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Babylon 5 gegen Deep Space Nine

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    #46
    Zitat von Makaan Beitrag anzeigen
    Was ja eigentlich auch gar nicht schlecht ist, wenn man die Aliens ein bisschen besser ausdifferenziert und sie nicht stereotyp immer und immer wieder jede Folge gleich handeln lässt.
    Eigentlich kennt man von den meisten Völkern nur Angehörige des Militärs, auch bei der Menschheit der Föderation.
    Zum einen ist die Sternenflotte kein reines Militär, zum anderen hatte man bei den Vulkaniern schon Priester etc. gesehen und auch Händler, Piraten etc. gab es immer mal wieder, von Wissenschaftlern, verrückt oder nicht, ganz zu schweigen.

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      #47
      Die Sternenflotte ist trotzdem das Militär der Interplanetaren Föderation, auch wenn sie Forschungsschiffe unterhält. Die müssen die Sache mit klingonischen kriegswütigen Kanzlern und ihren Kamikaze-Flotten ausbaldowern, wenn mal wieder Spannung herrscht zwischen Föderation und Klingonenimperium.

      Bezüglich Händler fallen mir von den Rassen, die man öfters als einmal im ganzen ST-Franchise sieht nur die Ferengis ein. Wissenschaftler scheinen fast alle im Dienste der Föderation oder der jeweiligen Militärapparates ihrer spezifischen Rasse zu sein.

      Und die einzige prominente Nichtmilitär-Angehörige ausser den drolligen Ferengis aus Deep Space Nine, an die ich mich erinnern kann, war die doofe Kai Win oder wie immer die auch geschrieben wird, wieder aus Deep Space 9.

      Ich sollte unbedingt mal mehr Deep Space 9 schauen, um mehr über die Ferengis und die Klingonen zu erfahren. Babylon 5 kenne ich jetzt ja, ich sollte mal dem ST-Äquivalent auch mal mehr eine Chance geben.

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        #48
        Zitat von Makaan Beitrag anzeigen
        Bezüglich Händler fallen mir von den Rassen, die man öfters als einmal im ganzen ST-Franchise sieht nur die Ferengis ein. Wissenschaftler scheinen fast alle im Dienste der Föderation oder der jeweiligen Militärapparates ihrer spezifischen Rasse zu sein.
        Nein, da gibt es etliche Zivilisten unter den Wissenschaftlern, die arbeiten mit der Sternenflotte zusammen um von A nach B zu kommen bzw. um ihre Sicherheit zu gewährleisten, aber das ist alles. Was Händler angeht erwähne ich nur Harry Mudd oder seine Kopie, Cyrano Jones (Tribbles gibt's neuerdings im Dutzend billiger ) oder aber, um bei DS9 zu bleiben, die Frachterkapitänin Kasidy Yates.

        Und die einzige prominente Nichtmilitär-Angehörige ausser den drolligen Ferengis aus Deep Space Nine, an die ich mich erinnern kann, war die doofe Kai Win oder wie immer die auch geschrieben wird, wieder aus Deep Space 9.
        Was ST generell angeht, Botschafter Sarek ist neuerdings kein Zivilist? Dazu seine Frau, dann gibt's da noch Botschafterin Lwaxana Troi, Vash, etc. etc. etc. Und in DS9 dürfte Keiko Ishikawa-O'Brien auch keine offizielle Angehörige der Sternenflotte sein, aber DS9 ist lang her, dazu noch Leeta, Vedek Bareil, Bashirs Eltern, ...

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          #49
          Aber die Beispiele, die du aufgezählt hast sind jetzt hauptsächlich Menschen, und kaum Aliens, die eine andere Seite der Alienrassen zeigen.

          Sarek unterscheidet sich auch kaum von Spock, ausser dass er alt ist und irgendwann an Altersschwäche starb. Noch dazu gerade eben die Vulkanier, von denen hauptsächlich als einziges Merkmal nur die scheinbare Emotionslosigkeit einem im Gedächtnis bleibt.

          Ebenso sind die zwei einzig prominenten Betazoiden nur die Troy und ihre sehr freizügige Mutter. An den übersensiblen Telepathen erinnert man sich nur, wenn man dessen Folge mal gesehen hat.

          Schlussendlich differenzieren sie ja eben die Rassen alle nicht aus oder schaffen gerade ja diese Stereotypen. Und gehören meistens zum Militär ihrer jeweiligen Rasse.

          Dafür habe ich die Cardassianer noch irgendwie gut gefunden. Irgendwie waren sie viel weniger stereotyp als die Romulaner oder die Klingonen.

