Der 2. Weltkrieg 1939-1945 - SciFi-Forum

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Der 2. Weltkrieg 1939-1945

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  • Mr.Viola
    antwortet
    Zitat von Feldmarschall Höhl Beitrag anzeigen
    ich weiß sicher das mein Oper keine Juden getötet hat und das reicht mich
    Und weißt du auch ganz genau, dass er jetzt keinen sowjetischen, amerikanischen oder französischen Juden auf dem Schlachtfeld getötet hat?

    Diese ganze Diskussion rund um "mein Opa war kein Nazi" bringt ja gar nichts, wie in den letzten Postings schon geschrieben, unsere Generation kann jetzt nicht einfach hergehen, und über die damalige Generation urteilen, denn die Situation damals war ganz anders als heute.
    Ich denke mal, nur die wenigsten Soldaten sind gerne und aus purer Überzeugung in den Krieg gezogen, für die meisten war es einfach nur Pflicht, da gab es keine andere Entscheidung. Schade wenn da heute ein paar Schlaumeier behaupten, jeder der aktiv am Krieg mitwirkte, war auch automatisch ein Nazi.

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  • endar
    antwortet
    Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
    Ach Gott, das ist halt eine typische Phrase die man schnell mal schreibt. Daran jemanden aufzuhängen... - man könnte vielleicht mal nachfragen. So mit "Warum" und so. Kämen womöglich sogar Antworten.
    Eben. Eine typische Phrase, die für viele übrigens auch zum Selbstverständnis geworden ist. Auf diese Phrase kann man sehr wohl ironisch antworten. Darin ein "aufhängen" zu sehen, ist jawohl etwas übertrieben. Dann sollen die Leute nicht in ein Diskussionsforum kommen, wenn sie Ironie nicht vertragen.

    Ich wage zu bezweifeln das dir der Umfang der Nachforschungen "der meisten hier" bekannt ist.
    Davon mal abgesehen -
    Du würdest dich wundern, wie oft ich schon vorher weiß, was die Leute zum Thema zu sagen haben. Nennt sich Erfahrung.

    Sagen wir mal so, das ist auf fränkischen Kuhdörfern alles andere als ungewöhnlich. Dazu braucht es keine Oma die das mal irgendwann gemacht haben soll.
    Von daher, eher schlechtes Beispiel...
    Das ist auch da, wo meine Oma herkam, nichts auergewöhnliches. Nur wohnt meine Familie dort nicht mehr. Das ist aber völlig egal. Es ist völlig irrelevant, ob man das in deinen Dörfern tut und ob DU das jetzt kennst oder nicht. Es ist ein allgemeines Beispiel, dessen Aussage jeder mit ein bisschen Verstand begreifen kann.

    Aber es zeigt wenigstens eines sehr deutlich: Man kann die Wertvorstellungen von heute und die daraus resultierende Urteile nicht eins zu eins auf damals übertragen.
    Das ist allerdings durchaus richtig.

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Ich finde dabei immer sehr bezeichnend, dass die Aussage "Opa war kein Nazi" ja nur abgrenzend ist. Sie hat auch überhaupt gar keine tatsächliche Aussage. Ich lese hier nie "Mein Opa hat den Nationalsozialismus verabscheut" oder "Mein Opa konnte als aktiver Katholik dem Nationalsozialismus nichts abgewinnen". Das liest man nicht, sondern doch meist nur das stereotype "Opa war kein..."
    Ach Gott, das ist halt eine typische Phrase die man schnell mal schreibt. Daran jemanden aufzuhängen... - man könnte vielleicht mal nachfragen. So mit "Warum" und so. Kämen womöglich sogar Antworten.

    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Die meisten, die das hier abgeben, haben allerdings niemals einmal ernsthafte Erkundigungen über ihre Großeltern eingeholt und wollen es wohl auch gar nicht so genau wissen, ob Opa in der NSDAP war oder der SA war, sondern sind auch sehr dankbar, wenn Oma und Opa schildern, dass sie niiiemals etwas am Nationalsozialismus gefunden hätten. Das Thema hatten wir allerdings bereits ausführlich durchgekaut.
    Ich wage zu bezweifeln das dir der Umfang der Nachforschungen "der meisten hier" bekannt ist.
    Davon mal abgesehen -

    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Meine Oma hat z.B. als junge Frau immer Katzenbabies ersäuft, wenn die Katze auf dem Hof mal wieder Junge hatte. Das war mal Thema, da war meine Oma schon über 80 Jahre alt. Meine Schwester meinte dann, sie könne sich das gar nicht vorstellen. So ähnlich ist das auch mit den Großeltern als Nazis.
    Sagen wir mal so, das ist auf fränkischen Kuhdörfern alles andere als ungewöhnlich. Dazu braucht es keine Oma die das mal irgendwann gemacht haben soll.
    Von daher, eher schlechtes Beispiel...
    Aber es zeigt wenigstens eines sehr deutlich: Man kann die Wertvorstellungen von heute und die daraus resultierende Urteile nicht eins zu eins auf damals übertragen.

