eigentlich erzählen wollte. Es gab offenbar keine so genannte Story-Group, die eine Gesamthandlung ausgearbeitet hätte und die im Anschluss darauf geachtet hätte, was in den Filmen inhaltlich erzählt wird.

    Soweit wir wissen, hat JJ Abrams nach Episode VII eine grobe Handlungsskizze verfasst, was seiner Meinung nach in den Episode VIII und IX passieren sollte. Rian Johnson hat sich in Episode VIII aber nicht daran halten müssen und hat seine eigene Geschichte erzählt. Diese passte aber stilistisch nicht wirklich zum direkten Vorgänger und hinterließ am Ende praktisch keine offenen Handlungsfäden, auf denen man das Finale der neuen Trilogie hätte aufbauen können. Damit stand man dann vor dem letzten Film vor dem großen Problem, dass man sowohl eine komplett neue Bedrohung konstruieren, als auch die Aussagen und Motive beiden vorherigen Filme einbauen musste. Und dies hat in der Gesamtheit leider nur bedingt funktioniert.

    Wenn ich die Sequel Trilogie als Gesamtwerk betrachte, dann sehe ich abseits der eh schon in sich kaum stimmigen Gesamtstory noch weitere fundamentale Schwächen. Vor denen will ich ein paar herausgreifen.


    I. Fehlendes World Building

    Man mag über die Prequel Filme (die Episoden I bis III sagen was man will, aber sie haben das Star Wars Universum definitiv bereichert und ausgebaut. Die Originale Trilogie brauchte dies noch nicht so sehr, da man den Konflikt hier noch gut auf den Rahmen "kleine Rebelltentruppe gegen übermächtiges galaktisches Imperium" begrenzen konnte. Die Sequel Trilogie hätte aber alle 6 Filme berücksichtigen müssen, tat dies aber nicht, wodurch sich viele bis heute unbeantwortete Fragen ergeben, bspw.:

    1. Was ist der Gesamtstatus der Star Wars Galaxis?

    Der Lauftext zu Episode VII orakelt irgend etwas von einer Republik. Der Regierungssitz dieser Republik wird dann von der Ersten Ordnung zerstört. In Last Jedi wird dann die Republik von General Hux als nicht mehr existent beschreieben und der Lauftext sagt uns, dass jetzt die Erste Ordnung herrschen würde. Und in Rise of Skywalker gibt es auf einmal eine Vielzahl an sogenannten Freien Welten, die am Ende eine Flotte aufbringen können, die die Flotte der Rebellenallianz bei Endor geradezu lächerlich winzig erscheinen lässt.

    Die einzigen Szenen mit diesem Politikpart hätte es in Force Awakens gegeben, aber die wurden komplett rausgeschnitten. So wurde auch im neuen Expanded Universe bis jetzt nicht geklärt, was wirklich nach Endor passierte. Wie sich diese (Neue) Republik gegründet hat und wie es in der Galaxis aktuell so aussieht. Auch eine echte Perspektive nach Rise of Skywalker fehlt, denn der Widerstand hat ja im Gegensatz zur Rebellenallianz offenbar gar keinen politischen Überbau.

    2. Was ist mit Lukes Jedi Akademie?

    Die ganze Geschichte, wie Luke potentielle Kandidaten für seine Schule sammelt, wie er sie ausbildet, wie er die wachsende Dunkelheit in Ben Solo nicht erkennt und wie er am Ende scheitert wäre mehr als eine gute Geschichte wert. All das sind wichtige Fragen, die bis heute aber so gut wie nicht beantwortet wurde. Selbst im neuen EU gab es dazu nicht einmal den Hauch einer Andeutung.

    3. Woher kommt die Erste Ordnung?

    Auch so ein Punkt. Wie wir jetzt wissen, sollte die erste Ordnung offenbar nur das Vorauskommando von Palpatines Letzter Ordnung sein. Aber offenbar sind das bis zuletzt zwei komplett voneinander getrennte Einheiten gewesen - und von Palpatines Rückkehr wusste man bis kurz vor Rise of Skywalker in der FO selber nichts (mit Ausnahme von Snoke). Auch hier fehlt einfach die Begründung, wie die FO so stark werden konnte. Vor Palpatines Riesenflotte aus Rise of Skywalker mal ganz zu schweigen. Zwar kann man sich zwischen den Zeilen schon etwas zusammen reimen, aber es fehlen hier doch wichtige Antworten.

    In Punkto Worldbuilding hat man meiner Meinung nach ziemlich versagt bisher.



    II. Was ist mit den Machgeistern?

    Für mich einer der Kardinalfehler der neuen Trilogie. Da haben wir in den Filmem sicher die Machtgeister von Yoda, Obi Wan und Anakin am Ende von Return of the Jedi etabliert - und man lässt in den neuen Filmen nur Machtgeist-Yoda auftreten. Und das, obwohl Kylo Ren ein riesiger Anakin Skywalker bzw. Darth Vader Fanboy ist. Es will einfach nicht in meinen Kopf, warum man nicht wenigstens einmal Hayden Chritiansen vor die Kamera gezerrt hat, damit er noch einmal den Anakin geben darf. Gerade im letzten Film wäre dies aus meiner Sicht ein Muss gewesen. Nur seine Stimme zu hören reicht mir das auch nicht.

    Generell die Machgeister. Da sehen wir auf Exegol in Rise of Skywalker tausende Machtgeister der dunklen Seite, aber als die Machtgeister der toten Jedi sich hinter Rey versammeln hören wir nur geflüsterte Stimmen der wichtigsten toten Jedi und einiger Clone Wars / Rebels Jedis. (PS: Wir wissen damit auch, dass Ahsoka Tano zum Zeitpunkt von Rise of Skywalker nicht mehr am Leben ist, denn ihre Stimme ist auch zu hören) Hier hätte man das Geld in die Hand nehmen und in dieser Szene die wichtigsten Machtgeister mit den jeweiligen Schauspielern zeigen MÜSSEN.

    Auch in der letzten Szene auf Tatooine verstehe ich nicht, warum man hier nur Luke und Leia als Machtgeister zeigt und nicht wenigstens die komplette Skywalker-Machtgeist-Sippe - also auch Anakin und Ben. Die fehlen mir hier wirklich.



    III. Offene Fragen

    Ja, JJs dumme Mystery Boxen. Davon wurden in Episode VII einfach zu viele ausgestreut. Zwar wurden die wichtigsten Fragen am Ende noch beantwortet, aber vernünftige Erklärungen auf einige Dinge werden wir wohl nie bekommen - was auch an der unstimmigen Gesamtstory liegt.

    Warum hat Luke bspw. eine Karte zu seinem Rückzugsort versteckt, wenn er gar nicht gefunden werden wollte? Ganz klar: Die Aussage, dass Luke auf Arch-To nicht gefunden werden wollte stammt aus Last Jedi und war von JJ Abrams sicher nicht so beabsichtigt gewesen. Dies wird man daher wohl nie mehr richtig auflösen können.

    Gleiches gilt auch, wie Anakin Skywalkers Lichtschwert in den Besitz von Maz Kanata kommt. Zwar könnten wir die Geschichte noch mal irgendwann in neuen EU erzählt bekommen, aber ich denke, hier wurde unnötig ein Fass aufgemacht. Eine Aussage a la: Das hat mir ein Händler von Bespin verkauft hätte wohl auch gereicht. (Aber bestimmt hat man hier eine schlaue EU Geschichte geplant und bisher nicht rausgebracht.)

    Und von so Lächerlichkeiten wie 3POs roten Arm (Schon in der finalen Szene von Episode VII verworfen) fange ich gar nicht erst an.

    -------

    Unterm Strich gibt die Sequel Trilogie leider kein stimmiges Gesamtbild ab. Zwar finde ich die Episode VII und IX sehr unterhaltsam, aber gerade die nun sehr unpassend erscheinene Episode VIII hat die Gesamthandlung komplett entgleisen lassen, so dass am Ende nur noch Schadensbegrenzung betrieben werden konnte. Leider muss ich aus aktueller Sicht sagen, dass die Sequel Trilogie nach einem guten Start schon im zweiten Film ernüchterte und am Ende einen nur notdürftig gelickten Schwerbenhaufen hinterlässt, der einmal das Star Wars Universum war.


    Nach Rise of Skywalker habe ich zwar wieder etwas mehr Lust auf weitere Star Wars Filme bekommen, aber ich hoffe, dass man bei Lucasfilm aus den hier gemachten Fehlern lernen wird.



    #2
    Vieles von meiner Meinung zur ST hast du schon geschrieben, Souvereign (fehlende Planung, fehlendes World Building, fehlende Machtgeister), und brauch ich nicht noch einmal zu wiederholen.

    Kathleen Kennedy hat IMO gezeigt, dass sie ne gute Produzentin ist (bzw. früher war), aber als "Firmenchef" nichts verloren hat. Anders kann ich mir ihre ganzen Kardinalfehler nicht erklären. Dieses ständige Leute einstellen, wieder rausschmeißen, Story Group rund um Pablo Hidalgo, die anscheinend nichts zu melden hat (oder einfach nichts macht), das katastrophale Marketing zu "Solo" und TROS (auch wenn ich nicht weiß, in wie weit das Disneys Versagen war).

    IMO war es auch ein katastrophaler Fehler JJA einzustellen. Als ich hörte, dass er auch EP7 machen soll, habe ich, nachdem er mir erst Star Trek mit ST09 und STID madig gemacht hat, sowie die Planlosigkeit von "Lost" mit der letzten Staffel durchgesickert ist (und auch wenn David Lindelof Showrunner war, JJA war Creator und hätte von Anfang an Antworten für die von ihm aufgeworfenen Rätsel im Petto haben müssen) , nur den Kopf geschüttelt.

    Von Episode 7 war ich dann jedoch positiv überrascht. Zwar waren einige von JJAs klassischen Fehlern drinnen (zu viele Mystery Boxen, wo ich damals schon befürchtete, nie ne Antwort darauf zu bekommen, zu viele - wenn auch weeeeeeit weniger als von ihm gewohnt - Lensflairs zu viel Leichenfledderei bei EP4), merkt man IMO, dass mit Lawrence Kasdan, der vermutlich beste SW-Autor mit an Bord war. Kasdan kennt nun einmal die Chars wie kaum ein zweiter und schafft es perfekt die Chemie zwischen ihnen einzufangen.

    Nach EP8 hab ich mich dank geärgert, dass RJ gar keine von JJs Mysteryboxen aufzugreifen schien. Hoffte, dass er sich zumindest ein paar Gedanken darüber gemacht hätte (immerhin gab es auch im Internet einige gute Ideen, diese zu befüllen). WIe gesagt, an einen Plan JJs hab ich zu diesem Zeitpunkt, in keinster Weise geglaubt. Erst ein paar Monate später, als die Unkenrufe im Internet immer lauter wurden, wurde im Internet auf ein langes und breites erklärt, dass es sehrwohl einen Plan für die ST geben würde (auch wenn RJ stets betont hatte, dass er keinen "Fahrplan" bekommen hätte). Seit EP9 bin ich mir aber sicher, dass das nur ne Marketing Lüge war. Es hat nie nen Plan für die ST gegeben, der über Lucas' Konzepte (derer man sich tlw. dann doch bediente) und vielleicht noch 7 der Han Film, 8 der Luke Film, 9 der Leia Film, hinausging. Wäre kein Problem, die OT hat man auch „on the Fly“ geschrieben. Aber dann hätte man JJ bei seinen verdammten Mysteryboxen in EP7 bremsen müssen.