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            #50
            Hm eine typische Geschmacksfrage. Für mich war klar Babylon 5 besser, denn die ersten Staffen von DS9 fand ich grottenschlecht. Aber wie gesagt, reine Geschmackssache, objektive Kriterien kann man wohl kaum finden
            LANG LEBE DER ARCHON

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              #51
              Zitat von Makaan Beitrag anzeigen
              Aber die Beispiele, die du aufgezählt hast sind jetzt hauptsächlich Menschen, und kaum Aliens, die eine andere Seite der Alienrassen zeigen.
              Wie schon gesagt: Wenn das Ziel ist, mit den Aliens andere Seiten der Menschen zu beleuchten, dann ist es wenig sinnvoll, da etwas anderes zu zeigen. Aber wir haben auch schon andere Romulaner gesehen: Als Spock nach Romulus ging.

              Sarek unterscheidet sich auch kaum von Spock, ausser dass er alt ist und irgendwann an Altersschwäche starb. Noch dazu gerade eben die Vulkanier, von denen hauptsächlich als einziges Merkmal nur die scheinbare Emotionslosigkeit einem im Gedächtnis bleibt.
              Einspruch: Sarek ist Vollvulkanier, und gerade der Unterschied wird mehrfach beleuchtet. Im Übrigen zeichnen sich die Vulkanier durch eine für ein auf Logik gegründetes Volk erstaunliche Spiritualität aus.

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                #52
                Ich denke, was B5 am meisten von DS9 unterscheidet, ist dass man von Anfang an wusste, in welche Richtung es gehen sollte und wie es etwa enden würde. Bei DS9 kam man ja erst nach und nach auf die Idee mit dem Dominion-Krieg...

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                  #53
                  Bei DS9 fing man erstmal so an, wie auch bei TNG: Erst mal loslegen und dann schauen, was wir draus machen.

                  Später ist man dann auf die Idee gekommen, dass ja so ein staffelübergreifender Handlungsbogen gar nicht verkehrt ist.

                  Es gibt dabei gute Ansätze und es ist teilweise wirklich sehr spannend. Aber leider hat man das nicht ganz konsequent duchgezogen. Es gibt immer wieder Folgen, die zusammenhanglos eingestreut wirken, so als habe man einen Mangel an guten Drehbüchern gehabt (was ja wohl bei Star Trek allgemein ein Problem war) und musste Lücken füllen.

                  Der Vorteil bei B5 in dieser Hinsicht war ganz klar, dass man einen einzigen, hervorragenden Author hatte, der von Anfang an alles plante und genau wusste, was passieren soll.

                  Gruß,

                  Frank
                  "Wenn das deutsche Fernsehen ein Pferd wäre, hätte man es schon längst erschossen" (Oliver Kalkofe)
                  "Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann ist es das Recht Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen"
                  (George Orwell)

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                    #54
                    Zitat von Laserfrankie Beitrag anzeigen
                    Bei DS9 fing man erstmal so an, wie auch bei TNG: Erst mal loslegen und dann schauen, was wir draus machen.
                    dem kann ich nur zustimmen
                    Sheridan for President

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                      #55
                      Zitat von Laserfrankie Beitrag anzeigen
                      Es gibt dabei gute Ansätze und es ist teilweise wirklich sehr spannend. Aber leider hat man das nicht ganz konsequent duchgezogen. Es gibt immer wieder Folgen, die zusammenhanglos eingestreut wirken, so als habe man einen Mangel an guten Drehbüchern gehabt (was ja wohl bei Star Trek allgemein ein Problem war) und musste Lücken füllen.
                      Solche Folgen gab es bei B5 aber auch zu Hauf. Zwar waren der Großteil der Folgen von Staffel 3 und 4 zusammenhängend, in Staffel 1, 2 und 5 gab es allerdings doch ziemlich viele Lückenfüllen. Ich sag nur die viiiielen Attentäter.

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                        #56
                        Obowhl es ja wirklich nur Zufall war, dass JMS die letzten 3 Staffeln (bis auf eine Folge) allein geschrieben hat... er wollte es ja nie so... aber ich finde, andere Autoren hätten das Werk ein wenig zersetzt... obwohl in Staffel 5 hätte er ja statt übermäßig langem Telephatenkrimskrams auch einige Einzelfolgen schreiben lassen können, da gibt es in den ersten beiden Staffeln wirklich schöne...

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                          #57
                          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                          ... obwohl in Staffel 5 hätte er ja statt übermäßig langem Telephatenkrimskrams auch einige Einzelfolgen schreiben lassen können, da gibt es in den ersten beiden Staffeln wirklich schöne...
                          Gibt es doch. Mit "An der Schwelle des Todes", "Einfache Leute", "Lektion des Schreckens" und "Der Tag der Toten" sind gleich 4 Folgen ohne groß Bezug zu den Handlungsbögen zu finden.

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                            #58
                            Bei Staffeln drei und vier war es verständlich, dass JMS alles alleine Schreiben musste, aber bei der letzten hätte es der Serie alles andere als geschadet, wenn man mal wieder ein paar andere Schreiberlinge hätte rangelassen.
                            Warum hat man eigentlich nicht?