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  • Atahualpa
    antwortet
    Zitat von Feldmarschall Höhl Beitrag anzeigen
    ich weiß sicher das mein Oper keine Juden getötet hat und das reicht mich
    Heut gehörts wohl zum guten Ton mit Entnazifizierungsakten zu prahlen, ich hab keine und kenn auch keine.

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  • Feldmarschall Höhl
    antwortet
    ich weiß sicher das mein Oper keine Juden getötet hat und das reicht mich

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  • Atahualpa
    antwortet
    Ich weiß es nicht ob mein Großvater ein Nazi war oder nicht, selbst wenn es so wäre wär es mir egal.
    Es war einfach eine andere Zeit und andere Umstände, ich würde ihn deswegen mit Sicherheit nichts vorwerfen, was passiert ist ist passiert.
    Ebensowenig fühle ich mich nicht verpflichtet mich für irgendwas zu entschuldigen aufzuarbeiten oder zu entnazifizieren oder sogar irgend jemandem Geld als Wiedergutmachung in den Rachen zu werfen.

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  • endar
    antwortet
    Was mich anbetrifft, so denke und arbeite ich nicht in diesen Kategorien von Nazi und Nichtnazi. Ich habe wohl inzwischen über 2000 Entnazifzierungsakten, 300 Wiedergutmachungsakten und 200 Prozessakten wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit gelesen und durchgearbeitet. Das ganze ist kein duales Nazi/Nichtnazi-System gewesen. Eine solche Herangehensweise ist naiv und dient der Selbstentschuldung bzw. der Entschuldung der Familie. So einfach kann man es sich nicht machen. Ich kenne übrigens auch die Entnazifizierungsakten meiner Familie.

    Ich finde dabei immer sehr bezeichnend, dass die Aussage "Opa war kein Nazi" ja nur abgrenzend ist. Sie hat auch überhaupt gar keine tatsächliche Aussage. Ich lese hier nie "Mein Opa hat den Nationalsozialismus verabscheut" oder "Mein Opa konnte als aktiver Katholik dem Nationalsozialismus nichts abgewinnen". Das liest man nicht, sondern doch meist nur das stereotype "Opa war kein..." Die meisten, die das hier abgeben, haben allerdings niemals einmal ernsthafte Erkundigungen über ihre Großeltern eingeholt und wollen es wohl auch gar nicht so genau wissen, ob Opa in der NSDAP war oder der SA war, sondern sind auch sehr dankbar, wenn Oma und Opa schildern, dass sie niiiemals etwas am Nationalsozialismus gefunden hätten. Das Thema hatten wir allerdings bereits ausführlich durchgekaut.

    Meine Oma hat z.B. als junge Frau immer Katzenbabies ersäuft, wenn die Katze auf dem Hof mal wieder Junge hatte. Das war mal Thema, da war meine Oma schon über 80 Jahre alt. Meine Schwester meinte dann, sie könne sich das gar nicht vorstellen. So ähnlich ist das auch mit den Großeltern als Nazis.

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  • Pyromancer
    antwortet
    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Die "Opa war kein Nazi"-Sager sollten sich also vielleicht mal eher erklären, was sie mit "Nazi" überhaupt meinen.
    Mit "Nazi" kann man zweierlei meinen:
    Entweder meint man mit "Nazi" ein Mitglied der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei. Davon gab es bis Kriegsende in Deutschland etwa 7,5 Millionen.

    Dann kann man mit "Nazi" noch jemanden meinen, der der nationalsozialistischen Ideologie anhing. Wieviele es da gab, darüber gibt es halt keine verlässlichen Zahlen.