    Meine bisherigen Kritikpunkte betreffen eher EP7 und 8 (auch wenn JJ bei 9 nicht einmal versuchte, groß auf die von ihm aufgeworfenen Fragen einzugehen) und könnte ich damit leben. Doch jetzt kommen zu du dem, was EP9 verbrochen hat und IMO die ST endgültig disqualifiziert: Das Ende.

    Wie gesagt, EP7 hatte den Vorteil, dass man JJ Larwarance Kasdan als Drehbuchautor zur Seite gestellt hat. Bei 9 war es dann Chris „Martha“ Terrio. Auf die ganzen Logikböcke mag ich nicht weiter eingehen, da sie nur EP9 betreffen und ich mich an ensprechender Stelle schon ausführlich darüber beschwerte. Auch, dass die Palpatine Rückkehr einfach nur kake geschrieben ist (Null Erklärung dafür), obwohl dass das Gesamtbild der ST sehrwohl hinunterzieht, ist jetzt mal geschenkt.

    Was ich aber nicht akzeptieren kann und will ist, dass auf einmal alle Taten der alten Helden für die Katz waren. Rückkehr der Jedi Ritter? Gleich mal die Akakademie zerstört. Neue Repubik? Dito. Die großen Drei und die Skywalker Blutlinie? Ausgelöscht. Darth Sidious besiegt? Kehrt mächtiger als je zuvor zurück, verführt den Sohn seiner schlimmsten Feinde und ist indirekt für deren Tod verantwortlich. Ein Gleichgewicht der Macht, welches seit Jahrtausenden prophezeiht wird? Wenn wird dieses von Rey eingeleitet, Anakins und Luke einzig wichtige Funktion in der Handlung ist, dass sie Rey gut zureden.

    Ich glaub nicht einmal, dass JJ und Terrio hierbei alles Rian Johnson provozieren wollten. Sie wollten ja bei EP9 „auf Nummer sicher gehen“. Sie waren IMO einfach nur zu blöd um zu kapieren, dass sie damit die gesamte OT und PT völlig untergraben. Deshalb lassen sie ja auch z.B. Anakin sagen, Rey solle, wie er das Gleichgewicht der Macht, wiederherstellen, obwohl das völliger Blödsinn ist. Für wie lange hat Anakin ein Gleichgewicht geschaffen? 5 Minuten?

    Alles in allem sehe ich die ST leider als gescheitert hat. Eine Daseinsberechtigung gibt es IMO nicht wirklich (außer Dollar Noten). Weder wird die Geschichte, die GL 1977 begann groß fortgeführt (mehr ein Remake), noch wird das Star Wars Universum groß erweitert. Im Gegenteil IMO werden OT und PT dank der ST jetzt massiv entwertet, weshalb zumindest EP9 niemals Bestand meines persönlichen Head Canons sein kann.

    Der Grund für das Versagen liegt IMO (auch wenn Kennedy mit ihrer Einstellungspolitik nicht ganz unschuldig ist) bei JJA. Alle meine Befürchtungen, als es hieß, er würde EP7 machen, haben sich leider bestätigt. Die ST kränkelt an den exakt selben Fehlern wie JJs Kelvin Filme: Mysteryboxen über die sich nicht mal JJ selbst Gedanken macht (ok, die hatte Kelvin weniger), Kopieren statt Innovation, trotzdem Null Respekt gegenüber dem Quellmaterial. Dazu kommen seine handwerklichen Fehler wie zu hohes Tempo, zu viel Action, zu viele Lensflairs (wenn auch bei der ST weniger) und ein miserabler Design Geschmack (Apple Brücke, Budwaiser Maschinenraum, Enten Sturmtruppler, Kylos Berserker Lichtschwert) dazu.

    100%ig lasse ich RJ sich zwar auch nicht die Hände in Unschuld waschen. Immerhin hat er nicht einmal versucht auf JJs Fragen einzugehen (ok, JJ selber auch nicht ) und die Ausgangslage von EP8 war sicherlich nicht die Einfachste (wobei man Snoke als Darth Plagueis jederzeit zurückholen hätte können und Luke als Machtgeist immer noch den weisen Lehrmeister geben, welcher er am Ende von EP8 mit seinem Opfer im Grunde e schon wieder wird). Auch tritt EP8 etwas zu stark auf der Stelle, da außer Lukes und Snokes Tod (und das Forcebound zwischen Kylo und Rey) nichts für die Gesamthandlung groß wichtig erscheint. Allerdings hätte Disney JJ sicherlich einen 3 Stunden Film bewilligt, wenn er damit ein anständiges Finale hätte zaubern können. Immerhin hat Disney mit Endgame heuer den erfolgreichsten Film aller Zeiten für sich verbuchen können und der war 3 Stunden lang. Außerdem ist für die Gesamthandlung und den Eindruck einer Trilogie stets Anfang und Ende das Um und Auf. Und beides stammt von JJ.

    Auch wenn ich EP7 und 8 immer noch als gute Einzelfilme betrachte, für die Gesamttrilogie gibt es ein 6, setzen, Mr. Abrahms. Nachdem er mit seinen Kelvin-Filmen bereits den Anfang vom Ende von Star Trek für mich eingeleitet hat (bei DSC kopiert ihn im Grunde sein Spetzi Kurtzman nur), hat er mir jetzt auch noch meine geliebten Star Wars Episoden Filme madig gemacht. Biiiiitte lasst diesen Stümper nie wieder ein Franchise, welches mir am Herzen liegt angreifen. Angeblich soll er jetzt für DC einen neuen Superman Film oder so drehen. Gerne. Von mir aus darf er auch den neuen „Transformers“ oder „Fast and die Furious“ inszinieren . Aber FInger weg vom MCU, Mittelerde, Westeros, Potter-Verse.
    Zuletzt geändert von HanSolo; 26.12.2019, 07:34.

    Kommentar


      #3
      Ich bin mir noch nicht sicher ob ich die Sequel-Trilogie hinter der Prequel-Trilogie platzieren würde.

      Ein kurzes Fazit:

      Prequels:
      + Gelungenes Worldbuilding
      + Der Versuch Neues hinzuzufügen und zu erzählen
      - Peinliche Dialoge, gute Schauspieler werden in holzschnittartige Rollen gepresst
      - Sterile Atmosphäre, zu viel CGI

      Sequels:
      + Tolle Atmosphäre, Ausstattung an die Original-Trilogie angelehnt
      + Nahbare Charaktere, gelungene Interaktionen
      - Kein Worldbuilding
      - Es wird nichts Neues erzählt. Und das Gewohnte zeigt durch den Regisseurwechsel ein unausgewogenes Hin und Her.

      Vielleicht helfen einzelne Bewertungen zu den Filmen:

      Episode I 6,0 von 10
      Episode II 4,5 von 10
      Episode III 7,5 von 10
      Gesamt: 18,0

      Episode VII 7,5 von 10
      Episode VIII 5,0 von 10
      Episode IX 6,5 von 10
      Gesamt: 19,0

      So wie es aussieht steht bei mir die Sequel-Trilogie knapp höher im Kurs als die Prequels. Die Original-Triligie bleibt aber klar und deutlich vorne:

      Episode IV 8,0 von 10
      Episode V 8,5 von 10
      Episode VI 7,5 von 10
      Gesamt: 24,0

      Kommentar


        #4
        Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
        Kathleen Kennedy hat IMO gezeigt, dass sie ne gute Produzentin ist (bzw. früher war), aber als "Firmenchef" nichts verloren hat. Anders kann ich mir ihre ganzen Kardinalfehler nicht erklären. Dieses ständige Leute einstellen, wieder rausschmeißen, Story Group rund um Pablo Hidalgo, die anscheinend nichts zu melden hat (oder einfach nichts macht), das katastrophale Marketing zu "Solo" und TROS (auch wenn ich nicht weiß, in wie weit das Disneys Versagen war).
        Ja, der fehlen einer Story Group bzw. der Umstand dass man bei Disney / Lucasfilm offenbar keine koheränte Geschichte zu Stande gebracht hat, ist für mich der große Fehler, der der Sequel Trilogie als Gesamtwerk am Ende das Genick bricht.

        Und ja, das Marketing zu Rise of Skywalker war eine Katastrophe bzw. kaum vorhanden. Wahrscheinlich hat man bei Disney den Film intern schon abgeschrieben und wollte dann nicht noch übermäßig Geld in die Werbung stecken.

        Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
        Was ich aber nicht akzeptieren kann und will ist, dass auf einmal alle Taten der alten Helden für die Katz waren. Rückkehr der Jedi Ritter? Gleich mal die Akakademie zerstört. Neue Repubik? Dito. Die großen Drei und die Skywalker Blutlinie? Ausgelöscht. Darth Sidious besiegt? Kehrt mächtiger als je zuvor zurück, verführt den Sohn seiner schlimmsten Feinde und ist indirekt für deren Tod verantwortlich. Ein Gleichgewicht der Macht, welches seit Jahrtausenden prophezeiht wird? Wenn wird dieses von Rey eingeleitet, Anakins und Luke einzig wichtige Funktion in der Handlung ist, dass sie Rey gut zureden.

        ...

        Alles in allem sehe ich die ST leider als gescheitert hat. Eine Daseinsberechtigung gibt es IMO nicht wirklich (außer Dollar Noten). Weder wird die Geschichte, die GL 1977 begann groß fortgeführt (mehr ein Remake), noch wird das Star Wars Universum groß erweitert. Im Gegenteil IMO werden OT und PT dank der ST jetzt massiv entwertet, weshalb zumindest EP9 niemals Bestand meines persönlichen Head Canons sein kann.
        Also ich sehe das jetzt nicht so eng. Auch im Expanded Universe mussten sich die Helden ja noch mit einem zurückgekehrten Palpatine herumschlagen. Und für mich wird auch das Ende von Episode VI jetzt nicht nachhaltig entwertet. Diesen Punkt sehe ich wohl weitaus lockerer als anderen. Es kann aber auch daran liegen,d ass Episode VI jetzt nie mein liebster Star Wars Film war...

        Ich habe jedenfalls keine Probleme, Episode IX jetzt zum Star Wars Canon hinzuzuählen. Bei mir ist es ja bekannterweise eher so, dass ich lieber Episode VIII gerne aus dem Canon streichen würde - und dank Rise of Skawalker wurde ja vieles aus diesem Film zum Glück wieder relativiert.