                            Zitat von Laserfrankie
                            Bei DS9 fing man erstmal so an, wie auch bei TNG: Erst mal loslegen und dann schauen, was wir draus machen.
                            Jepp, in dieser Hinsicht hat DS9 haargenau dieselben Fehler gemacht, wie alle anderen ST-Serien auch. Völlig unverständlich für mich, wie man nur so unfähig sein kann, aus derart vielen Vorgängern-Staffeln/-Serien so wenig (nämlich gar nichts) zu lernen.

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                              #59
                              Also, alle Folgen die du genannt hast, beziehen sich zu ihrem größten Teil auf vorangegangene... so Einzelfolgen wie "Die Gläubigen" sind es jetzt nicht...

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                                #60
                                Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                                Solche Folgen gab es bei B5 aber auch zu Hauf. Zwar waren der Großteil der Folgen von Staffel 3 und 4 zusammenhängend, in Staffel 1, 2 und 5 gab es allerdings doch ziemlich viele Lückenfüllen. Ich sag nur die viiiielen Attentäter.
                                Ich behaupte mal: Die Babylon-5-Story-Maschinerie setzt sich zwar relativ träge in Gang aber sie ist insgesamt sehr viel homogener, konsequenter und stimmiger, als die traditionell in den ersten zwei bis drei Seasons (!) orientierungslos herumeiernden Star-Trek-Serien:

                                - in TOS hat man nie den richtigen Fluss gefunden
                                - TNG wird erst mit dem Auftauchen der Borg besser (aber es dauert bis zur vierten Season, bis es richtig Spaß macht)
                                - DS9 wird erst mit dem Auftauchen des Dominion und der Einführung der Defiant zur dritten Season gut (und das geht auch ziemlich hopplahopp - das Dominion wird vorher nur zwei- oder dreimal beiläufig erwähnt)
                                - Voyager braucht ja allein schon zwei Jahre, um die angeblich technisch so unterlegenen Kazon hinter sich zu lassen, obwohl sie laufend mit Warp 9 vor denen herfliegen (!)
                                - Bei Enterprise kenne ich nur die erste Season und die ging genauso planlos los

                                Babylon 5 mag anfangs beim ersten Anschauen ähnlich wirr wirken. Wenn man die Serie aber insgesamt besser kennt, merkt man schnell, dass da im Gegensatz zu ST ein Plan dahinter steckt und dass auch die vermeintlichen "Lückenfüller"-Folgen immer am großen Handlungsbogen orientiert sind und laufend Informationen zubuttern.

                                Natürlich dient gut die Hälfte der ersten Season dazu, die Charaktere einzuführen und das ganze B5-Universum vorzustellen (letzteres übrigens eine Aufgabe, die DS9 nicht zu bewältigen hatte, da alles schon bekannt war!).

                                Es gibt daher zunächst mal Sinclair-Folgen, Ivanova-Folgen, Garibaldi-Folgen, Dr.-Franklin-Folgen, G'Kar-Folgen, Delenn-Folgen, Londo-Folgen und Talia-Folgen. Darüber hinaus muss man das Psi-Corps mit den Gedankenpolizisten und der Telepathen-Problematik einführen, man muss die Rivalitäten zwischen Narn und Centauri verdeutlichen, der Krieg zwischen Menschen und Minbari spielt natürlich eine maßgebliche Rolle. Das alles muss ausführlich und verständlich eingebracht werden und deswegen wirkt die erste Season so, als gäbe es viele "Einzelfolgen". Ist aber eigentlich gar nicht so. Man kann in jeder einzelnen Folge von B5 etwas Neues sehen oder erkennen, das zum besseren Verständnis des Ganzen beiträgt.

                                Dass man es bei B5 trotz dieses gewaltigen Stoffes schafft, bis zur Hälfte der ersten Staffel alles soweit klargemacht zu haben, dass man mit dem Auftauchen von Morden und seiner Frage "Was wollen Sie?" das große Räderwerk in Gang setzen kann, ist schon eine Leistung!

                                Das liegt auch daran, dass die einzelnen Folgen vollgestopft sind mit Hintergrundinformationen und versteckten Hinweisen, die einem beim zweiten oder dritten Anschauen erst richtig auffallen, zunächst aber mal Rätsel aufgeben. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich B5 das erste Mal sah und fasziniert von diesen auf einmal sporadisch auftauchenden Schattenschiffen war, die kommen, alles vernichten und dann wieder spurlos verschwinden. Wo kommen die jetzt her, wer ist das, was wollen die? Ich will das wissen!!!



                                B5 kommt zwar langsam in Gang aber die Langsamkeit ist zumindest mit Substanz und Informationen randvoll gefüllt und es gibt wohl in der gesamten Serie nur zwei oder drei Folgen, von denen man sagen könnte: "Ok, auf die hätte man verzichten können."

                                Gruß,

                                Frank
                                "Wenn das deutsche Fernsehen ein Pferd wäre, hätte man es schon längst erschossen" (Oliver Kalkofe)
                                "Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann ist es das Recht Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen"
                                (George Orwell)

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