    Wobei ich davon ausgehe, dass es sowohl etliche Parteimitglieder gab, die nur aus Karrieregründen, und nicht aus Überzeugung in der Partei waren (Stichwort "Märzgefallene").
    Und es gab sicher etliche, die die nationalsozialistische Ideologie im Grunde gut fanden, aber aus irgendwelchen Gründen nie in die Partei eingetreten sind.

    Aber jeden Deutschen, der im Krieg auf jemanden geschossen hat, als Nazi zu bezeichen, halte ich für zu weit hergeholt.

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Es geht mir übrigens gar nicht um irgendwelche Einzelpersonen, sondern um das unreflektierte Rechtfertigungsmuster, Verbrechen und Untaten (das ist ja mit der Chiffre "Nazi" gemeint) aus der eigenen Familiengeschichte und dem Umfeld abzusondern. Damit habe die eigene Familie / man nichts zu tun gehabt.
    Ja und wenn es so ist? Nicht jeder hat einen NS-Vebrecher in der Familie. Ich auch nicht. Sorry.
    Hier kollidieren mE einfach zwei Ansätze.
    Diejenigen die schreiben "Opa war kein Nazi" meinen das zum übergroßen Teil eben sehr wohl auf die einzelne Person bezogen. Und da gibt es nun wirklich keinen Grund das irgendwie anzugreifen. Auch nicht auf Basis eines "Bildes" das sich das gemeinsame Bewusstsein des Deutschen Volkes gerne zurechtlegen soll um Schuld von sich zu weisen.
    Dieser Ansatz mag ja wissenschaftlich durchaus richtig sein und ich bin durchaus geneigt dem zuzustimmen. Nur kann man da dann eben auch nicht einfach hergehen und bezogen auf "Opa war kein Nazi" die Hände über den Kopf zusammenschlagen. Opa bleibt nun mal erst mal Opa. Und ob er Nazi war oder nicht weiß man als Außenstehender schlicht nicht. Kann sein kann aber auch kann auch nicht sein.
    Ich würde es dabei belassen und nicht jedesmal polemisch mit "jaja keiner war Nazi" daherkommen. Das dient der Debatte nun mal überhaupt nicht.


    Zitat von endar Beitrag anzeigen
    Die "Opa war kein Nazi"-Sager sollten sich also vielleicht mal eher erklären, was sie mit "Nazi" überhaupt meinen.
    Das sollte die andere Seite ganz genauso.
    Man kann mal damit anfangen das nicht jeder der nicht im Widerstand war ein Nazi gewesen ist.

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  • endar
    antwortet
    Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
    Niemand war ein Nazi ist genauso dämlich wie jeder war ein Nazi.
    Beide Aussagen sind so schlicht und einfach nicht haltbar. Es ist nicht einmal besonders stimmig jeden der in der Wehrmacht für das Nationalsozialistische Deutschland gekämpft hat als Nazi zu bezeichnen.
    Wobei das ein bestimmtes politisches Spektrum nur zu gerne tut.
    Es bleibt aber schlicht eine unsinnige Verallgemeinerung.
    Und ehrlich gesagt finde ich es unverschämt al Außenstehender über Familienangehörige von Mitdiskutanten zu urteilen. Dazu fehlt schlicht jeder Einblick.
    Die Aussage einer Person sein XYZ war kein Nazi ist da einfach stehen zu lassen. Ob es stimmt oder nicht entzieht sich der Erkenntnis einer Forumsdiskussion.
    Mal davon abgesehen das mir die Relevanz dieser Frage ziemlich abgeht.

    Ach ja, wir hatten in der Familie Nazis und solche die es nicht waren. Wie schrecklich...
    Man ist mit wehender Fahne in den Krieg gezogen oder ist gegangen weil man es im fränkischen Kuhdorf garnicht anders kannte. Die interlektuell verbrämte Moraldebatte von heute war damals für viele einfache Menschen doch nur ein einziges böhmisches Dorf. Aber das macht niemanden zu einem Nazi.
    Och, wenn ich für jeden "Opa war kein Nazi"-Beitrag einen Euro bekommen würde, den ich in diesem Forum schon gelesen habe, ...
    Es geht mir übrigens gar nicht um irgendwelche Einzelpersonen, sondern um das unreflektierte Rechtfertigungsmuster, Verbrechen und Untaten (das ist ja mit der Chiffre "Nazi" gemeint) aus der eigenen Familiengeschichte und dem Umfeld abzusondern. Damit habe die eigene Familie / man nichts zu tun gehabt. Damit wird aber ein Bild tradiert, nachdem die Verbrechen nur von einem Klügel um Hitler und ihm selbst begangen worden seien und das deutsche Volk unschuldig und betrogen daneben gestanden habe. Das ist allerdings von der Forschung widerlegt.
    Die "Opa war kein Nazi"-Sager sollten sich also vielleicht mal eher erklären, was sie mit "Nazi" überhaupt meinen.