        Das Problem ist aus meiner Sicht eher, dass immer noch ein wichtiger Teil der Geschichte nicht erzählt ist. Also wie sich die neue Republik etabliert hat, wie Lukes neue Jedi Akademie gegründet wurde und zunächst wuchs und gedieh und wie dann die Erste Ordnung aufkam und wie langsam alles den Bach runtergegangen ist..



        Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
        Der Grund für das Versagen liegt IMO (auch wenn Kennedy mit ihrer Einstellungspolitik nicht ganz unschuldig ist) bei JJA. Alle meine Befürchtungen, als es hieß, er würde EP7 machen, haben sich leider bestätigt. Die ST kränkelt an den exakt selben Fehlern wie JJs Kelvin Filme: Mysteryboxen über die sich nicht mal JJ selbst Gedanken macht (ok, die hatte Kelvin weniger), Kopieren statt Innovation, trotzdem Null Respekt gegenüber dem Quellmaterial. Dazu kommen seine handwerklichen Fehler wie zu hohes Tempo, zu viel Action, zu viele Lensflairs (wenn auch bei der ST weniger) und ein miserabler Design Geschmack (Apple Brücke, Budwaiser Maschinenraum, Enten Sturmtruppler, Kylos Berserker Lichtschwert) dazu.

        ...

        Auch wenn ich EP7 und 8 immer noch als gute Einzelfilme betrachte, für die Gesamttrilogie gibt es ein 6, setzen, Mr. Abrahms. ...
        Also in das JJ Abrams Bashing mag ich jetzt so gar nicht einsteigen. Für mich sind sowohl Episode VII wie auch jetzt IX unterhaltsame Filme. Und Episode IX werde ich sicher noch öfters ansehen, wenn ich ihn dann auf BluRay habe.

        Da habe ich bekanntermaßen weitaus mehr Bauchschmerzen bei Episode VIII. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass Rian Johnson beim Schreiben der Story von Last Jedi wie Lord Helmchen in Spaceballs mit ein paar Star Wars Action-Figuren gespielt und so die Dialoge und Handlungen entwickelt hat. Und das dumme ist ja, dass Johnsons Regiearbeit eigentlich sehr gut geraten ist. Wäre Johnson nur Director gewesen und hätte er eine solide Geschichte einer funktionierenden Storygroup verfilmt, dann hätte Episode VIII sogar das Potential gehabt, das Highlight der Sequel Trilogie zu werden. So ist es am Ende mittlerweile der einzige Star Wars Film den ich aus ganzem Herzen verachte und den ich bei einem Rerun der Sequel Trilogie höchstwahrscheinlich immer auslassen werde.

        Aber ich fand ja auch schon JJs Star Trek Filme (2009 und Into Darkness) jetzt nicht wirklich schlecht - und ich schaue mir beide ab und zu schon noch mal an - zuletzt sogar mehr als die frühen Classic Filme oder gar die TNG Movies, die ich jetzt seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen habe.

        Kommentar


          #5
          ein kopierter Youtube-Kommentar der Filmstarts-Seite

          "Stellt euch vor,man würde eine HdR Sequel Trilogie machen die 35 Jahre später spielt.
          Frodo hat den falschen Ring in den Vulkan geworfen,Aragorn hat Gondor in den Ruin getrieben und lebt als Heremit auf einer Insel,Sauron ist wieder da und bedroht Mittelerde,irgendeine Trulla zieht mit Legolas und Gimli los ihn zu bekämpfen und den echten Ring zu zerstören.Aragorn und Legolas gehen drauf und die Trulla ist die Enkelin von Sauron und besiegt ihn. Am Ende kehrt sie nach Minas Tirith zurück,begräbt das Anduril Schwert von Aragorn und nimmt dessen Namen Elessar an.Die Disney Sequel Trilogy in a nutshell."

          Kommentar


            #6
            Zitat von WilliamT.Riker Beitrag anzeigen
            ein kopierter Youtube-Kommentar der Filmstarts-Seite

            "Stellt euch vor,man würde eine HdR Sequel Trilogie machen die 35 Jahre später spielt.
            Frodo hat den falschen Ring in den Vulkan geworfen,Aragorn hat Gondor in den Ruin getrieben und lebt als Heremit auf einer Insel,Sauron ist wieder da und bedroht Mittelerde,irgendeine Trulla zieht mit Legolas und Gimli los ihn zu bekämpfen und den echten Ring zu zerstören.Aragorn und Legolas gehen drauf und die Trulla ist die Enkelin von Sauron und besiegt ihn. Am Ende kehrt sie nach Minas Tirith zurück,begräbt das Anduril Schwert von Aragorn und nimmt dessen Namen Elessar an.Die Disney Sequel Trilogy in a nutshell."
            Nun ja, wirklich witzig finde ich das jetzt nicht. Außerdem sind viele Fehler drin. Sauron kann als Maiar keine Kinder zeugen und Elessar ist auch nicht Aragorns Geburtsname. Ich verstehe aber die Idee.

            Ich versuche mal, es etwas stimmiger hinzubekommen.


            Prolog

            30 Jahre nach dem großen Ringkrieg. König Aragorn ist verschwunden, während der Frieden im Land durch Übergriffe der Ersten Ostlinge (EO) gefährdet wird. Wie es um Gondor oder Rohan steht wissen wir nicht, den Kampf gegen die Ersten Ostline führt die neue Gruppierung der Freien Völker des Westens (FVW)

            Buch VII - Das Erwachen der Magie

            Irgendwo in Mittelerde. Eine junge Frau namens May ackert auf sich allein gestellt auf einem abgelegenen Hof und wehrt ohne Probleme Angriffe marodierender Ork-Banden ab. Als sie mal wieder im nahen Dorf ist, läuft ihr ein Überläufer der Ersten Ostlinge (EO) in die Arme. Eher unfreiwillig gerät May so in den Konflikt zwischen den EO und der FVW hinein. Während ihrer Flucht vor den Schergen der EO treffen die beiden auf den alten Zwergenkrieger Gimli, der sich momentan als Söldner verdingt und Aragorn altes Schwert Anduril mit sich führt. Während man noch nach der FVW sucht, greifen die EO die neue Hauptstadt Gondors, Minas Hosnia, an und zerstören sie mit Hilfe einer neuen Waffe vollständig. Der Überläufer und Gimli werden dann von dessen altem Freund Legolas und der FVW gerettet, May aber wird von einem mysterösen Hauptmann der EO entführt. Da die EO die Waffe nun gegen die FVW richten will, beschließt man einen Angriff während der Überläufer und Gimli May retten wollen. Diese hat sich aber bereits selber befreit. Der EO Hauptmann entpuppt sich als der Sohn König Aragorns, er tötet Gimli und wird anschließend von May besiegt, die dabei Anduril führt. Der Sohn kann jedoch entkommen und will nun den König der Ersten Ostlinge aufsuchen, welcher im Hintergrund die Fäden zieht. Die Waffe der EO wird anschließend von Legolas zerstört. In der Basis der FVW ist auch Königin Arwen anwesend, die Anführerin der FVW. Sie kann einer Karte mit dem Aufenthaltsort von Aragorn präsentieren. May geht daraufhin auf die Suche nach Aragorn und kann ihn schließlich finden und ihm Anduril hinhalten.


            Buch VIII - Die letzten Dunedain

            24 Stunden später. Gondor und Rohan gelten als vollständig zerstört, die Ersten Ostlinge (EO) herrschen nun in Mittelerde. In Aragorns Remise nimmt der Anduril emtgegen und wirft es achtlos weg. Er will mit der ganzen Sache nichts mehr zu tun haben. Die Freien Völker des Westens (FVW) müssen unterdessen vor immer neuen Angriffen der Ersten Ostlinge fliehen. Verfolgt von der Hauptstreitmacht der EO zieht man durch Mittelerde, aber den Pferden wird in 18 Stunden das Futter ausgehen und dann ist man geliefert. Legolas wird in Kompetenzstreitigkeiten mit Königin Arwen und dessen Stellvertreterin Holdolla verwickelt. Der Überläufer macht unterdessen mit Rosie, einer Schildmaid Rohans, einen ungenehmigten Abstecher in ein abgelegenes, mondänes Hobbitdort, um dort Hilfe aufzutreiben. Da sie ihre Pferde aber an der falschen Stelle grasen lassen, landen sie im Kerker, wo sie sich mit Hilfe eines zwielichtigen Gefangenen befreien können. May konnte Aragorn weiterhin nicht überreden, den FVW zu helfen. Frustriert schlägt sie ihn zusammen, nimmt Anduril mit und macht sich auf den Rückweg zu den FVW. In der Hoffnung, alles selber regeln zu können, stellt sie sich Aragorns Sohn, zumal sie mittlerweile Gefühle für diesen bösen Burschen zu hegen scheint. Der bringt sie aber zum König der EO, gerade als der sich anschickt, die FVW endgültig zu zerschlagen. Nur durch das Opfer Holdollas können die kärglichen Reste der FVW in eine alte Feste Gondors entkommen, werden dort aber nun von der EO belagert. Aragorns Sohn enthüllt seinen garstigen Plan. Da der König der EO durch May abgelenkt ist, kann er diesen hinterrücks töten und seinen Platz einnehmen. Traurig und wütend besiegt die junge Frau Aragorns Sohn erneut und begibt sich zur Feste, wo sie den Resten der FVW zur Flucht verhilft, da sie sich erneut als wahre Meisterkämpferin entpuppt. Aragorn stirbt unterdessen in seinem Rückzugsort, ohne noch einmal in die Geschehnisse eingegriffen zu haben, Arwen und sein Sohn spüren aber dessen Tod.


            Buch IX - Der Aufstieg Undomiels

            Ein Jahr später. Sauron ist zurückgekehrt. Er ist seinerzeit nicht besiegt worden und hat die ganze Zeit im Hintergrund die Strippen gezogen. Er hat außerdem heimlich in Mordor eine riesige Horde Uruk-hai gezüchtet. Die Kontrolle darüber verspricht er Aragorns Sohn, wenn dieser May tötet. Die wurde unterdessen von Arwen in der Kampfkunst der Elben unterrichtet. Da ein Präventivangriff auf Sauron als der beste Weg erscheint suchen May, der Überläufer und Legolas nach einen Schlüssel, um die Tore Mordors zu öffnen. Nach vielen Kämpfen mit den Ersten Ostlingen kann May den Schlüssel in den Ruinen von Isengard aufspüren, dabei gerät sie aber mal wieder mit Aragorns Sohn zusammen, der den Schlüssel zerstört. May kann ihn anschließend erneut niederstrecken. Sie lässt ihn verletzt liegen und entschwindet. Indessen greift Arwen auf den letzten Rest ihrer Elfenmagie zurück, um ihren Sohn zur Vernunft zu bringen. Sie hat Erfolg, stirbt aber dabei. May ist nach der letzten Konfrontation völlig entmutigt und will Mittelerde verlassen. Da erscheint ihr Aragorns Geist, der ihr beichtet, das er sich geirrt habe. Tatsächlich ist die junge Frau die einzig würdige Erbin der Dunedain - und sie müsse sich nun Sauron stellen. Aragorn beschwört anschließend Schattenfell, mit dem Arwen nach Barad-Dur in Mordor reiten kann. Auf dem Weg öffnet die junge Frau aber noch Mordors Tore, um den Freien Völkern des Westens den Weg für ihren Agriff zu ebnen. Während die FVW den Angriff einleitet, trifft die junge Frau auf Sauron. Dieser eröffnet ihr, dass sie die einzige Nachfahrin des Hexenkönigs von Angmar ist. Sie könnte die Herrschaft über Saurons Armeen übernehmen und so die FVW retten, die gegen die Orks zu unterliegen drohen. Gerade als May sich Sauron als neue Hexenkönigin verpflichten will, taucht Aragorns Sohn auf, der kurzfristig für Ablenkung sorgt und May zur Vernunft bringt. Sauron wirft beide mit einem magischen Agriff zu Boden. May hört in ihrem Kopf plötzlich die Stimmen der Valar, die ihr kurzfristig die Macht Valinors verleihen. Damit kann sie Sauron endgültig besiegen. Aragorn Sohn hat Saurons Angriff leider nicht überlebt. Die Schlacht gegen Saurons Orks geht nun auch zu Gunsten der FVW aus, denn Faramir taucht mit den vernichtet gelaubten Armeen Gondors und Rohans auf und man wischt mit den Orks und den Ersten Ostlingen den Fußboden auf.

            Epilog

            May vergräbt in Bruchtal die Schwerter Aragorns und Arwens. Sie hat sich inzwischen ihr eigenes Elbenschwert geschmiedet. Sie nennt sich ab jetzt May Undomiel.

            -------

            Ups, das ist jetzt länger worden als gedacht - und absolutes Off-Topic.

            Na - egal...
            Zuletzt geändert von Souvreign; 26.12.2019, 19:09.

            Kommentar


              #7
              Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
              Also ich sehe das jetzt nicht so eng. Auch im Expanded Universe mussten sich die Helden ja noch mit einem zurückgekehrten Palpatine herumschlagen. Und für mich wird auch das Ende von Episode VI jetzt nicht nachhaltig entwertet. Diesen Punkt sehe ich wohl weitaus lockerer als anderen. Es kann aber auch daran liegen,d ass Episode VI jetzt nie mein liebster Star Wars Film war...

              Ich habe jedenfalls keine Probleme, Episode IX jetzt zum Star Wars Canon hinzuzuählen. Bei mir ist es ja bekannterweise eher so, dass ich lieber Episode VIII gerne aus dem Canon streichen würde - und dank Rise of Skawalker wurde ja vieles aus diesem Film zum Glück wieder relativiert
              Natürlich war im alten Canon auch kein "und sie lebten glücklich bis ans Ende aller Zeiten". Sonst wären die Bücher ja auch recht langweilig geworden. Trotzdem ging man mit den Leistungen der OT/PT weitaus respektvoller als EP9 um.

              Etwa die Sache mit dem Auserwählten und Palpatines Rückkehr. Zitiere hierfür einfach mal Minza aus Projektstarwars:

              Es gibt zwei Arten, diese Sache zu sehen:

              1. es gibt nur die Filme (und beim Alten Canon meine ich jetzt wirklich nur I bis VI) und Lucas' Aussage, die Sith sind das Ungleichgewicht ist essentiell: Vader zerstört die Sith und danach gibt es sie nicht mehr. Passt sich, perfekt.

              2. das EU wird dazu genommen und jetzt wird es ein wenig komplizierter. Nicht viel, also keine Angst... auch die ST Fans werden mir folgen können
              die Sith sind nicht das Ungleichgewicht. Die Sith waren schon seit 7.000 Jahren tätig und die Macht hätte schon lange eingegriffen, wenn sie was gegen Hell und Dunkel hätte. Hat sie aber nicht. Aber die Macht will leben. Leben erzeugen. Durch Leben fließen. Und das kann sie auch mit den Sith. Tod und Leben. Leben und Tod. Alles im Einklang. Da gehört ein bisschen Dunkelheit und Leid dazu. Aber dann kommt der Schüler von Plagueis und denkt sich, dass der ganze Regel-der-Zwei-Mist ziemlich blöd ist... er muss ja dann auch irgendwann abtreten. Das will er nicht. Schon gar nicht, wenn er nen Fehlzünder wie Vader als Schüler an der Backe hat. Gut. Also Plan B und die Künste seines leider im Schlafe entschlummerten Meisters ausweiten und perfektionieren. Passt sich: Unsterblichkeit ist erreicht, die endlose Regentschaft kann beginnen.
              Nur ist Palpatine leider irre stark. Im EU wird gezeigt, wie stark er ist: er konstruiert Machtstürme, die Jedi durch die halbe Galaxie befördern, treibt Jahre lang körperlos im Vakuum und reißt ganze Planeten auf. Er konsumiert Energie, konsumiert, konsumiert und konsumiert... und gibt nichts wieder her. Würde nicht abtreten. Würde ewig weiter konsumieren. Und da hat die Macht halt doch was dagegen. Es geht hier um Leben und Existieren. Nicht verzeeren und verschlingen bis in alle Ewigkeiten. Von einer Person. Die nie und nimmer ableben würde. Weil sie mittlerweile nicht nur leere Klonkörper zur "Wiedergeburt" benötigt, sondern auch andere Individuen übernehmen kann. Einfach so.
              Und dann kommt Anakin (der entweder von Plagueis oder Palpatine als Machthumonkulus geformt wurde... ich denke, es war Plagueis). Und er schafft das, was kein anderer schaffte: er vernichtet Palpatine nicht einfach so (das wäre zu dem Zeitpunkt eine Unmöglichkeit gewesen), nein. Er entkörpert ihn im richtigen Moment, wo Palpatine keine Chance hat, zu reagieren und sich einen neuen Wirtskörper zu suchen. Er treibt Palpatine somit komplett in den Wahnsinn und nach Jahren des Irrsinns im Weltraum treibend kann Palpatine zwar von einem seiner Akolythen gerettet werden, hat aber einen großen Teil seiner Kontrolle verloren. Sein Wahnsinn verschlingt seinen Verstand und dann auch den Rest und es dauert nicht lange, bis seine Künste nicht mehr wirklich greifen, er unvorsichtig wird und bei einer letzten verzweifelten Tat (Anakin Solo zu übernehmen) getötet wird. Hätte er das versucht, wenn er nicht von seinem Schüler über dem Waldmond getötet werden wäre, wäre ihm das sicher gelungen und das Verzeeren hätte nie aufgehört.

              Mag man jetzt von halten, was man will... aber stimmig isses halt schon, wenn man den Rest des EUs mit einbezieht.
              Des Weiteren gibt es im Alten Canon eben sehrwohl die Neue Republik zu "sehen", eine Rückkehr der Jedi Ritter, Han und Leias Charakterentwicklung wird nicht wieder auf Null gesetzt und führen die beiden weiterhin ne Beziehung. Sprich die die Fortsetzung baut auf den Leistungen der alten Filme auf und negiert diese nicht, um sie quasi nochmals neu erzählen zu können.

              EP7 und 8 haben hier alle Möglichkeiten für eine ähnliche Entwicklung (plus vielleicht ne Animationsserie über die Jedi-Akademie) offen gelassen. Man hätte in 9 die Neue Republik auftauchen lassen und den Tag retten lassen können. Man hätte Rey wieder die Jedi-Akademie wiederöffnen lassen können. Man hätte Palpatine dennoch durch Luke und Anakin besiegen können (wenn man ihn schon unbedingt wiederauftauchen lassen lässt). Man hätte trotzdem EP6 als Anfang von Palpatines Ende (z.B. Verlust des Körpers und Jahrelanges Sauron-artiges Umherirren) darstellen können. Aber JJ konnte oder wollte hier die alten Filme IMO nicht ehren, sondern einfach respektlos kopieren.

              Auch wenn ich EP9 sicherlich noch öfter sehen werde, werde ich den Film wohl nie als "Canon" ansehen. Schätze mal künftige SW-Reruns werden sich bei mir im Gegensatz zu den letzten Jahren wieder auf die Episoden I bis VI beschränken. EP7 und 8 sehe ich als "nettes Beiwerk" (alles altes EU) und 9 als "What if ..." .

              Noch kurz zum Worldbuliding bzw. Saga (inkl. PT)-Verbinden. Der Planet, den Kylo am Anfang besucht, soll auf einmal Mustafar sein https://de.ign.com/star-wars-episode...ieg-skywalkers. Erscheint mir ähnlich erkauft, wie RJs BB8 hat das "Ich hab da ein ganz mieses Gefühl" gepiepist. Ist IMO mehr ein Zugeständnis, dass eine Verbindung zu der PT (welche jedoch Teil der Saga ist, ob es JJ gefällt oder nicht) entweder nicht gewollt oder nicht gekonnt war.


              Und nochmal zum Thread-Thema. Warum man nicht die (allerorts beliebte) Zahn-Trilogie (für die man mit dem SW-Kauf ja auch die Rechte erwarb) minimal abgeändert (damit sie zum Alter der Darsteller passt), werde ich wohl nie verstehen. Man hatte ja bereits ne super Story. Stattdessen hat man etwas so Halbherziges, wie die ST im Gesamtbild, geschaffen. In meinem "Head-Canon" hat die Zahn-Trilogie auf alle Fälle mehr Gültigkeit als die ST.

              Zum Trilogien-Ranking (dürfte aber aus dem Text e hervorgehen ):

              1. OT
              2. PT
              3. ST

              Hätte ich mir vor ein paar Wochen, da ich EP7 und 8 klar über 1 und 2 einordnen würde, nicht gedacht (auch wenn ich spätestens seit den Leaks starke Bedenken wegen EP9 hatte).
              Zuletzt geändert von HanSolo; 26.12.2019, 22:52.

              Kommentar


                #8
                Über verpasste Chancen brauchen wir bei der Sequel Trilogie nicht zu reden, denn die sind tatsächlich Legion. Ich kann da auch Disney nicht verstehen, warum die in bestimmten Bereichen nicht mehr EInfluss auf die Filme genommen haben, gerade auch in Hinblick auf das Merchandise und die Star Wars Abteilung in den Disney Parks. Mal nur einige Beispiele:

                1. Die Jedis waren nach der Clone Wars Serie beliebt, vor allem bei Kindern, die jetzt unbedingt auch die neuen Filme sehen wollten - zusammen mit ihren Eltern, die ja höchstwahrscheinlich auch Fans der OT, PT oder sogar Clone Wars sind. Warum man da nicht die Steilvorlage genutzt hat und uns in Episode VII eine noch funktionierende Jedi Akademie gezeigt hat, will bis heute nicht in meinen Kopf rein. Das wäre doch DAS Argument für Jedi Trainigsstunden in Disney Land gewesen. Und man hätte wie von Han Solo vorgeschlagen auch eine gute Grundlage für eine neue Animationsserie um die Jedi Akademie gehabt - besser jedenfalls als das sehr maue Resistance.