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  • Nighthawk_
    antwortet
    Niemand war ein Nazi ist genauso dämlich wie jeder war ein Nazi.
    Beide Aussagen sind so schlicht und einfach nicht haltbar. Es ist nicht einmal besonders stimmig jeden der in der Wehrmacht für das Nationalsozialistische Deutschland gekämpft hat als Nazi zu bezeichnen.
    Wobei das ein bestimmtes politisches Spektrum nur zu gerne tut.
    Es bleibt aber schlicht eine unsinnige Verallgemeinerung.
    Und ehrlich gesagt finde ich es unverschämt al Außenstehender über Familienangehörige von Mitdiskutanten zu urteilen. Dazu fehlt schlicht jeder Einblick.
    Die Aussage einer Person sein XYZ war kein Nazi ist da einfach stehen zu lassen. Ob es stimmt oder nicht entzieht sich der Erkenntnis einer Forumsdiskussion.
    Mal davon abgesehen das mir die Relevanz dieser Frage ziemlich abgeht.

    Ach ja, wir hatten in der Familie Nazis und solche die es nicht waren. Wie schrecklich...
    Man ist mit wehender Fahne in den Krieg gezogen oder ist gegangen weil man es im fränkischen Kuhdorf garnicht anders kannte. Die interlektuell verbrämte Moraldebatte von heute war damals für viele einfache Menschen doch nur ein einziges böhmisches Dorf. Aber das macht niemanden zu einem Nazi.

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  • KennerderEpisoden
    antwortet
    Zwischen Nazi und aktivem Widerstandskämpfer gibt es nun ja auch einige Zwischenstufen, auf denen sich wohl die meisten Opas befinden werden.

    Apropos Opas- meiner hatte da einen Lieblingswitz, den er wieder und wieder erzählt hat. Der kleine Fritz findet auf dem Dachboden ein Bild von seinem Großvater, dass ihn eindeutig beim Vollführen des Hitlergrußes zeigt. Fritz stellt seinen Großvater daraufhin zur Rede: "Wieso hast du das gemacht Opa??" Doch der beschwichtigt seinen Enkel: "Du verstehst das falsch. Als sie uns damals gefragt haben, ob wir den totalen Krieg wollen, habe ich laut und wild gestikulierend "Moment mal!" von mir gegeben!"

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  • Gast
    Ein Gast antwortete
    Mein Opi war übrigens auch kein Nazi. Und der von meinem Nachbarn auch nicht. Und die Opis von all meinen Freunden und Klassenkameraden auch nicht. Überhaupt war gar keiner ein Nazi. Nur dieser eine jähzornige Mann mit Schnauzbart, den man oft in Schwarz-Weiß-Filmen sieht, der alle mit seiner Kollektiv-Gehirnwäsche dazu gebracht hat, alles zu machen, was er sagt.

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  • Pyromancer
    antwortet
    Zitat von Feldmarschall Höhl Beitrag anzeigen
    Ich hab wieder eien Frage für euch ^^. Und zwar ist meine Frage ist sagt ihr das alle 18.2 Millionen Soldaten der Wehrmacht Nazis waren ich glaub die meisten wollten sich rächen für die schmach vom 1.Weltkrieg die haben für ihr Land gekämpft und nicht für dieses NS regime
    Die meisten haben gekämpft, weil sich ihr Land im Krieg befand. Und weil es sich damals so gehörte, für sein Land zu kämpfen!
    Warum es sich im Krieg befand war nach damaligen Gedankengängen völlig irrelevant.
    Und natürlich waren die meisten Soldaten keine Nazis. Gerade den Konservativen war der Nationalsozialismus immer suspekt und wurde nur akzeptiert, weil er oberflächlich Erfolge vorweisen konnte.

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  • Feldmarschall Höhl
    antwortet
    Wie lustig endar wiklich sehr lustig


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    Feldmarschall Höhl schrieb nach 1 Minute und 10 Sekunden:

    wien lustig endar wirklich sehr lustig solche sätze kannst dir sparen
    Zuletzt geändert von Feldmarschall Höhl; 18.03.2008, 19:44. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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