                2. Warum haben wir nicht einmal etwas von der Neuen Republik gesehen? Wenn man bei Disney / Lucasfilm nur ein wenig die euphorischen Fan-Kritiken an der Clone War Serie verfolgt hätte, hätte man gemerkt, dass gerade die im Internet aktiven Fans ein großes Interesse und Spaß an den Politik-Episoden und dem großen galaktischen Intrigenspiel hatten. Und dann lässt man uns bis heute (!) über die Post-Endor Verhältnisse in der Star Wars Galaxis komplett im Dunklen. Siehe mein Versuch oben. Es ist genauso so als würde man ein Sequel zum Herrn der Ringe drehen, dass 30 Jahre nach dem Ringkrieg spielt und man erwähnt weder Gondor noch Rohan, noch was seitdem in Mittelerde passiert ist.

                3. Weitgehendes Kopieren der OT unter neuen Bedingungen. Da hat man das alte EU als unglaublich vielfältige Vorlagensammlung zur Verfügung - und dreht dann im Grunde die OT noch mal neu - nur (leider) in schlechter. Warum man für die ST nicht eines der typischen Motive der EU-Romane genommen hat ist mir bis heute auch unbegreiflich. Eben die Verteidigung der Neuen Republik gegen die verbliebenen imperialen Fanatiker, das Ganze unter Beteiligung des neuen Jedi-Ordens, der gleichzeitig eigene / andere Probleme zu lösen hat.

                -------

                PS:

                Trotdem möchte ich weiterhin feststellen, dass mir Episode IX weitaus besser gefällt als Episode VIII.
                Zuletzt geändert von Souvreign; 27.12.2019, 10:22.

                Kommentar


                  #9
                  In meinen Augen hat die neue Trilogie ein schlimmes Ende genommen.
                  Alle Helden aus der OT (Luke, Leia und Han) sind tot. Luke hat keine Kinder und das Kind von Han und Leia ist tot ohne selber Nachwuchs gezeugt zu haben.
                  Alle drei sind somit laut den Filmen ausgestorben.
                  Der große Widersacher aus der OT, Palpatine, hat jedoch noch einen lebenden Nachwuchs im fortpflanzungsfähigen Alter.

                  Demnach werden die Gene von Palpatine weiter in der Galaxis existent sein, während die der anderen drei nicht mehr vorhanden sind.
                  Damit ist Palpatine der eigentliche Sieger der neun Filme.

                  Kommentar


                    #10
                    Dann bewerte ich mal die 3 Filme so gut ich mich noch an sie erinnere:

                    Ep. VII: 2/6
                    Mary Sue Ray und "wir haben keine Idee, also kopieren wir einfach alles, nur größer" ruiniert für mich den kompletten Film. Würde er nicht so gut aussehen, müsste ich sogar noch einen Punkt abziehen. Der Film ist ein Paradebeispiel für fehlende Kreativität und wie ein Hauptcharakter auf keinen Fall sein sollte.

                    Ep. VIII: 3,5/6
                    Mir hat der Film damals sehr gut gefallen, aber inzwischen sehe ich das etwas objektiver. Der Film ist ein Flickenteppich. Wenn man sich seine Einzelteile ansieht, dann sind diese wirklich gut. Sobald man sich aber das Gesamtwerk ansieht merkt man, dass nichts richtig zusammenpassen will oder beliebig austauschbar ist. Es wirkt wie die Erstfassung eines Drehbuches, die nie überarbeitet wurde.

                    Auf Youtube sehe ich immer wieder, wie viel Potential der Film hatte und wie seine Fortsetzung hätte aussehen können, aber daraus ist bekanntlich nix geworden.

                    Ep. IX: 5/6
                    Der Film hat mich gut unterhalten. Tolles Popkornkino. Aber auch nicht mehr. Um den Film zu genießen sollte man am besten alle anderen Filme ignorieren, denn nur dann funktioniert der Film.


                    Gesamtbewertung der Trilogie: 0/6
                    Der Grund dafür ist ganz einfach. Es ist keine Trilogie. Es sind 3 Filme, die Star Wars sein wollen und alle auf unterschiedliche Weise dabei gescheitert sind. Sie passen noch nicht einmal richtig zusammen und können problemlos als separate Filme angesehen werden.
                    Darum: Aufgabe verfehlt. Durchgefallen.

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von Telemann Beitrag anzeigen
                      In meinen Augen hat die neue Trilogie ein schlimmes Ende genommen.
                      Alle Helden aus der OT (Luke, Leia und Han) sind tot. Luke hat keine Kinder und das Kind von Han und Leia ist tot ohne selber Nachwuchs gezeugt zu haben.
                      Alle drei sind somit laut den Filmen ausgestorben.
                      Der große Widersacher aus der OT, Palpatine, hat jedoch noch einen lebenden Nachwuchs im fortpflanzungsfähigen Alter.

                      Demnach werden die Gene von Palpatine weiter in der Galaxis existent sein, während die der anderen drei nicht mehr vorhanden sind.
                      Damit ist Palpatine der eigentliche Sieger der neun Filme.
                      Nein, ist er nicht!
                      Zumindest aus kosmischer Sicht!
                      Wenn man sich vor Augen hält, daß das Universum irgendwann wieder untergehen wird und somit jedliches Leben und erst recht jede Erinnerung daran unvermeidlich ausgelöscht sein werden, hat er nicht gesiegt. Erst recht, wenn man sich über die Verhältnisse klar wird, die "kurzlebige" kosmische Blase Universum im unendlichen! Nichts, da ist es völlig bedeutungslos, wer früher stirbt oder länger tot ist!

                      Sogar so belanglos, daß selbst das nette Bild verblaßt, das man sich vorstellen könnte, um sich die Tatsache schönzureden, daß mit Rey, eigentlich die Krieg-der-Sterne-Saga ad absurdum führend, eine Palpatine die Skywalker überlebt hat, das Bild, das man sich vorstellen könnte, wenn man davon ausgeht, daß auch im Krieg-der-Sterne-Universum das Kinderkriegen eine recht ununanständige Angelegenheit ist:
                      Eine errötete, verschminzt und dennoch frivol lüstern lächelnde, die "Hand" vor den "Mund" haltende Macht: "Uups!"

                      Eben! Den Rey ist ja ein hübsches Mäd....
                      'Tschuldigung! Etwas mehr Ernsthaftigkeit bitte!
                      Rey ist ja eine schöne Frau....
                      ....und selbst, wenn sie häßlich wäre! Steven Hawking war zuletzt auch keine Schönheit!
                      Also: Rey ist ja ein kostbarer....

                      Ach, nein, so wird das nix!


                      Kommt mal her, ich als Waldschrat möchte Euch etwas erzählen!
                      Ich finde es wichtig und es paßt hervorragend zu Episode 9!

                      Im Sommer bekam ich irgendwelche Querelen mit, aus denen sich bei mir ein "Rassismustest" entwickelte, um für sich selbst zu überprüfen, ob man rassistisch ist. Ich komm nicht mehr drauf, worum es ging, ist aber eventuell auch egal, denn man kann viele Situationen hernehmen, die einen emotional berühren, zum Beispiel:
                      "Wie wäre es für dich, wenn die Bundeskanzlerin eine muslimische Schwarze wäre?"
                      Da mir sowieso jedliches religiöse Gebaren und jede Religion zuwider ist, wäre meine Antwort:
                      "Hauptsache, sie ist ein Mensch!"
                      Hauptsache sie hat unter Umständen das verstanden, was ich für essenziell wichtig halte:
                      Jedes Lebewesen, jeder Mensch braucht etwas zum Essen und zum Trinken; Lebewesen/Menschen können nur Lebewesen (Pflanzenlebewesen) verspeisen, etwas anderes Eßbares gibt es nicht; deswegen und aus keinem anderen Grund ist jedes Lebewesen und erst recht jeder Mensch ein gewalttätiges Wesen, weil man Lebewesen zum Essen töten muß, und nur der Mensch ist auch fähig, diese Gewalt "kreativ", machterzeugend einzusetzen!

                      "Hauptsache, sie ist ein Mensch!"


                      Es dauerte nicht lange, -eventuell hat auch textor einen Anteil daran-, bis ich mich amüsiert fragte: "Warum eigentlich so rassistisch?"

                      Ja! Warum wäre es für mich "nicht hinnehmbar", wenn eine Außerirdische Bundeskanzlerin wäre?
                      Ja, warum eigentlich?
                      Wäre doch toll! Rey als Bundeskanzlerin! Oder Leia! Oder noch passender: Padme! Sie wäre möglicherweise sogar die Idealbesetzung, wenn man sich der erschütternden deutschen Geschichte erinnert: "Wollt ihr den totalen Krieg....?", "JAAA....!!" Was George Lucas Padme an entsprechender Stelle der Prequeltrilogie in den Mund legte, könnte wie ein, wenn auch nicht akurat stimmiger, geschichtswissenschaftlicher Kommentar wirken: "So geht die Freiheit zugrunde: mit donnerndem Applaus!" Mit dieser Lebenserfahrung könnte sie viel besser als alle derzeitigen Politiker die aktuellen gesellschaftlichen Strömungen bewerten, ab wann es wirklich gefährlich zu werden droht, damit sich die Geschichte nicht ein "zweites" Mal wiederholt.

                      Doch darum geht es nicht (doch, eigentlich schon). Denn so funktioniert der "Rassismustest" natürlich nicht, weil Rey, Leia und Padme schließlich humanoide Außerirdische sein sollen (die auch noch der europäisch-amerikanischen weißen Rasse verdammt ähnlich sehen), nein, wenn dann sollte man diesen Test schon bis zum Äußersten ausreizen:
                      "Wie wäre es für dich, wenn so jemand wie Shaak Ti Bundeskanzlerin wäre? Oder Aayla Secura? Oder Kit Fisto als Bundeskanzler? Oder Ki-Adi-Mundi?"

                      Tja, ob es hier jetzt tatsächlich bedrohlich wird, oder doch nur rassistisch?
                      Irgendwann sah ich eine Dokumentation über das SETI-Projekt, der Suche nach außerirdischer Intelligenz. Darin vertrat ein Wissenschaftler die Meinung, daß es eigentlich ja irrwitziger Wahnsinn sei, Signale ins Weltall zu senden, man wüßte doch gar nicht, mit wem man es zu tun bekäme; im Dschungel würde doch auch niemand melodiepfeifend rumlaufen. Angeblich vertrete sogar Steven Hawking diese Ansicht.

                      Ich finde diesen Vergleich dumm!
                      Daß man im Dschungel nicht melodiepfeifend rumspazieren sollte, liegt nicht daran, daß die Tier dort alle schrecklich böse sind, sondern hungrig! Und eine Beute zum Fressen, die sorglos pfeift, ist eine leichte Beute, weil man sie nicht zu suchen braucht und offenbar auch nicht sich anzuschleichen braucht! Deswegen! Will dieser Wissenschaftler echt Außerirdische mit hungrigen RaubTIEREN im Dschungel vergleichen? Meinte das etwas auch Steven Hawking? Dafür bekäme er von mir einen dicken Minuspunkt!

                      Also wenn diese Außerirdischen wirklich hungrig sein sollten, kann man aufgrund der immensen Entfernungen wohl "getrost" davon ausgehen, daß sie schon längst tot sind! Oder geht dieser Wissenschaftler echt von dieser Unwahrscheinlichkeit aus, daß die Außerirdischen gerade eben noch kurz vor dem Hungertod die Erde erreichen und sofort alles, was sich ihnen in den Weg stellt, mit ihren Blasterwaffen über den Haufen schießen, um erst mal ungestört und ausgiebig die Getreidespeicher und Lagerhallen dieser Welt zu plündern, weil der berühmte Literat eben doch recht hat: Erst kommt das Fressen, dann die Moral!

                      [Ist es nicht sogar jener aus meiner näheren Heimat: Augsburg? Und passend dazu gibt es ja noch in dem von dieser Stadt verwalteten Regierungsbezirk Schwaben diesen Sensationsfund des möglicherweise allerersten aufrecht gehenden Menschenaffens! Über dessen Namen mittlerweise gestritten wird, weil es doch passender wäre, anstatt Udo ihn Pforzi zu nennen. Ich finde beides doof! Ich bin für einen anderen Namen, angelehnt an der wissenschaftlichen Bezeichnung der Affenart "Danuvius guggenmosi" und deutlich zum Ausdruck bringend, wo er gefunden wurde: 's Guggele!
                      ))
                      Wenn ich ganz ehrlich bin, ich finde diesen Sensationsfund.... doof!
                      Ich bin froh, daß die destruktiven Kräfte Europas noch nicht so helle waren, nun das langersehnte Argument zu haben, entgegen der europäischen Flüchlingspolitik doch noch alle Schotten dicht machen zu können, denn "offenbar haben die hier eh nichts verloren, weil die Menschheit aus Europa kommt."
                      Na toll....
                      Ich finde das so frustrierend ärgerlich!
                      Wäre der Kosmos die Macht, hätte ich den Eindruck, sie säße mit der Genugtuung eines Kindes über den gelungenen Streich hinter 'nem Baum und würde kichern....]

                      Ich weiß nicht, wenn die Außerirdischen so immens fortgeschritten sind, daß sie fähig sind, diese riesigen Entfernungen unbeschadet zurückzulegen, hätte es dann nicht mit einer gewissen Selbstverständlichkeit seine Berechtigung zu erwarten, daß sie zusätzlich fähig sind, die Moral über das Fressen zu stellen, und somit sich deutlich erhaben über Raubtiere im Dschungel zu stellen, eben nicht: Dort, wo her das Radar ein Signal empfängt (SETI-Signal), muß auch Leben existieren, also etwas zu (fr)essen?


                      Also könnte man wohl eine Außerirdische Bundeskanzlerin werden lassen!

                      Sonst niemand?

                      "Ja, wie....?"

                      Und?

                      Wird es trotz der unendlichen Weite auf einmal irgendwie eng, als würden die Gedanken an den Rändern des Universums anstoßen?

                      "Ja.... aber.... da kommt doch nix mehr....!"

                      Vermutlich!

                      Vielleicht aber doch!
                      Es gibt Wissenschaftler, die die Möglichkeit in Betracht ziehen, daß unser Universum nur eines von unendlich vielen ist in einem badewannenschaumähnlichen Multiversum.

                      "Aber.... aber.... aber.... neee! Jetzt mal ernsthaft! Du kannst doch nicht eine Außeruniverse Bundeskanzlerin.... Das ist doch....!"

                      Tja.... an dieser Stelle habt Ihr vielleicht recht, denn nach meiner Vorstellung funktioniert jedes andere Universum nach anderen Naturgesetzmäßigkeiten, sonst wäre es nur eine Erweiterung unseres Universums, und in Folge dessen wären vielleicht auch die Moralvorstellungen völlig anders, nicht gefährlich, aber einfach nicht mit den Unseren vereinbar.

                      Oder ist diese Überlegung doch rassistisch?
                      Denn ich glaube, irgendwie erinnnert sie.... ja, ich weiß nicht genau.... vielleicht daran, wie manche Christen über den Islam denken?

                      Oder doch nicht?
                      Denn es geht hier nicht um unterschiedliche Glaubensrichtungen ein und derselben Menschheit, sondern um unterschiedliche Naturgesetzmäßigkeiten.

                      Oder doch?
                      Weil man die Perspektive ändern sollte, das "nicht" streichen und den Satz nicht voreilig beenden: "....genauso wie um unterschiedliche Naturgesetzmäßigkeiten ein und desselbsen Multiversums"!

                      Wodurch eine alles überragende Grundkonstante sichtbar wird, weswegen man auch eine Außeruniverse Bundeskanzlerin werden lassen könnte:
                      Sie ist lebendig!
                      Dieser aus meiner Sicht absolut unbegreifliche, eigentlich absurde, irgendwie eigentlich unmöglich erscheinende Zustand: lebendig!
                      Und als solche, Lebendige, hätte ich die Hoffnung, daß auch sie trotz unterschiedlicher naturgesetzlicher Vorraussetzungen das aus meiner Sicht essenziell multiverse Problem, das Problem ALLER lebendigen Wesen erkannt haben könnte:

                      1)
                      Lebewesen brauchen etwas zum Essen und zum Trinken! Ausnahmslos! Unausweichlich! Sonst müssen sie sterben!

                      2)
                      Lebewesen können nur Lebewesen (Pflanzenlebewesen oder deren Absonderungen: Früchte, Nüsse....) verspeisen! Etwas anderes Eßbares gibt es wahrscheinlich im gesamten Multiversum nicht!

                      3)
                      Aus genau diesem Grund sind ALLE Lebewesen gewalttätig, weil, um ein Lebewesen verspeisen zu können, muß man es töten, schon allein bei kleinen oder Pflanzenlebewesen durch den ersten Biß des Kauens! Doch diese Gewalt, die an und für sich und vom natürlichen Ursprung her eigentlich gar nichts Verwerfliches ist, sondern eigentlich etwas Kostbares, weil sie das Überleben ermöglicht, diese Gewalt, das kann man gerade auf der Erde und im Krieg-der-Sterne-Universum sehen, kann auch in falsche Bahnen geraten, wo sie dann sehr wohl verwerflich ist!

                      Wer das erkannt und vor allem verinnerlicht hat, der kann aus meiner Sicht ohne Bedenken Bundeskanzlerin werden, egal woher sie kommt!


                      Tja, und gerade wollten, stelle ich mir vor, nach dem Satzteil "....Moralvorstellungen völlig anders...." die europäischen Kreise, die im Herbst die Zeit nicht nur um eine Stunde, sondern am liebsten um 80 Jahre zurückstellen würden, mit einem selbstgebastelten Raumschiff wie die Krikkitmen aus dem "....Anhalter...." aufbrechen, um hinter dem Universum endlich jemanden "berechtigt " für alles verantwortlich zu machen, alles in die Schuhe schieben zu können und deswegen zu hassen und mit Stiefeln....

                      Ich weiß gar nicht, warum die es sich eigentlich so schwer machen, warum schieben sie nicht einfach alles dem in die Schuhe, und er ist ja nicht allein, warum schieben sie nicht einfach alles denen in die Schuhe, die auch dafür verantwortlich zu sein scheinen, diejenigen, die vorgeben, die Lebendigen erschaffen zu haben, aber sich keinen Pfifferling um ihre Erschaffenen kümmern, weil ihr einziges Problem, auf das sie mit eifersüchtigem Zorn beharren, dasjenige ist, daß man ihnen nicht genügend huldigt, während eben ihre erschaffenen Lebendigen unter Höllenqualen und unter herabwürdigenden Umständen ums bloße Überleben kämpfen....


                      Tja, woher kommt eigentlich der Rassismus? Hat man in der Schule gelernt. Trotzdem meine ich, da fehlt eventuell noch ein kleines Detail. Ich hätte zumindest eine Idee! Welche speziell die Episode 9 aufzeigen könnte!

                      "Denn wie wäre es für dich, wenn eine Außerirdische aus dem Post-Episode-9-Krieg-der-Sterne-Universum Bundeskanzlerin wäre?" Nicht Rey! Irgendeine andere Person, vielleicht auch aus einem sehr viel späteren Zeitalter!

                      Na?

                      Macht sich Verunsicherung breit?

                      Ehrlich?

                      Weil man sich ja vielleicht den Teufel ins Bundeskanzleramt holt?
                      Weil Telemann darauf hingewiesen hat?
                      Sie könnte ja eventuell von Palpatine abstammen?


                      Na?

                      Merkt Ihr was?

                      Könnt Ihr erkennen, woher aus meiner Sicht eventuell der Rassismus herkommt?

                      Von dem Bewußtsein der Abstammung!

                      Klingt natürlich im ersten Moment nicht so schlüssig, denn Schwarzafrikaner stammen von Schwarzafrikanern ab und leben in Afrika, Aboriginies stammen von Aboriginies ab und leben in Australien, Maori von Maori auf den südpazifischen Inseln, Indios von Indios in Amerika, usw.; auch wenn man sich dessen bewußt ist, das ist kein Rassismus, sondern eine Beschreibung!

                      Stimmt! Diese Abstammung meine ich auch gar nicht, sondern jene, die mit etwas verbunden wurde, was mit Abstammung eigentlich gar nichts zu tun hat, jene, die einen Vater stolz auf seinen Sohn macht, aber nicht so sehr, weil es sein Sohn ist, sondern welche Bedeutung sein Sohn für sein Bewußtseinskonstrukt hat, jene Abstammung, die letzten Endes, wenn man so will, die Sexualität politisch gemacht hat (und nicht die Politik sexy):
                      Blutlinien!
                      Diese familiäre Abstammung, die einzelne Herrscher unterschiedlicher Generationen aus einem Haus kommend und alle Herrscher zusammen zu einem Geschlecht machte, wodurch die Abstammung eine politische Definition wurde und das Kinderkriegen ein Politikum, weil die jeweiligen Gemahlinnen natürlich tunlichst aus dem eigenen Land kommen sollten, damit der Nachkomme auch wirklich des Erbes würdig ist, ein System, das von den Untertanen eifrigst nachgeahmt wurde: "Ich bin in der sechsten Generation Schmied, in der siebten Generation Schreiner, in der achten Generation Metzger, in der neunten Generation Bäcker...." Und dank der vom jeweiligen Herrschergeschlecht um das Land gezogenen Grenze konnte man sich dieser Blutlinien sicher sein und an der Grenze stehend mit dem Finger in Richtung des Feindes zeigen, der diese Blutlinien zu verwässern drohte, und um da erst gar keine Gefahr aufkommen zu lassen, wurde er deshalb um 5:45 Uhr überfallen, nachdem der Ariernachweis die Blutlinien amtlich beglaubigt hatte.

                      Doch als der Staub, den der Sturm dieser erschütternden weltgeschichtlichen Verfehlung aufgewirbelt hatte, wieder gelegt hatte, war die Sache noch nicht aus der Welt, denn jene, die partout nicht von diesen Blutlinien lassen konnte, bekamen von der deutschen und europäischen Politik einen "alternativen Ariernachweis" an die Hand, weil die Gastarbeiter einst teilweise erkennbar, die Flüchlinge heute deutlich sichtbar nicht den Blutlinien entsprachen, und, naja, nach dem Sturm ist vor dem Sturm, wurde schon längst ein alternatives Bedrohungsszenario der aus dem Inneren heraus zersetzten Blutlininen konstruiert....

                      Padme, sei mit uns!


                      Zwar bezweifel ich selbst, den Rassisus damit eindämmen zu können, wenn man das Blutliniendenken lediglich verhindert, aber ich hätte zumindest seit Jahren eine Idee, die zusätzlich die Bindestrichnamen abschaffen würde ( dafür werden die Namen länger), zudem, daß es keine Querelen mehr gäbe, ob sie oder er den Familiennamen ablegt, denn ich störe mich schon länger an dieser Faszination, über Generationen hinweg einen Familinnamen weiterzutragen, denn, ich hab es angedeutet, die eingeheiratete Hälfte hat davon nichts:

                      Man könnte doch die Familiennamen abschaffen und, kreuzweise dem Geschlecht entsprechend, damit es auch für die Kinder nicht ungerecht ist, und mit dem jeweils anderen Geschlecht beginnend die Kinder nach den Elternvornamen benennen, mit einer Bindesilbe verbunden, die ich, weil es bei Namen um Schrift und Sprache geht und die älteste Sprache unserer Schrift Latein ist, aus dem Lateinischen nehme, um mit der Silbe zu betonen, daß es dieses Kind gibt, weil da jemand MIT jemandem etwas gemacht hat. Und diese gesichtserrötende Betonung macht dann zusätzlich vielleicht noch klar, worum es bei all diesen Ununanständigkeiten eigentlich geht: Es geht nicht darum, damit die Grundlage zu schaffen, um irgendwelche Namen irgendwelcher Dynastiehirngespinste weiterzugeben, sondern es geht darum, das Lebendigsein weiterzugeben!
                      Angewendet auf Krieg der Sterne würden die Figuren heißen:

                      Leia Anakincumpadme,
                      Luke Padmecumanakin
                      Ben Leiacumhan
                      und Rey zum Beispiel
                      Rey Beenocumgalia

                      (Natürlich müßte man sich noch Gedanken machen zu Adoptivkindern, Vergewaltigung, Transidente, beidgeschlechtlich Geborene und was sonst noch in diesem Zusammenhang zu beachten ist machen)

                      Somit könnte Kylo Ren nicht sagen: "Du bist eine Palpatine!", sondern nur: "Du stammst von Palpatine ab!" Und das finde ich gar nicht so unwesentlich, denn "sein" ist doch nochmal was anderes als "abstammen". Was ja auch die Botschaft des Films sein soll, was hier im Forum schon festgestellt wurde (oder sagt es sogar Luke zu Rey, weiß ich nicht mehr). Wenn Rey eine Palpatine WÄRE, wäre sie wahrscheinlich bereits auf Jakku, ohne darüber nachzudenken, den destruktiven Kräften nachgegangen und hätte Kylo Ren sofort geheiratet und die Erste Ordnung übernommen.... eigentlich eine dußlige Feststellung, "ein 'Name' sein" mit einer Charaktereigenschaft gleichzusetzen, da sieht man man, wie unsinnig die Aussage ist! Also, sie stammt lediglich von Palpatine ab und kann aus ihrem Leben machen, was sie für richtig hält! Was ja auch logisch ist, denn entgegen Kylo Rens Feststellung ist Rey genauso (zum Beispiel) eine Iliu, eine Mandulau und eine Girlin. Welche Berechtigung hat dann eigentlich Kylo Rens Feststellung?

                      Es gäbe also vielleicht sogar ein zugkräftiges Argument, um von diesem Blutliniendenken abzurücken: auf dem mathematischen Teppich bleiben!
                      Denn innerhalb weniger Generationen wird die Angelegenheit schon recht homöopatisch, zum Beispiel Reys Enkelin oder Enkel: Sie oder er hat in der Ururgroßelternreihe neben Palpatine noch 15 andere Personen stehen, 1:15, ist Palpatine da überhaupt noch erwähnenswert, wenn man noch 15 weitere Namen anführen muß?


                      Wer natürlich über das Mathematische hinaus auf die biologische Realität beharrt und trotz der zunehmenden Verdünnung die Blutlinie für das entscheidende Detail und letztlich die unausgesprochene Kernaussage des Films hält, der hat, wie ich für einen kurzen Moment, natürlich enorm zu schlucken, der dürfte an Episode 9 und alle weiteren zukünftigen Filme und eventuell sogar den sechs alten Filmen keine Freude mehr haben, wenn es in der Krieg-der-Sterne-Saga eigentlich um die Skywalkers gehen sollte, aber dem völlig widersprechend Palpatine letztlich gesiegt hat.

                      Der übersieht damit aber die eigentliche Kernaussage des Films, die trotzdem gültig ist, auch wenn die Sequeltrilogie unakzeptabel erschütternd schlecht ist und die Originaltrilogie entwertet: Die Abstammung ist nicht so wichtig, wesentlich ist, was man aus seinem Leben macht!

                      Und das ist nur eine Variante, ansonsten identisch mit dem, worauf ich mit meinem "Rassismustest" hinauswollte: Die Herkunft ist völlig egal, wenn jemand das aus seinem Leben gemacht hat, was dem aus meiner Sicht höchsten Ideal entspricht. Wenn jemand diese drei Punkte verinnerlicht hat, dann kann diese/r jemand auch ein Neimoidian, Poggle der Geringere seine Tochter, ein Hutt oder die Enkelin Palpatines sein, die/der ins Bundeskanzleramt einzieht. Denn es geht nicht um Herkunft oder Abstammung oder uralte Familiennamen, es geht darum, lebendig zu sein!

                      Wer diese drei Punkte verinnerlicht hat, der ist aus meiner Sicht ein extrem kostbarer Mensch, ein extrem kostbares Lebewesen, woher auch immer, weil er bzw. es aus seinem/seinem Leben das für mich alles entscheidende gemacht hat, nämlich unerschütterlich den Stürmen jedwelcher charakterlichen Verfehlung widerstehen zu können, und damit ist sie/er/es eigentlich schon ein Jedi, bzw. sogar die/der/dasjenige, die/der/das die Macht ins Gleichgewicht bringt, weil sie/er/es die dunkle Seite der Macht, die Gewalttätigkeit eines jeden Lebewesens kennt oder sogar wie Rey kennengelernt hat, die damit vermeindlich Chewbacca getötet hat, aber dennoch ihr nicht verfallen ist und für den Rest des Lebens schamlos auslebt, sondern sie in Ehren hält und mit ihr ausschließlich dem Lebendigem, der Macht, den Notwendigkeiten des Lebendigseins dient.

                      Und wer jetzt trotz der Kernaussage des Films "Abstammung ist nicht so wichtig" immer noch darauf besteht, daß Palpatine gesiegt hat, der übersieht außerdem, daß weder Episode 9 noch alle 9 Filme sich widersprechen: Die Skywalkers haben gesiegt! Auf ganzer Linie!
                      Denn Leia und Luke Skywalker bildeten als letzte Jedi Rey aus, auf daß sie eine Jedi werde, was sie auch geworden ist!
                      Sie!
                      Eine Palpatine!
                      Doch Rey hat ihren Großvater besiegt, sie hat ihre Abstammung besiegt, mehr noch, sie hat das Erbe, Palpatine auf den Siththron zu folgen, nicht angenommen und damit die Blutlinie "der Palpatines" abgebrochen, ja, ausgelöscht. Denn das Erbe "der Palpatines", die Jedi auszulöschen und bis in alle Ewigkeit als Sith über die Galaxie zu herrschen, gibt es nicht mehr, denn "die Palpatines" sind mit Rey keine Sith mehr, sondern die neuen, wiedererstarkten Jedi! Durch das Wirken der Skywalkers! Man könnte es so sehen, daß die Skywalkers "die Palpatines" übernommen haben (vielleicht auch umgepolt), weil die Skywalkers als Jedi in "den Palpatines" fortleben!

                      (Was natürlich in einem weiteren Punkt die Originaltrilogie entwertet....)

                      (Offenbar war Disney die Originaltrilogie und die alteingesessenen Fans völlig egal?)

                      {Carolin und Daniel gewidmet, Wie Sonne und Erde}


                      --------------

                      Mir fiel noch was auf, nur weiß ich grad nicht, ob schon jemand drauf hinwies, aber die Konstellation mit Palpatines Enkelin ist doch eigentlich Quatsch, denn warum vertrödelte Palpatine eigentlich eine ganze Generation und riskierte damit, daß sein Plan scheiterte wegen Lukes Jediakademie bzw. er zusätzlich Ben infiltrieren mußte, um die Akademie unschädlich zu machen? Warum polte er nicht einfach seinen eigenen Sohn um und setzte ihn auf den Thron? Er ist doch auch machtaffin, oder vererbt sich das doch nicht?
                      Weil man dann die ganze Sequeltrilogie hätte neu verfilmen müssen?
                      Deswegen beließ man es bei diesem Logikfehler....?

                      An der Stelle fiel mir der Valerian-Film ein und auf, daß es offenbar bei Logikfehlern zwei Arten verschiedener Qualität gibt. Denn ich hatte im Forumthema zu Valerian angemerkt, daß der Film von Logikfehlern eigentlich nur so strotze, doch niemand stieg darauf ein, anscheinend sind sie gar nicht so wichtig, wie ich es auch selbst erlebte, der Film macht trotzdem Spaß! Demgegenüber sind die Logikfehler der Sequeltrilogie viel wesentlicher, weil sie je nach Auslegung den Sinn der ganzen Sagageschichte verdrehen können, weswegen sich die Krieg-der-Sterne-Fans in der Wolle liegen. -Dadurch scheint es fast, als hätte Disney nebenbei noch gleichsam das Jumanji-4D-Kino erfunden, weil die Geschichte aus dem Film in die Realität überspringt, weil einfache Bomben nicht nur im Film den Krieg der Sterne fortgeführt, sondern in der Realität wie eine militärische Provokation einen Kriegsgrund geliefert haben, weshalb das Krieg-der-Sterne-Fan-Universum sich gegenseitig bekriegt, es ist der Krieg der Sterne (um den Film) also auch auf der Erde angekommen.
                      Dabei hat Episode 9 doch die zerstrittenen Kriegsparteien "wieder vereint", denn jetzt hassen alle die Sequeltrilogie....

                      Klingt lustig, ist aber bitterernst!
                      Denn die Logikfehler, Widersprüche und Ungereimtheiten scheinen eben nicht wie bei Valerian relativ unwichtig zu sein, sondern sie sind so wesentlich, daß keiner mehr darüber hinwegsehen kann, was der Marke Star Wars enorm schaden könnte, denn für, wie ich mitbekam, 80% war Episode 8 unakzeptabel und die verbliebenen 20% werden nun mit Episode 9 vergrault, was heißt, daß eigentlich niemand mehr übrigbleibt, der zukünftige Filme noch ernstnehmen könnte; eigentlich kein Zukunftsperspektive, und alles wegen Logikfehlern. Es erscheint unfaßbar, wie unprofessionell Disney vorgegangen ist!

                      Noch unfaßbarer, daß dies eventuell noch übertrumpft wurde, ein kleines Detail, das aber so unglaubliche Sprengkraft haben könnte, sodaß man vielleicht doch feststellen muß:
                      Disney hat den Krieg-der-Sterne-Mythos zerstört!

                      Palpatine hat gesiegt!
                      Die Saga ist beendet, und der strahlende Held ist die Enkelin Palpatines, jener, der einst Anakin zur dunklen Seite verführte und die Republik zerstörte!
                      Hat da wirklich keiner der Verantwortlichen durchschaut, daß Krieg der Sterne so, mit diesem Ende nicht funktionieren kann? Mittlerweile stimme ich dem zu, es ist keine Beleidigung, Krieg der Sterne ist Popcornkino, jedoch mit der Besonderheit, ein klein wenig tiefgründiges Popcornkino zu sein ("Es ist noch Gutes in ihm!"). Aber Krieg der Sterne mit schwindelerregendem Tiefgang, Popcornkino, zu dem man Sekundärliteratur und kilobyteschwere Forumbeiträge lesen muß, um den Sinn zu verstehen oder wenigstens sich die Geschichte schönzureden, daß Palpatine nicht gewonnen hat, das, meine ich, kann nicht funktionieren. Heldenkino, bei dem man sich vor Augen halten muß, daß Rey nicht nur von Palpatine, sondern noch von drei anderen Personen abstammt, und sie außerdem mit der Verweigerung des Erbes Siththron die Blutlinie ausgelöscht hat und Rey sich selbst an die Skywalkers veradoptiert hat...., nein, ich weiß nicht, ob ich irre, aber so kann Heldenkino nicht funktionieren, das ist Literaturverfilmung! Von Heldenkino erwartet man Helden, die über das Böse siegen, und keine Charakterstudie, wie ein Held mit philosophischen Kniffs seine dunkle Abstammung "leugnen" (schönreden) kann.

                      Und ich habe die Vermutung, daß Disney genau diese Tatsache, die sich eben nicht auch mit der Kernaussage des Films erklären läßt, daß die Abstammung egal ist, weil wesentlicher ist, was man aus seinem Leben macht, daß Disney genau diese Tatsache noch ganz böse um die Ohren fliegen könnte, wenn nicht wenige auf einmal Episode 9 uminterpretieren, weil sie stutzig geworden sind: "He, Moment mal, jetzt wird mir erst bewußt, was das eigentlich bedeutet: Rey ist eine Palpatine!"
                      Nämlich genau das, was Telemann meinte!

                      Dann könnte dies eventuell für diejenigen bedeuten, ins Bodenlose zu stürzen, weil die gesamte Krieg-der-Sterne-Saga, alle NEUN Filme plötzlich keinen Sinn mehr ergeben und folglich jedliche Begeisterung zu dieser Filmlegende plötzlich ausgelöscht ist und umgehend eine große entsetzliche Leere sich breitmacht (ich weiß, wovon ich rede!) und, wer weiß, vielleicht alles, was mit Krieg der Sterne zu tun hat, auf dem Müll landet und jedlicher zukünftiger Film gestorben ist.
                      Weil:
                      Wenn nach neun Episoden Krieg der Sterne alle Skywalkers gestorben sind, aber die Enkelin Palpatines lebt, dann ist diese epische Schlacht endgültig verloren, dann waren Palpatines Intrigen uneingeschränkt erfolgreich, von Anfang an, er hat alle aber auch wirklich alle so dermaßen über den Tisch gezogen, sogar die Kinobesucher, weil Episode 4 und Episode 6 nur ein läppisches Aufbäumen vor dem endgültigen Fall waren, weil seine Intrigen vollständig aufgegangen sind, weil sein Name bis in alle Ewigkeit über die Galaxie herrschen wird und kein Jedi mehr da ist, der dies noch verhindern könnte, nein, Krieg der Sterne nach Episode 9, das ist das Imperium nur in schön!
                      Die Krieg-der-Sterne-Saga ist die Geschichte des Imperiums!

                      Und alles wegen eines kleinen unbedachten Details der Sorte Logikfehler!
                      Wenn dem wirklich so wäre (werden würde), ich darf es mir gar nicht vorstellen....
                      ....absolut unfaßbar!!


                      --------------

                      ....Rey sollte doch Palpatine töten, um der neue Sithherrscher zu werden.... Rey hat Palpatine getötet.... und mit dem Kuß Ben und in der Folge Leia getötet, die letzten mächtigen Guten.... denn genau an dieser Stelle hatten einige im Kino gelacht, die hatten das bestimmt schon durchschaut.... Rey tut nur so freundlich, wie einst ihr Großvater Palpatine.... die Spuren sind beseitigt, der Tempel zerstört.... sie kann sogar die Macht täuschen, wie einst ihr Großvater Palpatine.... sie hat die Lichtschwerter vergraben, auf daß niemals mehr jemand etwas von den Jedi erfährt.... und die Jedischriften sind bei ihr.... und im Schlußbild steht doch Rey vor der gelben, BB-8 vor der roten Sonne, bestimmt ist BB-8 Palpatines Droide.... der schon von Anfang an die Karte, die zu Luke führt, Rey bringen sollte.... weil Poe, so derb und zwielichtig, wie der aussieht, Gewürzschmuggler, wer's glaubt, der ist bestimmt vom Imperium.... und Maz Kanata ist ja auch total komisch, wie sie da mit dieser Brille auf dem Tisch rumkrabbelt, die ist bestimmt 'ne Imperiumsmitarbeiterin, die einst auf Bespin Lukes Lichtschwert eingesammelt und sichergestellt hat....

                      Warum hat eigentlich der Märchenverwertungsspezialist Disney nicht auch Leute eingestellt, die etwas von Märchenverwertung verstehen, und nicht diese völlig deplatzierten Mystery-box-Fritzen!


                      --------------

                      Meine Gesamtbewertung der Sequeltrilogie und Fazit fällt vernichtend aus:

                      Zu behaupten und darauf zu bestehen, mit diesen drei Filmen, mit diesem offenbar planlosen, desinteressierten, undurchdachten, widersprüchlichen, respektlosen, unkreativen, zusammengestoppelten Flickwerk die Krieg-der-Sterne-Saga abzuschließen, empfinde ich als Unverschämtheit!
                      Eine elendige Tragödie!
                      Eine filmgeschichtliche Katastrophe!

                      Die Sequeltrilogie hat sich vollständig disqualifiziert, sich Episode 7, Episode 8 und Episode 9 nennen zu dürfen, und meine Traumvorstellung wäre, den Filmen diese Benennung abzuerkennen!
                      Doch diese Blöße wird sich Disney gewiß nicht geben!


                      Traumwaldschrat

                      (#108)
                      Zuletzt geändert von Traumwaldschrat; 19.01.2020, 02:43.

                      Kommentar


                        #12
                        TROS hat nun doch die Mrd geknackt. Ja, JJA hat es gerichtet! Nach den Schwierigkeiten mit Solo war Disney nervös. Der "künstlerische" Preis für die letztlich äusserst erfolgreiche ST war aber mMn ungemein Hoch. Was Skywalker,Palpatine,Han Solo etc. betrifft ist die Zitrone restlos ausgedrückt und die Truppe rund um JJA zieht zur nächsten Party weiter. Die Bar wurde leergetrunken. Das positive daran?
                        Nun MUSS was Neues kommen, und das tut es auch schon mit The Mandalorian! Ende gut...nicht alles gut. Ja, die PT hat damals gehörig polarisiert, aber sie hat über die Jahre angezogen und die meisten SW Fans haben denke damit ihren Frieden gemacht. Insofern wird es spannend wie die ST in 10-15 Jahren aufgenommen wird...

                        Mein persönliches Fazit: Mehr als vernichtend. Ich mag gar nichts an der ST, weder die Schauspieler, noch den Humor, noch die Story...JJA und Rian Jonson schon gar nicht.
                        Ich habe TLJ abgebrochen und die Kommentare zu TROS reichen mir um zu wissen, dass ich den Film nicht durchhalten würde.

                        Gesamtbewertung: gar keine, für mich kein SW.

                        I have spoken.
                        "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
                        Azetbur

                        Kommentar


                          #13
                          Ich versuchs mal kurz und knapp ohne grosse Erklärungen.
                          Zunächst die Einzelwertungen. TFA 8/10, TLJ 7,5/10, TROS 8,5/10 ->Wäre damit ein Gesamtschnitt 8/10
                          Aufgrund einiger Schwächen im Trilogienkontext würde ich noch auf 7,5/10 herunter korrigieren.

                          Im Vergleich zu den beiden anderen Trilogien OT (9,5/10), PT (8/10) steht die ST zwar knapp an letzter Stelle aber fügt sich dennoch gut ins grosse Ganze ein.

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von textor Beitrag anzeigen
                            TROS hat nun doch die Mrd geknackt. Ja, JJA hat es gerichtet!
                            Nach aktuellen Prognosen wird der Film rund 1,1 Mrd schaffen und damit knapp über RO liegen. Inflationsbereinigt wird TROS der schwächste SW-Saga-Film werden. Unter "gerichtet" stelle ich mir etwas anderes vor. Der Film läuft finanziell weeeeit unter den Erwartungen.

                            Wobei ich nicht nur JJ dafür die Schuld gebe, sondern auch dem katastrophalen Marketing (gab es gefühlt für "Frozen II" weitaus mehr Werbung auf für TROS).

                            Kommentar


                              #15
                              Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                              Wobei ich nicht nur JJ dafür die Schuld gebe, sondern auch dem katastrophalen Marketing (gab es gefühlt für "Frozen II" weitaus mehr Werbung auf für TROS).
                              JJ trägt sicher nicht die alleinige Schuld, sondern vor allem Lucasfilm und deren fatale Entscheidung, die Sequel Trilogie nicht von Anfang an durchzuplanen. So hätte man von Anfang an die Handlung der drei Filme festlegen und die Geschichte dann auch durchziehen müssen. Oder zumindest hätte man nach Force Awakens auf JJ Abrame Outline bestehen müssen. Statt dessen durfte Rian Johnson in Last Jedi sein eigenes Ding machen und hat die Handlung in eine ganz andere Richtung entwickelt und seinen Film so in sich abgeschlossen beendet, dass man daraus einfach keine konsistente Trilogie mehr machen konnte.


                              Kommentar

                              Lädt...
                              X